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Nicht alle Hautbehandlungen sind im Sommer geeignet – besonders Laser- und Retinoid-Anwendungen bergen Risiken.
Inhaltsverzeichnis
Sonnenverträgliche Verfahren und Risiken bei Laser oder Retinoid Anwendungen im Sommer
Die modernen Treatments wie zum Beispiel Laser- und Retinoid Anwendungen zählen mittlerweile als eine Art Wunderwaffe bei der Hautpflege, und das nicht ohne Grund. Sie helfen gegen Pigmentflecken, reduzieren Falten zuverlässig und tragen dazu bei, dass die Haut jünger aussieht.
Doch gerade in den Sommermonaten sind sie nicht ganz ohne Risiko: UV-Strahlung kann die lichtempfindliche, behandelte Haut irritieren und zum Beispiel Sonnenbrände oder Pigmentverschiebungen begünstigen.
Laserbehandlungen im Sommer
Laserbehandlungen zählen zu den effektivsten Methoden in der ästhetischen Dermatologie. Und das aus gutem Grund: Sie können Haare dauerhaft entfernen, Pigmentflecken aufhellen, Falten glätten, Narben mildern oder sogar Tattoos verschwinden lassen. Das Verfahren ist heute so präzise und hautschonend wie nie zuvor.
Gerade im Sommer solltest Du allerdings einige Dinge beachten. Denn auch wenn viele Behandlungen grundsätzlich möglich sind, braucht Deine Haut in der sonnigen Jahreszeit besonderen Schutz – vor allem nach der Behandlung.
Was ist im Sommer zu beachten?
Nach einer Laserbehandlung ist die Haut deutlich empfindlicher gegenüber UV-Strahlung. Sonnenbaden, intensive Hitze oder starkes Schwitzen (zum Beispiel durch Sport oder Sauna) können die frisch behandelten Hautareale reizen und den Heilungsprozess stören. Auch Pigmentverschiebungen oder Entzündungen sind möglich, wenn die Haut zu früh wieder ungeschützt der Sonne ausgesetzt wird.
Deshalb gilt:
- Vermeide direkte Sonne vor und nach der Behandlung
- Trage konsequent Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens SPF 50)
- Verzichte für einige Tage auf Sport, Sauna und SolariumEin erfahrener Behandler informiert Dich ausführlicher darüber, welche Laserbehandlungen im Sommer geeignet sind und welche Du lieber auf die kühleren Monate verschieben solltest. Manche Behandlungen lassen sich gut anpassen, andere erfordern schlicht mehr Vorsicht.
Wie funktioniert eine Laserbehandlung?
Die Laseranwendung wird immer beliebter. Durch die Lasertechnologie ist es gerade in der Hautpflege einfacher geworden, einen frischen und rosigen Teint zu erhalten. Falten können einfach reduziert und Narben verringert werden. Das alles nur durch einen Lichtstrahl.
Mit dem Laser wird Licht in Wärme umgewandelt. Das bedeutet, dass gebündeltes Licht einer Wellenlänge für die Behandlung verwendet wird. Dabei wird aber zwischen unterschiedlichen Systemen unterschieden.
Zum einen das ablative Lasersystem, zu dem der CO2-Laser zählt oder der Erbiumlaser. Diese Laser können zum Beispiel Haut abtragen, ohne ihr zu Schaden. Mit diesen Lasern können von der obersten Hautschicht fast einen halben Millimeter entfernt werden.
Bei der Haarentfernung wird ein ähnliches Prinzip angewendet. Dafür wird aber der Dioden-Laser verwendet. Er kann die Pigmente der Haarwurzel erfolgreich zerstören. Bei ungewolltem oder zu starkem Haarwuchs ist diese Anwendung sehr erfolgreich. Die Voraussetzung dafür ist jedoch eine helle, nicht gebräunte Haut und sehr dunkle Haare.
Sommerpause oder doch nicht?
Ob Du eine Laserbehandlung im Sommer durchführen lassen kannst, hängt von mehreren Faktoren ab, wie zum Beispiel Deinem Hauttyp, der Art der Behandlung und Deinen Gewohnheiten. Wenn Du ohnehin keine ausgedehnten Sonnenbäder planst und Deine Haut gut schützt, sind viele Anwendungen auch in der warmen Jahreszeit möglich.
Tipp: Plane Laserbehandlungen idealerweise nicht direkt vor oder nach dem Sommerurlaub – so minimierst Du das Risiko von Nebenwirkungen und gibst Deiner Haut die Ruhe, die sie braucht.
Retinoide im Sommer
Retinoide gehören zu den wirksamsten Inhaltsstoffen in der Hautpflege, besonders wenn es um Anti-Aging, ebenmäßigen Teint oder die Behandlung von Pigmentflecken geht. Grundsätzlich sind Retinoid-Anwendungen auch im Sommer möglich, allerdings nicht ohne Einschränkungen.
Wenn Du neu mit Retinoiden starten möchtest, ist der Sommer nicht unbedingt der beste Zeitpunkt. Ideal ist der Beginn einer Retinoid-Kur in den lichtärmeren Monaten zwischen Herbst und Frühjahr. Warum? Weil Retinoide die Haut lichtempfindlicher machen, was bei starker UV-Strahlung schnell zu Reizungen oder Pigmentstörungen führen kann.
Was sind Retinoide und wie wirken sie?
Retinoide sind Wirkstoffe aus der Familie der Vitamin-A-Säuren und zählen zu den effektivsten Inhaltsstoffen in der modernen Hautpflege. Ihre Wirkung ist wissenschaftlich gut belegt, sei es bei feinen Linien, Pigmentstörungen oder einem unruhigen Hautbild.
Zu den bekanntesten Vertretern gehört Retinol, das in vielen frei verkäuflichen Pflegeprodukten enthalten ist. Es wirkt zuverlässig, muss im Körper aber erst in aktive Formen umgewandelt werden. Retinal ist eine etwas potentere Variante, die schneller wirkt, dabei aber gut verträglich bleibt.
Besonders wirksam ist Tretinoin, die aktive Form von Vitamin A. Da es direkt in den Zellen wirkt und dort die Hautregeneration gezielt anregt, entfaltet es seine Wirkung ohne Umwege. Genau das macht Tretinoin so effizient. Allerdings ist es auch deutlich reizintensiver, weshalb es verschreibungspflichtig ist und in fachkundige Hände gehört.
Ergänzt wird das Spektrum durch milder wirkende Derivate, die vor allem in Pflegeprodukten für empfindliche Haut eingesetzt werden.
Retinoide unterstützen die Haut auf mehreren Ebenen: Sie fördern die Kollagenbildung, was zu mehr Spannkraft und einem glatteren Hautbild führt. Gleichzeitig regen sie die Zellteilung an, was für einen frischen, ebenmäßigen Teint sorgt. Pigment- und Altersflecken können sich dadurch nach und nach aufhellen. Ihr leicht peelender Effekt verstärkt diesen Erneuerungsprozess zusätzlich – wie ein sanftes, aber dauerhaft wirkendes Haut-Renewal-Programm.
Das Ergebnis ist eine feinere Hautstruktur, ein natürlicher Glow und ein sichtbar verjüngter Teint. Gerade diese intensive Wirkung wirft im Sommer jedoch immer wieder eine wichtige Frage auf: Wie empfindlich macht Retinol die Haut gegenüber UV-Strahlung?
Was ist bei einer Retinoid Anwendung im Sommer besonders zu beachten?
Wenn Du bereits Retinoide verwendest, musst Du im Sommer nicht zwingend pausieren – aber anpassen. Die Kombination aus Retinoid und UV-Strahlung kann die Haut schnell reizen. Um das zu vermeiden, können folgende Tipps helfen:

- reduziere die Retinoid Anwendung zum Beispiel auf einmal wöchentlich
- das Retinoid immer nur abends auftragen Retinoid Inhalt wechseln
- je nach Produktvariante kannst Du zum Beispiel auf weniger Prozent Retinoid Inhalt wechseln
- Ist Deine Haut sehr empfindlich, dann ist es besser, im Sommer auf Retinoid zu verzichten. Stattdessen kannst Du zum Beispiel im Sommer Deanol anwenden, das ebenfalls stimulierend auf die Hautzellen wirkt.
Laserbehandlungen und Retinoid-Anwendungen sind besonders gute Treatments, um die Haut gepflegt und frisch erscheinen zu lassen. Beide Anwendungen mindern die Hautalterung, stimulieren die Hautzellen zur Neubildung und lassen uns jünger aussehen. Im Sommer gilt jedoch: mit Bedacht anwenden. Beide Verfahren machen Deine Haut lichtempfindlicher, was zu Sonnenbrand oder Pigmentverschiebungen führen kann, wenn der nötige Schutz fehlt.
Allgemein gilt jedoch: Ob Retinoid oder Laser – ein hoher Lichtschutzfaktor ist im Sommer ein absolutes Muss. So erzielst Du die gewünschten Ergebnisse, ohne Deiner Haut zu schaden. Und das Beste: Mit dem richtigen Timing und ein bisschen Planung steht einer frischen, gesunden Sommerhaut nichts im Weg.
Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.



