Prostatitis

Eine Prostatitis ist eine Entzündung der Prostata, der sogenannten Vorsteherdrüse. Die Symptome können sehr vielfältig sein und umfassen zum Beispiel Blut im Ejakulat oder im Urin, Schmerzen beim Harnlassen, ständiger Harndrang und dauerhafte Schmerzen im Unterbauch. Ursache einer akuten Prostatitis ist meist eine bakterielle Infektion, eine Infektion mit Chlamydien oder Pilzen. Eine akute Prostatitis kann sich unbehandelt zu einer chronischen Prostatitis weiterentwickeln. Die Prostatitis ist relativ häufig. Jeder zehnte Mann erkrankt wenigstens einmal daran. Die meisten zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr.


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Zuletzt aktualisiert: 1. September, 2020



ICD-10-GM-2020 N41

Was versteht die Medizin unter einer Prostatitis?

Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist Teil der inneren männlichen Sexualorgane. Sie befindet sich unter der Harnblase des Mannes. Die Samenleiter, die ihren Ursprung in den Hoden haben, münden in der Prostata. Sie produziert einen großen Teil der männlichen Samenflüssigkeit. Wenn die Prostatamuskeln sich zusammenziehen, kommt es zu einer explosionsartigen Entleerung der Prostata. Die Flüssigkeit wird durch die Harnröhre gepresst und befördert so die Spermien hinaus. Das rhythmische Zusammenziehen der Prostata und des Beckenbodens sind maßgeblich am männlichen Orgasmus beteiligt.
 
Bei der Prostatitis ist diese Drüse entzündet. Das Krankheitsbild ist sehr diffus und kann unbehandelt leicht chronisch werden. Oft leiden die Betroffenen an starken Beschwerden, dennoch kann der Arzt keine eindeutige Ursache ausmachen. Behandelt wird eine Prostatitis in den meisten Fällen mittels Antibiotika. In besonders schweren Fällen kann aber auch eine Operation notwendig sein.
 
Unter dem Begriff Prostatitis-Syndrom fasst die Medizin verschiedene Beschwerden zusammen, die den Beckenbereich im männlichen Körper betreffen und in den meisten Fällen unbekannter Ursache sind.

Sex und infolge ein Orgasmus können sich bei einer Prostatitis sehr positiv auf den Verlauf auswirken.

Wie sehen die Symptome einer Prostatitis aus?

Die Symptome einer Prostatitis sind vielfältig. Sowohl die Art der Beschwerden als auch deren Intensität variiert bei jedem betroffenen Mann. Beschwerden einer Prostatitis sind zum Beispiel Schmerzen beim Wasserlassen und häufiger Harndrang. Ein Ausfluss aus der Harnröhre ist möglich und auch Blut im Urin kann ein Anzeichen einer Prostatitis sein.
 
Manche Betroffene leiden auch an häufigem und schmerzhaftem Stuhlgang. Es kommt auch zu Schmerzen beim Samenerguss, krampfartigen Schmerzen im Unterbauch sowie Schmerzen im unteren Bereich der Wirbelsäule und im Bereich der Lenden. Auch Fieber und Schüttelfrost sind mögliche Symptome.
 
Eine akute Prostatitis geht mit einem sehr starken Krankheitsgefühl einher, das bei einer chronischen Prostatitis jedoch weniger stark ausgeprägt ist. Bei der chronischen Form kommt es dagegen häufiger zu einem Ausfluss aus der Harnröhre sowie zu Schmerzen im unteren Rücken und im Bereich des Damms. Libido- und Potenzstörungen können die Folge einer chronischen Prostatitis sein.

Wie ist der Verlauf einer Prostatitis?

Mit entsprechender Behandlung verschwinden die Beschwerden einer Prostatitis meist rasch und ohne Folgen. In manchen Fällen entwickelt sich eine akute Prostatitis weiter zu einer chronischen Prostatitis. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Entzündung nicht ausreichend behandelt wird. Daher ist es wichtig, dass Betroffene sich genau an die Behandlungsanweisungen ihres Arztes halten.
 
In seltenen Fällen kommt es zu einem Prostata-Abszess, der Bildung von Eiter in der Prostata oder der Ausbreitung der Entzündung auf umliegende Bereiche wie den Nebenhoden.

Was sind die Ursachen einer Prostatitis?

Eine Prostatitis kann verschiedene Ursachen haben. Eine bakterielle Prostatitis wird, wie der Name schon sagt, ausgelöst durch eine bakterielle Infektion. Dies ist allerdings nur bei etwa jeder zehnten Prostatitis der Fall. Über das Blut oder von umliegenden Organen (zum Beispiel der Harnblase) gelangen Bakterien in die Prostata.
 
In den meisten Fällen handelt es sich um Escherichia Coli-Bakterien. Aber auch auf sexuell-übertragbare Krankheiten wie Chlamydien oder Tripper können eine Prostatitis auslösen. Nicht ausreichend behandelt, wird aus einer akuten, bakteriellen Prostatitis schnell eine chronische. Aufgrund bisher nicht geklärter Ursachen schwächen die Bakterien das menschliche Immunsystem, wodurch sich die Keime dauerhaft in der Prostata ansiedeln können. Außerdem wirken Antibiotika im Gewebe der Prostata nur schlecht, was das Überleben der Bakterien begünstigt.
 
Weit häufiger als die bakterielle Form der Prostatitis ist das chronische Beckenschmerzsyndrom. Die genauen Ursachen sind bis heute unklar, es gibt jedoch einige Theorien. In manchen Fällen gelang der Nachweis von bisher unbekannten Mikroorganismen im Becken. Forschern ist es aber bisher nicht gelungen, diese zu kultivieren.
 
Eine andere Ursache des chronischen Beckenschmerzsyndroms sind Blasenentleerungsstörungen. Sie können dazu führen, dass das Volumen der Blase zunimmt. Dadurch steigt der Druck auf die Prostata, was wiederum das Prostatagewebe schädigt und zu einer Entzündung führt. Weitere denkbare Ursachen sind eine Nervenreizung im Bereich der Prostata, eine Entzündung des Blasengewebes oder Fehler im Immunsystem.
 
Bei manchen Betroffenen hat eine Prostatitis anatomische Ursachen. Eine Verengung in den Harnwegen führt zu einem Urin-Rückstau. Das kann zu einer Prostatitis führen. Auch Tumore, Prostatasteine oder eine Funktionsstörung der Beckenbodenmuskulatur können auf ähnliche Weise eine Prostatitis auslösen.
 
Auch psychische Faktoren finden zunehmend Berücksichtigung bei der Suche nach den Ursachen einer Prostatitis. Dies ist vor allem beim nicht-entzündlichen chronischen Beckenschmerzsyndrom der Fall. Bei dieser Form der Prostatitis ist es Wissenschaftlern bisher nicht gelungen, eindeutige organische Ursachen zu finden. Daher werden die Stimmen lauter, die meinen, Stress und Ängste könnten Beschwerden im Bereich der Prostata auslösen.
 
Einerseits produziert der Körper, wenn wir unter Stress stehen, Hormone, die das Immunsystem schwächen und bestimmte Entzündungen fördern. Andererseits führt psychische Belastung dazu, dass wir die Muskulatur in der Beckenregion anspannen, wodurch es zu dauerhaften Verhärtungen kommt. Für diese Theorie spricht, dass Ärzte bei zahlreichen Patienten durch eine Stresstherapie Verbesserungen erreichen.

Typisch für eine Prostatitis sind auch Schmerzen im Bereich des Unterbauchs und den Lenden.

Welche Formen der Prostatitis gibt es?

Je nach Ursache unterscheidet die Medizin verschiedene Formen der Prostatitis: die akute bakterielle Prostatitis, die chronische bakterielle Prostatitis, die chronische Prostatitis – auch bekannt als chronisches Beckenschmerzsyndrom – und die asymptomatische Prostatitis.
 
Auslöser der akuten Prostatitis sind Bakterien, meist handelt es sich um E. Coli Bakterien. Sie tritt spontan auf und äußert sich durch hohes Fieber, Schüttelfrost und starken Schmerzen im Unterbauch. Auch der Damm und die Spitze des Penis können schmerzempfindlich sein. Der Betroffene verspürt häufigen Harndrang und empfindet Schmerzen beim Wasser lassen. In manchen Fällen ist der Urin getrübt oder kann Blut enthalten. Viele haben Fieber und Schüttelfrost. Bei manchen Männern kommt es zu einem Ausfluss aus der Harnröhre oder Schmerzen beim Samenerguss.
 
Wiederholte bakterielle Infektionen der Prostata können zu einer chronischen bakteriellen Prostatitis führen. Aber auch ein nicht vollständig ausgeheilter Harnwegsinfekt oder eine akute bakterielle Prostatitis können sich zu einer chronischen bakteriellen Prostatitis weiterentwickeln. Die Symptome sind bei einer chronischen Prostatitis allerdings milder. Es kommt auch zu Schmerzen im Bereich des Dammes, am Hodensack, der Spitze des Penis oder um Bereich des Unterbauchs. Eine Folge einer chronischen bakteriellen Prostatitis können auch Störungen der Sexualfunktion, wie zum Beispiel eine erektile Dysfunktion, sein.
 
Die chronische abakterielle Prostatitis beziehungsweise das chronische Beckenschmerzsyndrom ist die häufigste Form der Prostatitis. Das Beschwerdebild ähnelt jenem einer bakteriellen Prostatitis. Allerdings ist bei einer chronischen abakteriellen Prostatitis kein Keim nachweisbar. Mediziner unterscheiden zwischen einer entzündlichen und einer nicht-entzündlichen Form.
 
Typisch sind dauerhafte Schmerzen im Bereich des Beckens und beim Urinieren. Zusätzlich kommt es oft zu Darmproblemen, Fehlfunktionen des Immunsystems und Muskelverspannungen im Bereich des Beckenbodens. Bei einigen Betroffenen kommt es zu Erektionsstörungen, verminderter Lust auf Geschlechtsverkehr oder vorzeitigem Samenerguss.
 
Mögliche Erkrankungen, die zu ähnlichen Symptomen führen, wie eine Infektion oder ein Tumor im Bereich der Prostata, muss der Arzt im Zuge der Diagnose ausschließen. Mithilfe einer Antibiotika-Therapie lässt sich die entzündliche Form in manchen Fällen erfolgreich behandeln. Bei der nicht-entzündlichen Form hingegen ist eine Behandlung mit Antibiotika immer wirkungslos.
 
Bei einer asymptomatischen Prostatitis ist zwar die Entzündung der Prostata nachweisbar, beim Betroffenen zeigen sich darüber hinaus allerdings keine Symptome. Die Diagnose dieser Form erfolgt meist durch Zufall zum Beispiel im Rahmen der Untersuchung des Gewebes bei einer Prostata-Operation. Eine asymptomatische Prostatitis bedarf keiner weiteren Behandlung.

Wer ist am häufigsten von einer Prostatitis betroffen?

An einer Prostatitis erkranken etwa 15 Prozent aller Männer wenigstens einmal in ihrem Leben. Mit steigendem Alter nimmt auch das Risiko, an einer Prostatitis zu erkranken, zu. Die meisten Betroffenen sind im Alter von 40 bis 50 Jahren.
 
Männer, die an einer Störung des Immunsystems leiden, erkranken häufiger an einer Prostatitis, ebenso Personen mit Diabetes mellitus oder einem lang liegenden Blasenkatheter.

Welche Folgen kann die Prostatitis für die Betroffenen haben?

Eine Prostatitis kann für den Betroffenen schwerwiegende Folgen haben. Aufgrund der Schmerzen ist die Lebensqualität eingeschränkt. Damit die Folgen möglichst gering ausfallen, ist es wichtig, dass Du so rasch wie möglich einen Arzt aufsucht, wenn Du den Verdacht hast, an einer Prostatitis erkrankt zu sein.
 
Die psychische Komponente der Folgen einer Prostatitis ist nicht zu vernachlässigen. Der Alltag vieler Betroffener ist oft gravierend beeinträchtigt. So etwa beim Gang auf die Toilette. Viele Betroffene fühlen sich besonders unwohl, dabei gemeinsam mit anderen in einem Raum zu urinieren und suchen deshalb ausschließlich WC-Kabinen auf. Bei einigen Patienten kommt es im weiteren Verlauf der Erkrankung auch zu anderen psychischen Störungen wie Angststörungen oder Depressionen.

Bei einer Prostatitis kann es zu unterschiedlichen Symptomen kommen, wie etwa Schmerzen beim Wasserlassen.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Wenn Du Probleme mit der Prostata hast, ist es ratsam, möglichst bald den Hausarzt oder einen Urologen zu konsultieren. Eine Entzündung der Prostata kann schwere Konsequenzen nach sich ziehen. Daher solltest Du immer so rasch wie möglich einen Arzt aufsuchen, wenn Du vermutest, an einer Prostatitis erkrankt zu sein.
 
Noch immer haben viele Männer eine vollkommen falsche Vorstellung über die Untersuchung der Prostata. Doch Schamgefühle sind nicht nötig. Umso eher Du zum Arzt gehst, umso besser.

Wie diagnostiziert der Arzt eine Prostatitis?

Zu Beginn der Untersuchung erhebt der Arzt wichtige Informationen zur Krankengeschichte. In der Anamnese klärt der Arzt die genau Art und das Vorkommen der Schmerzen ab.
 
Anschließend führt er eine körperliche Untersuchung durch. Da die Prostata an den Mastdarm angrenzt, kann der Arzt sie über den Enddarm mit dem Finger ertasten. Für die digital-rektale Untersuchung musst Du Dich mit angewinkelten Beinen seitlich hinlegen. Der Arzt führt den Finger in den After ein, um die Prostata zu ertasten. Er untersucht auch die umliegenden Bereiche auf Größe und Schmerzempfindlichkeit. Mittels einer rektalen Ultraschall-Untersuchung kann der Arzt darüber hinaus die Entzündung genau lokalisieren und andere Krankheiten mit einem ähnlichen Beschwerdebild ausschließen.
 
Um festzustellen, ob und welche Bakterien der Auslöser sind, wird eine Urinprobe im Labor untersucht. Aber auch Ejakulat kann auf Anzeichen einer Entzündung und Krankheitserreger untersucht werden. Um Prostatakrebs als Ursache für die Beschwerden auszuschließen, kann der Arzt den PSA-Wert im Blut messen. Ist dieser erhöht, ist das ein Hinweis auf das mögliche Vorliegen eines Prostata-Karzinoms.

Wie erfolgt die Behandlung einer Prostatitis?

Die Behandlung einer Prostatitis erfolgt je nach deren Ursache. Bei einer akuten bakteriellen Prostatitis erfolgt die Therapie in Form von Antibiotika. Der Patient muss diese im Normalfall über einen Zeitraum von zehn Tagen bis zu sechs Wochen einnehmen. Bei einer chronischen bakteriellen Prostatitis dauert die Antibiotika-Therapie mitunter mehrere Monate. Nimm die Antibiotika immer genau nach der Anweisung Deines Arztes ein und nimm sie zu Ende, auch wenn die Beschwerden bereits nachlassen. Nur so kannst Du dazu beitragen, einen Rückfall verhindern.
 
Handelt es sich um ein chronisches, abakterielles Beckenschmerzsyndrom ist eine Antibiotika-Therapie meist wirkungslos. Es stehen jedoch andere Medikamente zur Behandlung zur Verfügung. Wenn diese ebenfalls nicht den gewünschten Behandlungserfolg erzielen können, kommt eine physikalische Therapie zum Einsatz. Bewegungstherapie, Beckenbodengymnastik und regelmäßige Prostatamassagen sollen zu einer Besserung der Symptome führen.
 
Zusätzlich kann eine symptomatische Therapie erfolgen, um akute Beschwerden einer Prostatitis zu lindern. Möglich sind je nach Bedarf zum Beispiel schmerzlindernde Medikamente oder Wärmebehandlungen, etwa in Form einer Wärmflasche.

Was kann ich selbst bei einer Prostatitis machen?

Im Fall einer Prostatitis solltest Du möglichst rasch zum Arzt gehen. Halte Dich genau an seine Anweisungen. Wenn der Arzt Antibiotika verschreibt, nimm diese immer bis zum Ende ein. Es kann sonst zu einem Rückfall kommen – möglicherweise mit Bakterien, die gegen das Antibiotikum resistent sind. Die Behandlung ist dann deutlich schwieriger.

Gibt es Hausmittel, welche bei einer Prostatitis helfen?

Wärmebehandlungen zum Beispiel in Form einer Wärmflasche oder eines Wärmekissens auf dem Rücken oder dem Unterbauch wirken entspannend auf die Muskulatur und schmerzlindernd. Ganz allgemein solltest Du darauf achten, genug zu trinken, um die Erreger auszuspülen. Der Verzicht auf Fleisch, Fett, Alkohol und Zucker sind ratsam.
 
Weitere Hausmittel wie eine Roggenkur oder der Verzehr von Kürbiskernen sollen ebenfalls die Symptome einer Prostatitis bekämpfen. Ebenso sagt man Tees aus Brennnesseln, Weidenröschen, Birke und Goldrute bei Problemen mit der Prostata eine heilende Wirkung nach. Er wirkt entzündungshemmend und harntreibend. Du kannst zwei bis drei Tassen pro Tag trinken.
 
Auch regelmäßiges Beckenbodentraining wirkt sich positiv aus. Wenn Du Fahrrad fährst, solltest Du keinen spitzen Sattel verwenden. Bei längeren Sitzperioden solltest Du auf regelmäßige Pausen achten.
 
Die erfreuliche Nachricht ist: Bei einer Prostatitis musst Du nicht auf Sex verzichten. Ganz im Gegenteil. Das Ejakulat, das beim Orgasmus austritt, spült Bakterien und andere Keime aus der Prostata hinaus. Du solltest aber unbedingt ein Kondom verwenden. Nur so kannst Du sicherstellen, dass die Keime, die die Prostatitis ausgelöst haben, nicht auf den Körper Deines Partners übertragen werden.

Wie ist die Prognose bei einer Prostatitis?

Die Prognose einer Prostatitis ist abhängig von der Ursache. Eine akute Prostatitis, die rasch behandelt wird, heilt im Normalfall gut aus und der Übergang in eine chronische Prostatitis kann verhindert werden. Knapp ein Drittel der Betroffenen ist nach sechs Monaten vollkommen beschwerdefrei.
 
Bei etwa einem Fünftel der Betroffenen kommt es zu einer chronischen Prostatitis. Oft begleitet von intervallartigen Krankheitsschüben. Eine chronische Prostatitis kann über mehrere Jahre hin andauern. Nicht selten kommt es bei den Betroffenen auch zu massiven psychischen Belastungen aufgrund des langwierigen Verlaufs. In diesem Fall ist es ratsam, eine Psychotherapie in Anspruch zu nehmen. Die psychische Verfassung hat einen großen Einfluss auf die Prostata.

Bei einer Prostatitis kommen häufig Antibiotika oder andere Meedikamente zum Einsatz.

Wie kann ich eine Prostatitis vorbeugen?

Achte auf eine ausgewogene Ernährung, iss viel frisches Gemüse und Obst und nimm genug Flüssigkeit zu Dir, vorzugsweise Wasser oder ungesüßten Tee. Verzichte so gut Du kannst auf Alkohol und koffeinhaltige Getränke.
 
Achte auf ausreichend und regelmäßige Bewegung. Wenn Du lange Sitzen musst, wechsle die Position immer mal wieder und mache genügend Pausen. Nach dem Schwimmen solltest Du nasse Badebekleidung möglichst rasch wechseln.
 
Regelmäßiger Sex und vor allem regelmäßige Orgasmen helfen ebenfalls bei der Vorbeugung einer Prostatitis. Während des Samenergusses werden mit dem Ejakulat Keime aus der Prostata geschleudert. Dadurch wird eine Entzündung vermieden.
 
Auch eine gute psychische Gesundheit hilft, einer Prostatitis vorzubeugen. Mediziner vermuten einen Zusammenhang zwischen anhaltendem Stress und Ängsten und einer Prostatitis, denn dies kann dazu führen, dass der Beckenboden angespannt wird. Diese ständige Reizung der Prostata kann zu einer Entzündung führen.
 
Die Medizin kennt darüber hinaus einige Risikofaktoren, die eine Prostatitis nach sich ziehen können. So haben etwa Männer, die an einer Grunderkrankung wie Diabetes mellitus oder einer HIV-Infektion leiden, ein höheres Risiko. Auch Männer, bei denen es zu Blasen– oder Harnröhrenentzündung gekommen ist oder die schon mal an einer Entzündung der Prostata gelitten haben, besteht ein erhöhtes Risiko. Selbiges gilt für Personen mit einer Beckenverletzung, einem Blasenkatheter, einem unterdrückten Immunsystem oder einer frühere Prostatabiopsie.

Was kostet die Behandlung einer Prostatitis?

Die Behandlung einer Prostatitis hängt von deren Ursachen ab. Verschreibt der Arzt Medikamente, fällt im Normalfall eine Rezeptgebühr in der Höhe von etwa fünf bis zehn Euro an.

Übernimmt die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung einer Prostatitis?

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Diagnose und Therapie einer Prostatitis. Je nach Versicherungsträger kann ein Selbstbehalt anfallen. Genauere Informationen dazu erhältst Du direkt bei Deinem behandelnden Arzt oder der Krankenkasse


Dauer Dauer

Je nach Form

Ausfallzeit Ausfallzeit

Keine

Stationärer Aufenthalt Stationär

Nicht notwendig

Das Wichtigste zusammengefasst

Je nach Ursache unterscheidet die Medizin verschiedene Formen der Prostatitis. Der Begriff fasst unterschiedliche Symptome im Bereich des Beckens des Mannes zusammen. Oft ist der genaue Auslöser unklar, manchmal handelt es sich um Bakterien oder Viren.


Die Symptome einer Prostatitis können äußerst vielfältig sein. Häufiger Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Orgasmus sowie Schmerzen im Unterbauch können die Folgen einer entzündeten Prostata sein.


Bei der Therapie ist die Ursache entscheidend. Je nach Ursache kommen Antibiotika oder andere Medikamente zum Einsatz. Die Behandlung ist schwer und oft langwierig.


Mit Hausmitteln wie Wärmeanwendungen, dem Verzehr von Kürbiskernen und durch regelmäßiges Beckentraining können Patienten positiv zum Behandlungserfolg beitragen.

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