Weiße Zähne gelten für viele als Zeichen von Gesundheit und Pflege. Wenn Du über ein Bleaching nachdenkst, stellt sich schnell die Frage nach den Kosten. Diese können je nach Methode, Ausgangssituation und Praxis stark variieren. In diesem Überblick erfährst Du, mit welchen Preisen Du rechnen musst, welche Methoden es gibt und wovon die Kosten konkret abhängen.
Was kostet ein Bleaching beim Zahnarzt?
Wenn Du Dir weißere Zähne wünschst, ist die Kostenfrage meist der erste Punkt, den Du klären willst. Die Preisspanne ist relativ groß: Während frei verkäufliche Produkte nur wenige Euro kosten, liegt ein professionelles Bleaching beim Zahnarzt schnell im Bereich von mehreren hundert Euro.
Wie viel Du tatsächlich zahlst, hängt vor allem von der gewählten Methode, dem Zustand Deiner Zähne und der Praxis ab. Als grobe Orientierung gelten folgende Richtwerte: Ein In-Office-Bleaching kostet etwa 300 bis 800 Euro, ein Home-Bleaching mit individuell angefertigter Schiene zwischen 200 und 500 Euro. Frei verkäufliche Produkte wie Strips oder Gels liegen je nach Qualität zwischen etwa zehn und 150 Euro.
Diese Werte sind Durchschnittswerte. Je nach Praxis, Region und Ausstattung können die Preise darüber oder darunter liegen. Besonders in größeren Städten oder spezialisierten Praxen musst Du oft mit höheren Kosten rechnen.
Welche Faktoren beeinflussen die Bleaching-Kosten?
Die Kosten für ein Bleaching setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen. Wenn Du diese kennst, kannst Du besser einschätzen, was finanziell auf Dich zukommt.
Grad der Verfärbung
Je stärker Deine Zähne verfärbt sind, desto aufwendiger ist die Behandlung. Leichte Verfärbungen durch Kaffee oder Tee lassen sich meist schneller und günstiger aufhellen als tief sitzende Verfärbungen, etwa nach Medikamenteneinnahme oder Wurzelbehandlungen.
Anzahl der Zähne
Manche Praxen rechnen pro Zahn ab, andere bieten Pauschalpreise an. Beim In-Office-Bleaching kannst Du mit etwa 30 bis 70 Euro pro Zahn rechnen. In der Regel werden die sichtbaren Frontzähne behandelt.
Vorbehandlung
Eine professionelle Zahnreinigung vor dem Bleaching ist in den meisten Fällen sinnvoll. Sie sorgt dafür, dass das Aufhellungsmittel gleichmäßig wirkt und kein fleckiges Ergebnis entsteht. Die Kosten dafür liegen meist zwischen 80 und 150 Euro.
Standort der Praxis
In Städten wie Wien, Zürich oder München sind die Preise oft höher als in kleineren Orten. Das liegt vor allem an höheren laufenden Kosten der Praxen.
Erfahrung und Ausstattung
Praxen mit moderner Technik oder spezieller Ausstattung verlangen häufig höhere Preise. Gleichzeitig kann die Behandlung dadurch schneller, schonender und gleichmäßiger ablaufen.
Gewünschtes Ergebnis
Eine leichte Aufhellung ist meist in einer Sitzung erreichbar. Wenn Du ein deutlich weißeres Ergebnis möchtest, können mehrere Durchgänge nötig sein, was die Gesamtkosten erhöht.
Was kosten die einzelnen Bleaching-Methoden?
In-Office-Bleaching (Power-Bleaching)
Das In-Office-Bleaching ist die schnellste und effektivste Methode. Dabei trägt der Zahnarzt ein hochkonzentriertes Bleaching-Gel direkt auf Deine Zähne auf und aktiviert es häufig mit Licht. Dein Zahnfleisch wird vorher geschützt, um Reizungen zu vermeiden.
Die Behandlung dauert etwa 60 bis 90 Minuten und kann die Zähne sichtbar aufhellen. Die Kosten liegen meist zwischen 300 und 800 Euro. Wird pro Kiefer abgerechnet, zahlst Du etwa 200 bis 400 Euro pro Kiefer.
Vorteile sind die sofort sichtbaren Ergebnisse und die professionelle Kontrolle. Nachteile sind die höheren Kosten und eine mögliche kurzfristige Empfindlichkeit der Zähne.
Home-Bleaching mit individueller Schiene
Beim Home-Bleaching bekommst Du vom Zahnarzt eine individuell angefertigte Schiene und ein Bleaching-Gel mit geringerer Konzentration. Die Anwendung erfolgt zu Hause über ein bis zwei Wochen.
Die Kosten für Schiene und Gel liegen meist zwischen 200 und 500 Euro. Nachfüllgel für spätere Auffrischungen kostet etwa 30 bis 80 Euro. Die Schiene kannst Du über mehrere Jahre hinweg wiederverwenden.
Diese Methode ist günstiger und flexibler, erfordert aber Geduld und regelmäßige Anwendung.
Walking-Bleaching bei einem toten Zahn
Wenn sich ein einzelner Zahn nach einer Wurzelbehandlung dunkel verfärbt hat, kommt das sogenannte Walking-Bleaching zum Einsatz. Dabei wird das Aufhellungsmittel in das Innere des Zahns eingebracht.
Pro Sitzung kostet diese Behandlung etwa 70 bis 150 Euro. Da meist mehrere Sitzungen nötig sind, liegt der Gesamtpreis pro Zahn zwischen etwa 150 und 500 Euro.
Frei verkäufliche Bleaching-Produkte
Für den Heimgebrauch gibt es zahlreiche Produkte in unterschiedlichen Preisklassen. Whitening-Zahnpasta kostet meist wenige Euro, während Strips, Gels oder LED-Sets zwischen etwa zehn und 150 Euro liegen.
Wichtig ist: In der EU dürfen frei verkäufliche Produkte nur sehr geringe Mengen an Wasserstoffperoxid enthalten. Deshalb ist die Wirkung deutlich schwächer als beim Zahnarzt und beschränkt sich meist auf oberflächliche Verfärbungen. Tiefere Verfärbungen lassen sich damit in der Regel nicht wirksam behandeln.
Was kostet ein Bleaching in Österreich, Deutschland und der Schweiz?
Die Kosten für ein Bleaching unterscheiden sich im DACH-Raum teils deutlich. Das liegt vor allem am allgemeinen Preisniveau, an den Honoraren der Praxen und an regionalen Unterschieden zwischen Stadt und Land. Während die Preise in Österreich und Deutschland oft in einem ähnlichen Bereich liegen, musst Du in der Schweiz in der Regel mit höheren Kosten rechnen.
In Österreich kostet ein In-Office-Bleaching meist zwischen 300 und 700 Euro. Für ein Home-Bleaching mit individuell angefertigter Schiene solltest Du etwa 200 bis 450 Euro einplanen. Eine professionelle Mundhygiene vorab kostet in der Regel zwischen 80 und 130 Euro. Für ein Walking-Bleaching bei einem einzelnen dunklen Zahn werden meist 70 bis 120 Euro pro Sitzung berechnet. In Wien und anderen größeren Städten liegen die Preise oft eher am oberen Ende.
In Deutschland liegt ein In-Office-Bleaching meist zwischen 350 und 800 Euro. Home-Bleaching mit Schiene kostet in der Regel 250 bis 500 Euro. Für eine professionelle Zahnreinigung fallen meist 80 bis 150 Euro an. Einige Praxen bieten Kombinationspakete aus Zahnreinigung und Bleaching an, die etwas günstiger sein können.
In der Schweiz ist das Preisniveau deutlich höher. Für ein In-Office-Bleaching musst Du meist mit 500 bis 1.000 Franken rechnen. Home-Bleaching kostet häufig 400 bis 700 Franken. Eine Sitzung zur Dentalhygiene liegt meist zwischen 150 und 250 Franken.
Kostenübersicht
Übernimmt die Krankenkasse die Bleaching-Kosten?
Nein. Ein Bleaching gilt in Österreich, Deutschland und der Schweiz grundsätzlich als kosmetische Behandlung und wird deshalb normalerweise nicht von der Krankenkasse übernommen. Das gilt für gesetzliche Kassen ebenso wie für die Grundversicherung in der Schweiz.
In Einzelfällen kann eine private Krankenversicherung oder Zahnzusatzversicherung einen Teil der Kosten erstatten, wenn der Tarif kosmetische Zahnbehandlungen ausdrücklich einschließt. Das ist allerdings eher die Ausnahme. Deshalb solltest Du vor der Behandlung immer direkt in Deinen Versicherungsunterlagen nachsehen oder bei der Versicherung nachfragen.
Eine mögliche Ausnahme kann das Walking-Bleaching sein. Wenn sich ein Zahn nach einer medizinisch notwendigen Wurzelbehandlung dunkel verfärbt hat, übernehmen manche Versicherungen unter Umständen einen Teil der Kosten. Auch hier lohnt sich eine gezielte Rückfrage vorab.
Wie oft muss ein Bleaching aufgefrischt werden und was kostet das?
Ein professionelles Bleaching hält meist zwischen einem und drei Jahren. Wie lange das Ergebnis sichtbar bleibt, hängt stark von Deinen Gewohnheiten ab. Kaffee, Tee, Rotwein und Rauchen können neue Verfärbungen deutlich beschleunigen. Bei guter Zahnpflege und etwas Vorsicht im Alltag bleibt das Ergebnis oft länger erhalten.
Eine Auffrischung ist deutlich günstiger als die erste Behandlung. Beim In-Office-Bleaching kostet ein Refresh meist zwischen 100 und 300 Euro. Beim Home-Bleaching brauchst Du in der Regel nur neues Gel, das meist zwischen 30 und 80 Euro kostet, weil die Schiene weiterverwendet werden kann. Gerade auf längere Sicht ist Home-Bleaching deshalb oft die wirtschaftlichere Lösung.
Ein einfacher Trick im Alltag: Spüle den Mund nach Kaffee, Tee oder Rotwein mit Wasser aus. Das kann helfen, neue Verfärbungen etwas hinauszuzögern.
Professionelles Bleaching oder Heimanwendung – was lohnt sich mehr?
Ob sich eher ein professionelles Bleaching oder eine Heimanwendung lohnt, hängt von Deinem Budget, Deinen Erwartungen und dem Zustand Deiner Zähne ab.
Für ein professionelles Bleaching beim Zahnarzt spricht vor allem die Sicherheit und das bessere Ergebnis. Vor der Behandlung wird geprüft, ob Karies, freiliegende Zahnhälse oder andere Probleme vorliegen, die zuerst behandelt werden sollten. Außerdem wird das Zahnfleisch geschützt und die Aufhellung verläuft meist gleichmäßiger und intensiver. Das Ergebnis ist oft schon nach einer einzigen Sitzung sichtbar.
Frei verkäufliche Produkte können sinnvoll sein, wenn Du nur leichte oberflächliche Verfärbungen behandeln möchtest und möglichst wenig ausgeben willst. Du solltest aber keine starke Aufhellung erwarten. Die Wirkung ist begrenzt und bei falscher Anwendung kann es eher zu Reizungen kommen.
Ein guter Mittelweg ist das Home-Bleaching mit individueller Schiene vom Zahnarzt. Du profitierst von einer professionellen Anpassung, kannst die Behandlung aber flexibel zu Hause durchführen. Diese Variante ist meist günstiger als ein In-Office-Bleaching und auf längere Sicht oft besonders wirtschaftlich.
Wichtig ist in jedem Fall: Vor einem Bleaching solltest Du Deine Zähne zahnärztlich kontrollieren lassen. Karies, undichte Füllungen oder Zahnfleischerkrankungen sollten vorher behandelt werden. Außerdem solltest Du wissen, dass Kronen, Veneers und Füllungen durch Bleaching nicht heller werden.
Welche Risiken und Nebenwirkungen hat ein Bleaching?
Ein professionell durchgeführtes Bleaching gilt grundsätzlich als sicheres Verfahren. Trotzdem können vorübergehend Nebenwirkungen auftreten.
Am häufigsten reagieren die Zähne nach der Behandlung empfindlicher auf Kälte oder Wärme. Diese Empfindlichkeit verschwindet meistens nach ein bis drei Tagen wieder. Wenn nötig, kann der Zahnarzt ein geeignetes Gel zur Beruhigung empfehlen.
Auch Reizungen am Zahnfleisch sind möglich, wenn das Bleaching-Mittel mit der Schleimhaut in Kontakt kommt. Beim professionellen Bleaching wird das Zahnfleisch deshalb gezielt geschützt, sodass dieses Risiko normalerweise gering ist.
Nicht geeignet ist ein Bleaching bei Karies, freiliegenden Zahnhälsen, Zahnfleischentzündungen oder Rissen im Zahnschmelz. Auch in der Schwangerschaft und Stillzeit wird in der Regel davon abgeraten. Zusätzlich kann es nach dem Bleaching zu Farbunterschieden kommen, wenn bereits Kronen, Füllungen oder Veneers Kosten vorhanden sind.
Wie kann ich bei den Bleaching-Kosten sparen?
Es gibt einige sinnvolle Möglichkeiten, beim Bleaching Geld zu sparen, ohne auf eine vernünftige Behandlung zu verzichten.
Eine gute Option ist es, nach Kombi-Angeboten für professionelle Zahnreinigung und Bleaching zu fragen. Viele Praxen bieten dafür günstigere Pakete an als bei getrennten Terminen.
Auch Home-Bleaching mit individuell angefertigter Schiene kann finanziell sinnvoll sein. Die erste Anschaffung kostet zwar mehr als frei verkäufliche Produkte, ist aber deutlich günstiger als wiederholte In-Office-Behandlungen. Da Du die Schiene weiterverwenden kannst, fallen bei späteren Auffrischungen nur noch die Kosten für das Gel an.
Es lohnt sich außerdem, Preise verschiedener Praxen zu vergleichen. Dabei solltest Du aber nicht nur auf den günstigsten Preis achten, sondern auch auf Erfahrung, Bewertungen und die verwendeten Materialien.
Darüber hinaus kannst Du das Ergebnis länger erhalten, wenn Du färbende Getränke reduzierst, auf Rauchen verzichtest und Deine Zahnpflege konsequent hältst. So brauchst Du seltener eine kostenpflichtige Auffrischung.
Ein abgestorbener Zahn verursacht oft lange keine Beschwerden, kann aber zum chronischen Entzündungsherd werden. Woran Du ihn erkennst und welche Behandlungswege es gibt, erklären wir auf unserer Seite zum Thema Toter Zahn.
Quellen
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