Wie sicher sind Brustimplantate wirklich?

Brustimplantate gibt es bereits seit vielen Jahrzehnten und werden seitdem stetig weiterentwickelt, um den Patientinnen die notwendige Sicherheit zu gewährleisten. Trotz allem gab es in der Vergangenheit immer wieder kritische Stimmen darüber, wie sicher die Implantate wirklich sind und ob diese nicht doch eine mögliche Gefahr für die Gesundheit darstellen. Auch der Verdacht, dass Brustimplantate eine seltene Krebsart des Immunsystems auslösen, hat bei vielen Frauen für Verunsicherungen gesorgt. Stehst Du momentan vor der Entscheidung Dir Implantate einsetzen zu lassen, oder hast vielleicht bereits welche? Dann ist dieser Beitrag genau der Richtige für Dich! Wir haben uns mit der Sicherheit der Implantate befasst und schauen uns an, an welchen Mythen tatsächlich etwas dran ist.


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Medizinischer Experte

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Online-Redaktion


Zuletzt aktualisiert: 23. Februar, 2021

Wer bewertet die Sicherheit der Brustimplantate?

Einmal unter der Haut der Patientin eingesetzt, müssen Brustimplantate oftmals enormen Belastungen standhalten. Worst-Case-Szenario wäre selbstverständlich ein gerissenes Implantat und dadurch das Austreten der Füllung. Damit sich diese Wahrscheinlichkeit möglichst minimiert, lassen die Implantat-Hersteller unterschiedliche Tests an ihren Brustimplantaten durchführen, bevor diese zum Einsatz kommen.
 
So gibt es beispielsweise den „Zugtest“, bei dem es um die Widerstandsfähigkeit der Implantathülle geht. Dafür wird die Hülle mit starker Zugkraft in verschiedene Richtungen gezogen und gemessen, ab welcher Zugkraft die Hülle nachgibt. In der Regel testen die Hersteller zudem, wie viel Gewicht die Brustimplantate aushalten.

Wie sicher sind Brustimplantate wirklich? - Wer bewertet die Sicherheit der Brustimplantate?

Erst nachdem die Brustimplantate auf Herz und Nieren geprüft und für absolut sicher befunden wurden, dürfen sie zum Beispiel bei einer Brustvergrößerung zum Einsatz kommen. Generell unterliegen Implantate strengen Richtlinien, denn sie zählen zu den Medizinprodukten. Das bedeutet, dass die Sicherheit besonders hoch sein muss, da ansonsten ein Verkaufsverbot droht.
 
Doch nicht nur die Hersteller selbst, sondern auch unabhängige Instanzen überprüfen die Sicherheit zusätzlich. In Europa müssen beispielsweise alle Implantate das von einer unabhängigen Behörde vergebene CE-Zertifikat haben, bevor sie verkauft werden dürfen. In den USA ist die FDA (Arzneimittelbehörde) dafür zuständig, medizinische Produkte zu überprüfen. Diese Behörde hat sehr strikte Auflagen, weswegen es ein sehr gutes Zeichen ist, wenn die Produkte von der FDA als sicher eingestuft wurden. Hält ein Produkt den Richtlinien der FDA nicht stand, darf es nicht auf dem amerikanischen Markt verkauft werden.

Sicherheitsstandards bei Brustimplantaten

Wie sicher sind Brustimplantate wirklich? - Sicherheitsstandards bei Brustimplantaten

Hersteller von Brustimplantaten gibt es einige und sie alle arbeiten ständig daran, ihre Implantate noch weiter zu verbessern, um für Dich das Maximum an Tragekomfort und Sicherheit herauszuholen. Anhand eines Brustimplantats von Motiva® möchten wir Dir etwas genauer vorstellen, worauf es bei einem Implantat unter anderem ankommt. Motiva® hat ein Implantat entwickelt, welches mit SmoothSilk®/ SilkSurface® eine besondere, glatte Oberfläche besitzt. Dabei handelt es sich um eine biotechnologisch hergestellte zellfreundliche Hülle mit einigen Vorteilen:

  • Bakterien können sich an der glatten Hülle nicht so einfach festsetzen, wodurch das Risiko für Infektionen und Entzündungen sinkt

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  • Die glatte Oberfläche lässt eine bessere Interaktion zwischen dem Implantat und Deinem Brustgewebe zu

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  • Das Risiko der Entstehung einer Doppelkapsel, Kapselkontraktur und einer fibrotischen Verkapselung reduziert sich stark

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  • Bislang besteht nur ein geringes Risiko für BIA-ALCL, da dieser Krebs des Immunsystems bisher nur mit texturierten Implantaten in Verbindung gebracht wurde

Doch bei der Oberfläche allein hört die Sicherheit der Implantate noch lange nicht auf. Nachdem Dir ein Implantat eingesetzt wurde, erhältst Du meist einen Implantatpass, welcher als Garantie gilt, sollte etwas mit den Implantaten nicht in Ordnung sein. Bei dem Pass handelt es sich um eine Plastikkarte, in Größe einer Kreditkarte. Damit Du diesen nicht immer mit Dir herumschleppen musst, hat sich Motiva® mit Q-Inside® etwas Spezielles einfallen lassen, denn in einigen Implantaten befindet sich ein kleiner Mikrochip. Damit musst Du Dir keine Gedanken mehr machen, dass Du den Pass und damit die Garantie einmal verlieren könntest.
 
Bei der Q-Inside®-Technologie handelt es sich um einen von der FDA zugelassenen kleinen Mikrotransponder-Chip, der sicher in Deinem Brustimplantaten aufbewahrt wird und alle Informationen zu Deinen Brustimplantaten und der Operation enthält. Zum Schutz Deiner Daten sind diese Informationen einer speziellen Seriennummer zugeordnet.
 
Die Informationen sind sicher gespeichert und können von Deinem Chirurgen ohne chirurgischen Eingriff mit einem Handlesegerät abgerufen werden. Die Q-Side®-Technologie ist ein optionaler Vorteil, Du kannst Dich jedoch natürlich auch für Implantate ohne einen Chip entscheiden.

Wie sicher sind Brustimplantate wirklich? - Bei der Q-Inside®-Technologie handelt es sich um einen von der FDA zugelassenen kleinen Mikrotransponder-Chip

Eine weitere Besonderheit nennt sich TrueMonobloc®. Hierbei handelt es sich um eine Hochleistungshülle, welche extrem elastisch und somit sehr widerstandsfähig ist. Nicht selten ist bei einem Brustimplantat nämlich das Siegel am Boden eine kleine Schwachstelle, da dieses nicht aus demselben Material wie der Rest der Hülle besteht. Die Trutechnology® der Motiva®-Implantate ermöglicht es jedoch, dass die Hülle um das gesamte Implantat herum, einschließlich der Dichtung an der Unterseite des Brustimplantats, die gleiche Zugfestigkeit aufweist. Das wiederum trägt dazu bei, dass sich die Wahrscheinlichkeit für einen Implantatbruch durch äußere Einflüsse minimiert. Zudem ist es für den Chirurgen aufgrund der Flexibilität der Implantathülle ganz einfach, das Implantat in Deinen Körper einzubringen. Dies reduziert nicht nur die potenzielle Belastung durch Bakterien, sondern ermöglicht auch einen minimal-invasiven Eingriff, der wiederum das Trauma des Gewebes reduziert und eine schnellere Genesung ermöglicht. Außerdem führt der kleinere Schnitt zu einer kleineren Narbe und damit zu einer unauffälligeren Vergrößerung der Brust.
 
Mit BlueSeal® ist Motiva® eine weitere Innovation gelungen. BlueSeal® ist eine Barriereschicht, die in allen Implantaten von Motiva® vorkommt und eine mögliche Diffusion von Silikon und körpereigenem Gewebe minimiert. Zudem dient die zusätzliche, blau schimmernde Schicht dem Chirurgen bei der OP zur Orientierung, ob das Implantat tatsächlich intakt ist, bevor er es einsetzt. Da hier eine atraumatischere Operation möglich ist, reduziert sich die Wahrscheinlichkeit einer Kapselfibrose bei den Implantaten.

Gefahr für die Gesundheit – können Brustimplantate wirklich Krankheiten auslösen?

Wie sicher sind Brustimplantate wirklich? - Gefahr für die Gesundheit – können Brustimplantate wirklich Krankheiten auslösen?

Immer wieder taucht die Frage auf, inwiefern Brustimplantate der Gesundheit schaden können, denn immerhin handelt es sich hierbei um einen Fremdkörper. Vor nicht allzu langer Zeit herrschte wieder helle Aufregung, denn gewisse Brustimplantate wurden in Zusammenhang mit der Entstehung einer sehr seltenen Krebsart des Immunsystems, dem BIA-ALCL, gebracht. Verständlicherweise führen solche Berichte bei vielen Frauen zu Verunsicherungen und schüren nicht selten auch eine gewisse Angst. Das großzellige Lymphom wurde vor allem in Zusammenhang mit Implantaten gebracht, welche eine stark texturierte Oberfläche besitzen, allerdings ist die Fallzahl weltweit sehr gering und die Forschung noch recht am Anfang. Wie genau die texturierten Implantate die Erkrankung auslösen, muss noch weiter erforscht werden.

Bei der Breast Implant Illness hingegen handelt es sich um eine Sammlung unspezifischer Symptome. So kommt es immer mal wieder vor, dass Frauen kurz nach dem Einsetzen der Implantate über Erscheinungen wie Konzentrationsstörungen, chronische Erschöpfung, Schüttelfrost oder Lichtempfindlichkeit klagen. Die Liste der Symptome ist um einiges länger, allerdings gibt es momentan noch keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass tatsächlich die Brustimplantate die Ursache des Unwohlseins sind, ganz ausschließen lässt sich ein Zusammenhang jedoch auch nicht.

Lang lebe das Brustimplantat – doch wie sieht es in der Realität aus?

Wie bereits oben beschrieben, müssen Brustimplantate einige Tests durchlaufen, bevor diese verkauft und für die Operation verwendet werden dürfen. In sehr seltenen Fällen kann es jedoch trotzdem passieren, dass ein Implantat einreißt. Es stellt sich natürlich die Frage, woran sich erkennen lässt, dass das Implantat kaputtgegangen ist. Die Antwort ist nicht so einfach, da einige Rupturen innerhalb der Kapsel auftreten (stille Ruptur ohne Symptome) und einige außerhalb der Kapsel auftreten können, welche mit Symptomen einhergehen.
Einige Frauen gaben an, dass sich die Brust plötzlich anders, weicher angefühlt hat. Tastest Du Deine Brust ab und stellst Knoten, eine Verformung oder Schwellung fest, dann ist auch dies oftmals ein Hinweis, dass etwas mit dem Implantat nicht stimmen könnte. Du solltest in diesem Fall unbedingt einen Arzt aufsuchen. Generell sind regelmäßige Kontrollen der Brustimplantate ratsam.

Wie sicher sind Brustimplantate wirklich? - Lang lebe das Brustimplantat – doch wie sieht es in der Realität aus?

Sollte es doch einmal passieren, dass es zu einer Beschädigung des Implantats kommt, dann brauchst Du nicht in Panik zu verfallen, denn der Inhalt der Brustkissen ist nicht giftig. Zudem kann sich das Silikon aufgrund seiner festen Konsistenz (Kohäsiv) nicht unkontrolliert in Deinem Körper verteilen. Da einige Implantat-Rupturen nicht sofort mit einigen auffälligen Symptomen einhergehen, wird immer empfohlen, regelmäßige MRT-Scans durchzuführen, um sicherzustellen, dass keine Komplikation auftritt. Durch die oben erwähnten TrueMonobloc®- und BlueSeal®-Technologien der nächsten Generation, haben die Motiva®-Implantate die Ruptur-Rate im Vergleich zu anderen Marken auf dem Markt deutlich reduziert.

Wie sicher sind Brustimplantate wirklich? - Sollte es doch einmal passieren, dass es zu einer Beschädigung des Implantats kommt

Bei der Frage, wie oft ein Tausch der Brustimplantate notwendig ist, scheiden sich die Geister. Hier kommt es auch darauf an, wann die Implantate eingesetzt wurden, denn früher sollten diese etwa alle zehn Jahre ausgetauscht werden. Es lässt sich jedoch sagen, dass einmal eingesetzte Implantate nicht dafür vorgesehen sind, ein Leben lang im Körper zu verbleiben. In einigen Fällen entfernen oder ersetzen Frauen ihre Implantate aufgrund einer postoperativen Komplikation oder weil sie ihr Aussehen aufgrund natürlicher Brustveränderungen auffrischen möchten. In anderen Fällen entscheiden sich Patientinnen, die ihre Implantate schon einige Jahre haben, dafür, die Silikonkissen durch eine neuere, sicherere Version zu ersetzen.
 
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Brustimplantate Dank ständig weiterlaufenden Forschungen und Tests stetig besser und vor allem sicherer werden. Natürlich sind eventuelle Bedenken deinerseits vollkommen normal, schließlich handelt es sich um einen Fremdkörper. Solltest Du Zweifel oder Frage haben, dann empfehlen wir Dir, Dich an einen Arzt zu wenden, der auf dem Gebiet der Brustchirurgie sehr erfahren ist. Dieser wird Dir beratend zur Seite stehen und Dir alle Fragen zur Sicherheit der Implantate beantworten.
 
In freundlicher Zusammenarbeit mit Motiva®


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Dr. med. Doris Spreitzer

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