Haarpigmentierung

Dünnes Haar, kahle Stellen, ungleichmäßiges Wachstum, dauerhafter Haarausfall – diese Probleme betreffen sowohl Männer als auch Frauen und können das Selbstbewusstsein der Betroffenen belasten. Neben der gängigen Haartransplantation gibt es heutzutage noch weitere, nicht-operative Verfahren, die Betroffenen zu einem besseren Lebensgefühl verhelfen können. Eine Haarpigmentierung stellt eine recht schmerzfreie Alternative dar, bei der ein Facharzt die Kopfhaut – ähnlich wie bei einer Tätowierung oder einem Permanent-Make-up – so pigmentiert, dass vorübergehend der Eindruck von optisch vollerem Haar entsteht.


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Zuletzt aktualisiert: 17. November, 2021

INHALTSVERZEICHNISInhaltsverzeichnis

Eine Haarpigmentierung stellt eine schonende Möglichkeit dar, lichtes Haar oder leichten Haarausfall zu behandeln. Ein Arzt kann mit Farbpigmenten Haarstoppeln simulieren und das Haar voller wirken lassen, als es tatsächlich ist. Eine Pigmentierung der Haare ist jedoch nicht mit einem Tattoo zu vergleichen.

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Eine Haarpigmentierung ersetzt verlorenes Haar nicht, sondern kann das Haar beispielsweise lediglich voller erscheinen lassen. Bei einer Haartransplantation hingegen handelt es sich um ein chirurgisches Verfahren, bei dem entweder Eigenhaar oder sogenannte Grafts an die von Haarausfall betroffenen Stellen eingepflanzt werden.

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Eine Haarpigmentierung eignet sich für jede Altersklasse und kommt sowohl bei Männern als auch bei Frauen zum Einsatz. Während der simulierte „Stoppelwuchs” primär bei einem Kurzhaarschnitt eine elegante Lösung ist, ist eine Haarpigmentierung auch für lange Haare geeignet. Das Einsatzgebiet bei langen Haaren ist jedoch begrenzt.

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Ein großer Vorteil der Haarpigmentierung ist, dass eine schonende und günstige Alternative zur Haartransplantation ist. Der Eingriff ist kaum mit Schmerzen verbunden und in der Regel ist keine Betäubung notwendig. Das Einsatzgebiet der Haarpigmentierung ist zwar vielseitig, dennoch stößt sie manchmal an ihre Grenzen und es empfiehlt sich eine Haartransplantation.

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Je nach gewünschtem Zieleffekt kommen verschiedene Methoden der Haarpigmentierungen, Geräte und Farbpigmente zum Einsatz. Moderne Techniken sind die Visual Hair Densification Methode (VHD), die Scalp Micro Pigmentierung (SMP), Trikopigmentierung, Point-Touch- und Point-Line-Methode, die High-Precision-Pigmentierung sowie die Nano-Haarpigmentierung.

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Eine Haarpigmentierung sollte von einem Facharzt durchgeführt werden, der darauf spezialisiert ist. Eine qualitativ hochwertige Vorgangsweise ist bei einer Pigmentierung der Haare nämlich essenziell, da nur so natürlich aussehende Ergebnisse erzielt werden können. Günstigere Angebote anderer Anbieter können zwar verlockend sein, jedoch ist von diesen unbedingt abzuraten.

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24 Stunden vor dem Eingriff solltest Du auf bestimmte Medikamente, Alkohol, Kaffee und Nikotin verzichten. Versuche, starke Sonnenbestrahlung unmittelbar vor Deiner Sitzung zu vermeiden, da dies die Haut reizen kann. Außerdem muss Deine Kopfhaut gesund, also frei von Irritationen oder Wunden sein.

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Eine Haarpigmentierung erfolgt normalerweise ambulant und in mehreren Sitzungen. Die Behandlung ist in der Regel nicht schmerzhaft, sodass keine Narkose oder lokale Betäubung notwendig ist. Zu Beginn führt der Arzt einen Farbtest durch, um die Pigmente optimal an Deine Haarfarbe anzupassen. Im nächsten Schritt arbeitet Dein Facharzt die Farbpigmente mithilfe einer dünnen Nadel nach einem vorher festgelegten Muster in die Haut ein.

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Grundsätzlich gilt die Haarpigmentierung als eine relativ unbedenkliche, schonende Methode. Der behandelnde Arzt sticht die Pigmente nur oberflächlich in die Haut, daher entstehen nach der Behandlung keine Wunden oder Narben. Nach einer Sitzung ist höchstens eine leichte Rötung und Schwellung zu erwarten. In sehr seltenen Fällen kann es auch zu geringer Schorfbildung kommen.

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Die Ergebnisse der Haarpigmentierung sind sofort nach der Behandlung sichtbar. Nachdem die Rötungen verschwunden sind, ist nicht mehr zu erkennen, dass die Kopfhaut pigmentiert wurde. Allerdings sind meist mehrere Sitzungen notwendig, bis das gewünschte Ziel erreicht ist. Eine Haarpigmentierung ist nicht dauerhaft, da die Pigmente im Laufe der Zeit verblassen. Deshalb sind nach drei bis sechs Jahren Auffrischungen notwendig.

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Die Kosten einer Haarpigmentierung variieren je nach Aufwand und Umfang der Behandlung. Beispielsweise nimmt die Behandlung der gesamten Kopfhaut deutlich mehr Zeit und somit auch mehr Sitzungen in Anspruch als die Kaschierung einer kleinen, kahlen Stelle oder Narbe. Eine Haarpigmentierung ist eine ästhetische Behandlung, die nicht als medizinisch notwendig eingestuft wird. Die Kosten solcher Verfahren übernehmen die Krankenkassen im Regelfall nicht.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Eine Haarpigmentierung ist ein nicht-operatives Verfahren, bei der ein Facharzt die Kopfhaut – ähnlich wie bei einem Permanent-Make-up – so pigmentiert, dass der optische Eindruck von vollerem Haar entsteht. Eine Haarpigmentierung eignet sich für jegliche Form des Haarausfalls oder zur Kaschierung von Narben.


Im Gegensatz zu Haartransplantationen ist eine Haarpigmentierung nahezu schmerzfrei, risikoarm und hinterlässt keine Narben. Der Patient ist direkt nach der Behandlung wieder gesellschaftsfähig.


Eine Haarpigmentierung kommt bei Männern und Frauen jeder Altersstufe zum Einsatz und ist für kurze und lange Haare geeignet. Hellblonde und weiße Haare sind für eine Haarpigmentierung nicht geeignet.


Die Kosten belaufen sich auf etwa 300 bis 5000 Euro. Das Ergebnis einer Haarpigmentierung ist nicht dauerhaft und sollte nach etwa drei bis sechs Jahren aufgefrischt werden.

Was ist eine Haarpigmentierung?

Eine Haarpigmentierung, auch Kopfhautpigmentierung genannt, ist ein nicht-invasives Verfahren zur optischen Korrektur von kahlen Stellen und Unebenheiten auf der Kopfhaut. Das im Vergleich zur Haartransplantation schonende Verfahren kommt daher häufig zum Einsatz, um Narben oder die Folgen von Haarausfall zu kaschieren. Eine spezielle Form zur Pigmentierung der Haare stellt die sogenannte Mikrohaarpigmentierung dar.
 
Ein Facharzt arbeitet hierzu Farbpigmente mithilfe einer hauchdünnen Nadel etwa 0,6 bis 1,2 Millimeter tief in die betroffenen Hautstellen ein. So kann dieser Haarstoppeln simulieren und das Haar voller wirken lassen als es tatsächlich ist.
 
Das Verfahren der Haarpigmentierung ähnelt im Prinzip dem einer Tätowierung oder eines Permanent-Make-ups, unterscheidet sich jedoch in wesentlichen Punkten. Eine Haarpigmentierung hat einen deutlich höheren Feinheitsgrad, weshalb der behandelnde Arzt einen natürlichen und ästhetisch ansprechenden Look erzeugen kann.

Haarpigmentierung - Was ist eine Haarpigmentierung?

Bei einem Permanent-Make-up (auch Derma-Pigmentation genannt) handelt es sich um eine kosmetische „Tätowierung”, bei dem ein staatlich geprüfter Kosmetiker Farbpigmente mithilfe eines Pigmentiergeräts in die Gesichtshaut einarbeitet, sodass sie visuell einem gewünschten Make-up entsprechen. Anders als bei einer regulären Tätowierung werden bei einer Haarpigmentierung keine permanenten Pigmente verwendet, da sich diese nach einer Weile bläulich oder grünlich verfärben können. Die Farbe gelangt zudem nur oberflächlich in die Haut ein und wird nach wenigen Jahren vom Körper abgebaut.
 
Die Unterform „Microblading”, bei der die Augenbrauen durch Härchenzeichnung optisch verdichtet oder in Form gebracht werden, solltest Du nicht mit einer Haarpigmentierung verwechseln. Bei einem Microblading ritzt der Kosmetiker manuell feine Linien in die oberste Hautschicht und massiert anschließend Farbe in die entstandenen Hautöffnungen ein. Die Farbe penetriert die Haut dabei nicht so tief wie bei einem regulären Permanent-Make-up oder einer Haarpigmentierung.

Was ist der Unterschied zwischen einer Haarpigmentierung und einer Haartransplantation?

Haarpigmentierung - stellt eine nicht-chirurgische, schmerzarme Alternative zur klassischen Haartransplantation dar

Die Haarpigmentierung stellt eine nicht-chirurgische, schmerzarme Alternative zur klassischen Haartransplantation dar. Das Resultat einer Haarpigmentierung ist jedoch rein optisch und sorgt somit nicht für tatsächlich dichteres Haar, sondern erweckt bloß den Anschein einer gleichmäßig und dicht bewachsenen Kopfhaut. Anders als die Haartransplantation gilt die Haarpigmentierung als schonend und risikoarm und hinterlässt keine Narben.

Haarpigmentierung - Bei einer Haartransplantation handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff

Bei einer Haartransplantation handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, bei dem ein Arzt Körperhaar entnimmt und an die betroffenen kahlen Stellen der Kopfhaut verpflanzt. Je nach Anzahl der transplantierten Haare liegen die Kosten des Eingriffs zwischen 2.000 und 8.000 Euro. Eine Haarpigmentierung ist vergleichsweise deutlich günstiger.

Patienten können das Ergebnis einer Haartransplantation übrigens durch eine Haarpigmentierung abrunden. Diese eignet sich bestens dazu, eventuell entstandene Narben oder grobe Übergänge zu kaschieren. Außerdem kann eine Haarpigmentierung die Haarlinie natürlicher und gleichmäßiger erscheinen lassen.

Haarpigmentierung - Was ist der Unterschied zwischen einer Haarpigmentierung und einer Haartransplantation?

Für wen ist eine Haarpigmentierung geeignet?

Die Methode erfreut sich wachsender Beliebtheit, da sie mit einem geringen Risiko verbunden ist und in der Regel schmerzfrei verläuft. Mediziner empfehlen eine Haarpigmentierung vor allem Patienten, die den Eingriff einer Haartransplantation scheuen oder bei denen eine dafür notwendige Entnahme der Haare nicht möglich ist. Eine Haarpigmentierung kann auch in Betracht gezogen werden, wenn die Betroffenen zunächst eine vorübergehende Methode austesten möchten oder keinen permanenten Effekt wünschen. Das Verfahren eignet sich zudem für jegliche Altersklassen; somit können auch Patienten, die noch zu jung für eine Haartransplantation sind, von einem dichteren Haarbild profitieren.
 
Eine Haarpigmentierung ist sowohl für Männer als auch Frauen geeignet und bietet sich für alle Haarlängen, -beschaffenheiten und fast alle Haarfarben an. Während der simulierte Stoppelwuchs primär bei einem Kurzhaarschnitt eine elegante Lösung ist, ist eine Haarpigmentierung auch für lange Haare geeignet. Kleinere kahle Stellen oder Unebenheiten lassen sich gut verschleiern, allerdings kann die Haarpigmentierung hier an seine Grenzen geraten: Sind die haarlosen Bereiche zu groß und auffällig, kann es sein, dass eine Kopfhautpigmentierung nicht mehr ausreicht, um ein natürliches, schönes Gesamtbild zu erzeugen, da die Übergänge zwischen den pigmentierten Stellen und dem Resthaar zu auffällig sein könnten.

Während die Technik für schwarze, braune, blonde, rötliche oder graue Haare anwendbar ist, ist eine Pigmentierung bei vollständig weißem oder sehr hellem weiß-blonden Haar nicht möglich. In diesem Fall bieten Fachspezialisten jedoch die Option, einen kurzgetrimmten „Stoppel-Look” zu imitieren. Der Patient muss in diesem Fall die restlichen Haare regelmäßig und vollständig abrasieren, um ein natürliches Gesamtergebnis beizubehalten.

 

Die Haarpigmentierung kann bei einer Fülle von Arten des Haarausfalls angewendet werden: Besonders bei kreisrundem oder diffusem Haarausfall, Haarausfall im Rahmen einer Chemotherapie oder bei Trichotillomanie (kahlen Stellen durch das Ausreißen der Haare), lichtem und dünnen Haar sowie Hinterhaupts- oder Stirnglatzen schafft eine Haarpigmentierung Abhilfe. Das Auffüllen von stark ausgeprägten Geheimratsecken ist grundsätzlich ebenfalls möglich, bietet sich jedoch eher bei sehr kurzgetrimmten Haarschnitten an.

 

Übrigens kommen Haarpigmentierungen nicht nur an der Kopfhaut zum Einsatz; manche Methoden eignen sich auch, um einen ungleichmäßigen Bartwuchs oder Koteletten auszubessern.

Haarpigmentierung - Für wen ist eine Haarpigmentierung geeignet?

Was sind die Vor- und Nachteile einer Haarpigmentierung?

Haarpigmentierung - Vorteile
  • Sofort gesellschaftsfähig

  • Keine Narkose/Betäubung notwendig

  • Keine klassischen Risiken wie bei einer Operation

  • Keine Gefahr einer Narbenbildung

  • Nicht oder kaum schmerzhaft

  • Haar wirkt fülliger

Haarpigmentierung - Nachteile
  • Zusätzliche Kosten bei Auffrischung nach drei bis fünf Jahren

  • Bei Haarschnittänderung möglicherweise kein harmonischer Gesamteindruck mehr

  • Haar wirkt nur optisch dichter, fühlt sich aber nicht fülliger an

Da es sich bei der Haarpigmentierung nicht um einen operativen Eingriff handelt, ist der Patient bereits direkt nach der Behandlung wieder gesellschaftsfähig. Es kommt also nicht zu einem Ausfall durch eine langwierige oder schmerzhafte Schonungszeit. Zudem fallen die klassischen Risiken einer Operation und die Gefahr einer Narbenbildung weg. Mediziner beschreiben das Verfahren als nicht oder kaum schmerzhaft, weshalb keine Narkose oder Betäubung notwendig sind.
 
Um das gewünschte Endresultat zu erzielen, können je nach Methode, Art des Haarausfalls und Größe der betroffenen Hautfläche mehrere Sitzungen notwendig sein. In der Regel fallen dafür etwa zwei bis fünf Sitzungen an, allerdings erkennst Du oft bereits nach Deiner ersten Sitzung eine deutliche Besserung. Die Wirkung einer Haarpigmentierung hält nur vorübergehend an. Der Eingriff muss nach etwa drei bis fünf Jahren aufgefrischt werden und geht mit zusätzlichen Kosten einher.
 
Eine Haarpigmentierung verbessert das optische Gesamtbild, das Haar wirkt fülliger, als es tatsächlich ist. Um ein ästhetisch-ansprechendes Bild zu erzeugen, muss Dein betreuender Facharzt vorher die Methoden und Farbpaletten sorgfältig auf Dich und Dein Wunschergebnis abstimmen. Die Farbpigmente sind in der Regel nicht mit dem bloßen Auge vom eigentlichen Haar zu unterscheiden, somit wirkt das Ergebnis einer Haarpigmentierung sehr natürlich.
 
Da Du den Wunscheffekt im Voraus mit Deinem Arzt festlegst, wirst Du womöglich für die Wirkungsdauer in Deiner Haarlänge eingeschränkt. Möchtest Du Deinen aktuellen Haarschnitt ändern, kann es passieren, dass die gewählte Farbpalette und Intensität der Pigmentierungen nicht mehr harmonisch zum Gesamteindruck passen und ein unnatürliches Bild entsteht.
 
Da es sich bei der Haarpigmentierung nur um die Illusion von dichterem Haar handelt, ist das Haar nicht wirklich fülliger, sondern wirkt bloß so. Wünschst Du Dir spürbar dichteres Haar oder stellt eine Haarpigmentierung für Dich keine ausreichende Option dar, solltest Du mit Deinem betreuenden Arzt über Deine möglichen Alternativen sprechen.

Haarpigmentierung - Was sind die Vor- und Nachteile einer Haarpigmentierung?

Welche Methoden der Haarpigmentierung gibt es?

Haarpigmentierung - Welche Methoden der Haarpigmentierung gibt es?

Je nach gewünschtem Zieleffekt kommen verschiedene Methoden der Haarpigmentierungen, Geräte und Farbpigmente zum Einsatz. Welche Methode für Dich am besten geeignet ist, klärt Dein behandelnder Arzt in einem sorgfältigen Vorgespräch mit Dir ab.

Moderne Techniken sind die Visual Hair Densification Methode (VHD), die Scalp Micro Pigmentierung (SMP), Trikopigmentierung, Point-Touch- und Point-Line-Methode, die High-Precision-Pigmentierung sowie die Nano-Haarpigmentierung.

Die Visual Hair Densification Methode, bei der ein Arzt feine Farbpigmente in die Haut einbringt, kann bis zu sechs Jahre anhalten und verspricht Ergebnisse, die wie echtes Haar aussehen sollen. Die Methode eignet sich vorwiegend für Menschen mit Kurzhaarfrisuren und hat sich besonders bei Menschen mit einer ausgeprägten Glatzenbildung bewährt. Zur Ergänzung einer Haartransplantation ist diese Methode ebenfalls gut geeignet.

Eine Scalp Micro Pigmentierung empfehlen Mediziner insbesondere bei komplett kahlen Stellen der Kopfhaut. Auch rückläufige Haarlinien können mit dieser Methode gut kaschiert werden. Durch ein strategisches Einarbeiten der Pigmente wird ein „shaved look” erzeugt. Das Ergebnis gilt als sehr lang anhaltend.

Bei einer Trikopigmentierung wird mit kurzzeitigen Pigmenten gearbeitet. Der Effekt beginnt bereits nach sechs bis zwölf Monaten zu verblassen. Eine Trikopigmentierung ist eine gute Option, falls Du erst noch testen möchtest, ob Dir das Erscheinungsbild einer Haarpigmentierung gefällt. Die eingesetzten Pigmente haben eine aschgraue Ausgangsbasis. Im Gegensatz zu den anderen Methoden ist die Trikopigmentierung daher nicht bei rotem Haar einsetzbar.

Bei der High-Precision-Pigmentierung versucht der behandelnde Arzt einen Haarfollikel zu simulieren, wodurch der Eindruck von sehr kurz getrimmtem Haar entsteht. Diese Methode kann bei nahezu jeder Art von Haarausfall eingesetzt werden.

Die Point-Touch-Methode eignet sich bei lichtem Haar. Der Arzt setzt dafür einzelne Punkte unter die Epidermis. Bei der Point-Line-Methode werden statt der Punkte kleine Striche gesetzt, die kurze Härchen imitieren sollen. Es kann auch eine Kombination der beiden Methoden vorkommen.

Die Nano-Haarpigmentierung ist ein recht junges Verfahren, welches die dichtesten und natürlichsten Ergebnisse verspricht. Dünnere Nadeln sollen hierbei für feinere und gleichmäßigere Übergänge sorgen und den Heilungsprozess verkürzen. Dieses Verfahren bietet sich speziell für die Behandlung der Haarlinie an.

Haarpigmentierung - Nano-Haarpigmentierung

Warum ist die Wahl des Arztes bei einer Haarpigmentierung besonders wichtig?

Haarpigmentierung - Warum ist die Wahl des Arztes bei einer Haarpigmentierung besonders wichtig?

Damit Du Dich bei einer Haarpigmentierung in den besten Händen befindest und zufriedenstellende Ergebnisse erhalten kannst, solltest Du Dich an einen Facharzt wenden, der sich auf Haarchirurgie und Haarpigmentierungen spezialisiert hat, da dieser eine spezielle Ausbildung für diese Behandlungen absolviert hat.

Häufig wird die Behandlung in Fachpraxen angeboten, die neben der Haarpigmentierung auch weitere Behandlungen wie Haartransplantationen anbieten und Dich daher im Vorhinein umfassend über Deine möglichen Optionen beraten können.
 
Günstigere Angebote anderer Anbieter können zwar verlockend sein, jedoch ist von diesen unbedingt abzuraten. Fachpraxen achten in der Regel darauf, dass Du die notwendige Beratung und Nachsorge erhältst, die für ein lang anhaltendes und natürliches Resultat notwendig sind. Fachärzte und Fachpraxen, die sich auf Haarpigmentierungen spezialisiert haben, können die notwendige Erfahrung für die feinen Abstimmungen eher aufweisen als ein Arzt, der das Verfahren nur äußerst selten durchführt oder nebenbei anbietet.

Was muss ich vor einer Haarpigmentierung beachten?

Haarpigmentierung - Setze rechtzeitig blutverdünnende Medikamente ab

Setze rechtzeitig blutverdünnende Medikamente ab

Haarpigmentierung - Verzichte 24 Stunden vor der Behandlung auf Kaffee, Alkohol oder andere Rauschmittel

Verzichte 24 Stunden vor der Behandlung auf Kaffee, Alkohol oder andere Rauschmittel

Haarpigmentierung - Lasse Dir am besten vor der Sitzung die Haare auf die bevorzugte Länge schneiden

Lasse Dir am besten vor der Sitzung die Haare auf die bevorzugte Länge schneiden

Haarpigmentierung - Verschiebe den Termin, falls Du Hautirritationen oder Wunden auf Deiner Haut entdeckst

Verschiebe den Termin, falls Du Hautirritationen oder Wunden auf Deiner Haut entdeckst

Um einen möglichst reibungslosen Ablauf der Behandlung zu gewährleisten, solltest Du 24 Stunden vor Deiner Behandlung auf blutverdünnende Medikamente, Kaffee, Alkohol oder andere Rauschmittel verzichten, da diese das Blut verdünnen und somit während der Behandlungen zu Blutungen führen können. Außerdem sollten Träger eines Toupets mindestens eine Woche vor der Sitzung auf dieses verzichten. Versuch außerdem, starke Sonnenbestrahlung unmittelbar vor Deiner Sitzung zu vermeiden.
 
Damit Dein behandelnder Arzt die Pigmentierung perfekt an Deinen Haarschnitt anpassen kann, lässt Du Deine Haare am besten vor der Sitzung in die bevorzugte Länge schneiden. Falls Du vor Deinem Termin Hautirritationen oder Wunden auf Deiner Haut entdeckst, solltest Du den Termin verschieben, bis diese vollständig abgeheilt sind, um weitere Infektionen zu verhindern.

Wie läuft eine Haarpigmentierung ab?

Eine Haarpigmentierung erfolgt normalerweise ambulant und in mehreren Sitzungen. Die erste Sitzung dauert durchschnittlich zwei bis vier Stunden; danach folgen noch ein bis zwei kürzere Sitzungen. Die Behandlung ist in der Regel nicht schmerzhaft, sodass keine Narkose oder lokale Betäubung notwendig ist. Der Arzt kann jedoch auf Wunsch des Patienten eine betäubende Salbe auftragen. Vor einer Haarpigmentierung erfolgt ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem Dein Arzt das passende Verfahren auswählt und sorgfältig auf Dich persönlich abstimmt.
 
Vor Beginn Deiner ersten Behandlung führt der Arzt einen Farbtest durch, um sicherzustellen, dass die verwendete Farbe zum restlichen Haar passt. Damit Dein Arzt die Hautfläche bearbeiten kann, muss er sie zuvor entfetten und desinfizieren. Manchmal wird noch eine spezielle Lotion zur einfacheren Einarbeitung der Pigmente aufgetragen. Im nächsten Schritt arbeitet Dein Facharzt die Farbpigmente mithilfe einer dünnen Nadel nach einem vorher festgelegten Muster in die Haut ein.
 
Nach der Sitzung ist Deine Kopfhaut nur leicht gerötet, Du bist jedoch ansonsten gesellschaftsfähig und kannst bereits deutliche Verbesserungen Deines Haarbilds erkennen. Der Heilungsprozess der Kopfhaut dauert normalerweise nur wenige Tage. Um den Prozess zu unterstützen, solltest Du Hüte, Mützen und andere Kopfbedeckungen sowie staubige Orte vermeiden. Auf Sport, Saunabesuche, körperliche Arbeit oder starke Sonnenbestrahlung solltest Du in der ersten Woche ebenfalls verzichten. Spezielle Pflegecremes können die Heilung beschleunigen.

Haarpigmentierung - Wie läuft eine Haarpigmentierung ab?

Welche Komplikationen können bei einer Haarpigmentierung auftreten?

Haarpigmentierung - Welche Komplikationen können bei einer Haarpigmentierung auftreten?

Grundsätzlich gilt die Haarpigmentierung als eine relativ unbedenkliche, schonende Methode. Der behandelnde Arzt sticht die Pigmente nur oberflächlich in die Haut, daher entstehen nach der Behandlung keine Wunden oder Narben.

Nach einer Sitzung ist höchstens eine leichte Rötung und Schwellung zu erwarten. In sehr seltenen Fällen kann es auch zu einer geringen Schorfbildung kommen.
 
Die Pigmente sind zumeist hypoallergen und lassen sich vom Körper gut abbauen. Nebenwirkungen und allergische Reaktionen treten deshalb nur selten auf. Ein Risiko besteht eher darin, dass der Patient ästhetisch betrachtet nicht zufrieden mit dem Ergebnis ist. Allerdings lassen sich kleinere Mängel in Folgesitzungen anpassen. Grundsätzlich ist die Entfernung der Pigmente mithilfe eines Lasers möglich und erzielt dank der kurzlebigen Pigmente recht schnelle Ergebnisse.

Wann ist das Ergebnis einer Haarpigmentierung sichtbar?

Die Ergebnisse der Haarpigmentierung sind sofort nach der Behandlung sichtbar. Nachdem die Rötungen verschwunden sind, ist nicht mehr zu erkennen, dass die Kopfhaut pigmentiert wurde.

 

Bis Dein gewünschtes Endresultat erreicht ist, können je nach Methode, Art des Haarausfalls und Größe der betroffenen Hautfläche mehrere Sitzungen notwendig sein, sodass sich der Prozess insgesamt über mehrere Wochen hinweg zieht. Für Behandlungen, die die optische Haardichte an kleineren Bereichen erhöhen sollen, fallen meist zwei bis drei Sitzungen an, für das Erzeugen des „Shaved Looks” einer Vollglatze sind hingegen drei bis fünf Sitzungen realistisch.

 

Da die Pigmente im Laufe der Zeit verblassen, sind nach etwa drei bis sechs Jahren Auffrischungen notwendig. Die Nachhaltigkeit ist abhängig vom Hauttyp und kann von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden: Starkes Sonnenlicht, starkes und häufiges Schwitzen oder auch ein hoher Fettgehalt der Haut können die Wirkungsdauer verkürzen.

Haarpigmentierung - Wann ist das Ergebnis einer Haarpigmentierung sichtbar?

Was kostet eine Haarpigmentierung und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Haarpigmentierung - Kosten

Die Kosten einer Haarpigmentierung variieren je nach Aufwand und Umfang der Behandlung. Beispielsweise nimmt die Behandlung der gesamten Kopfhaut deutlich mehr Zeit und somit auch mehr Sitzungen in Anspruch als die Kaschierung einer kleinen, kahlen Stelle oder Narbe.

Die Kosten liegen etwa zwischen 300 bis 5.000 Euro. Die Auffrischungen, die nach einigen Jahren notwendig sind, sind zumeist einmalige Sitzungen, die etwa ein bis zwei Stunden dauern. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 150 bis 300 Euro pro Sitzung.

 

Auch die gewählte Methode hat einen Einfluss auf die Gesamtkosten, zum Beispiel ist eine Trikopigmentierung zwar eine der günstigsten Varianten, muss dafür jedoch auch regelmäßig bereits nach einem oder eineinhalb Jahren zum vollen Preis aufgefrischt werden.

 

Eine Haarpigmentierung ist eine ästhetische Behandlung, die nicht als medizinisch notwendig eingestuft wird. Die Kosten solcher Verfahren übernehmen die Krankenkassen im Regelfall nicht.

 


Über die Autorin: Dr. Simone Hermanns

Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe


Dr. med. Simone Hermanns ist als Fachärztin am Universitätsspital Zürich tätig und unterstützt MOOCI seit Februar 2020 als medizinische Expertin für den Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe.

Seit nunmehr 7 Jahren arbeitet sie voller Energie und Lebenslust als Ärztin in verschiedenen klinischen Fachbereichen in Deutschland und der Schweiz. Die Liebe zur Medizin entdeckte Sie besonders im operativen Bereich,da die Vielfältigkeit dieses Bereichs immer wieder aufs Neue fasziniert.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Eine Haarpigmentierung ist ein nicht-operatives Verfahren, bei der ein Facharzt die Kopfhaut – ähnlich wie bei einem Permanent-Make-up – so pigmentiert, dass der optische Eindruck von vollerem Haar entsteht. Eine Haarpigmentierung eignet sich für jegliche Form des Haarausfalls oder zur Kaschierung von Narben.


Im Gegensatz zu Haartransplantationen ist eine Haarpigmentierung nahezu schmerzfrei, risikoarm und hinterlässt keine Narben. Der Patient ist direkt nach der Behandlung wieder gesellschaftsfähig.


Eine Haarpigmentierung kommt bei Männern und Frauen jeder Altersstufe zum Einsatz und ist für kurze und lange Haare geeignet. Hellblonde und weiße Haare sind für eine Haarpigmentierung nicht geeignet.


Die Kosten belaufen sich auf etwa 300 bis 5000 Euro. Das Ergebnis einer Haarpigmentierung ist nicht dauerhaft und sollte nach etwa drei bis sechs Jahren aufgefrischt werden.

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