Fußreflexzonen (Fußreflexzonenmassage)

In der Reflexzonentherapie gelten die Füße als Spiegelbild des Körpers, da dieser Therapie zufolge alle Organe und Körperteile mit dem Fuß verbunden sind. Somit sollen sich Beschwerden im Körper im Rahmen der Fußreflexzonenmassage gezielt lindern lassen. Aber auch Organfunktionen im Körper sollen, dieser Lehre nach, durch gezieltes Massieren einzelner Bereiche am Fuß wieder aktiviert werden. In den folgenden Absätzen kannst Du mehr Fußreflexzonen und die Massage erfahren.


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Zuletzt aktualisiert: 15. Juli, 2020



Was versteht die Medizin unter Fußreflexzonen?

Im Allgemeinen geht eine Reflexzonentherapie von einem vollständigen Körperbild aus. Dabei stehen alle Körperteile in einer Verbindung miteinander. All diese Körperteile und Organe spiegeln sich im Fuß, denn die Massage basiert auf der Vorstellung, dass die Füße mit allen Organen zusammenhängen. Somit kann ein Physiotherapeut durch bestimmte und gezielte Druckmassagen an speziellen Fußstellen Beschwerden im Körper lindern. Beispielsweise soll ein bestimmter Bereich am linken Fußballen mit dem Herzen verbunden sein. Eine Fußreflexzonenmassage wird oft auch als FRM oder Fußreflexzonentherapie bezeichnet.

Die Lehre der Fußreflexzonen geht davon aus, dass die Füßte mit dem gesamten Körper verbunden sind.

Welche Körperstellen stehen mit Fußreflexzonen in Verbindung?

Bei der Fußreflexzonenmassage kannst Du Dir Deinen Fuß wie eine Art Landkarte vorstellen, der die Störungen und Beschwerden im Körper durch leichtes Drücken repräsentiert und Reize an die entsprechenden Körperstellen sendet. Zu diesen Körperstellen und Organen zählen unter anderem: Gehirn, Herz, Rücken, Brust, Ellenbogen, Hüfte, Knie und Lymphknoten.

Wo am Körper befinden sich sonst noch Reflexzonen?

Neben den Reflexzonen am Fuße gibt es vor allem Hand-, Kopf- und Ohrenreflexzonen, die jeweils eine eigene Massage haben. Unabhängig von der Reflexzone ist es vor allem wichtig, dass die Massage von einem Experten durchgeführt wird. Denn nur so kann die jeweilige Massage die volle und entspannende Wirkung entfalten.

Was ist eine Fußreflexzonenmassage?

Bei einer Fußreflexzonenmassage werden bestimmte Bereiche der Fußsohle von einem Experten mit der Hand stimuliert. Denn in dieser Lehre gibt es einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Körperpartien/Organen und gewissen Stellen am Fuß. Dabei wird Deine rechte Körperseite am rechten Fuß und die linke am linken Fuß stimuliert.
 
Eine Ausnahme bilden Nervenschmerzen. Da Deine rechte Gehirnhälfte für die linke Körperseite zuständig ist und die andere Hälfte ebenso die gegenüberliegende Körperseite steuert, behandelt hier der Therapeut ebenso die jeweils gegenüberliegenden Reflexzonen.
 
Übt der Masseur Druck auf die jeweilige Zone an Deinem Fuß aus, wird an dem entsprechenden Körperteil oder Organ eine bestimmte Reaktion erzeugt. Empfindest Du die Behandlung an einer Reflexzone am Fuß als schmerzhaft oder unangenehm, dann deutet das in der Regel auf eine Störung des dazugehörigen Organs hin.

Wann kommt eine Fußreflexzonenmassage zum Einsatz?

Eine Fußreflexzonenmassage kann vor allem bei chronischen Erkrankungen helfen und dient somit als unterstützende Behandlungsmaßnahme. Zu diesen Erkrankungen zählen beispielsweise Sportverletzungen, Erkrankungen der Atmungsorgane, Verdauungsprobleme, Migräne, Allergien und auch Menstruationsbeschwerden. Allerdings wird diese Massage genauso bei psychischen Belastungen als zusätzliche Therapie angewendet, wenn es zum Beispiel zu Schlafstörungen, Depression oder starken Erschöpfungszuständen gekommen ist.

Bei der Fußreflexzonenmassage wird auf die einzelnen Punkte am Fuß Druck ausgeübt, um das Wohlbefinden zu steigern.

Was passiert bei einer Fußreflexzonenmassage?

Diese Therapie zählt, wie alle anderen Arten der Reflexzonenmassage, zu den Umstimmungstherapien. Im Grunde kann eine Fußreflexzonenmassage sowohl im Liegen als auch im Sitzen durchgeführt werden. Je nachdem welche Position angenehmer für Dich ist.
 
Dabei übt der Physiotherapeut Druck auf unterschiedliche Punkte an Deinem Fuß aus, um den Selbstheilungsprozess des Körpers in Gang zu setzen und dadurch den Nervenfluss zu aktivieren. So versucht der Masseur, durch das Abtasten der Reflexzonen am Fuß, die Problemstelle zu suchen. Dabei drückt er den zu behandelnden Punkt mit dem Knöchel des Zeigefingers oder zwischen Daumen und Zeigefinger für etwa fünf Sekunden.
 
Diese Massage wiederholt der Physiotherapeut etwa 100-mal mit mehreren Pausen. Hierbei kann er zusätzlich die Druckintensität und Dauer verändern. Wenn schon bei einem leichten Druck Schmerzen auftreten oder Du besonders empfindlich reagierst, dann soll dies auf eine Funktionsstörung des entsprechenden Körperteils oder Organs hinweisen.
 
Da aber hiermit die Selbstheilungskräfte angeregt werden, soll dieses Verfahren, ergänzend zur Schulmedizin, die Beschwerden lindern. Zudem werden mit der Fußreflexzonenmassage der Lymphabfluss und die Durchblutung im Körper angeregt. 

Wann sollte eine Fußreflexzonenmassage nicht angewandt werden?

Vor allem bei bestimmten lokalen Beschwerden kann eine Fußreflexzonenmassage die Anzeichen verschlimmern. Dazu zählen unter anderem Wunden am Fuß, Rheuma oder ein Pilzbefall. Ebenso ist bei einer starken Infektion mit hohem Fieber von einer Massage der Fußreflexzonen abzuraten, da sich die FRM nachteilig auswirken könnte, indem sie den Stoffwechsel im Körper beeinflusst. Zudem kann eine Fußreflexzonenmassage nicht angewandt werden, wenn eine Risikoschwangerschaft besteht, denn in solch einem Fall könnten bestimmte Zonen frühzeitig Wehen auslösen.

Was muss ich bei einer Fußreflexzonenmassage beachten?

Bei der Massage ist es äußerst wichtig, dass sie nur von einem ausgebildeten Arzt, Masseur oder Physiotherapeut durchgeführt wird. Wenn Du während einer Massageeinheit beispielsweise ein plötzliches Ansteigen des Pulses, Übelkeit oder plötzliche Schweißausbrüche spürst, solltest Du das sofort dem Therapeuten mitteilen.

Ist eine Fußreflexzonenmassage schmerzhaft?

Nein, im Grunde verspürst Du bei einer Fußreflexmassage gar keine Schmerzen. Denn während der Massage übt der Therapeut nur einen leichten Druck auf den Fuß aus und so kann die Blutzirkulation gefördert werden. Jedoch solltest Du unmittelbar vor der Fußmassage nicht so viel essen, da der Verdauungsprozess die Wirkung der Massage reduzieren kann.

Eine Fußreflexzonenmassage ist außerdem hilfreich, um die Stellung Deines Fußes zu korrigieren.

Gibt es Alternativen zur Fußreflexzonenmassage?

Ja, es gibt spezielle Matten, die auf ihrer Oberfläche viele unterschiedlich hohe Noppen besitzen. Wenn Du Dich daraufstellst, entsteht eine flexible Druckmassage auf Deine Füße. Außerdem wirkt sich dies noch zusätzlich positiv auf Deine Fußgesundheit aus, denn Deine Fußhaltung wird somit verbessert.

Gibt es wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit der Fußreflexzonenmassage?

Eine Fußreflexzonenmassage führt, wie jede andere Massage, dazu, dass Du Dich vor allem entspannst und wohlfühlst. Jedoch gibt es keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege dafür, dass dieses Verfahren tatsächlich vorhandene Schmerzen lindert. Somit ist diese Massage bis heute keine medizinisch anerkannte Methode. Allerdings wurden schon mehrere kleine wissenschaftliche Studien durchgeführt, in denen eine Anregung der Durchblutung im Körper festgestellt werden konnte, aber diese hielt nur für eine kurze Zeit an.
 
Dir sollte also bewusst sein, dass eine Reflexzonenmassage nicht die fachkundige Diagnose und Behandlung des Arztes ersetzt. Selbst wenn der Masseur durch die Reflexzonen am Fuß erahnen kann, ob organische Erkrankungen vorliegen, solltest Du Dich dennoch medizinisch untersuchen lassen.

Wie viel kostet eine Fußreflexzonenmassage?

Die Preise einer Fußreflexzonentherapie können stark variieren, wobei eine etwa 30-minütige Massage meist zwischen 25 und 40 Euro kostet.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Fußreflexzonenmassage?

Da eine Fußreflexzonenmassage nur als unterstützende Behandlungsmaßnahme gesehen wird und die Wirksamkeit der Massage noch nicht eindeutig wissenschaftlich belegt ist, übernehmen die Krankenkassen die Kosten hierfür nicht. Dies bedeutet, dass Du die einzelnen Massageeinheiten selbst zahlen musst.
 


Dauer Dauer

30 Minuten

Ausfallzeit Ausfallzeit

-

Stationärer Aufenthalt Stationär

-

Das Wichtigste zusammengefasst

Bei der Fußreflexzonenmassage kannst Du Dir Deinen Fuß wie eine Art Landkarte vorstellen, der die Störungen im Körper durch leichtes Drücken repräsentiert.


Diese Therapie kann vor allem bei chronischen Erkrankungen helfen und dient somit als unterstützende Maßnahme.


Vor allem bei bestimmten lokalen Beschwerden kann eine Fußreflexzonenmassage die Anzeichen verschlimmern und sollte somit nicht angewandt werden.


Es ist äußerst wichtig, dass die Fußreflexzonenmassage nur von einem ausgebildeten Arzt, Masseur oder Physiotherapeut durchgeführt wird.

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