Arzt, Kosmetikstudio oder Heilpraktiker: Wer machts besser?

In den letzten Jahren sind ästhetische Behandlungen immer beliebter geworden – kein Wunder, schließlich wollen wir von außen genauso schön sein, wie wir uns im Inneren fühlen. Ästhetische Behandlungen wie das Reduzieren von Falten, die Behandlung von Akne, Peelings oder das Straffen der Haut sind beliebter als je zuvor: Doch wann vertraue ich meine Haut am besten einem Arzt an und wann ist der Gang ins Kosmetikstudio sinnvoll? Neben Kosmetikstudios übernehmen auch Heilpraktiker immer mehr Aufgaben, für die traditionell Ärzte zuständig sind. Die Grenzen zwischen Ärzten, Heilpraktikern und Kosmetikstudios sind teilweise fließend, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass Patienten oft nicht wissen, wohin mit ihrem Anliegen.


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Online-Redaktion


Zuletzt aktualisiert: 16. Februar, 2021

Wie unterscheidet sich ein Arzt von einer Kosmetikerin?

Ein angehender Arzt muss, bis er seinem Beruf vollständig nachgehen kann, eine langjährige Ausbildung abschließen. Diese beinhaltet nicht nur das Medizinstudium, sondern auch eine praktische Zeit, in der sich angehende Ärzte zudem auf einen oder mehrere Fachbereiche spezialisieren. Wer sich Kosmetiker nennen darf, ist in den Gesetzen nicht klar festgelegt. In Deutschland schreibt beispielsweise die Kosmetiker-Berufsausbildung vor, welche Fertigkeiten und Kenntnisse Kosmetiker vorweisen müssen. In der Regel verfügen Kosmetiker jedoch über eine mehrjährige Ausbildung, die durch eine langjährige Praxiserfahrung vervollständigt wird. In Österreich gibt es den Lehrberuf “Kosmetiker” mit einer Lehrzeit von zwei Jahren.

Arzt, Kosmetikstudio oder Heilpraktiker: Wer machts besser? - Wie unterscheidet sich ein Arzt von einer Kosmetikerin?

Ein ausgebildeter Arzt ist berechtigt, Krankheiten zu diagnostizieren und umfangreich zu behandeln; er kann sowohl konservative als auch operative Therapien behandeln. Im Gegensatz zu Kosmetikern oder Heilpraktikern darf ein Arzt mit verschreibungspflichtigen Medikamenten behandeln. Im Grunde gibt es also keine Behandlungen, die wissenschaftlich fundiert sind, die ein ausgebildeter Arzt in seinem Fachbereich nicht anbieten kann. Grundlegend dürfen Kosmetikstudios alle kosmetischen Eingriffe (auch apparative) anbieten, die kein medizinisches Fachwissen voraussetzen und lediglich auf der Oberfläche wirken. Eine Kosmetikerin darf also keine Behandlungen anbieten oder durchführen, die auf die Diagnose, Behandlung oder Heilung einer Krankheit abzielen. Sie muss jedoch in der Lage sein, den Hautzustand ihrer Kunden einschätzen und gegebenenfalls an einen Facharzt verweisen zu können.
 
Bei vielen Behandlungen stellen sich Patienten jedoch die Frage, wer der richtige Ansprechpartner für welche Therapie ist. Auf den ersten Blick scheint die Antwort recht klar zu sein, doch in der Praxis verschwimmen die Grenzen zwischen Kosmetik und Medizin immer mehr – das gilt insbesondere für Behandlungen der plastischen und ästhetischen Chirurgie sowie der Dermatologie. Kosmetische Behandlungen, die medizinische Fachkenntnisse voraussetzen und zumindest mittelbar zu Gesundheitsschäden führen können, gelten beispielsweise als Heilbehandlungen im Sinne des Heilpraktikergesetzes und sind somit also Heilpraktikern und Ärzten vorbehalten.

Arzt oder Kosmetikstudio: Wer macht was?

Kosmetische und medizinische Behandlungen lassen sich nicht immer klar voneinander abgrenzen. Einige Methoden, wie beispielsweise die Dermabrasion, sind ganz klar Dermatologen vorbehalten. Dabei handelt es sich um ein invasives Verfahren zur Narbenbehandlung, bei der der Arzt die Haut bis auf ihre tieferen Schichten abschleift. Hier zeigt sich bereits eine klare Abgrenzung zwischen den Aufgaben von Ärzten und Kosmetikern: Kosmetikerinnen dürfen nämlich lediglich Behandlungen anbieten, die nicht-invasiv sind und lediglich an der Hautoberfläche wirken. Dementsprechend dürfen Kosmetikstudios eine Microdermabrasion anbieten, da diese nur die oberste Hautschicht behandelt. Beim Microneedling wiederum wird zwischen kosmetischen und medizinischen Anwendungen unterschieden, wobei Letztere ab einer Nadellänge von 0,8 mm aufwärts beginnen. Diese Regelung erklärt sich dadurch, dass eine längere Nadel tiefer arbeiten und dabei unter Umständen zu Verletzungen führen kann, weshalb diese Behandlungen Ärzten vorbehalten ist.

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Kosmetikstudios bieten grundsätzlich klassische kosmetische Behandlungen wie Hand- und Fußpflege, Hautpflege sowie Massagen an, wobei bei Letzterem zwischen medizinischen und sogenannten Wohlfühlmassagen unterschieden wird. Außerdem dürfen Kosmetiker mit verschiedenen Apparaten und Instrumenten arbeiten, die der Hautpflege dienen.

Wer darf Faltenbehandlungen anbieten?

Arzt, Kosmetikstudio oder Heilpraktiker: Wer machts besser? - Wer darf Faltenbehandlungen anbieten?

Es gibt verschiedene Arten von Faltenbehandlungen, die sowohl mit als auch ohne operativen Eingriff durchgeführt werden können. Die beliebte Faltenunterspritzung mit Fillern wie Hyaluronsäure oder Botulinumtoxin darf nur von Ärzten durchgeführt werden, wobei Du immer darauf achten solltest, dass Du Dich in erfahrene und gut ausgebildete Hände gibst. Es gibt jedoch auch einige Heilpraktiker, die Injektionen mit Hyaluronsäure anbieten, jedoch kann es dabei zu Komplikationen kommen, da Heilpraktiker nicht das medizinische Wissen von Ärzten vorweisen können. Ein operatives Facelift darf jedoch nur von einem Facharzt der plastischen und ästhetischen Chirurgie durchgeführt werden. Technisch gesehen ist eine PRP Behandlung (Vampirlifting) kein Facelifting, denn es gibt keine Schnitte und es wird keine Haut entfernt. Dennoch gehört die sogenannte Eigenbluttherapie zu den Behandlungen, die einem Arzt vorbehalten sind.

Zu wem gehe ich für eine Haarentfernung?

Arzt, Kosmetikstudio oder Heilpraktiker: Wer machts besser? - Zu wem gehe ich für eine Haarentfernung?

Viele Kunden und Patienten wünschen sich eine Entfernung ihrer Körperhaare, sei es nur vorübergehend oder dauerhaft. Dabei sind sowohl Ärzte als auch Kosmetikstudios die richtigen Ansprechpartner. Besonders häufig wünschen sich Patienten und Kunden eine dauerhafte Haarentfernung, die wiederum verschiedene Methoden unterscheidet. Sehr beliebt ist dabei die IPL Haarentfernung, bei der mit einer breitbandig gepulsten Lichtquelle das Haar dauerhaft entfernt wird. Die Laser Haarentfernung ist eine weitere Form der dauerhaften Haarentfernung, die mit hochenergetischem Licht arbeitet. Als letzte Form möchten wir die Nadelepilation erwähnen, da auch sie zu den beliebtesten Methoden zur dauerhaften Haarentfernung zählt.

Wer bietet chemische Peelings an?

Arzt, Kosmetikstudio oder Heilpraktiker: Wer machts besser? - Wer bietet chemische Peelings an?

Peelings sind eine sehr beliebte Form der ästhetischen Behandlungen, die sowohl von Kosmetikstudios, Heilpraktikern als auch von Ärzten angeboten werden. Es gibt verschiedene Arten von Peelings, wobei sich vor allem chemische Peelings großer Beliebtheit erfreuen. Im Grunde zielen alle Peelings darauf ab, abgestorbene Hautschüppchen von der oberen Hautschicht zu entfernen und dadurch für ein klares Hautbild zu sorgen.

Wer führt Laserbehandlungen durch?

Arzt, Kosmetikstudio oder Heilpraktiker: Wer machts besser? - Wer führt Laserbehandlungen durch?

Die Lasertherapie findet in verschiedenen Fachbereichen Anwendung, so auch in der Dermatologie und in der plastischen Chirurgie. Je nach Einsatzgebiet und Methode kannst Du eine Laserbehandlung sowohl in einer Arztpraxis oder in einem Kosmetikstudio durchführen lassen. Kosmetiker können jedoch nur bestimmte Lasergeräte verwenden. Geräte, die die Schutzbarriere der Haut verletzen oder das Gewebe zerstören, dürfen weder Kosmetiker noch Heilpraktiker anbieten und sind somit Ärzten vorbehalten.

Wer behandelt Akne?

Arzt, Kosmetikstudio oder Heilpraktiker: Wer machts besser? - Wer behandelt Akne?

Akne ist eines der häufigsten Hautprobleme und äußert sich in verschiedenen Schweregraden. Je nach Ausprägung kann bei Akne auch eine kosmetische Behandlung helfen, wobei wir darauf hinweisen möchten, dass Du Hautkrankheiten und Hautveränderungen immer von einem Facharzt untersuchen lassen und mit ihm abklären solltest, ob eine kosmetische Behandlung in Deinem Fall angebracht ist. In vielen Fällen ist eine Kombination von medizinischer Behandlung und kosmetischer Ergänzung die perfekte Lösung.

Arzt und Kosmetikstudio: eine perfekte Symbiose?

Immer häufiger findet sich eine Kombination von Kosmetikstudio und Arztpraxis vor, was sowohl für Ärzte als auch für Kosmetiker von Vorteil sein kann. Auf diese Weise kann nämlich eine optimale Behandlung gewährleistet werden, da nicht nur Ärzte, sondern auch Kosmetiker einschlägiges Fachwissen mitbringen und sich so ergänzen können. Aus diesem Grund finden sich auch vermehrt Hybridformen, also die Möglichkeit, kosmetische Behandlungen in der Arztpraxis durchführen zu lassen. Trotzdem müssen die beiden Bereiche klar voneinander getrennt sein und auch Patienten und Kunden müssen unterscheiden können, ob sie sich gerade einer ärztlichen oder einer kosmetischen Behandlung unterziehen. Weiterhin gilt natürlich, dass medizinische Behandlungen nur von Ärzten und die meisten kosmetischen Behandlungen nur von einem entsprechenden Fachpersonal durchgeführt werden.

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Was darf ein Heilpraktiker und warum ist dessen Zukunft unsicher?

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich der Beruf des Heilpraktikers in Deutschland immer mehr etabliert – in Österreich hingegen ist der Beruf “Heilpraktiker” und dessen Ausbildung durch das Ärztegesetz bzw. das Ausbildungsvorbehaltsgesetz verboten und strafbar. Einen einheitlichen, vorgeschriebenen Ausbildungsweg lässt sich für einen Heilpraktiker in Deutschland nicht vorschreiben, in der Regel absolvieren angehende Heilpraktiker jedoch eine zwei- bis dreijährige Ausbildung und legen eine Reihe von mündlichen und schriftlichen Prüfungen ab. Anschließend arbeiten staatlich geprüfte Heilpraktiker in verschiedenen Fachbereichen und deren Behandlungsspektrum ist sehr breit gefächert. Was ein Heilpraktiker darf, ist im Heilpraktikergesetz genau geregelt, wobei er Krankheiten nur in einem bestimmten Ausmaß diagnostizieren und behandeln darf.

Beispielsweise dürfen Heilpraktiker keine verschreibungspflichtigen Medikamente oder Betäubungsmittel verschreiben. Schwere Infektionen wie Cholera, Masern oder Diphtherie dürfen Heilpraktiker ebenfalls nicht behandeln. Des Weiteren dürfen Heilpraktiker keine Zahnheilkunde ausüben, keine Geburtshilfe leisten oder röntgen. Um den Tod festzustellen, muss ebenfalls ein Schulmediziner hinzugezogen werden.

Arzt, Kosmetikstudio oder Heilpraktiker: Wer machts besser? - Was darf ein Heilpraktiker und warum ist dessen Zukunft unsicher?

Nicht nur medizinisches Fachpersonal fordert immer wieder ein Verbot des Heilpraktikerberufs – auch in der Politik ist der Beruf des Heilpraktikers immer wieder Thema. So auch aktuell in Deutschland, wo über schärfere Regeln und einer möglichen Abschaffung des Berufs diskutiert wird. Doch warum eigentlich die ganze Diskussion? Schließlich erlebt der Beruf des Heilpraktikers gerade einen Boom und naturheilkundliche Verfahren bekommen oft eine positive Rückmeldung. Aus medizinischer Sicht lässt sich die Diskussion auf jeden Fall nachvollziehen, da es in Deutschland etwa keine geregelte Ausbildung gibt, wodurch die Patientensicherheit nicht gewährleisten werden kann. Immer wieder werden zudem Fälle bekannt, bei denen Patienten durch die Behandlung eines Heilpraktikers Schaden genommen haben. Wie es in Zukunft mit dem Beruf des Heilpraktikers weitergeht, bleibt also spannend.

Was spricht für eine Behandlung durch einen Arzt?

Arzt, Kosmetikstudio oder Heilpraktiker: Wer machts besser? - Was spricht für eine Behandlung durch einen Arzt?

Eine Behandlung durch einen Arzt ist immer zu empfehlen, wobei Du natürlich darauf achten solltest, dass Dein behandelnder Arzt eine sehr gute Ausbildung genossen hat und eine langjährige Erfahrung vorweisen kann. Achte also nicht nur darauf, dass Dein Arzt seine Praxis ums Eck hat oder er Dir sympathisch ist, sondern dass er verschiedene Zertifikate vorweisen kann, die sein Fachwissen belegen.

Solltest Du aus verschiedenen Gründen einen Besuch im Kosmetikstudio oder eine Behandlung durch einen Heilpraktiker vorziehen, empfehlen wir Dir, zusätzlich die Meinung eines Arztes einzuholen. Ein kompetenter Arzt wird Dir nämlich objektiv sagen, wann eine Behandlung im Kosmetikstudio oder durch einen Heilpraktiker Sinn macht, oder wann ein Schulmediziner der einzig richtige Ansprechpartner ist.

Wann empfiehlt sich ein Kosmetikstudio?

Bei Behandlungen, die der Körperpflege dienen, sind Kosmetikstudios immer eine gute Alternative und Du kannst Dir sicher sein, dass Du Dich in qualifizierte Hände begibst. Kosmetisches Fachpersonal ist nämlich darauf spezialisiert, den Hauttyp zu analysieren und die Behandlung optimal darauf abzustimmen. Zudem kann Dich ein Kosmetiker bei der Wahl von Hautpflegeprodukten beraten. Doch auch bei Kosmetikern solltest Du darauf achten, dass sie ihre Expertise und langjährige Erfahrung nachweisen können.

Wann ist ein Heilpraktiker eine gute Alternative?

Natürlich solltest Du auch bei der Wahl eines Heilpraktikers mit Bedacht vorgehen und Dein Vertrauen sowie Deine Gesundheit nicht in irgendwelche Hände legen. Bei gesundheitlichen Beschwerden solltest Du Dich immer an einen Arzt wenden, da nur er über das nötige Fachwissen verfügt und notwendige Untersuchungsverfahren durchführen darf. Trotzdem stellen alternative Behandlungsmethoden durch einen Heilpraktiker häufig eine gute bzw. ergänzende Alternative zur Schulmedizin dar. Besonders bei Kopf- und Rückenschmerzen bietet sich beispielsweise die Akupunktur an. Wenn Du auf Medikamente mit chemischer Basis lieber verzichtest, kannst Du Dich ebenfalls an einen Heilpraktiker wenden, da dieser meist mit pflanzlichen Produkten arbeitet. Das heißt jedoch nicht, dass Dich ein Arzt unnötigerweise mit Medikamenten vollstopft! Ein qualifizierter Arzt wird immer versuchen, auf Deine Wünsche einzugehen und seine Behandlung daran anzupassen, sofern sie Deine Gesundheit nicht gefährdet.

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An welche Gesetze sind Ärzte, Kosmetikstudios und Heilpraktiker gebunden?

Arzt, Kosmetikstudio oder Heilpraktiker: Wer machts besser? - An welche Gesetze sind Ärzte, Kosmetikstudios und Heilpraktiker gebunden?

Sowohl Ärzte als auch Heilpraktiker und Kosmetiker sind an eine Reihe von Gesetzen und Regelungen gebunden. Diese unterscheiden sich nicht nur von Berufsgruppe zu Berufsgruppe, sondern auch für Land zu Land – auch wenn sie sich in vielen wichtigen Bereichen überschneiden. In ganz Europa gilt etwa die Europäische Kosmetikverordnung. Diese regelt unter anderem, welche Produkte als kosmetische Produkte zugelassen sind, welche Inhaltsstoffe erlaubt sind und wie die Produkte deklariert werden müssen. Hier finden sich jedoch einige Grauzonen, wodurch die Unterscheidung zwischen Medizin und Kosmetik oft schwierig ist.

Für alle Berufsgruppen gilt jedoch das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Das heißt, dass Kosmetikstudios beispielsweise nicht mit medizinischen Behandlungen werben dürfen oder Heilpraktiker sich nicht als Facharzt präsentieren dürfen. Selbstverständlich dürfen auch Ärzte nicht mehr versprechen, als sie wirklich anbieten und behandeln können. Außerdem müssen Ärzte eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen, die eine Schädigung von Patienten deckt, wobei seriöse Kosmetikstudios ebenfalls eine solche Versicherung vorweisen können.
 
Das in Deutschland geltende Heilpraktikergesetz wiederum regelt, was Kosmetikstudios und Heilpraktiker (nicht) anwenden dürfen. Demnach dürfen nur Ärzte Behandlungen, die medizinisches Fachwissen voraussetzen und zu Gesundheitsschäden führen können, anbieten. Bieten Kosmetiker also erlaubnispflichtige Tätigkeiten an, wie beispielsweise invasive Behandlungen, ohne selbst über die notwendige Heilerlaubnis zu verfügen, machen sie sich sowohl nach dem Heilpraktikergesetz als auch nach dem Strafgesetzbuch strafbar. In den letzten Jahren kam immer wieder die Diskussion auf, dass bestimmte nicht-medizinische Behandlungen ebenfalls nur Ärzten vorbehalten sein sollte, die wiederum einen Nachweis für ihr fachkundiges Wissen liefern müssen.

Arzt, Kosmetikstudio, Heilpraktiker: Für welche Leistungen übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Arzt, Kosmetikstudio oder Heilpraktiker: Wer machts besser? - Arzt, Kosmetikstudio, Heilpraktiker: Für welche Leistungen übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Die einfache Antwort: Krankenkassen übernehmen lediglich die Kosten für medizinisch notwendige Untersuchungen oder Therapien. Das heißt, Behandlungen im Kosmetikstudio werden schon mal nicht von der Krankenkasse behandelt, da es sich lediglich um ästhetische Eingriffe handelt.

Bei Therapien durch Heilpraktikern gestaltet sich eine klare Antwort jedoch schwieriger, wobei die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht für die Kosten aufkommen, außer bei wissenschaftlich fundierten Therapien wie Physiotherapie. Viele private Krankenkassen übernehmen jedoch die Kosten für bestimmte naturheilkundliche Verfahren. Erkundige Dich also am besten im Vorfeld bei Deiner Krankenkasse, an welchen Kosten sie sich beteiligt.

Arzt vs. Kosmetikstudio und Heilpraktiker – unser Fazit.

Wer machts also besser? Diese Frage lässt sich nie so ganz beantworten, da es immer auf die jeweilige Behandlung ankommt. Wir empfehlen grundsätzlich immer, dass Du Dich mit Problemen oder Fragen rund um Deinen Körper und Deine Gesundheit immer an einen Arzt wendest – sei es nur zur Diagnose oder zur Einholung eines ärztlichen Rats. Gemeinsam mit Deinem Arzt kannst Du dann immer noch besprechen, ob eine Behandlung im Kosmetikstudio oder durch einen Heilpraktiker in Deinem Fall Sinn macht. Vor allem bei schweren oder chronischen Erkrankungen solltest Du aber immer an einen Arzt an Deiner Seite haben, auch bei einer Therapie durch einen Heilpraktiker. So schließt Du die Gefahr aus, bei schweren Krankheiten wie Krebs keine ausreichende Behandlung zu erfahren.

Arzt, Kosmetikstudio oder Heilpraktiker: Wer machts besser? - Arzt vs. Kosmetikstudio und Heilpraktiker – unser Fazit.

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