Elektive Eingriffe nach dem Lockdown: Prävention von postoperativen Wundinfektionen wichtiger denn je!

Gesundheitspolitisch gesehen waren die frühen und sehr restriktiven Maßnahmen in der Corona-Pandemie in Österreich im direkten Vergleich mit anderen Ländern mit Blick auf die Sterblichkeitsrate sicherlich zu befürworten. Dem gegenüber stehen allerdings 5.000 Todesfälle, die aufgrund von Infektionen in Österreichs Krankenhäuser zu beklagen sind – ohne Coronavirus und das jedes Jahr.


Zuletzt aktualisiert: 16. Juni, 2020

Trotz hoher Hygienestandards lässt sich eine postoperative Wundinfektion (engl. surgical site infection; SSI) nie vollkommen ausschließen. Diese liegt hierzulande aktuell an erster Stelle der Gesundheitssystem-assoziierten Infektionen. Die Häufigkeit ist jedoch stark von der Art des Eingriffs abhängig. Die Wundinfektionsraten sind bei orthopädischen Eingriffen beispielsweise zwar relativ gering, die Folgen einer Infektion jedoch nicht unerheblich, da die Implantate oder Gelenke in Folgeoperationen meist ausgetauscht werden müssen. Oft wird die Infektion durch die eigene Hautflora (Staphylococcus aureus) des Patienten verursacht.

SSI: Abhängig von der Art des Eingriffs und von der Jahreszeit

Neben einigen anderen Parametern hat die Jahreszeit – bedingt durch das wärmere Klima in den Sommermonaten – einen wesentlichen Einfluss auf das Auftreten einer Infektion nach einer OP. Bei planbaren Operationen wird das Nutzen/Risiko-Verhältnis besonders berücksichtigt und nicht zuletzt aus diesem Grund werden nicht-akute Eingriffe bevorzugt in den kühleren Monaten durchgeführt. Viele dieser Operationstermine sind dieses Jahr allerdings der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen und so werden in den Sommermonaten Juni, Juli und August voraussichtlich mehr Eingriffe stattfinden (müssen) als in früheren Jahren.
 
Wundinfektionen nach einer Operation treten nicht so selten auf
 
Viele Studien – u.a. aus der Orthopädie oder Plastischen Chirurgie – zeigen allerdings, dass in genau diesem Zeitraum signifikant mehr postoperative Wundinfektionen auftreten (Roof et al, 2020; Duscher et al, 2018). An heißen Sommertagen ist das Risiko einer Wundinfektion nach einer OP statistisch gesehen sogar um ca. 30% höher, als beim gleichen Eingriff, der in einer kühlen Jahreszeit durchgeführt wird (Anthony et al, 2017).

Patienten als Erregerquelle.

Krankenhausinfektionen können endogen oder exogen entstehen. Bei sogenannten endogenen Infektionen stammen die Keime von der Haut des Patienten selbst. Da bei einer Operation die Schutzbarriere der Haut durchbrochen wird, können dadurch vorwiegend Staphylokokken folgenschwere Infektionen auslösen. Diese endogenen Infektionen lassen sich grundsätzlich leider nicht komplett vermeiden. Das Risiko lässt sich durch geeignete Maßnahmen aber deutlich reduzieren, indem mögliche „Problemkeime“ bereits vor der OP mithilfe spezieller Hygienemaßnahmen effizient beseitigt werden.
 
Eine der ersten bedeutenden Studien zur präoperativen Patientendekontamination führten Bode et al. durch (Bode et al, NEJM, 2010). Nasale S. aureus-Träger unter den Patienten der Inneren Medizin, Herz-Thorax-Chirurgie, Gefäßchirurgie, Orthopädie, Viszeralchirurgie und Allgemeinchirurgie, zeigten nach dieser Hygienemaßnahme signifikant weniger S.-aureus-assoziierte SSIs (Rückgang um 60 %) und tiefe Wundinfektionen und konnten zudem das Krankenhaus früher verlassen.

Vorbereitung beginnt zu Hause.

Da ein Screening auf S.aureus ist nicht immer möglich bzw. auch mit logistischem Aufwand und Kosten verbunden ist, sollten die Patienten bereits zu Hause mit einer guten Vorbereitung beginnen. Bei einer antibiotikafreien Dekontamination (z.B. mit dem Wirkstoff Octenidin) lässt sich ebenfalls ein universeller Ansatz verfolgen: Der Patient wendet das antiseptische Duschgel und das Nasengel bis zu 5 Tage vor der OP an, die Handhabung ist schnell und einfach durchzuführen.
 
In einer unter Chirurgen durchgeführten Umfrage (Tschelaut et al, 2018), ist Octenidin in Österreich der meist verwendete antiseptische Wirkstoff für diese präoperative Maßnahme. In nur wenigen Minuten pro Tag, ist es dem Patienten somit möglich, sich selbst auf den operativen Eingriff vorzubereiten und damit das Risiko einer gefährlichen Infektion zu senken.
 
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Mit dem octenisan Set von schülke kann sich er Patient bereits in den eigenen vier Wänden vorbereiten
 
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