Volle, lange Wimpern wünschen sich viele, doch nicht jeder möchte künstliche Wimpern tragen. Hier kommt das Wimpernlifting ins Spiel. Die Behandlung bringt die eigenen Wimpern in einen schönen Schwung, lässt sie länger und voller wirken und kommt dabei ganz ohne Fremdmaterial aus.

Was ist ein Wimpernlifting?
Ein Wimpernlifting kann man sich wie eine sanfte Dauerwelle für die Wimpern vorstellen. Mit speziellen Lösungen wird die Struktur der Naturwimpern vorübergehend verformbar gemacht, in einen ansprechenden Schwung gebracht und anschließend in dieser Form fixiert. Das Ergebnis ist ein natürlicher, nach oben gerichteter Wimpernkranz, der das Auge offener und wacher wirken lässt.
Anders als bei der Wimpernverlängerung werden dabei keine künstlichen Wimpern aufgeklebt. Es bleiben ausschließlich Deine eigenen Wimpern, die lediglich in Form gebracht werden. Das macht die Behandlung zu einer beliebten Wahl für alle, die einen natürlichen Effekt und einen geringen Pflegeaufwand schätzen.
Häufig wird das Wimpernlifting mit einer Wimpernfärbung kombiniert. Da besonders die Spitzen der Wimpern oft hell sind, lässt eine Färbung den Wimpernkranz zusätzlich voller und definierter erscheinen. Beides zusammen ergibt ein Ergebnis, das den täglichen Griff zur Wimpernzange und zur Mascara meist überflüssig macht.
Wimpernlifting, Wimpernwelle oder Wimpernverlängerung?
Die Begriffe rund um die Wimpernbehandlung sorgen oft für Verwirrung. Wimpernlifting und Wimpernwelle bezeichnen im Grunde dasselbe Prinzip, nämlich das dauerhafte In-Form-Bringen der eigenen Wimpern. Der Begriff Wimpernlifting hat sich für die moderne, schonendere Variante mit Silikonpads durchgesetzt.
Deutlich unterscheiden sollte man das Lifting dagegen von der Wimpernverlängerung. Bei der Verlängerung werden künstliche Wimpern auf die Naturwimpern geklebt, um mehr Länge und Volumen zu erzeugen. Das Wimpernlifting verändert dagegen ausschließlich die Form der vorhandenen Wimpern und fügt nichts hinzu.
Welche Behandlung die richtige ist, hängt von Deinem Ziel ab. Wer einen sehr natürlichen Effekt mit wenig Aufwand möchte, ist mit dem Lifting gut beraten. Wer dagegen deutlich mehr Länge und Fülle wünscht, greift eher zur Verlängerung. Beide Behandlungen schließen sich nicht aus, sollten aber nicht gleichzeitig erfolgen.
Welche Vorteile hat ein Wimpernlifting?
Der größte Vorteil eines Wimpernliftings ist sein natürliches Ergebnis. Da ausschließlich die eigenen Wimpern in Form gebracht werden, wirkt der Effekt echt und unaufdringlich. Niemand sieht künstliche Wimpern, sondern nur einen schönen, offenen Wimpernkranz. Das macht das Lifting besonders alltagstauglich.
Ein weiterer Pluspunkt ist der geringe Pflegeaufwand. Anders als bei der Wimpernverlängerung musst Du nichts auffüllen lassen und keine besonderen Rücksichten beim Schlafen oder bei der Reinigung nehmen, abgesehen von der kurzen Schonzeit direkt nach der Behandlung. Auch die tägliche Wimpernzange und meist auch die Mascara werden überflüssig.
Schließlich gilt das Lifting als vergleichsweise schonend, da kein Gewicht durch künstliche Wimpern auf den Naturwimpern lastet. Vorausgesetzt, die Behandlung wird fachgerecht ausgeführt und nicht zu häufig wiederholt, bleibt die Belastung der eigenen Wimpern gering. Für viele ist das Wimpernlifting deshalb der ideale Mittelweg zwischen natürlichem Aussehen und sichtbarem Effekt.
Wie bereite ich mich auf ein Wimpernlifting vor?
Eine gute Vorbereitung erleichtert die Behandlung und verbessert das Ergebnis. Komm möglichst ohne Augen-Make-up zum Termin, denn Mascara und fettige Pflegeprodukte erschweren das Arbeiten und können die Wirkung der Lösungen beeinträchtigen. Auch auf wasserfeste Mascara solltest Du in den Tagen davor verzichten, da sich Rückstände schlecht entfernen lassen.
Trägst Du Kontaktlinsen, nimm sie zur Behandlung besser heraus und bring eine Brille mit, da die Augen über längere Zeit geschlossen bleiben. Wenn Du zu empfindlichen Augen neigst oder unsicher bist, ob Du die Lösungen verträgst, sprich das im Studio an. Bei bekannter Empfindlichkeit kann vorab eine kleine Verträglichkeitsprüfung sinnvoll sein.
Wie läuft ein Wimpernlifting ab?
Zu Beginn werden Deine Wimpern gründlich gereinigt und entfettet. Anschließend legt die Fachkraft ein weiches Silikonpad auf das Lid. Die Größe dieses Pads bestimmt mit, wie stark der spätere Schwung ausfällt. Ein größeres Pad ergibt einen sanfteren, ein kleineres einen kräftigeren Schwung.
Nun werden die Wimpern vorsichtig nach oben auf das Pad gelegt und fixiert, sodass sie gleichmäßig ausgerichtet sind. Im nächsten Schritt trägt die Fachkraft eine erste Lösung auf, die die Wimpernstruktur weich und formbar macht. Nach einer kurzen Einwirkzeit folgt eine zweite Lösung, die den neuen Schwung fixiert. Häufig schließt sich eine Färbung und ein pflegendes Serum an.
Die gesamte Behandlung dauert etwa 45 bis 60 Minuten und ist schmerzfrei. Du liegst dabei entspannt mit geschlossenen Augen. Nach dem Lifting ist das Ergebnis sofort sichtbar, und Du kannst das Studio direkt wieder verlassen.

Worauf muss ich nach dem Wimpernlifting achten?
Damit der frische Schwung sich gut setzt, gilt in den ersten etwa 24 Stunden besondere Vorsicht. In dieser Zeit solltest Du die Wimpern trocken halten und Wasser, Dampf, Sauna sowie starke Hitze meiden. Auch auf Mascara und Make-up an den Augen solltest Du zunächst verzichten.
Nach Ablauf dieser kurzen Schonzeit kannst Du Deine gewohnte Routine wieder aufnehmen. Mascara und Make-up-Entferner sind dann unbedenklich, auch wenn viele nach dem Lifting darauf verzichten. Um die Wimpern geschmeidig zu halten und ein Austrocknen zu vermeiden, ist ein pflegendes Wimpernserum sinnvoll. Es versorgt die Wimpern mit Feuchtigkeit und unterstützt ihre Widerstandskraft.
Reibe nicht an den Augen und schlafe möglichst nicht mit dem Gesicht direkt im Kissen, um den Schwung nicht zu verbiegen. Mit dieser einfachen Pflege bleibt das Ergebnis über die gesamte Tragezeit hinweg gleichmäßig.
Wie lange hält ein Wimpernlifting?
Ein Wimpernlifting hält in der Regel etwa sechs bis acht Wochen. Diese Dauer ergibt sich aus dem natürlichen Lebenszyklus der Wimpern. Da das Lifting nur die vorhandenen Wimpern formt, verschwindet der Effekt nach und nach, sobald alte Wimpern ausfallen und neue, ungeformte Wimpern nachwachsen.
Anders als bei der Wimpernverlängerung lässt sich ein Lifting nicht zwischendurch auffüllen. Stattdessen wird die gesamte Behandlung wiederholt, sobald genügend neue Wimpern nachgewachsen sind. Zwischen zwei Behandlungen sollte etwas Zeit liegen, damit die Wimpern nicht durch zu häufige Anwendung der Lösungen belastet werden.
Wie lange das Ergebnis im Einzelfall sichtbar bleibt, hängt von Deinem Wimpernzyklus und von der Pflege ab. Eine schonende Pflege und der Verzicht auf häufiges Reiben der Augen verlängern die Freude am Ergebnis.
Welche Risiken und Kontraindikationen gibt es?
Ein Wimpernlifting gilt als schonende Behandlung, bei der die eigenen Wimpern erhalten bleiben. Dennoch kommen chemische Lösungen zum Einsatz, die Reizungen auslösen können. Manche Menschen reagieren empfindlich oder allergisch auf die Lifting- oder Fixierlösung, was sich durch Brennen, Rötung oder tränende Augen zeigen kann.
Werden die Lösungen zu lange aufgetragen oder wird die Behandlung zu oft wiederholt, können die Wimpern austrocknen, spröde werden oder brechen. Eine fachgerechte Anwendung mit korrekten Einwirkzeiten und ausreichenden Pausen beugt dem vor. Auch hier ist die Wahl eines gut ausgebildeten Studios entscheidend.
Bei akuten Augenentzündungen, sehr empfindlichen Augen oder bekannten Augenerkrankungen solltest Du auf die Behandlung verzichten oder vorher ärztlichen Rat einholen. In der Schwangerschaft raten viele Studios vorsichtshalber zu Zurückhaltung. Bei anhaltenden Beschwerden nach der Behandlung ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Für wen eignet sich ein Wimpernlifting?
Ein Wimpernlifting ist besonders für alle interessant, die einen natürlichen Effekt mit geringem Pflegeaufwand suchen. Wer gerade Wimpern besitzt, die nach unten wachsen, oder wer seinen Wimpern mehr Schwung und Definition wünscht, profitiert besonders. Auch für Menschen, die keine künstlichen Wimpern tragen möchten, ist das Lifting eine gute Wahl.
Damit ein Lifting wirken kann, braucht es eine gewisse Grundlänge der Naturwimpern. Sind die eigenen Wimpern sehr kurz oder sehr spärlich, fällt der Effekt geringer aus. In diesem Fall kann eine Wimpernverlängerung das passendere Verfahren sein. Eine ehrliche Beratung im Studio klärt, welche Behandlung zu Deinen Wimpern passt.

Kann man ein Wimpernlifting auch mit einer Wimpernfärbung kombinieren?
Sehr häufig wird ein Wimpernlifting mit einer Wimpernfärbung kombiniert, und das aus gutem Grund. Bei vielen Menschen sind die Wimpern vor allem an den Spitzen hell, sodass der volle Wimpernkranz kürzer wirkt, als er tatsächlich ist. Eine Färbung dunkelt die Wimpern bis in die Spitzen nach und lässt sie dadurch länger, voller und definierter erscheinen.
In Kombination ergänzen sich beide Schritte ideal: Das Lifting bringt den Schwung, die Färbung sorgt für Definition und Tiefe. Gemeinsam machen sie den täglichen Griff zur Mascara meist überflüssig. Ob eine Färbung enthalten ist, solltest Du vorab klären, da sie den Preis beeinflussen kann. Bei einer bekannten Allergie gegen Haarfärbemittel ist allerdings Vorsicht geboten, und auch eine Verträglichkeitsprüfung ist ratsam.
Kann man ein Wimpernlifting auch zu Hause machen?
Ein Wimpernlifting lässt sich grundsätzlich auch mit DIY-Sets zu Hause durchführen. Solche Sets kosten meist etwa 20 Euro bis 30 Euro und reichen oft für mehrere Anwendungen; einzelne Nachkauf-Sets oder Anwendungen können günstiger sein. Trotzdem ist Vorsicht nötig, da die Produkte direkt am Auge verwendet werden und mit chemischen Lösungen arbeiten. Falsche Einwirkzeiten, unsauberes Arbeiten oder Produkt im Auge können Reizungen, brüchige Wimpern oder Entzündungen verursachen. Wer empfindliche Augen hat, zu Allergien neigt oder zum ersten Mal ein Wimpernlifting machen möchte, ist im Studio meist besser aufgehoben. Dort kann die Einwirkzeit auf die eigenen Wimpern abgestimmt und sauberer gearbeitet werden.
Was kostet ein Wimpernlifting?
Ein Wimpernlifting ist in der Regel günstiger als eine Wimpernverlängerung, da keine künstlichen Wimpern eingesetzt werden. Die Kosten hängen vom Studio, der Region und davon ab, ob Färben oder ein Pflegeserum bereits enthalten sind. In Deutschland kostet ein professionelles Wimpernlifting meist etwa 40 Euro bis 70 Euro, in Österreich häufig rund 50 Euro bis 80 Euro. In der Schweiz liegen die Preise bei etwa 90 CHF bis 150 CHF. Das Ergebnis hält in der Regel etwa sechs bis acht Wochen.
Wer Wert auf ein schönes und vor allem schonendes Ergebnis legt, sollte bei der Auswahl des Studios auf die Ausbildung der Fachkraft und auf einen hygienischen Arbeitsplatz achten. Erfahrung zahlt sich gerade beim Wimpernlifting aus, denn die richtige Einwirkzeit entscheidet über das Ergebnis und die Gesundheit der Wimpern. So bleibt der natürliche Schwung erhalten, ohne die eigenen Wimpern zu belasten. Wer einen noch volleren, gepflegteren Effekt sucht, findet in der Wimpernlaminierung eine verwandte Behandlung.
Quellen
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