CBD-Produkte: Woran lässt sich gute Ware erkennen?

CBD ist in aller Munde, in quasi allen Medien und selbst der Böhmermann konnte es zuletzt nicht lassen, dem ›Stoff‹ eine eigene Ausgabe seiner Sendung zu widmen. CBD ist für viele Menschen ein nützliches und wirksames Mittel, denn sie können damit gesundheitliche Probleme relativ gut behandeln. Ein Allheilmittel ist es natürlich nicht und es lässt sich nicht ausschließen, dass einige Personen nach der Einnahme von CBD gut schlafen, weil sie glauben, dass sie nun gut schlafen müssen. Problematisch rund um das CBD ist eigentlich, dass es für Einsteiger und Laien schwer ist, gutes von schlechtem CBD zu unterscheiden. Aber gibt es keine Hinweise auf die Güte des Produkts?


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Medizinischer Experte

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Online-Redaktion


Zuletzt aktualisiert: 16. Januar, 2022

Ohne gute Rohstoffe kein gutes Produkt

Dass CBD aus der Cannabispflanze gewonnen ist, ist hinlänglich bekannt. Das bedeutet natürlich nicht, dass nun jeder eine solche Pflanze auf der Fensterbank heranziehen und zu CBD umdeuten kann, denn Wissen, Erfahrung und Handhabung stehen schon ganz oben mit auf der Liste der Qualitätsmerkmale:

 

  • Pflanze – für CBD wird Nutzhanf verwendet. Dessen Güte und Aufzuchtbedingungen sind gesetzlich festgelegt. Zudem wird für CBD eine Hanfsorte benötigt, die sehr wenige THC beinhaltet, dafür aber viele Cannanoide wie CBD bietet. Für die CBD-Produktion kommen zudem nur weibliche Pflanzen in die engere Auswahl.
  • Anbau – der Anbau muss nach den BIO-Grundsätzen erfolgen. Chemische Stoffe, egal ob Dünge- oder Pflanzenschutzmittel dürfen nicht mit der Pflanze in Berührung kommen. Alle chemischen und künstlichen Stoffe werden über die Wurzeln und Blätter von der Pflanze aufgenommen und eingelagert, sodass bei der CBD-Gewinnung automatisch Pflanzenschutzmittel mit ins CBD hineingeraten. Und hier gilt das, was bei gespritztem Obst gilt: Gesund ist das nicht.
  • Herkunft – gutes CBD wird in der EU angebaut und auch hergestellt. Die Extraktionsverfahren sind in der EU standardisiert, sodass Kunden darauf vertrauen können, dass ihr CBD reines und gutes CBD ist.

 

Das CBD sollte somit immer aus der EU stammen und den Bio-Standards entsprechen. Als Medizinprodukt darf CBD zwar nicht abgegeben werden, auch ist es kein reines Lebensmittel, dennoch sind die Ansprüche an solche Produkte anzuwenden. Niemand möchte, dass sich in seinem CBD-Produkt noch Rückstände eines Spritzmittels finden oder dass bei der Herstellung die klaren Vorgaben der Lebensmittelhygiene nicht beachtet wurden, sodass das Produkt verunreinigt ist.

Das passende Produkt für die richtige Anwendung

Das Schöne an CBD ist, dass es vielen weiteren Produkten beigemischt werden kann. So ist es höchst unpassend, wegen Hautunreinheiten, Akne oder Hautkrankheiten das CBD-Öl zu nehmen, wenn es doch gute Salben, Cremes und Tinkturen gibt. Der eigene Anspruch bestimmt das eigentliche Produkt:

 

  • CBD-Tee – ob lose Blüten oder in Teebeuteln: Der CBD-Tee ist das Mittel für Einschlafprobleme. Darf der Tee für mehr als zehn Minuten ziehen, wird er mit ein wenig Milch gemischt und dann getrunken, so wirkt er fast perfekt. Etliche Menschen schaffen es beinahe nicht mehr bis zum Boden der Tasse, bevor ihnen die Augen zufallen. Untertags ist allerdings der Tee nur mit einer deutlich kürzeren Ziehdauer – und nach Tests – trinkbar.
  • CBD-Öl – es ist eigentlich das Allheilprodukt, da es die individuelle innere Anwendung erlaubt. Durch die Pipette lässt sich das Öl hervorragend dosieren. Für alle eignet sich das Öl dennoch nicht, da der Geschmack recht gewöhnungsbedürftig ist. Untertags in Gesellschaft ist es zudem wenig diskret.
  • CBD-Kapseln – die Gelkapseln sind mit dem Öl gefüllt und werden einfach geschluckt. Die Dosierung ist weniger genau, dafür lassen sich die Kapseln diskret einnehmen. Im Vergleich mit CBD-Öl sind Kapseln jedoch teurer.
  • CBD-Liquid – CBD gibt es längst mit eigenen elektrischen Zigaretten, aber auch als Liquid für normale E-Zigaretten-Systeme. Diese Variante eignet sich durch die gute und individuelle Dosierungsmöglichkeit per Zug natürlich nur für Raucher und Dampfer. Nichtraucher sollten von dieser Variante absehen.
  • CBD-Mundspray – es ist diskret und kommt oft mit Minzgeschmack zum Kunden. Das Mundspray lässt sich leicht dosieren.

 

Und was ist, wenn jemand unter Schmerzen leidet? Immerhin gibt es auch Salben mit CBD. Im Schnitt lässt sich sagen, dass Schmerzpatienten die innere Anwendung vorziehen sollten, wenngleich sie ein schmerzendes Gelenk natürlich zusätzlich mit einer Salbe einreiben können. Der Wirkstoff muss allerdings zuerst durch die Haut, sodass die äußere Anwendung immer langsamer und geringer wirkt.

Auch die Verarbeitung sollte hochwertig sein

Das CO2-Extraktionsverfahren ist bei CBD die gängige Variante. Käufer eines Produkts haben natürlich kaum einen Einblick in die Verarbeitung, denn schon aus hygienischen Gründne ist es nicht möglich, hinter die Kulissen zu schauen. Aber woran lässt sich am Beispiel des CBD-Öls Hochwertigkeit erkennen?

 

  • Nicht klar – CBD-Öl wird niemals eine klare und ölige Flüssigkeit sein. Es wirkt immer ein wenig milchig und trüb.
  • Inhaltsstoffe – CBD sollte so rein, wie nur möglich sein. Das heißt, dass CBD und ein Trägeröl, welches meist Hanföl ist, die maßgeblichen Inhaltsstoffe sind. Bei Produkten, die einen Geschmack aufweisen sollen, ist darauf zu achten, dass Lebensmittelaromen verwendet werden. Das sind die Aromen, die jeder für sich in der Küche nutzen kann und die im Joghurt auch das Erdbeeraroma suggerieren.
  • Verpackung – alle CBD-Produkte sollten lichtgeschützt verpackt werden. Im Regelfall setzen gute Hersteller auf biologische und umweltschonende Packungen, während die Fläschchen aus braunem Glas bestehen. Die Verpackung sollte alle wichtigen Details aufzeigen: Herstellung, Anbau, Produktion, Inhaltsstoffe.

CBD Qualität

Fazit – beim CBD-Kauf gut hinschauen

Seriöse und gute Händler geben auf ihrer Homepage häufig einen Einblick in die Herstellung und den Anbau. Wichtig ist, dass der Hanf in der EU angebaut wird und der Bio-Qualität entspricht. Rund um die Frage, welches Produkt für einen selbst ideal ist, muss das Problembild in den Mittelpunkt gestellt werden. Wer an Schuppenflechte leidet, der benötigt eine Salbe oder Tinktur, wer unter Schmerzen leidet, der wird das Öl, die Kapseln oder auch das Liquid bevorzugen.


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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Für die CBD-Produktion kommen zudem nur weibliche Pflanzen in die engere Auswahl.


Das CBD sollte somit immer aus der EU stammen und den Bio-Standards entsprechen.


Niemand möchte, dass sich in seinem CBD-Produkt noch Rückstände eines Spritzmittels finden oder dass bei der Herstellung die klaren Vorgaben der Lebensmittelhygiene nicht beachtet wurden, sodass das Produkt verunreinigt ist.


Das Schöne an CBD ist, dass es vielen weiteren Produkten beigemischt werden kann.

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