Was sind Hängebrüste?
Mediziner bezeichnen Hängebrüste als Mastoptosis. Der Begriff selbst beschreibt vorerst nur eine generelle Erschlaffung der Brust, über die Ausprägung der Hängebrust sagt er jedoch nichts aus. Ärzte unterscheiden drei Schweregrade, die von kleinen bis erheblichen Hautüberschüssen reichen. Im Grunde verliert das Gewebe im Laufe der Zeit automatisch an Festigkeit, sodass die Brust absinkt. Andere mögliche Ursachen sind starke Gewichtsschwankungen oder hormonelle Einflüsse, wie bei einer Schwangerschaft oder in der Menopause.
Nach Schwangerschaft und Stillzeit lässt sich eine Bruststraffung häufig im Rahmen eines Mommy Makeover mit weiteren Eingriffen kombinieren.
Welche Ursachen haben Hängebrüste?
Hängebrüste sind teils genetisch bedingt, können allerdings durch den Lebensstil der Frau beeinflusst werden:
Hängebrüste im Alter – in den Wechseljahren: Aufgrund des sinkenden Östrogenspiegels und der nachlassenden Zellteilung verliert die Haut an Elastizität und Spannkraft. Gleichzeitig wird Fett und Drüsengewebe abgebaut und weniger Kollagen gebildet, wodurch die Brust an Volumen verliert und absinkt.
Hängebrüste durch Rauchen und Lebensstil: Tabakwaren enthalten krebserregende Stoffe, sogenannte Karzinogene, welche das Faserprotein Elastin abbauen. Elastin verleiht der Haut und den Blutgefäßen aber Spannkraft. Sinkt der Elastin-Gehalt, verlieren die Brüste an Elastizität und erschlaffen.
Tragen eines falschen BHs: Vor allem bei Sportarten wie Joggen solltest Du immer einen gut sitzenden Büstenhalter tragen, welcher das Bindegewebe Deiner Brüste unterstützt.
Exzessives Sonnenbaden ohne UV-Schutz
Starke Gewichtsschwankungen: Wenn Du zunimmst, steigt das Volumen der Fettzellen in Deinen Brüsten. Nimmst Du dann wieder ab, verkleinern sich zwar die Fettzellen, das Bindegewebe bildet sich jedoch nicht mehr in dem gleichen Maße zurück, wodurch es zu einem Hautüberschuss und somit einer hängenden Brust kommen kann.
Schwangerschaft und Stillzeit: Aufgrund einer hormonellen Umstellung in der Schwangerschaft und einer Volumenzunahme der Brüste durch ein Anschwellen der Milchdrüsen, dehnt sich das Bindegewebe stark. Nach dem Abstillen bildet sich die Brust zwar wieder zurück, doch kann ein Hautüberschuss entstehen.
Welche Grade gibt es bei der Hängebrust?
Mediziner unterscheiden drei Schweregrade bei Hängebrüsten. Um den Grad zu bestimmen, messen sie den Abstand von der Brustwarze zum oberen Rand des Brustbeins am Hals. Im Idealfall beträgt dieser zwischen 18 und 21 Zentimeter. Der Mittelpunkt der Brustwarze sollte sich dabei oberhalb der Unterbrustfalte befinden, die Brustwarzen nach oben zeigen. Diese Stufe bezeichnen Ärzte dann als Grad 0.
Grad 1: In diesem ersten Stadium ist die Brust nur leicht erschlafft und es gibt nur wenig Hautüberschuss. Die Brustwarze befindet sich dabei ein wenig unterhalb oder auf gleicher Höhe mit der Unterbrustfalte. Diese Form der Hängebrust ist die am weitesten verbreitete.
Grad 2: Hier ist die Brust mäßig erschlafft, die Brustwarzen jedoch sichtbar ein bis drei Zentimeter unterhalb der Unterbrustfalte abgesunken. Bei größeren Oberweiten können die Brustwarzen nach unten zeigen. Es gibt mehr überschüssige Haut und die Brustdrüse ist in diesem Stadium verkleinert.
Grad 3: Beim dritten Grad ist die Brust sehr stark erschlafft und der Hautüberschuss sehr groß. Die Brustwarzen liegen mit über drei Zentimeter deutlich unterhalb der Unterbrustfalte am tiefsten Punkt des Busens und zeigen schon bei kleinen Brüsten nach unten.
Neben der Einteilung nach Schweregraden unterscheiden Mediziner drei weitere Formen der Hängebrust. Die sogenannte Fetthängebrust in etwa entsteht durch Einlagerung von überschüssigem Fettgewebe in die Brust, wodurch sie immer größer und schwerer wird und zu hängen beginnt. Bei der hypertrophischen Hängebrust kommt es aufgrund einer Hormonstörung zu einer Überentwicklung des Drüsengewebes. Anders ist das bei der dritten Form, der atrophischen Hängebrust, wo sich das Gewebe im Brustbereich altersbedingt oder infolge einer Gewichtsabnahme abbaut. Es kommt zu einem Hautüberschuss und der Busen beginnt zu hängen. Weitere Informationen zu Brustformen findest Du hier: Brustformen.
Mit welchen nicht-operativen Methoden kann ich Hängebrüste behandeln?
Nicht Rauchen: Rauchen führt aufgrund des Abbaus der elastischen Fasern zu einer Erschlaffung des Gewebes.
Viel trinken: Wenn unsere Haut zu wenig Flüssigkeit bekommt, leidet sie. Eineinhalb bis zwei Liter solltest Du, wenn Du gesund bist, täglich auf jeden Fall zu Dir nehmen.
Den passenden BH tragen: Achte auf die richtige Passform beim Büstenhalter. Er sollte gut sitzen und genug Halt geben. Vor allem beim Sport solltest Du geeignete Sport-BHs bevorzugen, die Deine Brust besser unterstützen.
Sonnencreme verwenden: Die im UV-Licht enthaltenen freien Radikale lassen Deine Haut schneller altern. Verwende deshalb immer ausreichend Sonnencreme.
Eincremen: Pflegende Creme oder Öle können Deine Haut mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen.
Vermeide starke Gewichtsschwankungen: Durch das ständige Zu-und Abnehmen wird die Bindehaut stark strapaziert. Auf Dauer verliert sie an Elastizität und kann sich nicht mehr zurückbilden. Was bleibt, ist ein Hautüberschuss, der den Busen zum Hängen bringt.
Massagen: Diese sorgen für eine stärkere Durchblutung des Bindegewebes.
Ausgewogene Ernährung: Setze bei Deiner Ernährung vor allem auf sogenannte Phyto-Nährstoffe, welche in Tomaten, Zwiebeln, Kohl, Karotten oder Brokkoli sowie in Granatapfel, Nüssen und Vollkorn-Getreide vorkommen und das Bindegewebe elastischer machen.
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