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Hautpilz und Nagelpilz

Hautpilz und Nagelpilz

Hautpilz und Nagelpilz lassen sich mit einer sicheren Diagnose gezielt behandeln und wirksam vorbeugen.

Dauer
Mehrere Wochen bis Monate
Klinik
Nicht notwendig
Ausfallzeit
Keine
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Pilzinfektionen gehören zu den häufigsten Erkrankungen von Haut und Nägeln. Sie können Menschen jeden Alters betreffen und sich je nach betroffener Körperregion unterschiedlich äußern. Während sich Hautpilz häufig durch gerötete, schuppige oder kreisförmige Hautveränderungen bemerkbar macht, zeigt sich Nagelpilz meist durch verfärbte, verdickte oder brüchige Nägel. Da sich insbesondere Hautpilz äußerlich mit anderen Hauterkrankungen ähneln kann, ist auf den ersten Blick oft nicht eindeutig erkennbar, ob tatsächlich eine Pilzinfektion der Haut oder eine andere Ursache hinter den Beschwerden steckt.

Eine frühzeitige Diagnose ist deshalb wichtig. Wird eine Mykose rechtzeitig erkannt, kann sie gezielt behandelt werden. Unbehandelt können sich Pilzinfektionen hingegen ausbreiten und über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben. Hier erfahren Sie, was eine Pilzinfektion ist, welche Symptome auftreten können, welche Ursachen infrage kommen und warum eine sichere Diagnose für die richtige Behandlung entscheidend ist.

Auf einen Blick: Hautpilz und Nagelpilz

Was ist eine Pilzinfektion?
Pilzinfektionen (Mykosen) gehören zu den häufigsten Erkrankungen von Haut und Nägeln. Sie werden meist durch Dermatophyten, Hefepilze oder Schimmelpilze verursacht.

Woran erkennt man sie?
Hautpilz zeigt sich häufig durch gerötete, schuppige oder kreisförmige Hautveränderungen. Nagelpilz macht sich durch verfärbte, verdickte oder brüchige Nägel bemerkbar.

Warum ist die Diagnose so wichtig?
Viele Hauterkrankungen sehen einer Pilzinfektion zum Verwechseln ähnlich. Eine sichere Diagnose, etwa per PCR-Analyse, ist deshalb die Grundlage jeder gezielten Behandlung.

Wie wird behandelt?
Antimykotika hemmen das Wachstum und die Vermehrung der Pilze. Die Behandlung sollte konsequent fortgeführt werden, bei Nagelpilz bis der Nagel vollständig gesund nachgewachsen ist.

Was ist eine Pilzinfektion?

Eine Pilzinfektion, medizinisch auch Mykose genannt, wird durch verschiedene Pilzarten verursacht. Zu den häufigsten Erregern zählen Dermatophyten, Hefepilze und Schimmelpilze. Je nach Erreger und betroffener Körperregion können die Beschwerden unterschiedlich ausfallen.

Dermatophyten benötigen Keratin als Nährstoff. Deshalb befallen sie vor allem die äußere Hautschicht sowie Haare und Nägel. In der Regel bleiben sie auf die Hornschicht der Haut beschränkt und dringen nicht in tiefere Hautschichten ein. Zu den Dermatophyten gehören unter anderem Pilzarten der Gattungen Trichophyton, Microsporum und Epidermophyton.

Was ist Nagelpilz?

Nagelpilz, medizinisch Onychomykose, ist eine Pilzinfektion des Nagels. Sie macht sich häufig zunächst durch weißlich-gelbe oder bräunliche Verfärbungen bemerkbar. Im weiteren Verlauf kann der Pilz tiefer ins Nagelbett eindringen und die Nagelplatte zunehmend schädigen.

Besonders häufig tritt Nagelpilz an den Zehennägeln des großen Zehs auf. Ohne Behandlung kann sich die Infektion auf weitere Nägel ausbreiten. Nagelpilz stellt deshalb nicht nur ein kosmetisches Problem dar, sondern sollte konsequent behandelt werden.

In Deutschland betrifft Nagelpilz etwa zwei bis 15 Prozent der Bevölkerung. Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen, beispielsweise Diabetes mellitus, haben ein erhöhtes Risiko für eine Nagelpilzinfektion. Da geschädigte Nägel eine Eintrittspforte für Bakterien darstellen können, sind im ungünstigsten Fall auch bakterielle Komplikationen möglich.

Verursacht wird Nagelpilz meist durch Dermatophyten. Außerdem können auch Hefepilze oder Schimmelpilze eine Nagelinfektion auslösen. Hefepilze betreffen dabei häufiger die Fingernägel, kommen insgesamt jedoch seltener vor.

Ist Nagelpilz ansteckend?

Nagelpilz ist ansteckend. Die Übertragung erfolgt häufig dort, wo viele Menschen barfuß unterwegs sind. Dazu zählen beispielsweise Schwimmbäder, Saunen, Gemeinschaftsduschen oder Umkleideräume. Auch ein unbehandelter Fußpilz der Haut kann sich auf den Nagel ausbreiten und eine Nagelpilzinfektion verursachen.

Gelangen Pilzsporen über kleinste Verletzungen in den Nagel oder das umliegende Gewebe, kann sich die Infektion entwickeln. Ohne gezielte Behandlung verschwindet Nagelpilz in der Regel nicht von selbst.

Zwei Personen stehen barfuß auf einem Boden, ein Übertragungsweg für Fußpilz und Nagelpilz

Was ist Hautpilz?

Unter einem Hautpilz versteht man eine Pilzinfektion der Haut, die durch Dermatophyten, Hefepilze oder Schimmelpilze verursacht werden kann. Je nach Erreger und betroffener Körperregion unterscheiden sich die Beschwerden.

Nach einer Infektion gelangen die Pilzerreger über einen Haarfollikel in die oberflächlichen Hautschichten. Dort vermehren sie sich innerhalb der Hornschicht und können sich in alle Richtungen ausbreiten. Typisch sind dabei häufig kreisförmige Hautveränderungen mit einer geröteten und leicht schuppenden Begrenzung. Sind mehrere Haarfollikel betroffen, können einzelne Herde miteinander verschmelzen und größere Hautareale betreffen.

Hautpilz kann grundsätzlich an nahezu jeder Körperstelle auftreten. Häufig betroffen sind Körperstellen, an denen Wärme und Feuchtigkeit optimale Bedingungen für das Pilzwachstum schaffen. Dazu zählen beispielsweise die Achselhöhlen, Leisten oder Hautfalten. Unter anderem ist auch ein Pilz auf der Hand oder ein Pilz unter der Brust möglich.

Wie wird Hautpilz übertragen?

Hautpilze sind ansteckend und entstehen meist durch den Kontakt mit einer Infektionsquelle.

Mögliche Übertragungswege sind unter anderem:

  • Kontakt mit infizierten Tieren wie Katzen, Hunden, Rindern oder Meerschweinchen
  • indirekter Kontakt über Gegenstände, die mit infizierten Tieren in Berührung gekommen sind
  • enger Hautkontakt zwischen Menschen

Auch bereits bestehende Pilzinfektionen spielen eine wichtige Rolle. Insbesondere Fußpilz oder Nagelpilz gilt häufig als Ausgangspunkt weiterer Dermatophyteninfektionen anderer Hautbereiche und sollten deshalb konsequent behandelt werden.

Wie sieht Haut- und Nagelpilz aus?

Symptome von Hautpilz

Die Beschwerden einer Pilzinfektion der Haut können je nach Erreger und betroffener Körperregion unterschiedlich ausfallen. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • gerötete Hautstellen
  • Juckreiz
  • Schuppungen
  • Schwellungen
  • kreisförmiger Ausschlag mit erhabenem, schuppendem Rand

Da sich die Symptome mit anderen Hauterkrankungen überschneiden können, ist eine sichere Diagnose besonders wichtig.

Frau tastet eine Hautveränderung am Hals ab

Symptome von Nagelpilz

Nagelpilz entwickelt sich meist schleichend und bleibt im Anfangsstadium häufig unbemerkt, da die Veränderungen zunächst nur gering ausgeprägt sind.

Typische Anzeichen sind:

  • weißlich-gelbe oder bräunliche Verfärbungen am vorderen oder seitlichen Nagelrand
  • Verdickung der Nagelplatte
  • brüchige oder krümelige Nägel
  • Spaltung des Nagels

Da sich Nagelpilz ohne Behandlung auf weitere Nägel ausbreiten kann, ist es wichtig, Nagelpilz frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln.

Welche Ursachen und Risikofaktoren hat eine Pilzinfektion?

Sowohl Hautpilz als auch Nagelpilz werden durch verschiedene Faktoren begünstigt.

Ein erhöhtes Risiko besteht unter anderem bei:

  • Diabetes mellitus
  • geschwächtem Immunsystem
  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Durchblutungsstörungen der Füße
  • Verletzungen von Haut oder Nägeln
  • starkem Schwitzen
  • Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit
  • aufgeweichter Haut (Mazeration)
  • gereizter Haut
  • Reibung der Haut
  • Behandlung mit Steroiden
  • Einnahme von Immunsuppressiva
  • HIV-Infektion
  • Antibiotikatherapie (insbesondere bei Candida)

Auch Übergewicht mit ausgeprägten Hautfalten kann das Risiko erhöhen. Darüber hinaus gelten bereits bestehende Fuß- oder Nagelpilzinfektionen häufig als Ausgangspunkt weiterer Dermatophyteninfektionen an anderen Körperstellen und sollten deshalb konsequent behandelt werden.

Immer wieder wird auch Stress in Zusammenhang mit Pilzinfektionen gebracht. Stress selbst zählt nicht direkt zu den beschriebenen Ursachen einer Pilzinfektion, jedoch kann chronischer Stress die Funktion des Immunsystems beeinflussen und somit einen Risikofaktor darstellen.

Welche Erkrankungen können einem Hautpilz ähneln?

Da sich viele Hauterkrankungen äußerlich ähneln, lässt sich allein anhand des Erscheinungsbildes häufig nicht sicher beurteilen, ob tatsächlich eine Pilzinfektion vorliegt. Ein roter Hautfleck, ein kreisförmiger Ausschlag oder schuppende Haut können auch andere Ursachen haben.

Zu den Hauterkrankungen, die ähnliche Beschwerden verursachen können, gehören unter anderem:

  • atopische Dermatitis (Neurodermitis)
  • seborrhoische Dermatitis
  • Psoriasis
  • Rosazea
  • allergische Kontaktdermatitis
  • periorale Dermatitis
  • kutaner Lupus erythematodes
  • polymorphe Lichtdermatose

Auch Erythrasma, eine oberflächliche bakterielle Hautinfektion, kann einer Pilzinfektion äußerlich ähneln. Da sich die Behandlung je nach Ursache deutlich unterscheidet, ist eine möglichst sichere Differenzierung wichtig.

Was ist Tinea incognito?

Die Diagnose kann zusätzlich erschwert werden, wenn ein Hautpilz bereits mit entzündungshemmenden Medikamenten behandelt wurde.

Wird beispielsweise eine kortisonhaltige Creme angewendet, kann die Entzündung zunächst zurückgehen. Der verursachende Pilz wird dadurch jedoch nicht beseitigt. Stattdessen kann sich die Infektion weiter ausbreiten und gleichzeitig ihr typisches Erscheinungsbild verlieren.

Diese veränderte Form einer Dermatophyteninfektion wird als Tinea incognito bezeichnet.

Im Vergleich zu einer unbehandelten Pilzinfektion kann sie:

  • weniger schuppig erscheinen,
  • einen weniger deutlich abgegrenzten Rand aufweisen,
  • stärker mit Pusteln einhergehen,
  • größere Hautareale betreffen,
  • stärker reizen.

Aus diesem Grund sollten kortisonhaltige Cremes bei Verdacht auf eine Pilzinfektion nicht ohne gesicherte Diagnose angewendet werden.

Warum ist eine sichere Diagnose von Hautpilz und Nagelpilz so wichtig?

Ob Hautpilz behandeln oder Nagelpilz behandeln – Voraussetzung für eine gezielte Therapie ist zunächst die sichere Diagnose.

Da sich Hautpilz mit anderen Hauterkrankungen verwechseln lässt, reicht das äußere Erscheinungsbild zur Diagnose häufig nicht aus. Um den verursachenden Erreger nachzuweisen, kann Probenmaterial der betroffenen Haut-, Haar- oder Nagelregion entnommen und untersucht werden.

Zur Diagnosesicherung kommen verschiedene Verfahren infrage:

  • mikroskopische Untersuchung
  • Pilzkultur
  • PCR-Analyse

Die Identifizierung des Erregers kann zudem dabei helfen, die mögliche Infektionsquelle besser einzugrenzen, da einige Dermatophyten häufiger mit bestimmten Wirten wie Menschen oder Tieren assoziiert sind.

Wie lassen sich Pilzinfektionen von zuhause aus feststellen?

Mit unserem PCR-Selbsttest werden Haut-, Haar- oder Nagelproben bequem zuhause entnommen und anschließend im Labor untersucht.

Der Test analysiert 56 häufige Pilzerreger mittels PCR-Analyse und eignet sich für den Nachweis von Pilzen an Haut, Haaren und Nägeln.

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Wie läuft der Test ab?

Für eine Hautprobe wird der Tupfer zunächst angefeuchtet und anschließend mehrfach über den Übergang zwischen betroffener und gesunder Haut gestrichen. Für eine Nagelprobe wird etwas Nagel am Übergang der betroffenen zur gesunden Stelle abgefeilt. Danach wird das Probenmaterial in das mitgelieferte Probengefäß gegeben und im vorfrankierten Versandumschlag an das Labor geschickt. Die Testergebnisse stehen nach wenigen Tagen online zur Verfügung.

Wie lässt sich eine Pilzinfektion behandeln?

Sowohl bei Hautpilz als auch bei Nagelpilz gilt: Eine gezielte Behandlung sollte erst erfolgen, wenn möglichst sicher feststeht, dass tatsächlich eine Pilzinfektion vorliegt. Da verschiedene Hauterkrankungen äußerlich ähnlich aussehen können, ist eine eindeutige Diagnose die Grundlage für eine erfolgreiche Therapie. Eine hautärztliche Praxis in Ihrer Nähe finden Sie über unsere Arztsuche.

Behandlung bei Hautpilz

Zur Behandlung bei Hautpilz werden in erster Linie Antimykotika eingesetzt. Diese Medikamente hemmen das Wachstum und die Vermehrung der Pilze und sind in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich, beispielsweise als:

  • Creme
  • Salbe
  • Tinktur
  • Spray
  • Puder
  • Shampoo

Welche Behandlung geeignet ist, hängt unter anderem vom verursachenden Erreger und der betroffenen Körperregion ab. Daher empfiehlt es sich, vor Beginn der Behandlung den Erreger möglichst sicher nachzuweisen.

Nagelpilz behandeln

Auch beim Nagelpilz richtet sich die Behandlung nach dem Ausmaß der Infektion. Je nachdem, wie weit der Nagel betroffen ist und ob die Nagelmatrix beteiligt ist, kommen unterschiedliche Therapien infrage.

Zum Einsatz kommen beispielsweise:

  • spezieller Nagellack gegen Nagelpilz
  • Kombination aus Nagellack und Tabletten

Zu den wichtigen Wirkstoffen zählen Ciclopirox und Terbinafin.

Wer Nagelpilz behandeln möchte, sollte Geduld mitbringen. Die Behandlung muss so lange fortgesetzt werden, bis der betroffene Nagel vollständig gesund nachgewachsen ist. Erst dann gilt die Therapie als abgeschlossen.

Was kann man selbst gegen einen Pilz tun?

Neben einer gezielten medikamentösen Behandlung suchen viele Betroffene nach Möglichkeiten, die Beschwerden selbst zu lindern. Besonders häufig werden verschiedene Hausmittel gegen Hautpilz empfohlen.

Wichtig ist jedoch zu wissen: Für Hausmittel gegen Pilzerkrankungen gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass sie Pilze zuverlässig abtöten.

Als unterstützende Maßnahme werden unter anderem genannt:

Apfelessig
Apfelessig werden fungizide und antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben. Außerdem soll er den pH-Wert der Haut beeinflussen und dadurch das Pilzwachstum hemmen.

Teebaumöl
Teebaumöl werden antimykotische Eigenschaften nachgesagt. Da es die Haut austrocknen kann, sollte die behandelte Haut anschließend gepflegt werden.

Kokosöl
Kokosöl soll die Haut pflegen und Juckreiz lindern. Zudem werden ihm antimykotische Eigenschaften zugeschrieben.

Knoblauch
Knoblauch wird aufgrund seiner antimykotischen Eigenschaften als Hausmittel gegen Hautpilz empfohlen.

Lavendelöl
Auch Lavendelöl wird nachgesagt, Pilze abtöten zu können und die Behandlung zu unterstützen.

Diese Hausmittel können allenfalls ergänzend eingesetzt werden. Besteht der Verdacht auf eine Pilzinfektion, sollte zunächst abgeklärt werden, ob tatsächlich ein Pilz die Ursache der Beschwerden ist. Erst anschließend kann eine gezielte Behandlung erfolgen.

Wer nach einem Geheimtipp bei Nagelpilz oder Hautpilz sucht, sollte bedenken, dass es keine wissenschaftlich belegte Abkürzung einer Behandlung gibt. Entscheidend sind vielmehr eine sichere Diagnose und eine konsequent durchgeführte Therapie.

Wie ist die Prognose bei Haut- und Nagelpilz?

Pilzinfektionen lassen sich in der Regel gezielt behandeln. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Infektion erkannt und die Therapie konsequent durchgeführt wird.

Bei Nagelpilz ist häufig Geduld erforderlich. Bis ein gesunder Nagel vollständig nachgewachsen ist, vergehen meist sechs bis zwölf Monate, teilweise auch länger.

Da nach einer überstandenen Pilzinfektion keine Immunität besteht, kann jederzeit erneut eine Infektion auftreten. Um Rückfälle möglichst zu vermeiden, sollten auch mögliche Infektionsquellen berücksichtigt und vorbeugende Maßnahmen eingehalten werden.

Wie kann man einer Pilzinfektion vorbeugen?

Nicht jede Pilzinfektion lässt sich verhindern. Einige Maßnahmen können jedoch dazu beitragen, das Risiko einer Ansteckung oder einer erneuten Infektion zu reduzieren.

Hautpilz vorbeugen

Folgende Hygienemaßnahmen können helfen:

  • Haut möglichst trocken und sauber halten
  • insbesondere Achselhöhlen, Leisten und Zehenzwischenräume sorgfältig trocknen
  • für betroffene Körperstellen ein separates Handtuch verwenden
  • pH-neutrale Pflegeprodukte bevorzugen
  • stark parfümierte Kosmetika vermeiden
  • Socken, Unterwäsche, Handtücher und Bettwäsche möglichst bei 60 °C waschen
  • Hygienespüler verwenden

Um erneute Infektionen zu vermeiden, sollte außerdem die mögliche Infektionsquelle berücksichtigt werden. Dazu gehört beispielsweise:

  • Kontakt zu bekannten Infektionsquellen möglichst vermeiden
  • infizierte Haustiere tierärztlich behandeln lassen
  • gleichzeitig bestehenden Fuß- oder Nagelpilz konsequent behandeln

Nagelpilz vorbeugen

Auch bei Nagelpilz können einfache Maßnahmen das Risiko einer Ansteckung verringern.

Dazu gehören insbesondere:

  • Badeschuhe in Schwimmbädern, Saunen, Gemeinschaftsduschen und Umkleiden tragen
  • auch in Hotelzimmern Badezimmer- und Teppichböden möglichst nicht barfuß betreten
  • Füße nach dem Duschen sorgfältig abtrocknen
  • luftige Schuhe mit ausreichend Platz für die Zehen tragen
  • Handtücher, Schuhe und Socken nicht gemeinsam mit anderen Personen benutzen

Was ist das Wichtigste zu Hautpilz und Nagelpilz?

Pilzinfektionen der Haut oder der Nägel sind weit verbreitet und sollten nicht unterschätzt werden. Während sich Hautpilz häufig durch gerötete, schuppige oder kreisförmige Hautveränderungen bemerkbar macht, äußert sich Nagelpilz vor allem durch verfärbte, verdickte und brüchige Nägel.

Da viele Hauterkrankungen äußerlich ähnlich aussehen können, reicht das Erscheinungsbild allein häufig nicht aus, um eine Pilzinfektion sicher festzustellen. Eine gezielte Diagnostik bildet deshalb die Grundlage für die richtige Behandlung.

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Mit unserem PCR-Selbsttest lassen sich 56 häufige Pilzerreger an Haut, Haaren und Nägeln nachweisen. Die Laboranalyse unterstützt dabei, eine Pilzinfektion sicher einzuordnen und die Grundlage für eine gezielte Behandlung zu schaffen.

Quellen

Aktiv gegen Nagelpilz. Fastnacht S. hautnah dermatologie (2023) (letzter Zugriff: 06.08.2026)

Clinical Manifestations and Diagnostic Challenges of Tinea faciei. Pragya K, Thakur R, Harish K, Kalsi AS. International Journal of Current Microbiology and Applied Sciences (2017) (letzter Zugriff: 06.08.2026)

Fungal Skin Infections. DermNet NZ (2003) (letzter Zugriff: 06.08.2026)

Gegen hartnäckigen Nagelpilz hilft nur konsequente Therapie. Starostzik C. ästhet dermatol kosmetol (2018) (letzter Zugriff: 06.08.2026)

Hautpilz: Ursachen, Symptome, Behandlung. Deutsche Familienversicherung (2024) (letzter Zugriff: 06.08.2026)

Nagelpilz. UniversitätsSpital Zürich (USZ) (2024) (letzter Zugriff: 06.08.2026)

Nagelpilz hat auch im Winter Saison. Facharztmagazine R. hautnah dermatologie (2020) (letzter Zugriff: 06.08.2026)

Nagelpilz: Fachgesellschaft legt S1-Leitlinie vor. Deutsches Ärzteblatt (2024) (letzter Zugriff: 06.08.2026)

Overview of Dermatophytoses (Ringworm, Tinea). Aaron DM. MSD Manual Consumer Version (2025) (letzter Zugriff: 06.08.2026)

Ringelflechte. gesund.bund.de (2024) (letzter Zugriff: 06.08.2026)

S3-Leitlinie Atopische Dermatitis (AD) / Neurodermitis / atopisches Ekzem. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) (2026) (letzter Zugriff: 06.08.2026)

Tinea barbae. DermNet NZ (2003) (letzter Zugriff: 06.08.2026)

Tinea des Körpers (Dermatophytose). Mempel M. Derma.plus (o. J.) (letzter Zugriff: 06.08.2026)

Tinea faciei. DermNet NZ (2024) (letzter Zugriff: 06.08.2026)

Tinea incognito. Oakley A, Gomez J. DermNet NZ (2017) (letzter Zugriff: 06.08.2026)

Wie lässt sich Nagelpilz behandeln? AOK (2024) (letzter Zugriff: 06.08.2026)

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Häufige Fragen

Wie sieht Hautpilz aus?
Hautpilz kann sich unterschiedlich äußern, weist jedoch einige typische Merkmale auf: gerötete Hautstellen, Juckreiz, Schuppungen, Schwellungen sowie ein kreisförmiger Ausschlag mit erhabenem, schuppendem Rand. Für eine sichere Feststellung einer Pilzinfektion ist eine Blickdiagnose nicht ausreichend. Mögliche Verfahren zur Feststellung sind eine mikroskopische Untersuchung, die Anzucht einer Pilzkultur oder eine PCR-Analyse. Eine PCR-Analyse ist auch über einen Selbsttest mit Laborauswertung möglich.
Was hilft gegen Hautpilz?
Zur Behandlung von Hautpilz werden Antimykotika, beispielsweise in Form von Cremes, Tinkturen oder in hartnäckigeren Fällen auch Tabletten eingesetzt, die das Wachstum und die Vermehrung der Pilze hemmen. Vor Beginn der Behandlung sollte möglichst sicher festgestellt werden, ob tatsächlich eine Pilzinfektion vorliegt.
Wie sieht Nagelpilz aus?
Nagelpilz entwickelt sich meist schleichend und bleibt im Anfangsstadium häufig unbemerkt, da die Veränderungen zunächst nur gering ausgeprägt sind. Erste Anzeichen sind weißlich-gelbe oder bräunliche Verfärbungen am vorderen oder seitlichen Nagelrand. Im weiteren Verlauf kann sich die Nagelplatte verdicken, der Nagel wird brüchig oder krümelig und kann sich schließlich teilweise spalten. Da sich Nagelpilz unbehandelt auf weitere Nägel ausbreiten kann, ist es wichtig, die Infektion frühzeitig zu erkennen und gezielt behandeln zu lassen.
Was hilft gegen Nagelpilz?
Je nach Ausmaß der Infektion kommen spezieller Nagellack oder eine Kombination aus Nagellack und Tabletten zum Einsatz. Die Behandlung sollte konsequent bis zum vollständigen Nachwachsen des gesunden Nagels fortgeführt werden.
Welcher Arzt behandelt Nagelpilz?
Bei Verdacht auf Nagelpilz ist ein Hautarzt (Dermatologe) der richtige Ansprechpartner. Auch der Hausarzt kann den betroffenen Nagel zunächst beurteilen und gegebenenfalls weitere diagnostische Schritte einleiten. Alternativ kann ein PCR-Selbsttest helfen, den verursachenden Pilzerreger nachzuweisen und eine gezielte Behandlung zu unterstützen.
Sind bei Hautpilz Hausmittel wirksam?
Für Hausmittel gegen Hautpilz gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass sie Pilze zuverlässig abtöten. Sie ersetzen daher keine gezielte Behandlung. Häufig erwähnt werden allerdings Lavendelöl, Apfelessig, Teebaumöl, Kokosöl und Knoblauch.
Ab wann ist Nagelpilz nicht mehr ansteckend?
Unbehandelt verschwindet Nagelpilz in der Regel nicht von selbst und bleibt ansteckend. Entscheidend ist deshalb eine konsequente Behandlung der Infektion. Außerdem ist Geduld gefragt, da die Behandlung erst nach ca. 6 bis 12 Monaten, wenn der Nagel vollständig gesund nachgewachsen ist, als abgeschlossen gilt.
Ist ein kreisförmiger Ausschlag immer ein Hautpilz?
Nein. Ein kreisförmiger Ausschlag oder ein roter Hautfleck kann auch andere Ursachen haben. Da sich verschiedene Hauterkrankungen äußerlich ähneln, ist eine sichere Diagnostik wichtig.
Redaktionelle Verantwortung

Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.

Dr. med. Kerstin Ortlechner

Dr. med. Kerstin Ortlechner

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Dr. Kerstin Ortlechner ist Fachärztin für Dermatologie mit Zusatzkompetenzen in Allgemein-, Sport- und Notfallmedizin. Nach dem Medizinstudium in Innsbruck und der Facharztausbildung in der Dermatologie am KH Hietzing bei Univ.-Prof. Dr. Andreas Steiner sammelte sie prägende Erfahrungen u. a. bei Dr. Peter Caspari (Plastische Chirurgie, München) und David A. Colbert, M.D. (New York Dermatology Group). 2018 eröffnete sie ihre eigene Praxis in Wien. Ihr Schwerpunkt liegt auf moderner, natürlicher Anti-Aging-Medizin und hautärztlicher Prävention – mit hoher Präzision, Evidenz und einem Blick für Ästhetik.

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