Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)

Ein Pankreaskarzinom ist ein bösartiger Tumor der Bauchspeicheldrüse. Oft zeigen Betroffene anfangs keine oder nur unspezifische Symptome, Beschwerden treten meist ab einer bestimmten Tumorgröße oder Ausbreitung auf andere Organe auf. Daher erfolgt die Diagnose oft spät, was mit einer hohen Sterberate und geringen Lebenserwartung einhergeht. Nur eine vollständige operative Entfernung des Tumors ermöglicht eine Heilung, die wegen der hohen Rezidivrate mit einer Chemotherapie kombiniert wird. Oft ist nach der Heilung eine lebenslange Medikamenteneinnahme notwendig, da die Verdauung bleibend beeinträchtigt ist oder die Patienten an Diabetes mellitus leiden. In vielen Fällen ist die Erkrankung schon so weit fortgeschritten, dass sie unheilbar ist. Dann wird den Patienten mit einer Palliativbehandlung ein möglichst schmerzfreies und qualitativ wertvolles Leben ermöglicht.


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Zuletzt aktualisiert: 5. September, 2020



ICD-10-GM-2020 C25.

Was versteht die Medizin unter einem Pankreaskarzinom?

Das Pankreas (Bauchspeicheldrüse) ist eine sichtbar in drei Abschnitte gegliederte Drüse im Oberbauch. Der Pankreaskopf (Caput pancreatis) liegt am Zwölffingerdarm an. Dort münden der Ausführungsgang und der Hauptgang der Gallenblase in einer warzenförmigen Erhebung, der sogenannten Vaterschen Papille (Papilla Vater) ein. Einige Menschen besitzen einen zweiten kleinen Ausführungsgang, den Santorini-Gang. Der Pankreaskörper (Corpus pancreatis) streckt sich zur Wirbelsäule, der Pankreasschwanz (Cauda pancreatis) zieht zur Milz hin.
 
Die Bauchspeicheldrüse besteht aus Läppchen aus sekret-produzierenden Zellen und den sie umgebenden Drüsengängen (Azini). Diese Zellen produzieren Verdauungsenzyme wie Amylase für die Kohlenhydratverdauung und Lipase zur Fettverdauung, die sie direkt in den Darm entlassen. Dies bildet den exokrinen Teil der Bauchspeicheldrüse.
 
Mit ungefähr vier Prozent aller Krebserkrankungen ist Bauchspeicheldrüsenkrebs eine eher seltene Krankheit
 
Vorwiegend im Pankreaskörper und Pankreasschwanz liegen Zellen in sogenannten Langerhans-Inseln, die Hormone wie das blutzuckerregulierende Insulin und seinen Gegenspieler Glukagon produzieren und direkt ins Blut abgeben. Diese zählen zum endokrinen Teil der Bauchspeicheldrüse. Pankreaskarzinome, bösartige Tumore der Bauchspeicheldrüse, entstehen meistens im Pankreaskopf, die wenigsten im Pankreasschwanz.
 
Die häufigsten Tumore entspringen dem exokrinen Teil des Pankreas, vor allem den Drüsengängen (duktale Adenokarzinome), wie das adenosquamöse Karzinom, das muzinöse nicht-zystische Karzinom und das anaplastische (undifferenzierte) Karzinom.
 
Ein azinäres Adenokarzinom oder Azinuszellkarzinom entwickelt sich aus dem Epithel der Drüsenzellen. Seltene Zystadenokarzinome wie die muzinös-zystische Neoplasie (MCN), intraduktale papilläre muzinöse Neoplasie (IPMN) und pankreatische intraepitheliale Neoplasien (PanIN) gehen aus Zysten hervor.
 
Neuroendokrine Tumore befallen das endokrine Systems der Bauspeicheldrüse und können selbst Hormone ausschütten. Je nach Hormon tragen sie spezifische Namen wie zum Beispiel Insulinom oder Glucagonom.

Wie häufig ist Bauchspeicheldrüsenkrebs und wer ist davon betroffen?

Mit ungefähr vier Prozent aller Krebserkrankungen ist Bauchspeicheldrüsenkrebs eine eher seltene Krankheit. Frauen und Männer sind gleichermaßen davon betroffen. Durchschnittlich erkranken Männer mit 70 Jahren, Frauen mit 76 Jahren.

In welche Stadien lässt sich ein Pankreaskarzinom einteilen?

Zur Beurteilung der Erkrankung wird die Größe des Tumors (T1 bis T4), wie viele Lymphknoten von Krebszellen befallen sind (N0 bis N2) und die Bildung von Fernmetastasen in anderen Organen (M0 oder M1) herangezogen. Mit dieser Klassifizierung lässt sich ein Pankreaskarzinom in vier Stadien einteilen.
 
Stadium 1
Kleine Tumore (T1 oder T2), die auf die Bauchspeicheldrüse begrenzt sind (N0 und M0).
 
Stadium 2
Sowohl größere Tumore (T3), die auf die Bauchspeicheldrüse begrenzt sind (N0, M0), als auch kleinere Tumore (T1 oder T2), bei denen auch ein bis drei Lymphknoten befallen sind (N1, M0).
 
Stadium 3
Ein sehr großer Tumor (T4), der bereits in die Gefäße eindringt, auch wenn keine Lymphknoten nachweisbar befallen sind, sowie alle Tumore (T1-T4), bei denen mehr als 4 Lymphknoten befallen sind (N2, M0).
 
Stadium 4
Sobald sich Fernmetastasen gebildet haben (M1), handelt es sich um das vierte Stadium, unabhängig der Tumorgröße (T1- T4) und den befallenen Lymphknoten (N0-N2).

Was sind die Symptome bei einem Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Oft verspüren die Patienten lange keine oder nur unspezifische Symptome. Viele Symptome bilden sich, wenn der Tumor in Nachbargewebe eingewachsen ist oder auf ein Nachbarorgan drückt.
 
Anfangs treten Missempfindungen oder Druckgefühl im Oberbauch, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Verdauungsprobleme, depressive Verstimmungen bis zu Depressionen oder Fieber auf. Erst später entwickeln sich Oberbauchschmerzen, die mitunter gürtelförmig auf den Rücken ausstrahlen und sich in Rückenlage verstärken.
 
Adenokarzinome
Ist der exokrine Teil befallen, zeigen sich häufig Übelkeit, Erbrechen und Verdauungsprobleme oder auch Gewichtsverlust, da die Nährstoffe aus der Nahrung ohne Verdauungssäfte nur noch unvollständig aufgenommen werden können. Wenn die Fettverdauung gestört ist, zeigen die Patienten einen Fettstuhl, dieser ist hell schmierig, klebrig oder glänzend mit einem stechenden Geruch.
 
Drückt der Tumor auf den Gallengang oder verschließt ihn, staut sich die Galle, ohne zunächst Koliken zu verursachen. Dies führt zu einer Gelbfärbung der Haut, Schleim- und Lederhaut des Auges, sowie einer dunklen Färbung des Urins und einer Hellen des Stuhls, oft begleitet von einem quälenden Juckreiz. Mit Ausnahme eines Tumors der Papilla Vateri (Papillentumor), verursachen vorwiegend fortgeschrittene Pankreaskarzinome diese Beschwerden. Zeitweise kann der Arzt die prall gefüllte Gallenblase ertasten (Courvoisier-Zeichen).
 
Einerseits kann ein Pankreaskarzinom Druck auf kleine Gefäße ausüben, wodurch sich Blutgerinnsel (Thrombosen) bilden können. In weiterer Folge können sie, wenn sie sich loslösen, zu einer Embolie führen. Andererseits kommt es durch die Beeinflussung der Thrombokinase, eines Gerinnungsfaktors, zu einem höheren Verbrauch von Thrombozyten und in weiterer Folge zur Blutungsneigung (disseminierte intravasale Koagulopathie, DIC).
 
Blockiert ein großer Tumor im Pankreasschwanz die Milzvene, kann sich die Milz vergrößern und Krampfadern in Speiseröhre und Magen bilden. Diese können sich durch Blutungen, vor allem aus der Speiseröhre bemerkbar machen.
 
Oft verspüren die Patienten bei Bauchspeicheldrüsenkrebs lange keine oder nur unspezifische Symptome. Viele Symptome bilden sich, wenn der Tumor in Nachbargewebe eingewachsen ist oder auf ein Nachbarorgan drückt
 
Neuroendokriner Tumor
Ein plötzlich auftretender Diabetes mellitus kann ein Anzeichen eines neuroendokrinen Tumors sein. Bei einem Insulinom kann es zu einer Unterzuckerung kommen, die sich in Schweißausbrüchen, Zittern, Schwächezuständen bis zur Ohnmacht und Koma äußern kann.
 
Für ein Glukagonom ist ein schuppiger, rotbrauner Hautausschlag, vor allem in der Leiste, am Gesäß und den Extremitäten charakteristisch, sowie eine glatte, orange glänzende Zunge und eingerissene Mundwinkel. Durch den Anstieg der Magensäure bilden sich bei Gastrin ausschüttenden Tumoren (Gastrinome) häufig Magengeschwüre.
 
Metastasen
Befällt der Tumor das Bauchfell, kann dieses Wasser in den Bauch absondern, was sich mit einer Gewichtszunahme und vergrößertem Bauchumfang bemerkbar macht. Dies nennt der Arzt Bauchwassersucht (Ascites). Selten treten Pigmentierungen an Achsel und Leisten, aber auch Gesicht und Händen auf.
 
Ist das Sonnengeflecht, Fasern und Knoten des vegetativen Nervensystems zwischen Brustbein und Bauchnabel befallen, kommt es zu quälenden dumpfen Schmerzen, die sich des Nachts und mit der Zeit verschlimmern. Je nach Lokalisation der Metastasen kann es zu Lebervergrößerung und Leberfunktionsstörungen, Knochenschmerzen und neurologischen Symptomen, Husten und Atemnot kommen.

Welche Ursachen hat ein Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Die Ursachen eines Pankreaskarzinom sind noch unbekannt. Es scheint eine genetische Veranlagung zu geben, die vor allem die Entstehung eines neuroendokrinen Tumors begünstigt.

Welche Risikofaktoren begünstigen die Entstehung eines Pankreaskarzinoms?

Wenn in der engen Familie zwei oder mehrere Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs auftreten, ist das Risiko daran zu erkranken um ein Vielfaches höher (familiäres Pankreaskarzinom, FPC). Einige Erbkrankheiten wie das Peutz-Jeghers-Syndrom, zystische Fibrose, oder das FAMMM-Syndrom (familiäres atypisches multiples Muttermal- und Melanom-Syndrom), erhöhen die Wahrscheinlichkeit an einem Pankreaskarzinom zu erkranken. Eine BRCA-2 Mutation, die vorwiegend Brustkrebs und Eierstockkrebs auslöst, scheint ebenfalls einen Einfluss zu haben.
 
Chronische Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, wie auch eine erbliche Pankreatitis, erhöhen die Anfälligkeit einer Entartung des Gewebes. Bei Übergewicht und Fettleibigkeit kann sich die Bauchspeicheldrüse ebenfalls chronisch entzünden, wodurch das Risiko steigt. Menschen, die an Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) leiden, zählen auch zur Risikogruppe. Einen großen Einfluss hat der aktive aber auch passive Konsum von Tabakrauch, sowie Alkoholkonsum.
 
Daneben gilt eine sehr zuckerhaltige oder fettreiche Ernährung, sowie das häufige Verzehren von geräucherten oder gegrillten Speisen als Risikofaktor. Auch Chemikalien und Giftstoffe wie Chrom und Chromverbindungen, chlorierte Kohlenwasserstoffe, Herbizide, Pestizide, Lösungsmittel (2-Naphthylamin, Benzidin oder Benzolderivate), aber auch elektromagnetische Felder und Kraftstoffdämpfe stehen in Verdacht. Eine Infektion mit Erregern wie Helicobacter pylori und Hepatitis B (oder auch HIV) kann ebenfalls einen Einfluss haben.

Wie diagnostiziert der Arzt einen Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Am Anfang findet die Anamnese statt, in der der Arzt nach Beschwerden, familiären Vorerkrankungen und Medikamenteneinnahme fragt. Dann wird der Arzt den Bauch auf Schwellungen oder Verhärtungen abtasten. Danach erfolgen verschiedene Untersuchung, um andere Erkrankungen auszuschließen und die Ausbreitung zu beurteilen. Eine Entzündung des Pankreas, die ähnliche Symptome hervorruft und teilweise sogar gleichzeitig auftritt, kann die Diagnose erschweren.
 
Laboruntersuchung
Der Arzt ordnet eine Harn-, Stuhl-, sowie Blutuntersuchung an. Bei der Blutuntersuchung testet der Arzt die Pankreasenzyme Trypsin, Lipase und Amylase, wie auch unspezifische Entzündungsparameter wie CRP, das sich häufig erhöht zeigt. Besteht der Verdacht auf einen neuroendokrinen Tumor, wird Chromogranin A, NSE (neuronenspezifische Enolase), Insulin, Glukagon, Gastrin, VIP (vasoaktives intestinales Polypeptid) oder PP (pankreatisches Polypeptid) bestimmt.
 
Tumormarker sind bei einer Krebserkrankung ab einer gewissen Tumorgröße im Blut erhöht. Bei einem Pankreaskarzinom sind es vor allem das CA19-9, aber auch CA 50, CA 195,  CA 242, CA 72-4, sowie das CEA (carcinoembryonales Antigen). Da auch gesunde Menschen mitunter höhere Tumormarker aufweisen, dienen sie weniger dem Nachweis als eher dem Verlauf der Erkrankung.
 
Daneben stehen noch bildgebende Verfahren zur Verfügung, die Tumore ab einer Größe von einem Zentimeter darstellen können. Ob ein Tumor operabel ist, kann der Arzt mitunter durch eine Darstellung der Blutgefäße mittels Kontrastmittel feststellen.
 
Tumormarker sind bei einer Krebserkrankung ab einer gewissen Tumorgröße im Blut erhöht. Bei einem Pankreaskarzinom sind es vor allem das CA19-9, aber auch CA 50, CA 195,  CA 242, CA 72-4, sowie das CEA (carcinoembryonales Antigen)
 
Bauchultraschall
Bei Bauchschmerzen erfolgt als Erstes eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie). So kann der Arzt Größe und Beschaffenheit von Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallenblase, Magen und Dünndarm erkennen. Es ist aber möglich, dass sich das Pankreas nicht gut darstellen lässt oder ein Tumor darauf nicht erkennbar ist.
 
Computertomografie (CT)
Mittels Röntgenstrahlen können mit einem CT detaillierte Schnittbilder der Bauchspeicheldrüse und anderer Strukturen erzeugt werden. So kann der Arzt Metastasen in Nachbarorganen erkennen und die Lage, Größe und Operierbarkeit eines Tumors sowie die Erfolgsaussichten beurteilen. Sehr kleine Tumore oder Veränderungen des Gallen- und des Pankreasganges sind mit einem CT aber oft nicht sichtbar.
 
Magnetresonanztomografie (MRT)
Ein MRT fertigt die detaillierten Schnittbilder mithilfe eines starken elektromagnetischen Feldes an. Damit kann der Mediziner besser zwischen Tumor und Pankreasgewebe unterscheiden und Metastasen in Nachbarorganen erkennen. Bei einer Magnetresonanz-Cholangiopankreatikografie (MRCP) lassen sich die Gänge der Bauchspeicheldrüse und der Galle ohne Strahlenbelastung darstellen.
 
Endosonografie
Eine Endosonografie ist eine endoskopische Ultraschalluntersuchung, bei der der Arzt ein schlauchförmiges Instrument mit einer Ultraschallsonde (Endoskop) über den Mund und Magen bis in den Zwölffingerdarm einführt. Damit kann der Arzt selbst kleinste Veränderungen im Gewebe sehen und den Tumor in seiner Lage und Größe beurteilen sowie mögliche Metastasen in der Umgebung erkennen.
 
Eine Kombination aus einer Endoskopie und einer Röntgenkontrastdarstellung ist die endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikografie (ERCP), die im Gegensatz zur MRCP mit einer Strahlenbelastung einhergeht. Während diese Untersuchung früher öfters eingesetzt wurde, dient sie heute nur noch bei unklaren Befunden von CT und MRT oder bei einer palliativen Behandlung zur Einsetzung eines Stent. Eine neue Methode ist die Pankreatikoskopie, bei der das Endoskop bis in die Gänge der Bauchspeicheldrüse vordringen kann, um diese darzustellen.
 
Gewebeprobe (Biopsie)
Während einer Endosonografie kann der Arzt mit einer Hohlnadel einen kleinen Teil Gewebe entnehmen (Feinnadelbiopsie), der dann im Labor untersucht wird. Da es bei der Biopsie zu einer weiteren Streuung des Tumors kommen kann, wird sie nur bei einem unklaren Befund bei der Bildgebung oder zur Festlegung der palliativen Behandlung verwendet.
 
Daneben gibt es auch die Liquid Biopsy, bei der der Mediziner Flüssigkeiten untersucht. Eine Früherkennung eines Adenokarzinoms kann durch exosomale DNA des Speichels erfolgen, die dem Arzt eine Beurteilung des Stadiums und der Therapie ermöglicht. Wenn sich eine Zyste in der Bauchspeicheldrüse bildet kann, kann der Mediziner die Zystenflüssigkeit untersuchen.
 
Um Metastasen in Nachbarorganen zu erkennen, kann der Mediziner weitere Untersuchungen anordnen. Eine Bauchspiegelung kann nicht nur Tochtergeschwüre im Bauchfell darstellen, sondern auch eine schwere Pankreatitis von Bauchspeicheldrüsenkrebs unterscheiden. Wird der Eingriff mit einer laparoskopischen Ultraschallsonde und einer Bauchspülung kombiniert, spricht der Mediziner von einer erweiterten diagnostische Laparoskopie (EDL). Der Arzt kann auch ein Brustkorb-Röntgen, eine Skelett-Szintigrafie oder eine Positronenemissionstomografie (PET) zur Abklärung unklarer Herde anordnen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei einem Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Die Behandlung passt der Arzt immer individuell an den Patienten an. Ist der Tumor noch nicht zu groß und haben sich noch keine Metastasen gebildet, operiert der Chirurg den Patienten und dieser erhält zusätzlich eine Chemotherapie. Ist der Tumor zu groß oder hat bereits andere Organe befallen, dann ist er nicht mehr operabel und eine Heilung ist nicht mehr möglich. Der Erkrankte erhält dann eine Palliativtherapie, die seine Symptome verringern und seine Lebensqualität verbessert.
 
Enzym- und Hormontherapie
Viele Patienten leiden durch die Krebserkrankung an Eiweiß- oder Vitaminmangel, besonders der fettlöslichen Vitamine. Aber auch diabetische Stoffwechselstörungen können auftreten. Da Mangelernährung und Stoffwechselstörungen das Operationsrisiko erhöhen, therapiert der Arzt diese als Erstes.
 
Vor allem bei hormonproduzierenden Tumoren verschreibt der Arzt Medikamente zur Symptomlinderung. Protonenpumpenhemmer können bei einem Gastrinom eingesetzt werden, um die Säureproduktion im Magen zu regulieren. Bei einem Glucagonom kann ein Medikament den Glucagonspiegel senken und so gegen den Ausschlag und Appetitlosigkeit wirken. Zinksalben können zusätzlich den Hautausschlag lindern.
 
Strahlentherapie
Eine alleinige Strahlentherapie ist bei Bauchspeicheldrüsenkrebs keine Standardtherapie. Oft verabreicht der Arzt eine Radiochemotherapie, eine Kombination von Strahlentherapie und Chemotherapie. Vor der Operation kann die Radiotherapie helfen, den Tumor zu verkleinern und damit eine Operation zu ermöglichen. Eine nach der Operation eingesetzte Radiochemotherapie hilft bei der lokalen Tumorkontrolle und verringert das Rezidivrisiko, ein Zurückkehren des Krebses. Allerdings senkt die Radiochemotherapie weder die Sterblichkeit noch das Metastasenrisiko.
 
Vor allem ältere Menschen ab 70 erkranken an Bauchspeicheldrüsenkrebs
 
Gezielte Krebstherapie (targeted therapy)
Krebszellen unterscheiden sich oft durch oberflächliche Merkmale oder Stoffwechselvorgänge von gesunden Zellen. In der gezielten Krebstherapie kommt es zur Entwicklung von Substanzen, die Krebszellen durch diese Unterscheidungsmerkmale spezifisch angreifen und dadurch verträglicher und wirksamer sind. Dazu gehören monoklonale Antikörper, die bestimmte Strukturen an der Zelloberfläche angreifen oder sogenannte small molecules, wie zum Beispiel Erlotinib, die in den Stoffwechsel eingreifen.
 
Neuroendokrine Tumore können auch mit einer Peptid-Rezeptor-Radionuklidtherapie (PRRT) behandelt werden. Dabei findet die Koppelung eines radioaktiven Atoms (Radionuklid) an ein bestimmtes Molekül (Ligand) statt und der Arzt spritzt dieses schließlich in die Blutbahn.
 
Ein neues Verfahren ist die Irreversible Elektroporation (IRE), welche mithilfe von elektrischen Impulsen Tumorzellen selektiv zerstört.

Wie funktioniert die operative Entfernung des Tumors?

Nur ein lokal begrenzter Tumor, der noch keine Metastasen gebildet hat, lässt sich operieren.
 
Hat der Tumor sichtbare Metastasen gebildet, bricht der Mediziner die Operation ab und nimmt palliative Maßnahmen, wie zum Beispiel eine Umleitung der Galle vor oder setzt einen Stent, ein kleines Kunststoff- oder Metallröhrchen, das den Abfluss der Gallenflüssigkeit ermöglicht.
 
Der Operateur entfernt den Tumor großflächig mit der angrenzenden Struktur. Angrenzende Lymphknoten entfernt der Arzt ebenfalls, um diese auf Metastasen zu untersuchen.
 
Muss der Chirurg einen Teil der Bauchspeicheldrüse entfernen, nennt man dies rechtsseitige (Pankreaskopf), linksseitige (Pankreasschwanz) oder mittlere (Pankreaskorpus) Teilresektion.
 
Muss der Mediziner aufgrund der Tumorausbreitung das gesamte Pankreas entfernen, spricht man von einer Totalresektion. Bei der Partiellen Duodenopankreatektomie (Kausch-Whipple Operation) entfernt der Chirurg Pankreaskopf, Gallenblase und Gallengang, Zwölffingerdarm, den unteren Magenteil (Pylorus) und Teile des großen Netzes (Omentum majus, Bauchfell). Um die Verbindungen des Verdauungssystems wiederherzustellen, vernäht der Arzt die Dünndarmschlingen mit dem Magen, der Bauchspeicheldrüsenresten und der Gallenblase.
 
Als Alternative dazu erhält die pyloruserhaltende Pankreaskopfresektion (pp-Whipple) den unteren Magenteil. Während einer totale Duodenopankreatektomie entfernt der Arzt zusätzlich Pankreaskorpus, Pankreasschwanz und Milz. Meistens wird die Milz auch bei einer linksseitigen Teilresektion zusammen mit dem Pankreasschwanz entfernt.
 
Gutartige oder sehr oberflächliche neuroendokrine Tumore, die nicht zu nahe am Gangsystem liegen, kann der Mediziner mittels Enukleation (Ausschälung) entfernen.

Wie verläuft die Chemotherapie bei einem Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Zytostatika, die Medikamente einer Chemotherapie, hemmen die Vermehrung von sich rasch teilenden Zellen, wie Krebszellen. Eine neoadjuvante Chemotherapie erfolgt vor der Operation, um einen grenzwertig (biploar) operablen Tumore zu verkleinern. Zum Einsatz kommt Gemcitabin, teilweise in Kombination mit Erlotinib, Oxaliplatin oder Capecitabin.
 
Eine adjuvante Chemotherapie erfolgt innerhalb von sechs Wochen nach der Operation, für die Dauer von bis zu sechs Monaten, um das Risiko von Rezidiven und Metastasen zu senken. Verwendet wird Gemcitabin, bei Unverträglichkeit auch 5-Fluorouracil und Folinsäure. Eine Chemotherapie hat oft unerwünschte Wirkungen wie Übelkeit, Erbrechen bis hin zur Schwäche oder Schleimhautentzündungen. Selten leidet der Patient an schwerem Haarausfall.

Wann kommt eine Palliativtherapie zum Einsatz?

Ist der Tumor inoperabel, besteht keine Chance auf Heilung mehr. Die Palliativtherapie versucht den Patienten in diesem Fall ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen und die Lebensqualität zu verbessern. Innerhalb der Best Supportive Care stehen Mediziner den unheilbar Erkrankten dauerhaft und jederzeit zur Verfügung.
 
An erster Stelle steht die Schmerztherapie, die oft nach dem Stufenschema der WHO (Weltgesundheitsorganisation) erfolgt. Im ersten Schritt verschreibt der Arzt nicht-opioidhaltigen Mitteln wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (ASS). Lassen sich die Schmerzen damit nicht lindern, kombiniert der Arzt die Medikamente mit schwach wirksamen Opioide wie Tramadol. Die stärkste Wirkung zeigen Paracetamol oder ASS in Kombination mit stark wirkenden Opioiden wie zum Beispiel Morphin.
 
Als letzten Schritt kann der Arzt das Nervengeflecht Plexus coeliacus im Bauch blockieren, so erfolgt keine Schmerzweiterleitung an das Gehirn mehr. Zusätzlich stehen noch andere Maßnahmen zur Verfügung, die nicht nur Schmerzen lindern, sondern auch weitere Komplikationen vermeiden.
 
Eine palliative Chemotherapie in Abhängigkeit des Allgemeinzustandes des Patienten kann die Lebenszeit verlängern und die Lebensqualität verbessern. Zur Schmerzlinderung kann auch eine palliative Strahlentherapie zum Einsatz kommen. Da viele Krebspatienten eine Thrombose erleiden, gehören vorbeugende Maßnahmen ebenfalls zu einer Palliativbehandlung.
 
Wichtig ist eine gute Ernährung des Erkrankten, da eine Unterernährung zu Gewichtsverlust und einer Verkürzung der Lebenszeit führt. Anfangs werden geeignete Diätprodukte eingesetzt und Hindernisse in der Darmpassage operativ entfernt oder mittels eingesetztem Stent offengehalten. Im weiteren Verlauf kann flüssige Nahrung über eine Ernährungssonde direkt über den Mund in den Magen-Darm-Trakt (enterale Ernährung) oder mittels Magensonde durch die Bauchdecke (perkutane endoskopische Gastrostomie EG) eingeführt werden. Bei der parenteralen Ernährung wird eine Nährlösung direkt ins Blut verabreicht.
 
Auch Krankengymnastik oder eine Massage können die Lebensqualität Erkrankter verbessern. Der Patient kann des Weiteren die Hilfe von Sozialarbeitern, Seelsorgern, Psychologen oder Selbsthilfegruppen in Anspruch nehmen.

Welche Komplikationen können bei einem Bauchspeicheldrüsenkrebs auftreten?

Ein Pankreaskarzinom verursacht oft eine Störung des Gallenabflusses oder eine Blockade des Darms. Die Enzym- und Hormonproduktion kann gestört werden, sodass es zu Verdauungsstörungen oder Zuckerkrankheit kommt. Dies ist auch bei Operationen der Fall, vor allem wenn die Bauchspeicheldrüse komplett entfernt wurde.
 
Besonders endokrine Tumore produzieren mehr Hormone, wodurch der Patient an einer Unter- oder Überzuckerung leiden kann. Die vermehrt gebildete Magensäure bei einem Gastrin produzierenden Tumor kann nicht nur zu Magen- oder Darmgeschwüren führen, sondern auch einen Magen- oder Darmwanddurchbruch oder blockierten Darm verursachen.
 
Nicht selten ist eine zusätzliche Chemotherapie notwendig, um den Bauchspeicheldrüsenkrebs in den Griff zu bekommen
 
Während der Operation können Komplikationen auftreten. Dazu zählen Blutungen und Blutergüsse, Organversagen, Wundheilungsstörungen und Infektionen. Der Chirurg kann bei der Operation angrenzende Organe, Nerven oder auch Lymphgänge verletzten. Fistelbildungen können unnatürliche Verbindungen zwischen Organen herstellen. Öffnet sich eine Operationsnarbe, können Eingeweide in die Bauchhöhle austreten (Nahtbruch, Narbenhernie). Nähte innerhalb der Organe können reißen oder undicht sein (Anastomoseninsuffizienz).
 
Eine typische Komplikation ist das sogenannte Dumping. Der Nahrungsbrei liegt normalerweise eine Zeit lang im Magen. Nach einer Operation geht er hingegen sofort in den Dünndarm über. Dadurch kommt es zu starken Blutdruckabfall und Übelkeit (Frühdumping), gefolgt von einer Unterzuckerung (Spätdumping).

Wie ist der Krankheitsverlauf bei einem Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Der Krankheitsverlauf unterscheidet sich je nach Art des Tumors.
 
Adenokarzinome breiten sich rasch aus und können, wenn sie größer werden, auch auf umliegende Organe wie Zwölffingerdarm Gallengang, Milz, Magen oder Dickdarm übergehen. Oft befällt der Tumor des Pankreaskopf Gefäße, wie die obere Gekrösearterie, Milzvene, Pfortader oder die untere Hohlvene. Adenokarzinome metastasieren leicht, vor allem in die Leber oder dem Peritoneum (Bauchfell) aber auch in Lungen, Knochen oder andere Organe. Zystadenokarzinome oder auch endokrine Tumore wachsen hingegen langsamer und metastasieren langsamer.

Wie ist die Prognose bei einem Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Bei einer frühzeitigen Diagnose und kompletten operativen Entfernung des Tumors ist eine Heilung möglich. Da durch die lange symptomfreie Zeit der Krebs oft erst spät entdeckt wird, ist seine Prognose im Allgemeinen ungünstig. Unter allen Krebsarten hat diese Erkrankung mitunter eine der schlechtesten Überlebensraten.
 
Vor allem Adenokarzinome haben durch die oft späte Diagnose und ihrem schnellen Wachstum eine schlechte Prognose. Nach der Diagnose leben die Patienten im Schnitt noch drei bis fünf Monate. Auch palliative Behandlungsmethoden zeigen häufig kaum Einfluss auf die Lebenserwartung. Viele Tumore sprechen nur schlecht auf die Chemotherapie an, nach einer Behandlung leben Patienten durchschnittlich vier bis sieben Monate. In vielen Fällen kehrt der Tumor innerhalb von zwei Jahren zurück (Rezidiv) und ist dann meist inoperabel.
 
Endokrine Tumore haben durch ihr langsames Wachstum eine bessere Prognose, hier liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei vier Jahren. Einige dieser Tumore sind gutartig, so wie ein großer Teil der Insulinome.
 
Ein Papillentumor hat ebenfalls eine bessere Prognose, da er durch die Gelbsucht oft frühzeitig erkannt wird. Und auch Zystadenokarzinome zeigen durch ihr langsames Wachstum, eine bessere Prognose und mehr Langzeitüberlebende.

Wie gestaltet sich die Nachsorge bei einem Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Als Nachsorge erfolgt in den ersten Jahren alle drei Monate, danach in größeren Abständen, eine körperliche Untersuchung, Blutuntersuchung sowie bildgebende Verfahren wie ein Ultraschall, CT oder MRT. Mit diesen Untersuchungen kann der Arzt Lokalrezidive und Metastasen rechtzeitig erkennen und behandeln.
 
Ein anderer Teil der Nachsorge ist eine Anschlussheilbehandlung (Rehabilitation), bei der der Erholungs- und Genesungsprozess beschleunigt, Begleit- und Folgeerscheinungen behandelt und der Patient über die Diagnose, erfolgte Therapien und Optionen aufgeklärt wird.
 
In bestimmten Nachsorgekliniken können teilweise die Chemotherapien durchgeführt werden. Dazu erlernt der Erkrankte Ernährungs- und Verhaltensregeln und erhält einen Kostaufbau. Durch die Entfernung von Teilen oder der gesamten Bauchspeicheldrüse kann die Verdauung eingeschränkt sein oder der Patient einen Diabetes mellitus entwickeln. Dann ist eine lebenslange Einnahme von Verdauungsenzymen (Pankreatine, Pilzenzyme) oder Diabetesbehandlung notwendig. Der Arzt erarbeitet mit dem Patienten in diesem Fall einen persönlichen Ernährungsplan sowie einen individuellen Sport- und Bewegungsplan.
 
Aber auch psychotherapeutische und sozialmedizinische Maßnahmen wie Beratungen über das weitere Arbeitsleben, häusliche Krankenpflege, Haushaltshilfe und Essensversorgung, stehen dem Patienten zur Verfügung.

Wie soll ich mich bei einem Bauchspeicheldrüsenkrebs ernähren?

Nach der Operation
Um die Verdauung zu entlasten, sind kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt ratsam. Speichel enthält Verdauungsenzyme, daher ist langes Kauen hilfreich. Während dem Essen solltest Du lieber nicht trinken, vor allem auf Alkohol und kohlensäurehaltigen Getränke verzichten und stattdessen Wasser oder ungezuckerten Tee trinken. Zu heiße oder kalte Speisen können den Magen reizen und Durchfälle verursachen.
 
Eine gesunde und ballaststoffhaltige Ernährung ist nach einer überstandenen Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankung besonders wichtig
 
Auf blähende Lebensmittel wie Kohl, Zwiebel, Knoblauch und Hülsenfrüchte aber auch auf Rohkost solltest Du genauso verzichten wie auf stark geräucherte, gegrillte oder frittierte Fleisch- und Wurstwaren sowie fettreiche Speisen. Gut verträglich sind hingegen MCT-Fette (= mittelkettige Triglyceride).
 
Diabetes mellitus
Patienten, die durch die Erkrankung oder Operation zuckerkrank sind, müssen ihre Ernährung entsprechend anpassen. Der Arzt bespricht mit Dir einen Ernährungsplan in Hinsicht auf Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße, den Du genau einhalten solltest. Regelmäßiges Essen sowie eine regelmäßige Blutzuckerkontrolle vermeiden eine Über- oder Unterzuckerung. Anzeichen einer Unterzuckerung kannst Du mit einem Stück Traubenzucker oder einer Zuckerlösung entgegenwirken. Dein Arzt wird Dich über die Dosen und Zeitabstände des Insulins, das vor den Mahlzeiten gespritzt werden sollte, beraten.
 
Während einer Chemotherapie
Saure oder fette Lebensmittel, scharf gebratene Speisen, Kaffee und alkoholische  Getränke solltest Du meiden, da sie die Magenschleimhaut reizen. Um die Flüssigkeit, die bei Durchfall und Erbrechen verloren geht, zu ersetzen, solltest Du ausreichend trinken. Bei Erbrechen ist eine Pflege der Mundschleimhaut und Mundspülungen hilfreich. Bei Schmerz hilft Eis oder Salbeitee. Am besten isst Du, worauf Du Appetit hast. Wenn Dich bestimmte Gerüche stören, kannst Du die Speisen auch kalt essen. Kalorienreiche Trinklösungen („Astronautenkost”) können zusätzliche Nährstoffe liefern.

Kann ich einem Bauchspeicheldrüsenkrebs vorbeugen?

Der Verzicht auf Tabakkonsum und Alkohol kann das Risiko an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken verringern. Eine gesunde, obst- und gemüsereiche Ernährung mit einem hohen Faser- und Vitamingehalt sowie regelmäßige Bewegung hat im Allgemeinen einen positiven Effekt auf die Gesundheit.

Welche Folgen hat die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs für Betroffene und Angehörige?

Die Diagnose Krebs löst bei Betroffenen aber auch ihren Angehörigen oft Angst und Verunsicherung aus. Erkrankte ziehen sich häufig nach einer Operation zurück, um sich zu erholen. Wichtig ist es, dass Patienten über ihre Krankheit sprechen und sich auch von ihrem Arzt über die Erkrankung, Therapie und auch den Umgang mit den Beschwerden beraten lassen. In Selbsthilfegruppen oder Internetforen können sich Erkrankte, aber auch ihre Angehörigen, mit Gleichgesinnten austauschen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung eines Pankreaskarzinoms?

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für alle Therapien zur Behandlung eines Pankreaskarzinom. Auch Privatkliniken oder Wahlärzte stehen dafür zur Verfügung, bei denen die Krankenkasse die Kosten refundiert. Eventuell kann ein Selbstbehalt anfallen. Bei einem längeren Krankenhausaufenthalt fällt pro Tag ein Kostenbeitrag für Dich an.


Dauer Dauer

4-6 Stunden

Ausfallzeit Ausfallzeit

Meist mehrere Monate

Stationärer Aufenthalt Stationär

Bis zu 4 Wochen

Das Wichtigste zusammengefasst

Ein Pankreaskarzinom ist ein bösartiger Tumor der Bauchspeicheldrüse, der häufigste ist das Adenokarzinom


Lange zeigen die Betroffenen keine oder nur unspezifische Symptome. Erst im fortgeschrittenen Stadium zeigen sich Beschwerden wie Gelbsucht, Oberbauchschmerzen, Verdauungsprobleme oder Diabetes mellitus


Ein kleiner nicht metastasierter Krebs wird operativ entfernt, anschließend erfolgt eine Chemotherapie oder Radiochemotherapie. Ist der Tumor inoperabel, können verschiedene Palliativbehandlungen Schmerzen lindern und die Lebensqualität verbessern


Da Bauchspeicheldrüsenkrebs oft erst spät entdeckt wird, geht er mit einer schlechten Prognose und geringer Lebenserwartung einher. Neuroendokrine Tumoren und Zystadenokarzinome haben eine geringfügig bessere Prognose

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