Du gibst Größe, Gewicht und optional Taillenumfang und Alter ein und erhältst Deinen BMI mit der Einordnung nach WHO sowie, wenn angegeben, Dein Taille-zu-Größe-Verhältnis. Die Berechnung läuft vollständig in Deinem Browser, es werden keine Daten gespeichert oder übertragen.
Das Wichtigste in Kürze
Der Body-Mass-Index, kurz BMI, setzt das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße. Er wird berechnet als Gewicht in Kilogramm geteilt durch die Größe in Metern zum Quadrat.
Die Weltgesundheitsorganisation teilt Erwachsene seit dem Jahr 2000 in Untergewicht, Normalgewicht, Präadipositas und drei Grade der Adipositas ein. Diese Grenzwerte gelten nicht für Kinder und Jugendliche, für sie gibt es Perzentilkurven.
Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskeln und Fett und sagt nichts über die Fettverteilung aus. Das Taille-zu-Größe-Verhältnis ergänzt ihn, weil es Bauchfett besser abbildet.
Ein BMI-Wert allein ist keine Diagnose. Ob Übergewicht die Gesundheit beeinträchtigt, klärt eine ärztliche Untersuchung mit weiteren Messungen.
Ein BMI-Rechner ist das bekannteste Werkzeug, um das eigene Körpergewicht einzuordnen: Größe und Gewicht eingeben, und schon steht eine Zahl samt Kategorie auf dem Bildschirm. Ärzte und Ärztinnen nutzen den BMI seit Jahrzehnten als einfachen ersten Hinweis, ob ein gesundheitlich bedeutsames Unter- oder Übergewicht vorliegen könnte. Gleichzeitig steht der Body-Mass-Index in der Kritik, weil er weder Muskelmasse noch Bauchfett erfasst.
Fachgesellschaften empfehlen deshalb inzwischen, den BMI mit weiteren Messungen zu ergänzen, etwa dem Taillenumfang. Was sagt der BMI tatsächlich aus, für wen gelten die üblichen Grenzwerte nicht und wann ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll? Hier erfährst Du, wie der BMI-Rechner arbeitet, wie Du Dein Ergebnis einordnest und welche Werte das Bild vervollständigen.
Was ist der BMI?
Der Body-Mass-Index ist eine Maßzahl, die das Körpergewicht im Verhältnis zur Körpergröße beschreibt. Er beruht auf der Beobachtung, dass das Gewicht erwachsener Menschen ungefähr mit dem Quadrat der Körpergröße zunimmt. Durch die Division durch die quadrierte Größe werden große und kleine Menschen vergleichbar.
Woher stammt der Body-Mass-Index?
Die Rechenvorschrift geht auf den belgischen Mathematiker und Statistiker Adolphe Quetelet zurück, der sie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts für Bevölkerungsstatistiken beschrieb. Der Name Body-Mass-Index stammt von dem US-amerikanischen Physiologen Ancel Keys und Kollegen und Kolleginnen, die im Jahr 1972 im Journal of Chronic Diseases verschiedene Gewichtsindizes verglichen. Sie fanden, dass dieser Index in Bevölkerungsstudien gut mit dem Körperfettanteil zusammenhing, betonten aber, dass er für Gruppen und nicht für die Beurteilung einzelner Menschen entwickelt wurde.
Wofür wird der BMI genutzt?
In der Medizin dient der BMI als einfacher Suchtest, auch Screening genannt. Er ist schnell erhoben, braucht keine Geräte außer Waage und Messlatte und erlaubt den Vergleich über Jahre und zwischen Ländern. Leitlinien zur Behandlung von Adipositas, Zulassungen von Medikamenten zur Gewichtsreduktion und Kriterien für eine Operation knüpfen an BMI-Grenzwerte an. Für die Einschätzung des einzelnen Menschen ist er aber nur der erste Schritt.
Wie berechnet man den BMI?
Die Formel lautet: BMI = Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat. Die Einheit ist Kilogramm pro Quadratmeter, sie wird im Alltag meist weggelassen. Ein BMI-Rechner erledigt diese Berechnungen einfach und rundet das Ergebnis auf eine Nachkommastelle.
Wie sieht eine Beispielrechnung aus?
Nehmen wir einen Erwachsenen mit einer Körpergröße von 1,75 Metern und einem Gewicht von 70 Kilogramm. Zuerst wird die Größe quadriert: 1,75 × 1,75 = 3,0625. Dann wird das Gewicht durch diesen Wert geteilt: 70 ÷ 3,0625 = 22,857. Auf eine Nachkommastelle gerundet ergibt das einen BMI von 22,9. Nach der Einteilung der WHO liegt dieser Wert im Bereich des Normalgewichts. Misst dieselbe Person einen Taillenumfang von 94 Zentimetern, ergibt sich ein Taille-zu-Größe-Verhältnis von 94 ÷ 175 = 0,537, gerundet 0,54. Das liegt nach den Grenzwerten des britischen National Institute for Health and Care Excellence, kurz NICE, aus dem Jahr 2025 im Bereich einer erhöhten Bauchfettmenge, obwohl der BMI normal ist.
Worauf kommt es beim Messen an?
Für einen verlässlichen Wert wird das Gewicht am besten morgens nach dem Toilettengang, nüchtern und in leichter Kleidung gemessen. Die Körpergröße wird ohne Schuhe an einer Wand bestimmt, weil sich schon wenige Zentimeter deutlich auf das Ergebnis auswirken. Den Taillenumfang misst man im Stehen nach dem normalen Ausatmen, auf halber Höhe zwischen unterster Rippe und oberem Beckenrand, mit einem Maßband ohne Zug. Selbst angegebene Werte aus dem Gedächtnis sind oft ungenau, deshalb lohnt sich das Nachmessen.
Was bedeutet das Ergebnis des BMI-Rechners?
Die Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, hat in ihrem technischen Bericht Nummer 894 aus dem Jahr 2000 folgende Kategorien für Erwachsene festgelegt:
- Untergewicht: BMI unter 18,5.
- Normalgewicht: BMI 18,5 bis 24,9.
- Präadipositas, im Alltag Übergewicht genannt: BMI 25,0 bis 29,9.
- Adipositas Grad I: BMI 30,0 bis 34,9.
- Adipositas Grad II: BMI 35,0 bis 39,9.
- Adipositas Grad III: BMI ab 40,0.
Diese Grenzwerte beruhen auf Bevölkerungsdaten, in denen das Risiko für Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit steigendem BMI zunahm. Sie sind feste Konventionen und keine biologischen Schwellen: Ein BMI von 24,9 ist gesundheitlich nicht grundlegend anders als einer von 25,1. Die S3-Leitlinie zur Prävention und Therapie der Adipositas der Deutschen Adipositas-Gesellschaft übernimmt in ihrer Fassung 5.0 von 2024 diese Einteilung.
Gelten für ältere Menschen andere Werte?
Für ältere Menschen gibt es Hinweise, dass ein etwas höherer BMI nicht mit einem höheren Sterberisiko verbunden ist. Jane Winter und Kollegen und Kolleginnen werteten im Jahr 2014 im American Journal of Clinical Nutrition 32 Beobachtungsstudien mit 197.940 Menschen ab 65 Jahren aus. Im Vergleich zu einem BMI von 23 war die Sterblichkeit bei einem BMI unter 23 höher, bei Übergewicht dagegen nicht erhöht, ein höheres Risiko zeigte sich erst ab einem BMI von etwa 33. Die Autoren und Autorinnen schlugen vor, bei älteren Menschen mit einem BMI unter 23 auf das Gewicht zu achten. Beobachtungsstudien zeigen allerdings nur Zusammenhänge: Ein niedriger BMI im Alter kann Folge einer Erkrankung sein und nicht deren Ursache. Feste altersabhängige Grenzwerte haben WHO und Fachgesellschaften daraus nicht abgeleitet.
Gelten für Menschen asiatischer Herkunft andere Grenzwerte?
Ja, für einige Bevölkerungsgruppen steigen gesundheitliche Risiken schon bei niedrigerem BMI. Eine Expertengruppe der WHO beschrieb im Jahr 2004 in The Lancet für Menschen asiatischer Herkunft zusätzliche Handlungsschwellen bei einem BMI von 23 und 27,5. Das NICE empfiehlt in seiner Leitlinie von 2025, bei Menschen mit südasiatischer, chinesischer, anderer asiatischer, nahöstlicher, schwarzafrikanischer oder afrokaribischer Herkunft Übergewicht ab einem BMI von 23 und Adipositas ab 27,5 anzunehmen. Der BMI-Rechner kann bei entsprechender Auswahl einen Hinweis darauf anzeigen.
Wie genau ist ein BMI-Rechner?
Rechnerisch ist der BMI exakt. Die Frage ist, wie gut er das erfasst, worum es medizinisch geht: zu viel oder zu wenig Körperfett und dessen Verteilung. Hier hat er klare Grenzen.
Was erfasst der BMI nicht?
Der BMI unterscheidet nicht zwischen Fettmasse und fettfreier Masse, also Muskeln, Knochen und Wasser. Muskulöse Menschen können deshalb einen BMI im Bereich der Präadipositas haben, ohne zu viel Körperfett zu tragen. Umgekehrt kann jemand mit wenig Muskeln und viel Bauchfett einen normalen BMI haben. Abelardo Romero-Corral und Kollegen und Kolleginnen zeigten im Jahr 2008 im International Journal of Obesity an Daten von 13.601 Erwachsenen aus den USA, dass ein BMI ab 30 zwar selten fälschlich eine Adipositas anzeigt, aber mehr als die Hälfte der Menschen mit erhöhtem Körperfettanteil nicht erkennt. Auch die Fettverteilung bleibt unsichtbar, obwohl Fett im Bauchraum, auch viszerales Fett genannt, stärker mit Stoffwechselstörungen zusammenhängt als Fett an Hüften und Oberschenkeln.
Was ergänzt das Taille-zu-Größe-Verhältnis?
Das Taille-zu-Größe-Verhältnis, englisch waist-to-height ratio, ist der Taillenumfang geteilt durch die Körpergröße, beides in derselben Einheit. Margaret Ashwell und Kolleginnen und Kollegen fanden im Jahr 2012 in einer Metaanalyse in Obesity Reviews, dass dieses Verhältnis Risikofaktoren für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen besser anzeigte als BMI oder Taillenumfang allein. Als einfache Regel gilt: Der Taillenumfang sollte weniger als die Hälfte der Körpergröße betragen. Das NICE ordnet seit 2025 Werte von 0,4 bis 0,49 als gesund ein, 0,5 bis 0,59 als erhöht und ab 0,6 als hoch, und empfiehlt die Messung zusätzlich zum BMI bei einem BMI unter 35. Der Vorteil: Die Grenzwerte gelten nach NICE für Männer und Frauen und für alle Herkunftsgruppen gleichermaßen.
Welche Messungen sind genauer?
Genauer lässt sich die Körperzusammensetzung mit der Dual-Röntgen-Absorptiometrie bestimmen, kurz DXA, die mit sehr geringer Strahlung Fett, Muskeln und Knochen unterscheidet. Im Alltag verbreiteter ist die bioelektrische Impedanzanalyse, die einen schwachen Strom durch den Körper leitet und daraus die Zusammensetzung schätzt. Ihre Ergebnisse hängen stark vom Wasserhaushalt ab und unterscheiden sich zwischen Geräten. Solche Messungen finden vor allem in der Ernährungsmedizin und Forschung statt. Für die meisten Menschen reichen BMI und Taillenumfang zusammen mit Blutdruck, Blutzucker und Blutfetten für eine erste ärztliche Einschätzung aus.
Für wen ist ein BMI-Rechner nicht geeignet?
Die WHO-Grenzwerte gelten für Erwachsene ab 18 Jahren. Für folgende Gruppen ist das Ergebnis eines BMI-Rechners nicht oder nur eingeschränkt aussagekräftig:
- Kinder und Jugendliche: Hier wird der BMI mit alters- und geschlechtsabhängigen Perzentilkurven beurteilt.
- Schwangere: Das Gewicht steigt durch Kind, Fruchtwasser und Wassereinlagerungen, maßgeblich ist der BMI vor der Schwangerschaft.
- Sehr muskulöse Menschen und Kraftsportler und Kraftsportlerinnen: Der BMI überschätzt bei ihnen das Körperfett.
- Menschen mit deutlichen Wassereinlagerungen, etwa bei Herz-, Nieren- oder Lebererkrankungen, oder nach Amputationen.
- Ältere Menschen mit Muskelabbau: Ein normaler BMI kann hier eine verringerte Muskelmasse bei erhöhtem Fettanteil verdecken.
Wie wird der BMI bei Kindern beurteilt?
Bei Kindern und Jugendlichen verändert sich die Körperzusammensetzung mit dem Wachstum, deshalb wird ihr BMI mit Gleichaltrigen desselben Geschlechts verglichen. In Deutschland werden dafür die Referenzkurven von Katrin Kromeyer-Hauschild und Kollegen und Kolleginnen aus dem Jahr 2001 in der Monatsschrift Kinderheilkunde verwendet. Nach der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter gilt ein BMI oberhalb der 90. Perzentile als Übergewicht und oberhalb der 97. Perzentile als Adipositas. In Österreich und der Schweiz kommen teils andere Referenzkurven zum Einsatz, in der Schweiz etwa die Wachstumskurven auf Basis der WHO-Daten. Die Einordnung gehört in die kinder- und jugendärztliche Praxis, der BMI-Rechner auf dieser Seite ist deshalb nur für Erwachsene ausgelegt.
Ist Adipositas eine Krankheit?
Adipositas ist von der WHO als chronische Erkrankung eingestuft und in der internationalen Klassifikation der Krankheiten erfasst. Die S3-Leitlinie der Deutschen Adipositas-Gesellschaft beschreibt Adipositas in ihrer Fassung von 2024 als chronische Erkrankung, die eine langfristige Behandlung erfordert, und widmet der Stigmatisierung von Menschen mit Adipositas ein eigenes Kapitel. Gewicht ist demnach keine Frage der Willenskraft allein, sondern wird von Genetik, Umwelt, Schlaf, Stress, Medikamenten und Erkrankungen mitbestimmt.
Was ändert die neue Definition der Lancet-Kommission?
Eine internationale Kommission unter Leitung von Francesco Rubino schlug im Jahr 2025 in The Lancet Diabetes and Endocrinology vor, Adipositas nicht mehr allein über den BMI zu definieren. Überschüssiges Körperfett soll zusätzlich über den Taillenumfang, das Taille-zu-Größe-Verhältnis oder eine direkte Fettmessung bestätigt werden. Die Kommission unterscheidet eine präklinische Adipositas mit erhöhtem Körperfett, aber ohne Organschäden, von einer klinischen Adipositas mit bereits eingeschränkter Funktion von Organen oder des Alltags. Diese Einteilung ist ein Vorschlag, wie Leitlinien in Deutschland, Österreich und der Schweiz sie übernehmen, ist noch offen.
Welche Behandlungsangebote gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?
In Deutschland hat der Gemeinsame Bundesausschuss, kurz G-BA, im Jahr 2024 ein strukturiertes Behandlungsprogramm, ein sogenanntes Disease-Management-Programm, für Erwachsene mit Adipositas beschlossen. Teilnehmen können nach dem Beschluss Erwachsene mit einem BMI ab 35 sowie mit einem BMI ab 30 und mindestens einer Begleiterkrankung. Ob das Programm vor Ort schon angeboten wird, hängt von regionalen Verträgen zwischen Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen ab und sollte bei der eigenen Kasse erfragt werden.
In Österreich ist die hausärztliche Praxis die erste Anlaufstelle, die bei Bedarf an Fachambulanzen und Adipositaszentren überweist. Welche Leistungen übernommen werden, regeln die einzelnen Krankenversicherungsträger.
In der Schweiz übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversicherung bei bestimmten Erkrankungen, darunter Adipositas, eine ärztlich angeordnete Ernährungsberatung, abzüglich Franchise und Selbstbehalt. Für weitere Behandlungen gelten eigene Voraussetzungen, die vorab mit der Krankenkasse geklärt werden sollten.
Welche Rolle spielt der BMI für gesundes Altern?
In großen Beobachtungsstudien hängt der BMI mit der Sterblichkeit in Form einer U-Kurve zusammen: Sowohl sehr niedrige als auch hohe Werte gehen mit einem höheren Risiko einher. Beobachtungsstudien belegen jedoch keinen ursächlichen Zusammenhang. Rauchen, Vorerkrankungen und ungewollter Gewichtsverlust vor dem Tod können die Ergebnisse verzerren.
Warum ist im Alter die Körperzusammensetzung wichtiger als die Zahl?
Mit zunehmendem Alter verlieren viele Menschen Muskelmasse, während der Fettanteil steigt, auch bei gleichem Gewicht. Fachleute sprechen bei gleichzeitigem Muskelverlust und erhöhtem Fettanteil von sarkopener Adipositas. Ein unveränderter BMI kann diesen Umbau verdecken. Für gesundes Altern gelten deshalb Muskelkraft, Taillenumfang und körperliche Leistungsfähigkeit als aussagekräftiger als der BMI allein. Belegt sind vor allem ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung mit Krafttraining und eine ausgewogene Ernährung, ergänzt durch die ärztliche Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und Blutfetten.
Ist Abnehmen im Alter sinnvoll?
Eine gezielte Gewichtsabnahme kann bei Adipositas auch im höheren Alter Beschwerden lindern und Risikofaktoren verbessern. Weil dabei leicht Muskelmasse verloren geht, sollte sie ärztlich begleitet und mit Krafttraining und ausreichender Proteinzufuhr verbunden werden. Ein ungewollter Gewichtsverlust im Alter ist dagegen immer ein Grund für eine ärztliche Untersuchung.
Wann sollte man den BMI ärztlich abklären lassen?
Ein ärztliches Gespräch ist sinnvoll bei einem BMI ab 30, bei einem BMI ab 25 mit Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Fettleber oder Schlafapnoe, bei einem Taille-zu-Größe-Verhältnis ab 0,5 und bei einem BMI unter 18,5. Auch eine deutliche Gewichtsveränderung ohne erkennbaren Grund innerhalb weniger Monate gehört abgeklärt. In Deutschland enthält der Check-up ab 35 Jahren alle drei Jahre unter anderem die Messung von Gewicht, Blutdruck und Blutwerten, Versicherte zwischen 18 und 34 Jahren haben einmalig Anspruch darauf.
Wann ist ärztliche Hilfe nötig?
Bei folgenden Warnzeichen sollte zeitnah ärztliche Hilfe gesucht werden, im Notfall über den Notruf 112 in Deutschland und Österreich oder 144 in der Schweiz:
- Rascher, ungewollter Gewichtsverlust, besonders zusammen mit Fieber, Nachtschweiß oder Schmerzen.
- Ohnmacht, Herzrasen oder starke Schwäche bei sehr geringer Nahrungsaufnahme.
- Häufiges Erbrechen nach dem Essen, Essanfälle mit Kontrollverlust oder ständige Gedanken an Gewicht und Kalorien.
- Gedanken, sich selbst zu verletzen oder nicht mehr leben zu wollen: Das ist ein psychiatrischer Notfall, hier helfen der Notruf oder die Telefonseelsorge in Deutschland unter 0800 111 0 111, in Österreich unter 142 und in der Schweiz die Dargebotene Hand unter 143.
Wo gibt es Hilfe bei Essstörungen?
In Deutschland bietet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, kurz BIÖG und früher Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, ein Beratungstelefon zu Essstörungen unter 0221 892031 an.
In Österreich berät die Hotline für Essstörungen kostenlos und anonym unter 0800 20 11 20.
In der Schweiz bietet die Arbeitsgemeinschaft Ess-Störungen, kurz AES, Beratung für Betroffene und Angehörige an.
Welche Fachrichtung ist zuständig?
Erste Anlaufstelle ist die hausärztliche Praxis. Je nach Befund kommen Innere Medizin mit Endokrinologie und Diabetologie, Ernährungsmedizin, Psychotherapie und bei schwerer Adipositas spezialisierte Adipositaszentren hinzu. Für Kinder und Jugendliche ist die kinder- und jugendärztliche Praxis zuständig.
Quellen
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Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (2025): Essstörungen, Beratung und Hilfe. Zur Seite des BIÖG: https://essstoerungen.bioeg.de
Wiener Programm für Frauengesundheit: Hotline für Essstörungen. Zur Seite der Hotline: https://www.essstoerungshotline.at
Arbeitsgemeinschaft Ess-Störungen AES. Zur Seite der AES: https://www.aes.ch
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