Du wählst Land, Geschlecht und Dein Alter in vollendeten Jahren. Der Rechner zeigt Deine fernere Lebenserwartung, das daraus folgende durchschnittliche Sterbealter und den Anteil Deiner Altersgruppe, der laut Sterbetafel 80, 90 und 95 Jahre erreicht.
Das Wichtigste in Kürze
Der Rechner liest Deine fernere Lebenserwartung aus den aktuellen amtlichen Sterbetafeln ab. Das Ergebnis ist ein Durchschnitt für alle Menschen Deines Alters und Geschlechts in Deinem Land, keine persönliche Vorhersage.
Lebensstil, Vorerkrankungen und Gene fließen bewusst nicht in die Rechnung ein. Für solche Zuschläge und Abzüge gibt es keine Formel, die für einzelne Menschen verlässlich wäre.
Mit jedem gelebten Jahr steigt das statistisch erwartete Sterbealter, weil Risiken früherer Lebensjahre bereits überstanden sind. Deshalb erhält eine 65-jährige Person ein höheres Ergebnis als ein Neugeborenes.
Für gesundes Altern zählt neben der Zahl der Lebensjahre vor allem, wie viele davon ohne Krankheit und Einschränkung verbracht werden. Diese Gesundheitsspanne lässt sich durch Vorsorge und Lebensstil eher beeinflussen als die Gene.
Ein Lebenserwartung-Rechner beantwortet scheinbar eine einfache Frage: Wie alt werde ich? Die ehrliche Antwort lautet, dass sich das für einen einzelnen Menschen nicht berechnen lässt, wohl aber für eine Gruppe. Dieser Rechner nutzt deshalb ausschließlich die amtlichen Sterbetafeln der Statistikbehörden in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Viele Lebenserwartungsrechner im Netz zählen für Rauchen, Sport oder Ernährung Jahre hinzu oder ziehen sie ab, ohne dass diese Zuschläge für Einzelpersonen geprüft sind. Hier stehen die Einflussfaktoren im Text, mit den Studien, auf denen sie beruhen, aber ohne Scheinpräzision. Wie entsteht eine Sterbetafel, was bedeutet Dein Ergebnis, und welche Faktoren beeinflussen Lebensspanne und Gesundheitsspanne tatsächlich?
Was ist die Lebenserwartung und was zeigt ein Lebenserwartung-Rechner?
Die Lebenserwartung ist eine statistische Kennzahl. Sie gibt an, wie viele Jahre Menschen eines bestimmten Alters im Durchschnitt noch leben würden, wenn die Sterblichkeitsverhältnisse eines Beobachtungszeitraums dauerhaft gleich blieben. Ein Lebenserwartung-Rechner liest diesen Wert für Dein Alter, Dein Geschlecht und Dein Land aus einer Tabelle ab.
Das Statistische Bundesamt (Destatis) betont in seiner Mitteilung vom Juli 2026 ausdrücklich, dass die Lebenserwartung bei Geburt keine Prognose für heute geborene Kinder ist. Sie beschreibt, wie lange Neugeborene im Durchschnitt leben würden, wenn die heutigen Überlebensbedingungen ihr ganzes Leben lang gälten. Dasselbe gilt für jede andere Altersstufe.
Was bedeutet fernere Lebenserwartung?
Die fernere Lebenserwartung ist die durchschnittliche Zahl weiterer Lebensjahre ab einem bestimmten Alter. Laut der Sterbetafel 2023/2025 von Destatis, veröffentlicht im Juli 2026, haben 65-jährige Männer in Deutschland noch 18,0 Jahre und 65-jährige Frauen noch 21,1 Jahre vor sich. Addiert man Alter und fernere Lebenserwartung, ergibt sich das durchschnittliche Sterbealter dieser Gruppe.
Bei Geburt beträgt die Lebenserwartung nach derselben Sterbetafel 78,8 Jahre für Jungen und 83,4 Jahre für Mädchen. Dass die 65-Jährigen ein höheres durchschnittliches Sterbealter erreichen, ist kein Widerspruch, sondern eine Folge der überstandenen Risiken früherer Jahre.
Worin unterscheiden sich Periodensterbetafel und Generationensterbetafel?
Eine Periodensterbetafel beschreibt die Sterblichkeit eines kurzen Zeitraums, etwa der Jahre 2023 bis 2025, als Momentaufnahme. Sie enthält keine Annahmen über die Zukunft. Steigt die Lebenserwartung weiter, unterschätzt die Periodentafel die tatsächliche Lebensdauer heute lebender Menschen.
Eine Kohortensterbetafel, auch Generationensterbetafel genannt, verfolgt dagegen einen Geburtsjahrgang über sein ganzes Leben. Für noch lebende Jahrgänge muss sie die künftige Sterblichkeit schätzen und arbeitet daher mit Annahmen, die Destatis in mehr als einer Variante durchrechnet. Der Rechner nutzt die Periodentafeln, weil sie gemessene Daten ohne Annahmen über die Zukunft enthalten und für alle drei Länder vergleichbar vorliegen.
Wie kann man die Lebenserwartung berechnen?
Die Lebenserwartung lässt sich nicht aus einer einfachen Formel berechnen, sondern aus einer Sterbetafel. Dafür setzen die Statistikbehörden die Zahl der Gestorbenen jedes Altersjahres ins Verhältnis zur Bevölkerung dieses Alters. Der Rechner übernimmt die fertigen Tabellenwerte und rechnet nichts hinzu.
Wie entsteht eine Sterbetafel?
Aus den Geburts- und Sterbedaten sowie der Bevölkerung jedes Alters ergibt sich die Sterbewahrscheinlichkeit, also der Anteil der Menschen eines Alters, der vor dem nächsten Geburtstag stirbt. Mit diesen Sterbe- und Überlebenswahrscheinlichkeiten wird eine gedachte Gruppe von 100.000 Neugeborenen Jahr für Jahr durch das Leben geführt. So entsteht die Zahl der Überlebenden in jedem Alter.
Aus den Überlebenden lässt sich ableiten, wie viele Lebensjahre die Gruppe ab einem bestimmten Alter insgesamt noch verbringt. Teilt man diese Summe durch die Zahl der Überlebenden in diesem Alter, erhält man die fernere Lebenserwartung. Destatis veröffentlicht vollständige Tafeln standardmäßig für Dreijahreszeiträume, um zufällige Schwankungen einzelner Jahre auszugleichen.
Welche Daten nutzt der Rechner für Deutschland, Österreich und die Schweiz?
Für Deutschland nutzt der Rechner die Sterbetafel 2023/2025 von Destatis, veröffentlicht am 7. Juli 2026. Für das einzelne Jahr 2025 meldete Destatis gleichzeitig neue Höchstwerte von 79,1 Jahren bei Männern und 83,6 Jahren bei Frauen; die Dreijahrestafel liegt etwas darunter, weil sie auch die Jahre 2023 und 2024 enthält.
Für Österreich nutzt der Rechner die ausführliche Sterbetafel 2025 von Statistik Austria, erstellt im September 2026. Sie weist eine Lebenserwartung bei Geburt von 80,1 Jahren für Männer und 84,6 Jahren für Frauen aus; Männer überschritten damit laut Statistik Austria erstmals die Schwelle von 80 Jahren.
Für die Schweiz nutzt der Rechner die vollständige jährliche Sterbetafel 2024 des Bundesamts für Statistik (BFS), veröffentlicht im September 2025, mit 82,4 Jahren für Männer und 85,9 Jahren für Frauen bei Geburt. Für 2025 meldete das BFS im April 2026 provisorische Werte von 82,7 und 86,3 Jahren; die vollständige Tafel 2025 wird übernommen, sobald sie erscheint.
Wie sieht ein Rechenbeispiel aus?
Nimm als Beispiel einen 45-jährigen Mann in Deutschland. Laut Sterbetafel 2023/2025 von Destatis beträgt seine fernere Lebenserwartung 35,2 Jahre, das durchschnittliche Sterbealter seiner Altersgruppe liegt also bei 80,2 Jahren. Von 100.000 gedachten neugeborenen Jungen leben laut Tafel im Alter von 45 noch 97.391.
Im Alter von 90 sind es laut derselben Tafel noch 19.742. Teilt man 19.742 durch 97.391, ergibt sich, dass rund 20 Prozent der heute 45-jährigen Männer 90 Jahre alt würden, wenn die Sterblichkeit der Jahre 2023 bis 2025 gleich bliebe. Der Rechner zeigt diesen Anteil zusätzlich für 80 und 95 Jahre.
Was bedeutet das Ergebnis des Lebenserwartung-Rechners?
Das Ergebnis des Lebenserwartung-Rechners ist der Mittelwert einer großen Gruppe. Ein Teil der Gruppe stirbt deutlich früher, ein anderer Teil wird deutlich älter. Für Deine persönliche Lebensdauer ist der Wert eine grobe statistische Orientierung, keine individuelle Erwartung.
Warum steigt das erwartete Sterbealter mit dem Alter?
In der Lebenserwartung bei Geburt sind alle Todesfälle enthalten, auch die in der frühen Kindheit, im jungen Erwachsenenalter und im mittleren Alter. Wer ein bestimmtes Alter erreicht hat, ist von diesen Risiken nicht mehr betroffen. Deshalb liegt das durchschnittliche Sterbealter einer älteren Person höher als die Lebenserwartung bei Geburt.
Im Beispiel der Sterbetafel 2023/2025 von Destatis liegt das durchschnittliche Sterbealter eines neugeborenen Jungen bei 78,8 Jahren, das eines 65-jährigen Mannes bei 83,0 Jahren. Das ist eine Eigenschaft der Statistik, kein Gewinn an Lebenszeit durch das Älterwerden.
Was sagt die Wahrscheinlichkeit, ein bestimmtes Alter zu erreichen?
Die Wahrscheinlichkeit zeigt, wie breit die Lebensdauer streut. Nach der Sterbetafel 2023/2025 von Destatis würden von den heute 45-jährigen Männern rund 57 Prozent 80 Jahre alt, von den gleichaltrigen Frauen rund 72 Prozent. Diese Werte zeigen besser als ein einzelner Durchschnitt, dass ein frühes und ein sehr spätes Lebensende beide häufig vorkommen.
Auch diese Anteile gelten nur unter der Annahme, dass die heutige Sterblichkeit gleich bleibt. Sinkt sie weiter, wie es in den vergangenen Jahrzehnten überwiegend der Fall war, werden wahrscheinlich mehr Menschen ein hohes Alter erreichen.
Warum leben Frauen im Mittel länger?
Frauen haben in allen drei Ländern eine höhere Lebenserwartung als Männer, nach der Sterbetafel 2023/2025 von Destatis in Deutschland um 4,6 Jahre bei Geburt. Erklärt wird der Unterschied in der Forschung überwiegend mit Verhaltensunterschieden, etwa beim Rauchen, beim Alkoholkonsum, bei Unfällen und bei der Inanspruchnahme von Vorsorge, und zu einem kleineren Teil mit biologischen Faktoren.
Der Abstand zwischen den Geschlechtern ist in den vergangenen Jahrzehnten kleiner geworden. Destatis beschreibt für 2023/2025 zudem große Unterschiede zwischen den Bundesländern: Den größten Abstand zwischen Frauen und Männern hatte Mecklenburg-Vorpommern mit mehr als sechs Jahren, den kleinsten Baden-Württemberg und das Saarland mit gut vier Jahren.
Wie genau ist ein Lebenserwartung-Rechner?
Der Rechner gibt die Tabellenwerte der Statistikbehörden exakt wieder. Ungenau ist nicht die Rechnung, sondern die Übertragung eines Bevölkerungsdurchschnitts auf einen einzelnen Menschen. Wer gesund lebt, kann deutlich älter werden; wer schwer erkrankt ist, hat eine kürzere Lebenserwartung als die Tafel angibt.
Warum ist eine Sterbetafel keine Prognose?
Die Periodensterbetafel friert die Sterblichkeit eines Zeitraums ein. Medizinischer Fortschritt, Pandemien, Hitzewellen oder Veränderungen beim Rauchen verschieben die Werte in späteren Jahren. In Deutschland gab es während der Corona-Pandemie einen vorübergehenden Rückgang der Lebenserwartung; Destatis zufolge erreichten die Werte der Jahre 2023 bis 2025 wieder etwas mehr als das Niveau des Dreijahreszeitraums vor der Pandemie.
Olshansky und Kollegen und Kolleginnen argumentierten 2024 in Nature Aging, dass der Anstieg der Lebenserwartung in Ländern mit hoher Lebenserwartung sich seit 1990 deutlich verlangsamt hat und eine radikale Verlängerung der Lebensspanne in diesem Jahrhundert unwahrscheinlich ist. Andere Forschende erwarten weitere stetige Zuwächse. Aus beiden Positionen folgt, dass jede Zukunftsangabe auf Annahmen beruht.
Warum rechnet der Rechner keine Lebensstil-Faktoren ein?
Studien zu Rauchen, Bewegung oder Ernährung beschreiben Unterschiede zwischen Gruppen, nicht die Lebensdauer einzelner Menschen. Die Ergebnisse stammen meist aus Beobachtungsstudien, in denen gesundes Verhalten mit Bildung, Einkommen und Zugang zu Versorgung zusammenhängt. Zuschläge in Jahren würden eine Genauigkeit vortäuschen, die diese Studien nicht liefern.
Hinzu kommt, dass sich Faktoren überlagern und nicht einfach addieren lassen. Eine Summe aus Zuschlägen für Nichtrauchen, Sport und Ernährung würde dieselbe Wirkung mehrfach zählen. Deshalb bleibt der Rechner bei den amtlichen Daten, und der Text beschreibt die Einflussfaktoren qualitativ.
Wie groß sind Unterschiede zwischen Regionen und sozialen Gruppen?
Innerhalb Deutschlands reichte die Lebenserwartung bei Geburt nach der Sterbetafel 2023/2025 von Destatis bei Männern von 76,4 Jahren in Sachsen-Anhalt bis 80,3 Jahren in Baden-Württemberg. Bei Frauen lag sie zwischen 82,0 Jahren im Saarland und 84,4 Jahren in Baden-Württemberg. Der Rechner nutzt die Werte für das ganze Land, nicht für einzelne Regionen.
Statistik Austria veröffentlicht seit einigen Jahren Sterbetafeln nach Bildungsabschluss, die in Österreich eine höhere Lebenserwartung bei Menschen mit höherem Bildungsabschluss zeigen. Auch Einkommen, Beruf und Wohnort hängen in allen drei Ländern mit der Lebenserwartung zusammen. Solche Unterschiede sind ein Grund, weshalb ein Landesdurchschnitt für eine einzelne Person nur begrenzt passt.
Welche Rolle spielt die Lebenserwartung für gesundes Altern?
In der Longevity-Medizin geht es weniger um die Zahl der Lebensjahre als um die Zeit, die Menschen gesund und selbstständig verbringen. Die Lebenserwartung aus einer Sterbetafel sagt darüber nichts. Ein langes Leben kann viele Jahre mit Krankheit und Pflegebedarf enthalten; entscheidend für die Qualität des Lebens ist, wie viele Jahre gesund bleiben.
Was ist der Unterschied zwischen Lebensspanne und Gesundheitsspanne?
Lebens- und Gesundheitsspanne sind zwei verschiedene Größen. Die Lebensspanne, im Englischen Lifespan, ist die gesamte Lebenszeit. Die Gesundheitsspanne, im Englischen Healthspan, ist der Teil davon, der ohne schwere chronische Krankheit und ohne wesentliche Einschränkung verbracht wird. Garmany, Yamada und Terzic beschrieben 2021 in npj Regenerative Medicine anhand von Daten der Weltgesundheitsorganisation, dass die Lücke zwischen beiden in vielen Ländern mit steigender Lebenserwartung größer geworden ist.
Für die Gesundheitsspanne gibt es keine einheitliche Messgröße. Die europäische Statistikbehörde Eurostat weist die gesunden Lebensjahre aus, die auf Selbstauskünften zu Einschränkungen im Alltag beruhen und deshalb zwischen Ländern nur begrenzt vergleichbar sind.
Welche Faktoren beeinflussen die Lebenserwartung nach Studien?
Rauchen ist der am besten belegte vermeidbare Einzelfaktor. Doll und Kollegen und Kolleginnen verfolgten britische Ärzte 50 Jahre lang und berichteten 2004 im British Medical Journal, dass lebenslange Raucher deutlich früher starben als Nichtraucher und dass ein Rauchstopp umso mehr Lebenszeit zurückgab, je früher er erfolgte. Die Studie umfasste nur Männer eines Berufs, was die Übertragbarkeit einschränkt.
Li und Kollegen und Kolleginnen werteten 2018 in Circulation zwei große US-amerikanische Kohorten von Pflegekräften und Gesundheitsberufen aus. Menschen, die nicht rauchten, sich regelmäßig bewegten, sich ausgewogen ernährten, wenig Alkohol tranken und ein normales Körpergewicht hatten, lebten im Mittel deutlich länger als Menschen ohne diese Merkmale. Auch hier handelt es sich um Beobachtungsdaten, in denen sich Lebensstil, Bildung und Einkommen überlagern.
Daneben hängen chronische Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit einer kürzeren Lebenserwartung zusammen. Ob eine einzelne Maßnahme das Leben eines bestimmten Menschen verlängert, lässt sich aus dieser wissenschaftlichen Datenlage nicht ableiten.
Welche Rolle spielen die Gene?
Die Erblichkeit der Lebensdauer ist geringer als oft angenommen. Ruby und Kollegen und Kolleginnen werteten 2018 in Genetics Stammbäume von Millionen historischer Personen aus und schätzten die tatsächliche Erblichkeit auf unter zehn Prozent, weil frühere Schätzungen ähnliche Lebensbedingungen von Ehepartnern und Familien nicht ausreichend berücksichtigt hatten.
Das bedeutet nicht, dass Gene keine Rolle spielen. Einzelne erbliche Erkrankungen, etwa eine familiäre Hypercholesterinämie, verkürzen das Leben unbehandelt deutlich. Eine familiäre Häufung früher Herzinfarkte oder Krebserkrankungen ist deshalb ein guter Grund für eine ärztliche Vorsorgeberatung.
Wann sollte man das Thema Lebenserwartung ärztlich besprechen?
Ein Ergebnis aus dem Lebenserwartung-Rechner ist kein Befund und kein Anlass für eine Untersuchung. Sinnvoll ist ein ärztliches Gespräch, wenn Du familiäre Vorbelastungen kennst, Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck oder Übergewicht hast oder wissen möchtest, welche Vorsorgeuntersuchungen Dir zustehen. Die Berechnung auf dieser Seite läuft vollständig in Deinem Browser, es werden keine Daten gespeichert.
Welche Vorsorge steht zur Verfügung?
In Deutschland können gesetzlich Versicherte zwischen 18 und 34 Jahren einmal und ab 35 Jahren alle drei Jahre eine Gesundheitsuntersuchung nutzen. In Österreich steht die Vorsorgeuntersuchung der Sozialversicherung ab 18 Jahren einmal jährlich kostenlos zur Verfügung. In der Schweiz gibt es kein allgemeines Check-up-Programm; die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt ausgewählte Vorsorgeleistungen, wobei Franchise und Selbstbehalt anfallen können.
Hinzu kommen Früherkennungsprogramme für einzelne Krebsarten mit eigenen Altersgrenzen. Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt davon ab, ob ihr Ergebnis eine medizinische Entscheidung verändern würde.
Welche Fachrichtung ist zuständig?
Erste Anlaufstelle sind Hausärzte und Hausärztinnen in der Allgemeinmedizin oder Inneren Medizin. Sie kennen die Vorgeschichte, schätzen Risiken ab und koordinieren Vorsorge und Früherkennung. Bei besonderen familiären Belastungen kann eine Überweisung in die Kardiologie, Onkologie oder Humangenetik sinnvoll sein.
Wann ist ärztliche Hilfe nötig?
Wenn Gedanken an die eigene Lebenszeit Angst auslösen, den Schlaf rauben oder den Alltag bestimmen, ist ein Gespräch in der hausärztlichen Praxis oder in der Psychotherapie sinnvoll. Bei Gedanken, sich das Leben zu nehmen, hilft sofort und anonym die Telefonseelsorge in Deutschland unter 0800 111 0 111, in Österreich unter 142 und in der Schweiz die Dargebotene Hand unter 143.
Sofort den Notruf wählen solltest Du bei Brustschmerz, plötzlicher Atemnot, Lähmungen, Sprachstörungen oder Bewusstlosigkeit: 112 in Deutschland, 144 in Österreich und in der Schweiz.
Quellen
Bundesamt für Statistik (2025): Vollständige jährliche Sterbetafel (Männer) und (Frauen), 2024. Tabellen su-d-01.04.02.02.04 und su-d-01.04.02.02.05. https://www.bfs.admin.ch
Bundesamt für Statistik (2026): Medienmitteilung Bevölkerungsbewegung 2025, provisorische Ergebnisse, April 2026. https://www.bfs.admin.ch
Doll, R.; Peto, R.; Boreham, J.; Sutherland, I. (2004): Mortality in relation to smoking: 50 years‘ observations on male British doctors. British Medical Journal, 328(7455), 1519. DOI: 10.1136/bmj.38142.554479.AE
Garmany, A.; Yamada, S.; Terzic, A. (2021): Longevity leap: mind the healthspan gap. npj Regenerative Medicine, 6(1), 57. DOI: 10.1038/s41536-021-00169-5
Li, Y. et al. (2018): Impact of healthy lifestyle factors on life expectancies in the US population. Circulation, 138(4), 345–355. DOI: 10.1161/CIRCULATIONAHA.117.032047
Olshansky, S. J. et al. (2024): Implausibility of radical life extension in humans in the twenty-first century. Nature Aging, 4(11), 1635–1642. DOI: 10.1038/s43587-024-00702-3
Ruby, J. G. et al. (2018): Estimates of the heritability of human longevity are substantially inflated due to assortative mating. Genetics, 210(3), 1109–1124. DOI: 10.1534/genetics.118.301613
Statistik Austria (2026): Jährliche Sterbetafeln 2004 bis 2025 für Österreich, erstellt am 14. September 2026. https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-soziales/bevoelkerung/demographische-indikatoren-und-tafeln/sterbetafeln
Statistik Austria (2026): Sterbetafeln nach Bildung 2024. https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-soziales/bevoelkerung/demographische-indikatoren-und-tafeln/sterbetafeln
Statistisches Bundesamt (2026): Pressemitteilung Nr. 236 vom 7. Juli 2026, Lebenserwartung bei Geburt für Frauen und Männer im Jahr 2025 auf neue Höchstwerte gestiegen. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/07/PD26_236_12621.html
Statistisches Bundesamt (2026): Statistischer Bericht Sterbetafeln 2023/2025, Tabellen 12613-b01 und 12613-b02. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Publikationen/Downloads-Sterbefaelle/statistischer-bericht-sterbetafeln-5126207257005.html
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