Atheromatose

Eine Atheromatose beschreibt das Auftreten atheromatöser Plaques, welche auch unter dem Begriff „Atherome“ bekannt sind, in den Gefäßwänden der Arterien. Atherome sind cholesterinhaltige Ablagerungen an der innersten Schicht der Arterien, die zu einer Verstopfung der Gefäße führen können. Die daraus resultierenden Gefäßverschlüsse können zu Organschäden im Versorgungsgebiet der Arterien führen. Häufig werden die Begriffe Atheromatose, Arteriosklerose und Atherosklerose gleichgesetzt, obwohl das genau genommen so nicht richtig ist.


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Zuletzt aktualisiert: 15. Juni, 2020



ICD-10-GN-2020 I70

Was versteht die Medizin unter einer Atheromatose?

Der Begriff Atheromatose ist eigentlich sehr uneindeutig, da sowohl gutartige Weichteiltumore als auch fetthaltige Ablagerungen in den Wänden arterieller Gefäße als Atherome bezeichnet werden. Wir wollen hier hauptsächlich auf die Gefäßablagerungen eingehen.
 
Bei der Atheromatose verändern sich die Blutgefäße in den Arterien über viele Jahre hinweg zunächst unbemerkt. An den Gefäßwänden kommt es zu kleinen Einrissen und Beschädigungen. Daraufhin lagern die Gefäßwände atheromatöse Plaques, also cholesterinhaltige Ablagerungen ein. Der Gefäßdurchmesser verengt sich mit fortschreitender Erkrankung immer weiter.

Wo im Körper treten Atheromatosen auf?

Die Atheromatosen können in den Gefäßwänden von Arterien auftreten. Arterien sind Blutgefäße, welche abgesehen von den Herzkranzarterien, Blut vom Herzen wegführen und in den Körper leiten. Sie sind überall im Körper zu finden und besitzen eine ausgeprägte Muskelschicht in ihren Wänden. Im Gegensatz zu den Venen, die das Blut zum Herzen hinführen, kannst Du in Deinen Arterien manchmal Deinen Herzschlag spüren.

Bei einer Atheromatose kommt es zu. einer Verengung der Gefäßwände.

Wie häufig ist die Atheromatose und wer ist davon betroffen?

Männer sind etwa fünfmal häufiger von einer Atheromatose betroffen als Frauen. Die Erkrankung beginnt bereits im Jugendalter, allerdings treten die Symptome meist erst im mittleren bis höheren Lebensalter auf. Manche Experten gehen davon aus, dass Menschen über 80 Jahre immer eine Atheromatose haben.
 
Die Erkrankung ist also relativ weit verbreitet, allerdings nehmen Experten an, dass nur etwa ein Drittel der Betroffenen tatsächlich die Diagnose Atheromatose erhalten hat. Grundsätzlich besteht die Annahme, dass in der westlichen Welt mehr als zehn Prozent der Bevölkerung an einer atheromatösen Erkrankung leiden, bei den über 70-Jährigen steigt dieser Wert stark an.

Was ist der Unterschied zwischen einer Atheromatose und einer Arteriosklerose?

Die Arteriosklerose beschreibt nur die Verhärtung der Arterienwand, unabhängig von der zugrunde liegenden Ursache. Der Begriff der Atheromatose beschreibt hingegen cholesterinhaltige Ablagerungen in den Gefäßwänden.

Was sind die Symptome einer Atheromatose?

Je nach Ausprägung und Lokalisation führt eine Atheromatose zu ganz unterschiedlichen Symptomen. Oft besteht sie jahrelang, ohne dass die Betroffenen etwas davon bemerken, da in diesem Stadium noch keine Symptome auftreten. Erst, wenn die Ablagerungen so stark wachsen, dass die Gefäße dadurch verengt oder verschlossen werden, kommt es zu merklichen Beschwerden.
 
Ein Symptomkomplex, der im Rahmen einer Atheromatose häufig auftritt, ist die Angina Pectoris. Durch eine Verengung der kleinen Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut versorgen, kommt es zu anfallsartigen Beschwerden wie Atemnot, Enge in der Brust, stechenden Schmerzen, Panik und Schweißausbrüchen. Diese Symptome können sowohl nach Belastung als auch in Ruhe auftreten.
 
Kommt es zu einem kompletten Verschluss eines oder mehrerer dieser Gefäße, entsteht ein Herzinfarkt. Er äußert sich meist durch anhaltende Brustschmerzen, die bis in den linken Arm ausstrahlen können. Zusätzlich können Symptome wie Übelkeit, Schweißausbrüche oder Erbrechen auftreten. Bei Frauen verläuft ein Herzinfarkt oft deutlich weniger symptomatisch. Häufig leiden sie lediglich unter diffusen Bauch- oder Rückenschmerzen.
 
Abgesehen von den Herzkranzgefäßen kann eine Atheromatose auch andere Gefäße, wie die Halsschlagadern betreffen. Auch hier kommt es meist erst zu Symptomen, wenn die Atheromatose bereits weit fortgeschritten ist und das Innere des Gefäßes immer weiter verengt wird. Bei einer solchen Carotisstenose, also einer Verengung der Halsschlagadern, treten oft Symptome wie Schwindel oder Ohnmachtsanfälle auf.
 
Möglich ist außerdem eine vorübergehende Blindheit auf dem Auge der betroffenen Seite. Diese schmerzlose Blindheit geht von selbst wieder vorüber, ist aber dennoch ein dringendes Warnzeichen für einen kurz bevorstehenden Schlaganfall. Du solltest in einem solchen Fall sofort zum Arzt gehen und mit einer Behandlung der Gefäßverengung beginnen.
 
Eine transitorisch ischämische Attacke – kurz TIA genannt – führt ebenfalls zu Symptomen, die denen eines Schlaganfalls ähneln. Auch sie tritt häufig als Komplikation von verengten Halsschlagadern auf. Konkret kann es dabei zu Symptomen wie Sprachstörungen, einseitigen Lähmungen der Arme oder Beine, Sehstörungen und Bewusstseinsverlust kommen. Die Symptome sind allerdings im Gegensatz zu einem Schlaganfall nur vorübergehend und nicht so stark ausgeprägt. Trotzdem solltest Du auf jeden Fall einen Arzt konsultieren, da auch eine TIA das Risiko für einen Schlaganfall im weiteren Verlauf drastisch erhöht.
 
Auch die Gefäße an den Beinen und Füßen können von einer Atheromatose betroffen sein und dort Durchblutungsstörungen verursachen. Je nach Ausprägung verspürst Du Schmerzen beim Gehen, kalte Füße und Beine, leidest unter schlecht heilenden Wunden an den Füßen oder kannst nicht mehr so weite Strecken gehen wie früher.

Die Atheromatose wird unter anderem durch rauchen begünstigt.

Welche Ursachen und Risikofaktoren begünstigen das Entstehen einer Atheromatose?

Eine Atheromatose kann aufgrund verschiedener Ursachen entstehen. Die Medizin unterscheidet dabei Haupt- und Nebenrisikofaktoren, von welchen Du manche beeinflussen kannst. Die Hauptrisikofaktoren umfassen unter anderem Tabakkonsum, Diabetes mellitus, Bluthochdruck und eine Hyperlipoproteinämie.
 
Eine Hyperlipoproteinämie tritt auf, wenn das LDL-Cholesterin erhöht ist. Normalerweise sollte dieser Wert unter 160 mg/dl liegen, Personen mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck sollten sogar noch niedrigere Werte anstreben. So wie ein erhöhter LDL-Cholesterin-Wert eine Atheromatose bedingen kann, so kann auch ein zu geringer HDL-Cholesterin-Wert zu der Erkrankung führen.
 
Das liegt daran, dass es sich beim HDL-Cholesterin um „gutes Cholesterin“ handelt, welches aus den Blutgefäßen in die Organe transportiert wird, um dort weiterverarbeitet zu werden. Es lagert sich im Gegensatz zum LDL-Cholesterin nicht in den Gefäßwänden ab. Je niedriger Dein HDL-Wert und je höher Dein LDL-Wert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich Gefäßablagerungen bilden.
 
Ein weiterer Hauptrisikofaktor für eine Atheromatose sind Herzinfarkte bei nahen Verwandten, also Verwandten ersten Grades. Besonders, wenn in Deiner Familie schon jüngere Personen, also Frauen unter 65 Jahren oder Männer unter 55 Jahren betroffen sind, weist dies auf ein erhöhtes Risiko durch eine Art genetische Veranlagung zu Atheromen in den Gefäßwänden hin. Weitere Risikofaktoren für die Entstehung einer Atheromatose sind Übergewicht und ein hoher Spiegel der Triglycerid-Fette im Blut.

Welche Komplikationen können bei einer Atheromatose auftreten?

Bei einer Atheromatose kann es wie bei anderen Erkrankungen auch zu bestimmten Komplikationen kommen. Möglich ist eine vorübergehende Blindheit auf dem Auge der betroffenen Seite. Dies nennen Ärzte auch Amaurosis fugax. Die transitorisch ischämische Attacke, kurz TIA genannt, kann ebenfalls als Komplikation einer Atheromatose auftreten.
 
Wenn es schon zu einer Aortendissektion, also einer Spaltung der Gefäßwand mit Ausbildung eines zweiten Gefäßkanals innerhalb der Schichten der Gefäßwand gekommen ist, können schwerwiegende Komplikationen auftreten. Dazu zählen ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall oder Blutungen.

Wie diagnostiziert der Arzt eine Atheromatose?

Eine Atheromatose kann abhängig davon, welche Gefäßregion betroffen ist, zu ganz unterschiedlichen Symptomen führen. Allerdings besteht die Erkrankung schon lange, bevor erste Symptome auftreten.
 
Die Gefäßablagerungen fallen dem Hausarzt häufig während standardmäßiger Routine-Check-up-Untersuchungen auf, bei welchen er große Gefäße mit dem Ultraschall untersucht. Dort sieht er dann weißliche Ablagerungen, die abhängig vom Alter des Betroffenen entweder altersentsprechend oder krankhaft sein können.
 
Dein Arzt kann die Diagnose aber auch stellen, wenn Du bereits unter Beschwerden wie zum Beispiel Durchblutungsstörungen leidest. Durch den Verschluss der Beingefäße können zum Beispiel die Fußpulse fehlen oder Schmerzen beim Laufen entstehen. Liegen bei Dir Verschlüsse in den Herzkranzgefäßen vor, können Symptome wie bei Angina Pectoris entstehen, also Beschwerden wie Atemnot und Enge in der Brust.
 
Hast Du Ablagerungen in den Halsschlagadern, können Schwindel- oder Ohnmachtsanfälle auftreten. Dein Arzt untersucht all diese Symptome und diagnostiziert dann basierend auf den Ergebnissen der Untersuchungen sowie Deinen Erläuterungen aus dem Anamnesegespräch eine Atheromatose (oder auch nicht).

Die Atheromatose kann unter anderem auch die Füße und Beine betreffen.

Wie wird eine Atheromatose behandelt?

Die Behandlung von atheromatös bedingten Erkrankungen besteht einerseits aus allgemeinen Maßnahmen, aber auch aus speziellen Therapieansätzen, die abhängig von der jeweiligen Erkrankung sind. Allgemeine Maßnahmen umfassen die Reduktion oder Beseitigung von Faktoren, die eine Atheromatose fördern oder verschlechtern. Besonders wichtig ist hierbei, dass Du, falls Du rauchen solltest, dies von nun an komplett unterlässt.
 
Besteht bei Dir Übergewicht, solltest Du das Gewicht reduzieren. Hilfreich bei einer Atheromatose ist eine mediterrane Ernährung mit guten Ölen wie zum Beispiel Olivenöl und viel Gemüse. Diese Ernährungsweise wirkt sich positiv auf Deine Gefäße aus und verbessert die Fettwerte im Blut nachhaltig. Auch moderates Ausdauertraining wie zum Beispiel drei Mal pro Woche für 20 Minuten Joggen verbessert die Durchblutung der Organe und des Gewebes.
 
Außerdem kann Dein Arzt blutverdünnende Medikamente wie ASS oder Clopidogrel einsetzen, um das Risiko für Gerinnsel und Infarkte zu verringern. Mit Hilfe von sogenannten Statinen kann er Deinen Fetthaushalt kontrollieren, sodass der LDL-Wert je nach Risiko des Betroffenen und Beschwerden in einem Zielbereich eingestellt werden kann. Dieser Cholesterin-Fettwert sollte je nach Patient etwa zwischen <160-<170 liegen. Je niedriger, desto besser.
 
Des Weiteren behandelt Dein Arzt weitere Risikofaktoren wie Diabetes oder Bluthochdruck – falls diese vorliegen – mit Medikamenten, sodass sich die Atheromatose nicht weiter verschlechtert. Liegen bei Dir bereits bestehende Schäden wie zum Beispiel ein Schlaganfall, Herzinfarkt, ein chronisches Nierenversagen oder arterielle Verschlusskrankheiten vor, passt Dein Arzt spezielle Therapien an Dein Krankheitsbild an.
 
Dabei kommen meist gerinnungshemmende Medikamente zum Einsatz, aber auch gefäßerweiternde Eingriffe wie zum Beispiel eine Stent-Implantation sind möglich. Das Ziel der Behandlung ist dabei immer, die gute Durchblutung der Organe und des Gewebes zu sichern und verengte Gefäße wieder zu erweitern.

Was kann ich bei einer Atheromatose selbst tun?

Du selbst solltest sowohl vor der Diagnose einer Atheromatose als auch danach darauf achten, einen ausgewogenen Lebensstil zu führen. Dazu zählt unter anderem regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und kein Tabakkonsum. Das Wichtigste ist es, der Atherothrombose vorzubeugen, also das „Platzen“ der Arterienwandansammlung zu verhindern.

Wie ist die Prognose bei einer Atheromatose?

Die Atheromatose ist eine Erkrankung, die Du in jedem Fall ernst nehmen solltest. Je nach Ausprägung kann die Atheromatose eine ganz unterschiedliche Prognose haben. Erkennst Du oder Dein Arzt sie früh genug, gibt es viele Möglichkeiten, dem Fortschreiten der Gefäßablagerungen und den damit einhergehenden potenziellen Folgeschäden entgegenzuwirken.
 
In einem fortgeschrittenen Stadium ist die Prognose meist recht schlecht. Zum Beispiel, wenn es schon zu Schlaganfällen oder Herzinfarkten gekommen ist. In solchen Fällen ist die Atheromatose schon sehr stark ausgeprägt. Allerdings ist es auch hier möglich, durch engmaschige Untersuchungen und konsequente Therapien, weitere Komplikationen, so gut es geht, zu verhindern.
 
Außerdem ist die Prognose von der Lokalisation abhängig, also wo die Atheromatose auftritt. Wenn in der Aorta Ablagerungen in der Gefäßwand entstehen, kann ein Aortenaneurysma oder eine Aortendissektion entstehen. Bei einem Aortenaneurysma kommt es zu Aussackungen der betroffenen Gefäße, die meist keine Symptome verursachen.

Für eine gute Prognose der Atheromatose solltest Du auf Fast Food verzichten.

So ein Aneurysma entdeckt der Arzt häufig nur durch Zufall während einer CT-Untersuchung. In seltenen Fällen haben Betroffene unspezifische Beschwerden wie ein Druckgefühl in der Brust, Rückenschmerzen oder kolikartige Flankenschmerzen. Ist das Aneurysma sehr groß, kann es auf benachbarte Organe und Nerven im Brustkorb drücken und dadurch Beschwerden hervorrufen. Auch Schluckbeschwerden, Heiserkeit oder ein hängendes Augenlid können dadurch entstehen.
 
Die Atheromatose kann außerdem zu einer Aortendissektion führen. Weitere Risikofaktoren hierfür sind Bluthochdruck oder Bindegewebserkrankungen. Wenn bei Dir eine Atheromatose an der Halsschlagader, also der Carotis, besteht, kann der Hausarzt diese durch eine Ultraschalluntersuchung der großen Halsarterien feststellen, da sie sich durch weißliche Ablagerungen an den Gefäßwänden zeigt.
 
Erst wenn die Ablagerungen so stark ausgeprägt sind, dass kaum mehr Blut hindurchfließen kann, kommt es zu Beschwerden wie Schwindel, Ohnmacht oder eine TIA. Wenn die Herzkranzgefäße durch eine Atheromatose verengt sind, entsteht eine Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff. Dies kann sich durch Symptome wie stechenden Brustschmerzen, Übelkeit und Atemnot äußern. In besonders schweren Fällen kann eine solche Atheromatose auch zu einem Gefäßverschluss und damit zu einem Herzinfarkt führen.

Welche Folgen hat eine Atheromatose für Betroffene?

Abhängig vom Schweregrad der Erkrankung sowie von der Lokalisation der Atheromatose können die Folgen für die Betroffenen mehr oder minder einschränkend sein. In einem frühen Stadium lassen sich die Folgen deutlich abschwächen, da sowohl Du als auch Dein Arzt noch wirkungsvolle Gegenmaßnahmen ergreifen könnt.
 
Bei einer Atheromatose, die schon weit fortgeschritten ist hingegen, ist das Risiko für Komplikationen drastisch erhöht. Dies bedeutet im schlimmsten Fall, dass der Patient zum Beispiel nach einem Herzinfarkt pflegebedürftig wird.

Kann ich einer Atheromatose vorbeugen?

Da sich die Atheromatose über einen langen Zeitraum hinweg entwickelt, hast Du viele Möglichkeiten, prophylaktisch entgegenzuwirken. Wichtig ist, dass Du Deine persönlichen Risikofaktoren erkennst, bewertest und bei Bedarf individuelle Therapien einleiten lässt. Unterscheide zunächst unbeeinflussbare und beeinflussbare Risikofaktoren voneinander.
 
Zu den Risikofaktoren, die Du nicht beeinflussen kannst, zählen das Alter, männliches Geschlecht und eine genetische Veranlagung. Zum Glück gibt es aber deutlich mehr beeinflussbare Risikofaktoren. Das sind der Tabakkonsum, Übergewicht, Stress, Bluthochdruck, Diabetes und ein erhöhter Cholesterinspiegel.
 
Besonders der Einfluss von Stress auf die Gesundheit wird von vielen unterschätzt. Dabei gibt es viele Studien, die nachweisen, dass Stress direkt mit der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie zum Beispiel der Atheromatose, verbunden ist. Andauernder negativer Stress (auch Distress genannt) lässt sich gut durch die Anwendung kognitiver Techniken senken. Dazu solltest Du auf jeden Fall Deine Stressauslöser ehrlich, offen und genau erkennen.
 
Auch Deinen Tabakkonsum solltest Du einschränken, am besten komplett. Da auch Übergewicht und mangelnde Bewegung maßgeblich zur Entstehung einer Atheromatose beitragen, solltest Du auf eine gesunde Ernährung mit ausreichend Vollkornprodukten, Gemüse, Obst und Fisch setzen. Vermeide aber gesättigte Fette, soweit das möglich ist.

Um einer Atheromatose vorzubeugen empfiehlt sich das Radfahren und Schwimmen.

Auch körperliche Aktivität ist wichtig, um Dein Risiko zu senken. Die WHO empfiehlt, dass Erwachsene pro Woche mindestens 150 Minuten Sport mit moderater Intensität betreiben, also zum Beispiel Radfahren oder Schwimmen. Wenn Du lieber auf höherer Intensität trainierst, reichen pro Woche 75 Minuten. Dazu zählt zum Beispiel Joggen oder Teamsport.
 
Wenn Du allerdings Deine Gesundheit nicht nur halten, sondern auch verbessern möchtest, solltest Du das Pensum jeweils verdoppeln. Diese Maßnahmen sollten dazu führen, dass Du – falls Du übergewichtig bist – bald den empfohlenen BMI von 20 bis 25 erreichst, einen Blutdruck unter 140/90 mm Hg hältst sowie Deinen Cholesterinspiegel senkst.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung einer Atheromatose?

Für die Diagnose und eine ärztlich indizierte Behandlung einer Erkrankung kommen die gesetzlichen und die privaten Krankenkassen in aller Regel auf. Eventuell musst Du allerdings einen bestimmten Anteil selbst zahlen. Falls Du Fragen zur Kostenübernahme bestimmter Untersuchungen oder Therapien hast, frage am besten direkt bei Deinem Versicherungsträger nach.


Dauer Dauer

Je nach Krankheitsverlauf

Ausfallzeit Ausfallzeit

Je nach Krankheitsverlauf

Stationärer Aufenthalt Stationär

Nicht notwendig

Das Wichtigste zusammengefasst

Bei der Atheromatose handelt es sich um cholesterinhaltige Ablagerungen an der innersten Schicht der Arterien, die zu einer Verstopfung der Gefäße und daraus resultierend zu weiteren Komplikationen führen können


Die Atheromatose beginnt schon im Jugendalter und schreitet jahrelang unbemerkt voran. Daher ist es wichtig, dass Du Dich gesund ernährst, regelmäßig sportlich betätigst sowie Deinen Tabakkonsum einschränkst. Ein gesunder Lebensstil ist die Basis zur Prävention einer Atheromatose


Zu den Risikofaktoren zählen Tabakkonsum, Diabetes mellitus, Bluthochdruck, eine Hyperlipoproteinämie, Übergewicht, Stress, mangelnde Bewegung, eine genetische Prädisposition, das Alter sowie das männliche Geschlecht


Die Komplikationen einer Atheromatose können mitunter sehr gravierend sein, weswegen die richtige und rechtzeitige Behandlung essenziell ist, um die Folgen der Erkrankung abzumildern. Dein Arzt erstellt für Dich einen individuellen Behandlungsplan

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