WhatsApp-Marketing für Arztpraxen: 5 Tipps zur Anwendung

Das Marketing hat sich durch die Digitalisierung in den letzten Jahren verändert. Klassische Informationen und Werbemaßnahmen, die über Flyer oder Aushänge gesteuert werden, wurden durch digitale Kanäle ersetzt. Im Mittelpunkt stehen der Newsletter, der nicht nur per Mail, sondern auch per WhatsApp versendet werden kann. Der Messenger eignet sich für eine kurze und informative Information, die den Patienten unmittelbar erreicht. Die Anwendung ist einfach, aber es sollten einige Dinge Beachtung finden.


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Online-Redaktion


Zuletzt aktualisiert: 5. Juni, 2024

WhatsApp-Marketing – was sich dahinter verbirgt

 

WhatsApp ist der Messenger, der weltweit am häufigsten genutzt wird. Mittlerweile gehören alle Altersklassen zur Zielgruppe: Die Jugend kommuniziert über WhatsApp ebenso wie Menschen im mittleren oder höheren Lebensalter. Durch die weite Verbreitung und die einfache Handhabung eignet sich WhatsApp perfekt für das Marketing. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Die Nachrichten erreichen den Empfänger sofort
  • Eine direkte Kommunikation per Chat ist möglich
  • Automatisierungen machen den Versand der Nachrichten leicht

 

Das klassische Instrument für das Newsletter-Marketing ist die E-Mail. Diese wird aber eher im gewerblichen Bereich für die Kommunikation genutzt. Privat schreiben Menschen aller Altersgruppen Nachrichten. Die meisten von ihnen nutzen WhatsApp. Es gibt auch andere Messenger, doch diese haben ein nicht so hohes Gewicht. Aus diesem Grund bietet es sich an, Kunden via WhatsApp anzusprechen.

Der Messenger bietet verschiedene Funktionen

 

Das WhatsApp-Marketing hat sich durch neue Funktionen des Messengers weiterentwickelt. So ist es möglich, Kanäle zu definieren, die von Interessenten abonniert werden können. Es gibt für nahezu alle Branchen die Möglichkeit, WhatsApp zu Marketingzwecken zu nutzen. Dies gilt auch für die Medizin: Arztpraxen können diese Art der Kommunikation nutzen, um mit ihren Patienten in Verbindung zu bleiben.

 

 

Wie Arztpraxen WhatsApp nutzen können

 

Arztpraxen sind zunehmend digitalisiert. Dies ist auch notwendig, da die Führung einer Patientenakte auf dem Papier in vielen Bereichen gar nicht mehr möglich ist. So gibt es seit Januar 2024 keine Papierrezepte mehr: Ärzte verordnen die Medikamente digital. Patienten nutzen ihre Chipkarte, um das Rezept in der Apotheke abzuholen. Auch die Abrechnung der Honorare erfolgt auf digitalem Weg. In jedem Quartal wird die Karte eingelesen. Die Daten werden dann an die jeweilige Krankenkasse übermittelt.

 

Viele Arztpraxen führen diese Art der Digitalisierung weiter. Sie stellen ihren Patienten eine App zur Verfügung. Über diese können Rezepte angefordert oder Termine vereinbart werden. Auch eine individuelle Kommunikation mit dem Arzt ist möglich. Patienten schreiben eine Mail und bekommen eine Rückmeldung. Dies vereinfacht die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patienten und ist für beide Seiten eine Entlastung: Nicht für jede Nachfrage ist ein Besuch in der Praxis nötig.

WhatsApp-Marketing fördert die Kommunikation mit dem Patienten

 

Das WhatsApp-Marketing erweitert die Möglichkeiten der Kommunikation mit dem Patienten. So ist es möglich, Fragen oder Probleme direkt im Chat zu klären. Der Arzt kann den Kanal aber auch zu Marketingzwecken nutzen. Dabei ist es jedoch wichtig, die geltenden Vorschriften zu berücksichtigen und das Marketing auf die Inhalte zu konzentrieren, die für den Patienten relevant sind. Keinesfalls dürfen sich Patienten von dem Marketing überfordert oder gar belästigt fühlen. Die Strategie sollte immer für den Patienten relevant sein.

Dürfen Ärzte für ihre Arbeit werben?

 

Es ist eine Frage, die häufig gestellt wird: Ist es Ärzten gestattet, für ihre Praxis Werbung zu schalten? Die Antwort ist eindeutig: Ja. Ärzte dürfen im Rahmen der Berufsfreiheit für ihre Arbeit werben. Dies muss allein deshalb gestattet sein, weil Patienten ohne weitere Informationen die Möglichkeit verwehrt bleibt, im Rahmen der freien Arztwahl den Mediziner zu wechseln. Die Werbung kann auf klassischen analogen Medien erfolgen, aber auch auf digitalem Wege via WhatsApp oder E-Mail.

 

Die Digitalisierung ist mittlerweile in allen Altersgruppen angekommen: Nicht nur junge Menschen kommunizieren mit dem Smartphone, sondern auch Senioren und Menschen im mittleren Lebensalter. Somit können via WhatsApp Patienten in jeder Altersstruktur erreicht werden.

Gezieltes Marketing aufbauen – fünf Tipps

 

Soll WhatsApp als Kommunikationskanal für die Arztpraxis genutzt werden, gilt es einige Dinge zu beachten. Das Ziel sollte sein, die Patienten umfassend zu informieren und zu beraten. Wenn es Veränderungen in der Praxisstruktur oder neue Angebote gibt, ist es hilfreich, mit einem Newsletter darauf aufmerksam zu machen. Es besteht außerdem die Möglichkeit, über Behandlungsmethoden aufzuklären oder allgemeine Informationen über das Praxismanagement zu geben. Werbung für eigene Dienstleistungen ist ebenfalls über den digitalen Kanal zulässig. Um die Effektivität der Kommunikationsstrategie zu steigern, sollten diese Beispiele für WhatsApp Marketing berücksichtigt werden, die zeigen, wie Arztpraxen den Messenger zur Verbesserung des Patientenkontakts und zur Informationsvermittlung nutzen können.

Tipp 1: Die Bestimmungen des Datenschutzes einhalten

 

In der Regel haben Arztpraxen Kenntnis über die Telefonnummern ihrer Patienten. Dies ist für dringende Rückfragen notwendig. Viele Patienten geben ihre Handynummer an: Dies ist praktisch, weil die Erreichbarkeit höher ist. Es gibt aber auch Patienten, die keinen Festnetzanschluss haben. Es ist jedoch nicht gestattet, die Handynummern ohne Rückfrage für das Marketing zu nutzen: Bevor eine Nummer in den Verteiler aufgenommen wird, muss der Patient seine Zustimmung geben.

Tipp 2: Interessante Inhalte kommunizieren

 

Die Inhalte des Marketings sollten für den Patienten eine hohe Relevanz haben. So können neue Behandlungsmethoden auf einfachem Wege kommuniziert werden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn eine Arztpraxis Behandlungsmethoden aus der Naturheilkunde in sein Portfolio aufnimmt und einen Experten einstellt. Auch der Einsatz neuer Geräte oder ein neuer Praxismitarbeiter können Gegenstand der Kommunikation sein.

Tipp 3: Die Inhalte an das Medium anpassen

 

Das WhatsApp-Marketing konzentriert sich auf das Smartphone. Dies ist der Unterschied zur E-Mail, die auch auf größeren Bildschirmen abgerufen werden kann. Es ist wichtig, die Inhalte an den kleinen Bildschirm anzupassen. Sie sollten kurz und knapp formuliert und idealerweise mit Bildern oder Videos unterlegt sein.

Tipp 4: Gelegenheit zur Kommunikation bieten

 

Patienten sollten die Möglichkeit haben, den Arzt oder das Praxisteam über den Kommunikationskanal zu erreichen. Wenn der Newsletter an viele Patienten geschickt wird, kann dies schwierig zu handhaben sein. Es ist hilfreich, eine Praxisapp einzurichten oder über einen separaten Chat mit dem Patienten in Verbindung zu bleiben.

 

Tipp 5: Die Richtlinien von WhatsApp berücksichtigen

 

WhatsApp hat für die gewerbsmäßige Nutzung des Messengers Richtlinien herausgegeben. Diese sollten zwingend Berücksichtigung finden. Die AGBs können im Internet abgerufen werden. Sollten sich offene Fragen ergeben, ist es hilfreich, einen Experten zurate zu ziehen.

WhatsApp-Marketing: Ein moderner Weg auch für Arztpraxen

 

WhatsApp-Marketing hat sich in vielen Bereichen etabliert. Es ist eine einfache und zielführende Art der Kommunikation. Auch für Arztpraxen ist der Kommunikationsweg sehr gut geeignet, da die Patienten auf einfachem und direktem Weg erreicht werden können.


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