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HIFU Behandlung: Was bringt hochfokussierter Ultraschall wirklich?

HIFU Behandlung: Was bringt hochfokussierter Ultraschall wirklich?

Nicht-invasive Hautstraffung mit fokussiertem Ultraschall – Wirkung, Ablauf und realistische Erwartungen.

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HIFU steht für High Intensity Focused Ultrasound, also hochintensiver fokussierter Ultraschall. Das Verfahren wird in der ästhetischen Medizin zur nicht-invasiven Hautstraffung eingesetzt und gilt als eine der wenigen Methoden, die ohne Schnitte bis in tiefere Gewebeschichten wirken kann. Im Mittelpunkt steht dabei die gezielte Erwärmung bestimmter Hautschichten, um körpereigene Regenerationsprozesse anzuregen.

Doch wie effektiv ist HIFU wirklich? Was passiert dabei genau in der Haut? Und für wen ist die Behandlung geeignet? All das und noch mehr, ließt Du hier.

Was ist HIFU?

HIFU steht für High Intensity Focused Ultrasound, also hochintensiver fokussierter Ultraschall. Das Verfahren wird in der ästhetischen Medizin zur nicht-invasiven Hautstraffung eingesetzt. Ziel ist es, tieferliegende Haut- und Gewebeschichten gezielt zu erwärmen, ohne die Hautoberfläche zu verletzen.

Durch diese kontrollierte Wärme werden natürliche Regenerationsprozesse angeregt. Die Haut bildet nach und nach neues Kollagen und Elastin, wodurch sie straffer und fester wirken kann. HIFU gehört damit zu den wenigen nicht-operativen Methoden, die auch tiefere Gewebeschichten erreichen können.

Wie funktioniert eine HIFU Behandlung?

Bei einer HIFU-Behandlung werden Ultraschallwellen über spezielle Handstücke gebündelt und gezielt auf einen präzisen Punkt im Gewebe fokussiert. Ähnlich wie bei einer Lupe, die Sonnenlicht auf einen Punkt bündelt, entsteht an diesem Fokuspunkt eine starke Wärmeentwicklung. Dabei können Temperaturen von etwa 70 bis 90 Grad Celsius erreicht werden, ohne dass die Hautoberfläche dabei verletzt wird.

Diese Wärme erzeugt winzige, kontrollierte Koagulationspunkte in tieferen Gewebeschichten. Dadurch werden zwei Effekte ausgelöst: Zum einen zieht sich vorhandenes Kollagen leicht zusammen, was einen ersten, meist eher dezenten Straffungseffekt bewirken kann. Zum anderen wird die Neubildung von Kollagen und Elastin angeregt. Dieser Prozess läuft über mehrere Wochen und Monate ab und sorgt für die eigentliche, langfristige Verbesserung.

Besonders wichtig ist dabei die sogenannte SMAS-Schicht. Diese bindegewebige Struktur liegt zwischen Haut und Gesichtsmuskulatur und spielt auch bei einem chirurgischen Facelift eine zentrale Rolle. Genau deshalb gilt HIFU als eines der wenigen nicht-invasiven Verfahren, das in vergleichbar tiefe Schichten vordringen kann.

HIFU Behandlung im Gesicht

Welche Bereiche lassen sich mit HIFU behandeln?

HIFU wird vor allem im Gesichts- und Halsbereich eingesetzt. Zu den häufigsten Behandlungszonen gehören die Stirn und die Augenbrauenpartie, die Wangen- und Kieferregion, das Kinn und die Kinnlinie, der Hals sowie das Dekolleté. In manchen Praxen wird HIFU auch zur Körperstraffung angeboten, beispielsweise an den Oberarmen, am Bauch oder an den Oberschenkeln. Die Ergebnisse am Körper fallen jedoch meist weniger ausgeprägt aus als im Gesichtsbereich.

Welche Bereiche in Deinem Fall sinnvoll behandelt werden können, hängt von der Hautbeschaffenheit, dem Grad der Erschlaffung und Deinen individuellen Zielen ab. Eine genaue Einschätzung erfolgt im Beratungsgespräch.

Wie läuft eine HIFU Behandlung ab?

Vor der Behandlung wird die Haut gereinigt und ein Ultraschallgel aufgetragen. Anschließend setzt der Behandler das Handstück gezielt auf die zu behandelnden Areale und gibt die Ultraschallimpulse in die Haut ab. Die Impulse werden Linie für Linie gesetzt, sodass das Behandlungsareal gleichmäßig erfasst wird.

Die Dauer richtet sich nach dem Umfang der Behandlung. Für ein einzelnes Areal wie die Augenbrauenpartie sind etwa zehn bis fünfzehn Minuten üblich. Eine Behandlung des gesamten Gesichts dauert in der Regel dreißig bis fünfzig Minuten. Wird zusätzlich der Hals oder das Dekolleté mitbehandelt, kann die Sitzung sechzig bis einhundertzwanzig Minuten in Anspruch nehmen.

Während der Behandlung spürst Du ein Wärmegefühl und ein leichtes Kribbeln oder Ziehen, besonders an knochennäheren Stellen kann die Empfindung intensiver sein. Die meisten Patienten beschreiben das Gefühl als gut aushaltbar. Bei empfindlicheren Bereichen kann vorab eine Betäubungscreme aufgetragen werden.

Eine Ausfallzeit gibt es in der Regel nicht. Du kannst nach der Behandlung sofort wieder Deinen normalen Aktivitäten nachgehen.

HIFU Ultraschall Wirkung auf die Hautschichten

Worauf sollte ich nach einer HIFU Behandlung achten?

Obwohl HIFU keine klassische Ausfallzeit erfordert, gibt es einige Empfehlungen für die Zeit nach der Behandlung. In den ersten vierundzwanzig Stunden solltest Du auf intensive Hitze verzichten – also keine Sauna, kein heißes Bad und kein Dampfbad. Auch intensiver Sport und Alkohol sollten in den ersten ein bis zwei Tagen vermieden werden.

Besonders wichtig ist ein konsequenter Sonnenschutz mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens dreißig. UV-Strahlung kann die Kollagenneubildung beeinträchtigen und sollte in den Wochen nach der Behandlung möglichst gemieden werden. Eine milde, feuchtigkeitsspendende Hautpflege unterstützt die Regeneration zusätzlich.

Reizende Wirkstoffe wie Retinol oder Fruchtsäuren sollten in den ersten Tagen nach der Behandlung pausiert werden. Wann Du diese wieder einsetzen kannst, besprichst Du am besten mit Deinem Behandler.

Wann sind Ergebnisse sichtbar und wie lange halten sie?

Ein Teil der Wirkung zeigt sich bereits unmittelbar nach der Behandlung durch die sofortige Kollagenkontraktion. Dieser erste Effekt ist jedoch dezent. Die eigentliche Veränderung entsteht durch die Neubildung von Kollagen in den behandelten Schichten. Dieser Prozess dauert mehrere Wochen bis Monate.

Die meisten Patienten bemerken eine deutlichere Verbesserung nach etwa vier bis sechs Wochen. Das Endergebnis zeigt sich in der Regel nach drei bis sechs Monaten. Die Haut wirkt dann straffer, die Konturen klarer und die Hautqualität insgesamt verbessert.

Die Ergebnisse halten typischerweise ein bis zwei Jahre an. Danach setzt die natürliche Hautalterung wieder ein. Viele Behandler empfehlen daher Auffrischungsbehandlungen in Abständen von etwa zwölf Monaten, um den Effekt langfristig zu erhalten. Faktoren wie Sonnenschutz, Ernährung und Lebensstil beeinflussen die Haltbarkeit der Ergebnisse zusätzlich.

HIFU Ergebnis – gestraffte Haut

Für wen ist eine HIFU Behandlung geeignet?

HIFU eignet sich grundsätzlich für alle Hauttypen und ist nicht an die Melaninkonzentration der Haut gebunden – anders als viele Laser- oder Lichtverfahren. Besonders geeignet ist die Behandlung für Personen zwischen dreißig und fünfundsechzig Jahren mit leichter bis mittelschwerer Hauterschlaffung.

Typische Ausgangssituationen, bei denen HIFU sinnvoll sein kann, sind erste Zeichen der Hautalterung wie nachlassende Spannkraft, eine weicher werdende Kinnlinie oder leicht abgesunkene Augenbrauen. Auch ein beginnendes Doppelkinn oder ein Verlust an Kontur im unteren Gesichtsdrittel können Indikationen für eine Behandlung sein.

Nicht geeignet ist HIFU bei stark erschlaffter Haut, bei der ein chirurgisches Verfahren bessere Ergebnisse erzielen würde. Auch bei Schwangerschaft und Stillzeit, bei aktiven Hauterkrankungen im Behandlungsgebiet, bei Autoimmunerkrankungen, bei Trägern eines Herzschrittmachers oder bei Metallimplantaten im Behandlungsbereich sollte die Methode nicht angewendet werden. Eine ärztliche Abklärung vorab ist daher immer empfehlenswert.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

HIFU gilt als nebenwirkungsarmes Verfahren. Zu den häufigsten Begleiterscheinungen zählen leichte Rötungen, ein Wärmegefühl oder ein dezentes Spannungsgefühl im behandelten Bereich. Diese Reaktionen klingen in der Regel innerhalb weniger Stunden bis Tage ab.

Gelegentlich kann ein leichtes Taubheitsgefühl oder ein Muskelkater-ähnliches Empfinden auftreten, das sich innerhalb weniger Tage zurückbildet. Schwellungen sind selten und meist nur geringfügig.

Schwerwiegende Nebenwirkungen wie Verbrennungen oder Nervenschädigungen sind bei sachgemäßer Durchführung durch erfahrene Behandler sehr selten. Gerade deshalb ist die Wahl eines qualifizierten Arztes oder einer spezialisierten Praxis entscheidend.

Wie unterscheidet sich HIFU von einem chirurgischen Facelift?

HIFU und ein chirurgisches Facelift verfolgen ein ähnliches Ziel – die Straffung erschlaffter Haut – unterscheiden sich aber grundlegend in Vorgehen und Wirkungsgrad. Beim chirurgischen Facelift wird Haut operativ gestrafft und überschüssiges Gewebe entfernt. Das Ergebnis ist deutlich sichtbar, erfordert aber eine Vollnarkose, Schnitte und eine mehrwöchige Erholungsphase.

HIFU hingegen arbeitet ohne Schnitte, ohne Narkose und ohne Ausfallzeit. Der Straffungseffekt ist subtiler, typischerweise wenige Millimeter, und baut sich über Monate auf. HIFU eignet sich daher eher für Personen, die eine moderate, natürliche Verbesserung wünschen, ohne sich einem operativen Eingriff zu unterziehen.

In manchen Fällen kann HIFU auch ergänzend zu anderen nicht-invasiven Verfahren wie Radiofrequenz, Microneedling oder Fillern eingesetzt werden. Ob HIFU für Deine Situation ausreichend ist oder ob ein anderes Verfahren besser geeignet wäre, lässt sich im Beratungsgespräch klären.

Wie viele Sitzungen sind notwendig?

In vielen Fällen reicht eine einzelne HIFU-Sitzung aus, um ein sichtbares Ergebnis zu erzielen. Bei stärkerer Hauterschlaffung oder wenn mehrere Areale behandelt werden sollen, können jedoch zwei bis drei Sitzungen im Abstand von drei bis sechs Monaten sinnvoll sein. Dein Behandler beurteilt anhand der Hautbeschaffenheit und des gewünschten Ergebnisses, ob eine einzelne Sitzung ausreicht oder ob ein mehrstufiger Ansatz empfehlenswert ist.

Zwischen den Sitzungen läuft die Kollagenneubildung weiter, sodass sich der Effekt von Behandlung zu Behandlung aufbauen kann. Nach Abschluss der initialen Behandlungsphase empfehlen viele Ärzte eine jährliche Auffrischung, um das Ergebnis langfristig zu erhalten. Anders als bei manchen anderen Verfahren wie Fadenlifting oder Fillern, bei denen Fremdmaterial eingebracht wird, regt HIFU ausschließlich körpereigene Prozesse an.

Worauf sollte man bei der Wahl der Praxis achten?

Die Qualität einer HIFU-Behandlung hängt maßgeblich von der Erfahrung des Behandlers und der eingesetzten Technik ab. Achte darauf, dass die Behandlung von einem Arzt oder einer Ärztin mit nachweisbarer Erfahrung in der Gerätemedizin durchgeführt wird. In Österreich, Deutschland und der Schweiz gibt es keine einheitliche Zertifizierung speziell für HIFU, weshalb Du gezielt nach Fortbildungsnachweisen und Behandlungserfahrung fragen solltest.

Seriöse Praxen bieten ein ausführliches Beratungsgespräch an, in dem realistische Erwartungen besprochen werden. Vorsicht ist geboten, wenn unrealistische Versprechen gemacht werden oder die Behandlung von nicht-ärztlichem Personal durchgeführt wird. Grundsätzlich sollte HIFU nur mit zugelassenen Medizinprodukten erfolgen, da die Wirksamkeit und Sicherheit bei Geräten ohne entsprechende Zulassung nicht gewährleistet ist.

Vergleiche mehrere Angebote und achte auf transparente Preisangaben. Ein höherer Preis bedeutet nicht automatisch eine bessere Behandlung, kann aber auf hochwertigere Geräte und umfassendere Betreuung hinweisen. Empfehlungen von Fachgesellschaften oder positive Erfahrungsberichte anderer Patienten können ebenfalls bei der Entscheidung helfen.

In welchen Hauttiefen wirkt HIFU?

Der entscheidende Vorteil des fokussierten Ultraschalls ist, dass die Eindringtiefe steuerbar ist. Übliche Behandlungstiefen liegen bei etwa 1,5 Millimeter, 3,0 Millimeter und 4,5 Millimeter. Über austauschbare Applikatoren oder Kartuschen lässt sich festlegen, in welcher Schicht die Wärmepunkte gesetzt werden.

Die oberflächlichen 1,5 Millimeter zielen auf die mittlere Lederhaut und verbessern eher die Hautqualität. Die tiefen 4,5 Millimeter erreichen bei geeigneten Geräten die sogenannte SMAS-Ebene. SMAS steht für das superfizielle muskuloaponeurotische System, eine bindegewebige Schicht zwischen Unterhautfett und Muskulatur, die als zentrales Stützgerüst des Gesichts gilt. Genau diese Schicht wird auch beim chirurgischen Facelift gestrafft. HIFU ist damit eines der wenigen nicht invasiven Verfahren, das überhaupt bis in diese Tiefe vordringen kann. Das erklärt das Potenzial, aber auch warum die Behandlung in den Händen erfahrener Anwender liegen sollte.

HIFU – Wirktiefen im Gewebe

Was ist der Unterschied zwischen HIFU, Radiofrequenz und Lifting-OP?

HIFU, Radiofrequenz und das chirurgische Lifting verfolgen ein ähnliches Ziel, arbeiten aber sehr unterschiedlich. HIFU bringt Wärme über fokussierten Ultraschall punktgenau in eine bestimmte Tiefe und kann bis zur SMAS-Ebene reichen. Radiofrequenz dagegen erwärmt das Gewebe flächiger über elektromagnetische Energie und wirkt meist eher in der Lederhaut als so tief wie HIFU. Beide Verfahren setzen auf den gleichen Grundgedanken, nämlich Kollagenbildung durch kontrollierte Wärme, unterscheiden sich aber in Energieform, Tiefe und Empfinden während der Behandlung.

Abzugrenzen ist HIFU außerdem vom Laser. Ein Laser arbeitet mit Licht und zielt häufig auf die Hautoberfläche, etwa zur Verbesserung von Textur, Poren oder Pigment, während HIFU bewusst die obersten Schichten überspringt und in der Tiefe wirkt.

Die Lifting-Operation schließlich ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem überschüssige Haut entfernt und das Gewebe neu positioniert wird. Sie liefert das deutlichste und langlebigste Ergebnis, ist aber mit Narkose, Schnitten, Heilungszeit und höheren Risiken verbunden. HIFU ist ausdrücklich kein Ersatz für ein operatives Facelift, sondern eine sanftere Alternative für Menschen mit geringerem Straffungsbedarf oder als Maßnahme, um den Zeitpunkt einer OP hinauszuzögern.

Welche Geräte/Hersteller sind führend (und worauf bei Billig-HIFU achten)?

Auf dem Markt gibt es einige etablierte Gerätefamilien. Ultherapy und das neuere Ultherapy PRIME von Merz gelten als bekannte Vertreter und sind die einzigen Systeme, die mit einer Echtzeit-Bildgebung arbeiten. Der Behandler sieht dabei die Hautschichten, in die die Energie abgegeben wird, was eine präzisere und sicherere Platzierung ermöglicht. Der Ultraformer III sowie die MPT-Variante von Classys sind weit verbreitete Plattformen mit verschiedenen Eindringtiefen. Doublo Gold von Hironic ist ein weiteres bekanntes Ultraschallsystem.

Eine technische Sonderstellung nimmt Sofwave des gleichnamigen Herstellers ein. Sofwave arbeitet mit mehreren parallelen Ultraschallstrahlen und zielt vor allem auf die mittlere Lederhaut in etwa 1,5 Millimeter Tiefe, also flacher als das tiefe SMAS-HIFU, dafür mit integrierter Kühlung der Hautoberfläche. Streng genommen ist Sofwave damit ein eigenständiger Ultraschallansatz und nicht klassisches SMAS-HIFU, wird aber oft im gleichen Atemzug genannt.

Vorsicht ist bei sehr günstigen Geräten geboten, die unter Bezeichnungen wie 7D-HIFU oder 9D-HIFU beworben werden. Solche oft aus China stammenden OEM-Geräte versprechen mit vielen Behandlungslinien einen Mehrwert, der sich nicht zwangsläufig in besseren oder sichereren Ergebnissen niederschlägt. Entscheidend sind nicht Marketingzahlen, sondern ein geprüftes Gerät, eine saubere Einstellung der Energie und die Erfahrung der behandelnden Person. Frag im Zweifel konkret nach Hersteller und Modell.

HIFU – Geräte und Technologie

Wer darf HIFU in DACH anbieten?

Die Rechtslage unterscheidet sich innerhalb der DACH-Region deutlich. In Deutschland regelt die Verordnung zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung, kurz NiSV, den Einsatz solcher Geräte. Ultraschallanwendungen, die der gezielten thermischen Gewebekoagulation oder der Fettgewebereduktion dienen, dürfen nach § 9 Absatz 2 NiSV nur von approbierten Ärzten und Ärztinnen durchgeführt werden. Das betrifft auch die HIFU-Behandlung zur Hautstraffung; in Kosmetikstudios ist sie in Deutschland deshalb nicht zulässig.

In Österreich gibt es bei ästhetischen Eingriffen wie Injektionen einen strengen Arztvorbehalt, gleichzeitig bewerben in der Praxis auch Kosmetikstudios, vor allem in Wien, HIFU-Behandlungen. Hier lohnt sich ein genauer Blick auf Qualifikation und Gerät des Anbieters. In der Schweiz ist tiefes HIFU grundsätzlich Ärzten oder entsprechend ausgebildetem Fachpersonal unter ärztlicher Verantwortung vorbehalten, wobei die kantonale Praxis Unterschiede zulässt. Unabhängig vom Land gilt: Je tiefer die Behandlung wirkt, desto mehr medizinische Kompetenz solltest Du erwarten.

HIFU – Anwendung in der Praxis

Was kostet eine HIFU Behandlung?

Die Kosten einer HIFU Behandlung hängen vom Behandlungsumfang, der eingesetzten Technologie und der Praxis ab. In allen drei Ländern handelt es sich um eine Privatleistung, die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen wird.

In Österreich liegen die Kosten für eine Gesichtsbehandlung in der Regel zwischen vierhundert und eintausendfünfhundert Euro. Einzelne Areale wie die Augenbrauenregion oder das Kinn beginnen ab etwa dreihundertfünfzig Euro.

In Deutschland bewegen sich die Preise in einer ähnlichen Größenordnung. Eine Behandlung des gesamten Gesichts kostet meist zwischen fünfhundert und eintausend Euro, Gesicht und Hals zusammen zwischen siebenhundertfünfzig und eintausendzweihundert Euro.

In der Schweiz sind die Kosten in der Regel etwas höher. Für eine Gesichtsbehandlung fallen je nach Praxis und Umfang etwa sechshundert bis zweitausend Schweizer Franken an.

Reicht die Straffung von außen nicht aus, gibt es minimalinvasive Alternativen. Wie die Plasma-Hautstraffung direkt unter der Haut wirkt, erfährst Du auf unserer eigenen Seite dazu.

Quellen

Alam, M., White, L.E., Martin, N. et al. (2010): Ultrasound tightening of facial and neck skin: A rater-blinded prospective cohort study. Journal of the American Academy of Dermatology, 62(2), 262–269. DOI: 10.1016/j.jaad.2009.06.039

Amiri, M., Ajasllari, G., Llane, A. et al. (2025): Microfocused Ultrasound With Visualization (MFU-V) Effectiveness and Safety: A Systematic Review and Meta-Analysis. Aesthetic Surgery Journal, 45(3), NP86–NP94. DOI: 10.1093/asj/sjae228

Ling, J., Zhao, H. (2023): A Systematic Review and Meta-Analysis of the Clinical Efficacy and Patients’ Satisfaction of Micro-focused Ultrasound (MFU) Treatment for Facial Rejuvenation and Tightening. Aesthetic Plastic Surgery, 47(5), 1806–1823. DOI: 10.1007/s00266-023-03384-1

Contini, M., Hollander, M.H.J., Vissink, A. et al. (2023): A Systematic Review of the Efficacy of Microfocused Ultrasound for Facial Skin Tightening. International Journal of Environmental Research and Public Health, 20(2), 1522. DOI: 10.3390/ijerph20021522

Bundesministerium der Justiz (o. J.): Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV), § 9 Fachkunde zur Anwendung von Ultraschall. Zur Webseite

Bundesamt für Gesundheit BAG (o. J.): Behandlungen mit nichtionisierender Strahlung und Schall: FAQs. Zur Webseite

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Häufige Fragen

Ist eine HIFU Behandlung schmerzhaft?
Die meisten Patienten empfinden die Behandlung als gut aushaltbar. In empfindlicheren Bereichen wie dem Kinn oder der Stirn kann ein intensiveres Ziehen oder Wärmegefühl auftreten. Bei Bedarf kann vorab eine Betäubungscreme aufgetragen werden.
Wie viele Sitzungen sind nötig?
In vielen Fällen reicht eine einzelne Sitzung für ein sichtbares Ergebnis. Je nach Hautbeschaffenheit und Behandlungsziel können ein bis drei Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Monaten sinnvoll sein. Zur langfristigen Erhaltung werden jährliche Auffrischungen empfohlen.
Ab welchem Alter ist HIFU sinnvoll?
HIFU eignet sich in der Regel ab einem Alter von etwa dreißig Jahren, wenn erste Anzeichen nachlassender Hautspannung sichtbar werden. Eine feste Altersgrenze nach oben gibt es nicht, denn der individuelle Hautzustand ist entscheidend.
Kann HIFU mit anderen Behandlungen kombiniert werden?
Ja, HIFU lässt sich in vielen Fällen mit anderen Verfahren wie Radiofrequenzbehandlungen, Microneedling oder Hyaluronsäure-Fillern kombinieren. Die Kombination sollte jedoch individuell mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine HIFU Behandlung?
Nein, da es sich um eine ästhetische Behandlung handelt, werden die Kosten in Österreich, Deutschland und der Schweiz in der Regel nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.
Redaktionelle Verantwortung

Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.

Dr. med. Kerstin Ortlechner

Dr. med. Kerstin Ortlechner

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Dr. Kerstin Ortlechner ist Fachärztin für Dermatologie mit Zusatzkompetenzen in Allgemein-, Sport- und Notfallmedizin. Nach dem Medizinstudium in Innsbruck und der Facharztausbildung in der Dermatologie am KH Hietzing bei Univ.-Prof. Dr. Andreas Steiner sammelte sie prägende Erfahrungen u. a. bei Dr. Peter Caspari (Plastische Chirurgie, München) und David A. Colbert, M.D. (New York Dermatology Group). 2018 eröffnete sie ihre eigene Praxis in Wien. Ihr Schwerpunkt liegt auf moderner, natürlicher Anti-Aging-Medizin und hautärztlicher Prävention – mit hoher Präzision, Evidenz und einem Blick für Ästhetik.

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