Was ist eine Augenbrauenlaminierung?
Die Augenbrauenlaminierung kann man sich wie eine sanfte Dauerwelle für die Brauen vorstellen. Mit speziellen Lösungen wird die Struktur der Brauenhärchen vorübergehend verformbar gemacht. Dann werden die Härchen in die gewünschte Richtung gebürstet, meist nach oben, und in dieser Form fixiert. Das Ergebnis ist eine vollere, geordnete und definierte Braue.
Wichtig ist die klare Abgrenzung zum Permanent Make-up. Bei der Laminierung werden keine Pigmente in die Haut eingebracht und keine Nadeln verwendet. Es werden ausschließlich die vorhandenen Härchen geformt. Deshalb hält das Ergebnis auch nur einige Wochen und nicht, wie beim Permanent Make-up, mehrere Jahre.
Der Effekt ist besonders bei störrischen, in verschiedene Richtungen wachsenden oder dünn wirkenden Augenbrauen beliebt. Durch das Aufrichten und Ordnen der Härchen wirken die Brauen voller und gepflegter, oft ohne dass weitere Hilfsmittel nötig sind. Die Behandlung ist eine rein kosmetische Leistung und wird im Kosmetikstudio angeboten.

Welche Vorteile hat eine Augenbrauenlaminierung?
Der größte Vorteil der Augenbrauenlaminierung ist der vollere, gepflegtere Look ganz ohne dauerhaften Eingriff. Indem die Härchen aufgerichtet und geordnet werden, wirkt die Braue dichter, obwohl keine neuen Härchen hinzukommen. Lücken, durch die zuvor die Haut durchschien, werden optisch gefüllt, da die Härchen sie nun überdecken.
Ein weiterer Vorteil ist die natürliche Wirkung. Da ausschließlich die eigenen Härchen geformt werden, bleibt das Ergebnis echt und unaufdringlich. Niemand sieht eine künstliche Veränderung, sondern nur besonders gepflegte Augenbrauen. Das macht die Behandlung alltagstauglich und für viele zu einer beliebten Routine.
Schließlich erleichtert die Laminierung das tägliche Styling. Wer morgens viel Zeit mit dem Bändigen störrischer Brauen verbringt, spart sich diesen Aufwand für mehrere Wochen. Die Härchen bleiben in Form, ohne dass Brauengel oder andere Hilfsmittel nötig sind. Wichtig bleibt eine realistische Erwartung: Die Laminierung formt vorhandene Härchen, sie lässt aber keine neuen wachsen und ersetzt kein Permanent Make-up, wenn echte Lücken dauerhaft gefüllt werden sollen.
Wie bereite ich mich auf die Behandlung vor?
Eine besondere Vorbereitung ist für eine Augenbrauenlaminierung kaum nötig, dennoch helfen ein paar Punkte. Komm möglichst ungeschminkt zum Termin, zumindest aber ohne Make-up im Brauenbereich, damit die Lösungen gut wirken können. Verzichte in den Tagen davor auf reizende Peelings oder stark abtragende Wirkstoffe rund um die Brauen.
Wenn Du empfindlich auf kosmetische Produkte reagierst oder zum ersten Mal eine Laminierung machen lässt, ist eine Verträglichkeitsprüfung sinnvoll, besonders wenn zusätzlich gefärbt werden soll. Sprich im Studio offen an, ob Du zu Allergien neigst oder empfindliche Haut hast. So kann die Fachkraft die Behandlung entsprechend anpassen.
Überlege Dir außerdem vorab, wie kräftig der Effekt ausfallen soll. Ein sehr starker Lifting-Effekt wirkt auffälliger, ein sanfterer Schwung natürlicher. Eine erfahrene Fachkraft bespricht das mit Dir und richtet die Einwirkzeit danach aus, denn diese entscheidet maßgeblich über das Ergebnis und die Gesundheit der Härchen.
Wie läuft die Behandlung ab?
Die Augenbrauenlaminierung verläuft in mehreren Schritten und dauert insgesamt etwa dreißig bis fünfundvierzig Minuten. Zunächst werden die Brauen gereinigt und entfettet. Anschließend bürstet die Fachkraft die Härchen mit einem wasserlöslichen Fixiermittel in die gewünschte Form, meist nach oben aufgerichtet.
Im nächsten Schritt wird eine erste Lösung aufgetragen, die die Härchenstruktur weich und formbar macht. Nach einer kurzen Einwirkzeit folgt eine zweite Lösung, die die neue Form fixiert. Beide Lösungen wirken jeweils einige Minuten unter Beobachtung der Fachkraft, da die richtige Einwirkzeit über das Ergebnis und die Gesundheit der Härchen entscheidet.
Zum Abschluss wird häufig ein pflegendes Serum oder Öl aufgetragen, das die Härchen mit Feuchtigkeit versorgt und der austrocknenden Wirkung der Lösungen entgegenwirkt. Oft wird die Laminierung mit einer Formgebung durch Zupfen oder Wachsen und mit einer Färbung kombiniert, um die Braue zusätzlich zu definieren. Das Ergebnis ist sofort sichtbar.
### Lässt sich die Laminierung mit einer Färbung kombinieren?
Sehr häufig wird die Augenbrauenlaminierung mit einer Färbung kombiniert, und das aus gutem Grund. Während die Laminierung die Härchen in Form bringt und aufrichtet, sorgt eine Färbung für mehr Tiefe und Definition. Vor allem helle oder an den Spitzen verblasste Härchen wirken durch die Färbung deutlich sichtbarer, was die Braue insgesamt voller erscheinen lässt.
Als Färbung kommen klassische Augenbrauenfarben oder Henna infrage. Henna färbt zusätzlich die Haut unter den Brauen leicht mit und kann so kleine Lücken optisch ausgleichen. Welche Variante sich eignet, hängt von Deiner Braue und Deinem Wunsch ab. In Kombination ergeben Laminierung und Färbung ein besonders gepflegtes, definiertes Ergebnis.
Wer empfindlich auf Farb- oder Pflegeprodukte reagiert, sollte vorab eine Verträglichkeitsprüfung machen lassen. Das gilt besonders für die Färbung, da Augenbrauenfarben und Henna allergische Reaktionen auslösen können.

Wie pflege ich nach der Augenbrauenlaminierung?
Besonders wichtig ist die richtige Pflege in den ersten Stunden. In den ersten etwa 24 bis 48 Stunden solltest Du die Brauen trocken halten. Meide in dieser Zeit Wasser, Dampf, Sauna und starkes Schwitzen, etwa durch Sport, und reibe nicht an den Brauen. Auch Make-up auf den Brauen ist in dieser Phase ungünstig.
Danach ist eine regelmäßige Pflege mit einem Brauenöl oder Pflegeserum sinnvoll, denn die formgebenden Lösungen können die Härchen austrocknen. Ein gepflegter Umgang und ausreichende Pausen zwischen den Behandlungen erhalten die Gesundheit der Härchen. Eine zu häufige Wiederholung kann die Brauen dagegen brüchig machen.
Wie lange hält das Ergebnis?
Eine Augenbrauenlaminierung hält in der Regel etwa vier bis sechs Wochen, bei manchen Menschen bis zu acht Wochen. Da die Brauenhärchen nachwachsen, lässt der Effekt mit der Zeit nach, und die Härchen kehren allmählich in ihre natürliche Wuchsrichtung zurück. Anschließend lässt sich die Behandlung wiederholen.
Welche Risiken gibt es?
Die Augenbrauenlaminierung gilt bei fachgerechter Anwendung als unbedenklich. Da jedoch chemische Lösungen zum Einsatz kommen, sind Reizungen möglich. Manche Menschen reagieren empfindlich oder allergisch auf die formgebenden Lösungen oder auf eine begleitende Färbung. Anzeichen können Rötung, Jucken oder Brennen im Brauenbereich sein.
Werden die Lösungen zu lange aufgetragen oder wird die Behandlung zu oft wiederholt, können die Härchen austrocknen, spröde werden oder brechen. Eine fachgerechte Anwendung mit korrekten Einwirkzeiten, ausreichenden Pausen und einer guten Nachpflege beugt dem vor. Bei gereizter oder erkrankter Haut im Brauenbereich sollte auf die Behandlung verzichtet werden. In der Schwangerschaft raten viele Studios vorsichtshalber zu Zurückhaltung, vor allem bei einer begleitenden Färbung.

Für wen eignet sich eine Augenbrauenlaminierung?
Eine Augenbrauenlaminierung ist besonders für alle interessant, deren Brauenhärchen in unterschiedliche Richtungen wachsen, sich schlecht in Form bringen lassen oder dünn und ungeordnet wirken. Durch das Aufrichten und Fixieren entsteht ein voller, gepflegter Look, der sonst nur mit täglichem Stylen erreichbar wäre. Auch wer von Natur aus dichte, aber widerspenstige Brauen hat, profitiert.
Damit ein sichtbarer Effekt entsteht, braucht es allerdings eine gewisse Grundmenge an Härchen. Bei sehr spärlichen oder durch große Lücken geprägten Brauen stößt die Laminierung an ihre Grenzen, da sie keine neuen Härchen schaffen kann. In diesem Fall ist ein Permanent Make-up wie Powder Brows oder eine Kombination aus Laminierung und Henna die bessere Wahl, um Lücken auszugleichen.
Weniger geeignet ist die Behandlung bei gereizter oder erkrankter Haut im Brauenbereich sowie bei einer bekannten Unverträglichkeit gegenüber den verwendeten Lösungen. Auch eine zu häufige Wiederholung sollte vermieden werden, da die Härchen sonst austrocknen. Eine ehrliche Beratung im Studio klärt, ob und wie oft eine Laminierung für Dich sinnvoll ist, damit Deine Brauen langfristig gesund und gepflegt bleiben.
Wenn Du eine dauerhafte Anhebung der Brauenpartie in Betracht ziehst, findest Du Infos dazu im Beitrag zum chirurgischen Augenbrauenlifting.
Was ist der Unterschied zwischen Augenbrauenlaminierung, Microblading und Powder Brows?
Die Augenbrauenlaminierung wird oft mit Microblading und Powder Brows verglichen, unterscheidet sich von beiden aber grundlegend. Microblading und Powder Brows sind Formen des Permanent Make-ups. Dabei werden Pigmente in die Haut eingebracht, um die Brauen optisch zu füllen oder zu formen. Das Ergebnis hält je nach Technik mehrere Jahre.
Die Augenbrauenlaminierung kommt dagegen ganz ohne Pigmente aus. Sie verändert nur die Form der vorhandenen Härchen und fügt keine Farbe in die Haut ein. Entsprechend hält das Ergebnis nur einige Wochen, bis die Härchen nachgewachsen sind. Die Laminierung ist also keine dauerhafte, sondern eine vorübergehende Behandlung.
Welche Behandlung die richtige ist, hängt von Deinem Ziel ab. Wer dünne oder lückenhafte Brauen dauerhaft auffüllen möchte, ist mit einem Permanent Make-up besser beraten. Wer dagegen vorhandene, aber unordentliche oder störrische Härchen bändigen und voller wirken lassen möchte, für den ist die Laminierung ideal. Beide Verfahren lassen sich grundsätzlich kombinieren, sollten aber zeitlich abgestimmt werden.
Kann ich eine Augenbrauenlaminierung zu Hause machen?
Eine Augenbrauenlaminierung lässt sich grundsätzlich auch zu Hause mit speziellen DIY-Sets durchführen. Diese enthalten meist mehrere Lösungen, Bürstchen und Hilfsmittel, um die Brauenhärchen weich zu machen, in Form zu bringen und anschließend zu fixieren. Der Vorteil liegt vor allem im Preis: Ein Set kostet meist etwa 20 Euro bis 40 Euro und reicht häufig für mehrere Anwendungen.
Trotzdem ist bei der Anwendung Vorsicht nötig. Die Produkte arbeiten mit chemischen Lösungen, die nicht zu lange einwirken dürfen. Werden Einwirkzeiten überschritten oder die Lösungen zu häufig angewendet, können die Härchen austrocknen, spröde werden oder abbrechen. Auch Hautreizungen sind möglich, besonders bei empfindlicher Haut oder wenn das Produkt zu nah ans Auge gelangt.
Wer die Laminierung zu Hause ausprobieren möchte, sollte die Anleitung genau befolgen, vorher einen Verträglichkeitstest machen und die Brauen danach gut pflegen. Bei sehr empfindlicher Haut, bestehenden Hautreizungen, Allergieneigung oder wenn zusätzlich gefärbt werden soll, ist eine Behandlung im Studio die sicherere Wahl. Dort kann die Einwirkzeit besser auf Haarstruktur und Hauttyp abgestimmt werden.
Bei sehr lichten Brauen kann auch eine Augenbrauentransplantation eine Option sein. Einen weiteren Trend rund um die Augenpartie stellt der Beitrag zum Fox Eye Lift vor.
Was kostet eine Augenbrauenlaminierung?
Die Kosten für eine Augenbrauenlaminierung, auch Brow Lifting genannt, hängen vom Studio, der Region und den enthaltenen Zusatzleistungen ab. In Deutschland und Österreich kostet die reine Behandlung meist etwa 50 Euro bis 90 Euro. Wenn Färben, Zupfen oder eine zusätzliche Pflege enthalten sind, können die Preise auf etwa 100 Euro bis 130 Euro steigen. In der Schweiz solltest Du je nach Studio und Umfang mit etwa 60 CHF bis 150 CHF rechnen.
Wünschst Du Dir dauerhaft mehr Farbe statt nur mehr Form, sind Powder Brows eine Option. Bei dieser Form des Permanent Make-ups wird Pigment in die Haut eingebracht und hält je nach Hauttyp ein bis drei Jahre.
Das gleiche Prinzip gibt es auch für die Wimpern. Bei der Wimpernlaminierung werden die Naturwimpern in Schwung gebracht und zusätzlich mit einem pflegenden Aufbauschritt versorgt.
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