Lupus erythematodes

Lupus erythematodes ist eine Autoimmunerkrankung, die zu den rheumatischen Bindegewebserkrankungen gehört. Dabei greifen die Abwehrzellen des Immunsystems körpereigene Zellstrukturen an und führen zu entzündlichen Veränderungen der Haut und der inneren Organe. Wir unterscheiden zwischen einem kutanen Lupus erythematodes und einem systemischen Lupus erythematodes sowie weiteren Sonderformen wie dem neonatalen oder arzneimittelinduzierten Lupus erythematodes. Welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, auf welche Faktoren Du selbst achten solltest und welche möglichen Folgen im Zuge der Krankheit auftreten können, erfährst Du im nachstehenden Beitrag.


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Zuletzt aktualisiert: 17. Januar, 2022

INHALTSVERZEICHNISInhaltsverzeichnis

Lupus erythematodes ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Abwehrzellen des Immunsystems körpereigene Zellstrukturen angreifen und entzündliche Veränderungen hervorrufen. Die Erkrankung zählt zu der sogenannten Kollagenose, also den rheumatischen Bindegewebeerkrankungen.

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Wir unterscheiden zwischen mehreren Formen des Schmetterlingserythems – die häufigsten sind der kutane Lupus erythematodes (CLE) und der systemische Lupus erythematodes (SLE), die sich teilweise noch in weitere Unterformen unterteilen lassen. Überdies gibt es weitere Sonderformen, wie etwa den arzneimittelinduzierten Lupus erythematodes (DILE) oder den neonatalen Lupus erythematodes (NLE).

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Welche Symptome und Beschwerden auftreten, hängt in erster Linie von der Form der Erkrankung, dem Krankheitsverlauf und dem generellen Schweregrad des Lupus ab. Der kutane Lupus erythematodes befällt primär die Haut und führt zu entzündlichen Hautveränderungen an unterschiedlichen Stellen des Körpers. Der systemische Lupus erythematodes macht sich darüber hinaus auch in den inneren Organen bemerkbar und kann an und für sich zu schweren Folgeerkrankungen führen.

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Der genaue Auslöser der Wolfskrankheit ist bislang noch nicht vollständig bekannt und aufgeklärt. Forscher gehen jedoch davon aus, dass neben verschiedenen äußeren Faktoren (hauptsächlich UV-Licht, Stress, extreme psychische Belastungen, Umweltfaktoren, Infektionen sowie bestimmte Medikamente) eine genetische Veranlagung für die Autoimmunerkrankung verantwortlich ist.

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Bei der Diagnose der Erkrankung ist vorrangig ein Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie der richtige Ansprechpartner. Dieser führt eine generelle Körperuntersuchung durch, gefolgt von Blutuntersuchungen, Hautuntersuchungen mit einer Hautbiopsie, Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen sowie einer sogenannten standardisierten Photoprovokation.

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Welche Behandlung erfolgen soll, hängt in erster Linie vom Schweregrad der Erkrankung ab. Bei einem kutanen Lupus erythematodes finden vorwiegend kortisonhaltige Salben, topische Calcineurin-Inhibitoren sowie topische Retinoide Gebrauch. Bei einem systemischen Lupus erythematodes verschreibt der Arzt Antimalariamittel, entzündungshemmende nichtsteroidale Antirheumatika, Cortisonpräparate beziehungsweise Kortikosteroide sowie Immunsuppressiva oder Biologika.

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Der Schmetterlingsflechte kannst du zwar leider nicht vorbeugen, allerdings empfiehlt es sich, auf gewisse Faktoren zu achten, um eventuelle Schübe zu vermeiden. Achte auf einen angemessenen Lichtschutz vor UV-Quellen, eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, maßvolles Sportbetreiben und verzichte auf Nikotin sowie Alkohol so gut wie möglich.

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Heutzutage gestaltet sich die Prognose dank modernster Behandlungsmöglichkeiten und Entwicklung besserer diagnostischer Maßnahmen relativ gut. In erster Linie hängt die Prognose auch davon ab, welche inneren Organe in welchem Ausmaß betroffen sind. Alles in allem haben die meisten Lupus-Patienten jedoch eine normale Lebenserwartung.

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Dein Sozialversicherungsträger übernimmt in der Regel alle Kosten, die im Rahmen der notwendigen Untersuchungen und Therapie der Erkrankung anfallen. Für eventuelle alternative Behandlungsmethoden und bei privaten Krankenkassen können Selbstbehalte anfallen.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Lupus erythematodes ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich Abwehrzellen des Immunsystems gegen körpereigene Zellstrukturen wenden und zu entzündlichen Veränderungen der Haut und/oder der inneren Organe führen.


Die Erkrankung gehört zu der sogenannten Kollagenose, also den rheumatischen Bindegewebserkrankungen, die zu einer Reihe von systemischen entzündlichen Autoimmunerkrankungen führen.


Wir unterscheiden zwischen mehreren Formen des Lupus erythematodes – die häufigsten Varianten sind der kutane Lupus erythematodes und der systemische Lupus erythematodes. Weitere Sonderformen sind unter anderem der neonatale Lupus erythematodes oder der arzneimittelinduzierte Lupus erythematodes.


Sämtliche Kosten, die im Zuge der notwendigen Untersuchungen zur Diagnose der Erkrankung und anschließend im Zuge der notwendigen medikamentösen Therapie entstehen, übernimmt zur Gänze die Krankenkasse, allerdings empfiehlt es sich, sich direkt bei dem eigenen Sozialversicherungsträger diesbezüglich zu informieren.

Was versteht die Medizin unter Lupus?

Die in der Medizin als Lupus erythematodes bekannte Krankheit ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Abwehrzellen (Lymphozyten beziehungsweise Antikörper) des Immunsystems fälschlicherweise körpereigene Zellstrukturen und -bestandteile angreifen und diese nach und nach zerstören, indem sie entzündliche Veränderungen hervorrufen. In der Umgangssprache ist die Erkrankung auch oft als die Schmetterlingsflechte, das Schmetterlingserythem oder die Wolfskrankheit bekannt. Das Krankheitsgeschehen beschränkt sich meist auf die Haut, allerdings kann der Lupus auch innere Organe befallen und beschädigen.
 
Je nachdem, welche Strukturen betroffen sind, unterscheiden Mediziner zwischen unterschiedlichen Formen von Lupus erythematodes. Die Krankheit verläuft meist in Schüben und gehört zu der Gruppe der Kollagenosen. Unter einer Kollagenose verstehen wir rheumatische Bindegewebeerkrankungen, deren Ursprung in einem Autoimmunprozess liegt und die zu einer Reihe von systemischen entzündlichen Autoimmunerkrankungen führen. Deswegen zählen sie zugleich auch zu den entzündlich-rheumatischen Krankheiten.
 
In der Regel sind Frauen bis zu neunmal häufiger von dem Schmetterlingserythem betroffen als Männer, vor allem aber Frauen im gebärfähigen Alter zwischen 18 und 45 Jahren. Die Autoimmunerkrankung tritt bei etwa 50 von 100.000 Menschen auf. Auch Kinder können betroffen sein, unter anderem können sie auch an einer der eher selteneren Sonderform der Schmetterlingsflechte namens neonataler Lupus erythematodes (NLE) erkranken.

Lupus erythematodes - Was versteht die Medizin unter Lupus?

Welche Formen von Lupus gibt es?

Lupus erythematodes - Welche Formen von Lupus gibt es?

Je nach Krankheitsverlauf und den Strukturen, die im Zuge der Erkrankung betroffen sind, unterscheiden Mediziner zwischen verschiedenen Formen des Schmetterlingserythems. Die häufigsten Formen sind der kutane Lupus erythematodes (CLE) sowie der systemische Lupus erythematodes (SLE). Des Weiteren differenzieren wir die Krankheit auch auf verschiedene Sonderformen, zu denen etwa der arzneimittelinduzierte Lupus erythematodes (DILE) oder der neonatale Lupus erythematodes (NLE) gehören.

Kutaner Lupus erythematodes
Als kutanen Lupus erythematodes bezeichnen wir alle Verlaufsformen der Schmetterlingsflechte, die sich nur auf die Haut beschränken und keine weiteren Organe befallen. Der CLE tritt vorwiegend in einem Alter von 30 bis 40 Jahren auf und manifestiert sich in der Regel häufiger bei Frauen als bei Männern. Insgesamt haben CLE-Betroffene eine bessere Prognose als jene Patienten, die an einem systemischen Lupus erythematodes erkranken. Die kutane Form der Wolfskrankheit tritt in verschiedenen Unterformen auf, weshalb auch die klinischen Eigenschaften der Erkrankungen sehr unterschiedlich sind.
 
Zu diesen gehören der akut kutane Lupus erythematodes (ACLE), der subakut kutane Lupus erythematodes (SCLE), der bullöse Lupus erythematodes (BLE), der chronisch kutane Lupus erythematodes (CCLE, den wir auch als den diskoiden Lupus erythematodes DLE bezeichnen) sowie der intermittierend kutane Lupus erythematodes (ICLE).
 
Der chronisch kutane Lupus erythematodes lässt sich darüber hinaus in weitere drei Unterformen unterteilen – in den chronisch diskoiden Lupus erythematodes (CDLE), den chilblain Lupus erythematodes (=CHLE) und den Lupus erythematodes profundus (LEP), wobei Ersterer am häufigsten vorkommt.
 


 
Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
Systemischer Lupus erythematodes ist eine weitere Form des Lupus erythematodes, bei der nicht nur die Haut, sondern darüber hinaus auch verschiedenste innere Organe betroffen sind. Auch der SLE ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich das Immunsystem gegen den eigenen Organismus richtet. Die Antikörper, die sich gegen die körpereigenen Strukturen richten, bezeichnen wir auch als Auto-Antikörper beziehungsweise als antinukleäre Antikörper (ANA), da sie sich in erster Linie gegen die Kerne der Organzellen richten. Diese Auto-Antikörper gelangen durch das Blut in alle Bereiche des Körpers und können prinzipiell in allen möglichen Organen zu Entzündungen und somit zu Schäden führen.
 
Am häufigsten bilden sich die Entzündungen zum Beispiel im Bereich der Nieren, der Lunge, der Blutgefäße, der Schleimhäute, des Magen-Darm-Trakts oder des Herzens. Manche Patienten klagen auch über Gelenks- und Muskelschmerzen. Dadurch, dass sich die Erkrankung praktisch in jedem möglichen Organ bemerkbar machen kann, ist auch der Krankheitsverlauf von Patienten zu Patienten sehr unterschiedlich.

Lupus erythematodes - Systemischer Lupus erythematodes (SLE)


 
Arzneimittelinduzierter Systemischer Lupus erythematodes
Der arzneimittelinduzierte Systemische Lupus erythematodes ist eine weitere Form der Schmetterlingsflechte, dessen Ursache in der Einnahme von bestimmten Medikamenten liegt. Die häufigsten Arzneimittel, die die Erkrankung auslösen, sind zum Beispiel Hydrazine (eine sehr giftige anorganische chemische Verbindung aus Stickstoff und Wasserstoff, die in der Medizin in erster Linie als alkylierend wirkende Zytostatika Einsatz findet), Hydantoine (ein starkes Bakterizid mit fungizider Wirkung, dass vor allem bei der Behandlung verschiedener Arten von Anfällen Gebrauch findet), Procainamid (zur Behandlung von ventrikulären Arrhythmien wie anhaltender ventrikulärer Tachykardie) oder Sulfasalazin (entzündungshemmender Arzneistoff, der insbesondere bei der Behandlung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie zum Beispiel Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sowie der chronischen Polyarthritis zum Einsatz kommt).
 
Durch die Einnahme der Medikamente entsteht ein dem SLE sehr ähnliches Krankheitsbild, weshalb wir auch von einem Pseudo-Lupus-erythematodes-Syndrom sprechen. Die Beschwerden verschwinden in der Regel mit dem Absetzen des Medikaments wieder.
 


 
Neonataler Lupus erythematodes
Der neonatale Lupus erythematodes bildet sich bereits bei Neugeborenen und entsteht als Folge einer Lupus erythematodes-Erkrankung der Mutter. Häufig hat die Mutter im Zuge ihrer Erkrankung keine Symptome oder Beschwerden, jedoch überträgt sie die für die Lupus erythematodes typischen Auto-Antikörper über die Plazenta auf das Kind. Die Erkrankung macht sich bei dem Neugeborenen primär durch Hautveränderungen bemerkbar, in selteneren Fällen auch durch eine Herzerkrankung, die wir als eine Myokardfibrose mit atrioventrikulärem Block (AV-Block) bezeichnen. Diese entwickelt sich bereits während der Schwangerschaft im Bauch der Mutter, weshalb die behandelnden Ärzte oft sehr früh nach der Geburt bei dem Baby einen Herzschrittmacher einsetzen müssen.
 
Bildet sich im Zuge der durch den neonatalen Lupus erythematodes entstandenen Myokardfibrose kein AV-Block, dann hat die Herzkrankheit eine gute Prognose. Dies liegt hauptsächlich daran, dass die übrigen Symptome mit dem Abbau der passiv von der Mutter übertragenen Auto-Antikörper meist innerhalb der ersten zwei Lebensjahre des Kindes wieder verschwinden. Gewöhnlich heilt der Neugeborenen-Lupus sogar bereits nach etwa sechs Monaten aus, insbesondere dann, wenn keine mütterlichen Antikörper im Blut des Kindes mehr vorhanden sind.

Lupus erythematodes - Neonataler Lupus erythematodes

Was sind die Symptome bei Lupus erythematodes?

Lupus erythematodes - Was sind die Symptome bei Lupus erythematodes?

Welche Symptome bei Lupus erythematodes auftreten, hängt entscheidend von der Verlaufsform der Erkrankung ab. Denn während im Rahmen eines CLE nur die Haut betroffen ist, entstehen im Zuge einer SLE-Erkrankung auch Entzündungen in den verschiedensten inneren Organen, die weitreichende Folgen haben können.

Kutaner Lupus erythematodes
Je nachdem, um welche Form des kutanen Lupus erythematodes es sich handelt, verzeichnet der Betroffene unterschiedliche Symptome.
 
Der subakut kutane Lupus erythematodes befällt primär die Haut, kann in manchen Fällen aber auch bestimmte innere Organe befallen. Der SCLE führt zu großflächigen Hautausschlägen, die zeitweise abklingen und sich durch direkte Sonneneinstrahlung verschlimmern können. Meist bilden sich hellrote, ovale oder ringförmige beziehungsweise schuppenartige Flecken an den Armen, im Gesicht sowie am Rumpf. Die Hautveränderungen ähneln stark einer Schuppenflechte (Psoriasis), weshalb eine genaue Unterscheidung der beiden Erkrankungen wichtig ist. Im Vergleich zu weiteren Formen des CLE verursacht der subakut kutane Lupus erythematodes in den meisten Fällen keine Vernarbung oder Pigmentstörungen. Häufige Symptome, die mit der Erkrankung einhergehen, sind außerdem Gelenkschmerzen und Erschöpfung.
 
Der chronisch kutane Lupus erythematodes betrifft nur die Haut. Auf dieser entstehen im Zuge der Erkrankung scharf abgegrenzte, scheibenförmige, leicht erhöhte, rote Flecken, die abschuppen und an den betroffenen Stellen zu einer grübchenförmigen Narbenbildung mit sichtbar erweiterten kleinen Hautgefäßen, fleckigen Hautstellen mit verringerter oder gesteigerter Färbung (Hypo- oder Hyperpigmentierung) sowie zu Haarausfall führen können.
 
Der Hautausschlag entsteht nur auf Bereichen der Haut, die oft dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, also vor allem am Handrücken, im Gesicht, auf der Kopfhaut, an der Nase, an der Stirn, an den Wangen, an den Lippen oder an den Ohren beziehungsweise an den Ohrmuscheln. Bildet sich der chronisch kutane Lupus erythematodes direkt im Gesicht, dann schaut die Hautrötung meist schmetterlingsförmig aus, weshalb wir auch oft von einer Schmetterlingsflechte sprechen, die jedoch nicht mit der sogenannten Schmetterlingskrankheit zu verwechseln ist.
 
In manchen Fällen bildet sich der Ausschlag auch an den Schleimhäuten, vorwiegend im Mund (in manchen Fällen auch in der Vagina der Frau) und führt zu wunden, schmerzhaften Stellen. Darüber hinaus können bei bis zu zehn Prozent der Betroffenen Symptome an den Gelenken, den Nieren sowie am Gehirn dazukommen. Hinzu kommt, dass die verschiedenen Formen des kutanen Lupus erythematodes mit unterschiedlicher Häufigkeit in einen systemischen Lupus erythematodes übergehen können.
 


 
Systemischer Lupus erythematodes
Das Krankheitsbild des systemischen Lupus erythematodes ist vielfältig und umfasst unter anderem meist im Gesicht vorkommende schmetterlingsförmige Hautausschläge, schmerzende und/oder entzündete Gelenke, Muskeln oder Sehnenscheiden. Da der SLE auch Organe befällt, entwickeln sich oft Anzeichen von Entzündungen innerer Organe, wie etwa Rippenfellentzündungen, Herzmuskelentzündungen, Herzbeutelentzündungen oder Nierenentzündungen.
 
Die ersten Anzeichen für die Erkrankung sind vorwiegend schmetterlingsförmige Rötungen auf den Wangen und am Nasenrücken. Oft sind die ersten Symptome des SLE jedoch nicht allzu eindeutig, denn diese können im Grund sehr vielfältig sein. Zu den häufigsten ersten Anzeichen und Symptomen gehören rheumatische Beschwerden, eine allgemeine Abgeschlagenheit, ein gewisses Schwächegefühl, Konzentrationsprobleme, eine Licht- und Kälteempfindlichkeit, Schmerzen in den Gelenken und/oder in den Muskeln, Fieber, eine unerklärliche Gewichtsabnahme, Schwellungen der Lymphdrüsen, diverse Allergien sowie ein leichter Haarausfall.

Die häufigsten Krankheitserscheinungen sind hierbei die rheumatischen Beschwerden – etwa 90 Prozent der Betroffenen suchen einen Arzt auf, da sie über Schmerzen oder Schwellungen an den Gelenken klagen. Eine Differenzierung zu anderen rheumatischen Erkrankungen, wie beispielsweise einer chronischen Polyarthritis, ist hierbei immens wichtig, da eine rechtzeitige Diagnose und darauffolgende Therapie den späteren Befall der inneren Organe verhindern und die Prognose der Erkrankung ausschlaggebend beeinflussen können. Zusätzlich zu den bereits beschriebenen Symptomen können weitere Krankheitsbeschwerden wie Auto-Antikörper im Blut, eine unklare anhaltende Verminderung der roten oder weißen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen, Depressionen, Krampfanfälle sowie Sensibilitätsstörungen hinzukommen.

 

Ein weiteres Symptom der Erkrankung ist das sogenannte Raynaud-Syndrom. Dabei ziehen sich die Blutgefäße der Finger oder der Zehen bei Kälte so sehr zusammen, dass sie den Blutstrom minutenlang unterbrechen können. Während des Anfalls verspüren die Betroffenen ein gewisses Kribbelgefühl, das mitunter zu heftigen Schmerzen führen kann.

Lupus erythematodes - Die häufigsten Krankheitserscheinungen sind hierbei die rheumatischen Beschwerden

Wie ist der Krankheitsverlauf bei Lupus?

Die Erkrankung verläuft meist in Schüben, wobei sie einen milderen oder schweren Krankheitsverlauf einnehmen kann. Mildere Verläufe sind hauptsächlich auf die Haut und Gelenke begrenzt. Hierbei ist vorrangig die Unterscheidung zu anderen rheumatischen Erkrankungen wie etwa der chronischen Polyarthritis (bei der es zu einer Zerstörung des Gelenks kommt) wichtig, um den Verlauf der Erkrankung durch eine rechtzeitige Therapie positiv beeinflussen zu können.
 
Bei schweren Krankheitsverläufen verbreiten sich die Auto-Antikörper durch das Blut im gesamten Körper und können im Prinzip jedes mögliche innere Organ angreifen. Da die Erkrankung größtenteils in Schüben verläuft, kann es zu längeren symptomfreien Abschnitten von Monaten oder sogar Jahren kommen, die gar nicht so ungewöhnlich sind. Im Laufe der Jahre können die Krankheitsschübe immer mehr abschwächen und seltener vorkommen, denn in der Regel verläuft die Erkrankung, insbesondere mit zunehmendem Alter, milder.

Lupus erythematodes - Wie ist der Krankheitsverlauf bei Lupus?

Leider gibt es bislang noch keine Medizin oder Therapiemöglichkeit, die das Schmetterlingserythem vollständig heilen könnten. Dank neuer Medikamente haben die Betroffenen jedoch eine normale Lebenserwartung, allerdings bedeutet dies, dass sie sich meist einer lebenslangen Behandlung unterziehen müssen. Hierbei zählt vor allem auch, dass je früher ein Arzt die Erkrankung erkennt und mit einer geeigneten Behandlung anfängt, desto besser die Chancen für die Patienten sind, ein weitaus normales Leben führen zu können.
 
Lediglich bei längeren Perioden, in denen keine Symptome auftreten, können die Lupus-Patienten eventuell nach Absprache mit ihrem Arzt die Therapie pausieren oder absetzen. Um den Krankheitsverlauf positiv zu unterstützen, sollten sich die Betroffenen jedoch alle drei bis sechs Monate von einem Rheumatologen untersuchen lassen.

Welche Ursachen hat Lupus erythematodes?

Die genauen Ursachen der Erkrankung sind bislang noch nicht vollständig bekannt und aufgeklärt. Forscher gehen jedoch davon aus, dass eine genetische Veranlagung für die Störung des Immunsystems verantwortlich ist, auf der der Lupus erythematodes beruht. Wirken zusätzlich verschiedene Faktoren auf den Betroffenen ein, kann es zum Krankheitsausbruch beziehungsweise einem Krankheitsschub kommen. Hierbei ist vor allem in erster Linie UV-Licht ausschlaggebend.
Zu den weiteren diversen Auslösern zählen wir unter anderem Stress, extreme psychische Belastungen, Umweltfaktoren, Infektionen (zum Beispiel Pfeiffersches Drüsenfieber) und bestimmte Medikamente, die die Schübe auslösen können. Außerdem können hormonelle Einflüsse zur Entstehung der Erkrankung beitragen. Dies erklärt, wieso Frauen viel häufiger von Lupus erythematodes betroffen sind als Männer, da beim weiblichen Geschlecht der Hormonhaushalt stärkeren Schwankungen ausgesetzt ist als beim männlichen.
 
Somit zählen primär weibliche Geschlechtshormone wie Östrogen, eine Schwangerschaft sowie eine Entbindung, aber auch bestimmte Virus-Infektionen und UV-Strahlen im Zuge einer häufigen und lang anhaltenden Sonnenexposition zu den häufigsten potenziellen Risikofaktoren, die den Ausbruch der Wolfskrankheit begünstigen oder die mit der Schmetterlingsflechte einhergehenden Schübe verschlimmern können.

Wie wird Lupus erythematodes diagnostiziert?

Lupus erythematodes - Wie wird Lupus erythematodes diagnostiziert?

Solltest Du bei Dir selbst Lupus-ähnliche Symptome beobachten, dann ist ein Besuch bei einem Rheumatologen mehr als ratsam. Fachärzte für Innere Medizin und Rheumatologie sind spezialisiert auf die Diagnose und nicht-operative Behandlung von Patienten mit autoimmunbedingten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.

Zu Beginn der Diagnose fragt Dich der behandelnde Rheumatologe zunächst nach Deiner Krankengeschichte und Deinem allgemeinen Gesundheitszustand, wobei er sich in erster Linie nach eventuellen Symptomen erkundigt, wann diese das erste Mal aufgetreten sind und ob irgendwelche weiteren Grunderkrankungen bekannt sind. Anschließend erfolgt die körperliche Untersuchung, an die meist noch weitere Untersuchungen anschließen.
 
Hierzu zieht der Arzt häufig auch zusätzliche Fachmediziner wie Hautärzte, Herz- und Nierenspezialisten, Gynäkologen oder Augenärzte hinzu. Im Rahmen dieser Untersuchungen veranlasst der Arzt eine Blutuntersuchung, um das Blut auf die für den Lupus typischen Auto-Antikörper zu untersuchen sowie andere, ähnliche Erkrankungen ausschließen zu können. Dabei schaut er sich außerdem auch die Entzündungs-, Nieren- und Leberwerte an, denn sollten diese von der Norm abweichen, könnte dies einen Hinweis auf eine Lupus-Erkrankung darstellen.

Da bei den verschiedenen Formen des Schmetterlingserythems diverse Hautveränderungen auftreten, erfolgt zugleich auch eine Hautuntersuchung. Dafür entnimmt der Arzt von den betroffenen Hautstellen eine Gewebeprobe, die er dann im Labor mit verschiedenen Methoden genauer untersuchen lässt. Zudem muss der Arzt bei jedem Verdacht auf eine Lupus-Krankheit abklären, ob auch innere Organe von der Schuppenflechte betroffen sind. Um den Verdacht bestätigen oder widerlegen zu können, eignen sich bildgebende Verfahren wie etwa Röntgen (in diesem Fall meist ein Lungenröntgen) oder Ultraschall (in diesem Fall meist ein Gelenkultraschall), eine Untersuchung des Augenhintergrundes oder Untersuchungen, die die Lungenfunktion überprüfen sollen (Lungenfunktionstest).

 

Bei einem kutanen Lupus erythematodes ist in bestimmten Fällen zudem eine sogenannte standardisierte Photoprovokation sinnvoll. Im Rahmen dieser Photoprovokation ist die betroffene Haut gezielt UV-Licht ausgesetzt, um zu überprüfen, ob sie darauf mit typischen CLE-Schäden reagiert. Meist machen sich diese Schäden acht Tage nach der UV-Exposition bemerkbar und bestehen dann für eine längere Zeit. Diese Methode ist vorrangig dabei hilfreich, den CLE von einer polymorphen Lichtdermatose zu unterscheiden, bei der die UV-induzierten Hautschäden bereits viel früher auftreten und sich anschließend auch gänzlich zurückbilden.

Lupus erythematodes - Gewebeprobe

Gibt es einen Selbsttest, um Lupus zu erkennen?

Im Prinzip empfiehlt es sich stets, bei ersten Anzeichen einer Schmetterlingsflechte einen geschulten Arzt aufzusuchen, der diverse Untersuchungen veranlassen kann, um den Verdacht zu bestätigen oder ausschließen zu können.
 
Du selbst kannst dazu beitragen, indem Du eventuelle Symptome genau beobachtest; also wann sie erscheinen, wie oft und in welchem Ausmaß. Fühlst Du Dich vielleicht manchmal unerklärlich müde und abgespannt? Hast Du öfter Gelenks- oder Gliederschmerzen? Ist Dir gelegentlich übel? Hast Du bei Dir in letzter Zeit Haarausfall beobachtet? Leidest du öfter an Kopfschmerzen oder schläfst sehr viel, ohne Dich danach fit zu fühlen? Sind Deine Augen oder Dein Mund auffällig trocken und tritt bei Dir eventuell auch unerklärlich hohes Fieber auf? Hast Du bei Dir selbst gelegentlich einen schmetterlingsförmigen Ausschlag im Gesicht oder rote Flecken an anderen Körperstellen beobachtet? Reagiert Deine Haut besonders empfindlich auf die Sonne, also auf generelle UV-Strahlung?
 
Solltest Du mindestens drei dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, dann empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen und sich untersuchen zu lassen. Solltest Du im Internet etwaige Selbsttests vorfinden, die veränderte Proteine identifizieren und quantifizieren sollen, die eventuell eine tragende Rolle beim Ausbruch von Lupus einnehmen, empfehlen wir Dir dennoch, zuerst mit einem Arzt zu sprechen und nur nach ärztlicher Absprache zu handeln.

Lupus erythematodes - Gibt es einen Selbsttest, um Lupus zu erkennen?

Von welchen Krankheiten ist Lupus abzugrenzen?

Im Rahmen der Diagnose von Lupus erythematodes ist es wichtig, die Erkrankung von weiteren ähnlichen Krankheiten abzugrenzen. Dazu gehört unter anderem die entzündliche, chronische Erkrankung der Gesichtshaut, die wir als Rosacea bezeichnen. Auch sie verläuft in Schüben und äußert sich durch Rötung im Gesicht sowie erweiterte Äderchen. Aufgrund der Hautrötung ist sie mit der für Lupus typischen schmetterlingsförmigen Hautveränderung leicht zu verwechseln, weshalb eine genaue Differenzierung umso wichtiger ist.
 
Eine weitere Erkrankung, die aufgrund des Krankheitsbildes der Wolfskrankheit ähnelt, ist die sogenannte Schuppenflechte, die wir in der Medizin als Psoriasis kennen. Die Psoriasis ist eine entzündliche, nicht ansteckende Hautkrankheit, dessen Symptome sich durch scharf abgegrenzte rote Flecken, die mit silbrigen Schuppen bedeckt sind und stark jucken können, bemerkbar machen. Auch eine Schuppenflechte verläuft in Schüben und reagiert empfindlich auf Sonneneinstrahlung. Aufgrund der Erscheinungsform der Erkrankung ähnelt sie vorwiegend dem subakut kutanen Lupus erythematodes, bei dem auch hellrote, ovale oder ringförmige beziehungsweise schuppenartige Flecken entstehen. Um die richtigen Therapiemaßnahmen einleiten zu können, ist eine differenzierte Diagnose dieser beiden Krankheiten ausschlaggebend.
 
Sind von dem Lupus erythematodes außerdem auch innere Organe oder Gelenke betroffen, ist eine Unterscheidung zur chronischen Polyarthritis wichtig. Bei dieser handelt es sich um eine entzündliche Gelenkerkrankung, die genauso wie das Schmetterlingserythem schubweise verläuft und zu geschwollenen, schmerzenden und deformierten Gelenken führt. Im Vergleich zur Wolfskrankheit erleidet das Gelenk hier eine Zerstörung, die Erkrankung ist also mit starken Schmerzen verbunden. Auch hierbei gilt, dass der Arzt im Rahmen der Diagnose zwischen den beiden Krankheitsformen genauestens unterscheiden muss, damit er die passende und wirksame Behandlungsmaßnahme veranlassen kann.

Lupus erythematodes - Von welchen Krankheiten ist Lupus abzugrenzen?

Wie lässt sich Lupus behandeln?

Lupus erythematodes - Wie lässt sich Lupus behandeln?

Die Behandlung der Wolfskrankheit hängt in erster Linie vom Schweregrad der Erkrankung und der damit zusammenhängenden Entzündung ab, aber auch davon, wie fortgeschritten sie ist und welche inneren Organe betroffen sind.

Kutaner Lupus erythematodes
Beim kutanen Lupus erythematodes setzt der behandelnde Arzt gegen die akut entzündeten Hautbereiche in der Regel kortisonhaltige Salben ein, womit er neuerlichen Veränderungen vorbeugen kann. Dies bezeichnen wir als eine lokale (topische) Therapie, da die Anwendung äußerlich erfolgt. Oft kommen hier topische Glukokortikoide, also Kortison, zum Einsatz. Diese setzt der Arzt hauptsächlich bei umschriebenen Bereichen mit Hautveränderungen an, allerdings sollte die Behandlung aufgrund der Nebenwirkungen des Kortisons so kurz wie möglich erfolgen.
 
Eine Alternative hierzu stellen topische Calcineurin-Inhibitoren, also Immunsuppressiva, dar. Darunter verstehen wir Substanzen, die auf das Immunsystem dämpfend wirken und in diesem Fall vor allem bei einer lokalen Behandlung von Hautveränderungen im Gesicht Gebrauch finden. Außerdem stehen dem Arzt auch topische Retinoide zur Verfügung. Eine lokale Behandlung mit diesen Abkömmlingen der Vitamin-A-Säure (wie zum Beispiel Tazaroten oder Tretinoin) kommt primär bei schweren Verläufen von kutanem Lupus erythematodes infrage.
 
In selteneren Fällen muss der behandelnde Arzt auch beim kutanen Lupus erythematodes auf eine systemische Therapie zugreifen und zusätzlich Medikamente wie Antimalariamittel (Wirkstoffe wie Chloroquin oder Hydroxychloroquin), Glukokortikoide (Kortison), Retinoide (nicht bei schwangeren Frauen!) sowie andere Immunsuppressiva verschreiben. Dies ist vorrangig dann nötig, wenn der Patient auf die vorherigen Medikamente nicht anspricht oder die Hautschäden sehr ausgeprägt sind. Überdies stehen noch andere Behandlungsmaßnahmen wie eine Kältebehandlung (Kryotherapie) oder eine Laserbehandlung zur Verfügung.
 


 
Systemischer Lupus erythematodes
Beim systemischen Lupus erythematodes gestalten sich die therapeutischen Maßnahmen deutlich aufwendiger. Die Therapie ist langwierig und erfolgt in den meisten Fällen ein Leben lang, da es sich um eine chronische Autoimmunerkrankung handelt, die in Schüben ausbricht. Durch die Dauertherapie haben sich die Chancen von Lupus-Patienten entscheidend gebessert, ein einigermaßen normales Leben führen zu können. Wie das individuelle Behandlungskonzept letztendlich aussieht, hängt primär davon ab, welche inneren Organe betroffen sind und wie aktiv das Schmetterlingserythem verläuft.
 
Die Therapie zielt vorrangig darauf ab, die Aktivität der Wolfskrankheit einzuschränken, das bedeutet, dass sie in erster Linie versucht, etwaige Entzündungen zu mindern und so neue beziehungsweise weitere Schübe und Schädigungen zu vermeiden. Welches konkrete Medikament der behandelnde Mediziner verschreibt, hängt außerdem auch von anderen Faktoren wie Alter, Begleiterkrankungen oder Kinderwunsch ab, weshalb er die Therapie immer individuell an den Patienten abstimmen muss.
 
Je nach Krankheitsverlauf, der ebenfalls von Patienten zu Patienten stark variiert, kann er die Medikamente nach einiger Zeit teilweise reduzieren und manchmal sogar absetzen. Allerdings sollten die Betroffenen auch bei einem guten Verlauf die Gabe von bestimmten Medikamenten (wie zum Beispiel dem Antimalariamittel Hydroxychloroquin) auch weiterhin fortführen.

Lupus erythematodes - Je nach Krankheitsverlauf, der ebenfalls von Patienten zu Patienten stark variiert

Bei allen Lupus-Patienten kommt zunächst immer das Antimalariamittel Hydroxychloroquin (alternativ auch Chloroquin) als Basistherapie zum Einsatz, sofern keine Gegenindikationen dafür bestehen. Dieses wirkt entzündungshemmend und senkt die Wahrscheinlichkeit eines Schubs sowie das Sterblichkeitsrisiko. Angesichts dessen ist es oft auch lebenslang im Rahmen einer Langzeittherapie einzunehmen. Betroffene mit einem G6PD-Mangel (ein Enzym, das die roten Blutkörperchen vor bestimmten giftigen Substanzen schützt) sollten jedoch kein Hydroxychloroquin einnehmen, da das Medikament bei ihnen die roten Blutkörperchen rasch zerstören kann. Patienten, die das Antimalariamittel regelmäßig zu sich nehmen, sollten zudem auch regelmäßige Augenuntersuchen durchführen lassen, da durch das Medikament das Risiko einer Schädigung des Augenhintergrunds leicht erhöht ist – hauptsächlich dann, wenn die Person es über viele Jahre hinweg einnimmt.
Bei leichteren Symptomen zum Beispiel an den Gelenken kann der Arzt dem Patienten entzündungshemmende nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) verabreichen, bei leichten Hautsymptomen wiederum spezielle Salben, die Kortikosteroide enthalten, da sie gezielt gegen die Hautrötungen wirken.
 
Dadurch, dass Patienten, die an dem Schmetterlingserythem erkrankt sind, infolge der Therapie auch Sonnenlicht und jegliches UV-Licht vermeiden sollten, sollte der Arzt auf eine Vitamin-D-Substitution achten.
 
Bei schwereren Verläufen, vor allem bei einem schweren Organbefall, verschreibt der behandelnde Arzt meist Kortisonpräparate beziehungsweise Kortikosteroide. Allerdings muss der Arzt hierbei beachten, dass der Patient sie aufgrund der Nebenwirkungen nicht langfristig einnehmen sollte. Deswegen finden alternativ auch weitere Medikamente in der Lupus-Behandlung Gebrauch – die sogenannten Immunsuppressiva. Diese sind vorwiegend Kortison-sparend und haben zum Ziel, das vermehrt arbeitende Abwehrsystem zu bremsen und weiteren Folgeschäden vorzubeugen. Das heißt im Prinzip, dass sie die Immunreaktion des Körpers gegen die eigenen Organe unterdrücken sollen.

Des Weiteren kann der Arzt dem Patienten auch eine Therapie mit sogenannten Biologika verschreiben. Diese hemmen eventuelle Entzündungen und den falschen Ablauf im Immunsystem, indem sie sozusagen die Immunabwehr global blockieren und infolgedessen den Vorgang der Entzündung dämpfen. In der Regel kommen sie in Form einer Infusion alle vier Wochen zum Einsatz.

 

Zur medikamentösen Behandlung kommen zudem weitere Maßnahmen wie physikalische Therapien, Kältetherapien (Kryotherapie), Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Akupunktur, Atemtherapien, Schmerzbehandlungen, eine Senkung des Blutdrucks sowie das Vermeiden von Sonnenlicht (UV-Licht) hinzu. Außerdem muss der Arzt auch eventuelle Begleiterkrankungen berücksichtigen und diese auch gemäß dem Krankheitsbild behandeln.

Lupus erythematodes - Des Weiteren kann der Arzt dem Patienten auch eine Therapie mit sogenannten Biologika verschreiben

Was kann ich selbst bei Lupus tun?

Lasertherapie - Vermeide Sonnenlicht sowie künstliche UV-Quellen aus dem Solarium

Vermeide Sonnenlicht sowie künstliche UV-Quellen aus dem Solarium

Lasertherapie - Verzichte auf Nikotin und trinke Alkohol nur in Maßen

Verzichte auf Nikotin und trinke Alkohol nur in Maßen

Lasertherapie - Achte auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung sowie regelmäßige Bewegung

Achte auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung sowie regelmäßige Bewegung

Lasertherapie - Achte bei Kälte auf einen angemessenen Kälteschutz und trage warme Kleidung

Achte bei Kälte auf einen angemessenen Kälteschutz und trage warme Kleidung

An dieser Stelle ist zu betonen, dass sich die Autoimmunerkrankung Lupus erythematodes nicht vorbeugen lässt. Allerdings gibt es gewisse Faktoren, die Du meiden solltest, da sie die Erkrankung bei entsprechender genetischer Veranlagung zum Ausbruch bringen beziehungsweise bei bereits erkrankten Personen weitere Schübe auslösen können. Wichtig ist, dass Du Dich bestmöglich vor Infektionen jeglicher Art schützen und Stress vermeiden solltest. Ein wichtiger Faktor ist obendrein intensives UV-Licht – sowohl Sonnenlicht als auch künstliche UV-Quellen aus dem Solarium. Diese solltest Du nicht nur vorbeugend meiden, sondern vor allem auch nach einem Krankheitsausbruch, denn Lupus erythematodes macht Deine Haut empfindlicher gegenüber Sonnen- und UV-Licht.
 
Achte auf ein Normalgewicht, verzichte am besten zur Gänze auf Nikotin und trinke Alkohol nur in Maßen, um Deine Organe nicht zusätzlich zu beanspruchen. Außerdem ist eine ausgewogene, fettarme, vitaminreiche Ernährung zu bevorzugen sowie regelmäßige Bewegung und das maßvolle Betreiben von Sport, ohne Dich jedoch zu überanstrengen. Halte Dich so gut wie möglich nie ungeschützt in der Sonne auf und vermeide auch künstliches UV-Licht, das in Solarien Einsatz findet. Eventuell ist es sinnvoll, nach ärztlicher Absprache Vitamin D einzunehmen. Bei Kälte solltest Du auf einen angemessenen Kälteschutz achten und stets warme Bekleidung anziehen, um Deinen Körper warmzuhalten.
 
Ferner kann eine möglichst ausgeglichene Psyche ebenfalls weitere Krankheitsschübe verhindern oder diese zumindest reduzieren. Hierzu gibt es auch mittlerweile zahlreiche Selbsthilfegruppen, die den Kontakt und Austausch mit anderen Betroffenen ermöglichen. Durch einen vernünftigen Lebensstil können die Betroffenen den Verlauf ihrer Erkrankung mitbeeinflussen und das Risiko von neuen Krankheitsschüben verringern.

Lupus erythematodes - Was kann ich selbst bei Lupus tun?

Welche Ernährung empfiehlt sich bei Lupus erythematodes?

Lupus erythematodes - Welche Ernährung empfiehlt sich bei Lupus erythematodes?

Die Ernährung an sich nimmt bei Erkrankten zwar keinen Einfluss auf die Schmetterlingsflechte, sie kann jedoch einen großen Einfluss auf die zur Krankheit dazugehörenden Beschwerden und Begleiterkrankungen haben.

Mit einer ausgewogenen Ernährung lassen sich die Begleitsymptome meist gut mildern und unter anderem Beschwerden wie Gelenkschmerzen vorbeugen. Ebendarum ist die richtige Ernährung zusätzlich zu einer medikamentösen Behandlung ein wichtiger Baustein in der Therapie. Die Ernährung sollte in erster Linie vollwertig und antientzündlich konzipiert sein, denn nur so können sich die Symptome lindern und die Beschwerden sogar eventuell verbessern lassen.
 
Vor allem eine pflanzenbasierte Vollwerternährung mit wenig fettarmen tierischen Produkten ermöglicht eine ausschlaggebende Linderung der Symptome. Pflanzliche Lebensmittel enthalten nämlich keine Arachidonsäure, stattdessen reichlich Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Umgekehrt kann ein hoher Verzehr von Milchprodukten, Ei, roten Fleisch und verarbeiteten Wurstwaren die Beschwerden sogar verstärken.
 
Achte darauf, dass stattdessen reichlich Gemüse, Früchte und Vollkornprodukte auf Deinem Speiseplan stehen. Iss am besten fünfmal am Tag Obst und Gemüse, damit Du ausreichend mit Antioxidantien wie Vitamin C oder Beta-Carotin versorgt bist. Antioxidantien schützen Fettsäuren vor einer eventuellen Oxidation und hemmen damit die Bildung von entzündungsauslösenden Substanzen aus der Arachidonsäure.
 
Generell solltest Du Arachidonsäure und gesättigte Fettsäuren so gut wie möglich meiden, denn die Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure (zum Beispiel in Schweinefleisch und Wurstwaren enthalten) fördert Entzündungsprozesse und kann deshalb Symptome sogar verstärken. Nimm dagegen Omega-3-Fettsäuren (zum Beispiel in Leinöl, in Walnüssen, in diversen Fischen wie Lachs und Makrele enthalten) zu Dir, denn diese wirkt antientzündlich und kann bereits vorhandene Entzündungsprozesse bekämpfen. Auch eine eiweißarme Kost kann helfen, die Symptome zu lindern. Meide darüber hinaus Luzerne, denn Luzernekeime und Luzernesamen können einen Ausbruch der Krankheit zur Folge haben.

Außerdem empfiehlt es sich, reichlich Vitamine durch Supplementierung zuzuführen. Sprich mit Deinem Arzt und lass Dir im Idealfall Vitamin D verschreiben, je nach Krankheitsbild könntest Du zusätzlich 1000 IE Vitamin D pro Tag einnehmen. Eventuell kannst Du Dir auch Calcium verschreiben lassen, vor allem wenn Du trotz eines hohen Verzehrs von grünem Gemüse, Mandeln und calciumreichem Mineralwasser nicht genügend Calcium aufweist. Auf diese Weise lassen sich Begleiterkrankungen wie Osteoporose oder Osteopenie vorbeugen. Bevor Du Dich jedoch für jegliche Supplementierung entscheidest, solltest Du dies stets vorher mit Deinem Arzt besprechen, der das Bedürfnis und die Menge der Substitution am besten einschätzen und errechnen kann.

Lupus erythematodes - Außerdem empfiehlt es sich, reichlich Vitamine durch Supplementierung zuzuführen

Wie ist die Prognose bei Lupus?

Dank modernster Behandlungsmöglichkeiten und Entwicklung besserer diagnostischer Maßnahmen gestaltet sich die Prognose bei Lupus-Erkrankten den Umständen entsprechend gut. Die meisten Patienten haben eine normale Lebenserwartung, allerdings ist zu betonen, dass die Krankheit mit einer lebenslangen Therapie einhergeht. Keine der Formen des Lupus erythematodes ist nach derzeitigem Wissensstand heilbar, mit einer richtigen Therapie einschließlich eines sorgfältigen UV-Schutzes der Haut lassen sich die im Zuge der Erkrankung entstandenen Symptome und Beschwerden jedoch größtenteils gut in den Griff bekommen – dies gilt vor allem beim kutanen Lupus Erythematodes.
 
Beim systemischen Lupus Erythematodes hängt die Prognose in erster Linie auch davon ab, welche inneren Organe in welchem Ausmaß betroffen sind. Sind Nieren, Herz und Lunge mitbeteiligt, dann nimmt die Wolfskrankheit sehr oft einen schweren Verlauf ein. In Einzelfällen kann unter diesen Bedingungen die Schmetterlingsflechte sogar tödlich verlaufen.

Lupus erythematodes - Wie ist die Prognose bei Lupus?

Kann ich mich mit Lupus erythematodes impfen lassen?

Lupus erythematodes - Kann ich mich mit Lupus erythematodes impfen lassen?

Viele Studien haben mittlerweile gezeigt, dass auch Patienten, die an einer Autoimmunerkrankung wie Lupus erythematodes leiden, Impfungen gut vertragen und auf den Impfstoff fast genauso gut wie gesunde Menschen reagieren.

Es zeigte sich eine gute Schutzwirkung und nur wenige Nebenwirkungen. Ein Schutz ist auch bei Lupus-Patienten wichtig, denn eine Infektion kann bei den Betroffenen einen schwereren Verlauf einnehmen. Aufgrund der teilweise sehr schweren Immunsuppression ist jedoch Vorsicht bei Lebendimpfungen geboten. In solchen Fällen empfiehlt sich meist eher eine passive Immunisierung, im Rahmen der die Ärzte dem Patienten Immunglobuline zum passiven Schutz verabreichen können.
 
Durch eine Lebendimpfung könnten sich die Beschwerden der Schmetterlingsflechte nämlich eventuell verschlimmern. Deswegen haben auch viele Lupus-Patienten Angst vor einer Covid-19-Schutzimpfung. Dennoch sollten Betroffene ihren Impfplan mit ihren Ärzten besprechen, denn diese können herausfinden, ob der Impfstoff einen Einfluss auf das gegenwärtige Arzneiregime und Krankheitsverlauf haben kann. Auf diese Weise können die behandelnden Mediziner den besten Zeitpunkt für eine Covid-19-Impfung, aber auch andere Schutzimpfungen bestimmen.

Wie wirkt sich Lupus auf meine Schwangerschaft aus?

Lupus erythematodes - Wie wirkt sich Lupus auf meine Schwangerschaft aus?

Schwangere Frauen, die an einer Schmetterlingsflechte leiden, sollten ihre Schwangerschaft stets von einem Spezialisten überwachen lassen, denn die Schwangerschaft lässt sich durchaus als eine Hochrisikoschwangerschaft einstufen.

In diesem Fall sollte es entweder ein Gynäkologe oder ein Rheumatologe sein, idealerweise beide zugleich. Erkrankte werdende Mütter brauchen nicht nur während der Schwangerschaft, sondern auch während der Geburt und im Wochenbett engmaschige Beobachtung, um dazugehörigen Risiken vorzubeugen. Denn das Risiko von Fehlgeburten (Spontanaborten) ist stark erhöht – im Vergleich zu gesunden Frauen bis zu drei- bis dreimal höher.
 
Dieses ist vor allem dann erhöht, wenn Antiphospholipid-Antikörpern, die eine verstärkte Blutgerinnung bewirken, vorhanden sind. Um dem entgegenzuwirken, verschreiben Ärzte vorbeugend gerinnungshemmende Medikamente wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder niedermolekulares Heparin.
Außerdem steigt auch das Risiko für Komplikationen wie einer Frühgeburt, einer Präeklampsie (eine Erkrankung, die bei schwangeren Frauen auftritt und hohen Blutdruck verursacht, wobei Eiweiß aus dem Blut in den Urin gelangt) sowie einem niedrigen Geburtsgewicht des Neugeborenen. Überdies besteht die Gefahr, während der Schwangerschaft einen Erkrankungsschub zu erleiden.
 
Zudem ist das Risiko eines kongenitalen atrioventrikulären Blocks (AV-Block) während der ersten Schwangerschaft etwa bei einem Prozent der Kinder erhöht, wenn die Anti-Ro/SSA oder Anti-La/SSB Antikörper der Mutter erhöht sind. Die daraus resultierenden Herzrhythmusstörungen muss der Arzt anschließend mit einer Implantation eines Herzschrittmachers behandeln. Bestimmte Lupus-Antikörper, sogenannte Ro-Antikörper, übertragt die Mutter während der Schwangerschaft nämlich direkt auf den Fötus. Sollte dies passiert sein, bildet sich in etwa fünf Prozent der Fälle auch bei dem Kind der sogenannte neonatale Lupus erythematodes, der mit Veränderungen im Blutbild des Neugeborenen und einem Hautausschlag einhergehen kann.
 
Andererseits ist die Prognose bei schwangeren Patienten relativ gut, wenn in den letzten sechs Monaten vor der Geburt keine Anzeichen beziehungsweise Aktivität der Erkrankung aufgezeichnet ist, wenn die Mutter einen stabilen Blutdruck, eine gute Nierenfunktion (eGFR > 60 ml/min, Proteinurie < 1 g/Tag) sowie negative oder niedrige Antiphospholipid-Antikörper aufweist. Lupus erythematodes - Andererseits ist die Prognose bei schwangeren Patienten relativ gut

Was sind mögliche Folgen bei Lupus erythematodes?

Lupus erythematodes - Was sind mögliche Folgen bei Lupus erythematodes?

Je nachdem, welche Form des Schmetterlingserythems ausbricht und wie weit diese voranschreitet, kann sie zu ernsten Folgen führen. Eine dieser Folgen ist die sogenannte Lupusnephritis. Diese entsteht infolge des systemischen Lupus erythematodes bei etwa 50 Prozent der Betroffenen.

Bei diesen 50 Prozent entwickelt sie sich meistens innerhalb des ersten Jahres nach der Diagnose. Die Gesamtinzidenz liegt jedoch bei über neunzig Prozent, da sich bei Patienten mit Verdacht auf systemischen Lupus erythematodes ohne klinische Anzeichen einer Nierenkrankheit in den Nierenbiopsien Veränderungen einer Lupusnephritis vorfinden lassen.
 
Die wichtigsten Symptome sind neben den typischen Beschwerden eines systemischen Lupus erythematodes zudem Ödeme, eine Hämaturie, eine Proteinurie im nephrotischen Bereich, Bluthochdruck und bei fortgeschrittenen Fällen eine Azotämie. Außerdem kann die Wolfskrankheit auch zur rheumatoiden Arthritis, also einer Gelenkentzündung, führen, da bei Lupus-Patienten sehr häufig Gelenkschmerzen auftreten.
 
In seltenen Fällen kommt es zu einer aseptischen Knochennekrose. Darunter verstehen wir eine Minderdurchblutung eines Knochenareals, was zu starken Schmerzen führt. Eine häufige Folgekomplikation des Lupus erythematodes ist das sogenannte Raynaud-Syndrom. Dabei ziehen sich die Blutgefäße der Finger oder der Zehen bei Kälte so stark zusammen, dass der Blutstrom minutenlang unterbrochen ist. Dies verursacht ein Kribbelgefühl in den Fingern oder in den Zehen, was mitunter stark schmerzen kann.
 
Sind Herz, Kreislauf und Lungen betroffen, dann nimmt die Erkrankung häufiger einen schweren Verlauf ein. Dabei verspüren die Betroffenen Schmerzen bei tiefen Atemzügen, was auf einen Befall des Brustfells oder des Herzbeutels hinweist. In seltenen Fällen führt die Wolfskrankheit zu Entzündungen des Herzmuskels oder der Herzklappen. Verspürt der Patient zudem Atemnot oder hat einen blutigen Auswurf, dann sind dies erste Anzeichen eins entzündeten Lungengewebes.
 
Der Lupus nimmt darüber hinaus auch oft die Nerven in Mitleidenschaft. In solchen Fällen führt er zu Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Krampfanfällen, Missempfindungen oder Lähmungen. Der seltene Befall der Augen kann zu Sehstörungen führen. Bei einem kleinen Anteil der Lupus-Patienten entwickelt sich zudem das Antiphospholipid-Antikörper-Syndrom. Dieses äußert sich in einer vermehrten Bildung von Blutgerinnseln mit der Folge von Thrombosen und Embolien.
 
Außerdem kann die Schmetterlingsflechte insbesondere die Entstehung einer Osteoporose begünstigen sowie zu einem (sekundären) Sjögren-Syndrom führen. Dieses beschreibt eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, bei der Immunzellen die Speichel- und Tränendrüsen angreifen. Häufige Folgen sind eine Austrocknung der Augen (Sicca-Syndrom), der Nase und des Mundes sowie eine chronische Speicheldrüsenentzündung.

Des Weiteren kann die Erkrankung auch psychische Folgen haben. Viele Lupus-Patienten sind aufgrund der sichtbaren Hautveränderungen häufiger mit Vorurteilen konfrontiert und erleiden im schlimmsten Fall sogar eine soziale Ausgrenzung, denn viele Laien denken, dass die Wolfskrankheit ansteckend ist. Der zusätzliche Druck, auf eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung und einen gesunden Lebensstil achten zu müssen, kann für manche Betroffene sehr hoch sein.

 

Zudem sind Lupus-Patienten häufiger sehr müde und leiden unter den Hautveränderungen generell oder unter eventuellen Infektionserkrankungen stärker als gesunde Menschen. Deswegen empfiehlt es sich, falls Du gegebenenfalls diese Gefühle auch selbst verspürst, sich ärztlichen Rat einzuholen und sich auf eine psychotherapeutische Betreuung einzulassen.

Lupus erythematodes - Des Weiteren kann die Erkrankung auch psychische Folgen haben

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung von Lupus?

Lupus erythematodes - Kosten

In der Regel übernimmt Dein Sozialversicherungsträger alle Kosten, die für die notwendigen Untersuchungen im Rahmen der Diagnose anfallen, sowie sämtliche Kosten für die Therapie und Medikamente, die Du benötigen solltest.

Solltest Du einen Krankenhausaufenthalt benötigen, dann kann es sein, dass dieser mit geringfügigen Kosten verbunden ist. Für eventuelle alternative Behandlungsmethoden können ebenso Selbstbehalte anfallen.

 

Auch bei privaten Krankenkassen kann eventuell ein Selbstbehalt zu leisten sein, den Du für gewöhnlich zum Teil aber wieder zurückerstattet bekommen solltest. Informiere Dich am besten direkt bei Deinem persönlichen Sozialversicherungsträger, welche Kosten er übernehmen beziehungsweise zurückerstatten kann.

 


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Über den Autor: Dr. med. Benjamin Gehl

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie


Als Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie liegt die Leidenschaft von Dr. Gehl schon immer im Bereich der medizinischen Contentproduktion.

Aufgrund seiner Ausbildung, einer langjährigen Einsatzzeit in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie, sowie zahlreichen Auslandseinsätzen in Indien, Afrika und Amerika weiß er, welche Techniken und Behandlungen für medizinische Indikationen international Anwendung finden und State of the art sind.

Weiterhin beschäftigt er sich täglich mit neuen Trends und Techniken in der operativen und nicht-operativen Chirurgie. Fortbildungen sowie Studien zählen genauso zu seiner Leidenschaft wie die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten zu den neuesten fachspezifischen Themen.

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Das Wichtigste zusammengefasst

Lupus erythematodes ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich Abwehrzellen des Immunsystems gegen körpereigene Zellstrukturen wenden und zu entzündlichen Veränderungen der Haut und/oder der inneren Organe führen.


Die Erkrankung gehört zu der sogenannten Kollagenose, also den rheumatischen Bindegewebserkrankungen, die zu einer Reihe von systemischen entzündlichen Autoimmunerkrankungen führen.


Wir unterscheiden zwischen mehreren Formen des Lupus erythematodes – die häufigsten Varianten sind der kutane Lupus erythematodes und der systemische Lupus erythematodes. Weitere Sonderformen sind unter anderem der neonatale Lupus erythematodes oder der arzneimittelinduzierte Lupus erythematodes.


Sämtliche Kosten, die im Zuge der notwendigen Untersuchungen zur Diagnose der Erkrankung und anschließend im Zuge der notwendigen medikamentösen Therapie entstehen, übernimmt zur Gänze die Krankenkasse, allerdings empfiehlt es sich, sich direkt bei dem eigenen Sozialversicherungsträger diesbezüglich zu informieren.

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