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Hauttuberkulose

Hauttuberkulose

Wenn die Haut von Tuberkuloseerregern befallen wird, spricht man von einer Hauttuberkulose, einer Infektion.

Dauer
Ca. 6 Monate
Klinik
Je nach Stadium
Ausfallzeit
2-3 Wochen
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Was ist eine Hauttuberkulose?

Unter einer Hauttuberkulose verstehen Mediziner Hautveränderungen, die durch Tuberkuloseerreger verursacht werden. Tuberkuloseerreger können eine unverletzte Haut jedoch nicht durchdringen, daher erfolgt die Erstinfektion in den meisten Fällen durch eine Wunde.

Ärzte unterscheiden grundsätzlich zwischen zehn verschiedenen Formen. Die häufigste Form ist der sogenannte Lupus vulgaris und kann schon im Kindesalter auftreten. Bei dieser Form treten vor allem im Gesicht, aber auch an anderen Körperstellen, braunrote weiche Einlagerungen in der Haut auf. Diese Einlagerungen werden auch Lupusknötchen genannt. Mehrere einzelne Knötchen bilden einen Herd und heilen dann meist in der Mitte schnell ab, bilden jedoch neue Knötchen am Rande des Herds.

Hauttuberkulose - Was versteht die Medizin unter einer Hauttuberkulose?

Wie sehen die Symptome bei einer Hauttuberkulose aus?

Hauttuberkulose - Müdigkeit

Müdigkeit

Hauttuberkulose - Leichtes Fieber

Leichtes Fieber

Hauttuberkulose - Gewichtsverlust

Gewichtsverlust

Hauttuberkulose - Lang andauernde Verdauungsstörungen

Lang andauernde Verdauungsstörungen

Nach einer Infektion lösen diese Erreger in erster Linie eine lokale Entzündungsreaktion aus. Im Anschluss sind die auftretenden Symptome unspezifisch, wie beispielsweise Müdigkeit, leichtes Fieber oder Gewichtsverlust. Aber auch lang andauernde Verdauungsstörungen werden zu den bedeutenden Symptomen gezählt.

Die Krankheit kann anfangs aber auch symptomlos verlaufen, denn die Erreger verbleiben meist schlummernd im Körper. Erst wenn die Immunabwehr nachlässt, kann die Erkrankung ausbrechen und Symptome aufweisen. Bei infizierten Kindern bricht die Erkrankung in den meisten Fällen schon im ersten Jahr nach der Ansteckung aus.

Welche Ursachen hat die Hauttuberkulose?

Die Ursache für eine Hauttuberkulose ist das Bakterium Mycobacterium tuberculosis.
In der Regel wird die Krankheit nicht durch eine Primärinfektion mit dem Erreger Mycobacterium tuberculosis verursacht, sondern sie entspricht meist einer Sekundärinfektion. Hierbei kann die ursprüngliche Infektion mit dem Mycobacterium tuberculosis bereits bis zu mehreren Jahren zurückliegen.

Hauttuberkulose - Welche Ursachen hat die Hauttuberkulose?

Das heißt, entweder sie hat bereits eine Tuberkulose ausgelöst oder sie hat einen symptomlosen und somit unbemerkten Verlauf genommen.
Genau genommen gehen die meisten Hauttuberkulosen von einer bereits im Körper bestehenden Tuberkulose aus, wobei die Erreger entweder über Blut- oder Lymphbahnen in die Haut gelangen. Diese Bakterien können nicht in gesunde Haut eindringen, sondern sie gelangen durch Hautverletzungen in den Körper.

Wie diagnostiziert der Arzt eine Hauttuberkulose?

Die Diagnose einer Hauttuberkulose wird in der Regel blickdiagnostisch gestellt, wobei immer am Anfang der Diagnose ein ausführliches Anamnesegespräch stattfindet. Da die Krankheit jedoch ein typisches Ekzem auf der Haut aufweist, kann der Arzt in der Regel mit bloßem Auge die vorliegende Krankheit diagnostizieren. Zusätzlich werden auch Laboruntersuchungen und Hautabstriche durchgeführt.

Hauttuberkulose - Wie diagnostiziert der Arzt eine Hauttuberkulose?

Wer ist am häufigsten davon betroffen?

In den europäischen Ländern ist die Krankheit nur noch selten anzutreffen. In einigen Entwicklungsländern hingegen tritt die Hauttuberkulose jedoch aufgrund der ungünstigen hygienischen Verhältnisse und der mangelnden medizinischen Versorgung noch häufig auf.
Grundsätzlich kann die körpereigene Immunabwehr die Erreger bekämpfen und sie unschädlich machen. Ist das Immunsystem jedoch geschwächt, so breiten sich die Bakterien im Körper aus und die Krankheit bricht aus.

Vor allem enge Kontaktpersonen von Patienten mit einer ansteckenden Tuberkulose sind häufig davon betroffen. Aber auch Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem, wie beispielsweise Säuglinge, Menschen mit HIV und Drogen- / Alkoholabhängige, können leichter daran erkranken.

Welche Folgen hat die Hauttuberkulose für die Patienten?

Hauttuberkulose - Welche Folgen hat die Hauttuberkulose für die Patienten?

Die Folgen dieser Krankheit sind vor allem ein anhaltendes Krankheitsgefühl mit Fieber, Husten und einer starken Gewichtsabnahme. Bleibt die Infektion unbehandelt, so kann sie auch zum Tode führen. Tuberkulose ist die häufigste zum Tode führende Infektionskrankheit, die allein durch Bakterien hervorgerufen wird.

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Hauttuberkulose - Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Grundsätzlich muss eine aktive Tuberkulose behandelt werden, da sie so sonst tödlich verlaufen kann. In der Regel wird die Hauttuberkulose ausschließlich mit Medikamenten behandelt, die über mehrere Monate eingenommen werden müssen. Nur in seltenen Fällen, wenn sich eine starke Narbenbildung entwickelt hat, muss diese durch eine Hauttransplantation gedeckt werden.

Was muss ich vor einer Behandlung beachten?

Du solltest auf jeden Fall all die Anweisungen des Arztes befolgen, um auch eine erfolgreiche Therapie zu erzielen.

Wie verläuft die Behandlung?

Die Behandlung der Hauttuberkulose erfolgt mit sogenannten Antituberkulotika. Dies sind Arzneistoffe, die den vorliegenden Erreger abtöten. Hierbei werden in der Regel drei bis vier Antituberkulotika miteinander kombiniert und über mehrere Monate eingenommen. Die Behandlungsdauer beträgt mindestens sechs Monate. Auch nach einer Abheilung müssen die Medikamente noch für einige Monate eingenommen werden.
Die regelmäßige Einnahme der Medikamente steht vor allem bei dieser Erkrankung besonders im Vordergrund, um die Tuberkulose überhaupt bekämpfen zu können.

Hauttuberkulose - Wie verläuft die Behandlung?

Was muss ich nach der Behandlung beachten?

Ist durch Hauttuberkulose eine starke instabile Narbenbildung sichtbar, so muss in einigen Fällen Haut zur Deckung des Defektes transplantiert werden. Nach der Hauttransplantation wird die betroffene Region meist ruhig gestellt oder mit besonderen Verbänden verschlossen. Das Transplantat heilt im Normalfall innerhalb von zehn Tagen ein. Danach solltest Du die Narbe regelmäßig mit unparfümierten Salben pflegen. Ergänzend findest Du Informationen zu Narbenbehandlung sowie zur Narbenpflege.

Welche Risiken und Komplikationen können auftreten?

Hauttuberkulose - Welche Risiken und Komplikationen können auftreten?

Bei der Therapie der Hauttuberkulose gibt es grundsätzlich keine Risiken, solange Du die Medikamente regelmäßig einnimmst, kannst Du auch vollständig geheilt werden.
Sollte eine Hauttransplantation notwendig sein, so besteht das Risiko einer Wundinfektion und einer Abstoßung des Transplantates. Außerdem kann es zu Unterblutungen und zu einer unzureichenden Fixierung der angelegten Haut kommen, weshalb eine weitere Transplantation möglich sein kann.

Kann ich die Hauttuberkulose vollständig heilen?

Tuberkulose wird durch den Erreger Mycobacterium tuberculosis verursacht und ist mit Medikamenten heilbar. Vor allem bei ausreichend langer und sachgemäßer medikamentöser Behandlung kann man Hauttuberkulose vollständig heilen. Denn die Gefahr eines Rückfalls ist dann auch gering.

Hauttuberkulose - Kann ich die Hauttuberkulose vollständig heilen? KI-generiertes Bild

Kann ich die Hauttuberkulose vorbeugen?

Hauttuberkulose - Kann ich die Hauttuberkulose vorbeugen?

Es gab zwar einen Tuberkuloseimpfstoff der lange Zeit als Vorbeugungsmaßnahme in Europa eingesetzt wurde, jedoch steht in Österreich keine zugelassene Tuberkuloseschutzimpfung mehr zur Verfügung. Denn die WHO empfiehlt keine Impfung durchzuführen, solange in dem jeweiligen Land das Tuberkuloserisiko unter 0,1 % liegt.
Es gibt keinen wirksamen Schutz gegen Tuberkulosebakterien. Nur wenn die Erkrankten frühzeitig behandelt werden, können weitere Ansteckungen verhindert werden. Daher ist es grundsätzlich wichtig, infizierte Personen schnellstmöglich zu behandeln.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Hauttuberkulose - Kosten

Die Kosten der Behandlung werden vollständig von den Krankenkassen übernommen, solange bei den Patienten ein Aktivitätszeichen der Krankheit vorliegt.

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Häufige Fragen

Was ist eine Hauttuberkulose?
Hauttuberkulose ist eine Hauterkrankung, die durch das Bakterium Mycobacterium tuberculosis verursacht wird. Sie tritt häufig als Folge einer bestehenden Tuberkuloseinfektion auf und kann durch Hautverletzungen in den Körper gelangen.
Wie wird Hauttuberkulose übertragen?
Hauttuberkulose wird durch Kontakt mit Tuberkulosebakterien übertragen, die in der Regel über Hautverletzungen eindringen. Eine direkte Übertragung auf gesunde Haut ist nicht möglich.
Welche Symptome sind typisch für Hauttuberkulose?
Zu den häufigsten Symptomen zählen Müdigkeit, leichtes Fieber, Gewichtsverlust und lang anhaltende Verdauungsstörungen. Anfangs kann die Krankheit auch ohne Symptome verlaufen.
Kann Hauttuberkulose auch ohne Symptome auftreten?
Hauttuberkulose kann tatsächlich symptomlos verlaufen, da die Erreger im Körper inaktiv bleiben und die Krankheit erst bei schwachem Immunsystem ausbrechen kann.
Wer ist besonders gefährdet, an Hauttuberkulose zu erkranken?
Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, wie HIV-Patienten, Drogen- oder Alkoholabhängige sowie enge Kontaktpersonen von Tuberkulosekranken.
Welche Folgen kann eine unbehandelte Hauttuberkulose haben?
Eine unbehandelte Hauttuberkulose kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen, einschließlich chronischen Beschwerden, Gewichtsverlust und in schlimmen Fällen zum Tod.
Wie lange dauert die Behandlung von Hauttuberkulose?
Die Behandlung erfolgt mit Antituberkulotika und dauert mindestens sechs Monate. Eine kontinuierliche Medikamenteneinnahme ist entscheidend für den Heilungsprozess.
Kann Hauttuberkulose vollständig geheilt werden?
Mit einer konsequenten, langfristigen medikamentösen Behandlung ist Hauttuberkulose vollständig heilbar.
Welche Risiken gibt es bei der Behandlung von Hauttuberkulose?
Risiken treten meist bei Hauttransplantationen auf, wie Infektionen, Abstoßung des Transplantates oder unzureichende Heilung. Eine regelmäßige Kontrolle durch den Arzt ist wichtig.
Kann ich Hauttuberkulose vorbeugen?
Es gibt keinen spezifischen Impfstoff gegen Hauttuberkulose. Frühzeitige Diagnosen und Behandlungen verhindern eine Ansteckung und die Ausbreitung der Krankheit.
Redaktionelle Verantwortung

Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.

Dr. med. Kerstin Ortlechner

Dr. med. Kerstin Ortlechner

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Dr. Kerstin Ortlechner ist Fachärztin für Dermatologie mit Zusatzkompetenzen in Allgemein-, Sport- und Notfallmedizin. Nach dem Medizinstudium in Innsbruck und der Facharztausbildung in der Dermatologie am KH Hietzing bei Univ.-Prof. Dr. Andreas Steiner sammelte sie prägende Erfahrungen u. a. bei Dr. Peter Caspari (Plastische Chirurgie, München) und David A. Colbert, M.D. (New York Dermatology Group). 2018 eröffnete sie ihre eigene Praxis in Wien. Ihr Schwerpunkt liegt auf moderner, natürlicher Anti-Aging-Medizin und hautärztlicher Prävention – mit hoher Präzision, Evidenz und einem Blick für Ästhetik.

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Dr. med. Kerstin Ortlechner
Letzte Aktualisierung: 26.09.2026

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