Neue Möglichkeit zur Platzierung der Implantate bei der Brustvergrößerung!

In diesem Beitrag stellen wir euch diese noch einmal genauer vor und berichten euch über eine neue Methode, die ein langanhaltendes und natürliches Ergebnis verspricht!


AUTOR

Dr. med. Benjamin Gehl

Medizinischer Experte

CO-AUTOR

Miriam Ankrah

Online-Redaktion


Letztes Update: 12. November, 2019

Die Brustvergrößerung zählt weltweit zu der beliebtesten Schönheitsoperation. Laut der ISAPS (International Society of Aesthetic Plastic Surgery) legen sich weltweit jährlich knapp 1,5 Millionen Frauen unters Messer und lassen sich die Brust vergrößern. In den letzten 50 Jahren gab es verschiedene Herangehensweisen was die Platzierung der Implantate betrifft. In diesem Beitrag stellen wir euch diese noch einmal genauer vor und berichten euch über eine neue Methode, die ein langanhaltendes und natürliches Ergebnis verspricht!

Die Geschichte der Brustvergrößerung mit Implantaten.

Die erste Brustvergrößerung fand bereits 1895 statt. Dr. Czerny, ein deutscher Arzt, versuchte mit einem Lipom (gutartiger Tumor) die weibliche Brust zu vergrößern. Allerdings scheiterte der Versuch, da das Lipom nicht ausreichend durchblutet war. In den 1950er Jahren folgten Experimente mit Injektionen und Implantaten, jedoch kam es hier zu teils fatalen Folgen. In den 1960er Jahren wurde in den USA das erste Implantat aus Silikon hergestellt und eingesetzt. Zudem wurde in Frankreich das erste Implantat mit Kochsalzlösung auf den Markt gebracht. 2001 wird in Europa ein Gütesiegel für Silikonimplantate eingeführt und die FDA lässt nach dem Verbot im Jahr 1992 Silikonimplantate in den USA wieder zu.

Die Implantate.

Sicherlich hast Du schon einmal verschiedene Implantate gesehen. Diese unterscheiden sich nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch ihre Form. Zunächst unterscheidet man aber die Füllung der Implantate. Neben dem klassischen Silikonimplantat gibt es auch Implantate, die mit Kochsalzlösung gefüllt sind. Implantate mit Silikon gibt es in unterschiedlichen Kohäsivitätsstufen. Das bedeutet, dass die Implantate mit unterschiedlichen Gelen gefüllt sind, wodurch eine festere oder weichere Brust erzielt werden kann.

Neben dem Füllmaterial wird auch zwischen verschiedenen Formen unterschieden. Es gibt runde Implantate, die eine vollere Brust und eine natürliche Rundung erzeugen. Das anatomische Implantat, oft auch tropfenförmiges Implantat genannt, füllt die Brust sehr natürlich aus. Die Annahme, dass nur anatomische Implantate eine natürliche Form bilden, ist nicht richtig, denn auch mit einem runden Implantat kann ein natürliches Ergebnis erzielt werden. Welches Implantat für Dich das richtige ist, besprichst Du am besten mit Deinem Arzt.

Die verschiedenen Techniken.

Im Laufe der Zeit haben Mediziner verschiedene Techniken zur Brustvergrößerung entwickelt. Hierbei spielt die Platzierung der Implantate eine wesentliche Rolle. Grundsätzlich gibt es zwei Formen der Platzierung sowie eine Mischform. Die submuskuläre Methode kommt dann zum Einsatz, wenn die Patientin wenig Drüsengewebe hat.

Das Implantat wird daher hinter dem Muskel platziert, damit es nicht ertastbar und sichtbar ist. Bei dieser Art der Platzierung kann es aber später zu einer Deformität kommen, die auch als „Wasserfall-Deformität“ bezeichnet wird. Hier gleitet die  die Brust über dem Muskel ab und hängt unterhalb des Implantates.

Bei der subglandulären Technik wird das Implantat unter die Brustdrüse und über den großen Brustmuskel platziert. Bei Frauen, die genügend festes Drüsengewebe haben, kommt diese Methode häufig zum Einsatz. Diese Technik führt jedoch zu einer erheblichen Schädigung der Durchblutung und dadurch zur Drüsenrückbildung mit dem bekannten „Pampelmusenphänomen“. Es kann bei dieser Platzierung außerdem zu einer Spätfolge kommen, die als  dem „Bottoming-Out“ bekannt ist. Dabei rutscht das Implantat ab und die Brustwarze „wandert“ optisch nach oben.

Die „Dual Plane“ Methode vereint die beiden bereits genannten Techniken. Das Implantat wird dabei zum größten Teil unter dem Brustmuskel platziert und das untere Drittel bleibt frei und wird von Brustdrüsen- und Fettgewebe bedeckt.

Die Myoplastische-4D-Loge (4D-Loge)

Neben den bereits genannten Möglichkeiten die Implantate zu platzieren, gibt es eine neue Option. Dr. Marian Mackowski  von der MedicalOne-Hamburg, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie entwickelte die „Dual Plane“ Methode weiter indem er die Implantat-tasche räumlich um eine 4-te Dimension, die der Dynamik erweiterte. Es entstand so die Myoplastische-Mischloge, kurz genannt auch die 4D-Loge. Der Grund: Die bestehenden Methoden zur Brustvergrößerung zeigten immer wieder Schwachpunkte auf, woraufhin Dr. Mackowski vor über 15 Jahren begann, die 4D-Loge zu entwickeln. Diese neue Technik der Logenpräparation macht es möglich nachhaltig natürliche, formschöne und sehr stabile Ergebnisse nach Brustkorrekturen zu erreichen bei geringsten Komplikationsmöglichkeiten.

Die Myoplastische-4D-Loge umgibt das Implantat wie eine Hängematte. Das Kissen wird zum Teil submuskulär (unter den Muskel), subfaszial (unter die Faszie) und epithorakal (auf dem Brustkorb) positioniert. Bei dieser Methode wird nur ein Hautschnitt in der unteren Brustfalte benötigt, was wiederum eine versteckte Narbenbildung bedeutet. Durch die Dynamik der 4D-Loge sinkt das Risiko der häufigsten Komplikation, der Kapselfibrose, auf knapp 1%. Nach Literaturangaben liegt das bei allen anderen Techniken bei 8-12%.

Unser Expertentipp von Dr. Marian Mackowski:

Dr. Marian Mackowski - Expertentipp
Dr. Marian Mackowski, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Die Entwicklung der 4D-Loge mit der einzigartigen Dynamik, die das Implantat und die umgebenden Weichteile der Brust wie eine Einheit beweglich macht, bedeutet einen Paradigmenwechsel in der Technik der Brustvergrößerung. Die Überlegenheit der 4D-Loge belegt eine kurz vor der Erscheinung stehende Doktorarbeit von der Hochschule Hannover. Bei 256 Patientinnen gab es lediglich 3 Fibrosen (1.117%), 2 Rotationen (0,748%) und höchste Zufriedenheit.*

*Alle Patientinnen wurden von Dr. M. Mackowski bei der Medical-One in Hamburg operiert.


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