Auf einen Blick: Nasolabialfalte unterspritzen
Die Nasolabialfalte verläuft von den Nasenflügeln zu den Mundwinkeln und kann mit der Zeit stärker sichtbar werden.
Häufig wird sie mit Hyaluronsäure behandelt, in manchen Fällen auch mit Eigenfett oder anderen Fillern.
Die Behandlung dauert meist 15 bis 30 Minuten.
Das Ergebnis ist meist direkt nach der Unterspritzung sichtbar, verändert sich aber in den ersten Tagen noch leicht durch Schwellung oder Druckempfindlichkeit.
Die Nasolabialfalte gehört zu den auffälligeren Gesichtslinien und verläuft von der Nase bis zu den Mundwinkeln. Mit den Jahren kann sie tiefer wirken, vor allem wenn im Mittelgesicht Volumen verloren geht und die Haut an Spannkraft nachlässt. Wie stark sie sichtbar ist, hängt aber nicht nur vom Alter ab, sondern auch von Gesichtsform, Mimik und Veranlagung.
Zur Behandlung kommen vor allem Filler infrage, meist auf Basis von Hyaluronsäure. In bestimmten Fällen werden auch Eigenfett oder andere Materialien eingesetzt. Welche Methode sinnvoll ist, hängt davon ab, wie die Falte entsteht, wie ausgeprägt sie ist und ob zusätzlich im Wangenbereich Volumen fehlt.
Erfahre, wie eine Unterspritzung der Nasolabialfalte abläuft und welche Ergebnisse du erwarten kannst.
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Nasolabialfalte unterspritzen: Ablauf, Kosten & Methoden | MOOCI
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Was ist die Nasolabialfalte?
Die Nasolabialfalte ist die Linie, die vom seitlichen Nasenflügel zum Mundwinkel verläuft. Anatomisch ist sie kein krankhafter Befund, sondern ein normaler Übergang zwischen Wange und Oberlippe. In jüngeren Jahren zeigt sie sich oft vor allem bei Mimik, später kann sie auch in Ruhe deutlicher sichtbar sein.
Der Grund dafür ist meist eine Kombination aus nachlassender Hautelastizität und verändertem Volumen im Mittelgesicht. Wenn die Wangenpartie an Fülle verliert und etwas absinkt, tritt die Linie zwischen Nase und Mund stärker hervor. Wie ausgeprägt das ausfällt, ist von Person zu Person unterschiedlich.
Nicht jede sichtbare Nasolabialfalte muss behandelt werden. Viele Menschen stören sich daran aber, weil das Gesicht dadurch ernster, müder oder älter wirken kann. Dann kann eine gezielte Behandlung infrage kommen.
Warum entstehen Nasolabialfalten?
Nasolabialfalten entstehen meist nicht durch einen einzelnen Auslöser, sondern durch mehrere Veränderungen gleichzeitig. Ein häufiger Grund ist der Volumenverlust im Mittelgesicht. Mit den Jahren nimmt das stützende Gewebe in der Wangenregion ab, während die Haut an Elastizität verliert. Dadurch wird die Linie zwischen Nase und Mund deutlicher.
Hinzu kommen äußere Einflüsse. Viel UV-Strahlung, Rauchen und allgemeine Hautalterung beschleunigen den Abbau von Kollagen und Elastin. Auch Gewichtsverlust kann dazu führen, dass das Gesicht schmaler wirkt und die Falte stärker hervortritt.
Daneben spielt die individuelle Anatomie eine große Rolle. Bei manchen Menschen sind Nasolabialfalten schon früher sichtbar, etwa bei schmalen Gesichtern, wenig Unterhautfettgewebe oder einer ausgeprägten Mimik. Deshalb sehen zwei Personen im gleichen Alter in diesem Bereich oft sehr unterschiedlich aus.
Wann ist eine Unterspritzung der Nasolabialfalte sinnvoll?
Eine Unterspritzung kann infrage kommen, wenn die Nasolabialfalte deutlich sichtbar ist und Du das als störend empfindest. Behandelt werden sowohl feinere Linien als auch tiefere Falten. Wie viel Material nötig ist, hängt davon ab, wie ausgeprägt die Falte ist und ob nur die Linie selbst behandelt werden soll oder auch das Volumen im Wangenbereich.
Ein festes Alter für die Behandlung gibt es nicht. Wichtiger ist, wie der Befund aussieht und was sich mit einer Unterspritzung realistisch erreichen lässt. Bei manchen Personen reicht eine kleine Korrektur direkt an der Falte, bei anderen ist es sinnvoller, den Volumenverlust im Mittelgesicht mit zu berücksichtigen.
Nicht geeignet ist die Behandlung unter anderem bei akuten Entzündungen oder Hautinfektionen im Behandlungsbereich, während Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei bekannten Unverträglichkeiten gegen das verwendete Material. Auch bei bestimmten Autoimmunerkrankungen oder anderen Vorerkrankungen sollte vorher genau geprüft werden, ob eine Unterspritzung sinnvoll ist.
Wie bereite ich mich auf die Behandlung vor?
Eine aufwendige Vorbereitung ist meist nicht nötig. Trotzdem gibt es ein paar Punkte, die sinnvoll sind, damit die Behandlung möglichst ruhig verläuft und Blutergüsse seltener auftreten.
Wenn Du Medikamente einnimmst, die das Blut verdünnen können, solltest Du vorher mit dem Arzt besprechen, ob und wann eine Pause medizinisch vertretbar ist. Das gilt auch für bestimmte Nahrungsergänzungsmittel. Alkohol solltest Du am besten in den 24 Stunden vor der Behandlung vermeiden, weil er die Durchblutung fördern und Blutergüsse begünstigen kann.
Wichtig ist auch, dass der Arzt weiß, welche Medikamente Du regelmäßig einnimmst, ob Allergien bekannt sind und ob bereits frühere Behandlungen im Gesicht durchgeführt wurden. So lässt sich besser einschätzen, welches Material und welche Technik in Deinem Fall sinnvoll sind.

Wie läuft die Unterspritzung der Nasolabialfalte ab?
Die Behandlung dauert meist nur 15 bis 30 Minuten. Vorher besprichst Du mit dem Arzt, wie stark die Falte ausgeprägt ist, welches Ergebnis realistisch ist und ob nur die Nasolabialfalte selbst oder zusätzlich das Mittelgesicht behandelt werden sollte.
Vor der Injektion wird die Haut gereinigt und desinfiziert. Oft wird eine betäubende Creme aufgetragen. Manche Filler enthalten zusätzlich Lidocain, damit die Behandlung angenehmer ist. Das Material wird anschließend mit einer feinen Nadel oder einer stumpfen Kanüle eingebracht.
Je nach Befund wird nicht nur die Falte direkt behandelt. Wenn im Wangenbereich Volumen fehlt, kann es sinnvoll sein, auch dort aufzubauen. Dadurch verändert sich die Spannung im Mittelgesicht, und die Nasolabialfalte wirkt oft weicher, ohne dass sie stark direkt aufgefüllt werden muss.
Nach der Behandlung kannst Du meist direkt wieder nach Hause gehen. Leichte Schwellungen, Rötungen oder kleine Blutergüsse sind möglich und können das Ergebnis in den ersten Tagen noch etwas verändern.
Welche Filler werden bei der Nasolabialfalte verwendet?
Für die Behandlung der Nasolabialfalte kommen verschiedene Materialien infrage. Welche Variante sinnvoll ist, hängt davon ab, wie tief die Falte ist, wie viel Volumen fehlt und wie lange das Ergebnis halten soll.
Hyaluronsäure
Hyaluronsäure wird am häufigsten verwendet. Sie ist ein Stoff, der natürlicherweise im Körper vorkommt und Wasser bindet. In der ästhetischen Medizin wird sie in vernetzter Form eingesetzt, damit das Volumen länger erhalten bleibt.
Der Vorteil von Hyaluronsäure liegt darin, dass das Ergebnis sofort sichtbar ist und sich die Behandlung vergleichsweise gut steuern lässt. Wenn zu viel Material eingebracht wurde oder das Ergebnis nicht passt, kann der Filler mit Hyaluronidase wieder aufgelöst werden.
Eigenfett
Beim Lipofilling wird körpereigenes Fett entnommen, aufbereitet und anschließend in den zu behandelnden Bereich eingebracht. Das kann länger halten als Hyaluronsäure, ist aber aufwendiger, weil erst Fett gewonnen werden muss und nicht jede transplantierte Fettzelle dauerhaft einheilt.
Diese Methode kommt eher dann infrage, wenn mehr Volumen aufgebaut werden soll oder wenn bewusst ein körpereigenes Material gewünscht ist.
Kollagenstimulatoren
Kollagenstimulatoren wie Poly-L-Milchsäure oder Calciumhydroxylapatit arbeiten anders als klassische Hyaluronsäure-Filler. Sie füllen nicht nur direkt auf, sondern sollen die körpereigene Kollagenbildung anregen. Das Ergebnis entwickelt sich deshalb langsamer und nicht sofort in vollem Umfang.
Neben Hyaluronsäure gewinnen auch Sculptra und Polynukleotide als langanhaltende Alternativen an Bedeutung. Allgemeine Informationen zur Faltenunterspritzung findest Du in unserem Übersichtsartikel.
Solche Produkte kommen eher dann infrage, wenn nicht nur eine einzelne Falte behandelt werden soll, sondern auch die Gewebequalität oder der Volumenverlust im Gesicht insgesamt berücksichtigt werden soll.
Was muss ich nach der Behandlung beachten?
Nach der Unterspritzung brauchst Du meist keine längere Ausfallzeit. In den ersten 24 Stunden solltest Du aber alles vermeiden, was die Durchblutung deutlich anregt. Dazu gehören intensiver Sport, Sauna, Solarium und starke Hitze.
Außerdem ist es sinnvoll, den behandelten Bereich zunächst nicht unnötig zu berühren oder selbst zu massieren, solange der Arzt nichts anderes empfohlen hat. Kühlen kann helfen, Schwellungen und Blutergüsse etwas zu begrenzen. Das Kühlpad sollte dabei nicht direkt auf die Haut gelegt werden.
Auf Make-up solltest Du möglichst für einige Stunden verzichten. In der ersten Nacht ist es günstig, eher auf dem Rücken zu schlafen und Druck auf das Gesicht zu vermeiden. Wenn ungewöhnlich starke Schmerzen, eine auffällige Blässe, eine dunkelrote oder bläuliche Verfärbung oder andere akute Veränderungen auftreten, sollte die behandelnde Praxis sofort kontaktiert werden.
Wie lange hält das Ergebnis?
Wie lange das Ergebnis sichtbar bleibt, hängt vor allem vom verwendeten Material, von der behandelten Region und vom individuellen Stoffwechsel ab.
Bei Hyaluronsäure hält der Effekt meist etwa sechs bis zwölf Monate. In manchen Fällen bleibt das Ergebnis auch länger sichtbar. Kollagenstimulatoren wirken langsamer, können dafür aber oft zwölf bis 24 Monate anhalten. Beim Lipofilling kann ein Teil des eingebrachten Fetts länger bestehen bleiben, allerdings wird ein anderer Teil vom Körper wieder abgebaut.
Wenn das Ergebnis erhalten bleiben soll, sind je nach Methode Auffrischungsbehandlungen sinnvoll. Wann diese nötig werden, ist von Person zu Person unterschiedlich.

Welche Risiken hat die Unterspritzung der Nasolabialfalte?
Die Unterspritzung der Nasolabialfalte ist ein vergleichsweise kleiner Eingriff, trotzdem bleiben Nebenwirkungen und Komplikationen möglich. Häufig sind vor allem leichte Reaktionen direkt nach der Behandlung. Dazu gehören Schwellungen, Rötungen, Druckempfindlichkeit und kleine Blutergüsse an den Einstichstellen. Solche Veränderungen klingen meist innerhalb weniger Tage wieder ab.
Daneben kann es auch zu Unregelmäßigkeiten im Ergebnis kommen, etwa wenn das Material nicht ganz gleichmäßig liegt oder eine Seite etwas anders auf die Behandlung reagiert als die andere. Kleinere Asymmetrien lassen sich oft nachkorrigieren.
Seltener, aber deutlich ernster, ist ein Gefäßverschluss. Dabei gelangt Filler in ein Blutgefäß oder drückt von außen auf ein Gefäß, sodass die Durchblutung gestört wird. Im schlimmsten Fall kann das zu Gewebeschäden führen. Gerade deshalb sollte die Behandlung nur von einem Arzt durchgeführt werden, der mit der Anatomie dieser Region gut vertraut ist und Komplikationen früh erkennt und behandeln kann.
Welche Alternativen gibt es zur Unterspritzung der Nasolabialfalte?
Wenn die Nasolabialfalte behandelt werden soll, ist eine direkte Unterspritzung nicht die einzige Möglichkeit. Welche Alternative sinnvoll ist, hängt davon ab, ob vor allem Volumen fehlt, ob das Gewebe abgesunken ist oder ob eher die Hautqualität verbessert werden soll.
Fadenlifting
Ein Fadenlifting kann infrage kommen, wenn das Mittelgesicht leicht abgesunken ist und das Gewebe etwas angehoben werden soll. Die Veränderung fällt meist zurückhaltender aus als bei einem operativen Eingriff. In manchen Fällen wird ein Fadenlifting mit Fillern kombiniert.
Laser und Radiofrequenz
Laser- und Radiofrequenzbehandlungen zielen eher auf die Hautstruktur und auf eine gewisse Straffung des Gewebes ab. Sie können die Nasolabialfalte meist nicht so direkt und deutlich beeinflussen wie ein Filler, kommen aber als ergänzende Behandlung infrage, wenn die Haut insgesamt verbessert werden soll.
Wangenaufbau
Oft entsteht die Nasolabialfalte nicht nur an der Falte selbst, sondern auch durch Volumenverlust im Mittelgesicht. Dann kann ein gezielter Aufbau der Wangen sinnvoll sein. Dadurch verändert sich die Gewebespannung oberhalb der Falte, und die Linie wirkt häufig weicher. In vielen Fällen ist das ein wichtiger Teil des Behandlungskonzepts.
Operative Verfahren
Wenn die Gewebeerschlaffung deutlich ausgeprägt ist, kann ein chirurgisches Facelifting eine Option sein. Das ist allerdings ein wesentlich größerer Eingriff mit längerer Heilungszeit und kommt meist erst dann infrage, wenn minimal-invasive Methoden nicht ausreichen.
Was kostet die Unterspritzung der Nasolabialfalte?
Die Kosten hängen davon ab, welches Material verwendet wird, wie viel davon benötigt wird und wie aufwendig die Behandlung ist. Da es sich meist um eine ästhetische Maßnahme handelt, übernehmen Krankenkassen die Kosten in der Regel nicht.
Für eine Behandlung mit Hyaluronsäure liegen die Preise in Österreich meist zwischen 250 und 500 Euro, in Deutschland häufig zwischen 250 und 600 Euro und in der Schweiz oft zwischen 400 und 800 Schweizer Franken pro Sitzung.
Ein Lipofilling ist deutlich aufwendiger, weil dafür zunächst Fett entnommen und aufbereitet werden muss. Deshalb liegen die Kosten meist höher, in Österreich und Deutschland oft zwischen 1.500 und 3.500 Euro, in der Schweiz häufig zwischen 2.500 und 5.000 Schweizer Franken.
Bei Kollagenstimulatoren bewegen sich die Preise meist zwischen 350 und 800 Euro pro Sitzung, in der Schweiz häufig etwas darüber.
Bei Hyaluronsäure reicht für beide Nasolabialfalten oft etwa ein Milliliter aus. Wenn die Falte tiefer ist oder zusätzlich im Wangenbereich Volumen aufgebaut werden soll, kann mehr Material nötig sein. Genau dadurch steigen die Kosten häufig stärker an als durch die Falte allein.
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