Nicht jede Haut braucht zusätzliches Volumen oder eine gezielte Faltenkorrektur. Manchmal stehen Trockenheit, eine unruhige Hautstruktur und ein fahles Erscheinungsbild im Vordergrund. Genau hier setzen Skinbooster an. Bei der Behandlung wird meist ein weiches Hyaluronsäuregel flächig in die Haut injiziert. Dort bindet die Hyaluronsäure Wasser und kann die Feuchtigkeitsversorgung, die Hautstruktur und die Ausstrahlung verbessern. Das Gesicht soll dadurch nicht verändert, sondern frischer und gleichmäßiger wirken. Skinbooster werden häufig als sanfter Einstieg in die ästhetische Medizin angeboten. Sie werden jedoch oft mit klassischen Hyaluron Fillern, Mesotherapie oder Bio Remodelling verwechselt. In diesem Beitrag erfährst Du, wie Skinbooster wirken, welche Ergebnisse realistisch sind, wie die Behandlung abläuft und wie viele Sitzungen üblicherweise notwendig sind.
Das Wichtigste in Kürze
Skinbooster sind injizierbare Präparate zur Verbesserung der Hautqualität. Häufig enthalten sie unvernetzte oder leicht stabilisierte Hyaluronsäure, der Begriff umfasst inzwischen jedoch auch andere Wirkstoffe und Produktgruppen. Hyaluronsäure Skinbooster können die Feuchtigkeitsversorgung, Hautstruktur und Ausstrahlung verbessern und feine Trockenheitsfältchen mildern. Sie sind jedoch nicht dazu gedacht, ausgeprägtes Volumen aufzubauen, tiefe Falten aufzufüllen oder erschlaffte Haut sichtbar zu liften.
Je nach Präparat umfasst die Aufbauphase häufig zwei bis drei Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen. Wie lange das Ergebnis anhält, hängt vom Produkt und vom Hautzustand ab. Für einzelne Präparate wurde eine verbesserte Hautfeuchtigkeit bis zu neun Monate nach der letzten Behandlung beobachtet. Typische Behandlungszonen sind Gesicht, Hals, Dekolleté und Handrücken. Nach der Injektion können vorübergehend kleine Quaddeln, Rötungen, Schwellungen und Blutergüsse auftreten.
Was sind Skinbooster?
Skinbooster sind injizierbare Präparate, die zur Verbesserung der Hautqualität eingesetzt werden. Viele Produkte enthalten unvernetzte oder leicht stabilisierte Hyaluronsäure. Es gibt jedoch keine einheitliche medizinische Definition des Begriffs. Inzwischen werden auch Präparate mit Polynukleotiden, Aminosäuren oder anderen Wirkstoffen als Skinbooster bezeichnet. Dieser Beitrag konzentriert sich auf Skinbooster mit Hyaluronsäure. Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Bindegewebes und kann Wasser binden. In Skinbooster Präparaten wird sie in kleinen Mengen flächig in die Haut eingebracht. Ein zugelassenes Präparat enthält beispielsweise stabilisierte Hyaluronsäure in einer Konzentration von 20 Milligramm pro Milliliter und wird bevorzugt in die tiefere Dermis injiziert.
Worin unterscheiden sich Skinbooster von klassischen Fillern?
Klassische Hyaluron Filler sind meist stärker vernetzt und besitzen eine höhere Formstabilität. Sie werden verwendet, um Volumen aufzubauen, Falten gezielt anzuheben oder Konturen zu verändern. Skinbooster sind in der Regel weicher und werden flächiger verteilt. Ihr Ziel ist vor allem eine Verbesserung der Hautqualität. Abhängig vom verwendeten Gel und der injizierten Menge kann zwar eine leichte Aufpolsterung entstehen, ein ausgeprägter Volumenaufbau ist jedoch nicht vorgesehen.
Die pauschale Aussage, Skinbooster seien immer unvernetzt, ist nicht korrekt. Einige Präparate enthalten stabilisierte oder leicht vernetzte Hyaluronsäure, damit der Wirkstoff länger im Gewebe verbleibt.
Welche weiteren Inhaltsstoffe können enthalten sein?
Je nach Produkt kann Hyaluronsäure mit Lidocain, Glycerin, Aminosäuren, Vitaminen oder anderen Bestandteilen kombiniert sein. Die Zusammensetzung ist nicht bei allen Skinboostern gleich. Lass Dir deshalb vor der Behandlung erklären, welches Präparat verwendet wird, welche Inhaltsstoffe es enthält und für welche Körperregionen es vorgesehen ist. Begriffe wie Glow Booster oder Beauty Booster sagen allein wenig über die tatsächliche Zusammensetzung aus.
Wie wirken Skinbooster auf die Haut?
Hyaluronsäure Skinbooster binden Wasser im Gewebe und sollen dadurch den Feuchtigkeitshaushalt der Haut verbessern. Gut durchfeuchtete Haut kann glatter, geschmeidiger und gleichmäßiger wirken. Feine Linien, die vor allem durch Trockenheit auffallen, können dadurch weniger sichtbar werden. Eine systematische Übersichtsarbeit fand Hinweise darauf, dass injizierbare Hyaluronsäure verschiedene Merkmale der Hautqualität verbessern kann. Dazu gehörten unter anderem Feuchtigkeit, Festigkeit, Helligkeit und Hautstruktur. Die eingeschlossenen Studien unterschieden sich jedoch deutlich bei Produkten, Methoden und Messverfahren.
Verbessern Skinbooster auch die Elastizität?
Für einzelne Skinbooster Präparate wurden Verbesserungen der Hautelastizität und Hautstruktur beschrieben. In den klinischen Daten eines stabilisierten Hyaluronsäuregels waren entsprechende Veränderungen bis zu sechs Monate nach der ersten Behandlung nachweisbar. Die Ergebnisse sind allerdings nicht in allen Untersuchungen gleich. Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2025 bestätigte Verbesserungen der Feuchtigkeit und Ausstrahlung, fand insgesamt jedoch keine statistisch eindeutige Verbesserung der Elastizität. Die Wirkung darf deshalb nicht pauschal für jedes Präparat und jeden Patienten versprochen werden.
Was können Skinbooster nicht leisten?
Skinbooster ersetzen keine Volumenbehandlung. Sie können keine eingefallenen Wangen aufbauen, keine Kieferlinie formen und keine tiefen Falten vollständig auffüllen. Auch bei einer deutlichen Hauterschlaffung ist keine mit einem Lifting vergleichbare Straffung zu erwarten. In solchen Fällen können je nach Befund klassische Filler, Biostimulatoren, energiebasierte Verfahren oder operative Behandlungen besser geeignet sein. Das Ziel einer Skinbooster Behandlung ist eine dezente Verbesserung der Hautqualität. Die Gesichtszüge sollen dabei grundsätzlich unverändert bleiben.
Für welche Zonen eignen sich Skinbooster?
Welche Bereiche behandelt werden dürfen, hängt vom Präparat und von seiner jeweiligen Zulassung ab. Nicht jeder Skinbooster ist für alle Körperregionen vorgesehen.
Skinbooster im Gesicht
Häufig werden die Wangen und seitlichen Gesichtsbereiche behandelt. Dort können Skinbooster bei trockener, fahler oder ungleichmäßig wirkender Haut sowie bei feinen Trockenheitslinien eingesetzt werden. Ein stabilisiertes Hyaluronsäurepräparat ist beispielsweise zur Verbesserung der Hautglätte, des Erscheinungsbildes und der Elastizität im unteren Wangenbereich und an der Kieferlinie vorgesehen. Eine Behandlung an Stirn, Nase oder rund um die Augen ist nicht automatisch für jedes Produkt geeignet. Besonders in der Augenregion können dünne Haut und eine Neigung zu Wassereinlagerungen sichtbare Unebenheiten oder länger anhaltende Schwellungen begünstigen.
Hals, Dekolleté und Hände
Je nach Produkt und ärztlicher Beurteilung können auch Hals, Dekolleté und Handrücken behandelt werden. Ziel ist dort meist eine Verbesserung von Trockenheit, feinen Knitterfältchen und unruhiger Hautstruktur. Für einzelne Präparate ist die Anwendung an den Handrücken ausdrücklich vorgesehen. Andere Behandlungen außerhalb der zugelassenen Regionen können eine Anwendung außerhalb der Produktzulassung darstellen und sollten entsprechend erklärt werden.
Kombination mit anderen Behandlungen
Skinbooster können Teil eines umfassenderen Behandlungsplans sein. Sie lassen sich beispielsweise mit Hyaluron Fillern, Botulinumtoxin oder bestimmten energiebasierten Verfahren kombinieren. Reihenfolge und zeitliche Abstände müssen jedoch sorgfältig geplant werden. Nach Laserbehandlungen, chemischen Peelings oder anderen Verfahren, die eine aktive Hautreaktion auslösen, sollte die Haut vollständig abgeheilt sein. Andernfalls kann das Risiko für eine Entzündungsreaktion steigen.
Wie läuft die Behandlung ab?
Vor der Behandlung beurteilt der Arzt den Hautzustand und bespricht mit Dir, welche Veränderungen realistisch erreichbar sind. Außerdem werden Vorerkrankungen, Allergien, Medikamente und frühere ästhetische Behandlungen erfasst.
Die Haut wird gründlich gereinigt und desinfiziert. Je nach Präparat, Behandlungsregion und persönlicher Schmerzempfindlichkeit kann vorher eine betäubende Creme verwendet werden. Einige Skinbooster enthalten bereits das örtliche Betäubungsmittel Lidocain.
Bei einer zusätzlichen Betäubung muss berücksichtigt werden, wie viel Lidocain insgesamt verabreicht wird. Sehr hohe Dosierungen können das Nervensystem und die Herzfunktion beeinträchtigen.
Das Präparat wird je nach Technik über viele kleine Einstiche oder mit einer stumpfen Kanüle in der Haut verteilt. Bei klassischen Mikroinjektionen entstehen zahlreiche kleine Depots. Andere Techniken verteilen das Gel über weniger Zugangspunkte.
Ein Skinbooster mit stabilisierter Hyaluronsäure wird bevorzugt in die tiefere Schicht der Dermis injiziert. Eine zu oberflächliche Platzierung oder eine zu große Menge an einer Stelle kann sichtbare Erhebungen und tastbare Unebenheiten verursachen.
Die eigentliche Injektion dauert je nach Region und Technik häufig etwa 15 bis 30 Minuten. Wird vorher eine Betäubungscreme aufgetragen, verlängert sich der gesamte Termin entsprechend.
Was ist nach der Behandlung zu beachten?
Nach der Injektion können kleine Quaddeln oder Erhebungen an den Einstichstellen sichtbar sein. Auch Rötungen, leichte Schwellungen, Druckempfindlichkeit und kleine Blutergüsse sind möglich. Die Unebenheiten gehen häufig innerhalb weniger Stunden oder Tage zurück. Wie schnell dies geschieht, hängt von der Injektionstiefe, dem Präparat, der verwendeten Menge und der behandelten Region ab. Plane die Behandlung nicht unmittelbar vor einer Hochzeit, einem Fototermin oder einem anderen wichtigen Anlass. Auch bei einem unkomplizierten Verlauf können sichtbare Einstichstellen und Blutergüsse mehrere Tage bestehen.
Berühre oder massiere die behandelte Haut nur, wenn der Arzt dies ausdrücklich empfiehlt. Make-up sollte erst aufgetragen werden, wenn die Einstichstellen geschlossen sind und die Praxis es freigibt. Starke Sonne, Solarium, Sauna und extreme Temperaturen solltest Du vermeiden, bis Rötungen und Schwellungen abgeklungen sind. Auch mit intensivem Sport solltest Du warten, bis sich die Haut beruhigt hat. Peelings, Retinoide und andere reizende Wirkstoffe können rund um die Behandlung pausiert werden. Wie lange die Pause dauern sollte, hängt vom Hautzustand und vom verwendeten Produkt ab.
Wie viele Sitzungen sind nötig und wie lange hält das Ergebnis?
Die Anzahl der Sitzungen ist vom Präparat und vom Behandlungsziel abhängig. Eine allgemeingültige Skinbooster Kur gibt es nicht. Bei einem verbreiteten stabilisierten Hyaluronsäurepräparat werden drei Behandlungen im Abstand von jeweils vier Wochen empfohlen. Andere Produkte sehen zwei Sitzungen, größere Abstände oder nur eine Behandlung vor.
Die Aussage, jeder Skinbooster benötige grundsätzlich zwei bis drei Sitzungen, wäre deshalb zu pauschal. Maßgeblich ist das Behandlungsprotokoll des konkret verwendeten Produkts.
Wann zeigt sich das Ergebnis?
Eine erste Veränderung kann nach der Behandlung durch die zusätzliche Feuchtigkeit und leichte Aufpolsterung sichtbar werden. Das Ergebnis entwickelt sich anschließend über die folgenden Wochen weiter. Da Verbesserungen der Hautqualität oft dezent sind, können Vergleichsfotos unter gleichbleibenden Lichtbedingungen hilfreich sein. Im täglichen Spiegelbild werden langsame Veränderungen häufig weniger deutlich wahrgenommen.
Wie lange halten Skinbooster?
Die Haltbarkeit hängt vom Präparat, der behandelten Region, dem Hautzustand und dem individuellen Stoffwechsel ab. Für ein stabilisiertes Hyaluronsäurepräparat wurden Verbesserungen der Hautelastizität und Hautstruktur bis zu sechs Monate nach Beginn der Behandlung dokumentiert. Der Hersteller empfiehlt abhängig vom Ergebnis und den persönlichen Wünschen häufig eine Auffrischung nach etwa sechs Monaten. Andere Untersuchungen beschreiben bei bestimmten Produkten Effekte über längere Zeiträume. Eine allgemeine Haltbarkeit von vier bis neun Monaten lässt sich jedoch nicht auf jeden Skinbooster übertragen.
Wann sollte die Behandlung vor einem wichtigen Anlass beginnen?
Bei einer Aufbauphase aus mehreren Sitzungen solltest Du mehrere Monate Vorlauf einplanen. Besteht das Protokoll beispielsweise aus drei Terminen im Abstand von vier Wochen, dauert allein die Behandlungsserie etwa zwei Monate. Zusätzlich sollte ausreichend Abstand zwischen der letzten Sitzung und dem wichtigen Termin liegen, damit mögliche Schwellungen und Blutergüsse vollständig abklingen können. Der genaue Beginn richtet sich nach dem verwendeten Produkt und Deinem persönlichen Behandlungsplan. Eine konsequente Hautpflege mit Sonnenschutz kann dazu beitragen, die Hautqualität langfristig zu erhalten. Sie ersetzt die Wirkung der Injektion nicht, bleibt aber unabhängig von Skinboostern ein wesentlicher Bestandteil der Hautpflege.
Was unterscheidet Skinbooster von Fillern und Bio Remodelling?
Skinbooster, klassische Hyaluronfiller und Präparate für das Bio Remodelling können Hyaluronsäure enthalten. Sie unterscheiden sich jedoch bei ihrer Zusammensetzung, der Injektionstechnik und dem gewünschten Ergebnis.
Die Grenzen zwischen den Bezeichnungen sind nicht immer eindeutig. Besonders die Begriffe Skinbooster und Bio Remodelling werden von Herstellern und Praxen teilweise unterschiedlich verwendet. Deshalb ist der Name der Behandlung weniger aussagekräftig als das konkrete Präparat, seine Zusammensetzung und das vorgesehene Anwendungsgebiet.
Unterschied zu klassischen Hyaluronfillern
Klassische Hyaluronfiller bestehen meist aus stärker vernetzter und formstabiler Hyaluronsäure. Sie werden gezielt in bestimmte Gewebeschichten injiziert, um Volumen aufzubauen, Falten anzuheben oder Konturen zu verändern.
Skinbooster sind in der Regel weicher und werden flächiger verteilt. Ihr Ziel ist vor allem eine Verbesserung der Feuchtigkeit, Hautstruktur und Ausstrahlung. Einige Präparate enthalten unvernetzte Hyaluronsäure, andere eine leicht vernetzte oder stabilisierte Form. Die pauschale Aussage, Skinbooster seien immer unvernetzt, ist daher nicht korrekt. Ein verbreitetes Produkt enthält beispielsweise stabilisierte Hyaluronsäure und ist ausdrücklich zur Verbesserung der Hautqualität vorgesehen.
Skinbooster sind nicht für einen ausgeprägten Volumenaufbau gedacht. Je nach Präparat und injizierter Menge kann trotzdem eine leichte Aufpolsterung entstehen. Für eingefallene Wangen, eine stärkere Konturierung oder tiefe Falten ist meist ein klassischer Filler besser geeignet.
Unterschied zum Bio Remodelling
Auch beim Bio Remodelling werden Hyaluronsäurepräparate verwendet, die nicht primär zum Aufbau von Volumen vorgesehen sind. Häufig handelt es sich um thermisch stabilisierte Verbindungen aus Hyaluronsäure mit unterschiedlichem Molekulargewicht.
Diese Präparate werden oft an wenigen festgelegten Punkten injiziert und verteilen sich anschließend im Gewebe. Das Behandlungsziel umfasst neben der Feuchtigkeitsversorgung auch eine Verbesserung der Hautstruktur und Gewebefestigkeit. Wie stark diese Effekte tatsächlich ausfallen, hängt vom Präparat und vom individuellen Befund ab.
Bio Remodelling ist keine eindeutig abgegrenzte medizinische Produktklasse. Teilweise werden entsprechende Präparate auch als Skinbooster bezeichnet. Eine gute Beratung erklärt deshalb, welches Produkt verwendet wird, wie es injiziert wird und welches Ergebnis realistisch zu erwarten ist.
Unterschied zu Biostimulatoren
Biostimulatoren wie Poly-L-Milchsäure oder Calcium-Hydroxylapatit regen das Gewebe gezielt zur Bildung von neuem Kollagen an. Ihr Schwerpunkt liegt auf einem längerfristigen Aufbau von Struktur und Festigkeit. Skinbooster mit Hyaluronsäure wirken vor allem über die Bindung von Wasser und die Verbesserung der Hautqualität. Eine zusätzliche biologische Wirkung auf das Gewebe ist je nach Präparat möglich, sie ist aber nicht mit der stärkeren Kollagenstimulation klassischer Biostimulatoren gleichzusetzen.
Skinbooster, Filler und Biostimulatoren können innerhalb eines Behandlungsplans miteinander kombiniert werden. Sie ersetzen einander jedoch nicht, da sie unterschiedliche Ebenen und Ursachen behandeln.
Für wen eignen sich Skinbooster?
Skinbooster eignen sich vor allem für Menschen mit trockener, fahler oder unruhig wirkender Haut. Auch feine Trockenheitslinien und eine nachlassende Geschmeidigkeit können sich durch eine bessere Feuchtigkeitsversorgung mildern. Die Behandlung kommt infrage, wenn Du eine dezente Auffrischung wünschst, ohne Volumen oder Gesichtskonturen deutlich zu verändern. Ein bestimmtes Mindestalter gibt es dafür nicht. Entscheidend sind der Hautzustand und das Behandlungsziel, nicht das Geburtsdatum.
Welche Hautprobleme lassen sich behandeln?
Hyaluronsäure Skinbooster können insbesondere bei folgenden Veränderungen eingesetzt werden:
- Trockene und feuchtigkeitsarme Haut kann geschmeidiger wirken
- Feine Linien können weniger auffallen, wenn sie hauptsächlich durch Trockenheit entstehen
- Auch Hautstruktur und Ausstrahlung können sich verbessern
Eine aktuelle Metaanalyse bestätigt vor allem Verbesserungen der Hautfeuchtigkeit und Ausstrahlung. Für eine allgemeine Verbesserung der Elastizität waren die Ergebnisse dagegen nicht eindeutig. Ein straffender Effekt sollte deshalb nicht für jeden Patienten versprochen werden.
Je nach Präparat können neben dem Gesicht auch Hals, Dekolleté und Handrücken behandelt werden. Ob eine Region geeignet ist, richtet sich nach der jeweiligen Produktzulassung und der ärztlichen Beurteilung.
Wann sind Skinbooster weniger sinnvoll?
Bei ausgeprägtem Volumenverlust, tiefen Falten oder deutlich erschlaffter Haut reichen Skinbooster meist nicht aus. In diesen Fällen können klassische Filler, Biostimulatoren, energiebasierte Verfahren oder eine operative Behandlung besser geeignet sein. Auch direkt vor einem wichtigen Termin ist die Behandlung ungünstig. Einstichstellen, Schwellungen oder Blutergüsse können mehrere Tage sichtbar bleiben.
Wann sollte nicht behandelt werden?
Bei einer aktiven Entzündung, Infektion, einem Ausschlag oder offenen Hautstellen im Behandlungsgebiet muss der Termin verschoben werden. Auch eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Hyaluronsäure, Lidocain oder andere Bestandteile des Präparats kann gegen die Behandlung sprechen.
Während der Schwangerschaft und Stillzeit werden Skinbooster normalerweise nicht eingesetzt, da ihre Sicherheit in diesen Lebensphasen nicht ausreichend untersucht wurde. Bei Blutgerinnungsstörungen, Autoimmunerkrankungen, einer immunsuppressiven Behandlung oder früheren schweren Reaktionen auf Filler ist eine individuelle ärztliche Abklärung erforderlich.
Welche Risiken gibt es bei Skindboostern?
Skinbooster sind Injektionsbehandlungen und damit nicht risikofrei. Die Bezeichnung als sanfte oder oberflächliche Behandlung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Hyaluronsäure mit einer Nadel oder Kanüle in das Gewebe eingebracht wird.
Zu den üblichen vorübergehenden Begleiterscheinungen gehören kleine Quaddeln, Rötungen, Schwellungen, Druckempfindlichkeit und Blutergüsse. Sie gehen meist innerhalb einiger Tage zurück. Je nach Präparat, Injektionstiefe und behandelter Region können einzelne Erhebungen länger sichtbar oder tastbar bleiben. Besonders dünne Haut und eine zu oberflächliche Injektion können Unebenheiten begünstigen.
Knötchen, Infektionen und Entzündungen
Seltener können länger anhaltende Papeln, Knötchen oder entzündliche Reaktionen entstehen. Auch Infektionen sind möglich, insbesondere wenn die Haut nicht ausreichend desinfiziert wird oder die behandelten Stellen anschließend häufig berührt werden.
Verzögerte Entzündungsreaktionen können auch erst Wochen oder Monate nach einer Hyaluronsäurebehandlung auftreten. Solche Beschwerden sollten ärztlich untersucht und nicht eigenständig massiert oder behandelt werden.
Gefäßverschlüsse als seltene Komplikation
Wie bei anderen Hyaluronsäure Injektionen kann das Präparat versehentlich in ein Blutgefäß gelangen oder ein Gefäß beeinträchtigen. Das Risiko ist bei kleinen Mengen und einer oberflächlichen Technik geringer, aber nicht ausgeschlossen.
Mögliche Folgen sind Durchblutungsstörungen, Hautschäden und Narben. Bei Injektionen im Gesicht sind in sehr seltenen Fällen dauerhafte Sehstörungen, Erblindung oder ein Schlaganfall möglich. Ungewöhnlich starke Schmerzen, eine blasse oder fleckige Haut sowie Sehstörungen sind Warnzeichen, die sofort medizinisch behandelt werden müssen.
Hyaluronsäure kann grundsätzlich mit Hyaluronidase abgebaut werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Komplikation vollständig rückgängig gemacht werden kann. Besonders bei einer Gefäßkomplikation zählt eine sofortige fachgerechte Behandlung.
Wer darf Skinbooster spritzen?
In Österreich zählt die Behandlung mit Skinboostern und Hyaluronsäure zum Bereich der ästhetischen Medizin. Sie sollte von einem Arzt mit entsprechender Ausbildung und Erfahrung durchgeführt werden. Die Österreichische Ärztekammer führt Skinbooster und Hyaluronsäure Unterspritzungen ausdrücklich als ästhetisch medizinische Behandlungen.
In Deutschland dürfen neben Ärzten grundsätzlich auch Heilpraktiker Hyaluronsäure injizieren. Eine kosmetische Ausbildung allein berechtigt jedoch nicht zu medizinischen Injektionen. Aus Sicherheitsgründen ist ein Arzt mit Erfahrung in ästhetischen Injektionen und im Umgang mit Gefäßkomplikationen die bessere Wahl.
In der Schweiz dürfen typische Filler und Skinbooster von Ärzten oder entsprechend qualifiziertem medizinischem Personal angewendet werden. Erfolgt die Behandlung nicht durch einen Arzt, gelten je nach Produkt eine direkte ärztliche Aufsicht und Verantwortung. Zusätzlich müssen die Gebrauchsanweisung des Herstellers und die kantonalen Vorschriften eingehalten werden. Eine rein kosmetische Ausbildung reicht für übliche Hyaluronsäurepräparate in der Regel nicht aus.
Was kosten Skinbooster?
Die Kosten hängen vom Präparat, der verwendeten Menge, der behandelten Region und der Anzahl der notwendigen Sitzungen ab. Gesicht, Hals und Dekolleté benötigen beispielsweise unterschiedliche Materialmengen.
In Österreich bewegen sich die Preise oftmals zwischen etwa 250 und 500 Euro pro Sitzung. Einzelne Angebote beginnen darunter, während größere Regionen oder höherpreisige Präparate mehr kosten können.
In Deutschland bewegen sich die Preise häufig zwischen etwa 250 und 500 Euro pro Sitzung. Werden mehrere Ampullen oder verschiedene Regionen behandelt, können die Kosten entsprechend höher ausfallen.
In der Schweiz bewegen sich die Preise oftmals zwischen etwa 400 und 800 Schweizer Franken pro Sitzung. Einige Praxen bieten Aufbaukuren als Paket an. Je nach Produkt, Region und Materialmenge kann der Preis auch darüber liegen.
Wie hoch sind die Gesamtkosten?
Besteht die Aufbauphase aus zwei bis drei Behandlungen, bewegen sich die Gesamtkosten in Österreich und Deutschland häufig zwischen etwa 500 und 1.500 Euro. In der Schweiz kann eine entsprechende Serie etwa 800 bis 2.400 Schweizer Franken kosten.
Nicht jedes Präparat benötigt dieselbe Anzahl an Behandlungen. Manche Produkte werden einmal, andere zwei oder drei Mal im Abstand von mehreren Wochen injiziert. Lass Dir deshalb vor Beginn einen vollständigen Behandlungsplan mit allen erwartbaren Kosten erstellen.
Da Skinbooster normalerweise aus ästhetischen Gründen eingesetzt werden, müssen die Kosten in der Regel selbst getragen werden. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt rein kosmetische Behandlungen normalerweise nicht.
Beim Preisvergleich sollten nicht nur die Materialkosten berücksichtigt werden. Wichtig sind außerdem eine ärztliche Beratung, ein zugelassenes und eindeutig benanntes Präparat, sterile Arbeitsbedingungen, eine angemessene Nachsorge und ein klarer Plan für mögliche Komplikationen.
Quellen
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