Kälteallergie

Gänsehaut, zittern und eine laufende Nase sind die üblichen „Symptome“ wenn uns kalt ist oder wir mit kaltem Wasser oder Eis in Berührung kommen. Doch das ist keine Kälteallergie! Wir erklären Dir für den kommenden Winter was die Medizin unter Kälteurtikaria (Nesselsucht) versteht und wie Du mit dieser Erkrankung umgehst.


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Online-Redaktion


Zuletzt aktualisiert: 10. Dezember, 2021

INHALTSVERZEICHNISInhaltsverzeichnis

Die Kälteallergie wird auch als Kälteurtikaria bezeichnet und meint eine häufige Form der physikalischen Urtikaria (Nesselsucht). Der Begriff Kälteallergie ist medizinisch jedoch nicht ganz richtig, da es sich nicht um eine Allergie an sich handelt.

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Hauptauslöser für diese Form der Urtikaria ist, wie der Name bereits impliziert, Kälte. Allerdings ist es ebenfalls möglich, dass bestimmte Medikamente dazu führen, dass die Erkrankung ausbricht. Zu diesen gehören unter anderem Aspirin, Ibuprofen, Diclofenac oder ACE-Hemmer.

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Typischerweise treten bei einer Kälteurtikaria blasse Quaddeln in verschiedenen Größen und Anordnungen, ähnlich wie bei einem Brennnessel-Ausschlag. Die Hautirritationen treten meist an den Stellen auf, wo die Kälte auf Deinen Körper einwirkt. Meistens sind das Gesicht, der Hals und die Hände betroffen, da diese unbekleidet sind. Auch eine Schwellung der Lippen ist möglich.

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Um eine Kältenesselsucht zu diagnostizieren, führt der Arzt einen Expositionstest durch. Dafür legt er beispielsweise für eine bestimmte Zeit Eiswürfel auf die Haut oder testet die Hautreaktion mittels temperierten Wasserbädern und Kältekammern.

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Da bei einer Kälteurtikaria Histamin für den Juckreiz und die Bläschen verantwortlich ist, kommt bei der Behandlung ein Antihistaminikum zum Einsatz. Damit diese Therapie auch wirkt, müssen im Vorfeld andere Erkrankungen ausgeschlossen werden.

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Hauptsächlich solltest Du darauf achten, Kälte eher zu meiden oder zumindest sehr dicke, warme und schützende Kleidung zu tragen. Doch nicht nur im Winter besteht die Gefahr, dass eine Kältenesselsucht ausbricht, sondern auch in den anderen Jahreszeiten musst Du einiges beachten.

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Eine Kälteallergie kannst Du zwar nicht komplett vorbeugen, jedoch kannst Du einige Maßnahmen ergreifen, die das Risiko für einen Ausbruch minimieren. Dazu gehört vor allem, Kälte und extreme Temperaturwechsel zu vermeiden.

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Was versteht die Medizin darunter?

Unter Kälteurtikaria versteht die Medizin eine häufige Form der Physikalischen Urtikaria (Nesselsucht). Viele Patienten leiden unter weiteren Allergien, die meistens im Laufe des Lebens auftreten. Die Kälte ist der Auslöser für die Erscheinung und Reaktion auf der Haut. Der Begriff „Kälteallergie“ ist jedoch irreführend und schlichtweg falsch. Bei einer Allergie bildet Dein Körper Antikörper gegen die Allergene. Allergene sind harmlose Stoffe aus der Umwelt, auf die Dein Körper eine allergische Reaktion zeigt. Gegen Kälte kannst Du jedoch keine Antikörper bilden – folglich handelt es sich bei der Kältenesselsucht um keine Allergie.

Was löst die Kälteurtikaria aus?

Wie der Name schon besagt, ist Auslöser Nummer 1 die Kälte. Allerdings ist es ebenfalls möglich, dass bestimmte Medikamente dazu führen, dass die Erkrankung ausbricht. Zu diesen gehören unter anderem Aspirin, Ibuprofen, Diclofenac oder ACE-Hemmer. Aber auch diverse Antibiotika stehen unter Verdacht, zu den Ursachen der Erkrankung zu gehören. Zudem ist es gut möglich, dass Infektionskrankheiten, wie beispielsweise Masern, Windpocken, HIV, Hepatitis oder Borreliose, zu den auslösenden Faktoren gehören.

Welche Symptome bringt die Kälteurtikaria mit sich?

Bei der Kälteurtikaria bilden sich meist blasse Quaddeln in verschiedenen Größen und Anordnungen, vergleichbar mit einem Hautausschlag nach dem Kontakt mit Brennnesseln. Die Quaddeln entstehen durch eine Flüssigkeitsansammlung in der Haut und die Erweiterung der Hautgefäße durch die Erhöhung ihrer Wanddurchlässigkeit. Die Ausschüttung verschiedener Entzündungsstoffe verursacht dann diese Reaktion. Die Kältenesselsucht macht sich meist mit stark juckenden Haut- und Schleimhautveränderungen bemerkbar. Die Hautirritationen treten meist an den Stellen auf, wo die Kälte auf Deinen Körper einwirkt. Meistens sind das Gesicht, der Hals und die Hände betroffen, da diese unbekleidet sind. Auch eine Schwellung der Lippen ist möglich. Nicht jeder Patient reagiert gleich auf die Kälte. Bei manchen sind kalte Luft, Wasser, Getränke, Mahlzeiten, Gegenstände oder Eis die Auslöser und bei anderen führt ein großer Unterschied von Innen- und Außentemperatur zu den Hautausschlägen. Diese Symptome treten vor allem in kalten Ländern und häufiger bei jungen Menschen im Winter auf. Frauen sind doppelt so oft betroffen wie Männer.

Wie diagnostiziert ein Arzt die Kältenesselsucht?

Mediziner können diese Hautkrankheit mit Haut-Expositionstests relativ einfach diagnostizieren. Dafür legt Dir Dein Arzt für eine bestimmte Zeit Eiswürfel auf die Haut oder testet Deine Hautreaktion mittels temperierten Wasserbädern und Kältekammern. Nun gibt es ein elektronisches Testgerät, das durch metallische Kühlelemente am Arm angebracht wird. Dadurch kann auch die genaue Auslösetemperatur ermittelt werden.  Durchschnittlich dauert die Kälteurtikaria fünf Jahre und tritt im Winter häufiger auf.

Welche Therapie gibt es?

Bei der Kältenesselsucht ist Histamin für den Juckreiz und die kleinen Bläschen auf der Haut verantwortlich. Du kannst Dich mit einem Antihistaminikum dagegen schützen. Um die richtige Therapie für Dich zu finden, müssen Ärzte vorab die Ursachen und mögliche andere Erkrankungen und Allergien abklären. Denn wenn eine Infektion vorliegt, wirst Du mit einem Antibiotikum behandelt.

Das solltest Du beachten

Wenn Du an der Kältenesselsucht leidest, gibt es einige Dinge, die Du beachten solltest. Vorrangig solltest Du die Kälte meiden oder Dich davor mit Kleidung schützen. Ein Sprung ins kalte Wasser bei heißen Temperaturen im Sommer kann zu einem Schock und in weiterer Folge zu einem Blutdruckabfall und Bewusstlosigkeit führen. Wenn Du Dich bei Hitze im kühlen Nass erfrischen willst, gewöhne Deinen Körper langsam Stück für Stück an das kalte Wasser. Auch beim Genuss von kalten Getränken und Speisen bitte aufpassen. Schwellungen im Mund- und Rachenbereich können zu Schluckbeschwerden und Atemnot führen. Bei Operationen in Vollnarkose können nicht auf Körpertemperatur erwärmte Infusionslösungen zu schweren Schüben der Kältenesselsucht führen. Besprich dies vorab mit Deinem Anästhesisten.

Wie kann ich der Erkrankung vorbeugen?

Wenn Du kälteempfindlich bist, den Verdacht auf Kältenesselsucht hast oder diese Hautkrankheit bei Dir bereits diagnostiziert wurde, meide die Kälte und schnelle Temperaturwechsel so gut es geht. Dies ist jedoch nicht so einfach, wenn Du im kalten Winter außer Haus musst. Darum ist ein guter Kälteschutz sehr wichtig! Zieh Dir warme Kleidung an, trage immer Handschuhe, einen Schal und eine Mütze oder ein Stirnband, um auch die Ohren zu schützen. Versuche möglichst alle freien Körperstellen zu bedecken. Creme Dein Gesicht regelmäßig mit einer fetthaltigen Creme oder Lotion ein. Hierfür gibt es spezielle Kälteschutzcremes.


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