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MOOCI › Niederlassung als Ärzt:in: Voraussetzungen, Ablauf und die ersten 100 Patient:innen
Niederlassung als Ärzt:in: Voraussetzungen, Ablauf und die ersten 100 Patient:innen KI-generiertes Bild

Niederlassung als Ärzt:in: Voraussetzungen, Ablauf und die ersten 100 Patient:innen

Welche Voraussetzungen die Niederlassung als Ärzt:in verlangt, wie das Zulassungsverfahren abläuft und wie die ersten…

Für die vertragsärztliche Niederlassung in Deutschland benötigen Sie Approbation, eine abgeschlossene allgemeinmedizinische beziehungsweise fachärztliche Weiterbildung und den Eintrag ins Arztregister. Wer gesetzlich Versicherte zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung behandeln möchte, braucht zusätzlich eine Zulassung durch den zuständigen Zulassungsausschuss. Wie schnell dieser Weg möglich ist, hängt wesentlich von der Bedarfsplanung im gewünschten Planungsbereich ab. In offenen Gebieten kann eine Neuzulassung infrage kommen, in gesperrten Bereichen stehen andere Wege wie Praxisübernahme, Jobsharing oder Anstellung im Vordergrund.

MOOCI hat für Sie die wichtigsten Schritte von der Facharztanerkennung bis zum Praxisstart zusammengefasst und mit einer eigenen Auswertung der digitalen Sichtbarkeit in 30 Städten ergänzt. So sehen Sie nicht nur, welche zulassungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein müssen, sondern auch, wann Website, Google-Unternehmensprofil und weitere digitale Präsenzen in Ihre Gründungsplanung gehören. Im Mittelpunkt steht die vertragsärztliche Versorgung. Die reine Privatpraxis ohne Kassenzulassung behandeln wir in einem eigenen Beitrag.

Niederlassung als Ärzt:in: Voraussetzungen, Ablauf und die ersten 100 Patient:innen KI-generiertes Bild

Das Wichtigste in Kürze

Für die vertragsärztliche Niederlassung benötigen Sie Approbation, eine abgeschlossene allgemeinmedizinische beziehungsweise fachärztliche Weiterbildung und die Eintragung ins Arztregister. Für die Behandlung gesetzlich Versicherter kommt die Zulassung durch den Zulassungsausschuss hinzu. Die Bedarfsplanung entscheidet, ob für Ihre Arztgruppe in einem Planungsbereich neue Zulassungen möglich sind. In gesperrten Bereichen führen Wege unter anderem über Nachbesetzung, Jobsharing, Sonderbedarf oder eine genehmigte Anstellung.

Der Zeitplan hängt stark von Planungsbereich, Zulassungsausschuss, Standortsuche und Praxisaufbau ab. Eine allgemeingültige Dauer gibt es nicht; für eine vollständige Niederlassungsplanung sollten Sie mehrere Monate Vorlauf einplanen. Digitale Sichtbarkeit sollte parallel zur Zulassung vorbereitet werden. In der MOOCI-Auswertung entfielen bei den untersuchten Themen-Suchen volumengewichtet 1,3 Prozent der Treffer auf Praxis-Websites, während lokale Suchen nach „Arzt + Stadt“ deutlich häufiger zu Praxis-Websites führten.

Welche Voraussetzungen müssen Sie für die Niederlassung als Ärzt:in erfüllen?

Für die vertragsärztliche Niederlassung benötigen Sie in Deutschland die Approbation, eine abgeschlossene Weiterbildung und die Eintragung in das Arztregister. Anschließend können Sie die Zulassung zur vertragsärztlichen Versorgung beantragen.

Die zentralen Voraussetzungen sind:

Approbation

Sie ist nach § 3 Bundesärzteordnung die staatliche Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufs und bildet die Grundlage jeder ärztlichen Tätigkeit.

Abgeschlossene Weiterbildung

Für die Arztregistereintragung muss die entsprechende allgemeinmedizinische oder fachärztliche Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen sein. Welche Bezeichnung Sie führen dürfen, richtet sich nach der Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer.

Eintragung ins Arztregister

Das Arztregister wird nach § 95a SGB V geführt. Zuständig ist grundsätzlich die Kassenärztliche Vereinigung des Zulassungsbezirks, in dem Sie Ihren Wohnsitz haben.

Zulassung zur vertragsärztlichen Versorgung

Wer gesetzlich Versicherte zulasten der GKV behandeln möchte, benötigt eine Zulassung durch den zuständigen Zulassungsausschuss.

Berufshaftpflicht

Vertragsärzt:innen müssen einen ausreichenden Berufshaftpflichtversicherungsschutz nachweisen. § 95e SGB V sieht für einzelne Vertragsärzt:innen grundsätzlich eine Mindestversicherungssumme von 3.000.000 € je Versicherungsfall für Personen- und Sachschäden vor.

Daneben kommen weitere Pflichten hinzu, etwa die Mitgliedschaft in der zuständigen Landesärztekammer, gegebenenfalls im Versorgungswerk sowie steuerliche und berufsgenossenschaftliche Anmeldungen. Weitere behördliche Anforderungen können sich aus Standort, Bundesland und Leistungsspektrum ergeben. Eine allgemeine bundesweite Pflicht, jede Niederlassung beim Gesundheitsamt anzumelden, besteht dagegen nicht.

Wie funktioniert die Eintragung ins Arztregister?

Für die Eintragung reichen Sie bei der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung die erforderlichen Nachweise ein. Dazu gehören insbesondere Approbationsurkunde und Nachweis der abgeschlossenen Weiterbildung. Nach erfolgreicher Eintragung erhalten Sie einen Arztregisterauszug beziehungsweise eine entsprechende Bescheinigung, die später für den Zulassungsantrag benötigt wird. Wenn sich Ihr Wohnort in den Bezirk einer anderen Kassenärztlichen Vereinigung verlagert, kann die Arztregistereintragung entsprechend umgeschrieben werden. Erst nach der Eintragung ins Arztregister können Sie sich nach § 103 Abs. 5 SGB V in eine Warteliste für einen gesperrten Planungsbereich aufnehmen lassen.

Welche Aufgabe hat der Zulassungsausschuss?

Der Zulassungsausschuss entscheidet unter anderem über Zulassungen, genehmigungspflichtige Anstellungen und Ermächtigungen. Er ist paritätisch mit Vertreter:innen der Ärzteschaft und der Krankenkassen besetzt. Sitzungsrhythmen und Antragsfristen unterscheiden sich regional. Deshalb sollten Sie die konkreten Termine frühzeitig bei der zuständigen KV prüfen.

Was bedeutet die Bedarfsplanung für die Zulassung?

Die Bedarfsplanung legt fest, wie viele Vertragsärzt:innen einer bestimmten Arztgruppe in einem Planungsbereich für eine bedarfsgerechte Versorgung vorgesehen sind. Rechtsgrundlagen sind insbesondere die §§ 99 bis 105 SGB V und die Bedarfsplanungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses. Die zuständigen Landesausschüsse stellen den jeweiligen Versorgungsgrad fest. Ab einem Versorgungsgrad von 110 Prozent liegt grundsätzlich Überversorgung vor. Für die betreffende Arztgruppe können dann Zulassungsbeschränkungen angeordnet werden.

Was passiert in einem gesperrten Planungsbereich?

Eine klassische Neuzulassung ist dort grundsätzlich nicht ohne Weiteres möglich. Je nach Situation kommen beispielsweise infrage:

  • Nachbesetzung eines bestehenden Vertragsarztsitzes
  • Jobsharing
  • Sonderbedarf
  • genehmigte Anstellung
  • später gegebenenfalls eine Öffnung des Planungsbereichs

Bei einer Praxisübernahme wird der bestehende Vertragsarztsitz im Nachbesetzungsverfahren nach § 103 SGB V neu vergeben. Der Zulassungsausschuss berücksichtigt dabei gesetzlich vorgesehene Auswahlkriterien. Dazu gehören unter anderem berufliche Eignung, Approbationsalter, Dauer der ärztlichen Tätigkeit sowie bestimmte bisherige Verbindungen zur Praxis. Auch die Dauer der Eintragung in die Warteliste wird berücksichtigt. Wenn Sie sich für eine Niederlassung in einem gesperrten Planungsbereich interessieren, kann es deshalb sinnvoll sein, sich unmittelbar nach der Arztregistereintragung auf die entsprechende Warteliste setzen zu lassen.

Was gilt in offenen Planungsbereichen?

Ist für Ihre Arztgruppe keine Zulassungsbeschränkung angeordnet, können Sie grundsätzlich eine neue Zulassung beantragen. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder beliebige Standort automatisch geeignet ist. Versorgungsstruktur, Patient:innenpotenzial, Erreichbarkeit, Wettbewerb und wirtschaftliche Tragfähigkeit bleiben Teil Ihrer Standortentscheidung. In unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Regionen bieten Kassenärztliche Vereinigungen und teilweise auch Bundesländer zusätzliche Förderprogramme für Niederlassung, Übernahme oder Anstellung an. Voraussetzungen und Förderhöhe unterscheiden sich regional erheblich.

Ermächtigung als Sonderfall

Eine Ermächtigung nach § 116 SGB V ist keine eigene Niederlassung. Geeignete Ärzt:innen aus Krankenhäusern und bestimmten anderen Einrichtungen können zeitlich beziehungsweise leistungsbezogen zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung ermächtigt werden, wenn ein entsprechender Versorgungsbedarf besteht. Damit kann eine Ermächtigung einen Zugang zur ambulanten Versorgung eröffnen, ohne dass damit automatisch eine eigene Vertragsarztzulassung verbunden ist.

Welche Wege in die ambulante vertragsärztliche Tätigkeit gibt es?

Neben der klassischen Niederlassung gibt es mehrere Möglichkeiten, ambulant in der vertragsärztlichen Versorgung tätig zu werden. Welcher Weg passt, hängt von Planungsbereich, gewünschtem Tätigkeitsumfang, finanzieller Situation und persönlichem Praxismodell ab.

Weg Wann kann er passen? Zulassungsrechtlicher Rahmen
Neugründung offener Planungsbereich, Wunsch nach eigener Praxis eigene Vertragsarztzulassung
Praxisübernahme bestehende Praxis in gesperrtem Planungsbereich Nachbesetzungsverfahren nach § 103 SGB V
Anstellung in einer Praxis ambulante Tätigkeit ohne eigenen Vertragsarztsitz genehmigte Anstellung nach § 95 SGB V
Jobsharing Einstieg in eine bestehende Praxis in gesperrtem Gebiet zusätzliche Zulassung beziehungsweise Anstellung mit Leistungsbegrenzung nach § 101 SGB V
Teilzulassung Kombination mit Klinik, Forschung oder anderen Tätigkeiten halber oder Dreiviertel-Versorgungsauftrag nach § 19a Ärzte-ZV
Anstellung im MVZ ambulante Tätigkeit in größerer Organisationsstruktur Zulassung des MVZ und Genehmigung der ärztlichen Anstellung
Privatpraxis ambulante Tätigkeit außerhalb der vertragsärztlichen Versorgung keine Vertragsarztzulassung und keine Bedarfsplanung

Neugründung oder Praxisübernahme?

Eine Neugründung bietet Ihnen große Gestaltungsfreiheit. Standort, Räume, Personal, technische Ausstattung und Positionierung entstehen neu. Gleichzeitig müssen Sie Patient:innenstamm und organisatorische Strukturen erst aufbauen. Bei einer Praxisübernahme sind dagegen häufig bereits Räume, Ausstattung, Personal und ein bestehender Patient:innenstamm vorhanden. Dafür kommen Kaufpreis, Prüfung des ideellen Praxiswerts sowie die Übernahme bestehender Strukturen und gegebenenfalls digitaler Einträge hinzu. Welche Auswirkungen eine Praxisübernahme auf Website, Google-Unternehmensprofil und andere digitale Präsenzen hat, behandeln wir in einem eigenen Beitrag.

Anstellung als Einstieg in die ambulante Versorgung

Eine Anstellung bei Vertragsärzt:innen oder in einem MVZ ermöglicht die Tätigkeit in der vertragsärztlichen Versorgung ohne eigene Zulassung. Die Anstellung muss durch den Zulassungsausschuss genehmigt werden. Sie kann für Ärzt:innen interessant sein, die zunächst ambulante Erfahrung sammeln möchten, ohne unmittelbar das wirtschaftliche Risiko einer eigenen Praxis zu übernehmen.

Eine frühere Tätigkeit als angestellte:r Ärzt:in in der zu übernehmenden Praxis kann bei einem späteren Nachbesetzungsverfahren als gesetzliches Auswahlkriterium relevant sein. Daraus entsteht jedoch nicht automatisch nach drei Jahren ein allgemeiner Vorrang auf die Zulassung.

Jobsharing im gesperrten Planungsbereich

Jobsharing ermöglicht eine gemeinsame vertragsärztliche Tätigkeit auch dann, wenn der Planungsbereich für weitere reguläre Zulassungen gesperrt ist. Dabei wird die zusätzliche Tätigkeit mit einer Leistungsbegrenzung verbunden. Wird die Zulassungsbeschränkung später aufgehoben, kann sich die zulassungsrechtliche Situation ändern. Eine eigene Zulassung entsteht jedoch nicht automatisch nach einer beliebigen Wartezeit. Für bestimmte spätere Nachbesetzungsregelungen kann die Dauer der gemeinsamen Tätigkeit eine Rolle spielen.

Teilzulassung mit reduziertem Versorgungsauftrag

Eine Vertragsarztzulassung muss nicht zwingend einen vollen Versorgungsauftrag umfassen. Nach § 19a Ärzte-ZV kann der Versorgungsauftrag auf die Hälfte oder drei Viertel beschränkt werden. Die vorgeschriebenen Sprechstunden reduzieren sich entsprechend. Das kann beispielsweise interessant sein, wenn Sie ambulante Tätigkeit mit Klinik, Forschung, Familie oder einer anderen beruflichen Tätigkeit verbinden möchten.

Privatpraxis ohne Vertragsarztzulassung

Eine reine Privatpraxis nimmt nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teil und unterliegt deshalb nicht der vertragsärztlichen Bedarfsplanung. Sie behandelt insbesondere Privatversicherte und Selbstzahler:innen und rechnet privatärztliche Leistungen grundsätzlich nach GOÄ ab. Für die Gründung einer Privatpraxis gelten andere Voraussetzungen als für die Vertragsarztzulassung. Die Details behandeln wir deshalb in einem eigenen Beitrag.

Wie läuft die Niederlassung Schritt für Schritt ab?

Der Weg in die vertragsärztliche Niederlassung folgt mehreren aufeinander aufbauenden Schritten. Wie lange der gesamte Prozess dauert, hängt jedoch stark von Fachgebiet, Planungsbereich, Zulassungsausschuss, Praxisform und gegebenenfalls einer Praxisübernahme ab.

Schritt eins: Weiterbildung abschließen

Voraussetzung für die Eintragung ins Arztregister ist eine abgeschlossene allgemeinmedizinische beziehungsweise fachärztliche Weiterbildung. Beantragen Sie die Anerkennung bei Ihrer Landesärztekammer, sobald sämtliche Weiterbildungszeiten und erforderlichen Nachweise vollständig sind. Bearbeitungszeiten und Prüfungstermine unterscheiden sich zwischen den Kammern.

Schritt zwei: Eintragung ins Arztregister

Mit Approbation und abgeschlossener Weiterbildung beantragen Sie die Eintragung in das zuständige Arztregister. Erst wenn Sie eingetragen sind, können Sie sich nach § 103 Abs. 5 SGB V auch auf die Warteliste für einen gesperrten Planungsbereich setzen lassen. Wenn Sie eine Niederlassung in einer Region mit Zulassungsbeschränkungen erwägen, sollte dieser Schritt deshalb möglichst früh erfolgen.

Schritt drei: Planungsbereich und Standort prüfen

Prüfen Sie anschließend:

  • Ist Ihre Arztgruppe im gewünschten Planungsbereich offen oder gesperrt?
  • Werden Vertragsarztsitze ausgeschrieben?
  • Welche Versorgungsstruktur besteht vor Ort?
  • Wie gut ist der Standort erreichbar?
  • Welche Praxis- und Mietkosten entstehen?
  • Welche Patient:innengruppen leben im Einzugsgebiet?

Die Niederlassungsberatungen der Kassenärztlichen Vereinigungen stellen Informationen zu Bedarfsplanung, Zulassung und regionalen Fördermöglichkeiten bereit.

Schritt vier: Neugründung oder Übernahme vorbereiten

Bei einer Neugründung in einem offenen Planungsbereich stellen Sie einen Antrag auf eigene Zulassung für den geplanten Standort. Bei einer Praxisübernahme in einem gesperrten Gebiet bewerben Sie sich auf einen ausgeschriebenen Vertragsarztsitz im Nachbesetzungsverfahren. Parallel dazu werden Kaufpreis, Finanzierung, Praxiswert und Übergabe verhandelt. Die wirtschaftliche Praxisübernahme und die vertragsarztrechtliche Nachbesetzung sind dabei unterschiedliche Vorgänge. Ein unterschriebener Kaufvertrag garantiert deshalb noch nicht automatisch die Zulassung.

Schritt fünf: Zulassungsantrag stellen

Der Antrag wird beim zuständigen Zulassungsausschuss eingereicht.

Zu den erforderlichen Unterlagen gehören je nach Verfahren insbesondere:

  • Arztregisterauszug
  • Lebenslauf
  • Nachweise über die bisherige ärztliche Tätigkeit
  • Führungszeugnis
  • Angaben zu bestehenden Beschäftigungen und Nebentätigkeiten
  • Nachweis des erforderlichen Berufshaftpflichtversicherungsschutzes

Antragsfristen und Sitzungstermine unterscheiden sich je nach Zulassungsausschuss. Wer eine Frist verpasst, muss deshalb häufig auf einen späteren Sitzungstermin ausweichen.

Schritt sechs: Zulassungsentscheidung und Praxisstart koordinieren

Der Zulassungsausschuss entscheidet über den Antrag und legt die zulassungsrechtlichen Rahmenbedingungen fest. Die Ärzte-ZV bestimmt unter anderem den Zeitpunkt, bis zu dem die vertragsärztliche Tätigkeit aufgenommen werden muss. Der konkrete Praxisstart sollte deshalb mit Mietvertrag, Finanzierung, Umbau, Personal und technischer Ausstattung abgestimmt werden. Für die vertragsärztliche Abrechnung werden unter anderem die lebenslange Arztnummer und eine Betriebsstättennummer benötigt. Bei einem vollen Versorgungsauftrag sind grundsätzlich mindestens 25 Sprechstunden pro Woche für gesetzlich Versicherte anzubieten. Bei einem reduzierten Versorgungsauftrag gelten entsprechend geringere Vorgaben.

Schritt sieben: Weitere organisatorische Pflichten erledigen

Neben der Zulassung müssen je nach Situation weitere Stellen und Anforderungen berücksichtigt werden. Dazu können gehören:

  • Landesärztekammer
  • ärztliches Versorgungswerk
  • Finanzamt
  • Berufsgenossenschaft
  • Praxis- und Berufshaftpflicht
  • Datenschutz
  • Hygiene
  • Telematikinfrastruktur
  • arbeitsrechtliche Anmeldungen bei Beschäftigung von Personal
  • besondere Genehmigungen für qualifikationsgebundene Leistungen

Je nach Bundesland, Räumen und Leistungsspektrum können zusätzliche Behörden zuständig sein. Eine bundesweit einheitliche Pflicht, jede Praxisgründung beim Gesundheitsamt anzumelden, besteht dagegen nicht.

Schritt acht: Sichtbarkeit rechtzeitig vorbereiten

Website, Google-Unternehmensprofil und relevante Fach- oder Verzeichnisprofile sollten möglichst bereits vor der Eröffnung vorbereitet werden. Dafür gibt es keine feste Drei-Monats-Frist. Entscheidend ist, dass Angaben zu Leistungen, Qualifikation, Standort, Sprechzeiten und Terminwegen beim Praxisstart vollständig und korrekt verfügbar sind. Zulassung, Finanzierung, Praxisaufbau und Sichtbarkeit sollten deshalb nicht nacheinander, sondern in einem gemeinsamen Projektplan organisiert werden.

Welche Kosten entstehen bei der Niederlassung?

Die Kosten einer Niederlassung unterscheiden sich erheblich nach Fachgebiet, Standort, Praxisform und technischer Ausstattung. Bei einer Übernahme setzt sich der Kaufpreis typischerweise aus materiellen und immateriellen Bestandteilen zusammen. Zum materiellen Wert gehören beispielsweise Geräte und Einrichtung. Der immaterielle Praxiswert berücksichtigt unter anderem die wirtschaftliche Struktur und den bestehenden Patient:innenstamm. Bei einer Neugründung entfällt der Kauf eines bestehenden Praxiswerts. Dafür entstehen Kosten für Räume, Umbau, Erstausstattung, IT, Praxissoftware und den Aufbau der Organisation.

Zu den laufenden Kosten gehören unter anderem:

  • Personal
  • Miete und Betriebskosten
  • Versicherungen
  • IT und Praxissoftware
  • Telematikinfrastruktur
  • Verbrauchsmaterial
  • Kammer- und KV-Beiträge
  • Altersversorgung
  • Finanzierungskosten

Liquidität für die Anlaufphase einplanen

Auch eine vertragsärztliche Praxis benötigt ausreichend Liquidität für die ersten Monate. Abrechnung und Abschlagszahlungen werden von den Kassenärztlichen Vereinigungen regional organisiert. Die konkreten Zahlungsabläufe unterscheiden sich deshalb zwischen den KV-Bezirken. Eine Liquiditätsreserve von beispielsweise sechs Monaten kann für die Finanzplanung sinnvoll sein, ist aber keine allgemeine Vorgabe. Wie viel Reserve Sie tatsächlich benötigen, hängt insbesondere von Fixkosten, Personal, Investitionen und erwarteter Umsatzentwicklung ab.

Zusätzliche Genehmigungen können Kosten verursachen

Für bestimmte Leistungen gelten zusätzliche Anforderungen. Qualifikationsgebundene Leistungen wie beispielsweise bestimmte Ultraschalluntersuchungen, Koloskopien oder psychotherapeutische Leistungen dürfen im vertragsärztlichen Bereich teilweise erst nach entsprechender Genehmigung der KV abgerechnet werden. Auch die Teilnahme am Durchgangsarztverfahren der gesetzlichen Unfallversicherung setzt zusätzliche fachliche, organisatorische und gegebenenfalls räumliche Voraussetzungen voraus.

Wie unterscheiden sich Niederlassung in Österreich und der Schweiz?

Österreich und die Schweiz haben eigene Systeme für Berufsausübung und öffentlich finanzierte ambulante Versorgung. Sie lassen sich deshalb nicht unmittelbar mit der deutschen Bedarfsplanung gleichsetzen.

Österreich

In Österreich setzt eine eigene Ordination die Berechtigung zur selbständigen Berufsausübung und die entsprechende Eintragung in die Ärzteliste voraus. Seit Juni 2026 umfasst das Ärztegesetz unter anderem auch die Berufsbezeichnung Fachärzt:in für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Eine Wahlordination benötigt keine ausgeschriebene Kassenplanstelle. Patient:innen bezahlen die Honorarnote zunächst selbst und können je nach Krankenversicherung eine teilweise Kostenerstattung beantragen.

Für eine Kassenordination ist dagegen ein entsprechender Einzelvertrag erforderlich. Freie Stellen werden im Rahmen der Versorgungs- und Stellenplanung ausgeschrieben und nach den geltenden Kriterien vergeben. Zum 31. Dezember 2024 waren laut Österreichischer Ärztekammer 11.802 Wahlärzt:innen und 8.236 Ärzt:innen mit Kassenvertrag tätig.

Für die ärztliche Kommunikation gelten insbesondere § 53 ÄrzteG und die Werberichtlinie der Österreichischen Ärztekammer. Die konkreten Voraussetzungen einer Ordinationsgründung behandeln wir in einem eigenen Beitrag.

Schweiz

In der Schweiz benötigen Ärzt:innen für die eigenverantwortliche Berufsausübung eine entsprechende kantonale Berufsausübungsbewilligung. Qualifikationen werden im Medizinalberuferegister dokumentiert. Davon zu unterscheiden ist die Zulassung zur Tätigkeit zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung.

Für diese Zulassung gelten zusätzliche bundesrechtliche Voraussetzungen. Dazu gehört nach Art. 37 KVG grundsätzlich eine mindestens dreijährige Tätigkeit an einer anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte im beantragten Fachgebiet. Für bestimmte Situationen mit nachgewiesener Unterversorgung bestehen gesetzliche Ausnahmen. Zusätzlich können Kantone nach Art. 55a KVG für bestimmte Fachgebiete und Regionen Höchstzahlen festlegen. Eine ZSR-Nummer dient der administrativen Abrechnung und ersetzt nicht die eigentliche Zulassung.

Nach der FMH-Ärztestatistik 2025 waren in der Schweiz 44.612 Ärzt:innen berufstätig, davon 24.590 im Praxissektor.

Für die allgemeine ärztliche Werbung sind insbesondere Medizinalberuferecht, kantonale Vorgaben und Art. 20 der FMH-Standesordnung relevant. Das Heilmittelgesetz kommt zusätzlich zum Tragen, wenn konkrete Heilmittel beworben werden.

Die Versorgungssysteme und Zulassungsregeln können sich verändern. Die Angaben in diesem Beitrag geben den Stand 2026 wieder und ersetzen keine individuelle Beratung durch Kammern, Kassenärztliche Vereinigungen oder spezialisierte Rechtsberater:innen.

Wie finden die ersten 100 Patient:innen eine neue Praxis?

Für den Aufbau eines neuen Patient:innenstamms sollten Sie mehrere Wege parallel vorbereiten: die lokale Suche nach Ärzt:innen und Praxen, thematische Informationssuchen sowie persönliche Empfehlungen. Welche dieser Quellen tatsächlich die ersten 100 Patient:innen bringt, hängt von Fachgebiet, Standort, Praxisprofil und Zielgruppe ab.

Lokale Suche: Wenn Patient:innen bereits eine Praxis suchen

MOOCI hat im September 2026 die Suchergebnisse für „Longevity Arzt + Stadt“ in 30 Städten ausgewertet. Bei dieser konkreten Suchform entfielen 79,7 Prozent der untersuchten Treffer auf Praxis-Websites. Unter den Top drei waren es 89 Prozent. Verzeichnisse stellten acht Prozent der Treffer, klassische Arztsuchen 2,4 Prozent. Die Messung zeigt, dass Praxis-Websites bei dieser untersuchten lokalen Suchanfrage besonders häufig vertreten waren.

Für eine neue Praxis spricht deshalb viel dafür, die eigene Website und das Google-Unternehmensprofil bereits zum Start vollständig zu pflegen. Dazu gehören insbesondere Fachgebiet, Leistungen, Sprechzeiten, Standort und ein nachvollziehbarer Terminweg. Die MOOCI-Messung lässt sich allerdings nicht automatisch auf jede Fachrichtung und jede Stadt übertragen.

Themen-Suche: Sichtbarkeit vor der konkreten Arztwahl

Ein anderes Bild zeigt die MOOCI-Auswertung der zwölf nachfragestärksten Longevity-Themen mit zusammen 543.600 Suchanfragen pro Monat in Deutschland. Praxis-Websites stellten 12,2 Prozent der untersuchten Treffer. Gewichtet nach Suchvolumen waren es 1,3 Prozent. Bei acht von zwölf Themen befand sich keine Praxis-Website unter den Top zehn. Portale und Magazine stellten 39,8 Prozent der Ergebnisse. Damit waren redaktionelle Informationsangebote in dieser untersuchten Population bei Themen-Suchen deutlich stärker vertreten als einzelne Praxis-Websites. Für eine neue Praxis können deshalb sowohl eigene Fachinhalte als auch Präsenzen in relevanten redaktionellen Umfeldern zusätzliche Berührungspunkte schaffen.

Persönliche Empfehlungen bleiben wichtig

Auch Empfehlungen durch andere Ärzt:innen, bestehende Patient:innen oder andere Gesundheitsberufe können zum Aufbau einer neuen Praxis beitragen. Eine DAK/Forsa-Befragung vom August 2026 mit 1.043 Personen zwischen 18 und 70 Jahren zeigt die besondere Stellung ärztlicher Information beim Thema gesundes Altern: 90 Prozent nannten Ärzt:innen als vertrauenswürdige Informationsquelle, Beiträge von Influencer:innen erreichten vier Prozent. Diese Werte beziehen sich auf den konkreten Befragungskontext und nicht auf sämtliche Gesundheitsfragen.

Sachliche berufliche Information ist grundsätzlich zulässig. In Deutschland bildet § 27 MBO-Ä beziehungsweise die jeweils verbindliche Berufsordnung der Landesärztekammer den berufsrechtlichen Rahmen. Je nach Gestaltung können zusätzlich Vorschriften des Heilmittelwerbegesetzes relevant werden. Irreführende Erfolgsversprechen, gekaufte Bewertungen oder andere unsachliche Werbeformen sollten davon klar getrennt werden.

Was bringt ein Fachportal zusätzlich zur eigenen Website?

Ein Fachportal kann eine Praxis dort ergänzen, wo Patient:innen zunächst nach medizinischen Themen recherchieren und noch keine konkrete Praxis ausgewählt haben. Die eigene Website und ein Fachportal erfüllen dabei unterschiedliche Funktionen. Die Praxiswebsite informiert unmittelbar über Ihre Leistungen, Qualifikation, Standort und Terminmöglichkeiten. Ein redaktionelles Portal kann zusätzliche Berührungspunkte bei thematischen Suchanfragen schaffen.

In der MOOCI-Auswertung entfielen 39,8 Prozent der untersuchten Treffer bei den zwölf nachfragestärksten Longevity-Themen auf Portale und Magazine. Praxis-Websites waren volumengewichtet mit 1,3 Prozent vertreten.

Welche Rolle spielen KI-Übersichten?

Bei elf von 30 untersuchten Städten erschien in der MOOCI-Messung eine Google-KI-Übersicht. Von 54 zuordenbaren Quellenangaben entfielen 77,8 Prozent auf Praxis-Websites und 13,0 Prozent auf inhaltsführende Fachportale. Der Anteil der Fachportale an diesen Quellen entsprach dem 2,5-Fachen ihres Anteils an den organischen Ergebnissen. Eine klassische Arztsuche wurde einmal als Quelle erfasst.

Diese Zahlen beschreiben die konkrete MOOCI-Stichprobe. Sie bedeuten nicht, dass ein Profil ohne eigenen Text grundsätzlich nicht zitiert werden kann oder dass ein fachlich ausführlicher Beitrag automatisch in einer KI-Übersicht erscheint.

Sichtbarkeit über MOOCI

MOOCI führt mehr als 7.500 Arztprofile aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und verzeichnet rund 890.000 Besuche pro Monat bei einer durchschnittlichen Verweildauer von 4,35 Minuten. Auf der Plattform sind 683 redaktionelle Fachinhalte veröffentlicht, davon 340 mit Bezug zu Longevity. Suchergebnisse auf MOOCI sind nicht käuflich. Premium-Profile sind gekennzeichnet und erhalten zusätzliche Platzierungen, beispielsweise in thematisch passenden Fachwidgets. Über das profilbezogene Klick-Tracking können Termin- und Website-Klicks erfasst werden. Dadurch lässt sich nachvollziehen, ob Nutzer:innen von einem MOOCI-Profil zu den eigenen Kontaktwegen wechseln. Auch eine fachliche Autorschaft kann mit dem jeweiligen Ärzt:innenprofil verknüpft werden. Ob solche Inhalte anschließend bei Google oder in einer KI-Übersicht erscheinen, kann jedoch nicht garantiert werden.

Eine MOOCI-Modellrechnung beziffert den wirtschaftlichen Wert eines zusätzlichen Patient:innenkontakts im untersuchten Präventions- und Longevity-Segment mit rund 2.014 € pro Patient:in und Jahr bei etwa zwei Stunden ärztlicher Arbeitszeit. Dabei handelt es sich um einen Modellwert und nicht um eine Prognose. In den betrachteten Beispielen können ein bis zwei zusätzliche Patient:innen die Jahreskosten einzelner Sichtbarkeitsmaßnahmen rechnerisch ausgleichen.

Jetzt Ihr MOOCI-Profil vorbereiten

Für viele niedergelassene Ärzt:innen besteht bereits ein Grundprofil auf MOOCI. Sie können prüfen, ob Ihre Praxis geführt wird, das Profil kostenlos beanspruchen und Angaben zu Leistungen, Qualifikationen und Terminmöglichkeiten vervollständigen.

Gerade bei einer bevorstehenden Niederlassung kann es sinnvoll sein, diese Angaben gemeinsam mit Website und Google-Unternehmensprofil bereits vor dem Praxisstart vorzubereiten.

Quellen

SGB V §§ 95 bis 105, 116 (Zulassung, Bedarfsplanung, Nachbesetzung, Ermächtigung): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/

Zulassungsverordnung für Vertragsärzte (Ärzte-ZV): https://www.gesetze-im-internet.de/zo-_rzte/

Bedarfsplanungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses: https://www.g-ba.de/richtlinien/4/

Bundesärzteordnung § 3 (Approbation): https://www.gesetze-im-internet.de/b_o/

Kassenärztliche Bundesvereinigung, Niederlassung und Zulassung: https://www.kbv.de/html/niederlassung.php

Österreichisches Ärztegesetz 1998 (§ 27 Ärzteliste, § 53 Werbebeschränkung): https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10011138

Bundesamt für Gesundheit, Zulassung von Leistungserbringern (Art. 55a KVG): https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/versicherungen/krankenversicherung/krankenversicherung-leistungserbringer.html

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Häufige Fragen

Welche Voraussetzungen braucht man, um eine Approbation zu erhalten?
Die Approbation erteilt die zuständige Landesbehörde nach § 3 Bundesärzteordnung. Voraussetzungen sind insbesondere eine abgeschlossene beziehungsweise anerkannte ärztliche Ausbildung, persönliche Zuverlässigkeit, gesundheitliche Eignung und ausreichende Deutschkenntnisse. Bei ausländischen Abschlüssen kann zusätzlich eine Kenntnisprüfung erforderlich sein.
Welche Voraussetzungen müssen D-Ärzt:innen erfüllen?
Für das Durchgangsarztverfahren gelten besondere Anforderungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Grundsätzlich erforderlich ist die Facharztanerkennung für Orthopädie und Unfallchirurgie; je nach Qualifikation kommen unfallchirurgische Tätigkeit, Fortbildungen sowie organisatorische und räumliche Anforderungen hinzu. Die Beteiligung erfolgt auf Antrag über den zuständigen Landesverband der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.
Welche Voraussetzungen braucht man, um eine Privatpraxis zu eröffnen?
Für eine reine Privatpraxis ist keine Vertragsarztzulassung erforderlich und die Bedarfsplanung greift nicht. Grundlage sind insbesondere Approbation, berufsrechtliche Voraussetzungen, die Anzeige bei der zuständigen Ärztekammer und ein ausreichender Berufshaftpflichtversicherungsschutz. Eine Facharztanerkennung ist nicht für jede Privatpraxis generell gesetzlich vorgeschrieben.
Dürfen Ärzt:innen in Weiterbildung allein arbeiten?
Ärzt:innen in Weiterbildung dürfen mit Approbation ärztlich tätig sein. Welche Aufgaben sie selbstständig übernehmen dürfen, richtet sich nach Ausbildungsstand, Erfahrung und den Vorgaben der jeweiligen Weiterbildungsordnung. Eine eigene Vertragsarztzulassung setzt grundsätzlich eine abgeschlossene Weiterbildung voraus.
Gibt es eine Altersgrenze für die Zulassung als Vertragsärzt:in?
Nein. Eine allgemeine Altersgrenze besteht nicht mehr. Bei einem Nachbesetzungsverfahren kann das Approbationsalter jedoch weiterhin eines von mehreren Auswahlkriterien sein.
Was ist der Unterschied zwischen Niederlassung und Zulassung?
Die Niederlassung bezeichnet die selbstständige ambulante Tätigkeit in eigener Praxis. Die Vertragsarztzulassung berechtigt zur selbstständigen Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung. Eine Privatpraxis ist daher eine Niederlassung ohne Vertragsarztzulassung; eine Anstellung in Praxis oder MVZ ist dagegen keine eigene Zulassung.
Wie lange dauert das Zulassungsverfahren?
Eine bundesweit einheitliche Dauer gibt es nicht. Antragsfristen und Sitzungstermine unterscheiden sich regional. Für komplexere Niederlassungsvorhaben können zwölf bis 24 Monate als Planungsorientierung dienen, einschließlich Standortsuche, Finanzierung, Praxisaufbau und gegebenenfalls Nachbesetzungsverfahren.
Redaktionelle Verantwortung

Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.

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Letzte Aktualisierung: 28.09.2026

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