Hilfe: Unreine Haut durch Mund-Nasen-Schutz!

Aufgrund der Bekämpfung des Coronavirus wurde das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch für uns zur Pflicht. In öffentlichen Verkehrsmitteln, sowie in öffentlichen, geschlossenen Räumen und beim Einkaufen ist die Maske zum ständigen Begleiter geworden. Viele Menschen, die beispielsweise im Gesundheitswesen arbeiten, sind es gewohnt, mit Masken zu arbeiten und diese auch richtig an- und abzulegen. Für viele von uns ist der Umgang mit dem Mund-Nasen-Schutz aber noch neu. Leider klagen auch immer mehr Personen über die negativen Effekte der Maske, sie haben Sorge, um die darunter liegende Haut.


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Medizinischer Experte

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Online-Redaktion


Zuletzt aktualisiert: 16. Juni, 2020

Wieso bekommen wir vom Mund-Nasen-Schutz unreine Haut?

Schuld an den Hautunreinheiten unter der Maske ist in erster Linie die andauernde Reibung des Materials an sensiblen Gesichtspartien, wie Nase, Wangen und Mund. Auch Schweiß, Fett, Make-up und Schmutz können sich unter dem Mundschutz leichter ansammeln und so Rötungen, Hautirritationen und sogar Ausschläge hervorrufen. Hinzu kommt, dass wir durch unseren eigenen Atem, eine warme, feuchte Umgebung schaffen – der perfekte Nährboden für Pickel & Co.
 
Durch die ständige Reizung wird unsere Haut anfällig für Hautkrankheiten und die sensible Haut wird immer wieder von Neuem geschädigt. In schwerwiegenden Fällen, und bei schlecht-sitzenden Masken oder Schutzbrillen, kann es zu Druckschäden kommen, die Haut kann sogar anfangen sich an den gereizten Stellen aufzulösen und mögliche Hautrisse können zu gefährlichen Infektionen führen. Besonders medizinisches Personal, als auch Angestellte in Geschäften und Lokalen, sind dem stundenlangen Tragen einer Maske ausgesetzt. 

Achte bei der Auswahl Deines Mund-Nasen-Schutzes auf den richtigen Stoff!

Was können wir gegen die Unreinheiten machen?

Um uns das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes so angenehm wie möglich zu machen, gibt es einige Dinge, die Du tun kannst, um Hautirritation vorzubeugen und vorhandene Unreinheiten zu lindern.

 
Die richtige Wahl des Stoffes

 
Vor allem für den privaten Gebrauch solltest Du eine Maske aus einem hochwertigen, natürlichen Stoff wählen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Maske gekauft, selbst genäht oder aus einem improvisierten Schal besteht. Durch ein weiches Material kannst Du Hautreizungen schon mal gut vorbeugen. Am besten eignen sich Baumwolle oder Leinen, diese Stoffe sind um einiges sanfter zur Haut als synthetische Materialien. Da sie aber auch mehr Luft durchlassen, empfiehlt es sich, diese engmaschig gewebt und mehrlagig zu verwenden. Selbstverständlich solltest Du Deine Maske so sauber wie möglich halten. Um das Infektionsrisiko zu minimieren, solltest Du Deine Stoffmaske auch regelmäßig heiß waschen.

 
Die Maske richtig tragen

 
Generell solltest Du den Mund-Nasen-Schutz nicht länger als eineinhalb Stunden lang tragen. Sollte dies nicht möglich sein, empfiehlt es sich, die Maske zumindest alle zwei Stunden abzunehmen und frische Luft an Deine Haut zu lassen. Sobald ein Gesichtsschutz drückt oder an der Haut scheuert, solltest Du ihn so schnell wie möglich absetzen. Vor allem bei medizinischen Masken ist es wichtig, dass der Gesichtsschutz richtig auf der Haut liegt. Die Maske selbst sollte immer gut gereinigt und die Haut darunter sauber und mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt sein. Um Druckstellen bei medizinischen Masken zu vermeiden, kannst Du darunter auch ein Pflaster anbringen.

Besonders unter der Maske ist die Haut starken Reizen ausgesetzt - achte deshalb besonders gut auf Deine Hautpflege.

Hautpflege

 
Gerade jetzt solltest Du auf eine gründliche Hautpflege achten. Am besten wäre es bei Hautunreinheiten unter der Maske, auf Make-up zu verzichten. Make-up kann zu einer zusätzlichen Verstopfung der Poren und der Talgdrüsen führen. Ein klarer Faktor, der dazu beiträgt Pickel leichter entstehen zu lassen. Ebenso solltest Du auf besonders schonende Hautreiniger achten. Von Peelings ist abzuraten, da diese meistens den Wirkstoff Retinol, beinhalten. Dieser Inhaltsstoff fördert die Hauterneuerung, er macht Deine Haut dadurch aber besonders empfindlich und angreifbar. Verwende am besten pH-neutrale Reinigungsmittel und körperwarmes Wasser. Wenn Gesichtsreiniger zu aggressiv sind, irritiert das die äußere Hautschicht leider sehr leicht. Dies führt zu Trockenheit und Entzündungen. Pickel kannst Du punktuell behandeln, Teebaum Öl eignet sich dafür besonders gut, drücke aber nicht an ihnen herum, sonst können Entzündungen entstehen.

 
Trage Hautpflege Produkte wie Cremes nur dünn, dafür mehrmals täglich, aber mindestens 30 Minuten vor dem Anlegen der Maske, auf, um Deine Haut zu schützen. Achte dabei besonders auf die Stellen, an denen der Mund-Nasen-Schutz Deine Haut direkt berührt.
 
Die abendliche Hautreinigung ist besonders wichtig. Wenn Du bereits mit Akne zu kämpfen hast, kannst Du auch mehrmals die Woche abends, eine beruhigende, antibakterielle Maske auftragen, entweder nur auf den betroffenen Regionen oder im ganzen Gesicht. Eine gute Gesichtsmaske sorgt für Entspannung und glättet die Hautoberfläche. Wenn die Gesichtsmaske eine kühlende Wirkung haben soll, bewahre sie im Kühlschrank auf.
 
Wenn Du über eine längere Zeitspanne oder berufsbedingt die Maske tragen musst, kannst Du zusätzlich antibakterielles Gesichtswasser verwenden und betroffene Stellen ein-, zweimal täglich abtupfen. Achte auf hochwertige, parfümfreie Produkte, und dass diese Deine Haut nicht austrocknen. Sollte es bereits zu Schnitt- oder Schürfwunden durch medizinische Masken und Schutzbrillen gekommen sein und ist Deine Haut rot oder hat sogar Blutergüsse, solltest Du Hilfe und Rat bei Deinem Dermatologen oder in der Apotheke suchen.

In den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Tragen eines Mundschutzes nach wie vor Pflicht.

Welchen Mund-Nasen-Schutz sollten wir am besten verwenden, um unreine Haut zu vermeiden?

Der Markt für Schutzmasken ist derzeit am Boomen und fast überall erhält man Mund-Nasen-Schutz Masken. Auch selbst genähte Masken, sowie Schals und Bandanas lassen sich zum Mund-Nasen-Schutz umfunktionieren. Wichtig dabei ist, dass Du Deine Stoffmasken regelmäßig wäschst. Dabei ist ein hypoallergenes Waschmittel und eine 60 Grad Wäsche empfehlenswert, oder sogar eine Wäsche mit der Hand, denn dadurch wird das Material weniger aufgeraut. Wie bereits erwähnt, eignet sich mehrlagiger Leinen- oder Baumwollstoff am besten und ist am angenehmsten auf sensibler Haut zu tragen.
 
Wir hoffen sehr, dass Dir unsere Tipps dabei helfen, Deine Haut wieder in ein Gleichgewicht zu bringen, sodass die unschönen und manchmal schmerzhaften Hautunreinheiten bald wieder der Vergangenheit angehören!



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