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Shellac

Shellac hält bis zu drei Wochen.

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Shellac ist vor allem deshalb beliebt, weil die Maniküre deutlich länger hält als klassischer Nagellack und ihren Glanz meist über mehrere Wochen behält. Der Begriff wird im Alltag häufig für UV-härtende Gel-Lacke verwendet, ist ursprünglich jedoch ein Markenname für ein bestimmtes Gel-Polish-System. Die Lackschichten werden unter einer UV/LED-Lampe ausgehärtet und bilden eine dünne, widerstandsfähige Schicht auf dem Naturnagel.

So praktisch die lange Haltbarkeit ist, so wichtig ist es, mögliche Nachteile zu kennen. Die UV-Strahlung beim Aushärten, das Aceton beim Entfernen und bestimmte Inhaltsstoffe können Haut und Nägel belasten. Seit dem 1. September 2025 ist außerdem der Photoinitiator TPO in kosmetischen Mitteln in der Europäischen Union und der Schweiz verboten.

Shellac: Haltbarkeit, Risiken und schonende Entfernung KI-generiertes Bild

Das Wichtigste in Kürze

Shellac wird umgangssprachlich häufig für UV-härtende Gel-Lacke verwendet. Die dünnen Lackschichten werden unter einer UV/LED-Lampe ausgehärtet und bleiben meist etwa zwei bis drei Wochen auf dem Naturnagel. Beim Auftragen und Entfernen sollte die Nagelplatte möglichst wenig mechanisch bearbeitet werden. Vor allem Abziehen, Abkratzen oder starkes Feilen kann den Nagel ausdünnen und brüchig machen.

Die Aushärtelampen geben überwiegend UVA-Strahlung ab. Das zusätzliche Hautkrebsrisiko bei üblicher Anwendung wird nach heutigem Wissensstand als niedrig eingeschätzt, die Langzeitdaten sind jedoch begrenzt. Seit dem 1. September 2025 ist TPO als Inhaltsstoff kosmetischer Mittel in der EU und der Schweiz verboten. Der Stoff wurde als fortpflanzungsgefährdend der Kategorie 1B eingestuft.

Was ist Shellac und wie unterscheidet es sich von Gelnägeln?

Shellac ist ursprünglich der Markenname eines Gel-Polish-Systems. Im Alltag wird der Begriff jedoch häufig auch für ähnliche UV-härtende Nagellacke verwendet. Anders als gewöhnlicher Nagellack trocknen diese Produkte nicht einfach an der Luft, sondern enthalten unter anderem Bestandteile, die unter UV-Strahlung polymerisieren und dadurch aushärten.

Der wichtigste Unterschied zu einer klassischen Gelmodellage liegt im Aufbau und im Ziel. Bei Gelnägeln wird zusätzliches Material verwendet, um den Naturnagel zu verstärken, aufzubauen oder zu verlängern. Ein Gel-Lack dient dagegen in erster Linie als länger haltende Farbschicht auf dem vorhandenen Nagel.

Wie stark der Naturnagel vor der Anwendung bearbeitet werden muss, hängt vom jeweiligen System ab. Beim ursprünglichen Shellac-System ist laut Hersteller kein Anrauen oder Abfeilen der natürlichen Nagelplatte erforderlich. Das lässt sich jedoch nicht automatisch auf alle Produkte übertragen, die umgangssprachlich als Shellac bezeichnet werden.

Wenn Du eine stärkere Modellage oder Verlängerung möchtest, findest Du weitere Informationen im Ratgeber zu Gelnägeln.

Gegenüber gewöhnlichem Nagellack liegt der Vorteil vor allem in der längeren Haltbarkeit und der sofort ausgehärteten Oberfläche. Klassischer Nagellack kann bereits nach wenigen Tagen an den Kanten absplittern, während Gel-Lack bei guter Haftung häufig etwa zwei bis drei Wochen hält. Dafür ist die Entfernung aufwendiger und erfolgt je nach System durch Einweichen mit Aceton, vorsichtiges Abtragen oder eine Kombination verschiedener Methoden.

Auch von Acrylmodellagen unterscheidet sich die Technik. Bei Acryl werden flüssige und pulverförmige Komponenten miteinander vermischt und härten anschließend ohne UV-Lampe aus. Das Material kann zur Verstärkung und Verlängerung des Nagels verwendet werden. Gel-Lack bleibt dagegen eine vergleichsweise dünne Beschichtung des Naturnagels.

Wie läuft eine Shellac-Maniküre im Studio ab?

Eine Behandlung dauert je nach Zustand der Nägel und gewünschtem Design häufig zwischen dreißig und sechzig Minuten. Zu Beginn werden die Nägel in Form gefeilt und vorbereitet. Die Nagelhaut sollte dabei möglichst schonend behandelt und nicht unnötig verletzt oder abgeschnitten werden, da sie einen natürlichen Schutz vor eindringenden Keimen bildet.

Vorbereitung der Nägel

Die Nageloberfläche wird gereinigt und entfettet, damit die Beschichtung gleichmäßig haftet. Ob zusätzlich ein leichtes Anrauen notwendig ist, hängt vom verwendeten System ab. Beim ursprünglichen Shellac-System ist dieser Schritt nicht vorgesehen.

Auftrag und Aushärtung

Anschließend wird der Lack in mehreren dünnen Schichten aufgetragen. Meist folgen auf einen Base Coat ein oder zwei Farbschichten und abschließend ein Top Coat. Jede Schicht wird einzeln unter der dafür vorgesehenen Lampe ausgehärtet.

Auch sogenannte LED-Lampen härten Gel-Lack mithilfe von UV-Strahlung aus. Sie verwenden LEDs, die vor allem im UVA-Bereich emittieren. Je nach Gerät und Produkt liegen die Aushärtungszeiten zwischen wenigen Sekunden und einigen Minuten.

Nach der letzten Aushärtung ist die Beschichtung sofort belastbarer als gewöhnlicher, luftgetrockneter Nagellack. Wichtig ist, dass der verwendete Lack und die Lampe aufeinander abgestimmt sind. Unzureichend ausgehärtetes Material kann den Kontakt der Haut mit reaktiven Inhaltsstoffen erhöhen.

Hygiene im Studio

Saubere beziehungsweise fachgerecht aufbereitete Instrumente sind wichtig. Auch die Nagelhaut sollte möglichst unverletzt bleiben. Wird sie geschnitten oder beim Arbeiten verletzt, können Bakterien und andere Keime leichter eindringen und Entzündungen am Nagelrand verursachen.

Wenn Deine Haut empfindlich ist oder Du bereits auf Nagelprodukte reagiert hast, solltest Du das vor der Behandlung ansprechen.

Wie lange hält Shellac auf den Nägeln? KI-generiertes Bild

Wie lange hält Shellac auf den Nägeln?

Gel-Lack hält häufig etwa zwei bis drei Wochen. Beim ursprünglichen Shellac-System gibt der Hersteller eine Haltbarkeit von mindestens 14 Tagen an. Wie lange das Ergebnis tatsächlich hält, hängt unter anderem vom Nagelwachstum, der Vorbereitung, dem verwendeten Produkt und der Beanspruchung der Hände ab.

Mit zunehmendem Nagelwachstum wird am Nagelansatz ein unlackierter Bereich sichtbar. Zusätzlich kann sich die Beschichtung an den Rändern abnutzen oder anheben. Sobald sich größere Bereiche lösen, solltest Du den Lack nicht selbst abziehen, sondern fachgerecht entfernen lassen.

Eine medizinisch festgelegte Grenze, nach der Gel-Lack zwingend spätestens nach drei Wochen entfernt werden muss, gibt es nicht. Wie lange ein Produkt getragen werden sollte, richtet sich auch nach den Herstellerangaben und dem Zustand der Nägel.

Ebenso benötigen gesunde Nägel nicht grundsätzlich nach jeder Behandlung eine feste Pause von ein oder zwei Wochen. Zeigen sich jedoch Brüchigkeit, Abblättern oder andere Schäden, kann eine längere Pause sinnvoll sein, damit geschädigte Nagelanteile herauswachsen können. Die American Academy of Dermatology empfiehlt insbesondere bei wiederholten Nagelproblemen, Gel-Maniküren seltener anzuwenden.

Wie lässt sich Shellac schonend entfernen?

Der wichtigste Grundsatz ist, die Beschichtung nicht gewaltsam abzuziehen oder abzukratzen. Dabei können oberflächliche Schichten der Nagelplatte mit abgelöst werden. Der Nagel kann dadurch dünner, rauer und brüchiger werden.

Lack einweichen

Soak-off-Systeme werden üblicherweise mit Aceton entfernt. Dabei wird das Lösungsmittel möglichst gezielt auf die Nägel aufgebracht und entsprechend der Gebrauchsanweisung einwirken gelassen. Die notwendige Zeit unterscheidet sich je nach Produkt und sollte deshalb nicht pauschal auf zehn oder 15 Minuten festgelegt werden.

Hat sich die Beschichtung ausreichend gelöst, kann sie vorsichtig entfernt werden. Sie sollte sich ohne starken Druck lösen lassen. Kräftiges Schaben oder Feilen der natürlichen Nagelplatte ist zu vermeiden.

Haut nach der Entfernung pflegen

Aceton löst Fette und kann Nagelhaut sowie umgebende Haut austrocknen. Deshalb empfiehlt die American Academy of Dermatology, möglichst nur die Fingerspitzen beziehungsweise Nägel mit Aceton in Kontakt zu bringen und die Haut anschließend mit einer Pflegecreme oder einem rückfettenden Produkt zu versorgen.

Wenn sich die Beschichtung nicht leicht lösen lässt, solltest Du nicht stärker kratzen oder hebeln. In diesem Fall ist eine professionelle Entfernung die schonendere Möglichkeit.

Welche Risiken hat Shellac für Nägel und Haut?

Gel-Maniküren sind nicht automatisch schädlich, können Nägel und Haut aber auf verschiedene Weise belasten. Wie groß das Risiko ist, hängt unter anderem von Häufigkeit, Produkten, Anwendung und Entfernung ab.

Schäden an der Nagelplatte

Besonders problematisch ist das gewaltsame Ablösen oder starke Abfeilen der Beschichtung. Dadurch können oberflächliche Schichten der Nagelplatte verloren gehen. Wiederholte Gel-Maniküren werden außerdem mit Brüchigkeit, Abblättern und Rissen der Nägel in Verbindung gebracht.

Verfärbungen, Verdickungen oder ein Ablösen des Nagels sollten nicht automatisch als Folge von Shellac abgetan werden. Dahinter können auch andere Nagelerkrankungen stecken. Mehr dazu erfährst Du im Ratgeber zu Nagelpilz.

UV-Strahlung der Aushärtelampen

Sowohl klassische UV-Lampen als auch die häufig als LED-Lampen bezeichneten Geräte geben überwiegend UVA-Strahlung ab. Die Dosis pro einzelner Maniküre ist vergleichsweise gering. Neuere Übersichtsarbeiten kommen zu dem Ergebnis, dass ein direkt nachgewiesenes erhöhtes Hautkrebsrisiko durch übliche Nagellampen bisher nicht belegt ist. Bei häufiger und langjähriger Nutzung lässt sich ein kleines zusätzliches Risiko aufgrund der begrenzten Langzeitdaten aber nicht sicher ausschließen.

UVA-Strahlung trägt grundsätzlich auch zur vorzeitigen Hautalterung bei. Wer die zusätzliche UV-Belastung reduzieren möchte, kann einen breit wirksamen Sonnenschutz mit mindestens LSF 30 auf die Handrücken auftragen oder dunkle, blickdichte fingerlose UV-Schutzhandschuhe verwenden.

Verletzungen und Infektionen

Die Nagelhaut schützt den Bereich zwischen Haut und Nagel. Wird sie stark zurückgeschoben, eingeschnitten oder verletzt, können Keime leichter eindringen. Rötung, Schwellung, Überwärmung, Eiter oder zunehmende Schmerzen können auf eine Entzündung hinweisen und sollten bei stärkeren Beschwerden ärztlich abgeklärt werden.

Was hat sich durch das TPO-Verbot seit September 2025 geändert?

Seit dem 1. September 2025 ist TPO in kosmetischen Mitteln in der gesamten Europäischen Union verboten. Die Abkürzung steht für Trimethylbenzoyl Diphenylphosphine Oxide. TPO ist kein klassischer „Härter“, sondern ein Photoinitiator. Er wird durch Licht aktiviert und startet die chemische Reaktion, durch die bestimmte Gel-Lacke aushärten.

TPO wurde als fortpflanzungsgefährdender Stoff der Kategorie 1B eingestuft. Dadurch wurde der Stoff mit der Verordnung (EU) 2025/877 in die Liste der in kosmetischen Mitteln verbotenen Stoffe aufgenommen. Die Regelung gilt seit dem 1. September 2025.

Keine Verwendung von Restbeständen in der EU

Das Verbot betrifft nicht nur neu produzierte oder verkaufte Produkte. Seit dem Stichtag dürfen professionelle Anwender TPO-haltige kosmetische Produkte auch dann nicht mehr an Kunden verwenden, wenn sie die Produkte bereits vor dem 1. September 2025 gekauft hatten. Eine Übergangsfrist zum Aufbrauchen alter Bestände gibt es nicht.

Für den Ablauf einer Gel-Maniküre ändert sich dadurch grundsätzlich wenig. Hersteller verwenden andere zugelassene Photoinitiatoren, um die Beschichtungen unter UV-Licht auszuhärten. Daraus lässt sich allerdings nicht pauschal ableiten, dass jedes TPO-freie Produkt dieselbe Zusammensetzung, Aushärtungszeit oder Verträglichkeit besitzt.

Verbot auch in der Schweiz

Auch in der Schweiz gilt das TPO-Verbot seit dem 1. September 2025. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen bestätigt ausdrücklich, dass die entsprechende Änderung der europäischen Kosmetikverordnung auch für die Schweiz maßgebend ist. TPO-haltige Produkte dürfen seitdem auch dort nicht mehr professionell in Studios oder Salons angewendet werden, unabhängig davon, wann sie gekauft wurden.

Kann Shellac eine Kontaktallergie auslösen? KI-generiertes Bild

Kann Shellac eine Kontaktallergie auslösen?

Bestimmte Inhaltsstoffe von UV-härtenden Gel-Lacken können eine Kontaktallergie auslösen. Besonders relevant sind Acrylate und Methacrylate, darunter HEMA. Problematisch ist vor allem der Kontakt der Haut mit noch nicht vollständig ausgehärtetem Material.

Eine Kontaktallergie entwickelt sich nach einer Sensibilisierung gegenüber dem jeweiligen Stoff. Typische Beschwerden sind Rötung, Juckreiz, Brennen, Schuppung oder kleine Bläschen an den Fingern. Auch Veränderungen der Nägel, beispielsweise eine Ablösung der Nagelplatte, können auftreten. Die Reaktion muss sich nicht auf die Hände beschränken. Durch Berührung können geringe Mengen des Allergens beispielsweise an die Augenlider oder ins Gesicht gelangen und dort ein Ekzem auslösen.

Kontakt mit unausgehärtetem Lack vermeiden

Gel-Lack sollte möglichst ausschließlich auf die Nagelplatte gelangen. Berührt noch nicht ausgehärtetes Material wiederholt die umgebende Haut, steigt das Risiko einer Sensibilisierung. Ebenso wichtig ist eine vollständige Aushärtung mit einer zum jeweiligen Produkt passenden Lampe.

In der Europäischen Union dürfen Nagelprodukte mit HEMA oder Di-HEMA TMHDC seit September 2021 nur für den professionellen Gebrauch angeboten werden und müssen auf die mögliche allergische Reaktion hinweisen. Diese Beschränkung betrifft gezielt diese Stoffe und bedeutet nicht, dass sämtliche Acrylate ausschließlich im professionellen Bereich verwendet werden dürfen.

Wenn Du nach einer Shellac-Behandlung wiederholt oder anhaltend Hautreaktionen bemerkst, solltest Du die Anwendung zunächst beenden und den Befund dermatologisch abklären lassen. Eine Kontaktallergie kann mit einem Epikutantest untersucht werden. Ist eine Sensibilisierung bestätigt, sollte der betreffende Stoff künftig gemieden werden. Mehr über Auslöser und Diagnostik findest Du im Ratgeber zur Kontaktallergie.

Wie bleiben die Nägel unter Shellac gesund?

Wie gut die Nägel wiederholte Gel-Maniküren vertragen, hängt stark von der Vorbereitung, Entfernung und individuellen Nagelbeschaffenheit ab.

Beschichtung nicht abziehen

Besonders wichtig ist die schonende Entfernung. Wenn Du Gel-Lack abziehst, abkratzt oder die natürliche Nagelplatte stark abfeilst, können oberflächliche Nagelschichten mit entfernt werden. Dadurch können die Nägel rau, dünn oder brüchig werden.

Lässt sich die Beschichtung beim Einweichen nicht leicht lösen, sollte sie nicht mit Gewalt entfernt werden.

Nagel und Nagelhaut pflegen

Nach der Entfernung können rückfettende Cremes oder Nagelöl dabei helfen, Nagelplatte und Nagelhaut zu pflegen, insbesondere weil Aceton stark entfettend wirkt. Beim Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln können Handschuhe die Hände und Nägel zusätzlich schützen.

Pausen nach dem Zustand der Nägel richten

Eine feste Pause von ein oder zwei Wochen nach jeder Shellac-Maniküre ist medizinisch nicht notwendig. Nägel müssen nicht „atmen“ und erholen sich auch nicht dadurch, dass sie Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen.

Zeigen sich allerdings Brüchigkeit, Abblättern, Risse oder eine deutlich ausgedünnte Nagelplatte, solltest Du auf weitere Gel-Maniküren zunächst verzichten. Geschädigte Bereiche müssen mit dem Nagel herauswachsen, was mehrere Monate dauern kann.

Beobachte Deine Nägel deshalb regelmäßig. Verfärbungen, Verdickungen, Rillen oder ein Ablösen der Nagelplatte können verschiedene Ursachen haben und sollten bei anhaltenden Veränderungen abgeklärt werden.

Wann sollte man zum Hautarzt?

Kosmetische Nagelbehandlungen werden häufig gut vertragen. Ärztlicher Rat ist jedoch sinnvoll, wenn nach einer Shellac-Behandlung wiederholt Juckreiz, Rötung, Bläschen, Schwellungen oder Schuppung an Fingern, Händen oder anderen Hautstellen auftreten. Dahinter kann eine allergische Kontaktdermatitis stecken.

Auch zunehmende Schmerzen, Eiter, deutliche Schwellungen oder Rötungen am Nagelrand können auf eine Entzündung hinweisen und sollten ärztlich beurteilt werden.

Ein Termin beim Hautarzt ist außerdem sinnvoll, wenn sich Nägel dauerhaft verfärben, verdicken, stark brüchig werden oder sich von ihrem Nagelbett lösen. Solche Veränderungen können durch die kosmetische Behandlung entstehen, aber beispielsweise auch mit Nagelpilz oder anderen Nagelerkrankungen zusammenhängen.

Der Hautarzt kann die Nägel untersuchen und bei Verdacht auf eine Kontaktallergie einen Epikutantest veranlassen. Über MOOCI findest Du dermatologische Praxen in Deiner Nähe.

Was kostet Shellac?

Shellac beziehungsweise eine vergleichbare Gel-Lack-Maniküre ist eine kosmetische Leistung und wird in der Regel selbst bezahlt. Die Preise unterscheiden sich je nach Studio, Region, Umfang der Maniküre und gewünschtem Design.

In Deutschland liegen aktuelle Preise für eine Shellac-Maniküre häufig bei ungefähr 35 bis 70 Euro. Einzelne aktuelle Preislisten nennen beispielsweise rund 53 Euro für eine Maniküre mit Shellac.

In Österreich bewegt sich eine Shellac- oder Gellack-Maniküre häufig zwischen etwa 35 und 80 Euro. Aktuelle Studios in und um Wien verlangen beispielsweise rund 35 bis 70 Euro, bei höherpreisigen Angeboten auch etwa 80 Euro.

In der Schweiz liegen die Preise häufig bei ungefähr 55 bis 100 Franken. Aktuelle Zürcher Studios nennen beispielsweise 75, 80 oder 95 Franken für eine Maniküre mit Shellac beziehungsweise Gellack.

Für das separate Entfernen können je nach Anbieter zusätzlich ungefähr zehn bis 30 Euro beziehungsweise Franken anfallen. Wird anschließend eine neue Maniküre durchgeführt, ist die Entfernung bei manchen Studios bereits im Preis enthalten oder günstiger.

Die Beträge sind Richtwerte. Vor dem Termin solltest Du deshalb nachfragen, welche Leistungen im Preis enthalten sind und ob für Entfernung, French Design oder Nail Art zusätzliche Kosten berechnet werden.

Quellen

Europäische Kommission (2025): Verordnung (EU) 2025/877 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 hinsichtlich CMR-Stoffen in kosmetischen Mitteln. Zur Webseite

Europäische Kommission (2025): TPO in Nail Products – Questions & Answers. Zur Webseite

Europäische Kommission (2020): Verordnung (EU) 2020/1682 zur Änderung von Anhang III der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009. Zur Webseite

Litaiem, N., Baklouti, M., Zeglaoui, F. (2022): Side effects of gel nail polish: A systematic review. Clinics in Dermatology, 40(6), 706–715. DOI: 10.1016/j.clindermatol.2022.07.008

Metko, D., Mehta, S., Mcmullen, E. et al. (2024): A systematic review of the risk of cutaneous malignancy associated with ultraviolet nail lamps: what is the price of beauty?. European Journal of Dermatology, 34(1), 26–30. DOI: 10.1684/ejd.2024.4616

Dinani, N., George, S. (2019): Nail cosmetics: a dermatological perspective. Clinical and Experimental Dermatology, 44(6), 599–605. DOI: 10.1111/ced.13929

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Häufige Fragen

Ist Shellac schädlich für die Nägel?
Shellac beziehungsweise Gel-Lack muss die Nägel nicht zwangsläufig schädigen. Probleme entstehen besonders durch starkes Anrauen der Nagelplatte, gewaltsames Abziehen, Abkratzen oder übermäßiges Feilen.
Wie lange hält Shellac im Vergleich zu normalem Lack?
Gel-Lack hält häufig etwa zwei bis drei Wochen, während gewöhnlicher Nagellack je nach Produkt und Beanspruchung bereits nach wenigen Tagen sichtbare Abnutzungen zeigen kann. Die längere Haltbarkeit entsteht durch die unter UV-Licht polymerisierte Beschichtung.
Ist die UV-Lampe bei Shellac gefährlich?
Die Aushärtelampen geben überwiegend UVA-Strahlung ab. Ein erhöhtes Hautkrebsrisiko durch übliche Gel-Maniküren ist bislang nicht überzeugend nachgewiesen. Da belastbare Langzeitdaten für eine sehr häufige Nutzung fehlen, lässt sich ein kleines zusätzliches Risiko aber nicht vollständig ausschließen.
Was bedeutet das TPO-Verbot für eine Shellac-Behandlung?
Seit dem 1. September 2025 darf der Photoinitiator TPO in kosmetischen Mitteln in der Europäischen Union und der Schweiz nicht mehr verwendet werden. TPO wurde als fortpflanzungsgefährdend der Kategorie 1B eingestuft.
Kann man Shellac zu Hause selbst entfernen?
Bei Soak-off-Systemen ist eine Entfernung zu Hause grundsätzlich möglich. Dabei wird die Beschichtung entsprechend der Produktanleitung mit Aceton eingeweicht und erst entfernt, wenn sie sich ohne starken Druck lösen lässt.
Redaktionelle Verantwortung

Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.

Dr. Benjamin Gehl

Dr. Benjamin Gehl

Facharzt für plastische, ästhetische & rekonstruktive Chirurgie

Als Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie liegt die Leidenschaft von Dr. Gehl schon immer im Bereich der medizinischen Contentproduktion. Aufgrund seiner Ausbildung, einer langjährigen Einsatzzeit in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie, sowie zahlreichen Auslandseinsätzen in Indien, Afrika und Amerika weiß er, welche Techniken und Behandlungen für medizinische Indikationen international Anwendung finden und State of the art sind. Weiterhin beschäftigt er sich täglich mit neuen Trends und Techniken in der operativen und nicht-operativen Chirurgie. Fortbildungen sowie Studien zählen genauso zu seiner Leidenschaft wie die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten zu den neuesten fachspezifischen Themen.

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