Die Wissenschaft der Schönheit

„Schönheit liegt im Auge des Betrachters“ – so lautet ein altes Sprichwort, doch was ist Schönheit wirklich? Warum empfinden wir gewisse Dinge als schön, während wir andere als unattraktiv einstufen? Genau diese Fragen beschäftigen auch viele Wissenschaftler. Mittlerweile lässt sich anhand vieler Studien sagen, dass Schönheit objektiv durch Zahlen- und Längenverhältnisse bestimmbar ist.


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Online-Redaktion


Zuletzt aktualisiert: 6. Februar, 2020

Ist ein Gesicht symmetrisch, so wird es automatisch als attraktiv empfunden.

Bereits in der Renaissance haben Menschen anhand des sogenannten Goldenen Schnitts bestimmte Proportionalitätsgesetze aufgestellt. Der Goldene Schnitt beschreibt ein bestimmtes Seitenverhältnis einer Strecke, das Menschen als besonders attraktiv ansehen. Da sich der Goldene Schnitt auch mathematisch berechnen lässt, wird er häufig in der Architektur oder Kunst eingesetzt, um ein ästhetischen Bild zu kreieren. Das Ergebnis der Berechnungen findet sich aber auch in der Schönheitsforschung und plastischen Chirurgie wieder!

So können ästhetische Experten die Regeln des Goldenen Schnitts auf verschiedene Gesichtsverhältnisse übertragen. Zum Beispiel kann ein Spezialist messen, ob der Augenabstand im Verhältnis zur Breite des Gesichts von Ohr zu Ohr zu breit oder zu schmal ist. Bei verschiedenen Studien haben Wissenschaftler herausgefunden, dass ein Gesicht dann am attraktivsten wahrgenommen wird, wenn der Augenabstand 46 Prozent der gesamten Gesichtsbreite einnimmt und gleichzeitig der Abstand Augen-Mund bei 36 Prozent der Gesichtslänge liegt.

Zudem lässt sich auch noch die sogenannte Siebtel-Regel auf unsere Gesichtsproportionen anwenden. Die Siebtel-Regel besagt: Ein Gesicht ist dann schön, wenn es sich in sieben Teile aufteilen lässt.

Haare 1/7 – Stirn 2/7 – Nase 2/7 – Nase & Mund 1/7 – Mund & Kinn 1/7

Vereint man diese Berechnungen nun miteinander, so ergeben sie tatsächlich attraktive Gesichter. Schönheit lässt sich also bis zu einem gewissen Grad mithilfe von Wissenschaft berechnen.

Alles eine Frage der Sympathie.

Was jeder Einzelne von uns aber als schön definiert, ist trotz aller Wissenschaft sehr subjektiv. Denn in den soeben vorgestellten wissenschaftlichen Berechnungen sind wichtige Faktoren wie zum Beispiel die Mimik nicht berücksichtigt. Gerade diese kann ausschlaggebend sein, ob uns jemand sympathisch ist. Ist uns jemand sympathisch, empfinden wir unser Gegenüber automatisch als „schöner“. Häufig finden wir Menschen sympathisch, die Ähnlichkeiten oder Eigenheiten mit uns bereits vertrauten Menschen aufweisen.

Mit sich zufrieden zu sein und sich selbst schön zu finden, ist nicht für jeden einfach. Wer kennt es nicht, man steht vor dem Spiegel und richtet den Blick sofort auf die Stellen, mit denen man unzufrieden ist. Es kommt häufig vor, dass Personen regelrecht unter ihren Makel(n) leiden. Dank der Schönheitschirurgie können bereits durch kleine Eingriffe erhebliche Verbesserungen erzielt werden. Dies dient nicht nur dem optischen Erscheinungsbild, sondern verbessert auch die psychische Verfassung der Patienten.

Bei der Schönheitschirurgie hält man sich aber nicht nur an mathematische Kriterien, denn jedes Gesicht ist anders und daher ist es umso wichtiger, dass die Proportionen stimmen und nicht die wissenschaftliche Rechnung! Der Fokus bei einer optischen Veränderung liegt darauf, dass der Chirurg einen Makel beseitigt, jedoch keinen neuen Menschen erschafft. Nur wenn die Proportionen stimmen, kann das Ergebnis natürlich und ästhetisch wirken.



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