Warum bleibt eine Gynäkomastie nach der Operation manchmal sichtbar?
Eine Gynäkomastie besteht aus Drüsengewebe, Fettgewebe oder beidem. Wird bei der Operation nur abgesaugt, bleibt festes Drüsengewebe hinter der Brustwarze oft zurück. Umgekehrt kann nach der Entfernung der Drüse Fett am Rand übrig bleiben, sodass die Kontur nicht gleichmäßig wirkt. Auch überschüssige Haut, die sich nicht zurückbildet, kann das Ergebnis beeinträchtigen.nnSeltener kommt eine Gynäkomastie nach der Operation zurück, etwa wenn die hormonelle Ursache weiter besteht oder bestimmte Medikamente eingenommen werden. Welche Ursache bei Dir vorliegt, lässt sich nur durch eine Untersuchung klären.
Wann ist ein Korrektureingriff sinnvoll?
Nach einer Brustoperation braucht das Gewebe Zeit, um abzuschwellen und zu vernarben. Viele Chirurginnen und Chirurgen beurteilen das Endergebnis frühestens nach sechs bis zwölf Monaten. Ein zu früher zweiter Eingriff kann das Ergebnis verschlechtern, weil Schwellung und Narbengewebe noch nicht stabil sind.nnBei der Korrektur wird je nach Befund verbliebenes Drüsengewebe entfernt, Fett abgesaugt oder überschüssige Haut gestrafft. Häufig werden die Verfahren kombiniert. Vor einem erneuten Eingriff sollte außerdem geprüft werden, ob eine hormonelle Ursache vorliegt, die zuerst behandelt werden muss.
Wie bereitest Du Dich auf das Beratungsgespräch vor?
Bring alle Unterlagen zur ersten Operation mit, vor allem den OP-Bericht und die Arztbriefe. Sie zeigen, welche Methode verwendet und wie viel Gewebe entfernt wurde. Liegen die Unterlagen in einer anderen Sprache vor, ist eine Übersetzung hilfreich. Fotos von vor der ersten Operation erleichtern den Vergleich.nnNotiere Dir außerdem, welche Medikamente Du einnimmst und ob vor der ersten Operation Hormonwerte bestimmt wurden. Frag im Gespräch, welche Ursache die Ärztin oder der Arzt für das verbliebene Gewebe sieht, welches Verfahren infrage kommt und welches Ergebnis realistisch ist.
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