Leberfleck (Muttermal) entfernen

Fast jeder Mensch besitzt ein bis Hunderte Leberflecke. Während manche von ihnen als kosmetischer Makel angesehen werden, können sich andere potenziell zu Hautkrebs entwickeln. Dieser ist eine ernst zu nehmende Krankheit, die bei frühzeitiger Erkennung aber meist vollständig heilbar ist. Ein guter Sonnenschutz und die Vermeidung von Sonnenbränden, vor allem in der Kindheit, können das Risiko einer Erkrankung zwar senken, jedoch nie gänzlich ausschließen. Deshalb ist die regelmäßige Kontrolle Deiner Leberflecke beim Hautarzt sehr wichtig. Dabei kann Dein Arzt feststellen, ob eine Entfernung Deiner Leberflecke notwendig ist.


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Zuletzt aktualisiert: 21. Oktober, 2020



Was versteht die Medizin unter Leberflecken?

Leberflecke sind gutartige Wucherung von Pigmentzellen wie Melanozyten oder Naevuszellen in der Haut. Melanozyten produzieren den Hautfarbstoff Melanin, den sie an ihre Umgebung abgeben können. Dies sorgt für die Bräune unserer Haut. Auch Naevuszellen bilden Melanin, geben dieses aber nicht an ihre Umgebung ab.
 
Wenn sich die Pigmentzellen in der Haut ansammeln und Nester bilden, bezeichnet der Arzt dies als Leberfleck oder Naevus. Wird der Leberfleck nicht von Melanozyten, sondern von den Naevuszellen gebildet, spricht der Mediziner von einem Naevuszell-Naevus.

Woher stammt die Bezeichnung “Leberfleck”?

Das Pigment Melanin sorgt für eine bräunliche bis rötliche Färbung. Diese Farbe und die Form der Flecke erinnert oft an eine Leber, weshalb sie als Leberflecke bezeichnet wurden.

Leberflecke und Muttermale sind guartige Wucherungen, die jeder Mensch hat.

Wie sehen Leberflecke aus?

Leberflecke variieren hinsichtlich Größe, Form und Farbe sehr stark. Sie können klein und punktförmig oder großflächig sein, einzeln liegen oder in Gruppen vorkommen. Manche Naevi sind flach, andere erhaben. Das farbliche Spektrum umfasst sowohl hautfarbene als auch rötliche oder dunkelbraune Töne. Einige Leberflecke sind von Haaren bedeckt.
 
In der Regel sind sie symmetrisch, glatt, scharf begrenzt und maximal fünf Millimeter groß.

Was sind die Ursachen für Leberflecken?

Leberflecke werden zum Teil vererbt. Es gibt aber auch andere Faktoren, die eine Entstehung begünstigen können. Ärzte unterscheiden zwischen angeborenen (kongenitalen) und erworbenen Leberflecken.
 
Angeborene Leberflecke
 
Angeborene Leberflecke werden auch Muttermale genannt. Nur ein sehr kleiner Teil aller Naevi ist allerdings angeboren. Diese sind dann bereits bei einem Neugeborenen vorhanden oder bilden sich in den ersten Lebenswochen. Das Aussehen kongenitaler Naevi variiert stark in Größe, Farbe und Form. Anfangs können sie flach sein, später auch erhaben mit einer warzig fühlbaren Oberfläche. Sie können als kleine dunkle Flecken auftreten, aber auch als Hellbraune, die mit der Zeit dunkler werden. Meistens sind sie scharf begrenzt. Auch eine Behaarung ist möglich. Muttermale verschwinden nicht von selbst.
 
Erworbene Leberflecke
 
Die meisten Leberflecke werden im Laufe des Lebens erworben. Bereits im Kindesalter ist dies möglich. UV-Strahlung, aber auch hormonelle Einflüsse während der Pubertät oder Schwangerschaft oder eine Schwächung des Immunsystems, wie zum Beispiel während einer Chemotherapie, kann die Entstehung neuer Leberflecken begünstigen. Daher sind sie auch oft an Stellen zu finden, die stärker der Sonne ausgesetzt werden, wie etwa Gesicht, Arme und Beine.
 
Erworbene Leberflecken sind hellbraun bis dunkelbraun, meist bis zu vier Millimeter groß und etwas erhaben. Mit der Zeit können sie auch ihre Gestalt verändern, sie wachsen aber nicht weiter. Im Gegensatz zu den angeborenen Leberflecken können sich erworbene auch wieder zurückbilden und ganz verschwinden. Die Haut kann dann noch erhaben sein, ist aber nicht mehr gefärbt.

Welche Neavus-Sonderformen gibt es?

Innerhalb der Gruppe der erworbenen Leberflecken unterscheiden Mediziner noch einige Sonderformen.
 
Spitz- oder Spindelzell-Naevus
 
Zu den besonderen erworbenen Leberflecken zählen die Spitz- oder Spindelzell-Naevi. Sie kommen oft bei Kindern und Jugendlichen vor, können aber auch bei Erwachsenen auftreten. Gesicht, Hals und Oberschenkel sind häufig davon betroffen. Der Spindelzell-Naevus ist rund bis oval, hellrot bis braun und wird bis zu zwei Zentimeter groß. Behaarung tritt keine auf. Obwohl das Aussehen an ein malignes Melanom, den schwarzen Hautkrebs, erinnert, ist er oft harmlos. Im Zweifelsfall wird der Arzt diesen Leberfleck aber entfernen.
 
Sutton- oder Halo-Naevus
 
Ein Sutton- oder Halo-Naevus bildet mit der Zeit die Pigmentierung zurück. Er ist vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu finden. Anfangs zeigt der Leberfleck einen weißlichen Rand. Schließlich verschwindet er vollständig und hinterlässt einen weißen Fleck, der mit der Zeit wieder Hautfarbe annimmt. Bei einem Halo-Naevus scheint das Immunsystem beteiligt zu sein, körpereigene Abwehrzellen zerstören die Pigmentzellen.

Die meisten Leberflecke sind harmlos, einige müssen jedoch aus gesundheitlichen Gründen entfernt werden.
 
Dysplastischer Naevus
 
Eine besondere Form von Leberfleck ist der dysplastische Naevus. Der dysplastische Naevuszell-Naevus besitzt eine auffällig unregelmäßige Form, Begrenzung, Pigmentierung und ein schnelles Wachstum. Die Zellkerne innerhalb des Leberflecks sind verändert, diese kann Dein Arzt bei einer mikroskopischen Untersuchung feststellen. Diese Leberflecken werden wahrscheinlich vererbt und treten familiär gehäuft auf.
 
Das Risiko, dass sich aus einem Leberfleck ein malignes Melanom entwickelt, ist bei einem dysplastischen Naevus größer. Es entwickelt sich aber nicht jeder dysplastische Naevus zu Hautkrebs. Daher sollte gerade diese Form des Leberflecks regelmäßig von einem Arzt kontrolliert werden. Bei einer großen Anzahl von dysplastischen Naevuszell-Naevi spricht der Mediziner von einem dysplastischen Naevusdysplasie-Syndrom.
 
Blauer Naevus
 
Ein blauer Naevus ist ein kleines blaugraues Knötchen vor allem an Fuß- und Handrücken sowie am Kopf. Diese Form von Leberfleck besteht ebenfalls aus Melanozyten, die so tief in der Haut liegen, dass sie bläulich erscheinen. Schon in früher Kindheit tritt er auf und kann bereits bei der Geburt vorhanden sein. Blaue Naevi zeigen ebenfalls eine familiäre Häufung. Obwohl ein blauer Naevus harmlos ist, sollte er trotzdem regelmäßig kontrolliert werden. Denn auch maligne Melanome zeigen mitunter eine bläuliche Färbung. Daher wird der Arzt im Zweifelsfall den blauen Naevus entfernen.

Sind Leberflecke gefährlich?

Leberflecke sind grundsätzlich harmlos. Es besteht aber das Risiko, dass sich aus einem Naevus ein malignes Melanom, der schwarze Hautkrebs entwickelt. Gefährdet sind Menschen mit einer großen Anzahl an Leberflecken sowie mit großflächigen angeborenen oder dysplastischen Naevi. Mechanische Reize, wie Aufkratzen, scheinen das Krebsrisiko ebenfalls zu erhöhen.
 
Die sogenannte ABCDE erleichtert Dir die Bestimmung von potenziell gefährlichen Leberflecken. Als verdächtig oder auffällig gelten Leberflecke, wenn sie asymmetrisch (A-Asymmetrie) oder unregelmäßig und unscharf begrenzt (B-Begrenzung) sind. Auch eine ungleichmäßige Färbung mit vielen verschiedenen Farbtönen (C-Colour) ist verdächtig. Besitzt ein Naevus einen Durchmesser von mehr als sechs Millimeter (D-Durchmesser) oder wächst halbkugelig in die Höhe (E-Erhaben), gilt er ebenfalls als auffällig.

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Einmal im Jahr solltest Du Deine Leberflecke von einem Hautarzt kontrollieren lassen. So kann er Veränderungen erkennen und die Naevi, wenn nötig, chirurgisch entfernen. Neben der jährlichen Kontrolle solltest Du Deinen Arzt aufsuchen, wenn Du Veränderungen an ihnen feststellst. Diese können ein neugebildeter Naevus im Erwachsenenalter sein, oder ein bestehender, der die Farbe verändert, also heller oder dunkler wird.
 
Einen Leberfleck, der sehr schnell wächst oder nach jahrelangem Stillstand erneut zu wachsen beginnt, solltest Du ebenso von einem Arzt begutachten lassen. Besitzt ein Naevus einen entzündlichen Hof oder breitet sich unregelmäßig und langsam in der Umgebung aus, ist ebenfalls eine Kontrolle bei Deinem Hautarzt ratsam.
 
Verspürst Du Symptome wie Juckreiz, Schmerzen, Rötungen, oder nässt ein Leberfleck oder blutet sogar, solltest Du umgehend einen Arzt aufsuchen. Manchmal ist ein Leberfleck gutartig und harmlos, wird aber als ästhetischer Makel wahrgenommen und wirkt sich belastend auf den Menschen aus. Auch in diesem Fall kannst Du Dich an Deinen Hautarzt wenden.

Wie diagnostiziert der Arzt einen Leberfleck?

Anhand seines Aussehens kann der Arzt einen Leberfleck mit bloßem Auge als solchen erkennen. Die Beurteilung, ob es sich um einen potenziell bösartigen Leberfleck handelt, erfolgt mit einem Dermatoskop, einem speziellen Lupeninstrument. Einige Ärzte besitzen ein computergestütztes, digitales Auflichtmikroskop.
 
Mit diesem nichtinvasiven Verfahren sieht der Arzt die Hautstellen stark vergrößert und kann Bilder von ihnen am Computer speichern. Dies erleichtert das Erkennen von Veränderungen der Leberflecken in Form, Farbe oder Größe. Im Verdachtsfall wird der Arzt einen Naevus chirurgisch entfernen. Nur eine anschließende feingewebliche (histologische) Untersuchung in einem Labor kann eine eindeutige Diagnose liefern.

Das Erscheinungsbild von Muttermalen ist verschieden, schwarze Wucherungen können auf einen Hautkrebs hinweisen.

Wann ist eine Entfernung der Leberflecke sinnvoll?

Es gibt verschiedene Gründe, einen Leberfleck zu entfernen. Naevi, die größer als zwei Zentimeter sind oder sich in ihrer Größe, Form oder Farbe ändern, werden vom Arzt entfernt und zur weiteren Untersuchung in ein Labor eingeschickt. Vor allem, wenn bei einem Verwandten bereits ein malignes Melanom diagnostiziert oder einem selbst ein dysplastischer Naevus entfernt wurde, wird der Arzt auffällige Leberflecke sicherheitshalber entfernen.
 
Manche Leberflecke liegen an ungünstigen Stellen am Körper, sodass die Kleidung an ihnen reibt. Dadurch können die Naevi gereizt werden oder sich entzünden. Auch in diesen Fällen ist die Entfernung des Leberflecks sinnvoll. Einige Menschen empfinden harmlose Leberflecke besonders im Gesicht als einen ästhetischen Makel, der sie belasten kann. Hier kann die Entfernung des Naevus zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen.

Wie lassen sich Leberflecken entfernen?

Naevi können operativ mithilfe eines Radiofrequenz-Cutters oder Lasers entfernt werden. Welche Methode der Mediziner wählt, hängt von der Position, aber auch von der Form und Größe des Leberflecks ab. Zuerst wird der Arzt den Leberfleck mit einem Dermatoskop untersuchen und Dich dann über die geeignete Methode beraten.
 
Operation
 
Die Operation ist ein kleiner unkomplizierter Eingriff mit einer lokalen Betäubung. Der Arzt trägt den Leberfleck, ohne diesen selbst einzuschneiden, und das umliegende Gewebe mit einem Skalpell oder per Stanze ab. Je nachdem wie tief der Leberfleck in die Haut hineinreicht, variiert die Schnitttiefe. Anschließend wird die Wunde vernäht oder mit sterilen Pflasterstrips verklebt.
 
Außer dem Stich bei der Verabreichung der lokalen Betäubung, spürst Du während der Operation keine Schmerzen. Wenn die lokale Betäubung nachlässt, könntest Du ein leichtes Ziehen oder, je nach Empfinden, leichte Schmerzen verspüren. Direkt nach dem Eingriff kannst Du nach Hause gehen und es gibt auch keinerlei gesellschaftliche Einschränkungen.
 
Meistens findet nach ein paar Tagen bis zu zwei Wochen postoperativ ein Kontrolltermin statt, an dem der Arzt die Fäden zieht. In dieser Zeit sollte die Stelle nicht nass werden, weder durch Wasser noch durch Schwitzen, da sonst die Wundheilung gestört werden kann. In den ersten Tagen solltest Du also keinen Sport treiben und auch auf Duschen, Baden und Schwimmen verzichten. Für die nachfolgenden Tage kann ein wasserfestes Pflaster die Wunde während des Duschens schützen. Dein Arzt wird Dich zu diesem Thema genau aufklären. Nach der Operation bleibt eine kleine Narbe zurück, die aber in der Regel nach einem Jahr hautfarben und kaum sichtbar ist.
 
Radiofrequenz-Cutter (Kauterisation)
 
Bei der Kauterisation entfernt der Arzt vor allem erhabene oder warzenartig abstehenden Leberflecke mithilfe eines Radiofrequenz-Cutters. Dieser besteht aus einer Drahtschlinge oder einer Pinzette, die mit elektrischem Strom erhitzt wird. Mit der Drahtschlinge wird der Leberfleck über der Haut abgeschnitten, die Wärme verschließt dabei die Blutgefäße, sodass es zu keiner Blutung kommt.
 
Das abgetragene Gewebe kann anschließend feingeweblich untersucht werden. Die Entfernung erfolgt unter lokaler Betäubung, ist also schmerzfrei. Direkt nach dem Eingriff kannst Du wieder nach Hause gehen und bist sofort gesellschaftsfähig.
 
Es ist eine sehr schonende Methode mit einem geringen Risiko von Narbenbildung. An der behandelten Hautstelle kann sich postoperativ eine Kruste bilden, die sich nach einiger Zeit wieder löst. Für eine schöne Wundheilung solltest Du diese nicht frühzeitig entfernen. Direkte Sonnenbestrahlung der betroffenen Hautstelle solltest Du einige Zeit nach der Entfernung vermeiden.
 
Laser
 
Diese Methode eignet sich für die Entfernung von Naevi nicht mehr, sondern wird hauptsächlich bei gutartigen Hyperpigmentierungen, wie Altersflecken oder Warzen, eingesetzt. Da Sie jedoch viele Jahre auch zur Entfernung von Naevi eingesetzt wurde, wollen wir hier kurz auf diese Methode eingehen.
 
Im Gegensatz zum normalen Licht besitzt der Laser nur eine einzige Wellenlänge und ist sehr energiereich. Pigmente nehmen dieses Licht stärker auf als das umliegende Gewebe. Die Energie des Lasers wird dabei in Wärme umgewandelt, die die Pigmentzellen zerstört. Dieses Prinzip wird selektive Photothermolyse genannt. Anschließend nehmen die Fresszellen des Immunsystems die Pigmente auf und transportieren sie ab. So kann die Pigmentierung Schicht für Schicht abgetragen werden.
 
Da bei dieser Methode die pigmentierten Zellen zerstört werden, kann es nicht mehr feingeweblich untersucht werden, eine Krebsdiagnose ist nicht mehr möglich. Daher sollte die Laserbehandlung ausschließlich bei gutartigen Hyperpigmentierungen oder Warzen eingesetzt werden. Seit Kurzem ist deshalb die Laserbehandlung eines Naevus komplett verboten.
 
Vor dem Eingriff verwendet der Arzt eine lokale Betäubung oder schmerzlindernde Salben. So verspürst Du während des Eingriffs nur ein leichtes Kribbeln oder Prickeln, aber keine Schmerzen. Die Behandlung dauert nur wenige Minuten und Du kannst danach wieder nach Hause und Deinen normalen Alltagsaktivitäten nachgehen. Die Wunde trocknet ab und es bildet sich eine Kruste, die sich nach bis zu zwei Wochen wieder löst. Wichtig ist, dass Du sechs Wochen postoperativ die Sonne meidest und im ersten Jahr einen hohen Sonnenschutz, am besten mit Lichtschutzfaktor 50 verwendest.
 
Die Laserbehandlung ist besonders sanft, hinterlässt keine Narben und zeigt keine schweren Nebenwirkungen. Gelegentlich können nach der Entfernung Rötungen und Ödeme auftreten, die innerhalb der ersten Tage meist vergehen. Bei einigen Patienten kann es zu einer Hyperpigmentierung, einer stärkeren Färbung, kommen, die aber nach einiger Zeit häufig wieder verblasst. Wenn in der Tiefe der Haut noch Pigmente zurückbleiben, ist eine erneute Pigmentierung möglich, die eine neuerliche Behandlung erforderlich machen kann.

Die Entfernung von Leberflecken und Muttermalen ist ein unkomplizierter Eingriff ohne große Risiken.

Welche Risiken und Komplikationen birgt die Entfernung von Leberflecken?

Die Entfernung von Leberflecken ist ein risikoarmer Eingriff. Auftretende Schwellungen und Rötungen danach sind völlig harmlos und verschwinden von selbst wieder. Es gibt aber wie bei jedem Eingriff auch mögliche Komplikationen.
 
Bei der operativen Entfernung kann es zu Nachblutungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen kommen. In der Regel bleibt bei der Operation eine kleine unauffällige Narbe zurück. Möglich ist auch die Bildung rötlicher und wulstiger Narben, die sich meist wieder zurückbilden. Bei einigen Patienten bleiben auch gut sichtbare weiße, geschwulstartige Narben zurück. Wenn der Arzt bei der Operation einen Nerv verletzt oder durchtrennt, kann es zu einem vorübergehenden oder bleibenden Taubheitsgefühl kommen.

Wie oft sollte ich Leberflecke kontrollieren lassen?

Am besten kontrollierst Du regelmäßig Deine Leberflecken auf Veränderungen. Dennoch ist ein jährlicher Besuch zur Muttermalkontrolle bei Deinem Hautarzt ratsam. Es gibt Faktoren, bei denen der Arzt eine regelmäßige Kontrolle zwischen sechs und zwölf Monaten empfiehlt. Dysplastische Naevi aber auch Leberflecke, die mechanischen Reizen wie zum Beispiel dem Hosenbund ausgesetzt sind, sollte der Arzt öfters begutachten.
 
Gibt es innerhalb Deiner Familie Fälle von malignen Melanomen, hast Du besonders helle Haut, eine große Anzahl oder großflächige angeborene Leberflecke, dann solltest Du Deinen Hautarzt öfters als einmal jährlich aufsuchen. Wenn Dein Beruf ein höheres Risiko von Hautkrebs mit sich bringt, Du sehr häufig Sonnenbrände hast oder an Verbrennungen der Haut sowie an Immunschwäche leidest, wäre ebenfalls ein Kontrolltermin alle sechs bis zwölf Monate zu empfehlen.

Kann ich Leberflecke selbst entfernen?

Du solltest nie versuchen, einen Leberfleck selbst zu entfernen, da dies Verletzungen und andere Risiken und Nebenwirkungen mit sich bringen kann. Salben, die eine Entfernung versprechen, können keine Garantie geben. Oft bleichen diese die Stelle nur, was keiner wirklichen Entfernung gleichkommt. Schließlich ermöglicht nur eine Entfernung durch einen Arzt eine vollständige Untersuchung des Gewebes, um ein malignes Melanom auszuschließen.

Wie lassen sich Leberflecken vorbeugen?

Angeborene Leberflecke lassen sich nicht vermeiden. Aber auch erworbenen Naevi, deren Entstehung durch hormonelle Veränderungen begünstigt werden, kannst Du kaum vorbeugen. Jene Leberflecke, vor allem dysplastische Naevi, die durch intensive Sonneneinstrahlung und Sonnenbrände – besonders in der Kindheit – entstehen, kannst Du mit ausreichendem Sonnenschutz entgegenwirken.

Was kostet die Entfernung von Leberflecken?

Mehrere Faktoren beeinflussen die Kosten, sodass diese sehr variabel sein können.
 
Zum einen hängen sie von der Methode ab, die der Arzt zur Entfernung des Leberflecks wählt. Eine Operation kostet meist mehr als eine Laserbehandlung. Die feingewebliche Untersuchung des entfernten Leberflecks wird routinemäßig durchgeführt und muss ebenfalls in den Aufwand mit eingerechnet werden.
 
Zum anderen kann sich die Form, Größe und Position des Naevus auf den Preis auswirken. Zusätzlich kommen auch die Honorarnote des Arztes sowie die Zusatzleistungen der Klinik in den Kosten zum Tragen. Dein Arzt wird Dich über die anfallenden Kosten in einem Beratungsgespräch vor dem Eingriff aufklären.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Entfernung von Leberflecken?

Wenn der Arzt einen Leberfleck aufgrund des Verdachts auf eine bösartige Veränderung entfernt, übernimmt dies Deine Krankenkasse für Dich. Auch die feingewebliche Untersuchung des Materials ist in diesem Fall in den Leistungen der Krankenkasse inkludiert. Bei der Entfernung aus ästhetischen Gründen musst Du für die Kosten selbst aufkommen.
 


Dauer Dauer

Circa 30-45 Minuten

Ausfallzeit Ausfallzeit

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Stationärer Aufenthalt Stationär

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MOOCI Siegel
Dr. med. Klaus Hoffmann

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Dr. med. Daniela Greiner-Krüger

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Das Wichtigste zusammengefasst

Leberflecke sind meist harmlose Ansammlungen von Pigmentzellen in der Haut. Bei einigen Menschen werden sie aber als kosmetischer Makel wahrgenommen


Eine regelmäßige Kontrolle von Leberflecken ist wichtig, da so Hautkrebs in einem frühen Stadium erkannt und behandelt werden kann


Ein Leberfleck kann operativ oder mittels Radiofrequenz-Cutter entfernt werden. Der risikoarme Eingriff erfolgt ambulant mit einer lokalen Betäubung


Nach der Entfernung von Leberflecken kann es je nach Methode gelegentlich zu Schwellungen, Rötungen und leichte Schmerzen kommen. Auch Infektionen und Wundheilungsstörungen können nach einer operativen Entfernung auftreten

Dr. Benjamin Gehl

Dr. Simone Hermanns

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