Was sind Café-au-lait-Flecken?
Café-au-lait-Flecken sind eine Form einer Pigmentstörung. Wie der Name bereits verrät, erinnert diese Hauterscheinung mit ihrer hellbraunen Farbe an Milchkaffee. Dieses Aussehen ist ursächlich für alternative Bezeichnungen von Café-au-lait-Flecken wie Milchkaffeeflecken, Kaffeeflecken auf der Haut oder auch Cappucino Fleck – häufig finden sich auch falsche Schreibweisen wie Cafe Ole Fleck.
Die Hyperpigmentierung ist bei den meisten Betroffenen schon von Geburt an vorhanden oder zeigt sich bereits im Säugling- und Kindesalter. Diese Hauterscheinungen können sich aber im Laufe des Lebens noch vergrößern. Oft sind die bräunlichen Café-au-lait-Flecken verschieden groß und grenzen sich durch die sichtbare Färbung deutlich von der Umgebung ab. Im Normalfall befinden sie sich am Rumpf sowie an den Gliedern und verschwinden oft wieder im Erwachsenenalter. Treten weniger als sechs Café-au-lait-Flecken am Körper auf, so gelten sie als normal. Im Grunde sind die Flecken selbst harmlos, sie können allerdings auf eine Grunderkrankung hinweisen.
Wie sehen Café-au-lait-Flecken aus?
Die Größe der Café-au-lait-Flecken kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. In den meisten Fällen haben diese jedoch nur einen Durchmesser von wenigen Millimetern.
Nur in seltenen Fällen sind diese Hyperpigmentierungen größer als 15 Zentimeter. Café-au-lait-Flecken sind mittelbraun oder milchkaffeefarben sowie flach und treten bei den meisten Patienten im Zusammenhang mit Neurofibromatose Typ 1, einer neuro-kutanen Erkrankung, auf. Normalerweise entwickeln sie sich auf der Haut an Brust, Rücken und an den Extremitäten. Sie sind oftmals von Geburt an vorhanden oder werden erst in der frühen Kindheit sichtbar. Die Intensität dieser Pigmentierung ist jedoch von der Sonnenexposition abhängig. Dies bedeutet, dass sie in den Sommermonaten meistens dunkler erscheinen als im Winter.
Kleinkinder ohne Neurofibromatose haben möglicherweise zwei bis drei Café-au-lait-Flecken, aber Kinder mit Typ 1 Neurofibromatose sechs oder mehr. Aus diesem Grund sollte bei einer großen Anzahl dieser Flecken ein Mediziner die Hyperpigmentierungen untersuchen, um eine tieferliegende Erkrankung auszuschließen.
Neurofibrome, die sich in der Haut entwickeln, können auch erst später auftreten. So können im Alter von etwa zehn bis 15 Jahren Neurofibrome unterschiedlicher Größe und Form zum Vorschein kommen. Dabei können weniger als zehn oder sogar mehrere Tausende der Wucherungen deutlich sichtbar werden. Auch wenn diese keine weiteren Symptome zur Folge haben, sollten diese Hauterscheinung dennoch medizinisch abgeklärt werden.
Wie lassen sich Café-au-lait-Flecken entfernen?
Im Regelfall sind Café-au-lait-Flecken zwar harmlos und können mit dem Alter auch von selbst verschwinden, aber dennoch empfinden sie einige Betroffene als kosmetisch störend und lassen diese daher aus ästhetischen Gründen dauerhaft entfernen. Café-au-lait-Flecken können nur mittels einer Laserbehandlung medizinisch beseitigt werden.
Entscheidest Du Dich für eine Entfernung, so erfolgt eine ausführliche Aufklärung vom Hautarzt über die Behandlung, da der Laser die Haut nachhaltig schädigen kann. Mit dem Laser wird ein besonders energiereicher Lichtstrahl mit einer bestimmten Wellenlänge auf die jeweilige Hautregion projiziert und so die Lichtenergie in thermische Wärmeenergie umgewandelt. Dadurch verschwindet auch die sichtbare Hyperpigmentierung. In den allermeisten Fällen reicht eine Sitzung bereits aus.
Diese Laserbehandlung wird ambulant unter örtlicher Behandlung durchgeführt. Nach der Behandlung kann an den betroffenen Stellen ein leichter Schorf zum Vorschein kommen, der allerdings nach einigen Tagen abfällt. Im Normalfall ist der vollständige Heilungsprozess nach etwa ein bis zwei Wochen vollkommen abgeschlossen und hinterlässt keine Narben.
Welche Ursachen haben Café-au-lait-Flecken?
Die bräunlichen Flecken können entweder schon seit der Geburt vorhanden sein oder erst in früherer Kindheit auftreten, daher sind sie im Grunde nicht vererbbar. Sind diese Flecken allerdings ein Symptom der Krankheit Neurofibromatose, so kann das Auftreten sehr wohl genetisch bedingt sein.
Meist wird Neurofibromatose Typ 1 als Hauptursache identifiziert und ist eine Erbkrankheit, die somit weitervererbt werden kann. Diese Erkrankung äußert sich primär durch die Bildung von Tumoren der Haut und beeinflusst dabei ebenso die Knochen sowie die Gefäße der Haut und des Gehirns.
Café-au-lait-Flecken setzen sich entweder direkt sichtbar auf der Haut oder auf den Schleimhäuten ab und entstehen durch eine krankhafte Ansammlung von Pigmenten. Hierbei wird die Sichtbarkeit von Melaninen, den Farbstoffen unseres Körpers verstärkt. Im Prinzip sind diese für die Betroffenen zwar kosmetisch störend, aber medizinisch gesehen vollkommen harmlos.
Können auch gesunde Menschen Café-au-lait-Flecken haben?
Die kaffeebraunen Pigmentflecken sind an sich nicht gefährlich und können ebenso bei gesunden Personen auftreten. Wenn jedoch bei einem Kind sechs oder mehr Café-au-lait-Flecken zu sehen sind, liegt mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit die Erkrankung Neurofibromatose Typ 1 vor. Der Auslöser der homogenen Hyperpigmentierung kann jedoch ebenso ein Vitamin-B12-Mangel sein.
Wann sollte ich mit Café-au-lait-Flecken zum Arzt gehen?
Diese Hautveränderungen sind zwar nicht gefährlich, aber dennoch kann ein vermehrtes Auftreten von Café-au-lait-Flecken auf eine genetische Erkrankung hinweisen.
In der Regel stellt eine Neurofibromatose die Hauptursache dar. In allen Fällen sollten solche Hautveränderungen durch einen Hautarzt abgeklärt werden. Dieser führt eine gründliche körperliche Untersuchung durch. Unter Umständen ist ebenso ein bildgebendes Verfahren am Kopf notwendig, um Knoten und Wucherungen festzustellen. Zudem ist meist eine blutgenetische Untersuchung vorgesehen, um den tatsächlichen Auslöser zu identifizieren.
Ein Kind mit Neurofibromatose Typ 1 sollte einmal im Jahr einer medizinischen Untersuchung bei einem geeigneten Spezialisten unterzogen werden. Dieser kann neu auftretende Symptome ausführlich begutachten und schnell wachsende Fibrome genau untersuchen. Treten die milchkaffeefarbenen Flecken einzeln auf, so sind sie in den meisten Fällen harmlos. Werden die Flecken allerdings gesammelt sichtbar, dann kann dies ein Anzeichen für eine Systemerkrankung sein. So können sie ein Symptom der Neurofibromatose Typ 1 sein, auf einen Vitamin-B12-Mangel, das Leschke-Syndrom oder das McCune-Albright-Syndrom hinweisen.
Café-au-lait-Flecken: Mit welchen Ergebnissen kann ich beim Entfernen rechnen?
Der Heilungsprozess dauert zwischen sieben und 14 Tagen
Vermeide etwa drei Monate starke UV-Strahlung und verwende einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor
Das Ergebnis ist bereits nach wenigen Tagen sichtbar, sobald der Wundschorf abgefallen ist. Der Heilungsprozess selbst dauert bei den meisten Patienten zwischen sieben und 14 Tagen. Wurde die Laserbehandlung fachkundig durchgeführt, so hinterlässt sie im Normalfall keine Narben.
Nach der Laserbehandlung bist Du prinzipiell wieder vollkommen gesellschaftsfähig. Dennoch solltest Du unter anderem darauf achten, dass der behandelte Bereich in den ersten drei Monaten nicht mit starker UV-Strahlung in Berührung kommt und einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden. Da die Haut unmittelbar nach dem Lasern noch ein wenig empfindlich ist, sollte sie nicht gereizt werden. So hast Du anschließend ein gleichmäßig pigmentiertes Hautbild als Ergebnis der Behandlung. Die optisch störenden braunen Flecken sind danach verschwunden und die mit Laser behandelte Region wirkt verjüngt.
Was kostet das Entfernen von Café-au-lait-Flecken?
Die Kosten der Entfernung der Café-au-lait-Flecken hängen primär von der Anzahl der Sitzungen und der Größe der vorhandenen Flecken ab. Da die Preise auch je nach Arzt variieren können, kannst Du bei einer Laserbehandlung zum Entfernen von Café-au-lait-Flecken im Schnitt mit etwa 100 bis 200 Euro pro Sitzung rechnen.
Übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten bei Café-au-lait-Flecken?
Nein, im Regelfall übernimmt die Krankenkasse nicht die anfallenden Kosten der Behandlung, da es sich bei der Entfernung um rein ästhetische Gründe handelt und keine medizinische Notwendigkeit zur Behandlung besteht. Solltest Du an Neurofibromatose Typ 1 sein, kann es womöglich sein, dass die Krankenkasse einen Teil der Kosten übernimmt. Informiere Dich hierzu am besten bei Deinem Versicherungsträger und lass Dich ausführlich beraten.
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