Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom)

Unter Scheidenkrebs versteht man in der Medizin einen seltenen, bösartigen Tumor, der vor allem bei Frauen in höherem Lebensalter vorkommt und sich langsam aus Krebsvorstufen entwickelt. Die Tumorzellen gehen in diesem Fall von der Scheide aus, die zu den inneren weiblichen Geschlechtsorganen gehört. Man unterscheidet das sogenannte Vaginalkarzinom, das den Krebsbefall der Scheide bezeichnet, von einem Vulvakarzinom, bei dem die bösartigen Zellen von den äußeren weiblichen Geschlechtsorganen, also den Schamlippen oder der Klitoris ausgehen.


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Zuletzt aktualisiert: 29. September, 2020



ICD-10 C52

Was versteht die Medizin unter Scheidenkrebs?

Unter Scheidenkrebs versteht man in der Medizin einen seltenen, bösartigen Tumor, der vor allem bei Frauen in höherem Lebensalter vorkommt und sich langsam aus Krebsvorstufen entwickelt. Die Tumorzellen gehen in diesem Fall von der Scheide aus, die zu den inneren weiblichen Geschlechtsorganen gehört. Man unterscheidet das sogenannte Vaginalkarzinom, das den Krebsbefall der Scheide bezeichnet, von einem Vulvakarzinom, bei dem die bösartigen Zellen von den äußeren weiblichen Geschlechtsorganen, also den Schamlippen oder der Klitoris ausgehen. Ärzte differenzieren zwischen primärem und sekundärem Scheidenkrebs. Primäre Vaginalkarzinome entwickeln sich direkt aus den Schleimhautzellen der Scheide und treten meistens in den obersten Zellschichten auf, wohingegen sekundärer Scheidenkrebs als Folgeerkrankungen von anderen Krebsarten wie Gebärmutterhalskrebs auftritt.
 
Scheidenkrebs tritt vor allem bei älteren Frauen zwischen 60 und 70 Jahren auf
 
Häufig wird ein sogenanntes Vaginalkarzinom erst in einem späten Stadium entdeckt, da es in frühen Stadien keine Symptome verursacht. In der Regel entwickelt sich Scheidenkrebs aus Krebsvorstufen, die sich gut behandeln lassen, weshalb eine frühe Diagnostik für die Heilung sehr wichtig ist.
 
Scheidenkrebs ist sehr selten, es erkrankt lediglich eine von 100 000 Frauen an der bösartigen Gewebeveränderung in der Scheide. Die meisten Patientinnen, die mit einem Vaginalkarzinom diagnostiziert werden, sind zwischen 60 und 70 Jahre alt.
 
Je nach Ausdehnung des Tumors unterscheidet man in der Medizin vier Stadien. Im ersten Stadium liegt der Krebs ausschließlich in der Scheide vor; bei Stadium zwei ist umliegendes Gewebe bereits befallen, jedoch hat sich der Tumor nur bis unterhalb der Beckenwand ausgebreitet. Das dritte Stadium zeichnet sich dadurch aus, dass bereits Lymphknoten betroffen sind und der Tumor bis zur Beckenwand vorreicht. Im vierten Stadium des Vaginalkarzinoms hat sich der Tumor weiter ausgebreitet und auch die Harnblase, den Enddarm und den Bauchraum befallen.

Was sind die Vorstufen von Scheidenkrebs?

Scheidenkrebs bricht meistens erst aus, nachdem sich gewisse Vorstufen bemerkbar gemacht haben. Diese treten in Form von Schleimhautveränderungen auf, die sich zu Krebs entwickeln können, wenn sie nicht behandelt werden. Diese Schleimhautveränderungen kann Dein Gynäkologe bei einem Kontrollabstrich feststellen. Aus diesem Grund ist es wichtig, Deinen Frauenarzt zur jährlichen Routinekontrolle aufzusuchen, bei der er einen Vaginalabstrich durchführt. Meistens kann die Erkrankung bereits in der Vorstufe zum Stillstand gebracht werden und oft regeneriert sich der Körper in den Vorstufen auch von selbst, sodass gar keine Therapie notwendig ist.

Was sind die Symptome von Scheidenkrebs?

Da in Vorstufen und frühzeitigen Stadien der Erkrankung Symptome oft gänzlich ausbleiben, wird Scheidenkrebs häufig erst in einem späteren Stadium entdeckt. Die ersten Anzeichen einer Erkrankung treten somit meistens erst zu einem relativ späten Zeitpunkt auf. Ein Vaginalkarzinom macht sich dann häufig durch vermehrten Scheidenausfluss oder ungewöhnliche Zwischenblutungen bemerkbar, die auch häufig während oder nach dem Sex vorkommen. Solche Blutungen liegen zwar meistens harmlosen Ursachen zugrunde, können aber auch auf Scheidenkrebs hindeuten. Insbesondere dann, wenn Deine Regelblutung altersbedingt nicht mehr oder nur unregelmäßig auftritt und Du dennoch Blutungen bemerkst, könnte das ein Symptom für Scheidenkrebs sein, von dem Du auf jeden Fall Deinem Gynäkologen berichten solltest.
 
Des Weiteren kann es zu Juckreiz oder Schwellungen im Genitalbereich kommen, beispielsweise an den äußeren Schamlippen, an denen Knoten, Geschwüre oder Schwellungen auftreten können.
 
Auch geschwollene Lymphknoten oder Schwellungen in der Leiste gehören zu den Symptomen eines Vaginalkarzinoms. Hat der Krebs eine bestimmte Größe erreicht, leiden die Betroffenen an erschwertem Stuhlgang oder haben Schwierigkeiten beim Wasserlassen.
 
Allerdings tritt die Hälfte aller Vaginalkarzinome auf, ohne dass die Betroffenen an Symptomen leiden. Regelmäßige Untersuchungen durch Deinen Gynäkologen sind also umso wichtiger, um eine Krankheit auch dann zu entdecken, wenn sie sich nicht bemerkbar macht.

Welche Ursachen hat Scheidenkrebs?

Die genauen Ursachen für die Entstehung von Scheidenkrebs sind ungeklärt. Ärzte gehen allerdings davon aus, dass der Ausbruch eines Vaginalkarzinoms mit einer Infektion mit dem Humanen Papillomavirus zusammenhängt. Diese sogenannten HP-Viren werden meist durch Geschlechtsverkehr übertragen und können die Ursache für ein Vaginalkarzinom darstellen, insbesondere dann, wenn dieses bei jüngeren Frauen auftritt. Ungeschützter Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern erhöht somit das Erkrankungsrisiko.
 
Auch Krebserkrankungen oder -vorstufen an den äußeren Schamlippen oder im Bereich des Muttermunds, sowie frühere Erkrankungen an Gebärmutterhalskrebs können ein Grund für ein Vaginalkarzinom sein.
 
Der Konsum von Nikotin ist keine Hauptursache von Scheidenkrebs, kann allerdings das Risiko deutlich erhöhen
 
Des Weiteren gibt es gewisse Risikofaktoren, die zwar nicht als Ursache eines Vaginalkarzinoms bezeichnet werden können, die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs der Krankheit aber erhöhen können.
 
Zu den Risikofaktoren, die Scheidenkrebs begünstigen, gehören Vorerkrankungen, wie beispielsweise Diabetes, da bei Diabetespatientinnen eine Neigung zu chronischen Infektionen im Genitalbereich besteht. Auch eine chronische Immunschwäche, zum Beispiel bedingt durch eine HIV-Infektion, kann das Risiko erhöhen, an einem Vaginalkarzinom zu erkranken. Ebenfalls kann der Konsum von Nikotin das Auftreten von Scheidenkrebs fördern. Es ist zwar nicht direkt die Ursache, begünstigt aber den Ausbruch einer solchen Erkrankung.

Wie diagnostiziert der Arzt Scheidenkrebs?

Wenn der Verdacht auf Scheidenkrebs besteht, tastet Dein Arzt zunächst die Lymphknoten in Deiner Leiste ab, um zu überprüfen, ob diese unregelmäßig angeschwollen sind. Im Anschluss daran wird er eine gynäkologische Untersuchung durchführen, bei der er die Scheide bis zum Muttermund betrachtet. Das ist notwendig, um feststellen zu können, ob ein Schleimhautbereich mit bloßem Auge bereits auffällig verändert scheint. Zunächst wird Dein Frauenarzt eine Tastuntersuchung durchführen, um Knoten oder Gewächse erfühlen zu können.
 
Im Rahmen der Untersuchung nimmt Dein Gynäkologe außerdem mithilfe eines Abstrichstäbchens einen Abstrich von der Scheidenschleimhaut.
 
Bei diesem Zellabstrich, auch PAP-Test genannt, entnimmt Dein Frauenarzt einen Zellabstrich aus Deiner Vaginalschleimhaut, um diese im Anschluss in einem Labor mikroskopisch untersuchen zu lassen. Die Analyse im Mikroskop dient dazu, herauszufinden, ob die entnommenen Zellen verändert sind.
 
Gegebenenfalls kann Dein Arzt auch eine Biopsie, also eine kleine Gewebeprobe, aus Deiner Scheidenschleimhaut entfernen, die in einem Labor gezielt auf Krebszellen untersucht werden kann. Außerdem kann Dein Arzt mit einem Ultraschallgerät überprüfen, ob Veränderungen in der Schleimhaut vorliegen. Für dieses diagnostische Verfahren lässt sich der Ultraschallkopf entweder direkt in die Scheide einführen oder von außen auf den Unterbauch setzen.
 
Wenn Dein Gynäkologe durch diese Untersuchungen ein Vaginalkarzinom diagnostiziert, muss in weiterer Folge festgestellt werden, wie groß der Tumor ist und ob er sich bereits in umliegendes Gewebe ausgebreitet hat oder über die Lymphbahnen im Körper verteilt hat.
 
Das geschieht mittels sogenannter Staging-Verfahren eruiert. Zu diesen gehören Untersuchungen der Harnwege und des Enddarms, aber auch Computertomografien, Magnetresonanztomografien oder Knochenszinigrafien.

Welche Therapien kommen bei Scheidenkrebs zum Einsatz?

Wenn Du an einer Vorstufe eines Vaginalkarzinoms leidest, der Krebs aber noch nicht ausgebrochen ist, genügt in vielen Fällen eine regelmäßige Verlaufskontrolle durch einen Gynäkologen. Bei Untersuchungen in kontinuierlichen Abständen entnimmt Dein Frauenarzt Zellabstriche aus der Scheidenschleimhaut, die in einem Labor auf Unregelmäßigkeiten untersucht werden. In vielen Fällen ist es möglich, dass sich die Vorstufe eines Scheidenkrebs von selbst zurückbildet, ohne dass eine Therapie notwendig ist. Wenn allerdings Veränderungen gegeben sind, die über einen längeren Zeitraum in der Schleimhaut bestehen, dann muss der Gynäkologe diese mithilfe eines Lasers entfernen.
 
Wenn die Diagnose Scheidenkrebs feststeht und sich bereits ein Tumor gebildet hat, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Behandlung. Die Art dieser richtet sich nach dem Krankheitsstadium und dem genauen Sitz des Tumors. Es kann beispielsweise eine Strahlentherapie oder eine Operation durch einen Spezialisten durchgeführt werden, um das bösartige Geschwür zu bekämpfen. Mehr Informationen zu diesen Behandlungsmethoden kannst Du weiter unten auf dieser Seite nachlesen. Eine weitere Behandlungsmethode ist die Chemotherapie. Diese wird allerdings nur dann von Ärzten eingesetzt, wenn die anderen Behandlungsmethoden nicht ausreichend wirken oder sich der Tumor bereits in einem stark fortgeschrittenen Stadium befindet.
 
Zur Bekämpfung des Scheidenkrebs kann unter anderem eine Chemotherapie erfolgen

Wie funktioniert die Strahlentherapie bei Scheidenkrebs?

In den fortgeschrittenen Krankheitsstadien behandeln Ärzte Scheidenkrebs häufig mit einer Strahlentherapie. Die Krebszellen lassen sich so entweder von außen oder von innen bestrahlen. Ebenso kann ein Onkologe kleine radioaktive Nadeln in den Tumor einbringen, um diesen zu zerstören. Der Arzt wiederholt die Bestrahlung in regelmäßigen Zeitabständen und kombiniert diese gegebenenfalls mit anderen Verfahren, um die Behandlungserfolge zu optimieren. Die Bestrahlung kann einige Nebenwirkungen zur Folge haben. Beispielsweise kann sich durch die Therapie die Scheide verengen oder verkleben. Diese Nebenwirkungen lassen sich allerdings mit speziellen Salben lindern. Ebenso kann es durch die Bestrahlung zu Blutungen, Juckreiz oder Reizungen der Nachbarorgane kommen.

Wie verläuft die Operation bei Scheidenkrebs?

Ein Tumor in der Scheide lässt sich unter anderem durch eine Operation beseitigen. Wenn das Karzinom im oberen Drittel der Scheide liegt, entfernt Dein Gynäkologe bei einer Operation in der Regel auch die Gebärmutter und die umliegenden Lymphknoten. Befindet sich der Tumor im unteren Bereich der Scheide, muss der Spezialist nur die Lymphknoten in der Leiste mitentfernen.
 
Wenn es sich beim Vaginalkarzinom lediglich um einen kleinen Tumor handelt, kann ein Arzt diesen häufig operativ entfernen, ohne dass die Patientin anschließend in ihrem Alltag eingeschränkt ist. Im Rahmen dieser Operation kann ein Chirurg die Scheide plastisch rekonstruieren. Bei größeren Tumoren ist das oftmals nicht ohne Weiteres möglich, denn wenn der Krebs auf Harnblase, Darm oder andere Organe des Beckens übergegangen ist, muss der Arzt diese gegebenenfalls auch teilweise entfernen und die Scheide kann nicht vollständig erhalten bleiben.

Wie erfolgt die Nachsorge bei einem Vaginalkarzinom?

Wenn Dein Vaginalkarzinom erfolgreich von einem Spezialisten entfernt wurde, ist der Tumor zwar beseitigt, die Nachsorge ist allerdings sehr wichtig, um zu vermeiden, dass sich erneut ein Geschwür bildet. Der wichtigste Aspekt der Nachsorge sind regelmäßige Nachuntersuchungen beim Gynäkologen, die Du im Anschluss an die Therapie des Scheidenkrebs nicht vernachlässigen solltest. In den ersten drei Jahren nach der Behandlung des Vaginalkarzinoms solltest Du alle drei Monate einen Arzt zur Kontrolle aufsuchen, im vierten und sechsten Folgejahr reicht eine Untersuchung alle sechs Monate aus.
 
Bei der Nachuntersuchung befragt über Dich Dein Arzt zu etwaigen Beschwerden, notiert den Verlauf Deiner Krankheit und führt eine gynäkologische Untersuchung durch, die einen Abstrich und einen Scheidenultraschall beinhaltet.
 
Du solltest auf jeden Fall die regelmäßigen Kontrolltermine einhalten, wenn Du allerdings zwischen den Terminen Beschwerden hast, solltest Du den Termin nicht abwarten, sondern unverzüglich mit Deinem Arzt darüber sprechen. Da Tumore auch sehr spät nach der ersten Genesung wieder auftreten können, ordnen Ärzte Nachsorgemaßnahmen meist für mindestens zehn Jahre nach der Ersttherapie an, je nach Risikoeinschätzung durch den Arzt kann es aber auch sein, dass lebenslange Nachkontrollen notwendig sind.
 
Ein Faktor, der ebenso bei der Nachsorge ebenso eine große Rolle spielt, ist die psychologische Nachbetreuung. Die meisten Patienten, die eine Krebserkrankung erlitten haben, leiden selbst nach der Genesung noch unter seelischen und körperlichen Belastungen. Die Angst vor einem Rückfall oder der Organverlust macht vielen Patientinnen stark zu schaffen. Die medizinische Nachsorge umfasst somit nicht nur die Behandlung der körperlichen Beschwerden, sondern soll mithilfe von Therapiegesprächen mit geschultem medizinischem Personal auch die psychischen Probleme bewältigen, die gemeinsam mit einem Vaginalkarzinom auftreten können.

Wie ist die Prognose bei Scheidenkrebs?

Regelmäßige Routinekontrollen sind sehr wichtig, um eine etwaige Krankheit bereits in einem frühen Stadium feststellen und behandeln zu können. Entdeckt der Arzt ein Vaginalkarzinom im Anfangsstadium oder sogar bereits während seiner Vorstufe, reicht in vielen Fällen die einmalige chirurgische Entfernung durch einen Gynäkologen aus. In manchen Fällen bilden sich nach der Entfernung erneut Veränderungen der Schleimhaut. Diese lassen sich mithilfe einer weiteren Operation oder einer Strahlentherapie durch einen Spezialisten beseitigen. Wenn ein Chirurg in diesem Fall die Scheide entfernt, sinkt die Wahrscheinlichkeit, an einem Vaginalkarzinom zu erkranken, auf unter ein Prozent.
 
Wenn Scheidenkrebs allerdings über eine längere Zeit unbehandelt bleibt, kann er sich in umliegende Gewebe und Organe ausbreiten, insbesondere in den Gebärmutterhals, die äußeren Geschlechtsorgane, die Harnblase und den Enddarm. Außerdem können sich Tumorzellen über die Lymphbahnen im schlimmsten Fall im gesamten Körper ausbreiten und Metastasen bilden.

Wie kann ich Scheidenkrebs vorbeugen?

Ärzte gehen davon aus, dass mit großer Wahrscheinlichkeit Humane Papillomaviren der Auslöser für Scheidenkrebs sind. Es gibt eine große Anzahl an Virenstämmen der HP-Viren, von denen nur manche gesundheitsschädigende Folgen hervorrufen, andere sind harmlos. Gegen einige Typen des Virus schützt die sogenannte HPV-Impfung, die Dir Dein Hausarzt oder Gynäkologe verabreichen kann. Diese Impfung schützt Dich gegen die am häufigsten auftretenden Virenstämme.
 
Eine HPV-Impfung kann das Risiko von Scheidenkrebs senken
 
Ebenso kannst Du einem Vaginalkarzinom vorbeugen, wenn Du beim Sex ein Kondom verwendest, denn auch damit reduzierst Du die Ansteckungsgefahr mit einem HP-Virus.
 
Die wichtigste Vorsorge kannst Du allerdings mit regelmäßigen Besuchen bei Deinem Frauenarzt treffen. Routineuntersuchungen, bei denen Dein Gynäkologe Abstriche aus Deiner Vaginalschleimhaut entnimmt und in einem Labor analysieren lässt, sind sehr wichtig, um ein Vaginalkarzinom bereits in der Vorstufe zu erkennen und es rasch behandeln zu können.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung von Scheidenkrebs?

Die jährliche gynäkologische Routinekontrolle ist die wichtige Prophylaxe der Krebsvorsorge. Die Kosten für diese Untersuchung sind von Deiner Krankenkasse gedeckt, sofern Du diese von einem Kassenarzt durchführen lässt. Wenn Dein Arzt ein Vaginalkarzinom diagnostiziert, können die Kosten für die Behandlung je nach Untersuchungs- und Behandlungsaufwand stark abweichen. Je nachdem, ob Dein Arzt den Scheidenkrebs bereits in einer Vorstufe entdeckt oder er ihn erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, sind unterschiedliche Therapieformen notwendig.
 
Natürlich fallen je nach therapeutischen Maßnahmen unterschiedliche Kosten an. Grundsätzlich kannst Du allerdings davon ausgehen, dass Deine Pflichtversicherung die Kosten für die Behandlung des Scheidenkrebs übernimmt, sofern Du Dich von einem Gynäkologen behandeln lässt, der einen Vertrag mit Deiner Krankenkasse abgeschlossen hat. Auch die Kosten für Medikamente, die eventuell im Rahmen Deiner Therapie erforderlich sind, übernehmen die Krankenkassen größtenteils, Du musst in diesem Fall nur die Rezeptgebühr entrichten.

 


Dauer Dauer

Je nach Stadium

Ausfallzeit Ausfallzeit

Je nach Stadium

Stationärer Aufenthalt Stationär

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Das Wichtigste zusammengefasst

Ein Vaginalkarzinom ist ein sehr seltener, bösartiger Tumor, der sich aus Krebsvorstufen, die in Form von Schleimhautveränderungen auftreten, entwickelt und insbesondere bei Frauen nach der Menopause auftritt


Ein Vaginalkarzinom macht sich häufig durch Knoten in der Scheide oder auf den Schamlippen, Schwellungen im Genitalbereich, Ausfluss oder Blutungen bemerkbar, es gibt aber auch Patientinnen, die keine Symptome erleben. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Gynäkologen sind daher essenziell, um mittels Vaginalabstrichen und Ultraschall bereits etwaige Vorstufen in Form von Schleimhautveränderungen rasch erkennen zu können


Sollte Dein Arzt ein Vaginalkarzinom diagnostiziert haben, kann er dieses mit einer Strahlen- oder Chemotherapie, sowie einer Operation behandeln. Die Kosten für die Behandlung werden in der Regel von Deiner Krankenkasse übernommen. Die Genesungschancen sind bei frühzeitiger Erkennung und Behandlung durch einen Spezialisten sehr gut


Ebenso wichtig wie die Therapie eines Vaginalkarzinoms ist die Nachsorge, da auch noch viele Jahre nach der Genesung ein weiterer Tumor auftreten kann. Es empfiehlt sich, regelmäßige Kontrollbesuche beim Gynäkologen wahrzunehmen, um eine Folgeerkrankung zu vermeiden

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