Online Marketing-ABC

Vielleicht ist es Ihnen auch schon einmal passiert - beschäftigt man sich etwas mehr mit mit den Themen Online Marketing und Social Media, stößt man hin und wieder auf seltsame Begriffe wie “Impressionen”, “Duplicate Content” oder “Targeting” und weiß oft gar nicht, was diese eigentlich bedeuten. Wir haben daher ein kleines Online Marketing-ABC erstellt, in dem wir Ihnen die häufigsten Begriffe genau erklären.


Zuletzt aktualisiert: 27. Januar, 2020

Algorithmus

Hinter jedem Netzwerk – Facebook, Instagram, Google & Co. – steckt ein Algorithmus. Der Algorithmus ist sozusagen ein automatische ablaufender Vorgang der bestimmt, welche Beiträge Sie in welcher Reihenfolge zu sehen bekommen. Welche Parameter dabei ausschlaggebend sind, ist je nach Netzwerk unterschiedlich. Diese ändern sich stetig, weshalb man immer auf dem neuesten Stand sein sollte. Parameter auf Facebook, die den Algorithmus beeinflussen können, sind unter anderem die Regelmäßigkeit der Postings, Interaktionen oder die Relevanz. Das bedeutet, je häufiger Sie einen Beitrag auf Facebook posten, je mehr Sie mit Ihren Followern kommunizieren und je relevanter ein Beitrag für diese ist, desto weiter oben werden Ihre Beiträge im Feed angezeigt. Ebenso haben auch Google und alle anderen Netzwerke verschiedenste Parameter die bestimmen, auf welchem Platz Ihr Website erscheint. 

 

 

Business Manager (Facebook)

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Sie ein Unternehmensprofil auf Facebook erstellen und in nur einem Tool Werbeanzeigen auf Facebook und Instagram schalten können? Genau dafür ist der Facebook Business Manager da. Über den Business Manager können Sie all Ihre werblichen Aktivitäten verwalten, ohne den Überblick zu verlieren. 

 

 

Content

“Content is King”, wie es schon Bill Gates sagte. Mit Content (dt. Inhalte) sind dabei alle Inhalte einer Seite gemeint und stellen somit die Basis für die Online-Welt dar. Egal ob Fotos, Videos, Audiodateien oder Textbeiträge – all das ist Content, der von Usern (Nutzern) konsumiert wird. Wichtig ist natürlich immer, dass der Content auch für die jeweiligen User relevant (also interessant, sinnvoll) ist. Denn nicht nur die User selbst legen großen Wert darauf, sondern auch Suchmaschinen erkennen “guten” und “schlechten” Content und benoten die Seite entsprechend, was wiederum den Algorithmus beeinflussen kann. 

 

 

Duplicate Content

Als sogenannten Duplicate Content bezeichnet man doppelte, also idente, Inhalte. Nicht selten kommt es vor, dass auf verschiedenen Websites ein und derselbe Satz zu lesen ist – das ist duplicate Content und wird vom Algorithmus abgestraft. Sie sollten alle Texte auf Ihrer Website immer mit eigenen Worten formulieren! Das gilt übrigens auch innerhalb Ihrer eigenen Website. Verwenden Sie niemals dieselben Textstellen mehrmals und kopieren Sie keine fremden Sätze, sondern versuchen Sie immer eigene Formulierungen zu finden.

 

Engagement

In der Welt des Online Marketings versteht man unter Engagement sämtliche Kommunikation und Interaktion zwischen Ihrem Profil und Ihren Nutzern. Das können beispielsweise Likes, Kommentare, Shares oder sogar auch private Chats innerhalb des sozialen Netzwerks sein. Engagement ist in jedem Netzwerk zentraler Bestandteil, denn ohne sozialer Kommunikation hätten die sozialen Netzwerke auch wenig Sinn…

 

Feed

Der Feed ist nicht Ihr Profil. Er ist sozusagen die Startseite des sozialen Netzwerkes, die Sie über die neuesten Beiträge Ihrer Community informiert. Der Feed ändert sich stetig, sobald jemand aus Ihrer Community etwas postet.

 

GIF

Jeder, der auf sozialen Netzwerken aktiv ist, kennt sie: GIFs. GIF steht für Graphics Interchange Format und sind bewegte Bilder. Die lustigen Kurzvideos sind sehr beliebt, da sie einen meistens zum Lächeln bringen. Vorteil an GIFs ist, dass diese nur geringen Speicherplatz benötigen, sie können also schnell verschickt werden und laden auch schnell.

 

Hashtag

Hashtags (#) sind Rautezeichen und werden ebenfalls in jedem sozialen Netzwerk angewendet. Der Sinn von Hashtags ist es Bilder, Videos und sonsitge Beiträge mit Stichworten zu benennen, um sie in der großen Masse leichter wiederzufinden. Posten Sie beispielsweise ein Foto einer Brustvergrößerung, können Sie das Foto mit Hashtags wie #brustvergrößerung #brustop #plastischechirurgie benennen. Ist ein User an einer Brustvergrößerung interessiert, kann er in der Suchfunktion #brustvergrößerung eingeben und findet Ihren Beitrag dazu.

 

Hashtags stammen übrigens ursprünglich aus dem sozialen Netzwerk Twitter und sind mittlerweile bei allen anderen Netzwerken ebenfalls üblich. Viele User übertreiben es mit Hashtags manchmal und setzen vor fast jedes Wort das Rautezeichen. Üblich sind ungefähr 10-15 Hashtags. Achten Sie darauf wirklich nur Stichwörter zu verwenden, die im Zusammenhang mit Ihrem Beitrag stehen.

 

Impressionen

Die Zahl der Impressionen zeigt, wie viele Menschen Ihren Beitrag insgesamt gesehen haben. Impressionen sind dabei nicht mit der Zahl der Reichweite zu verwechseln. Eine Person kann Ihren Beitrag nämlich zum Beispiel auch 5 mal sehen. 5 ist dann die Zahl der Impressionen. 1 ist die Zahl der Reichweite. Impressionen sind besonders bei Werbeanzeigen eine wichtige Kennzahl. Sofern Ihre Anzeige beispielsweise ein viel höhere Anzahl an Impressionen als Reichweite hat können Sie abschätzen, wie oft eine Person Ihren Beitrag schon gesehen hat. Ist die Zahl zu hoch, sollten Sie Ihre Werbestrategie anpassen.

 

J –

 

Klickrate (Click-through-rate)

Die Klickrate ist besonders bei Werbeanzeigen eine der wichtigsten Kennzahlen. Sie gibt an, wie viele Personen tatsächlich auf Ihren Beitrag geklickt haben. Die Click-through-rate (CTR) wird wie folgt berechnet: CTR = (Klicks / Impressionen) x 100. 

Durchschnittlich sagt man, dass auf rund 1000 Impressionen ungefähr ein bis zwei Klicks kommen, die CTR liegt bei 1000 Impressionen also bei nur 1%. Um die Klickrate zu erhöhen ist es daher umso wichtiger, Ihrer Zielgruppe den passenden Content anzubieten.

 

Likes

Besonders Unternehmen geht es auf sozialen Medien oft darum, immer mehr Likes (“Gefällt-mir”) zu erzielen. Teilweise wird mit Likes sogar gehandelt, beispielsweise mit Bloggern. So kann es vorkommen, dass im Kooperationsvertrag ausgemacht wird, wie viel der Blogger pro tausend erreichten Likes auf ein spezielles Foto verdient. Tatsächlich ist es auch möglich Likes zu kaufen. Davon raten wir aber strengstens ab, da es erstens eventuell von den sozialen Netzwerken abgestraft werden kann. Zweitens sollte man, besonders als Arzt, darüber nachdenken, was wirklich sinnvoll ist. Ist es sinnvoll Likes von Personen zu bekommen, die eigentlich gar nicht an meinem Foto/meiner Person/meiner Arbeit interessiert sind?

 

Markierung

Sowohl bei Fotos als auch bei Videos oder Beiträgen ist es möglich, andere Unternehmen oder Personen zu markieren. Oft wird dafür auch der Begriff “Tagging” benutzt. Sinn dahinter ist es, sich gegenseitig zu vernetzen und andere User auch auf weitere Seiten zu leiten.

 

Newsletter

Newsletter zu verschicken ist eine gutes Online Marketing-Tool, um mit Ihren Patienten in Verbindung zu bleiben und sie regelmäßig über neueste Themen aus Ihrer Praxis zu informieren. Achten Sie dabei unbedingt auf gesetzliche Vorgaben!

 

Organische Reichweite

Die organische Reichweite ist die Zahl an Personen, die Ihr Beitrag ohne Schaltung von Werbung erreicht. Die organische Reichweite ist also sozusagen Ihre “natürliche”, unbezahlte Reichweite. Diese Reichweite finden Sie, sofern Sie einen Business Manager haben, direkt unterhalb jedes Ihrer Postings.

 

Post 

Mit Post ist in der Welt der sozialen Medien kein Brief oder Paket gemeint, sondern ein Beitrag, den sie veröffentlichen: das Posting. Veröffentlichen Sie beispielsweise ein Foto auf Facebook, so sagt man – eingedeutscht – Sie “posten” ein Foto. Postings kann man auf Facebook übrigens auch schon im Vorhinein planen!

 

Qualität

Qualität ist zwar kein Begriff aus der Welt des Online-Marketings, wir finden es an dieser Stelle aber dennoch passend. Egal ob in der Arztpraxis, bei der Beratung, bei der Operation oder auch bei der Kommunikation nach außen – besonders als Arzt sollte Qualität immer an oberster Priorität stehen und zwar in allen Bereichen. Qualität können Sie auch über soziale Netzwerke vermitteln, beispielsweise indem Sie nur hochwertige Fotos posten, Artikel über Ihre Arbeiten, positive Bewertungen erhalten oder auch, indem Sie das Qualitätssiegel von MOOCI in Ihr Profil einbauen.

 

Reichweite

Die Zahl der Reichweite gibt an, wie viele Personen Ihren Beitrag insgesamt gesehen haben. Posten Sie beispielsweise ein Foto auf Facebook, steht direkt unterhalb des Fotos die Zahl Ihrer Reichweite. Erschrecken Sie sich nicht, wenn Ihre Reichweite geringer ist als Ihre Zahl an Followern – das ist völlig normal. Sie können nicht alle Ihre Follower erreichen.

 

Shitstorm

Auch dieser Begriff ist Ihnen vielleicht schon einmal untergekommen. Als Shitstorm wird eine Welle an negativer Kritik gegen eine Person oder Unternehmen bezeichnet, die über die sozialen Medien ausgelebt wird. Oft ist ein Skandal, der in klassischen Medien veröffentlicht wird, der Auslöser für User ihre Meinung auch auf sozialen Medien zu äußern. Negative Kritiken unter einem Beitrag zu löschen war bisher übrigens in den wenigsten Fällen erfolgreich – das ärgert die User nämlich noch viel mehr. 

 

Targeting

Targeting leitet sich vom englischen Wort target (Ziel) ab und bezeichnet die zielgruppenspezifische Strategie einer Werbekampagne. Beim Targeting geht es darum eine genaue Analyse (soziodemografische Daten, Vorlieben, etc.) der Zielgruppe zu erheben und zu definieren. An genau diese Zielgruppe werden dann auch die verschiedenen Werbemittel (Foto, Video,…) sowie die Sprache und sonstige Einstellungen angepasst. Ziel ist es, Werbung an die perfekte Zielgruppe auszuspielen, mit möglichst geringen Streuverlusten.

 

URL

URL steht für “Uniform Resource Locator” und ist die individuelle Adresse (Link) einer Website. 

 

Vlogger

Vlogger sind Video-Blogger. Also beispielsweise YouTuber, die regelmäßig Videos veröffentlichen.

 

W – X – Y – Z