Mediadaten eines Gesundheitsportals zeigen, welche Zielgruppen ein Medium erreicht, welche Werbe- und Content-Formate verfügbar sind und wie deren Leistung gemessen wird. Für Marketingverantwortliche in Pharma, Diagnostik, Dermokosmetik, Medizintechnik oder Nahrungsergänzung reicht die größte Reichweitenzahl allein jedoch nicht aus. Relevant ist auch, wer erreicht wird, in welchem inhaltlichen Umfeld der Kontakt entsteht und wie intensiv dieses Angebot genutzt wird. MOOCI weist aktuell rund 890.000 Besuche und 620.000 eindeutige Nutzer:innen pro Monat sowie eine durchschnittliche Verweildauer von 4,35 Minuten aus.
Dieser Beitrag zeigt Ihnen zunächst, wie Sie solche Mediadaten sinnvoll einordnen. Im zweiten Teil erfahren Sie, mit welchen Formaten MOOCI Industriepartner unterstützt und welche Kennzahlen ein Reporting realistisch abbilden kann.
Das Wichtigste in Kürze
Mediadaten bündeln typischerweise Reichweite, Zielgruppe, Werbeformate, Konditionen und Buchungsinformationen. Entscheidend ist, ob Messmethode, Zeitraum und Definitionen transparent und vergleichbar sind. Visits, eindeutige Nutzer:innen und Seitenaufrufe messen unterschiedliche Aspekte der Nutzung. Die durchschnittliche Verweildauer ergänzt diese Zahlen um einen Hinweis auf die Nutzungsintensität, beweist allein aber noch nicht, dass Inhalte vollständig gelesen wurden.
Ein Tausend-Kontakt-Preis erleichtert den Vergleich klassischer Werbeformate, sagt für sich genommen aber wenig über Zielgruppenqualität, Aufmerksamkeit oder Wirkung aus. Redaktionelle Formate benötigen deshalb zusätzliche Kennzahlen. MOOCI verbindet Patient:innenreichweite, mehr als 8.000 Arztprofile und redaktionelle Themenwelten. Für Industriepartner stehen unter anderem Themenpartnerschaften, Inhaltsformate, Newsletter- und Display-Platzierungen zur Verfügung; Suchergebnisse sind nicht käuflich.
Was versteht man unter Mediadaten?
Mediadaten bündeln die Informationen, die Werbetreibende und Agenturen benötigen, um ein Medium als Kommunikationskanal zu bewerten.
Typische Bestandteile sind:
- redaktionelle Ausrichtung und Positionierung
- Reichweiten- und Nutzungsdaten
- Zielgruppen
- Werbe- und Content-Formate
- technische Spezifikationen
- Preise und Konditionen
- Buchungs- und Produktionsfristen
- Reportingmöglichkeiten
Bei Printmedien kommen beispielsweise Auflage, Erscheinungstermine und Anzeigenformate hinzu. Digitale Angebote nennen eher Visits, Seitenaufrufe, eindeutige Nutzer:innen, Newsletter-Kennzahlen oder technische Trackingmöglichkeiten. Ein einheitliches verbindliches Format gibt es für digitale Gesundheitsportale nicht. Deshalb ist weniger entscheidend, wie groß eine Zahl im Mediadaten-PDF dargestellt wird, sondern wie sie zustande kommt.
Welche Fragen sollten Sie zu Reichweitenzahlen stellen?
Prüfen Sie insbesondere:
- Welcher Zeitraum wurde gemessen?
- Welches Analyse- oder Messsystem wurde verwendet?
- Handelt es sich um eigene Messwerte oder extern geprüfte Daten?
- Was bedeutet „Unique User“ im verwendeten System?
- Werden Durchschnittswerte oder Spitzenmonate gezeigt?
- Bezieht sich die Reichweite auf das gesamte Portal oder auf einen bestimmten Themenbereich?
Seriöse Mediadaten machen diese Definitionen nachvollziehbar. Eine eigene Messung des Anbieters ist dabei nicht automatisch weniger relevant als eine externe Prüfung. Wichtig ist, dass Herkunft, Zeitraum und Messmethode transparent angegeben werden.
Welche Kennzahlen stehen in Mediadaten und was bedeuten sie?
Für digitale Gesundheitsportale sind insbesondere eindeutige Nutzer:innen, Visits, Seitenaufrufe und Nutzungsdauer relevant. Diese Kennzahlen beantworten unterschiedliche Fragen und sollten deshalb nicht miteinander verwechselt werden.
Eindeutige Nutzer:innen
Unique User beziehungsweise eindeutige Nutzer:innen sollen Mehrfachnutzungen derselben Person innerhalb eines bestimmten Zeitraums möglichst zusammenführen. Wie genau das funktioniert, hängt vom eingesetzten Messsystem, den verfügbaren Identifiern und den Datenschutz- beziehungsweise Consent-Einstellungen ab. Die Zahl eignet sich deshalb vor allem als Reichweitenkennzahl innerhalb einer klar beschriebenen Messmethodik.
Visits
Visits messen zusammenhängende Nutzungsvorgänge beziehungsweise Sitzungen. Eine Person kann ein Portal innerhalb eines Monats mehrfach besuchen und dadurch mehrere Visits erzeugen. Bei MOOCI stehen rund 620.000 eindeutigen Nutzer:innen monatlich etwa 890.000 Besuche gegenüber. Das zeigt, dass die Zahl der Nutzungssitzungen höher ist als die Zahl der erfassten eindeutigen Nutzer:innen.
Seitenaufrufe
Page Impressions beziehungsweise Seitenaufrufe zählen die aufgerufenen Seiten. MOOCI weist aktuell rund 1,2 Millionen Seitenaufrufe pro Monat aus. Im Zusammenspiel mit Visits kann diese Kennzahl zeigen, ob innerhalb einer Sitzung mehrere Seiten aufgerufen werden. Sie sagt allerdings noch nicht, wie intensiv einzelne Inhalte tatsächlich gelesen wurden.
Verweildauer
Die durchschnittliche Verweildauer ergänzt die reine Reichweite um einen Hinweis darauf, wie lange Nutzer:innen im gemessenen Angebot aktiv sind. MOOCI weist aktuell eine durchschnittliche Verweildauer von 4,35 Minuten aus. Die Zahl sollte jedoch nicht mit „Lesezeit“ gleichgesetzt werden. Ob ein bestimmter Fachartikel vollständig gelesen wird, lässt sich daraus allein nicht ableiten. Für eine belastbare Bewertung sollten deshalb Reichweite, Seitenaufrufe, Nutzungsdauer und – sofern verfügbar – artikelbezogene Engagement- oder Klickdaten gemeinsam betrachtet werden.
Warum ist der Zielgruppenmix so wichtig?
Für einen Industriepartner ist nicht nur die Gesamtzahl der Kontakte relevant, sondern auch, welche Zielgruppe hinter diesen Kontakten steht. Ein Patient:innenportal erfüllt beispielsweise eine andere Funktion als ein reines Fachkreisangebot.
Für die Mediaplanung sollten Sie deshalb unter anderem nach folgenden Punkten fragen:
- Patient:innenreichweite
- Fachkreis-Reichweite
- geografische Verteilung
- Themeninteressen
- Trafficquellen
- Newsletter-Zielgruppen
- Möglichkeiten zur Trennung von Publikums- und Fachkreiskommunikation
MOOCI weist für seine Nutzer:innen einen DACH-Split von rund 60 Prozent Deutschland, 30 Prozent Österreich und zehn Prozent Schweiz aus. Bei den gelisteten Ärzt:innen liegt die ausgewiesene Verteilung bei rund 65 Prozent Deutschland, 25 Prozent Österreich und zehn Prozent Schweiz. Gerade für Kampagnen mit regulatorisch unterschiedlichen Anforderungen kann diese regionale Zuordnung wichtig sein.
Wie unterscheidet man Reichweite von Aufmerksamkeit?
Reichweite beschreibt, wie viele Nutzer:innen oder Kontakte ein Medium erreicht. Aufmerksamkeit lässt sich dagegen nicht mit einer einzigen Kennzahl abbilden. Für erklärungsbedürftige Themen aus Pharma, Diagnostik, Medizintechnik oder Prävention ist deshalb die Kombination mehrerer Messwerte interessanter als eine isolierte Reichweitenzahl. Eine längere Nutzungsdauer kann beispielsweise darauf hindeuten, dass sich Besucher:innen intensiver mit einem Angebot beschäftigen. Sie beweist aber nicht automatisch, dass ein langer Fachartikel vollständig gelesen wurde. Umgekehrt bedeutet eine kurze Verweildauer nicht zwingend mangelndes Interesse: Eine konkrete Frage kann auch in kurzer Zeit beantwortet werden.
Informationsumfeld statt reine Kontaktzahl
Für Industriepartner lohnt sich deshalb eine zweite Frage: In welchem Moment trifft der Kontakt auf die Zielgruppe?
Wer nach einem Thema wie Vitamininfusionen, Hautalterung oder Labordiagnostik sucht, bringt bereits ein konkretes Informationsinteresse mit. Ein redaktioneller Fachinhalt kann an dieser Stelle früher im Informationsprozess ansetzen als eine klassische Produktplatzierung. Das bedeutet nicht, dass Content automatisch Nachfrage erzeugt. Er kann aber ein medizinisches Thema erklären, einordnen und über längere Zeit öffentlich auffindbar machen.
Die DAK/Forsa-Befragung vom August 2026 zeigt für das Themenfeld gesundes Altern ein entsprechendes Informationsinteresse: 50 Prozent der Befragten kannten den Begriff Longevity. 74 Prozent nannten regelmäßigen Sport oder mehr Bewegung als mögliche Maßnahme für mehr gesunde Lebensjahre. Bei Informationen zum gesunden Altern hielten 90 Prozent Ärzt:innen für eine vertrauenswürdige Quelle; Beiträge von Influencer:innen erreichten vier Prozent. Für Gesundheitskommunikation spricht das dafür, medizinische Fachinformation und kommerzielle Botschaften sauber voneinander zu unterscheiden.
Was sagt der Tausend-Kontakt-Preis im Gesundheitsumfeld aus?
Der Tausend-Kontakt-Preis – kurz TKP – gibt an, welche Kosten für 1.000 definierte Werbekontakte beziehungsweise Impressions entstehen.
Die Grundformel lautet: Kosten ÷ Anzahl der Kontakte × 1.000 = TKP
Der TKP ist vor allem für standardisierte Werbeformate wie Display-Anzeigen hilfreich. Eine allgemeingültige TKP-Spanne für Gesundheitsportale gibt es jedoch nicht. Preise unterscheiden sich stark nach Zielgruppe, Fachkreisanteil, Format, Platzierung, Laufzeit und Buchungsmodell.
Wann ist ein TKP-Vergleich sinnvoll?
Ein TKP lässt sich nur sinnvoll vergleichen, wenn die zugrunde liegenden Kontakte tatsächlich vergleichbar sind.
Prüfen Sie deshalb:
- Wird eine Impression oder eine tatsächlich sichtbare Impression berechnet?
- Handelt es sich um Patient:innen oder Fachkreise?
- Ist das Umfeld thematisch eingegrenzt?
- Welche Laufzeit und welches Inventar umfasst die Buchung?
- Ist eine garantierte Kontaktmenge Bestandteil des Angebots?
Ein niedriger TKP ist deshalb nicht automatisch besser – genauso wenig ist ein hoher TKP automatisch ein Qualitätsbeweis.
Redaktionelle Inhalte brauchen andere Kennzahlen
Ein redaktioneller Beitrag und ein Display-Banner erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Bei langfristigen Content-Formaten können zusätzlich relevant sein:
- Seitenaufrufe
- Entwicklung der organischen Sichtbarkeit
- durchschnittliche Nutzungsdauer
- Klicks auf weiterführende Links
- Newsletter-Klicks
- Entwicklung über mehrere Reportingzeiträume
Wenn ein Anbieter ausgehende Klicks messen kann, sollten Sie außerdem klären, auf welcher Ebene dies möglich ist: gesamtes Portal, Kampagne oder einzelne Inhaltsseite.
Welche Werbeformate bieten Gesundheitsportale an?
Gesundheitsportale kombinieren häufig klassische Werbung mit längerfristigen Content- und Themenformaten. Für die Bewertung sollten Sie vor allem auf drei Dinge achten: Kennzeichnung, Laufzeit und Messbarkeit.
| Format | Charakter | Laufzeit | Was der Partner erhält |
|---|---|---|---|
| Banner / Display | Werbung, gekennzeichnet | Wochen bis Monate | Sichtkontakte im thematischen Umfeld |
| Newsletter-Platzierung | Werbung, gekennzeichnet | ein Versand | Kontakte bei eingeloggten Empfänger:innen, z. B. Fachkreisen |
| Magazin-Beitrag | redaktionell, aktuell | Monate | Aufmerksamkeit für ein Thema zum Zeitpunkt der Nachfrage |
| Inhaltsseite (Evergreen) | redaktionell, dauerhaft | Jahre | organische Reichweite über Suchmaschinen und KI-Übersichten |
| Themengebiet (Hub + Subthemen) | redaktionell, dauerhaft | Jahre | Themenhoheit über ein ganzes Indikations- oder Behandlungsfeld |
| Autorenportrait / Expert:innen-Profil | redaktionell | dauerhaft | Sichtbarkeit einer Ärztin oder eines Arztes als fachliche Stimme |
Die konkreten Bezeichnungen unterscheiden sich von Portal zu Portal. Entscheidend ist, dass bezahlte oder partnerfinanzierte Inhalte für Nutzer:innen eindeutig erkennbar bleiben.
Magazinbeitrag oder Evergreen-Inhaltsseite?
Ein Magazinbeitrag eignet sich typischerweise für aktuelle Themen, neue Studien, saisonale Fragen oder Entwicklungen im Markt. Eine Evergreen-Inhaltsseite beantwortet dagegen eine längerfristig relevante medizinische Frage, zum Beispiel:
- Was ist eine Vitamininfusion?
- Welche Rolle spielt ein bestimmter Laborwert?
- Wie funktioniert ein diagnostisches Verfahren?
- Welche wissenschaftliche Evidenz gibt es für eine Substanz?
Ziel solcher Inhalte ist eine längerfristige Informationspräsenz. Ob und wie lange eine Seite bei Google sichtbar bleibt oder in KI-Übersichten erscheint, lässt sich nicht garantieren. Für erklärungsbedürftige Produkte und Verfahren kann gerade diese langfristige redaktionelle Einordnung interessant sein, weil sie über die Laufzeit einer klassischen Displaykampagne hinaus verfügbar bleibt.
Wie funktionieren Themenpartnerschaften bei MOOCI?
MOOCI arbeitet bei Industriepartnerschaften nicht ausschließlich mit einzelnen Werbeflächen, sondern kann komplette medizinische Themenbereiche redaktionell strukturieren.
Ein solcher Bereich kann beispielsweise bestehen aus:
- einer übergeordneten Hub-Seite
- mehreren vertiefenden Inhaltsseiten
- ergänzenden Magazinbeiträgen
- passenden Ärzt:innenprofilen
- zusätzlichen Newsletter- oder Display-Platzierungen
So kann ein Diagnostikanbieter beispielsweise einen fachlich passenden diagnostischen Themenbereich begleiten, während sich für Hersteller andere Indikations- oder Substanzfelder eignen. Die medizinischen Inhalte bleiben dabei redaktionell strukturiert und müssen klar von kommerzieller Kommunikation getrennt beziehungsweise entsprechend gekennzeichnet werden. Industriepartner können als redaktionelle Content-Partner sichtbar werden. Die Partnerschaft vermittelt jedoch keine Kontrolle über Suchergebnisse oder Ärzt:innenrankings. Suchergebnisse auf MOOCI sind nicht käuflich.
Gerade für erklärungsbedürftige Themen liegt der Vorteil eines solchen Pakets darin, nicht nur einen einzelnen Werbekontakt zu buchen, sondern ein medizinisches Thema über mehrere sinnvoll miteinander verbundene Inhalte aufzubereiten.
Welche Gesundheitsportale sind seriös und wie erkennen Sie das in den Mediadaten?
Ein seriöses Gesundheitsportal macht transparent, wer Inhalte verantwortet, wie Werbung gekennzeichnet wird und welche Leistungen käuflich sind – und welche nicht. Eine externe Qualitätsprüfung kann zusätzlich Orientierung geben, ist aber keine Voraussetzung für Seriosität.
Achten Sie in Mediadaten insbesondere auf:
- klare Trennung von Redaktion und Werbung
- eindeutige Kennzeichnung bezahlter Inhalte
- nachvollziehbare Autor:innen und fachliche Prüfung
- Quellen- und Aktualisierungsregeln
- transparente Reichweitenmessung
- dokumentierte Datenschutz- und Compliance-Prozesse
- klare Aussage dazu, ob Rankings oder redaktionelle Bewertungen käuflich sind
Gerade im Gesundheitsmarkt ist diese Trennung wichtig, weil je nach Produktgruppe unterschiedliche Werbevorschriften gelten.
Pharma und Medizinprodukte
In Deutschland verbietet § 3 HWG irreführende Werbung. Für verschreibungspflichtige Arzneimittel ist außerdem § 10 HWG besonders relevant: Publikumswerbung ist grundsätzlich nicht zulässig. § 11 HWG enthält weitere Beschränkungen für Werbung außerhalb der Fachkreise, unter anderem für bestimmte Darstellungsformen. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz müssen Fachkreis- und Publikumsansprache deshalb getrennt betrachtet werden. Die konkreten Vorgaben unterscheiden sich zwischen den Ländern und nach Produktkategorie.
Nahrungsergänzungsmittel
Für nährwert- und gesundheitsbezogene Aussagen gilt in der EU insbesondere die Health-Claims-Verordnung. Gesundheitsbezogene Angaben müssen die dortigen Voraussetzungen erfüllen. Auch bestimmte Angaben zur Verringerung eines Krankheitsrisikos sind unter den gesetzlichen Bedingungen möglich; allgemeine Heil- oder Krankheitsversprechen dürfen daraus jedoch nicht werden. Besonders relevant für Kooperationen mit Ärzt:innen: Die Health-Claims-Verordnung setzt der Verwendung von Empfehlungen einzelner Ärzt:innen oder anderer Gesundheitsberufler:innen für gesundheitsbezogene Produktwerbung Grenzen. Ärztliche Fachautorschaft sollte deshalb nicht mit einem Produkt-Endorsement verwechselt werden.
Ärzt:innen als Autor:innen
Ärzt:innen unterliegen zusätzlich ihrem Berufsrecht. In Deutschland ist die Berufsordnung der jeweiligen Landesärztekammer verbindlich; § 27 MBO-Ä dient als Muster. In Österreich gelten insbesondere § 53 ÄrzteG und die Werberichtlinie der ÖÄK. In der Schweiz sind Medizinalberuferecht, kantonale Vorgaben und gegebenenfalls die FMH-Standesordnung relevant. Für Industriepartner bedeutet das: Fachliche Information, redaktionelle Partnerschaft und Produktwerbung sollten organisatorisch und kommunikativ sauber getrennt bleiben.
Wie trennt MOOCI Redaktion und kommerzielle Partnerschaften?
Bei MOOCI sind Suchergebnisse nicht käuflich. Premium-Profile sind gekennzeichnet und können zusätzliche Platzierungen erhalten, beispielsweise in thematisch passenden Fachwidgets. Diese zusätzlichen Flächen verändern jedoch nicht die reguläre Reihenfolge der Ärzt:innen in der Suche.
Industriepartner können als redaktionelle Content-Partner in passenden Themenbereichen sichtbar werden. Eine solche Partnerschaft wird gekennzeichnet und bedeutet nicht, dass der Partner Rankings, ärztliche Empfehlungen oder die Reihenfolge von Arztprofilen kaufen kann.
Für Marketingverantwortliche ist diese Trennung wichtig: Sie investieren in thematische Präsenz und redaktionellen Kontext, nicht in ein gekauftes medizinisches Ranking.
Transparenzstandards wie die Kriterien von afgis können bei der Bewertung eines Gesundheitsportals zusätzliche Orientierung geben. Entscheidend bleibt jedoch der konkret dokumentierte Redaktions- und Kennzeichnungsprozess des jeweiligen Mediums.
Was kann ein Gesundheitsportal im Reporting realistisch zusagen?
Ein gutes Reporting unterscheidet zwischen vertraglich vereinbarten Leistungen und Ergebnissen, die der Anbieter nicht vollständig kontrollieren kann. Bei klassischen Mediaformaten können beispielsweise eine bestimmte Laufzeit, Platzierung oder ein definiertes Anzeigenvolumen Bestandteil der Buchung sein. Bei redaktionellen und organischen Formaten lassen sich dagegen weder Google-Rankings noch KI-Zitate, Leads, Verordnungen oder Abverkäufe garantieren.
Je nach Format können im Reporting unter anderem relevant sein:
- Seitenaufrufe
- eindeutige Nutzer:innen
- Nutzungsdauer
- Anzeigen-Impressions
- Newsletter-Zustellungen
- Öffnungs- und Klickraten
- ausgehende Klicks
- Entwicklung der organischen Sichtbarkeit
Eine gemessene Suchposition kann dokumentiert werden. Sie sollte jedoch nicht als garantierte Position verkauft werden.
Was misst MOOCI?
MOOCI kann bei Arztprofilen unter anderem Klicks auf Termin- und Website-Links erfassen. Damit lässt sich nachvollziehen, ob Nutzer:innen vom Profil auf einen externen Terminweg oder auf die Praxiswebsite wechseln. Bei redaktionellen Kampagnen sollte vor Buchung geklärt werden, welche Klick- und Nutzungsdaten technisch auf Ebene des konkreten Inhalts zur Verfügung stehen. Was nach einem externen Klick geschieht – beispielsweise eine Anfrage, Registrierung oder ein Kauf – hängt anschließend von Landingpage, Angebot, Verfügbarkeit und weiteren Prozessen des Partners ab.
Diese Trennung macht ein Reporting belastbarer: Das Portal misst, was auf dem Portal und bis zum Übergang passiert. Die Conversion danach wird dort gemessen, wo sie tatsächlich stattfindet.
Kurzfristige Werbung und langfristige Inhalte getrennt bewerten
Ein Banner lässt sich unmittelbar während seiner gebuchten Laufzeit auswerten. Redaktionelle Inhalte funktionieren anders. Ihre organische Sichtbarkeit kann sich erst mit der Zeit entwickeln und über einen längeren Zeitraum bestehen – ohne Garantie für eine bestimmte Position oder Dauer.
Deshalb sind bei Content-Partnerschaften mehrere Messzeitpunkte häufig aussagekräftiger als ein einzelner Abschlusswert.
Was bietet MOOCI Industriepartnern als redaktioneller Content-Partner?
MOOCI verbindet Patient:inneninformation, Arztprofile und Fachkommunikation in einem Umfeld.
Aktuell weist MOOCI unter anderem aus:
- rund 890.000 Besuche pro Monat
- rund 620.000 eindeutige Nutzer:innen pro Monat
- mehr als 8.000 Arztprofile
- durchschnittlich 4,35 Minuten Verweildauer
- redaktionelle Fachinhalte zu Behandlungen, Diagnostik, Prävention und Longevity
- Fachkreis- und Patient:innennewsletter
Damit lassen sich zwei Kommunikationsrichtungen miteinander verbinden:
- Patient:innen erreichen medizinische Themen über redaktionelle Inhalte.
- Ärzt:innen können über Profile, Fachautorschaft und Fachkreis-Kommunikation angesprochen werden.
Für Industriepartner kann gerade diese Verbindung interessant sein, wenn ein Thema sowohl verständliche Patient:inneninformation als auch fachliche Kommunikation benötigt.
Warum sind Themeninhalte für Industriepartner interessant?
Eine MOOCI-Auswertung der zwölf nachfragestärksten untersuchten Longevity-Themen mit zusammen 543.600 Suchanfragen pro Monat zeigt, dass unterschiedliche Quellentypen bei Themen-Suchen unterschiedlich stark vertreten waren. Portale und Magazine erreichten 39,8 Prozent der untersuchten Treffer. Praxis-Websites lagen volumengewichtet bei 1,3 Prozent. Auch in der separaten KI-Messung spielten inhaltsführende Fachportale eine sichtbare Rolle: Von 54 zuordenbaren Quellen entfielen 13,0 Prozent auf Longevity-Fachportale mit eigenen Inhalten. Das entsprach in dieser Stichprobe rund dem 2,5-Fachen ihres Anteils an den organischen Ergebnissen. Diese Zahlen sind keine Garantie dafür, dass ein Partnerinhalt rankt oder von Google zitiert wird. Sie zeigen jedoch, dass redaktionelle Gesundheitsportale in der untersuchten Themenwelt dort vorkamen, wo Patient:innen Informationen suchten – und nicht erst bei der konkreten Arztsuche. Für einen Industriepartner kann genau diese frühe Informationsphase interessant sein.
Welche Formate bietet MOOCI für Themenpartnerschaften?
MOOCI kann Industriepartnerschaften als zusammenhängende Themenbereiche aufbauen, statt lediglich einzelne Werbeflächen nebeneinanderzustellen.
Je nach Thema können dazu gehören:
- Hub-Seite
- vertiefende Inhaltsseiten
- Magazinbeiträge
- thematisch passende Display-Platzierungen
- Fachkreis-Kommunikation
- Patient:innennewsletter
- Arztprofile und Autor:innenportraits
- ergänzende Fachautorschaft
Der Partner wird bei entsprechenden Formaten transparent als Content- beziehungsweise Kooperationspartner ausgewiesen. Die medizinischen Inhalte werden redaktionell strukturiert und fachlich geprüft. Die konkrete Ausgestaltung muss zur Produktkategorie und zum jeweiligen Werberecht passen. Ein Diagnostikunternehmen kann beispielsweise einen diagnostischen Themenbereich begleiten, ein Medizintechnikunternehmen ein Behandlungsverfahren und ein Anbieter im Präventionsumfeld ein fachlich passendes Themencluster. Dabei geht es nicht um den Kauf einer Suchposition, sondern um den Aufbau eines inhaltlich zusammenhängenden und dauerhaft verfügbaren Informationsumfelds.
Welche Themenbereiche aktuell für neue Partnerschaften verfügbar sind, sollte unmittelbar anhand der aktuellen MOOCI-Mediadaten geprüft werden.
Mediadaten oder Themenpaket anfragen
Wenn Sie prüfen möchten, ob MOOCI zu Ihrem Produkt, Ihrer Zielgruppe oder Ihrem Indikationsbereich passt, können Sie die aktuellen Mediadaten anfordern. Für konkrete Themen lässt sich anschließend klären, welche Kombination aus Fachinhalt, Patient:innenreichweite, Fachkreiskommunikation und zusätzlicher Media-Unterstützung sinnvoll ist.
Quellen
Heilmittelwerbegesetz (HWG), §§ 3 und 11
(Muster-)Berufsordnung für Ärztinnen und Ärzte, § 27, Bundesärztekammer
Ärztegesetz 1998 (Österreich), § 53, und Werberichtlinie der Österreichischen Ärztekammer
FMH Standesordnung, Art. 20 Information und Werbung
afgis e. V., Transparenzkriterien für Gesundheitsinformationen
IVW, Richtlinien für die Online-Nutzungsdatenmessung
DAK-Gesundheit, Forsa-Befragung zu Longevity und Vorsorge, August 2026
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Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.
