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Pergamenthaut

Pergamenthaut erkennen, richtig pflegen und vor Einrissen schützen.

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Wenn die Haut sehr dünn und durchscheinend wird, Blutgefäße deutlich sichtbar sind und schon ein leichter Stoß einen größeren blauen Fleck hinterlässt, wird umgangssprachlich häufig von Pergamenthaut gesprochen. Der Name beschreibt das typische Erscheinungsbild: Die Haut wirkt dünn, trocken und knittrig und kann bei geringer mechanischer Belastung einreißen. Medizinisch handelt es sich um eine ausgeprägte Hautatrophie beziehungsweise Hautfragilität. Bei älteren Menschen wird in diesem Zusammenhang auch der Begriff Dermatoporose verwendet.

Betroffen sind vor allem ältere Menschen, doch eine ausgeprägte Hautatrophie kann auch früher auftreten, beispielsweise durch eine längerfristige Behandlung mit Glukokortikoiden oder im Zusammenhang mit bestimmten Erkrankungen. Pergamenthaut ist mehr als ein kosmetisches Thema, denn die erhöhte Verletzlichkeit begünstigt Einrisse, Blutergüsse und Wundheilungsprobleme.

Pergamenthaut: Wenn die Haut dünn und verletzlich wird KI-generiertes Bild

Das Wichtigste in Kürze

Pergamenthaut bezeichnet sehr dünne und verletzliche Haut, bei der Gefäße deutlich sichtbar sein können. Typisch sind außerdem Trockenheit, Faltenbildung, blaue Flecken und eine erhöhte Neigung zu Einrissen. Häufig entwickelt sich die Hautfragilität im höheren Lebensalter. Langjährige UV-Belastung und eine längerfristige Behandlung mit Glukokortikoiden können die Hautatrophie zusätzlich fördern.

Regelmäßige rückfettende und feuchtigkeitsspendende Pflege, milde Reinigung, Sonnenschutz und Schutz vor Reibung und Stößen helfen dabei, die Hautbarriere zu unterstützen und Verletzungen vorzubeugen. Bei Hautrissen sollten stark haftende Standardpflaster möglichst vermieden werden. Für fragile Haut eignen sich atraumatische Wundauflagen, beispielsweise mit schonender Silikonhaftung.

Was ist Pergamenthaut?

Pergamenthaut ist keine eigenständige medizinische Diagnose, sondern eine gebräuchliche Bezeichnung für besonders dünne, trockene und verletzliche Haut. Dahinter kann eine Hautatrophie stehen, also eine Rückbildung verschiedener Hautstrukturen. Besonders bei älteren Menschen kann eine ausgeprägte chronische Hautfragilität auch als Dermatoporose bezeichnet werden.

Die Haut wirkt häufig dünn und durchscheinend, feine Falten ziehen sich über die Oberfläche und darunter liegende Blutgefäße können deutlicher sichtbar werden. Gleichzeitig nimmt die Widerstandsfähigkeit gegenüber Reibung, Druck und Scherkräften ab. Schon leichte Stöße können deshalb Blutergüsse oder oberflächliche Einrisse verursachen.

Pergamenthaut hängt eng mit der natürlichen Hautalterung zusammen, ist aber nicht mit jeder Form von Altershaut gleichzusetzen. Trockene und faltige Haut allein bedeutet noch keine ausgeprägte Hautatrophie. Kennzeichnend ist vor allem die deutlich erhöhte Verletzlichkeit der Haut.

Warum wird die Haut überhaupt dünner?

Um zu verstehen, wie dünne Haut entsteht, hilft ein Blick auf ihren Aufbau. Die Oberhaut bildet einen wichtigen Teil der Barriere nach außen. Darunter liegt die Lederhaut mit Kollagen, Elastin und weiteren Bestandteilen der extrazellulären Matrix, die der Haut Festigkeit und Elastizität verleihen. Das Unterhautfettgewebe wirkt zusätzlich als Polster.

Mit zunehmendem Alter verändern sich diese Strukturen. Die Erneuerung der Haut verlangsamt sich, die Lederhaut wird dünner und Zusammensetzung sowie Organisation von Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure verändern sich. Auch die Verbindung zwischen Oberhaut und Lederhaut wird flacher. Dadurch verliert die Haut an mechanischer Belastbarkeit.

Zusätzlich nimmt die Fähigkeit der Haut ab, Feuchtigkeit zu halten, und trockene Haut wird im höheren Alter häufiger. Je nach Körperregion kann auch das polsternde Unterhautfettgewebe abnehmen. In der Summe wird die Haut trockener und gegenüber Reibung und Verletzungen empfindlicher.

Diese Veränderungen entwickeln sich schleichend. Erste altersbedingte Veränderungen beginnen wesentlich früher, eine ausgeprägte Hautfragilität wird jedoch besonders häufig im höheren Lebensalter sichtbar. Eine feste Altersgrenze wie sechzig oder siebzig Jahre gibt es nicht.

Welche Ursachen hat Pergamenthaut? KI-generiertes Bild

Welche Ursachen hat Pergamenthaut?

Die häufigste Grundlage ist die natürliche Hautalterung. Wie stark sich eine ausgeprägte Hautatrophie entwickelt, hängt jedoch von mehreren zusätzlichen Faktoren ab.

Alter und UV-Strahlung

Eine langjährige Belastung durch UV-Strahlung beschleunigt die strukturellen Veränderungen der Haut. Chronisch sonnenexponierte Bereiche wie Unterarme und Handrücken sind deshalb häufig besonders betroffen. UV-Strahlung verändert unter anderem Kollagen, Elastin und weitere Bestandteile des Bindegewebes.

Glukokortikoide

Eine längerfristige Behandlung mit Glukokortikoiden kann die Haut ausdünnen. Das gilt sowohl für systemisch eingenommene Präparate als auch für länger beziehungsweise unsachgemäß angewendete starke Kortisonpräparate auf der Haut. Glukokortikoide können unter anderem die Aktivität von Keratinozyten und Fibroblasten sowie die Kollagenbildung vermindern.

Verordnetes Kortison solltest Du deswegen aber nicht eigenmächtig absetzen. Wenn sich die Haut während einer Behandlung deutlich verändert, sollte die Therapie mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Medikamente und Erkrankungen

Blutgerinnungshemmende Medikamente verursachen die Hautatrophie nicht selbst, können bei bereits fragiler Haut aber dazu führen, dass nach kleinen Verletzungen leichter oder ausgeprägter Blutergüsse entstehen.

Auch Erkrankungen mit dauerhaft erhöhten Glukokortikoidspiegeln, beispielsweise ein Cushing Syndrom, können mit dünner und verletzlicher Haut einhergehen. Mangelernährung und verschiedene chronische Erkrankungen können zusätzlich die Hautgesundheit und Wundheilung beeinträchtigen. Pauschal Erkrankungen wie Diabetes oder Lebererkrankungen als direkte Ursache von Pergamenthaut zu bezeichnen, wäre jedoch zu weitgehend.

Rauchen trägt zur vorzeitigen Hautalterung bei und kann die Gewebeheilung ungünstig beeinflussen. Eine geringe Trinkmenge ist dagegen keine typische Ursache einer dauerhaften Hautatrophie. Bei ausgeprägtem Flüssigkeitsmangel kann die Haut vorübergehend trockener beziehungsweise weniger elastisch erscheinen, dadurch entsteht aber nicht automatisch Pergamenthaut.

Woran erkennt man Pergamenthaut?

Pergamenthaut fällt vor allem durch ihre geringe Dicke und Verletzlichkeit auf. Die Haut kann durchscheinend wirken, sodass Venen und andere Gefäße deutlicher sichtbar werden. Häufig kommen feine Falten, Trockenheit und eine verminderte Elastizität hinzu.

Typisch sind außerdem Blutergüsse nach vergleichsweise kleinen Stößen. Bei ausgeprägter Hautfragilität können durch Reibung oder Scherkräfte oberflächliche Hautrisse entstehen. Solche sogenannten Skin Tears kommen besonders bei älterer und fragiler Haut vor.

Trockene Haut kann außerdem Juckreiz verursachen. Durch häufiges Kratzen steigt bei fragiler Haut wiederum das Risiko für kleine Verletzungen.

Nicht jede trockene oder faltige Altershaut ist automatisch Pergamenthaut. Wenn die Haut ungewöhnlich dünn und verletzlich wird, sehr leicht Blutergüsse entstehen oder häufig Hautrisse auftreten, sollte ein Hautarzt beurteilen, ob eine ausgeprägte Hautatrophie oder eine andere Ursache vorliegt.

Kann sich dünne Haut wieder erholen?

Das hängt von der Ursache ab. Altersbedingte strukturelle Veränderungen der Haut lassen sich nicht vollständig rückgängig machen. Die Haut kann jedoch auch im höheren Alter Kollagen und andere Bestandteile des Bindegewebes bilden. Die Aussage, verloren gegangenes Kollagen könne grundsätzlich nicht mehr neu aufgebaut werden, wäre deshalb zu absolut.

Eine konsequente Pflege kann vor allem die trockene Haut und ihre Barrierefunktion verbessern. Dadurch wird die Haut geschmeidiger und weniger anfällig für Risse. Regelmäßig angewendete feuchtigkeitsspendende und rückfettende Pflege gehört deshalb zu den wichtigsten Maßnahmen bei fragiler Altershaut.

Wenn Medikamente oder eine behandelbare Erkrankung zur Hautatrophie beitragen, kann sich die Haut nach Anpassung der Ursache teilweise erholen. Wie weit das möglich ist, hängt unter anderem von Dauer und Ausprägung der Veränderungen ab.

Wie pflegt man Pergamenthaut richtig?

Die Pflege soll vor allem Trockenheit reduzieren, die Hautbarriere unterstützen und weitere Verletzungen vermeiden.

Sanfte Reinigung

Kurzes Duschen mit lauwarmem Wasser ist für trockene und fragile Haut schonender als langes, heißes Baden oder Duschen. Milde, seifenfreie Waschprodukte sind meist besser geeignet als stark entfettende Seifen. Beim Abtrocknen solltest Du die Haut vorsichtig trocken tupfen und starkes Reiben vermeiden.

Regelmäßiges Eincremen

Rückfettende Pflegeprodukte beziehungsweise Emollienzien helfen, den Wasserverlust über die Haut zu begrenzen und die Barrierefunktion zu unterstützen. Besonders sinnvoll sind Formulierungen, die sowohl Fette als auch feuchtigkeitsbindende Substanzen enthalten.

Glycerin und Urea gehören zu den gut untersuchten Feuchthaltemitteln bei trockener Altershaut. Auch Ceramide können die Hautbarriere unterstützen. Urea kann auf eingerissener, stark gereizter oder entzündeter Haut allerdings brennen, weshalb dort eine mildere Pflege besser verträglich sein kann.

Dexpanthenol kann als Bestandteil von Pflegeprodukten ebenfalls eingesetzt werden. Zusätze wie Aloe vera sind dagegen nicht notwendig, um Pergamenthaut wirksam zu pflegen.

Reizende Produkte vermeiden

Stark parfümierte oder anderweitig reizende Produkte solltest Du bei sehr empfindlicher Haut möglichst vermeiden. „Alkohol“ lässt sich dabei nicht pauschal als ungeeignet einstufen, da sich verschiedene Alkohole in Kosmetikprodukten deutlich unterscheiden. Stark entfettende oder reizende Formulierungen sind jedoch ungünstig.

Die Haut sollte regelmäßig eingecremt werden. Wie oft das nötig ist, richtet sich nach Hautzustand und Produkt. Bei ausgeprägter Trockenheit kann eine Anwendung ein bis zweimal täglich oder häufiger sinnvoll sein. Entscheidend ist eine konsequente und gut verträgliche Pflege.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für die allgemeine Gesundheit wichtig. Mehr zu trinken macht eine bereits atrophische Haut aber nicht wieder dicker. Eine pauschale Trinkmenge von eineinhalb bis zwei Litern lässt sich zudem nicht für jeden Menschen empfehlen, etwa bei bestimmten Herz oder Nierenerkrankungen.

Wie schützt man Pergamenthaut im Alltag? KI-generiertes Bild

Wie schützt man Pergamenthaut im Alltag?

Weil fragile Haut besonders leicht einreißt, ist der Schutz vor Reibung, Scherkräften und Stößen wichtig. Aktuelle Empfehlungen zur Vorbeugung von Skin Tears nennen neben regelmäßiger Hautpflege auch Schutzkleidung und eine möglichst sichere Umgebung.

Schutz vor Stößen und Reibung

Lange Ärmel und Hosen aus weichen Materialien können besonders gefährdete Bereiche wie Unterarme und Schienbeine schützen. Bei Garten oder Hausarbeiten können Handschuhe sinnvoll sein. Kleidung sollte möglichst nicht scheuern oder stark an der Haut ziehen.

Sichere Umgebung

Scharfe Möbelkanten können abgepolstert und Stolperfallen wie lose Teppiche oder Kabel beseitigt werden. Eine gute Beleuchtung und geeignete Hilfsmittel im Bad können helfen, Stürze und damit verbundene Hautverletzungen zu verhindern.

Vorsicht bei Pflege und Bewegung

Kurze und glatte Fingernägel vermindern das Risiko von Kratzverletzungen. Bei der Körperpflege sowie beim An und Ausziehen sollte möglichst wenig an der Haut gezogen oder gerieben werden.

Besonders wichtig ist dies bei Menschen, die Unterstützung bei der Mobilität benötigen. Beim Umlagern sollten geeignete Techniken und Hilfsmittel eingesetzt werden, damit möglichst wenig Reibung und Scherkräfte auf die Haut wirken.

Wie versorgt man Einrisse und Wunden?

Trotz aller Vorsicht kann es bei Pergamenthaut zu Einrissen kommen, die als Skin Tears bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um traumatische Wunden durch Reibung, Scherkräfte oder Zug. Je nach Verletzung können Oberhaut und Lederhaut betroffen sein. Häufig bleibt ein Hautlappen teilweise oder vollständig erhalten. Skin Tears reichen definitionsgemäß nicht durch das Unterhautgewebe hindurch.

Blutung stillen und Wunde reinigen

Bei der Erstversorgung solltest Du eine Blutung zunächst mit sanftem Druck stillen. Anschließend wird die Wunde vorsichtig gereinigt, beispielsweise mit Kochsalzlösung oder einer geeigneten Wundspüllösung. Reiben sollte vermieden werden, damit die empfindliche Haut nicht weiter geschädigt wird.

Ist noch ein Hautlappen vorhanden und sieht dieser durchblutet aus, kann er vorsichtig und ohne Zug möglichst in seine ursprüngliche Position zurückgelegt werden. Dabei darf die Haut nicht gedehnt oder gewaltsam verschoben werden.

Geeignete Wundauflagen

Entscheidend ist eine Wundauflage, die beim Wechsel möglichst wenig zusätzliche Verletzungen verursacht. Stark haftende Standardpflaster, Klebestreifen und trockene Mullauflagen direkt auf der Wunde sind bei fragiler Haut ungünstig.

Gut geeignet können atraumatische Wundkontaktauflagen sein, beispielsweise silikonbeschichtete Auflagen. Welche Wundauflage verwendet wird, hängt auch davon ab, wie stark die Wunde nässt. Silikonverbände können die Heilung von Skin Tears gegenüber nicht silikonbeschichteten, nicht haftenden Auflagen verbessern.

Beim Verbandwechsel sollte die umgebende Haut unterstützt und die Auflage langsam und möglichst flach entfernt werden. Ist ein Hautlappen vorhanden, wird der Verband in dessen Verlaufsrichtung abgenommen, damit er nicht erneut angehoben wird.

Kleine, oberflächliche Einrisse können bei geeigneter Versorgung gut abheilen. Ist die Wunde stärker ausgeprägt, lässt sich die Blutung nicht stoppen, ist sie stark verschmutzt oder treten zunehmende Rötung, Überwärmung, Schwellung, Schmerzen oder Sekret auf, sollte sie fachgerecht beurteilt werden. Grundsätzliche Hinweise findest Du auch in unserem Ratgeber zur Wundversorgung.

Welche medizinischen Behandlungen gibt es?

Für Pergamenthaut gibt es keine Behandlung, die altersbedingt veränderte Haut vollständig in ihren früheren Zustand zurückversetzt. Zunächst sollte geprüft werden, ob behandelbare oder vermeidbare Faktoren zur Hautatrophie beitragen.

Auslöser prüfen

Steht beispielsweise eine längerfristige Behandlung mit Glukokortikoiden im Zusammenhang mit der Hautverdünnung, kann der Arzt prüfen, ob Wirkstoffstärke, Dosis oder Anwendungsdauer angepasst werden können. Verordnete Kortisonpräparate solltest Du jedoch keinesfalls eigenständig reduzieren oder absetzen.

Auch Erkrankungen, die mit einer ausgeprägten Hautatrophie verbunden sein können, sollten entsprechend behandelt werden.

Wirkstoffe gegen Hautatrophie

Für bestimmte äußerlich angewendete Retinoide gibt es Hinweise, dass sie bei lichtgealterter beziehungsweise atrophischer Haut die Epidermis und Bestandteile des Bindegewebes beeinflussen und die Hautdicke erhöhen können. Für die gezielte Behandlung einer ausgeprägten Dermatoporose ist die Datenlage allerdings begrenzt und beruht zum Teil auf kleineren beziehungsweise älteren Studien.

Retinoide können außerdem Trockenheit, Rötung und Reizungen verursachen. Gerade bei sehr fragiler Haut sollte eine solche Behandlung deshalb nur nach dermatologischer Beurteilung erfolgen.

Andere Verfahren, die im ästhetischen Bereich zur Kollagenanregung eingesetzt werden, sind bei ausgeprägter Pergamenthaut nicht automatisch geeignet. Verfahren, die die Haut gezielt verletzen oder stark reizen, können bei sehr fragiler Haut zusätzliche Schäden verursachen und sollten deshalb besonders kritisch geprüft werden.

Manche Menschen interessieren sich außerdem für Kollagen-Supplements. Die Studienlage zu Hautfeuchtigkeit und Elastizität ist widersprüchlich. Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2025 fand in hochwertigen beziehungsweise nicht von der Industrie finanzierten Studien keinen überzeugenden Nutzen gegen Hautalterung. Für die Behandlung einer ausgeprägten Pergamenthaut sind Kollagenpräparate daher nicht etabliert.

Wie kann man Pergamenthaut vorbeugen?

Die natürliche Hautalterung lässt sich nicht verhindern. Einige Faktoren, die eine zusätzliche Hautschädigung und Hautfragilität fördern, lassen sich jedoch beeinflussen.

UV-Strahlung begrenzen

Konsequenter Sonnenschutz über viele Jahre kann die zusätzliche Schädigung von Kollagen und anderen Hautstrukturen durch UV-Strahlung reduzieren. Dazu gehören Schatten, schützende Kleidung und ein geeignetes Sonnenschutzmittel.

Hautbarriere schützen

Milde Reinigung und regelmäßiges Eincremen helfen dabei, Trockenheit zu reduzieren und die Hautbarriere zu erhalten. Starkes Reiben, sehr heißes Wasser und unnötig aggressive Pflegeprodukte sollten bei empfindlicher Haut vermieden werden.

Rauchen vermeiden

Rauchen beschleunigt verschiedene Prozesse der Hautalterung und wirkt sich außerdem ungünstig auf die Wundheilung aus. Ein Rauchstopp ist deshalb auch für die Hautgesundheit sinnvoll.

Medikamente richtig anwenden

Starke kortisonhaltige Cremes sollten nur so lange und so häufig angewendet werden, wie es ärztlich vorgesehen ist. Das gilt besonders an Hautstellen, die ohnehin dünn sind. Eine notwendige Kortisonbehandlung sollte aber nicht aus Angst vor Hautatrophie eigenmächtig beendet werden.

Eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Versorgung mit Nährstoffen unterstützen die allgemeine Gesundheit. Eine bestimmte Ernährung oder besonders hohe Trinkmenge verhindert Pergamenthaut jedoch nicht nachweislich.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ärztlicher Rat ist sinnvoll, wenn die Haut innerhalb kurzer Zeit deutlich dünner und verletzlicher wird oder Veränderungen auftreten, die nicht durch das normale Altern erklärbar erscheinen. Dann sollte geprüft werden, ob Medikamente oder eine Erkrankung dahinterstecken.

Auch häufige oder ungewöhnlich große Blutergüsse ohne nachvollziehbaren Anlass sollten abgeklärt werden, da neben fragiler Haut beispielsweise Medikamente oder Störungen der Blutgerinnung eine Ursache sein können.

Bei wiederkehrenden Hautrissen, schlecht heilenden Wunden, stärkeren Blutungen oder Anzeichen einer Infektion ist ebenfalls eine ärztliche Untersuchung sinnvoll. Das gilt auch bei ausgeprägtem Juckreiz, der zu ständigem Kratzen und weiteren Verletzungen führt.

Der Hautarzt kann den Hautzustand beurteilen, mögliche Ursachen abklären und geeignete Pflege- und Schutzmaßnahmen empfehlen. Über MOOCI findest Du Hautärzte in Deiner Nähe.

Quellen

Karakioulaki, M. (2024): Hautalterung und Dermatoporose – das chronische Hautfragilitätssyndrom. Die Dermatologie, 75(12), 934–941. DOI: 10.1007/s00105-024-05427-3

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Lichterfeld-Kottner, A., El Genedy, M., Lahmann, N. et al. (2020): Maintaining skin integrity in the aged: A systematic review. International Journal of Nursing Studies, 103, 103509. DOI: 10.1016/j.ijnurstu.2019.103509

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Kafi, R., Kwak, H.S.R., Schumacher, W.E. et al. (2007): Improvement of Naturally Aged Skin With Vitamin A (Retinol). Archives of Dermatology, 143(5). DOI: 10.1001/archderm.143.5.606

Myung, S.K., Park, Y. (2025): Effects of Collagen Supplements on Skin Aging: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. The American Journal of Medicine, 138(9), 1264–1277. DOI: 10.1016/j.amjmed.2025.04.034

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Häufige Fragen

Ist Pergamenthaut gefährlich?
Pergamenthaut beziehungsweise ausgeprägte Hautfragilität ist nicht zwangsläufig gefährlich. Sie erhöht jedoch das Risiko für Blutergüsse, Skin Tears und andere Verletzungen. Bei ausgeprägter Dermatoporose können außerdem Wundheilungsprobleme auftreten. Deshalb sind Hautpflege, Verletzungsschutz und eine geeignete Wundversorgung wichtig.
Welche Creme hilft bei Pergamenthaut?
Geeignet sind meist reichhaltige, rückfettende und feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte. Wirkstoffe wie Glycerin, Ceramide oder Urea können trockene Haut unterstützen.
Kann dünne Haut wieder dicker werden?
Das hängt von der Ursache ab. Altersbedingte Veränderungen lassen sich nicht vollständig rückgängig machen. Die Haut ist jedoch weiterhin biologisch aktiv und kann Kollagen und andere Bestandteile neu bilden.
Wie entsteht Pergamenthaut durch Kortison?
Glukokortikoide können bei längerer beziehungsweise hoch dosierter Anwendung die Aktivität verschiedener Hautzellen und die Bildung von Kollagen vermindern. Dadurch können Oberhaut und Lederhaut dünner und verletzlicher werden.
An welchen Körperstellen tritt Pergamenthaut häufig auf?
Ausgeprägte Hautfragilität zeigt sich häufig an chronisch Sonne ausgesetzten und mechanisch belasteten Körperstellen. Typisch sind insbesondere Handrücken, Unterarme und Schienbeine. Dort treten auch Blutergüsse und Hautrisse besonders häufig auf.
Redaktionelle Verantwortung

Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.

Dr. Benjamin Gehl

Dr. Benjamin Gehl

Facharzt für plastische, ästhetische & rekonstruktive Chirurgie

Als Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie liegt die Leidenschaft von Dr. Gehl schon immer im Bereich der medizinischen Contentproduktion. Aufgrund seiner Ausbildung, einer langjährigen Einsatzzeit in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie, sowie zahlreichen Auslandseinsätzen in Indien, Afrika und Amerika weiß er, welche Techniken und Behandlungen für medizinische Indikationen international Anwendung finden und State of the art sind. Weiterhin beschäftigt er sich täglich mit neuen Trends und Techniken in der operativen und nicht-operativen Chirurgie. Fortbildungen sowie Studien zählen genauso zu seiner Leidenschaft wie die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten zu den neuesten fachspezifischen Themen.

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