Medizinischer Trend: Apparative Treatments

Immer stärker im Vormarsch befinden sich apparative Treatments - sie zählen mittlerweile zu den Bestsellern im Medical-Beauty Bereich. Der Wunsch der Patienten ist es ohne Operation, ohne Nadeln und ohne große Ausfallzeit die Haut auf natürliche Weise zu behandeln und zum Strahlen zu bringen. Wir stellen Ihnen 2 spannende Techniken vor und betrachten diese kritisch.


Zuletzt aktualisiert: 27. Januar, 2020

#1 Fokussierter Ultraschall

 

Kurzbeschreibung:

Die Behandlung mit fokussiertem Ultraschall ist besonders für Patienten geeignet, die eine Hautstraffung ohne Spritze oder Operation wünschen. Dabei wird der körpereigene Regenerationsprozess stimuliert und beschleunigt.

 

Ziel der Behandlung:

Ziel der Behandlung ist es, die Kollagensynthese in den tiefen Hautschichten auf natürlichem Weg wieder anzuregen und schlaffes Bindegewebe zu stärken.

 

Technik:

Durch die gezielte Fokussierung der Ultraschallenergie können kurzfristig Temperaturen von 65-70°C erreicht werden. An der behandelten Stelle bewirken diese Temperaturen ein Aufbrechen der Kollagenfasern in der subkutanen Fettschicht, die sich anschließend wieder zusammenziehen. Aufgrund der Zerstörung bestimmter Kollagenverbindungen kommt es zur neuen Faltung der Kollagenketten, die wieder eine viel stabilere Form annehmen und somit kürzeres und dickeres Kollagen bilden. Außerdem regt die Ultraschallenergie die körpereigene Kollagenbildung an, was zusätzlich einen Straffungseffekt bewirkt.

 

Anwendung:

Die Behandlung mit fokussiertem Ultraschall ist besonders geeignet, wenn schlaffes Bindegewebe gestärkt werden soll. Beliebte Anwendungsbereiche sind daher Wangen, Kinn, Hals, Arme, Beine und Dekolleté, in einigen Fällen auch Augenfältchen oder zum Anheben der Augenbrauen. Oft genügt schon eine Anwendung, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

 

Risiken:

Prinzipiell sind keine Risiken zu erwarten. Leichte Schwellungen und Rötungen können kurzzeitig auftreten, sehr selten sind Blutergüsse oder ein Taubheitsgefühl.

 

Langzeitstudien sind bekannt, die Behandlungen müssen jedoch immer individuell auf den Patienten abgestimmt werden, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

 

#2 Laser

 

Kurzbeschreibung:

Bei der Laserbehandlung können gebündelte Lichtstrahlen nicht nur aus kosmetischen Gründen, sondern auch bei Erkrankungen eine schonende Anwendung bieten. “Laser” ist dabei die Abkürzung für “light amplification by stimulated emission of radiation” und bedeutet “Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung”.    

 

Ziel der Behandlung:

Ziel der Laserbehandlung ist es, das Gewebe weicher zu machen und die Regeneration der Haut anzukurbeln.  

 

Technik:

Auch wenn den meisten alle Behandlungen bekannt sind, sind doch die neuesten Techniken am Vormarsch, welche noch feiner in der Tiefe der Haut arbeiten können. Der Laserstrahl teilt sich in viele einzelne Strahlen auf, die jeweils sehr kleine Löcher in das Gewebe und tiefer liegende Hautschichten setzen. Dadurch erfolgt im Gewebe der Anstoß zur Zellregeneration und einer erhöhten Kollagenbildung. Zwischen den absichtlich geschädigten Hautstellen sorgen die verbliebenen intakten Gewebebrücken dafür, dass sich die Haut schneller erholen kann. Die Regeneration kann dabei sechs bis zwölf Monate dauern.

 

Beim Laser unterscheidet man zwischen verschiedenen Lasergeräten sowie zwischen verschieden Energie-Stärken.

 

  • Fraktionierter Laser: zum Glätten von Falten
  • Fraktionierter CO2-Laser: gegen stärkere Falten und schwere Strukturschäden
  • Hochintensive Lasertherapie: Behandlungen in der Orthopädie
  • Low-Level-Lasertherapie: Schmerzen, Schwellungen, Ödeme lindern

 

Alte Lasertechniken sind seit Jahren bekannt, moderne Techniken führen mittlerweile zu deutlich geringeren Ausfallzeiten. Dadurch lässt sich auch das immer stärkere Streben der Patienten nach nicht ablativen Behandlungen als Langzeit-Treatments erklären.

 

Anwendung:

Je nach Lasergerät können unterschiedliche Indikationen behandelt werden:

 

  • Hauterkrankungen
  • Augenheilkunde
  • Alters- und Pigmentflecken
  • erweiterte Äderchen und Venen
  • Falten
  • Narben
  • Hautunreinheiten, große Poren
  • Akne
  • Muttermale
  • Dauerhafte Haarentfernung
  • Hautrötungen, Rosacea, Couperose
  • Zysten
  • Feuermale
  • Viruserkrankungen
  • Feigwarzen
  • Nagelpilz
  • Schuppenflechte
  • Tumorerkrankungen der Haut
  • Muskelverspannungen
  • Schleimbeutelentzündungen
  • Prellungen, Zerrungen
  • Arthrose, Arthritis
  • Sehnenscheidenentzündung

 

Risiken:

Bei richtiger Anwendung ist auch hier in der Regel mit geringen bis keinen Nebenwirkungen zu rechnen. Je nach Behandlung können leichte Schwellungen oder Rötungen erscheinen, die nach ein paar Tagen verschwunden sein sollten. Durch die Abtragung der Haut ist eine Infektion der Wunde möglich, da Krankheitserreger leichter  eindringen können. Auch kann es zu einer Vernarbung der gelaserten Stelle kommen. Mögliche weitere Komplikationen sind ein Nässen der Haut, Krustenbildung an den behandelten Stellen, Hautschuppungen sowie kleine Blutungen.

 

Genau wie die Behandlung mit fokussiertem Ultraschall kann auch der Laser nicht jedes Problem lösen, sondern muss jahrelange Erfahrung und spezielles Fachwissen mit sich bringen.

 

Fazit Ultraschall & Laser:

Ultraschall- und Laserbehandlungen sind nicht unbekannt, doch durch immer neuere Techniken und damit geringere Ausfallzeiten kommt es zu einem Anstieg der Nachfrage an nicht-ablativen Behandlungen. Natürlich sind die Ergebnisse meistens nicht sofort sichtbar, weshalb also mehr Behandlungen bei weniger Output benötigt werden. Dennoch haben diese Behandlungen ihre Berechtigung, da Patienten die nicht-operativen Techniken und die natürlichen Ergebnisse immer stärker nachfragen. 


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