Corporate Identity – Ihr einzigartiger Wiedererkennungswert

Wie kann sich Ihre Praxis von anderen unterscheiden? Und wie schaffen Sie es, dass sich Patienten für Ihre Praxis entscheiden? Entscheidender Faktor ist Corporate Identity, oder auch CI genannt. Wie auch Sie eine professionelle Corporate Identity für Ihre Praxis aufbauen können, erklären wir in diesem Artikel.


Zuletzt aktualisiert: 24. Januar, 2020

Erste Überlegungen für die eigene CI

Um eine eigene CI zu entwickeln, können Sie sich in einem ersten Schritt an der folgenden VIVA-Formel orientieren. 

  • Vision: Was treibt Sie an? Was wollen Sie verändern? Was ist Ihre Idee? Versuchen Sie etwas konkreter zu werden als “Ich möchte Menschen von Schmerzen befreien” wie zum Beispiel “Ich möchte Menschen mit Naturheilmitteln zu einem besseren Lebensgefühl verhelfen”.
  • Identität: Was sind Ihre Werte und innere Einstellung? Haben Sie ein Motto oder einen Leitsatz? 
  • Verhalten: Wie gehen Sie an Ihre Arbeit heran? Verwenden Sie ausschließlich Produkte einer speziellen Marke?
  • Auftritt: Wie möchten Sie Vision, Identität und Verhalten nach außen einheitlich kommunizieren?

 

Versuchen Sie diese Fragen zu beantworten, um ein möglichst genaues Leitbild für Ihre Praxis zu entwerfen. Sämtliche Unternehmensentscheidungen sollten anhand dieses Leitbildes beziehungsweise anhand dieser Praxisphilosophie getroffen und auch tatsächlich gelebt werden. Vermeiden Sie daher leere Phrasen – Ihre Patienten durchschauen Sie schnell. 

 

Achtung: Die CI ist kein einmalig festgelegtes Konzept, sondern eher ein stetiger Prozess.

Sie kann und soll im Laufe der Jahre immer wieder aktualisiert und angepasst werden!

 

Wie setzt sich die CI zusammen?

Für eine professionelle CI reicht es nicht aus, Logo oder Farben auf sämtlichen Kanälen einheitlich zu verwenden. Die Unternehmensidentität ist vielmehr ein durchdachtes Gesamtkonstrukt, welches sich auch aus einheitlichen Denkweisen, Verhaltensmustern und Kommunikation zusammensetzt. Um Ihre einzigartige Praxisidentität zu entwickeln, sollten Sie Überlegungen zu folgenden drei Elementen anstreben: 

 

  • Corporate Behaviour
  • Corporate Communication
  • Corporate Design

 

Die Aufgliederung in diese drei Bereiche der Corporate Identity hilft Ihnen, über die grundlegenden Abläufe Ihres Praxisalltags bewusst zu werden und gegebenenfalls Optimierungsmöglichkeiten zu erkennen. 

 

Corporate Behaviour: Einheitliches Verhalten

Bei Corporate Behaviour geht es primär darum, dass alle (!) Praxisangehörigen nach innen als auch gegenüber Außenstehenden Personen einheitlich auftreten. Nicht nur der Arzt, sondern auch alle AssistentInnen sollten mit einheitlichen Meinungen, Vorstellungen, Visionen und Verhaltensweisen im Praxisalltag leben. Bei jedem Außenkontakt, sei es mit Patienten, Lieferanten oder Kollegen, vermitteln Sie ein Bild davon, wie es in Ihrer Praxis abläuft.

 

Speziell für größere Praxen mit mehreren Angestellten geht es bei Corporate Behaviour ebenfalls um das interne Verhalten des Arztes gegenüber den Mitarbeitern. Das betrifft beispielsweise Fortbildungsmöglichkeiten, Lohnzahlungen, Motivation oder den allgemeinen Umgangston.

 

To Do: Stellen Sie sicher, dass alle Ihre Mitarbeiter eine einheitliche Vorstellung über Ihre Unternehmensphilosophie haben und legen Sie gewisse Verhaltensregeln fest. Nutzen Sie regelmäßige Teammeetings, um Ihre Visionen und Ihr Leitbild immer wieder in Erinnerung zu rufen. Außerdem haben Sie so die Möglichkeit Feedback zu bekommen, das Sie für Optimierungen nutzen können.

 

Corporate Communication: Einheitliche Kommunikation

Die Corporate Communication ist teilweise an Corporate Behaviour geknüpft und betrifft die Kommunikation nach innen und nach außen. Ihre Corporate Language, die Unternehmenssprache, sollte auf sämtlichen Kanälen – auf der Website, am Telefon, im persönlichen Gespräch oder auch in Sozialen Netzwerken – einheitlich sein. Gerade im Medizinbereich ist es wichtig mit Patienten so zu kommunizieren, dass sie sich wohlfühlen und alles klar verstehen. Die Corporate Language sollte daher nicht zu viele Fachbegriffe aufweisen und Patienten auf Augenhöhe begegnen.

 

To Do: Klären Sie Ihre Mitarbeiter über den gewünschten Umgangston gegenüber Patienten auf und legen Sie Sprachregeln fest. Vermeiden Sie, wenn möglich, negative Wörter wie zum Beispiel “Schmerzen” oder “Komplikationen”. Für telefonische Terminvergaben eignet sich beispielsweise ein Gesprächsleitfaden, anhand dessen sich Ihre Mitarbeiter orientieren können.

 

Für eine einheitliche Kommunikation nach innen stellen Sie sicher, dass stets ein freundlicher Umgangston herrscht und Ihre Mitarbeiter respektvoll miteinander umgehen – dies wirkt sich auch auf Ihre Patienten positiv aus!

 

Corporate Design: Einheitliches Design

Das Corporate Design betrifft das optische Auftreten der Praxis. Hier geht es darum Farben, Schriftzüge, Symbole sowie das Logo einheitlich zu verwenden. Mit dem Corporate Design tragen Sie optisch Ihre Praxisphilosophie nach außen und schaffen damit Wiedererkennungswert.

 

To Do: Stellen Sie sicher, dass Sie ein professionell gestaltetes, individuelles Logo entwickeln, entscheiden Sie sich für eine einheitliche Schriftart und Farbauswahl. Verwenden Sie Ihr Corporate Design auf Visitenkarten, auf der Website, auf Sozialen Medien, auf Broschüren, in Presseinformationen oder auch auf Ihrer Praxiskleidung.

 

Das Wichtigste ist die Einheitlichkeit! 

Kommunikation, Verhalten und Auftritt müssen sowohl nach innen als auch nach außen perfekt aufeinander abgestimmt sein. Nur so ergibt sich ein stimmiges Praxisbild, das einzigartigen Wiedererkennungswert schafft – Ihre Corporate Identity!