Was ist ein Keratoakanthom?
Ein Keratoakanthom ist ein meist gutartiger Tumor der Haut, der sich aus den Keratinozyten, also den Zellen der Haarfollikel, entwickelt. Das Keratoakanthom erscheint in der Regel rund, fest und fleischfarben mit einem schuppigen oder verkrusteten, dunklen Krater in der Mitte. Derartige Hautwucherungen wachsen in der Regel relativ rasch an und können sich in etwa der Hälfte aller Fälle sogar wieder von selbst zurückbilden. Dabei bleiben allerdings Narben zurück. Mediziner kategorisieren die Hautwucherung häufig auch als Variante des aggressiven Plattenepithelkarzinoms, einer Vorstufe von Hautkrebs.
Im Gegensatz zu einem Keratoakanthom handelt es sich bei einem Plattenepithelkarzinom um eine bösartige Hautentartung, die meist auch recht aggressiv anwächst. Das Karzinom ist dabei eine Krebsvorstufe, die sogenannte Präkanzerose. Ein Plattenepithelkarzinom kann unterschiedliche Erscheinungsformen aufweisen. In der Regel erkennst Du es an seinen stark verhornten, fleckenförmigen Hautveränderungen und einem flachen Geschwür mit einem erhobenen Rand. Die Hautwucherung kann dabei auch in andere Organe streuen und umliegendes Gewebe befallen, was bei einem Keratoakanthom nicht der Fall ist.
In vielen Fällen können Mediziner das vorwiegend gutartige Keratoakanthom nicht eindeutig von einem bösartigen Plattenepithelkarzinom unterscheiden. Zur sicheren Diagnose muss Dein zuständiger Hautarzt eine Gewebeprobe entnehmen und mikroskopisch untersuchen.
Was sind die Symptome bei einem Keratoakanthom?
Das Keratoakanthom entsteht hauptsächlich an sehr lichtexponierten Hautstellen und betrifft vorwiegend ältere Personen ab dem 60. Lebensjahr. Die Hautwucherungen treten vorwiegend im Gesicht, an den Unterarmen, an den Handrücken oder am Nacken auf.
Sie ähneln dabei einem Trichter oder Krater mit einer dunklen Mitte, aus der meist ein Hornkegel hervorwächst. Mediziner bezeichnen diesen Krater als zentralen Hornpfropf mit umrandender Lippenbildung. Nach ein bis zwei Monate können sie einen Durchmesser von bis zu drei Zentimetern erreichen. In Ausnahmefällen können die Wucherungen auch doppelt so groß werden. Ein Keratoakanthom erkennt Dein Facharzt vornehmlich anhand seines charakteristischen, mit Keratin gefüllten Kraters, der sich seitlich gut vom umliegenden Hautgewebe abgrenzt. In tieferen Hautschichten, wie etwa in der Lederhaut, kann die Hautwucherung auch Mikroabszesse, also kleine Entzündungen, hervorrufen.
Keratoakanthome bilden sich zudem häufiger bei Männern als bei Frauen aus. In vielen Fällen verfügen die Hautwucherungen auch über feine Blutgefäße, die vom Hornkegel der Wucherung ausgehen und häufig sogar mit freiem Auge sichtbar sind. Keratoakanthome können einerseits symptomlos auftreten, in anderen Fällen allerdings auch einen starken Juckreiz auslösen. Letzteres ist primär bei eruptiven, multiplen Keratoakanthomen der Fall, die meist in größeren Ansammlungen von bis zu Hunderten Papeln auftreten und zudem auch Schleimhäute befallen können. Solltest Du Schmerzen oder starken Juckreiz an den betroffenen Hautstellen verspüren, so kann Dir Dein zuständiger Facharzt schmerzlindernde und entzündungshemmende Mittel in Form von Tabletten, Salben oder Lotionen zur Behandlung verschreiben.
Welche Ursachen hat ein Keratoakanthom?
Durch krebseregende Substanzen wie Nikotin, Teer, Mineralöle oder spezielle Hautpeelings
UV-Strahlung, Virusinfektionen, geschwächtes Immunsystem oder genetische Vorbelastung
Zu den Auslösern können auch HP-Viren gehören
Eine weitere Ursache kann intensiver Hautkontakt zu chemischen Reizstoffen sein
Die Ursache des Keratoakanthoms haben Mediziner bislang noch nicht genau definiert. Häufig zählen Spezialisten das Keratoakanthom zur Hautkrebsart der Plattenepithelkarzinome. Fachärzte stellen dabei enge Verbindungen zu krebserregenden Substanzen wie Nikotin, Teer, Mineralölen oder speziellen Hautpeelings mit irritativen Anwendungen her. Außerdem können UV-Strahlung, Virusinfektionen, ein geschwächtes Immunsystem und genetische Vorbelastung zur Entstehung von Keratoakanthomen beitragen. Spezialisten vermuten zudem auch, dass HP-Viren, die normalerweise zur Bildung von Hautwarzen und in weiterer Folge zur Ausbildung einiger Krebsformen führen, als Ursache eines Keratoakanthinoms gelten könnten. Häufig identifizieren Mediziner auch intensiven Hautkontakt zu chemischen Reizstoffen als Ursache einer Hautwucherung.

Quellen
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