Hüftschmerzen

Hüftschmerzen zählen zu den am häufigsten vorkommenden Gelenkschmerzen. Sie können in jedem Lebensalter auftreten. In den meisten Fällen sind körperliche Verschleißerscheinungen an den Hüften die Ursache für Hüftschmerzen. Typisch sind Schmerzen im Hüftgelenk oder im Bereich des Knochenvorsprungs oberhalb der Oberschenkel. Bei akuten und chronischen Hüftschmerzen ist es ratsam, den Arzt aufzusuchen, um bleibende Schäden zu vermeiden. Die Therapie erfolgt je nach Ursache durch Medikamente, Bewegungstherapie, Wärmetherapie oder durch einen operativen Eingriff.


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Zuletzt aktualisiert: 15. Juli, 2020



ICD-10-GM-2020 M25.65

Was versteht die Medizin unter Hüftschmerzen?

Kann das Hüftgelenk seine Stoßdämpfer-Funktion nicht mehr erfüllen entstehen Hüftschmerzen. Ursache dafür kann zum Beispiel eine Verschleißerscheinung sein, aber auch Durchblutungsstörungen, eine rheumatische Erkrankung oder eine Entzündung können zu einer Koxalgie führen.
 
Unbehandelt kann es zu einer schweren Schädigung der Hüfte kommen, denn das Knorpelgewebe zwischen Gelenkpfanne und Kugelgelenk reibt ständig aufeinander, bis es irgendwann komplett zerstört ist. Dann reiben die Knochen direkt aneinander. Das führt zu starken Schmerzen. Die Schmerzen machen sich in der Leistengegend und im Bereich des großen Rollhügels, dem Trochanter, bemerkbar.

Wie ist die Hüfte aufgebaut?

Das Hüftgelenk ist das zweitgrößte Gelenk im menschlichen Körper, nur das Kniegelenk ist größer. Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk. Es besteht aus zwei Knochen, die ineinandergreifen. In der schalenförmigen Hüftgelenkspfanne, dem Acetabulum, liegt der kugelförmige Oberschenkelkopf, der Caput femoris. Das Hüftgelenk sitzt tief in der Leistengegend zwischen Oberschenkelhals und Beckenknochen.

Welche Funktionen erfüllt die Hüfte?

Das Hüftgelenk verbindet den Oberschenkel und das Becken. Das Hüftgelenk ist notwendig, damit wir Bewegungen wie Laufen, Gehen, Sitzen oder Springen durchführen können.

Das Hüftgelenk verbindet den Oberkörper mit dem Unterkörper.

Welche Formen von Hüftschmerzen gibt es?

Die Medizin unterscheidet zwischen akuten und chronischen Hüftschmerzen. Akute Hüftschmerzen verschwinden in den meisten Fällen rasch wieder, wenn sie entsprechend behandelt werden. Akute Hüftschmerzen stehen häufig im Zusammenhang mit einem Unfall oder einer akuten Entzündung.
 
Bestehen die Schmerzen länger als drei Monate, handelt es sich um chronische Hüftschmerzen. Häufig gehen chronische Hüftschmerzen mit körperlichen Verschleißerscheinungen einher.

Was sind die Symptome von Hüftschmerzen?

Die Symptome, die mit Hüftschmerzen einhergehen, sind äußerst vielfältig. Mögliche Beschwerden sind zum Beispiel stechende oder dumpfe Schmerzen in der Hüfte, Leistenschmerzen, Schmerzen im äußeren Bereich der Hüfte oder im Gesäß sowie Schmerzen, die von der Hüfte in den Oberschenkel ausstrahlen.
 
Je nach Ursache treten die Schmerzen bei Ruhe oder bei Belastung auf. Die Schmerzen können auch im Zusammenhang mit bestimmten Bewegungen stehen. Sie können plötzlich und ohne ersichtlichen Grund auftreten. Hüftschmerzen können entweder einseitig oder beidseitig sein.

Welche Ursachen haben akute Hüftschmerzen?

Akute Hüftschmerzen treten zum Beispiel in Folge eines Schenkelhalsbruchs auf. Dieser zeichnet sich durch plötzlich auftretende Hüftschmerzen im Bereich der Leiste aus. Zu einer Schenkelhalsfraktur kommt es etwa nach einem Sturz. Nur selten kommt es ohne erkennbare Ursache dazu. Die Bewegung des betroffenen Beins ist in diesem Fall mit großen Schmerzen verbunden.
 
Eine weitere mögliche Ursache für akute Hüftschmerzen ist eine traumatische Hüftluxation, also das Ausrenken des Hüftgelenks, zum Beispiel aufgrund eines Unfalls. In diesem Fall empfindet der Patient die stärksten Schmerzen im Gesäß oder in der Leiste.
 
Einseitige Hüftschmerzen, die rasch zunehmen, meist nur einseitig auftreten und mit hohem Fieber und starkem Krankheitsgefühl einhergehen, sind meist auf eine septische Coxitis, eine bakterielle Entzündung des Hüftgelenks, zurückzuführen.
 
Bei Kleinkindern kann die Ursache für akute Hüftschmerzen eine Coxitis fugax, ein sogenannter Hüftschnupfen, sein. Dabei handelt es sich um eine Entzündung des Hüftgelenks, die mit plötzlichen Bein- und Hüftschmerzen in der Leistengegend einhergeht. Das betroffene Kind beginnt zu hinken oder will aufgrund der Schmerzen gar nicht mehr gehen.

Welche Ursachen haben chronische Hüftschmerzen?

Chronische Hüftschmerzen entwickeln sich über einen längeren Zeitraum und können auch länger anhalten. Oft gehen chronische Hüftschmerzen mit körperlichen Gegebenheiten, wie einer unterschiedlichen Länge der Beine, altersbedingten Verschleißerscheinungen wie Arthrose, Entzündungen des Schleimbeutels oder des Hüftgelenks einher.

Welche Krankheiten und Verletzungen können für Hüftschmerzen verantwortlich sein?

Bei etwa drei Viertel der gesamten Bevölkerung sind die Beine nicht gleich lang. Dieser Umstand an sich führt noch nicht zu Beschwerden. Ist die Beinlängendifferenz allerdings sehr groß, kommt es bei Betroffenen zu einem Verkürzungshinken. Über einen längeren Zeitraum führt das zu Schmerzen in der Wirbelsäule oder der Hüfte. Auf der Körperseite mit dem längeren Bein kommt es zu einer stärkeren Belastung des Hüftgelenks. Somit kommt es auch zu einer stärkeren Abnützung und als Folge davon treten Schmerzen im Hüftgelenk auf.
 
Eine weitere Ursache, die in den meisten Fällen ältere Menschen betrifft, ist die Coxarthrose, eine Arthrose im Hüftgelenk. Die chronischen Hüftschmerzen führen zunehmend zur Einschränkung der Bewegungsfähigkeit. Schmerzen treten vor allem beim Stufensteigen oder beim Aussteigen aus dem Auto auf. Im weiter fortgeschrittenen Erkrankungsstadium kommt es auch in Ruhephasen und nachts zu Schmerzen in der Hüfte.
 
Leidet der Betroffene an Hüftschmerzen im Bereich des großen Rollhügels, die über die Außenseite des Oberschenkels ins Knie ausstrahlen, kann die Ursache eine Periarthropathia coxae sein. Das ist eine nicht-entzündliche Erkrankung aufgrund von Abnützung des Sehnenansatzes im Bereich des großen Rollhügels. Die Schmerzen verstärken sich beim Beugen des Hüftgelenks.
 
Hüftschmerzen können auf eine schwerwiegende Krankheit hinweisen, die unbedingt behandelt werden muss.

Chronische Hüftschmerzen gehen häufig auch mit einer Schleimbeutelentzündung einher. Je nachdem welcher Schleimbeutel betroffen ist, machen sich die Schmerzen im Bereich des Rollhügels, der Sitzbeinhöcker oder im Bereich der Leiste bemerkbar. Der Verlauf einer Schleimbeutelentzündung ist entweder akut oder chronisch.
 
Auch eine Arthritis des Hüftgelenks, eine Coxitis, ist mit Hüftschmerzen verbunden. Dabei handelt es sich um eine Entzündung des Hüftgelenks. Meist ist eine bakterielle Infektion der Auslöser. Aber auch eine rheumatoide Arthritis, eine Hüftgelenksarthrose oder eine nahe am Hüftgelenk gelegene Erkrankung, wie zum Beispiel ein Tumor, können der Auslöser sein. Die Schmerzen haben ihren Ursprung in der Leistengegend und strahlen von dort ins Knie aus. Die Schmerzen schränken die Bewegungsfähigkeit ein und der Betroffene geht in eine Schonhaltung.
 
Vor allem bei jungen Frauen kann eine Coxa saltans, eine schnellende Hüfte, der Auslöser von Hüftschmerzen sein. Dabei bleibt beim Gehen ein Sehnenband in der Hüfte am Trochanter major hängen, bevor es schnappartig über diesen rutscht. Dieses schmerzhafte Schnappen ist beim Gehen sowohl hör- als auch sichtbar. Eine Folge davon ist häufig eine Schleimbeutelentzündung.
 
Kommt es ohne erkennbaren Auslöser zum Absterben von Knochengewebe am Hüftkopf, handelt es sich um eine idiopathische Hüftkopfnekrose. Die Hüftschmerzen werden unabhängig davon, ob eine Belastung erfolgt oder nicht, stärker. Sie können vom Bereich um die Leisten bis in die Knie ausstrahlen. Bei etwa 50 Prozent aller Patienten sind beide Hüften betroffen. Das Risiko einer idiopathischen Hüftkopfnekrose erhöht sich bei Einnahme von Kortison, Stoffwechselstörungen, Gefäßerkrankungen und Alkoholmissbrauch.
 
Gelegentliche stechende Hüftschmerzen sind ein typisches Symptom bei einem Engpasssyndrom (Impingement) der Hüfte. Vor allem, wenn der Betroffene die Hüfte stark beugt oder lange belastet, kommt es zu starken Schmerzen. Der Grund für die Entstehung eines Engpasssyndroms ist eine Formveränderung an der Hüftpfanne und dem Hüftkopf. Dadurch ist vor allem das Beugen der Hüfte beeinträchtigt. Aber auch andere Bewegungen können schmerzhaft sein.
 
Wenn die Beschwerden auf eine Kompression der Nerven unter dem Leistenband zurückzuführen sind, handelt es sich um eine Meralgia paraesthetica. Dabei zeigen sich die Schmerzen zu Beginn nur um Stehen. Im weiteren Verlauf kommt es aber zu Dauerschmerzen. Missempfinden, brennende Schmerzen und Sensibilitätsstörungen am Oberschenkel sind weitere Symptome dieser Erkrankung.
 
In der Pubertät ist häufig eine Epiphyseolysis capitis femoris die Ursache von Hüftschmerzen. Dabei löst sich die Hüftkopfkappe vom Hals des Oberschenkelknochens im Bereich der Wachstumsfuge. Das führt zu heftigen, plötzlich auftretenden Schmerzen in der Leistengegend, im Knie und im Oberschenkel. Aufgrund der starken Schmerzen kann es zur Gehunfähigkeit kommen.

Wie hängen Hüftschmerzen und eine Schwangerschaft zusammen?

In der Schwangerschaft kommt es zu hormonellen Veränderungen, die das Muskel- und das Bindegewebe im Bereich des Beckens lockern. Das verursacht Schmerzen. Hüftschmerzen in der Schwangerschaft sind zudem oft begleitet von starken Becken- oder Kreuzschmerzen. Solche Schmerzen können auch noch im Frühstadium der Schwangerschaft auftreten. Mit zunehmendem Gewicht des ungeborenen Kindes nehmen bei einigen betroffenen Frauen auch die Schmerzen zu.
 
Hüftschmerzen in der Schwangerschaft können auch auf schwangerschaftsunabhängige Ursachen, wie eine Entzündung des Schleimbeutels oder des Hüftgelenks, haben.

Wann sollte ich mit Hüftschmerzen zum Arzt gehen?

Treten Hüftschmerzen auf, solltest Du immer zum Arzt gehen, um die Ursache abklären zu lassen. Nur so können Folgeschäden vermieden werden. Dies ist vor allem bei akuten Hüftschmerzen nach einem Unfall der Fall. Auch hartnäckige oder sich verschlimmernde Schmerzen sind ein Grund für einen Gang zum Arzt.
 
Auch bei Kindern und Jugendlichen ist es wichtig, Hüftschmerzen immer ärztlich abklären zu lassen. Vor allem in diesem Alter können Hüfterkrankungen schwere bleibende Schäden verursachen.

Viel Bewegung ist essenziell, um Hüftschmerzen vorzubeugen.

Wie diagnostiziert der Arzt Hüftschmerzen?

Bei der Diagnose von Hüftschmerzen muss der Arzt die Ursache herausfinden. Daher steht zu Beginn ein ausführliches Gespräch, in dem er Dich zur genauen Art der Schmerzen befragt, wo genau sie vorkommen, wie lange Du sie schon verspürst, ob sie eher bei Ruhe oder bei Belastung auftreten, zu welcher Tageszeit sie auftreten, wie Du Dich nach dem Aufstehen fühlst oder ob Du einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Schmerzen und dem Untergrund, auf dem Du gehst, festgestellt hast.
 
Der Arzt klärt auch, ob Du an anderen Krankheiten leidest oder ob dies während Deiner Kindheit der Fall war. In diesem Gespräch stellt der Arzt auch Fragen zu Deinem Beruf, ob und welchen Sport Du treibst und ob Du Medikamente, wie zum Beispiel Kortison, einnimmst.
 
Anschließend an das Gespräch erfolgt eine körperliche Untersuchung. Unabhängig davon, ob nur eine oder beide Seiten betroffen sind, untersucht er die gesamte Hüfte. Der Arzt untersucht zudem Dein Gangbild. Dafür beobachtet er Dich beim Gehen und achtet darauf, ob Du hinkst und ob die Beinachse gerade ist, oder ob X- oder O-Beine bestehen. Der Arzt überprüft, ob die Beine die gleiche Länge haben oder nicht.
 
Dann folgt eine Tastuntersuchung. Dabei klopft der Arzt die Leiste und den Bereich um das Becken ab. So bekommt er auch einen Eindruck über Entzündungszeichen wie Rötungen, Schwellungen oder Überwärmung, wie sie zum Beispiel bei einer Schleimbeutelentzündung vorkommen. Im Rahmen einer Blutuntersuchung kann der Arzt feststellen, ob entzündliche oder rheumatische Ursachen für die Hüftschmerzen infrage kommen.
 
Auch bildgebende Verfahren sind ein hilfreiches Werkzeug bei der Diagnosestellung. Durch Röntgenaufnahmen, eine Ultraschalluntersuchung, ein MRT, ein CT oder eine nuklearmedizinische Untersuchung (Szintigrafie) des Gelenks kann der Arzt den Schweregrad und die Ursache von Gelenkzerstörungen feststellen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Hüftschmerzen?

Mögliche Behandlungsansätze sind zum Beispiel eine Bewegungs-, Wärm-, oder Elektrotherapie. Medikamente kommen bei der Therapie von Hüftschmerzen nur im fortgeschrittenen Stadium und je nach Ursache infrage. Bei einer zugrunde liegenden Coxarthrose erfolgt beispielsweise der Einsatz von Entzündungshemmern. Bei einer Schleimbeutelentzündung verabreicht der Arzt eine Kortisonspritze.
 
Je nach Auslöser erstellt der Arzt einen individuellen Behandlungsplan. Ist zum Beispiel eine septische Coxitis die Ursache für Hüftschmerzen, erfolgt die Behandlung mittels Antibiotika und Ruhigstellung der Hüfte. Im fortgeschrittenen Stadium spült der Arzt das Hüftgelenk im Rahmen einer Operation. Zusätzlich entfernt er infiziertes Gewebe.
 
Wenn konservative Maßnahmen nicht mehr ausreichen, um die Schmerzen zu behandeln, oder es zu einer starken Einschränkung der Bewegungsfähigkeit kommt, kommt als letzter Ausweg ein künstliches Hüftgelenk infrage.

Was kann ich selbst bei Hüftschmerzen tun?

Wichtig bei Hüftschmerzen ist es, die Wirbelsäule zu entlasten. Wenn Du übergewichtig oder fettleibig bist, ist es zu empfehlen, das Körpergewicht zu reduzieren. Darüber hinaus stehen zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung, die bei der Bewältigung des Alltags helfen. Dazu zählen zum Beispiel ein Gehstock oder Anziehhilfen für Socken und Schuhe.
 
Achte auf genügend Bewegung und darauf, Deine Hüfte zu kräftigen. Besonders zu empfehlen sind Sportarten, die die Gelenke schonen, wie zum Beispiel Radfahren oder Schwimmen. Durch die richtige Bewegung kannst Du nicht nur zur Schmerzlinderung beitragen, sondern auch die Beweglichkeit der Hüfte erhalten und das Hüftgelenk stabilisieren. Daher solltest Du vor allem Übungen, die Dir Dein Physiotherapeut empfohlen hat, regelmäßig durchführen.
 
Doch nicht immer trägt Sport bei Hüftschmerzen zur Besserung der Symptome bei. Bei einer septischen Coxitis zum Beispiel muss die Hüfte ruhig gestellt werden, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Auch bei einem Hüftschnupfen, wie er häufig bei Kindern vorkommt, sind einige Tage Bettruhe angesagt. Das Kind darf außerdem nicht am Schulsport teilnehmen.

Die Mehrheit der Menschen haben unterschiedlich lange Beine, was meistens kein Problem darstellt.

Kann ich Hüftschmerzen vorbeugen?

Bewegung ist die zentrale Säule bei der Vorbeugung von Hüftschmerzen. Durch regelmäßige Bewegung kannst Du dazu beitragen, die Muskulatur zu stärken und auch die Gesundheit der Gelenke zu erhalten. Wenn Du übergewichtig bist, solltest Du Dein Gewicht durch gesunde Ernährung und Sport reduzieren. Betreibe gelenkschonende Sportarten wie Radfahren, Schwimmen, Nordic Walking oder Gymnastik. Achte auf das richtige Schuhwerk und ergonomisches Sitzen am Arbeitsplatz.

Wie viel kostet die Behandlung von Hüftschmerzen?

Die Kosten der Behandlung sind abhängig von der Therapie. Verschreibt der Arzt Schmerzmedikamente, fällt die Rezeptgebühr in der Höhe von circa fünf bis sechs Euro an.
 
Die Kosten für eine Physiotherapie liegen bei etwa 70 bis 100 Euro pro Stunde. Allerdings übernimmt die Krankenkasse im Normalfall einen Großteil der Kosten, sofern der behandelnde Arzt die Therapiemaßnahme verordnet.
 
Ist ein Aufenthalt im Krankenhaus nötig, erfolgt die Abrechnung der Behandlungskosten über die Krankenhauskosten. Pro Tag fällt ein Kostenbeitrag in der Höhe zwischen zehn und 25 Euro an.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung von Hüftschmerzen?

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Diagnose und Therapie von Hüftschmerzen. Je nach Versicherungsträger kann ein Selbstbehalt anfallen. Genauere Informationen dazu erhältst Du direkt bei Deinem behandelnden Arzt oder der Krankenkasse.
 
Ist eine Operation nötig, ist auch ein Aufenthalt im Krankenhaus erforderlich. Die Kosten für einen Krankenhausaufenthalt übernimmt die Krankenkasse vollständig oder zumindest zum Teil. Über die Höhe des Selbstbehalts kannst Du Dich beim behandelnden Arzt oder der Krankenkasse informieren.

 


Dauer Dauer

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Ausfallzeit Ausfallzeit

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Stationärer Aufenthalt Stationär

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Das Wichtigste zusammengefasst

Schmerzen in der Hüfte fasst die Medizin unter dem Begriff Koxalgie zusammen und bedürfen zumeist einer ärztlichen Abklärung.


Bei der Diagnose kommen neben einem ausführlichen Gespräch und einer körperlichen Untersuchung auch eine Untersuchung des Blutes und bildgebende Verfahren zum Einsatz.


Die Therapie erfolgt immer unter Berücksichtigung der Ursache und setzt sich zusammen aus der Einnahme von Medikamenten, Wärme- und Bewegungstherapie oder einem operativen Eingriff.


Sportliche Aktivitäten im Rahmen der Therapie müssen zuvor ärztlich abgeklärt werden, da einige Ursachen durch ein Training verschlimmert werden können.

Dr. Benjamin Gehl

Dr. Simone Hermanns

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