Spinalkanalstenose

Bei einer Spinalkanalstenose handelt es sich um eine Verengung des Wirbelkanals. Dieser Kanal verläuft entlang der Wirbelsäule und besteht aus Wirbeln, Wirbelkörpern, Bandscheiben und Bänder. Er dient vor allem als Schutz für das durch den Spinalkanal laufende Rückenmark und die austretenden Nervenwurzeln. Sollten sich die Bandscheiben, Wirbel oder Bänder im Kanal ausweiten, kann ein Druck auf das Rückenmark, die Nerven und Blutgefäße entstehen, welcher zu den krankheitstypischen Rücken- und Beinschmerzen führt. Sollte dieser Druck länger bestehen bleiben, kann es zu bleibenden Nervenschädigungen kommen. Die häufigste Ursache für eine Spinalkanalverengung sind Alterungsprozesse, jedoch kommen auch andere Gründe wie Knochenerkrankungen oder hormonelle Veränderungen infrage. Gehen, Stehen oder aufrechtes Sitzen ist dann für Betroffene kaum bis gar nicht mehr möglich. Die Spinalkanalstenose kann entweder mit konservativen oder operativen Therapiemethoden behandelt werden.


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Zuletzt aktualisiert: 6. Juli, 2020



ICD-10-GM-2020 M48

Was versteht die Medizin unter einer Spinalkanalstenose?

Entlang der Wirbelsäule verläuft der sogenannte Spinalkanal, eine runde Aussparung in den knöchernen Wirbelkörpern. Er besteht aus einer Struktur aus Knochen und Bändern und ummantelt das weiche Rückenmark sowie die Nerven und bietet ihnen damit Schutz. Eine Verengung dieses Kanals bezeichnen Ärzte als Stenose. Meist passiert dies aufgrund von altersbedingten Abnutzungserscheinungen der Wirbelgelenke und der Bandscheiben.
 
Vor allem der Lendenbereich ist aufgrund der hohen Belastung am ehesten von einer Verengung betroffen. Dabei entsteht ein Druck auf das Rückenmark oder die Spinalnerven, aufgrund dessen es zu Schmerzen und neurologischen Missempfindungen, wie Taubheit oder Kribbeln, kommen kann.
 
Je nachdem, welcher Abschnitt der Wirbelsäule betroffen ist, treten diese in Armen oder/und Beinen auf. Der Arzt stellt die Diagnose anhand einer klinischen Untersuchung sowie bildgebender Verfahren. Mithilfe von konservativen Methoden lassen sich die Symptome zwar lindern, aber nicht beseitigen.

Bei einer Spinalkanalstenose strahlen die Schmerzen oft auch auf Arme und Beine aus.

Was ist die Ursache von einer Spinalkanalstenose?

Eine Spinalkanalstenose kann entweder angeboren oder erworben sein. Ein von Geburt an zu enger Wirbelkanal wird in der Fachsprache „idiopathische Spinalkanalstenose“ genannt, tritt aber im Normalfall eher selten auf.
 
Zur häufigsten Ursache gehören altersbedingte Verschleißerscheinungen. Dazu zählen Ärzte Bandscheibenschäden, Wirbelgleiten und Facettensyndrome, eine Reizung oder Arthrose der sogenannten Facettengelenke zwischen den Wirbelkörpern. Im Laufe der Jahre nützen sich die Bandscheiben immer mehr ab und verlieren dadurch ihre Pufferwirkung. Infolgedessen kann es zu Verknöcherungen der Wirbelkörper kommen, was eine Verengung des Wirbelkanals verursachen kann. Diese Verengung ist meist auf eine Region der Wirbelsäule beschränkt und verteilt sich nicht auf den gesamten Wirbelkanal.
 
Auch rückenstrapazierende Arbeit oder Fehlhaltungen, wie bei einer Skoliose, eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule, fördern die Bildung von sogenannten Knochenspornen im Wirbelkanal. Dadurch wird der Raum für die darin liegenden Nerven und Blutgefäße enger und die Nerven werden zusammengedrückt. Die dadurch entstehenden Schmerzen machen sich vor allem beim Stehen, Gehen oder aufrechten Sitzen bemerkbar, da dabei der höchste Druck auf die Wirbelsäule ausgeübt wird.
 
Zu den selteneren Ursachen einer Spinalkanalstenose gehören:

  • Bestimmte vererbte Knochenkrankheiten wie Morbus Paget, bei denen es zu einem Umbau oder Anbau von Knochen kommen kann.
  • Ein ausgeprägtes Hohlkreuz
  • Verletzungen an den Wirbelkörpern
  • Wirbelsäulenoperationen: Dabei kann Narbengewebe den Wirbelkanal verengen.
  • Hormonelle Veränderungen wie in etwa bei Morbus Cushing: Diese beeinträchtigen die Knochensubstanz und die Stabilität der Wirbelkörper.

Welche Symptome treten bei einer Spinalkanalstenose auf?

Zu den charakteristischen Symptomen zählen periodisch auftretende Rückenschmerzen, welche in ein oder in beide Beine ausstrahlen. Dabei kann es auch zu krampfhaften Schmerzen in der Wadenmuskulatur kommen. Meist treten die Beschwerden nur im Stehen oder beim Gehen auf, weswegen sich Betroffene zur Linderung oft nach vorne beugen oder liegen oder sitzen. Hinzu kommt ein Schwächegefühl, welches neurologisch durch die Nervenkompression bedingt wird.
 
In schwereren Fällen können Lähmungserscheinungen auftreten, welche sich in einem späteren Krankheitsverlauf verschlimmern oder sich sogar in einer Querschnittslähmung manifestieren können: Weitere mögliche Symptome sind:

  • Eine verminderte Beweglichkeit und Muskelverspannungen im betroffenen Bereich der Wirbelsäule
  • Gefühlsstörungen in einem oder beiden Beinen, wie Brennen, Kribbeln, Kälte- oder Wattegefühl unter den Füßen
  • Ein schmerzbedingtes Hinken
  • Blasen- oder Mastdarmstörungen, was bedeutet, dass Betroffene Probleme beim Stuhlgang oder Wasserlassen haben und inkontinent werden
  • Eine gestörte Sexualfunktion

Welche Folgen kann die Spinalkanalstenose für mich haben?

Für die meisten Patienten bedeutet eine Spinalkanalstenose eine erhebliche Einschränkung ihrer Lebensqualität. Sie können weder schmerzfrei stehen oder gehen, noch haben sie genug Kraft in ihrer Bein- und Armmuskulatur. Bei vielen Betroffenen besteht die Krankheit schon seit Jahren, wobei sich die Rückenschmerzen über die Jahre noch verschlimmern.
 
Um zumindest eine kurze Linderung der Beschwerden zu erreichen, beugen sich Betroffene nach vorne. Damit vergrößert sich der Wirbelkanal, der Druck lässt nach und die Schmerzen hören für einen Moment auf. Patienten müssen beim Gehen häufiger Pausen einlegen. Doch auch psychische Probleme sind weitverbreitet, da Patienten ihren Alltag kaum bis gar nicht allein bewältigen können. In Ausnahmefällen können Betroffene sogar impotent werden.

Die Spinalkanalstenose kann sowohl operativ auls auch konservativ behandelt werden.

Wie erfolgt die Diagnose einer Spinalkanalstenose?

Für die Diagnose einer Spinalkanalstenose spielen vor allem die aktuellen Beschwerden, Symptome sowie die Krankengeschichte, also frühere Operationen oder Vorerkrankungen, eine große Rolle. Der Arzt kann im Rahmen einer körperlichen Untersuchung die Schmerzen provozieren. Dabei musst Du den Rumpf vorsichtig nach hinten und dann wieder nach vorne beugen. Bessern sich die Schmerzen, wenn Du Deinen Oberkörper wieder nach vorne bewegst, könnte dies ein Hinweis auf eine Verengung Deines Spinalkanals sein.
 
Neben dem Anamnesegespräch und einer ausführlichen körperlichen Untersuchung, stehen dem Mediziner bildgebende Verfahren, wie die Magnetresonanztomografie (MRT) zur Verfügung, mit der der Arzt neben den knöchernen Wirbeln auch Bandscheiben, Rückenmark, Nervenwurzeln und Bänder sichtbar machen kann.
 
Daneben kann ein Röntgen der Wirbelsäule bereits vorhandene Veränderungen oder Verletzungen, wie Brüche, aufzeigen. In manchen Fällen, wie zum Beispiel bei Personen mit einem Herzschrittmacher, ist kein MRT möglich. Dann kann der Arzt eine lumbale Computertomografie, kurz CT, mit einem Kontrastmittel initiieren. Dies stellt jedoch eine gewisse Strahlenbelastung für den Patienten dar.
 
Auch eine neurologische Untersuchung ist für eine sichere Diagnose notwendig. Dabei erfasst der Spezialist die exakten Beschwerden und bekommt Hinweise auf die Höhe und Lage der Spinalkanalstenose. Um andere Erkrankungen, wie eine periphere arterielle Verschlusskrankheit, auszuschließen, untersucht der Arzt auch das Gefäßsystem genau.
 
Zuletzt setzen Mediziner auch elektrophysiologische Untersuchungen, wie in etwa eine Elektromyografie (EMG) oder evozierte Potenziale ein. Mithilfe dieser Methoden kann der Spezialist die natürliche elektrische Aktivität der Muskeln messen und dadurch Hinweise auf die Funktion der Nerven bekommen. 

Welche Formen der Spinalkanalstenose gibt es?

Mediziner unterscheiden je nach betroffener Region unterschiedliche Formen:
 
Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule (LWS) oder lumbale Spinalkanalstenose
 
Diese Form tritt am häufigsten auf und führt zu Schmerzen im unteren Rückenbereich und in den Beinen. Diese Bereiche werden von den Spinalnerven der Lendenwirbelsäule versorgt. Kommt es im Zuge einer Verengung zu einer Quetschung der Nerven, wird der Fluss der Nervenimpulse in den Beinen gestört. Betroffene verspüren dies vor allem beim Gehen, wobei die Schmerzen von Schritt zu Schritt immer schlimmer werden. Zudem können Sensibilitätsstörungen, wie ein Taubheits- oder Schwächegefühl, in der Beinmuskulatur auftreten. In den Waden kann es zu schmerzhaften Krämpfen kommen.
 
Eine Linderung der Beschwerden kannst Du nur erreichen, wenn Du Dich nach vorne beugst, da dabei der Wirbelkanal vergrößert wird. In einem weiteren Verlauf kann es in schwereren Fällen zu einem Kontrollverlust beim Stuhlgang oder Wasserlassen sowie zu Störungen des Sexuallebens kommen. Unbehandelt kann eine Spinalkanalstenose sogar zu einer Querschnittslähmung führen.
 
Spinalkanalstenose der Halswirbelsäule
 
Ist der Bereich der Halswirbelsäule betroffen, können Symptome im Bereich des Gesichts, der Schultern, der Arme und Hände auftreten. Dabei berichten Patienten von starken Schmerzen in diesen Bereichen. Auch die Feinmotorik und Geschicklichkeit der Hände kann in manchen Fällen stark nachlassen. Kleine Dinge kannst Du dann nicht mehr oder nur sehr schwer mit den Händen ergreifen. Alltägliche Aktivitäten, wie Knöpfe schließen oder Schraubverschlüsse aufdrehen, sind für Betroffene immer schwerer durchführbar. Weitere typische Symptome sind ein Kribbeln in Armen und Händen sowie eine Schwäche der Armmuskeln.

Gibt es nicht-operative Behandlungen bei einer Spinalkanalstenose?

Eine Spinalkanalstenose kann durch konservative Behandlungsmethoden nicht ursächlich behandelt werden, jedoch führen sie zu einer Linderung der Beschwerden. Um eine weitere Verschlechterung des Zustandes sowie dauerhafte Schäden zu verhindern, solltest Du bei Schmerzen einen Arzt aufsuchen und ehestmöglich eine Therapie beginnen. Sollten die Beschwerden trotz konservativer Methoden nach zwölf Wochen immer noch anhalten, solltest Du eine operative Behandlung in Erwägung ziehen. Folgende Möglichkeiten einer konservativen Therapie stehen Dir zur Verfügung:

  • physikalische Therapie: Elektrotherapie, Hydrotherapie, Fango
  • Medikamente: Schmerzmittel wie Kortison oder in Form einer Facetteninfiltration, bei der ein Schmerzmittel direkt in die betroffenen Wirbelgelenke gespritzt wird, Medikamente zur Muskelentspannung
  • Rückenschule und Physiotherapie beziehungsweise Osteopathie
  • Hilfsmittel wie ein Rollator, um den Rücken bei weiteren Strecken zu entlasten oder ein Korsett, welches die Wirbelkörper und damit deren Position stabilisiert.
  • Wärmetherapie zur Entspannung der Rückenmuskulatur
  • psychologische Schmerzbewältigungstraining

In den meisten Fällen wird nicht nur eine Maßnahme ergriffen, sondern mehrere miteinander kombiniert. Ziel der Therapie ist eine Kräftigung der Rücken- und Bauchmuskulatur, damit diese die Wirbelsäule bestmöglich unterstützen und entlasten können.

Die Schmerzen einer Spinalkanalstenose könne mithilfe von Medikamenten gelindert werden.

Ab wann ist eine Operation bei einer Spinalkanalstenose notwendig?

Falls die Beschwerden zu stark sind oder auch nach zwölf Wochen keine Besserung in Sicht ist, raten Ärzte zu einer Operation. Weitere Indikatoren, die einen chirurgischen Eingriff nötig machen, sind: Schwere Lähmungen oder Gefühlsstörungen, Störungen der Harnkontrolle oder des Mastdarms, eine Störung der Sexualfunktion oder starke Einschränkungen der Bewegung, was bedeutet, dass Du maximal wenige Meter gehen kannst.

Was muss ich vor der Operation der Spinalkanalstenose beachten?

Es ist wichtig, dass alle Untersuchungen vor der Operation durchgeführt werden, da der operierende Chirurg anhand der Röntgenbilder, MRT und CT die Operation plant. Bei der stationären Aufnahme wird Dir Blut abgenommen und es folgt ein Gespräch mit dem Anästhesisten. Der Arzt fertigt danach in der Regel noch ein EKG und Röntgenaufnahmen der Lunge an und klärt Dich über mögliche Komplikationen auf. Am Operationstag solltest Du nichts mehr essen oder trinken. Wichtige Medikamente darfst Du mit einem kleinen Schluck Wasser zu Dir nehmen.

Wie verläuft die Operation der Spinalkanalstenose?

Eine Operation der Spinalkanalstenose wird in der Regel von einem Neurochirurgen oder einem Wirbelsäulenchirurgen durchgeführt. Dafür stehen dem Spezialisten im wesentlichen drei minimalinvasive oder mikrochirurgische Verfahren zur Verfügung, was bedeutet, dass der Chirurg nur mehrere kleine Schnitte machen muss, in die er eine winzige Kamera mit Lichtquelle und die feinen OP-Instrumente einführen kann:

  • Die mikrochirurgische Dekompression: Die Operationsmethode der Druckentlastung oder Dekomprimierung gehört zu den Standardtechniken in der Behandlung von Spinalkanalstenosen. Der Chirurg macht dabei nur einen kleinen etwa 2,5 Zentimeter langen Hautschnitt in Höhe der Stenose und trägt durch diesen das Knochengewebe ein- oder beidseitig ab. Damit wird das Rückenmark entlastet, also dekomprimiert, und die Beschwerden gehen schnell wieder zurück. In den meisten Fällen erholen sich die Patienten sehr rasch und können schon am nächsten Tag wieder herumgehen. Sollte das Rückenmark schon nachhaltig geschädigt sein, weil zum Beispiel zu lange mit der Operation gewartet wurde, bringt auch der Eingriff keine vollständige Beschwerdefreiheit.
  •  Fusion oder SpondylodeseSollten Faktoren bei Patienten vorliegen, die eine Stabilitätsbeeinträchtigung der dekomprimierten Segmente vermuten lässt, empfehlen Ärzte eine zusätzliche Stabilisierung beziehungsweise Versteifung der Wirbelkörper. Dies ist vor allem bei Gleitwirbeln, einer sogenannten Spondylolisthesis, notwendig. Dabei wird die Position der Wirbelkörper zueinander so eingerichtet, dass sie keine einengende Funktion mehr haben und durch Material aus dem Beckenkamm oder durch Schrauben miteinander verbunden und versteift. Dadurch können sie nicht mehr verrutschen und in den Spinalkanal eindringen.
  • Interspinöse Implantate – Spacer oder Spreizer: Bei dieser Operationsmethode kommt ein Wirbelsäulenspreizer zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein kleines Metallimplantat, welches die Krümmung der Wirbelsäule im betroffenen Gebiet nach hinten oder vorne verhindert.

Alle Verfahren werden unter Vollnarkose stationär durchgeführt. Bei erfolgreicher Durchführung der Operation kannst Du das Krankenhaus schon nach wenigen Tagen wieder verlassen.

Welche Risiken birgt die operative Behandlung der Spinalkanalstenose?

So wie bei jeder Operation können auch bei der Behandlung einer Spinalkanalstenose Komplikationen auftreten. So kann die Haut rund um das Rückenmark verletzt werden, wodurch Rückenmarksflüssigkeit austreten kann. Auch können Nerven geschädigt werden oder Nachblutungen entstehen. Daneben kann es zu Wundheilungsstörungen kommen.

Was muss ich nach der Operation beachten?

Im Grunde erholen sich Betroffene nach einer Operation recht schnell, jedoch musst Du einen Tag nach dem Eingriff für eine Nachuntersuchung in die Klinik kommen. Für zwei Wochen musst Du zur Stütze ein Korsett tragen. Erst danach solltest Du die Tragezeit langsam reduzieren. Etwa zwei bis drei Wochen nach der Operation kannst Du mit der Physiotherapie beginnen. Nach einem und nach drei Monaten musst Du zu weiteren Kontrolluntersuchungen. Bei der Kontrolle nach drei Monaten führt der Arzt einen Muskeltest durch und schaut, ob Deine Muskeln kräftig genug sind. Sollte dies nicht der Fall sein, musst Du ein gezieltes Training durchführen.

Oftmals ist die einzige Möglichkeit, die Schmerzen zu lindern, sich nach vorne zu beugen.

Wie viel kostet die Behandlung der Spinalkanalstenose?

Je nachdem, welche Behandlungsmethode angewendet wird, musst Du mit unterschiedlichen Kosten rechnen. So kostet ein MRT privat in etwa 300 bis 600 Euro, ein Beratungsgespräch und die Behandlungsbegleitung um die 350 Euro, eine orthopädische Behandlung circa 100 Euro und eine Osteopathie-Sitzung etwa 80 bis 120 Euro. Die Operation kostet im Normalfall zwischen 6.000 und 10.000 Euro. Informationen dazu bekommst Du bei Deinem behandelnden Arzt oder in den Kliniken selbst.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung der Spinalkanalstenose?

Viele private Krankenkassen übernehmen die Kosten von alternativen Behandlungsmethoden ganz oder teilweise. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen im Regelfall nichts bis wenig dazu. Die Kosten für eine Operation wird sowohl von den privaten als auch von den gesetzlichen Krankenkassen voll übernommen. Informiere Dich am besten direkt bei Deiner Krankenkasse – diese übernimmt die Kosten für alle Eingriffe, die medizinisch notwendig sind.

 


Dauer Dauer

Je nach Behandlung

Ausfallzeit Ausfallzeit

Je nach Behandlung

Stationärer Aufenthalt Stationär

Je nach Behandlung

Das Wichtigste zusammengefasst

Bei einer Spinalkanalstenose handelt es sich um eine Verengung des Wirbelkanals, in dem sich sowohl das Rückenmark, als auch die Bandscheiben, Nerven und Blutgefäße befinden


Die häufigste Ursache sind altersbedingte Verschleißerscheinungen, wobei auch angeborene Fehlbildungen, wie ein Hohlkreuz oder Wirbelsäulenoperationen, Bandscheibenvorwölbungen oder -vorfälle, hormonelle Erkrankungen oder Knochenerkrankungen wie Morbus Paget Grund für eine Spinalkanalverengung sein können


Typische Symptome sind Rückenschmerzen, die in späterer Folge in die Arme oder Beine ausstrahlen können. Dadurch vermindert sich die Beweglichkeit der betroffenen Stelle und es kommt zu Muskelverspannungen. Weitere Symptome können Gefühlsstörungen und ein Schwächegefühl in den Beinen sein


Diagnostiziert wird die Spinalkanalstenose anhand bildgebender Verfahren. Die Therapie erfolgt meist konservativ mittels Physiotherapie, Rückenschule oder Schmerzbewältigungstraining sowie Schmerztherapie. In manchen Fällen wird eine Operation notwendig

Dr. Benjamin Gehl

Dr. Simone Hermanns

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