Eine randomisierte Studie mit Dasatinib und Quercetin bei Fettleberentzündung liefert erstmals ein positives Signal, bleibt aber klein.
Inhaltsverzeichnis
- Das Wichtigste in Kürze
- Was sind Senolytika?
- Wie wurde die Senolytika-Studie aus Amsterdam durchgeführt?
- Was hat die Senolytika-Studie ergeben?
- Welche Nebenwirkungen traten in der Senolytika-Studie auf?
- Was zeigen frühere Senolytika-Studien am Menschen?
- Was bedeutet die Senolytika-Studie für Menschen mit Fettleber?
- Ist die Behandlung mit Dasatinib und Quercetin zugelassen?
- Warum sind Selbstversuche mit Senolytika gefährlich?
- Wie geht die Forschung zu Senolytika weiter?
- Häufige Fragen zur Senolytika-Studie
Senolytika werden seit einigen Jahren als mögliche Behandlung gegen altersbedingte Erkrankungen untersucht. Bisherige Studien am Menschen waren meist klein und lieferten keine eindeutigen Ergebnisse. Am 1. Oktober 2026 veröffentlichte eine Forschungsgruppe des Amsterdam University Medical Center in Nature Metabolism eine kontrollierte Studie mit 31 Menschen, bei der die Kombination aus Dasatinib und Quercetin eine messbare Verbesserung der Lebervernarbung zeigte.
Die Ergebnisse stoßen besonders in der Longevity-Forschung, die sich mit gesundem Altern beschäftigt, auf Interesse. Dasatinib ist als verschreibungspflichtiges Leukämiemedikament erhältlich, während Quercetin frei als Nahrungsergänzungsmittel verkauft wird. Doch wie aussagekräftig sind die Studienergebnisse, welche Risiken bestehen und was bedeutet die Untersuchung für Menschen mit Fettleber?
Das Wichtigste in Kürze
Eine Senolytika-Studie aus Amsterdam untersuchte erstmals in einer doppelblinden, placebokontrollierten Untersuchung die Wirkung von Dasatinib und Quercetin bei entzündlicher Fettleber mit Vernarbung.
Bei 47 Prozent der behandelten Personen verbesserte sich die Leberfibrose, unter Placebo bei sieben Prozent. Die Studie mit 31 Teilnehmenden liefert damit erste positive Hinweise, aber noch keinen gesicherten klinischen Wirksamkeitsnachweis.
Unerwünschte Ereignisse traten unter Dasatinib und Quercetin bei 82 Prozent auf, unter Placebo bei 43 Prozent. Dazu gehörten vor allem Kopfschmerzen und ein messbarer Rückgang der Blutplättchen.
Dasatinib ist ein verschreibungspflichtiges Medikament gegen bestimmte Leukämien, Quercetin ist als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Für die Behandlung einer Fettleber oder zur Verlangsamung des Alterns ist keines der beiden Mittel zugelassen.
Was sind Senolytika?
Senolytika sind Wirkstoffe, die bestimmte seneszente Zellen gezielt abtöten sollen. Seneszente Zellen haben ihre Teilung dauerhaft eingestellt, bleiben aber stoffwechselaktiv und können entzündungsfördernde Botenstoffe freisetzen. Dieser Zustand wird als zelluläre Seneszenz bezeichnet. Senolytika sollen solche Zellen bevorzugt in die Apoptose führen, den programmierten Zelltod.
In der öffentlichen Diskussion werden seneszente Zellen häufig als „Zombie-Zellen“ bezeichnet. Dieser Begriff ist jedoch vereinfachend, weil die Zellalterung nicht ausschließlich negative Auswirkungen hat. Seneszente Zellen sind unter anderem an der Wundheilung beteiligt und können die Vermehrung geschädigter Zellen verhindern. Ihre gezielte Entfernung könnte deshalb sowohl erwünschte als auch unerwünschte Folgen haben.
Die Grundlagen der Senolytika-Forschung stammen überwiegend aus Tierversuchen. Bei Mäusen konnte die Entfernung bestimmter seneszenter Zellen die Gesundheit und teilweise auch die Lebensspanne beeinflussen. Ob sich diese Ergebnisse auf Menschen übertragen lassen, ist bislang nicht ausreichend untersucht. Auch ist noch unklar, welche seneszenten Zellen entfernt werden sollten und welche wichtige Schutzfunktionen erfüllen.
Warum werden Dasatinib und Quercetin kombiniert?
Dasatinib ist ein Tyrosinkinasehemmer, der seit 2006 in der EU zur Behandlung bestimmter Leukämieformen zugelassen ist. Er blockiert bestimmte Enzyme, die Wachstumssignale in Zellen weiterleiten. Quercetin gehört zu den Flavonoiden, einer Gruppe pflanzlicher Inhaltsstoffe, und kommt unter anderem in Zwiebeln, Äpfeln und Kapern vor.
Die Kombination beider Substanzen wurde gewählt, weil sie in Zellversuchen unterschiedliche Überlebensmechanismen seneszenter Zellen beeinflussen. Dadurch sollen bestimmte gealterte Zelltypen gezielter abgebaut werden. Ob diese Wirkung beim Menschen langfristig einen gesundheitlichen Nutzen bringt, ist bisher nicht geklärt.
In klinischen Studien werden Dasatinib und Quercetin meist nicht dauerhaft, sondern in bestimmten Abständen angewendet. Zwischen kurzen Behandlungsphasen liegen längere Pausen, die die Belastung durch die Medikamente begrenzen sollen. Die optimale Dosierung und die geeigneten Behandlungsabstände sind allerdings noch nicht ausreichend untersucht. Bisherige Schemata orientieren sich überwiegend an frühen Pilotstudien.
Was unterscheidet Senolytika von Senomorphika?
Senolytika sollen bestimmte seneszente Zellen abtöten, während Senomorphika deren Verhalten verändern sollen. Sie beeinflussen beispielsweise entzündungsfördernde Botenstoffe, ohne die Zellen gezielt zu entfernen. Zu den untersuchten Substanzen gehören Metformin und Rapamycin, die auch andere Wirkungen im Körper haben. Beide Wirkstoffgruppen stammen aus der experimentellen Altersforschung und sind keine eigenständigen zugelassenen Arzneimittelklassen.

Wie wurde die Senolytika-Studie aus Amsterdam durchgeführt?
Die Studie wurde am Amsterdam University Medical Center durchgeführt und ist unter der Nummer NCT05506488 im Studienregister ClinicalTrials.gov eingetragen. Sie lief von Juli 2023 bis Februar 2026 und wurde am 1. Oktober 2026 in Nature Metabolism veröffentlicht. Erstautorin ist Mirjam Koning, Letztautor Abraham Meijnikman. An der Forschung waren außerdem James Kirkland und Tamara Tchkonia von der Mayo Clinic beteiligt, die seit Jahren Senolytika untersuchen.
Eingeschlossen wurden Erwachsene zwischen 18 und 70 Jahren mit einer durch Leberbiopsie bestätigten metabolischen Dysfunktion-assoziierten Steatohepatitis (MASH). Dabei handelt es sich um die entzündliche Form einer stoffwechselbedingten Fettleber, die früher als nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH) bezeichnet wurde. Die neue Bezeichnung betont den Zusammenhang mit Stoffwechselstörungen.
Alle Teilnehmenden hatten bereits eine Leberfibrose im Stadium F2 oder F3. Eine Fibrose bezeichnet die zunehmende Vernarbung der Leber durch chronische Schädigung und Entzündung. F2 steht für eine mittelschwere und F3 für eine fortgeschrittene Vernarbung, bei der noch keine Leberzirrhose vorliegt.
Wer nahm an der Studie teil?
Insgesamt wurden 31 Personen zufällig auf zwei Gruppen verteilt. 17 erhielten Dasatinib und Quercetin, während 14 ein Placebo, also ein wirkstofffreies Vergleichspräparat, bekamen. Die Studie war doppelblind, sodass weder die Teilnehmenden noch die behandelnden Ärzte und Ärztinnen wussten, wer die Wirkstoffe erhielt.
Das mittlere Alter im Sinne des Medians lag bei 56 Jahren, rund drei Viertel der Teilnehmenden waren Männer. Der Median bezeichnet den mittleren Wert einer nach Größe geordneten Zahlenreihe. Ein auffälliger Unterschied bestand beim Typ-2-Diabetes: In der Wirkstoffgruppe waren 76,5 Prozent betroffen, in der Placebogruppe 35,7 Prozent. Dieser Unterschied kann bei kleinen Studien zufällig entstehen, erschwert aber den Vergleich, da Diabetes den Verlauf einer Fettleber beeinflussen kann.
Wie wurden Dasatinib und Quercetin angewendet?
Die Wirkstoffgruppe erhielt an drei aufeinanderfolgenden Tagen pro Woche jeweils 100 Milligramm Dasatinib und 1.000 Milligramm Quercetin. Diese Behandlung wurde über drei Wochen durchgeführt, danach folgten vier Wochen ohne Studienmedikamente. Ein solcher Zeitraum von sieben Wochen wurde insgesamt dreimal wiederholt. Die gesamte Studiendauer betrug damit 21 Wochen.
Die Placebogruppe erhielt nach demselben Zeitplan wirkstofffreie Präparate. Während der Untersuchung wurden die Teilnehmenden regelmäßig medizinisch überwacht. Dazu gehörten unter anderem Blutuntersuchungen, körperliche Kontrollen und Untersuchungen der Leber.
Was wurde in der Studie untersucht?
Der wichtigste Untersuchungswert, der sogenannte primäre Endpunkt, war eine Verbesserung der Leberfibrose um mindestens eine Stufe, ohne dass sich die MASH verschlechterte. Dafür wurden Leberbiopsien zu Beginn und nach 21 Wochen verglichen. Bei einer Leberbiopsie wird eine kleine Gewebeprobe entnommen und mikroskopisch untersucht. Ähnliche Gewebeveränderungen dienten auch in den Zulassungsstudien der ersten MASH-Medikamente als wichtige Untersuchungsziele.
Zusätzlich prüfte die Forschungsgruppe, ob sich die Leberentzündung zurückbildete und wie sich die Krankheitsaktivität entwickelte. Erfasst wurden außerdem Stoffwechselwerte, Lebensqualität, Nebenwirkungen und nichtinvasive Fibrosemarker. Das sind Blutwerte oder bildgebende Messungen, mit denen sich Hinweise auf eine Vernarbung gewinnen lassen, ohne Gewebe zu entnehmen.
Die Forschungsgruppe untersuchte außerdem Veränderungen der Genaktivität im Lebergewebe. Dafür wurde die Einzelkern-RNA-Sequenzierung eingesetzt, mit der sich ablesen lässt, welche Gene in den Zellkernen aktiv sind. Im Mittelpunkt standen Genmuster, die mit Zellalterung und Lebervernarbung zusammenhängen. Die Untersuchungsmethode war ursprünglich anders vorgesehen und wurde während der Studie angepasst. Diese Abweichung vom ursprünglichen Studienprotokoll wurde in der Veröffentlichung offengelegt.
Was hat die Senolytika-Studie ergeben?
In der sogenannten Intention-to-treat-Analyse erreichten acht von 17 Personen der Wirkstoffgruppe den primären Endpunkt, also 47 Prozent. In der Placebogruppe war es eine von 14 Personen, entsprechend sieben Prozent. Bei dieser Auswertung werden alle zugeteilten Personen berücksichtigt und fehlende zweite Leberbiopsien als ausbleibender Behandlungserfolg gewertet. Der Unterschied war mit einem p-Wert von 0,021 statistisch signifikant, also nach dem verwendeten Test wahrscheinlich nicht allein durch Zufall erklärbar.
Das relative Risiko für eine Verbesserung lag bei 6,59 mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 0,93 bis 46,53. Dieses Intervall beschreibt die Unsicherheit der Schätzung und reicht von einem möglichen geringen bis zu einem sehr großen Behandlungseffekt. Da seine untere Grenze unter eins liegt und insgesamt nur neun Personen den Endpunkt erreichten, bleibt das Ergebnis trotz des signifikanten p-Werts unsicher.
Welche weiteren Ergebnisse zeigte die Studie?
Eine vollständige Rückbildung der MASH wurde bei neun von 17 behandelten Personen festgestellt, gegenüber einer von 14 unter Placebo. Das entspricht 53 Prozent gegenüber sieben Prozent. Auch der Aktivitätsscore der Leber, der Entzündung und Zellschädigung bewertet, verbesserte sich in der Wirkstoffgruppe stärker.
Zusätzlich untersuchte das Forschungsteam die Genaktivität im Lebergewebe. Dabei nahmen Genmuster ab, die mit Zellalterung und Lebervernarbung zusammenhängen, während die Fibrosesignatur in der Placebogruppe eher zunahm. Auch der Anteil hepatischer Sternzellen ging zurück. Diese Zellen sind an der Bildung von Narbengewebe in der Leber beteiligt.
Andere Untersuchungswerte zeigten dagegen keine statistisch signifikanten Verbesserungen. Dazu gehörten die Leberenzyme ALT und AST, die auf Leberschäden hinweisen können, sowie Insulinwerte und die Insulinresistenz nach HOMA-IR, einem Berechnungsverfahren zur Einschätzung der Insulinempfindlichkeit. Auch die nichtinvasiven Fibrosemarker FIB-4 und ELF sowie die mittels Ultraschall gemessene Lebersteifigkeit veränderten sich nicht signifikant. Die Verbesserungen im Lebergewebe waren somit nach 21 Wochen nicht eindeutig in den Blutwerten oder Ultraschalluntersuchungen erkennbar.
Wie zuverlässig sind die Studienergebnisse?
Das Forschungsteam führte mehrere zusätzliche Berechnungen durch, um den Einfluss fehlender Leberbiopsien zu untersuchen. Drei Personen der Wirkstoffgruppe und eine Person der Placebogruppe verließen die Studie vorzeitig. In einer ungünstigen Berechnung wurden fehlende Biopsien unter Wirkstoff als Misserfolg und unter Placebo als Behandlungserfolg gewertet. Dabei war der Unterschied mit einem p-Wert von 0,068 nicht mehr statistisch signifikant.
Die Autoren und Autorinnen bezeichnen die Ergebnisse deshalb als hypothesengenerierend. Das bedeutet, dass sie einen möglichen Behandlungseffekt zeigen, der in weiteren Studien bestätigt werden muss. Einschränkungen sind vor allem die geringe Teilnehmerzahl, die kurze Beobachtungsdauer von 21 Wochen und die Durchführung an nur einem Studienzentrum. Ob die Verbesserungen langfristig bestehen bleiben oder Leberkomplikationen verhindern, wurde nicht untersucht.
Welche Nebenwirkungen traten in der Senolytika-Studie auf?
Unerwünschte Ereignisse wurden bei 14 von 17 behandelten Personen festgestellt, was 82 Prozent entspricht. Unter Placebo waren sechs von 14 Personen betroffen, also 43 Prozent. Insgesamt wurden 28 Ereignisse in der Wirkstoffgruppe und neun in der Placebogruppe dokumentiert. Laut Publikation klangen die beobachteten Beschwerden wieder ab.
Am häufigsten traten Kopfschmerzen auf, die knapp die Hälfte der behandelten Personen betrafen. Weitere Beschwerden waren Müdigkeit, Magen-Darm-Probleme und Infektionen, bei denen es sich in beiden Gruppen überwiegend um Virusinfektionen handelte. Eine Person beendete die Behandlung wegen Nebenwirkungen, insbesondere Magen-Darm-Beschwerden und starker Erschöpfung.
Welche Veränderungen zeigten die Blutwerte?
Am Ende der Studie lag die Zahl der Blutplättchen in der Wirkstoffgruppe durchschnittlich um rund 50.000 pro Mikroliter niedriger als unter Placebo. Blutplättchen, medizinisch Thrombozyten genannt, sind wichtig für die Blutgerinnung. Ein zu starker Abfall wird als Thrombozytopenie bezeichnet und ist eine bekannte Nebenwirkung von Dasatinib.
Eine klinisch relevante Myelosuppression, also eine Unterdrückung der Blutbildung im Knochenmark, wurde nicht beobachtet. Auch eine Verlängerung der QTc-Zeit, die im EKG auf ein erhöhtes Risiko bestimmter Herzrhythmusstörungen hinweisen kann, trat nicht auf. Als schwerwiegendes Ereignis wurde eine geplante Knieoperation dokumentiert, die nicht mit der Behandlung in Zusammenhang stand.
Bei einer weiteren Person wurde während der Studie eine zuvor unbekannte Speiseröhrenkrebserkrankung festgestellt. Sie war wegen Schluckbeschwerden untersucht worden und schied anschließend aus der Studie aus. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Krebserkrankung und der Behandlung wurde nicht nachgewiesen.
Welche Sicherheitsrisiken bleiben ungeklärt?
Mit nur 17 behandelten Personen und einer Beobachtungsdauer von 21 Wochen lassen sich seltene oder langfristige Nebenwirkungen nicht zuverlässig erfassen. Aus der Leukämiebehandlung sind bei Dasatinib unter anderem Blutungen, Herzrhythmusstörungen, Pleuraergüsse und pulmonale Hypertonie bekannt. Pleuraergüsse sind Flüssigkeitsansammlungen zwischen Lunge und Brustwand, während pulmonale Hypertonie einen erhöhten Blutdruck in den Lungengefäßen bezeichnet.
Diese Erfahrungen stammen überwiegend aus der längerfristigen Behandlung von Menschen mit Leukämie. Welche Risiken eine wiederholte, zeitlich begrenzte Einnahme über mehrere Jahre bei MASH verursachen könnte, ist unbekannt. Hinzu kommen mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten über das Leberenzym CYP3A4, die in der Studie durch Ausschlusskriterien und medizinische Kontrollen begrenzt wurden.

Was zeigen frühere Senolytika-Studien am Menschen?
Die Amsterdamer Untersuchung ist nicht die erste Humanstudie mit Senolytika. Sie liefert jedoch einen der ersten positiven primären Wirksamkeitsbefunde aus einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie bei einer definierten Erkrankung. Frühere Untersuchungen konzentrierten sich häufig auf Verträglichkeit und biologische Veränderungen oder erreichten ihre wichtigsten Behandlungsziele nicht.
Lungenfibrose 2019 und 2023
Im Jahr 2019 veröffentlichten Justice und Kollegen und Kolleginnen eine offene Pilotstudie mit 14 Menschen mit idiopathischer Lungenfibrose. Bei dieser Erkrankung vernarbt das Lungengewebe zunehmend, ohne dass eine eindeutige Ursache gefunden wird. Die Teilnehmenden erhielten über drei Wochen wiederholt Dasatinib und Quercetin. Gehstrecke, Gehgeschwindigkeit und die Zeit zum Aufstehen verbesserten sich, während Lungenfunktion und Lebensqualität keine deutlichen Veränderungen zeigten.
Da eine Kontrollgruppe fehlte, ließ sich nicht feststellen, ob die Verbesserungen tatsächlich durch die Wirkstoffe entstanden. Eine randomisierte Folgestudie von Nambiar und Kollegen und Kolleginnen untersuchte 2023 insgesamt zwölf Personen. Sie konzentrierte sich auf Sicherheit und Durchführbarkeit und fand keine belastbaren Unterschiede bei Lungenfunktion oder körperlicher Leistungsfähigkeit. Nicht schwerwiegende Nebenwirkungen waren unter der Wirkstoffkombination häufiger, behandlungsbedingte schwerwiegende Ereignisse wurden nicht beobachtet.
Diabetische Nierenerkrankung 2019
Hickson und Kollegen und Kolleginnen untersuchten 2019 neun Menschen mit diabetischer Nierenerkrankung, die über drei Tage Dasatinib und Quercetin erhielten. Bei dieser Erkrankung schädigt ein länger bestehender Diabetes die Nieren. In Haut- und Fettgewebeproben nahmen bestimmte Marker seneszenter Zellen ab, darunter die Proteine p16 und p21. Auch einige entzündungsfördernde Botenstoffe im Blut gingen zurück.
Die Studie hatte allerdings keine Kontrollgruppe und untersuchte keine langfristigen Veränderungen der Nierenfunktion. Die Ergebnisse lieferten erste Hinweise darauf, dass sich seneszenzassoziierte Zellmarker beim Menschen durch die Behandlung beeinflussen lassen. Ein gesundheitlicher Nutzen wurde damit noch nicht nachgewiesen.
Knochenstoffwechsel nach den Wechseljahren 2024
Farr und Kollegen und Kolleginnen veröffentlichten 2024 in Nature Medicine eine randomisierte Phase-II-Studie mit 60 Frauen nach den Wechseljahren. Die Teilnehmenden erhielten über 20 Wochen in regelmäßigen Abständen Dasatinib und Quercetin oder gehörten zur Kontrollgruppe. Untersucht wurde vor allem der Knochenabbaumarker CTx, ein Blutwert, der Hinweise auf den Abbau von Knochengewebe gibt.
Der primäre Endpunkt wurde mit einem p-Wert von 0,611 nicht erreicht. Lediglich in einer zusätzlichen Auswertung von Frauen mit einer besonders hohen Belastung durch seneszente Zellen zeigten sich mögliche Effekte. Diese Ergebnisse sind jedoch explorativ und müssen in weiteren Studien überprüft werden.
Kniearthrose 2020
Bei Kniearthrose wurde der experimentelle senolytische Wirkstoff UBX0101 untersucht, der direkt in das Kniegelenk gespritzt wurde. Die doppelblinde, placebokontrollierte Phase-II-Studie umfasste 183 Personen und bewertete unter anderem die Schmerzen nach zwölf Wochen. In keiner Wirkstoffgruppe zeigte sich eine statistisch signifikante Verbesserung gegenüber Placebo.
Teilweise schnitt die Placebogruppe sogar besser ab. Das Unternehmen beendete die Entwicklung des Wirkstoffs für Kniearthrose im August 2020. Das Ergebnis zeigt, dass positive Befunde aus Tierversuchen nicht zwangsläufig auf Menschen übertragbar sind. Ob die positiven Ergebnisse der Amsterdamer Studie bestätigt werden können, müssen größere Untersuchungen an mehreren Studienzentren zeigen.
Was bedeutet die Senolytika-Studie für Menschen mit Fettleber?
Für Menschen mit MASH ist die Studie zunächst ein neuer Forschungsbefund und keine etablierte Behandlungsmöglichkeit. Die Kombination aus Dasatinib und Quercetin ist für diese Erkrankung nicht zugelassen und wird außerhalb klinischer Studien nicht routinemäßig eingesetzt. Vor einer möglichen Anwendung müssen größere Studien die Wirksamkeit und Sicherheit bestätigen.
Bei der Behandlung von MASH hat es inzwischen jedoch Fortschritte gegeben. Resmetirom erhielt am 18. August 2025 eine bedingte EU-Zulassung für Erwachsene mit nichtzirrhotischer MASH und einer Fibrose im Stadium F2 oder F3. Am 26. März 2026 folgte die bedingte EU-Zulassung von Semaglutid für dieselbe Patientengruppe. Beide Wirkstoffe wurden in deutlich größeren Phase-III-Studien untersucht, in denen ebenfalls Veränderungen der Leberhistologie bewertet wurden.
Welche Ärzte und Ärztinnen sind bei Fettleber zuständig?
Eine Fettleber wird häufig in der hausärztlichen Praxis entdeckt, beispielsweise durch erhöhte Leberwerte oder bei einer Ultraschalluntersuchung. Die weitere Abklärung erfolgt bei Fachärzten und Fachärztinnen für Gastroenterologie oder Hepatologie, die auf Erkrankungen des Verdauungssystems beziehungsweise der Leber spezialisiert sind. Sie beurteilen das Ausmaß der Vernarbung und prüfen, ob eine medikamentöse Behandlung infrage kommt.
Dafür werden unter anderem der FIB-4-Score und die Elastografie eingesetzt. Der FIB-4-Score kombiniert Alter und bestimmte Blutwerte, um das Risiko einer fortgeschrittenen Leberfibrose einzuschätzen. Die Elastografie misst die Steifigkeit des Lebergewebes, die bei zunehmender Vernarbung häufig steigt. Ob zusätzlich eine Leberbiopsie notwendig ist, hängt von den individuellen Befunden ab.
Die Grundlage der Behandlung bleibt eine Anpassung des Lebensstils. Dazu gehören bei Übergewicht eine Gewichtsreduktion, regelmäßige Bewegung, der Verzicht auf Alkohol sowie die Behandlung von Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Auch in den Zulassungsstudien wurden Medikamente ergänzend zu Ernährung und Bewegung untersucht.
Wo findet man weitere klinische Studien?
Die Forschungsgruppe empfiehlt größere Folgestudien mit längerer Beobachtungsdauer. Menschen mit MASH und Leberfibrose können sich über laufende Untersuchungen im internationalen Register ClinicalTrials.gov oder im europäischen Studienregister CTIS informieren. Eine mögliche Teilnahme sollte mit den behandelnden Ärzten und Ärztinnen besprochen werden.
Klinische Studien bieten regelmäßige medizinische Kontrollen und Zugang zu neuen Forschungsansätzen. Gleichzeitig ist nicht garantiert, dass Teilnehmende den untersuchten Wirkstoff erhalten, da manche Studien eine Placebogruppe vorsehen. Zudem können bisher unbekannte Nebenwirkungen auftreten.
Ist die Behandlung mit Dasatinib und Quercetin zugelassen?
Dasatinib und Quercetin gehören rechtlich zu unterschiedlichen Produktgruppen. Dasatinib ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das in der Behandlung bestimmter Leukämieformen eingesetzt wird. Quercetin ist ein pflanzlicher Inhaltsstoff, der auch als Nahrungsergänzungsmittel angeboten wird. Eine Zulassung der Kombination zur Behandlung von MASH oder zur Verlangsamung des Alterns besteht nicht.
Welche Regeln gelten in Deutschland?
Dasatinib ist seit November 2006 in der EU für bestimmte Formen der Philadelphia-Chromosom-positiven chronischen myeloischen Leukämie und der akuten lymphatischen Leukämie zugelassen. Dabei handelt es sich um Krebserkrankungen des blutbildenden Systems. Die Zulassung wurde später auf bestimmte Anwendungsgebiete bei Kindern und Jugendlichen erweitert.
Eine Zulassung für Fettleber, Leberfibrose oder Alterungsprozesse besteht nicht. Eine ärztliche Verordnung außerhalb der zugelassenen Anwendungsgebiete wird als Off-Label-Use bezeichnet und ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung ist dabei auf Ausnahmefälle beschränkt. Auch ein individueller Heilversuch erfordert eine sorgfältige ärztliche Nutzen-Risiko-Abwägung und ist keine reguläre Behandlungsalternative.
Quercetin ist als Nahrungsergänzungsmittel frei erhältlich. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bewertete 2011 verschiedene gesundheitsbezogene Angaben, unter anderem zum Schutz vor oxidativen Zellschäden und zur Leberfunktion. Für die untersuchten Aussagen wurde kein ausreichender Ursache-Wirkungs-Zusammenhang nachgewiesen. Entsprechende nicht zugelassene Gesundheits- oder Heilversprechen sind deshalb unzulässig.
Die Studienmenge von 1.000 Milligramm Quercetin pro Behandlungstag entspricht zudem nicht automatisch einer geeigneten oder sicheren Nahrungsergänzung. Die Wirkung wurde ausschließlich in Kombination mit Dasatinib untersucht. Eine eigenständige Behandlung von Fettleber mit Quercetin lässt sich daraus nicht ableiten.
Welche Regeln gelten in Österreich?
Die zentrale EU-Zulassung von Dasatinib gilt auch in Österreich. Der Wirkstoff ist verschreibungspflichtig und wird in der Hämatologie und Onkologie eingesetzt, also in medizinischen Fachgebieten für Blut- und Krebserkrankungen. Zuständig für die nationale Arzneimittelüberwachung ist das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG).
Eine Anwendung bei MASH wäre ebenfalls ein Off-Label-Einsatz und müsste medizinisch begründet werden. Die Kostenübernahme durch die Sozialversicherung hängt von den jeweiligen Voraussetzungen ab und kann eine vorherige Bewilligung erfordern. Eine regulär zugelassene Senolytika-Behandlung bei Fettleber gibt es in Österreich nicht.
Quercetin ist auch in Österreich als Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln erhältlich. Dafür gelten die europäischen Vorschriften zu gesundheitsbezogenen Angaben. Produkte dürfen nicht mit einer nachgewiesenen Wirkung gegen Fettleber oder Zellalterung beworben werden, wenn dafür keine entsprechende Zulassung beziehungsweise erlaubte gesundheitsbezogene Angabe besteht.
Welche Regeln gelten in der Schweiz?
In der Schweiz ist Dasatinib seit 2007 für bestimmte Leukämieformen zugelassen. Die Arzneimittelzulassung erfolgt durch Swissmedic und gilt unabhängig von den EU-Zulassungen. Für Fettleber oder die gezielte Entfernung seneszenter Zellen besteht keine entsprechende Zulassung.
Ein Off-Label-Einsatz kann unter ärztlicher Verantwortung möglich sein. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt die Kosten jedoch nur unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen, insbesondere nach den Regelungen der Krankenpflege-Leistungsverordnung. Eine routinemäßige Behandlung mit Dasatinib und Quercetin bei MASH ist auch in der Schweiz nicht etabliert.
Für Quercetin gelten die Schweizer Vorschriften über Nahrungsergänzungsmittel. Gesundheitsbezogene Angaben orientieren sich weitgehend an den europäischen Regelungen und dürfen nicht frei erfunden werden. Die EU-Zulassungen von Resmetirom und Semaglutid für MASH gelten in der Schweiz nicht automatisch. Ob diese Medikamente für die jeweilige Behandlung verfügbar und zugelassen sind, muss anhand der aktuellen Swissmedic-Arzneimittelinformation geprüft werden.
Warum sind Selbstversuche mit Senolytika gefährlich?
In Longevity-Foren werden immer wieder Behandlungsschemata mit Dasatinib und Quercetin diskutiert. Manche orientieren sich dabei an Dosierungen aus klinischen Studien und versuchen, die Substanzen selbst zu beschaffen. Dabei wird übersehen, dass die Amsterdamer Untersuchung ausschließlich unter kontrollierten medizinischen Bedingungen durchgeführt wurde.
Die Teilnehmenden hatten eine gesicherte Lebererkrankung und mussten bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Während der Behandlung erfolgten regelmäßige Blutuntersuchungen, EKG-Kontrollen und weitere medizinische Untersuchungen. Eine vergleichbare Sicherheit lässt sich bei einer eigenständigen Anwendung nicht gewährleisten.
Für gesunde Menschen gibt es bisher keine belastbaren Belege dafür, dass Senolytika das Altern verlangsamen oder die gesunde Lebensspanne verlängern. Diese wird in der Forschung häufig als Healthspan bezeichnet, wobei ihre genaue Definition je nach Untersuchung variiert. Die bisherigen Humanstudien untersuchten einzelne Erkrankungen oder biologische Marker, nicht die allgemeine Lebensverlängerung.
Welche Risiken bestehen bei der eigenständigen Anwendung?
Mehrere bekannte und ungeklärte Risiken sprechen gegen Selbstversuche mit Dasatinib und Quercetin. Besonders problematisch ist, dass schwerwiegende Nebenwirkungen ohne medizinische Kontrollen unbemerkt bleiben können. Dazu gehören:
- Dasatinib kann die Bildung von Blutzellen beeinträchtigen und dadurch das Risiko für Blutungen erhöhen. Auch in der Amsterdamer Studie sank die Zahl der Blutplättchen messbar.
- Aus der Leukämietherapie sind Herz- und Lungenprobleme bekannt, darunter Herzrhythmusstörungen, Flüssigkeitsansammlungen zwischen Lunge und Brustwand sowie erhöhter Blutdruck in den Lungengefäßen.
- Dasatinib kann Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten verursachen, darunter Magensäureblocker, bestimmte Antibiotika und Mittel gegen Pilzinfektionen. Auch Grapefruit kann die Wirkung beeinflussen.
- Medikamente aus unseriösen Internetangeboten können gefälscht, falsch dosiert oder verunreinigt sein. Dadurch entstehen zusätzliche gesundheitliche Risiken.
- Die Langzeitfolgen einer Behandlung mit Senolytika sind noch nicht ausreichend erforscht. Seneszente Zellen unterstützen auch die Wundheilung und können die unkontrollierte Vermehrung geschädigter Zellen verhindern.
- Nicht erkannte Erkrankungen können die Risiken einer Behandlung verändern. In der Amsterdamer Studie wurde bei einer Person eine zuvor unbekannte Speiseröhrenkrebserkrankung festgestellt, ohne dass ein Zusammenhang mit der Behandlung nachgewiesen wurde.
Was hilft bei Fettleber nachweislich?
Für Menschen mit Fettleber sind Gewichtsreduktion, regelmäßige Bewegung und der Verzicht auf Alkohol deutlich besser untersucht als die Anwendung von Senolytika. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen wöchentlich 150 bis 300 Minuten Bewegung mit mittlerer Intensität oder 75 bis 150 Minuten intensivere Bewegung. Ergänzend wird muskelkräftigendes Training an mindestens zwei Tagen pro Woche empfohlen.
Bei MASH mit bereits bestehender Leberfibrose sollte außerdem eine fachärztliche Betreuung erfolgen. Ärzte und Ärztinnen für Gastroenterologie oder Hepatologie können das Fibrosestadium beurteilen und prüfen, ob eines der inzwischen zugelassenen Medikamente geeignet ist. Welche Untersuchungen und Behandlungen notwendig sind, hängt vom individuellen Erkrankungsstadium und weiteren Risikofaktoren ab.
Wie geht die Forschung zu Senolytika weiter?
Die Amsterdamer Studie wird als Proof-of-Principle-Untersuchung bezeichnet. Damit ist gemeint, dass erste klinische Hinweise auf die Wirksamkeit eines Forschungsansatzes vorliegen. Ob der angenommene senolytische Mechanismus den beobachteten Behandlungseffekt tatsächlich verursacht hat, ist damit noch nicht endgültig geklärt.
Als nächster Schritt sind größere Studien an mehreren Forschungszentren notwendig. Sie sollten die Behandlung über längere Zeiträume untersuchen und neben Gewebeveränderungen auch klinische Ergebnisse erfassen. Dazu gehören beispielsweise das Fortschreiten zur Leberzirrhose, Leberversagen und die Sterblichkeit. Erst solche Untersuchungen können zeigen, ob sich aus den bisherigen Ergebnissen ein langfristiger medizinischer Nutzen ergibt.
Parallel werden neue Wirkstoffe erforscht, die möglichst gezielt seneszente Zellen angreifen sollen. Einige Ansätze sollen bevorzugt in bestimmten Geweben wirken, um unerwünschte Wirkungen auf andere Organe zu verringern. Auch Antikörper und zellbasierte Verfahren, die bestimmte Oberflächenmerkmale seneszenter Zellen erkennen, werden untersucht. Diese Ansätze befinden sich überwiegend noch in der präklinischen Forschung.
Welche Interessenkonflikte wurden angegeben?
Die Mitautoren James Kirkland und Tamara Tchkonia sind an Patenten und Patentanmeldungen zur Anwendung senolytischer Wirkstoffe beteiligt, die mit der Mayo Clinic verbunden sind. Ein weiterer Mitautor gab Beratertätigkeiten für Pharmaunternehmen an. Die übrigen Autoren und Autorinnen erklärten laut Veröffentlichung keine entsprechenden Interessenkonflikte.
Die Studie wurde unter anderem durch die niederländische Forschungsförderung ZonMw und die US-amerikanischen National Institutes of Health finanziert. Nach Angaben der Publikation hatten die Geldgeber keinen Einfluss auf die Planung oder Auswertung. Angaben zu finanziellen Interessen gehören zur transparenten Darstellung klinischer Forschung.
Patente oder Beratertätigkeiten bedeuten nicht automatisch, dass Studienergebnisse unzuverlässig sind. Sie sollten jedoch bei der wissenschaftlichen Einordnung berücksichtigt werden, da Beteiligte von einer späteren Entwicklung der Behandlung profitieren könnten. Eine unabhängige Wiederholung der Studie durch andere Forschungsgruppen wäre deshalb besonders wertvoll.
Häufige Fragen zur Senolytika-Studie
Quellen
Koning, M., Kovynev, A., Fondevila, M. F. et al. (2026): Senolytics dasatinib and quercetin in metabolic dysfunction-associated steatohepatitis: a proof-of-principle randomized, controlled trial. Nature Metabolism, veröffentlicht am 1. Oktober 2026. DOI: 10.1038/s42255-026-01643-4
ClinicalTrials.gov (2026): Dasatinib and Quercetin, a Combination of Senolytics to Treat Fibrotic Non-alcoholic Fatty Liver Disease. TRUTH Study, Studiennummer NCT05506488. Zum Studienregister
Justice, J. N., Nambiar, A. M., Tchkonia, T. et al. (2019): Senolytics in idiopathic pulmonary fibrosis: Results from a first-in-human, open-label, pilot study. EBioMedicine, 40, 554–563. DOI: 10.1016/j.ebiom.2018.12.052
Nambiar, A. M., Kellogg, D. L., Justice, J. N. et al. (2023): Senolytics dasatinib and quercetin in idiopathic pulmonary fibrosis: Results of a phase I, single-blind, single-center, randomized, placebo-controlled pilot trial on feasibility and tolerability. EBioMedicine, 90, 104481. DOI: 10.1016/j.ebiom.2023.104481
Hickson, L. J., Langhi Prata, L. G. P., Bobart, S. A. et al. (2019): Senolytics decrease senescent cells in humans: Preliminary report from a clinical trial of Dasatinib plus Quercetin in individuals with diabetic kidney disease. EBioMedicine, 47, 446–456. DOI: 10.1016/j.ebiom.2019.08.069
Farr, J. N., Saul, D., Doolittle, M. L. et al. (2024): Effects of intermittent senolytic therapy on bone metabolism in postmenopausal women: A phase 2 randomized controlled trial. Nature Medicine, 30, 2605–2612. DOI: 10.1038/s41591-024-03096-2
ClinicalTrials.gov (2020): A Study to Assess the Safety and Efficacy of a Single Dose of UBX0101 in Patients With Osteoarthritis of the Knee. Studiennummer NCT04129944. Zum Studienregister
Europäische Arzneimittelagentur (EMA): Sprycel (Dasatinib). Europäischer öffentlicher Beurteilungsbericht und Fachinformation. Zur Arzneimittelinformation
Europäische Arzneimittelagentur (EMA) (2025): Rezdiffra (Resmetirom). Bedingte EU-Zulassung vom 18. August 2025 für nichtzirrhotische MASH mit Fibrosestadium F2 bis F3. Zum Zulassungsbericht
Europäische Arzneimittelagentur (EMA) (2026): Kayshild (Semaglutid). Bedingte EU-Zulassung vom 26. März 2026 für nichtzirrhotische MASH mit Fibrosestadium F2 bis F3. Zum Zulassungsbericht
European Food Safety Authority (EFSA) (2011): Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to quercetin and protection of DNA, proteins and lipids from oxidative damage, cardiovascular system, mental state and performance, and liver and kidneys. EFSA Journal, 9(4), 2067. DOI: 10.2903/j.efsa.2011.2067
Swissmedic: Arzneimittelinformation zu Sprycel (Dasatinib), Zulassungsnummer 57658. Zur Schweizer Arzneimittelinformation
World Health Organization (WHO) (2020): WHO Guidelines on Physical Activity and Sedentary Behaviour. Empfehlungen zur körperlichen Aktivität bei Erwachsenen. Zu den WHO-Leitlinien
European Association for the Study of the Liver (EASL), European Association for the Study of Diabetes (EASD), European Association for the Study of Obesity (EASO) (2024): Clinical Practice Guidelines on the management of metabolic dysfunction-associated steatotic liver disease (MASLD). Journal of Hepatology, 81, 492–542. DOI: 10.1016/j.jhep.2024.04.031
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