Bakterienfallen im Alltag: So bekommst Du sie in den Griff

Überall im Alltag lauern unzählige Bakterien, Viren und Keime. Gelangen sie in den Körper, können sie Krankheiten und Beschwerden verursachen. Deswegen ist es wichtig, auf eine gute Hygiene zu achten. Es ist aber gar nicht so einfach, immer alles sauber zu halten. Noch schwieriger wird das durch Gegenstände und Oberflächen, bei denen wir nicht damit rechnen, dass sie Keimschleudern sind. Und das, obwohl wir sie jeden Tag benutzen. Welche Gegenstände sind besonders anfällig für Bakterien, Keime und Co. und wie kannst Du sie richtig reinigen?


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Zuletzt aktualisiert: 11. September, 2020



Bakterienfallen in der Küche

 
Lebensmittel und Feuchtigkeit bieten einen guten Nährboden für Keime und Bakterien. Deswegen gibt es gerade in der Küche viele Stellen, an denen sie sich schnell vermehren können.
 
Der Kühlschrank
Im Kühlschrank lagern wir alle möglichen Lebensmittel. Da kommt es schon einmal vor, dass etwas ausläuft, kleben bleibt oder schimmelt. Ein wahres Paradies für Keime.
 
Was hilft: Alle vier bis sechs Wochen solltest Du den Kühlschrank reinigen. Dafür räumst Du ihn zunächst komplett aus und wischst dann sämtliche Oberflächen und Fächer mit Spülwasser aus – auch die Türdichtung. Trockne anschließend alles mit einem sauberen Tuch gründlich ab. Wenn mehrere Menschen den Kühlschrank nutzen (etwa eine WG), sollte das am besten jede Woche passieren.
Aber: Wer den Kühlschrank richtig behandelt, muss seltener zum Lappen greifen. Verpacke daher Lebensmittel wie Fleisch oder Wurst immer in verschließbare Gefäße. Achte darauf, dass nichts heraustropft und falls es passiert: direkt wegwischen. Gerade Hähnchen- oder Hackfleisch sollten immer gut abgedeckt sein.
 
Der Spülschwamm
Die raue Oberfläche des Schwamms sowie die Essensreste und Fette, die daran haften, bieten Keimen die perfekte Brutfläche. Wenn Du den Spülschwamm zu selten austauschst, wird der enthaltene Schmutz auch noch überall verteilt.
 
Was hilft: Nach dem Gebrauch solltest Du den Spülschwamm mit Spülmittel und heißem Wasser auswaschen und ihn nach einer, spätestens nach zwei Wochen austauschen.

Spülschwamm mit Spülmittel und heißem Wasser auswaschen

Das Geschirrtuch
Geschirrtücher sind tagtäglich im Einsatz: beim Abtrocknen nach dem Spülen und beim Trocknen abgewischter Küchenflächen. Das bleibt nicht ohne Spuren: Laut einer amerikanischen Studie ist jedes zweite Geschirrtuch mit Erregern belastet.
 
Was hilft: Tausch das Geschirrtuch alle drei Tage aus und wasch es bei 60 Grad. Dadurch werden neben Bakterien auch Pilze zuverlässig abgetötet. Verwende das Geschirrtuch außerdem nicht, um Dir damit Deine Hände abzutrocknen.
 
Das Schneidebrett
Schneidebretter begleiten uns täglich bei der Zubereitung: Wir schneiden darauf Fleisch, Gemüse, Obst und Brot. Immer mit dabei sind Keime. Besonders rohes Fleisch oder Hühnchen haben eine große Bakterien- und Salmonellen-Gefahr, die sich dann auf andere Lebensmittel übertragen kann.
 
Was hilft: Das Material bestimmt, wie Du Dein Schneidebrett am besten reinigst und pflegst. Kunststoffbretter kannst Du problemlos in der Spülmaschine reinigen, Holzbretter allerdings nicht. Putze sie stattdessen nach dem Gebrauch mit heißem Wasser und Spülmittel, um Keime abzutöten. Imprägniere Dein Holzschneidebrett vor der ersten Nutzung mit Speiseöl. Das lässt das Holz schneller trocknen und verhindert die Keimbildung.
Zudem ist es aus hygienischer Sicht sinnvoll, dir zwei Schneidebretter zuzulegen. Eines solltest du ausschließlich zum Schneiden von Rohkost verwendet werden, das andere zum Verarbeiten von Fleisch und Fisch.

Bakterienfallen im Badezimmer

Wo es warm ist und eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, fühlen sich Bakterien besonders wohl. Deswegen betrifft das im Haushalt nicht nur die Küche, sondern auch das Badezimmer. Hier gibt es viele Gegenstände, die stark von Bakterien befallen sind.
 
Der Wasserhahn
Nach dem Toilettengang waschen wir uns die Hände – und übertagen beim Aufdrehen des Wasserhahnes automatisch Keime und Bakterien an diesen. Wird der Hahn danach wieder zugedreht, gelangen diese direkt zurück auf unsere Hände.
 
Was hilft: Um das Bakterienwachstum nicht zusätzlich zu begünstigen, solltest Du den Wasserhahn im Bad nach jeder Benutzung abtrocknen und ihn ein- bis zweimal in der Woche gründlich reinigen. Es hilft außerdem, den Hebel nach dem Toilettengang nicht mit der Hand, sondern mit dem Unterarm zu betätigen, um das Wasser aufzudrehen.
 
Handtücher
Beim Duschen werden nicht sämtliche Bakterien von der Haut entfernt. Noch dazu sammeln sich abgestorbene Hautzellen in den Handtüchern. Zusammen mit der Feuchtigkeit sind sie eine ideale Grundlage für Bakterien und Keime. Vor allem das Handtuch für die Toilette oder im Bad kommt ständig mit Fäkalbakterien in Kontakt. Besonders dann, wenn mehrere Personen gleichzeitig eines benutzen. Diese Bakterien vermehren sich erst recht rasant, wenn das Handtuch durch die häufige Anwendung länger feucht bleibt.
 
Was hilft: Experten zufolge solltest Du Deine Handtücher alle drei Tage austauschen beziehungsweise sie nur drei- bis viermal benutzen. Denk daran, das Duschtuch nach der Nutzung so aufzuhängen, dass es möglichst schnell trocknen kann. Um Bakterien zuverlässig abzutöten, sollten Handtücher bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.
 
Kosmetikartikel
Vor allem auf Applikatoren, Schwämmchen und Pinseln, mit denen Du Makeup, Concealer, Lidschatten und andere Kosmetikprodukte aufträgst, können sich ebenfalls Bakterien festsetzen. Die können zu Hautirritationen und Pickeln führen.
 
Was hilft: Achte darauf, Deine Pinsel, Applikatoren und Schwämmchen regelmäßig zu reinigen, am besten mit einem milden Shampoo und warmem Wasser. Anschließend solltest Du sie sorgfältig trocknen. Im Zweifel gilt: lieber einmal mehr neu kaufen.

 Achte darauf, Deine Pinsel, Applikatoren und Schwämmchen regelmäßig zu reinigen

Hohe Luftfeuchtigkeit
Nach einer heißen Dusche oder einem ausgiebigen Bad herrscht im Badezimmer eine hohe Luftfeuchtigkeit. Da Bakterien in feuchtwarmem Klima gut gedeihen, ist es wichtig, dagegen anzugehen.
 
Was hilft: Nach jedem Duschen oder Baden gehört Stoßlüften zum Pflichtprogramm. Wische auch die Oberflächen der Dusche ab, um die Raumfeuchtigkeit gering zu halten. Häng Deine Handtücher zum Trocknen auf und lass sie nicht feucht herumliegen.

Bakterienfalle Kleidung

Jeden Tag frische Unterwäsche und Socken anzuziehen und spätestens jeden zweiten Tag das Oberteil zu wechseln gehört für jeden von uns zur Hygiene-Routine. Es gibt allerdings einige Kleidungsstücke, die nicht so häufig gewechselt werden und damit Bakterien mehr Chancen zur Ausbreitung bieten.
 
Der Pyjama
Viele Menschen sind der Meinung, man müsste den Schlafanzug nicht oft wechseln, weil man ihn schließlich immer nur für ein paar Stunden trägt. Im Durchschnitt tragen wir unseren Pyjama zwei Wochen lang. Viel zu selten, meinen Experten.
Denn: Der Schlafanzug nimmt jede Menge Hautschuppen und Schweiß auf und mit der Zeit sammeln sich immer mehr Bakterien auf dem Stoff an – dazu reicht eine kurze Nacht aus. Manche haben im Schlaf regelrechte Schweißausbrüche, den sogenannten Nachtschweiß. Wenn unser Immunsystem geschwächt ist, können die Bakterien unangenehme Infektionen verursachen, wie Blasenentzündung und Haut- oder Darminfektionen.
 
Was hilft: Es wird empfohlen, den Pyjama alle zwei bis vier Tage zu wechseln. Wer nachts stark schwitzt, sollte die Schlafbekleidung nicht länger als zwei Nächte tragen und dann den Schlafanzug waschen – am besten bei 60 Grad.
 
Bequeme Kleidung für zuhause
Nach Feierabend gibt es nichts Schöneres, als sich bequeme Homewear anzuziehen. Und weil uns darin niemand sieht, tragen wir die Sachen oft mehrere Tage – selbst wenn Flecken darauf gelandet sind. Doch in der geliebten Jogginghose sammeln sich genauso Schweiß und Hautschüppchen an wie im Pyjama. Noch dazu bleiben Staub, Krümel und andere Partikel von Deiner Couch daran hängen.
 
Was hilft: Wechsel Deinen Couch-Dress alle zwei Tage und setze Dich nicht mit denselben Klamotten auf Deine Couch oder Bett, mit denen Du im Supermarkt oder in öffentlichen Verkehrsmitteln warst.

 Achte darauf, Deine Pinsel, Applikatoren und Schwämmchen regelmäßig zu reinigen

Die Schuhe
Ein Kleidungsstück, das besonders oft nachlässig behandelt wird, sind die Schuhe. Dabei legen wir mit unseren Schuhen täglich einige Meter zurück – etwa über Straßen und Wiesen und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dadurch sammeln sich vor allem an der Sohle unzählige Krankheitserreger an, die dann mit in die Wohnung getragen und dort überall verteilt werden. Eine ziemlich eklige Vorstellung, wenn man bedenkt, worüber wir jeden Tag mit unseren Schuhen laufen. Je tiefer das Profil ist, desto leichter bleiben Keime und Dreck daran hängen.
 
Was hilft: Achte auf eine gute Hygiene und trag Deine Schuhe nicht in Deiner Wohnung, sondern zieh sie schon vor der Wohnungstür aus. Laufe umgekehrt mit Deinen Hausschuhen nicht draußen herum. Zusätzlich solltest Du Deinen Fußboden einmal in der Woche gründlich putzen.
 
Reinige Deine Schuhe regelmäßig. Wie Du dabei am besten vorgehst, hängt von dem Material Deiner Schuhe ab. Modelle aus Textilien oder synthetischen Materialien kannst Du problemlos in der Waschmaschine waschen. Die ideale Waschtemperatur beträgt für Schuhe aus Mischgewebe 30 Grad und für reine Stoffschuhe 40 Grad. Packe die Schuhe vorher in ein Wäschenetz, um sie zu schonen.
 
Anders ist das bei Lederschuhen: Mit einer Bürste entfernst Du den gröbsten Dreck. Für die gründliche Reinigung wischst Du die Schuhe mit einem feuchten Lappen ab. Wichtig: Anschließend eine Schuhcreme auftragen, damit das Leder geschmeidig bleibt und nicht austrocknet.

Bakterienfalle Smartphone und Elektro-Zubehör

Dutzende Male am Tag schauen wir auf unser Smartphone, auf der Arbeit tippen wir stundenlang auf der Tastatur und beim Feierabend vor dem Fernseher haben wir immer wieder die Fernbedienung in der Hand.
 
Das Smartphone
Das Handy ist unser täglicher Begleiter: Immer und überall haben wir es dabei und tippen oder wischen auf dem Display herum. Doch nur selten waschen wir uns vorher die Hände. Durch den Kontakt mit der Haut verbreiten wir somit sämtliche Keime, die sich auf den Fingern angesammelt haben, auf dem Smartphone.
 
Neben dem sichtbaren Fettfilm, der auf dem Display entsteht, sammelt sich außerdem ein unsichtbarer Cocktail aus Keimen an. Tückisch sind hier vor allem kleine Kratzer, die eine ideale Brutstätte für Viren und Bakterien sind.
 
Über den Tag verteilt, kommt da einiges zusammen. Beim Telefonieren gelangen die Keime in die Nähe unseres Gesichts. Gerade in der Erkältungszeit lässt dann der nächste Schnupfen meist nicht lange auf sich warten.
 
Was hilft: Wasch Dir regelmäßig die Hände und reinige das Display Deines Smartphones, wenn Du unterwegs warst. Dafür eignen sich Reinigungstücher für elektronische Geräte, feuchte Brillenputztücher oder ein Stück Küchenrolle, das Du mit Desinfektionsspray besprühst. Verwende eine Schutzfolie. Sie bewahrt nicht nur vor Kratzern, sondern auch vor Keimen, lässt sich leicht wechseln und ist gut abzuwischen.

 Achte darauf, Deine Pinsel, Applikatoren und Schwämmchen regelmäßig zu reinigen

Fernbedienungen
Ein weiterer Gegenstand, den wir tagtäglich in der Hand haben, ist die Fernbedienung für den Fernseher. Durch den vielen Kontakt mit unserer Haut verteilen wir auf der Fernbedienung Schweiß, Hautschuppen und Essensreste – schließlich waschen wir uns eher selten die Hände, wenn wir einen Film anschauen und dabei etwas essen. Dazu kommt Hausstaub, der sich zwischen den Knöpfen ablagert.
 
Was hilft: Reinige einmal in der Woche die Fernbedienung. Achte darauf, vorher immer die Batterien herauszunehmen. Dann entfernst Du mit einer weichen Zahnbürste zuerst den Staub zwischen den Knöpfen. Mische Wasser und Essig (Verhältnis 1:1) und befeuchte damit einen Putzlappen und wische damit die Fernbedienung ab.

Für eine gründliche Reinigung tauchst Du ein Wattestäbchen in das Putzwasser und gehst damit über die schwer zugänglichen Stellen. Anschließend wischst Du mit klarem Wasser nach und trocknest die Fernbedienung gründlich ab.
 
Tastatur und Computermaus
Wegen ihrer vielen Zwischenräume sind Tastaturen besonders anfällig für Erreger. Krümel und Staub, die sich zwischen den Tasten ansammeln, sind eine nahrhafte Quelle für Bakterien. Dazu kommen die Schmutzpartikel und Keime, die sich an unseren Händen befinden. Denn nicht immer sind sie frisch gewaschen, wenn wir uns an den Computer setzen. Deswegen gelangen an die Computermaus ebenfalls einige Keime.
 
Das kann vor allem dann zum gesundheitlichen Problem werden, wenn Du Dir auf der Arbeit Deinen Platz mit mehreren Kollegen teilst. Aber auch die Tastatur und Computermaus zuhause werden meist zu selten gereinigt.
 
Was hilft: Wische Dein Computer-Zubehör regelmäßig mit Reinigungstüchern für elektronische Geräte ab oder reinige sie mit einem (selbstgemachten) Desinfektionsspray. Entferne den groben Schmutz aus Deiner Tastatur, indem Du sie kopfüber hältst und kräftig schüttelst.
 
Für eine feinere Reinigung kannst Du eine spezielle Reinigungsmasse verwenden. Mit ihrer klebrigen Oberfläche entfernt sie Krümel und Staub aus den Zwischenräumen und tötet mit ihrer antibakteriellen Wirkung Erreger ab. Alternativ kannst Du ein Druckluftspray, einen feinen Pinsel oder die klebende Seite eines Post-Its verwenden.

Bakterienfallen in der Freizeit

Leider wimmelt es nicht nur im Haushalt vor Bakterien. Selbst in unserer Freizeit sind wir vor ihnen nicht gefeit. Extrem ist der Keimbefall an Gegenständen und Oberflächen in der Öffentlichkeit, die von vielen anderen Menschen angefasst werden.
 
Die Handtasche
Die meisten Handtaschen haben eine raue Oberfläche, die Bakterien einen besonders guten Halt bietet. Wenn Du Deine Handtasche in der Bahn oder an der Haltestelle auf den Boden stellst, bleiben also eine Menge Keime daran haften. Außerdem kannst Du über Deine Hände Schmutz, Schweiß und viele Erreger auf Deine Handtasche übertragen oder umgekehrt von der Handtasche auf andere Oberflächen.
 
Aber nicht nur außen, sondern auch im Innern Deine Tasche sammeln sich Keime an. Etwa durch Kosmetikprodukte, benutzte Taschentücher oder Lebensmittel, die sich in Deiner Tasche befinden.
 
Was hilft: Wasche regelmäßig Deine Hände und desinfiziere die Griffe Deiner Handtasche. Deine Handtasche solltest Du einmal pro Woche mit warmem Seifenwasser abwischen. Wische dabei immer mit der Maserung, um das Leder nicht zu ruinieren. Alternativ kannst Du ein Reinigungsmittel benutzen, das auf das Material der Tasche abgestimmt ist. Verwende aber niemals Baby-Feuchttücher, Essig oder andere Hausmittel für die Reinigung Deiner Handtasche, auch wenn das oft empfohlen wird. Sie können unschöne Verfärbungen hinterlassen oder das Leder austrocknen.
 
Das Tascheninnere solltest Du regelmäßig ausräumen und das Futter umstülpen, um Krümel, Dreck und Co. auszuschütteln. Hartnäckige Krümel und Flecken wirst Du mit einer Fusselrolle wieder los oder Du wäschst das Innere mit einer milden Seifenlauge feucht aus. Anschließend an der Luft trocknen lassen.

 Achte darauf, Deine Pinsel, Applikatoren und Schwämmchen regelmäßig zu reinigen

Die Sonnenbrille
Die Brille ist ebenfalls eine wahre Keimschleuder. Ständig fassen wir sie unbewusst an, wenn wir sie auf der Nase nach oben schieben oder auf- und absetzen. Doch gereinigt werden meist nur die Brillengläser, damit wir wieder den vollen Durchblick haben. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2018 hat gezeigt, dass besonders die Ohrbügel und Nasenpolster nach dem Tragen mit Haut- und Schleimhautbakterien kontaminiert sind. Darüber hinaus wurden Keime nachgewiesen, die Augenkrankheiten wie zum Beispiel Bindehautentzündungen auslösen können.
 
Was hilft: Eine tägliche, ausgiebige Reinigung mit feuchten Brillenputztüchern reduziert die Anzahl der Keime maßgeblich. Um auf Nummer Sicher zu gehen, kannst Du die Brille täglich desinfizieren.
 
Autolenkrad und Schaltknüppel
Für viele ist ihr Gefährt nur ein Fortbewegungsmittel, das sie einfach von A nach B bringen soll. Dementsprechend spärlich fällt oft die Reinigung des Autos aus, obwohl sich darin Krümel und anderer Schmutz sammeln. Besonders viele Bakterien tummeln sich am Lenkrad und am Schaltknüppel.
 
Was hilft: Wische den Innenraum Deines Autos regelmäßig mit Seifenwasser oder speziellen Reinigungstüchern für das Cockpit ab. Für das Lenkrad und den Schaltknüppel kannst Du zwischendurch ein Desinfektionsspray verwenden.
 
Oberflächen in der Öffentlichkeit
 
Wenn wir unterwegs sind, berühren wir häufig Oberflächen, die auch andere Menschen angefasst haben. Typischerweise sind das
 

  • Geld- und Fahrscheinautomaten,
  • Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln,
  • Knöpfe von Fahrstühlen,
  • Einkaufswagen und
  • Türklinken.

 
Jeder Mensch hinterlässt darauf Keime und nimmt bei der Berührung welche mit. Bei einem gesunden, starken Immunsystem ist das in der Regel kein Problem, aber es schadet nicht, einer möglichen Infektion vorzubeugen.
 
Was hilft: Wasch Dir als erstes immer gründlich die Hände, wenn Du wieder nach Hause kommst oder bevor Du unterwegs etwas isst. Vermeide es, Dir ins Gesicht zu fassen, um keine Erreger nicht in die Nähe Deiner Augen oder Schleimhäute zu bringen, von wo aus sie leicht in Deinen Körper gelangen. Spezielle Mittel zur Handdesinfektion sind bei einem gesunden Immunsystem nicht notwendig, wenn Du Dir regelmäßig die Hände wäschst.

Keimfrei ist auch nicht gut

Für die Gesundheit und das persönliche Wohlbefinden ist es wichtig, Hygienemaßnahmen einzuhalten und auf eine gewisse Sauberkeit zu achten. Allerdings ist es wiederum nicht gut, alles um Dich herum komplett steril zu halten.
 
Das hat mehrere Gründe. In einer keimfreien Umgebung wird unser Immunsystem nicht mehr stimuliert. Wie bei einem Muskel, der nicht regelmäßig trainiert wird, verliert es immer mehr an Stärke und wir werden häufiger krank. Denn mit den Erregern, die für den Körper normalerweise kein Problem sind, kommt ein geschwächtes Immunsystem nicht mehr klar.
 
Aggressive Putzmittel schädigen zudem unsere Umwelt und führen zu widerstandsfähigeren Erregern, die für unsere Gesundheit weitaus gefährlicher sind als herkömmliche Keime. Die übermäßige Vernichtung von Bakterien löst bei Kindern immer häufiger Allergien wie Asthma oder Heuschnupfen aus.
 
Der Körper eines Kindes braucht gerade in den ersten Jahren möglichst viele Reize von außen. Dadurch wird das Immunsystem trainiert und der Körper lernt, sich mit verschiedenen Erregern auseinanderzusetzen.


Dauer Dauer

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Ausfallzeit Ausfallzeit

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Stationärer Aufenthalt Stationär

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Das Wichtigste zusammengefasst

Lebensmittel und Feuchtigkeit bieten einen guten Nährboden für Keime und Bakterien.


Das Material bestimmt, wie Du Dein Schneidebrett am besten reinigst und pflegst. Kunststoffbretter kannst Du problemlos in der Spülmaschine reinigen, Holzbretter allerdings nicht.


Es wird empfohlen, den Pyjama alle zwei bis vier Tage zu wechseln. Wer nachts stark schwitzt, sollte die Schlafbekleidung nicht länger als zwei Nächte tragen und dann den Schlafanzug waschen – am besten bei 60 Grad.


Wische den Innenraum Deines Autos regelmäßig mit Seifenwasser oder speziellen Reinigungstüchern für das Cockpit ab.

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