Am Gesäß zeigen sich Veränderungen des Körpers oft besonders deutlich. Nach einer starken Gewichtsabnahme kann überschüssige Haut zurückbleiben. Auch mit zunehmendem Alter verliert das Gewebe an Elastizität und sinkt nach unten. Training kann zwar die Muskulatur stärken, erschlaffte Haut lässt sich dadurch jedoch nicht vollständig straffen. Während beim Brazilian Butt Lift zusätzliches Volumen aufgebaut wird, wünschen sich viele Menschen vor allem eine festere Form und klarere Konturen. In solchen Fällen kann eine Gesäßstraffung sinnvoll sein.
Auf einen Blick: Gesäßstraffung
Was wird gemacht?
Bei der Gesäßstraffung entfernt der Arzt überschüssige Haut und hebt das abgesunkene Gewebe an. Die längere Narbe verläuft meist oberhalb des Gesäßes und kann in der Regel von Unterwäsche verdeckt werden.
Unterschied zum BBL?
Anders als der Brazilian Butt Lift baut die Straffung nicht hauptsächlich Volumen auf. Sie eignet sich besonders bei hängender Haut nach starker Gewichtsabnahme oder altersbedingter Erschlaffung.
Wie lange Nachsorge?
Nach der Operation trägst Du meist sechs bis acht Wochen ein Kompressionsmieder und solltest Sitzen, Sport und körperliche Belastung zunächst einschränken. Mögliche Risiken sind Serome, Wundheilungsstörungen, auffällige Narben und vorübergehende Taubheitsgefühle.
Was kostet der Eingriff?
Die Kosten liegen in Deutschland und Österreich meist zwischen 3.500 und 8.000 Euro, in der Schweiz häufig höher. Bei nachgewiesenen gesundheitlichen Beschwerden durch die Hautfalten kann die Krankenkasse die Kosten in begründeten Einzelfällen übernehmen.
Was ist eine Gesäßstraffung?
Bei einer Gesäßstraffung entfernt der Arzt überschüssige Haut und hebt das verbliebene Gewebe an. Der Eingriff wird auch Gluteallift genannt.
Beim klassischen Verfahren verläuft der Schnitt quer oberhalb des Gesäßes, ungefähr auf Höhe des Hosenbundes. Über diesen Zugang wird überschüssige Haut zusammen mit einem Teil des darunterliegenden Fettgewebes entfernt. Anschließend wird das Gewebe nach oben gestrafft und neu geformt. Wenn zusätzlich Volumen fehlt, kann vorhandenes Gewebe genutzt werden, um den Po wieder voller wirken zu lassen. Dabei wird ein Teil des überschüssigen Gewebes nicht vollständig entfernt, sondern nach innen verlagert und als Polster verwendet. Dieses Verfahren nennt man Autoaugmentation. Es kommt ohne Implantate und ohne zusätzlich übertragenes Fett aus. Das Ziel ist ein angehobenes und glatteres Gesäß mit einer klareren Kontur zum Oberschenkel. Die Operation ähnelt in ihrer Technik einer Bauchdeckenstraffung, findet jedoch an der Rückseite des Körpers statt.
Die Gesäßstraffung verändert nicht die Muskulatur. Für einen kräftigen und sportlichen Po bleibt daher regelmäßiges Training wichtig. Die Operation entfernt vor allem überschüssige Haut und schafft eine straffere äußere Form. Nach dem Eingriff trägst Du in der Regel eine spezielle Kompressionshose. Sie unterstützt die Heilung und hilft dabei, Schwellungen zu reduzieren. Häufig wird sie etwa sechs bis acht Wochen lang getragen.
Worin unterscheidet sich die Gesäßstraffung vom Brazilian Butt Lift?
Die beiden Eingriffe verfolgen unterschiedliche Ziele. Beim Brazilian Butt Lift wird Fett an anderen Körperstellen abgesaugt, aufbereitet und in das Gesäß eingebracht. Dadurch soll der Po voller und runder werden. Das Verfahren eignet sich vor allem, wenn die Haut noch straff ist und hauptsächlich Volumen fehlt. Bei der Gesäßstraffung wird dagegen überschüssige Haut entfernt und das abgesunkene Gewebe angehoben. Sie eignet sich vor allem bei erschlaffter und hängender Haut, zum Beispiel nach einer starken Gewichtsabnahme. Ein Brazilian Butt Lift allein kann bei deutlichem Hautüberschuss ungeeignet sein. Zusätzliches Volumen kann das Gewebe noch stärker belasten und das Absinken verstärken.
Manchmal ist eine Kombination sinnvoll. Wenn sowohl überschüssige Haut als auch fehlendes Volumen vorliegen, kann die Straffung mit einer Autoaugmentation oder mit einem vorsichtigen Eigenfetttransfer verbunden werden. Welche Methode zu Dir passt, hängt davon ab, ob bei Dir vor allem zu viel Haut, zu wenig Volumen oder beides vorhanden ist. Diese Frage sollte im Beratungsgespräch sorgfältig geklärt werden.

Wie bereitet man sich auf den Eingriff vor?
Eine gute Vorbereitung kann das Risiko von Komplikationen senken und Dir die erste Zeit nach der Operation erleichtern. Besonders wichtig ist, dass Du mindestens vier Wochen vor und nach dem Eingriff nicht rauchst. Nikotin verschlechtert die Durchblutung und kann die Heilung der langen Operationsnaht erheblich beeinträchtigen. Informiere Deinen Arzt über alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die Du einnimmst. Blutverdünnende Präparate müssen möglicherweise vorübergehend abgesetzt werden, allerdings ausschließlich nach ärztlicher Rücksprache. Bestehende Erkrankungen sollten vor der Operation gut eingestellt sein. Eine ausgewogene und eiweißreiche Ernährung unterstützt den Körper bei der Wundheilung.
Bereite auch Deinen Alltag rechtzeitig vor. Lege bequeme und weit geschnittene Kleidung bereit und organisiere für die ersten Tage Hilfe im Haushalt. Da Du zunächst möglichst wenig auf dem Rücken liegen und sitzen solltest, benötigst Du einen geeigneten Platz zum Schlafen auf dem Bauch oder auf der Seite. Ein spezielles Entlastungskissen kann das Sitzen später erleichtern. Plane außerdem genügend Zeit für Deine Erholung ein. Arbeitest Du überwiegend im Sitzen, kann eine längere Auszeit oder ein Arbeitsplatz im Stehen notwendig sein.
Wie läuft die Operation ab?
Die Gesäßstraffung wird unter Vollnarkose durchgeführt und dauert meistens etwa zwei bis zweieinhalb Stunden. Während der Operation liegst Du auf dem Bauch. Zunächst zeichnet der Arzt die genaue Schnittführung an. Anschließend entfernt er die überschüssige Haut und das darunterliegende Gewebe oberhalb des Gesäßes. Falls zusätzlich Volumen fehlt, kann ein Teil des vorhandenen Gewebes zur Formung des Pos verwendet werden. Danach wird das Gewebe angehoben und die Wunde in mehreren Schichten verschlossen. Häufig wird die Gesäßstraffung mit einer Fettabsaugung an den Hüften, Flanken oder Außenseiten der Oberschenkel kombiniert. Dadurch lassen sich die Übergänge harmonischer formen.
Wie sieht die Nachsorge aus?
Nach der Operation bleibst Du meist ein bis zwei Nächte in der Klinik. Drainagen können vorübergehend Wundflüssigkeit ableiten. Sobald nur noch wenig Flüssigkeit nachkommt, werden sie entfernt.
In den ersten Wochen solltest Du möglichst wenig Druck auf die Narbe ausüben. Längeres Sitzen und das Liegen auf dem Rücken sind deshalb zunächst nur eingeschränkt möglich. Ein Entlastungskissen kann dabei helfen. Für etwa sechs bis acht Wochen trägst Du ein Kompressionsmieder. Es reduziert Schwellungen, stabilisiert das Gewebe und unterstützt die neue Form des Gesäßes. Nach der Entlassung finden regelmäßige Kontrolltermine statt, bei denen der Arzt die Wundheilung prüft und auf mögliche Flüssigkeitsansammlungen achtet.
Kurze Spaziergänge sind bereits in den ersten Tagen sinnvoll, da sie den Kreislauf anregen und das Thromboserisiko senken. Duschen ist meist nach wenigen Tagen wieder erlaubt. Auf Vollbäder, Schwimmen und Sauna solltest Du mehrere Wochen verzichten. Je nach Beruf kannst Du nach etwa ein bis zwei Wochen wieder arbeiten. Bei einer sitzenden oder körperlich anstrengenden Tätigkeit kann eine längere Pause notwendig sein. Mit leichtem Sport kannst Du meist nach sechs bis acht Wochen beginnen. Schweres Heben und Übungen, die das Gesäß stark belasten, solltest Du erst später wieder aufnehmen.
Sobald die Wunde vollständig geschlossen ist, kannst Du mit der Narbenpflege beginnen. Silikonpräparate und konsequenter Sonnenschutz können die Narbenreifung unterstützen.
Das endgültige Ergebnis zeigt sich meist nach sechs bis zwölf Monaten. Ein stabiles Gewicht und regelmäßiges Training helfen dabei, die neue Form langfristig zu erhalten.

Wie verläuft die Narbe bei einer Gesäßstraffung?
Bei einer Gesäßstraffung entsteht eine längere Narbe. Sie verläuft quer oberhalb des Gesäßes und kann sich bei größeren Hautüberschüssen von einer Hüfte bis zur anderen ziehen. Der Schnitt wird möglichst so geplant, dass die Narbe später von Unterwäsche oder Badebekleidung verdeckt wird.
Bei einem zirkulären Bodylift verläuft die Narbe rund um den Körper und setzt sich auf der Vorderseite fort.
In den ersten Monaten ist die Narbe häufig gerötet, fest und deutlich sichtbar. Im Laufe von ein bis zwei Jahren wird sie normalerweise flacher und heller. Wie unauffällig sie am Ende wird, hängt unter anderem von Deiner Veranlagung, der Operationstechnik und der Nachsorge ab. Vermeide in der Heilungsphase starken Zug auf der Narbe. Zu frühes langes Sitzen, schweres Heben oder intensives Training können die Narbe verbreitern und die Heilung beeinträchtigen. Vor der Operation solltest Du Dir bewusst sein, dass die Straffung eine sichtbare Narbe hinterlässt. Dafür kann sie hängende Haut entfernen und die Form des Gesäßes deutlich verbessern.
Welche Risiken gibt es bei einer Gesäßstraffung?
Wie bei jeder größeren Operation können Nachblutungen, Infektionen oder Thrombosen auftreten. Bei einer Gesäßstraffung kommt es außerdem vergleichsweise häufig zu Seromen. Dabei sammelt sich Wundflüssigkeit unter der Haut, die manchmal mit einer Nadel abgesaugt werden muss.
Auch Wundheilungsstörungen sind möglich. Sie treten besonders an den Enden der Narbe oder dann auf, wenn die Wunde zu früh durch Sitzen, Bewegung oder Zug belastet wird. Deshalb ist es wichtig, die Vorgaben zum Sitzen und Liegen in den ersten Wochen konsequent einzuhalten.
Vorübergehende Taubheitsgefühle im Bereich der Narbe und am oberen Gesäß sind normal. Das Gefühl kehrt meist im Laufe mehrerer Monate zurück. Auch leichte Asymmetrien oder auffällige Narben können entstehen. Bei umfangreichen Straffungsoperationen sind kleinere Korrekturen später nicht ungewöhnlich.
Du kannst das Risiko senken, indem Du auf Nikotin verzichtest, alle Vorerkrankungen und Medikamente offen mit Deinem Arzt besprichst und die Nachsorgeempfehlungen genau befolgst. Entscheidend sind außerdem ein erfahrener Operateur und eine sorgfältige Überwachung nach dem Eingriff.

Für wen ist die Gesäßstraffung geeignet?
Eine Gesäßstraffung eignet sich besonders für Menschen, die nach einer starken Gewichtsabnahme unter überschüssiger und hängender Haut leiden. Das kann nach einer Magenoperation, einer medikamentösen Gewichtsabnahme oder einer selbst erreichten Gewichtsreduktion der Fall sein.
Häufig betrifft die Hauterschlaffung nicht nur das Gesäß, sondern auch den Bauch, die Oberschenkel oder die Oberarme. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, die notwendigen Eingriffe als Teil eines größeren Behandlungskonzepts zu planen.
Auch altersbedingte oder genetisch bedingte Hauterschlaffung kann ein Grund für die Operation sein. Die Behandlung kommt infrage, wenn das Gesäß deutlich an Spannung verloren hat oder abgesunken ist.
Wichtig ist, dass Dein Gewicht seit mindestens sechs bis zwölf Monaten stabil ist und Du Dich in einem guten allgemeinen Gesundheitszustand befindest. Rund um die Operation solltest Du vollständig auf Nikotin verzichten. Planst Du noch eine stärkere Gewichtsabnahme oder Gewichtszunahme, solltest Du die Straffung verschieben, da weitere Veränderungen das Ergebnis beeinträchtigen können.
Bei einer leichten Erschlaffung ohne deutlichen Hautüberschuss können auch nicht operative Behandlungen infrage kommen. Radiofrequenz, Ultraschall oder elektromagnetische Muskelstimulation können das Gewebe etwas straffer wirken lassen. Hängt die Haut jedoch bereits deutlich, können diese Methoden eine Operation nicht ersetzen.
Betrifft die Hauterschlaffung neben dem Po auch Bauch und Oberschenkel, findest Du auf unseren Seiten zum Body Contouring nach Gewichtsabnahme und zur Oberschenkelstraffung weiterführende Informationen.
Was kostet eine Gesäßstraffung?
In Deutschland kostet eine klassische Gesäßstraffung je nach Umfang häufig zwischen 3.500 und 8.000 Euro. Wird der Eingriff mit einer Autoaugmentation oder einer Fettabsaugung kombiniert, liegen die Gesamtkosten meist im oberen Bereich dieser Spanne. In Österreich sind die Preise häufig ähnlich. In der Schweiz musst Du in der Regel mit höheren Kosten rechnen. Der genaue Preis hängt von der Operationstechnik, dem Klinikaufenthalt, der Narkose und möglichen Zusatzbehandlungen ab.
Lass Dir vor der Entscheidung einen vollständigen Kostenplan geben. Darin sollten die Voruntersuchungen, die Operation, die Narkose, der Klinikaufenthalt, das Kompressionsmieder und die Nachkontrollen enthalten sein. Kläre auch, welche Kosten entstehen, wenn später eine kleinere Korrektur notwendig wird.
Ist die Gesäßstraffung Teil eines Bodylifts oder eines größeren Behandlungskonzepts nach einer starken Gewichtsabnahme, sollte die Planung möglichst in einem spezialisierten Zentrum erfolgen. Dort können die einzelnen Eingriffe sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.
Wann beteiligt sich die Krankenkasse?
Eine Gesäßstraffung aus rein ästhetischen Gründen musst Du normalerweise selbst bezahlen. Eine Kostenübernahme kann jedoch möglich sein, wenn der Hautüberschuss nachweislich gesundheitliche Beschwerden verursacht. Dazu gehören wiederkehrende Entzündungen, Ekzeme, Pilzinfektionen, offene oder schmerzhafte Scheuerstellen und Probleme bei der Körperpflege. Auch deutliche Einschränkungen beim Gehen oder Sitzen können medizinisch relevant sein.
Für eine mögliche Kostenübernahme musst Du vor der Operation einen Antrag bei Deiner Krankenkasse stellen. Hilfreich sind ärztliche Befunde, Fotos, eine Dokumentation Deines Gewichtsverlaufs und Nachweise über bisherige Behandlungen. Hautprobleme solltest Du regelmäßig ärztlich untersuchen und dokumentieren lassen. Wird der Antrag zunächst abgelehnt, kann ein Widerspruch mit zusätzlichen Befunden sinnvoll sein. Eine Bewilligung ist jedoch immer eine Einzelfallentscheidung und kann nicht garantiert werden. Die Reihenfolge ist wichtig. Stelle zuerst den Antrag und warte die schriftliche Entscheidung ab, bevor Du die Operation durchführen lässt. Eine nachträgliche Erstattung wird nur sehr selten gewährt.
Eine geeignete Praxis in Deiner Region findest Du über unsere Arztsuche.
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