Der richtige Sonnenschutz für die heiße Jahreszeit!

Der Sommer ist da und wie immer stellt sich die Frage, wie schütze ich meine Haut vor der Sonne. Effektiver und richtig angewendeter Sonnenschutz ist vor allem für den Schutz der (Haut-)Gesundheit, aber auch für das Vorbeugen von Falten besonders wichtig. Der Markt für Sonnenschutzcremes & Co. ist groß, worauf solltest Du also am besten achten? Wir haben die wichtigsten Informationen für Dich zusammengefasst!


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Medizinischer Experte

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Online-Redaktion


Zuletzt aktualisiert: 24. Juli, 2020

UV-A, B & C – welche Sonnenstrahlen sind schlecht für meine Haut?

Sonnenlicht besteht aus ultravioletter Strahlung. Genauer gesagt sind das die UV-A, UV-B und UV-C-Strahlungen, die sich in ihren verschiedenen Wellenlängen unterscheiden. Sobald wir uns im Freien befinden, sind wir den Strahlungen ausgesetzt. Im Gegensatz zu der UV-A und UV-B-Strahlung, wird die UV-C-Strahlung komplett von der Erdatmosphäre absorbiert. Jedoch können alle drei unsere Hautzellen schädigen.
 
UV-Strahlung ist auf Dauer schädlich für unsere Haut

Wozu benötige ich einen Sonnenschutz?

Die ultraviolette UV-Strahlung gilt als der wichtigste Risikofaktor von außen: Eine akute Schädigung durch die UV-Strahlung ist der Sonnenbrand. Die UV-A Strahlen sind für eine vorzeitige Hautalterung und Faltenbildung verantwortlich. Diese erreichen tiefe Hautschichten und stören die Neubildung von Kollagen – einem Protein, das die Haut elastisch hält. Zudem bestätigen zahlreiche Studien, dass UV-Strahlung Hautkrebs verursachen kann. Setzt Du Deine Haut jahrelang ungeschützt der Sonne aus, kann es zu Fehlern bei der Erneuerung der Zellen kommen. Diese mutierten Zellen können sich ungehindert vermehren und es entsteht Hautkrebs.
 
Ob und wie gefährdet Du vor Sonneneinstrahlung bist, hängt auch von Deinem Hauttyp ab: Menschen mit heller Haut und vielen Muttermalen sind gefährdeter als dunkle Hauttypen. Darüber hinaus sind Säuglinge und Kinder besonders gefährdet, da ihre Haut sehr empfindlich ist und nur über einen geringen Eigenschutz verfügt. Um Dich vor Hautkrebs zu schützen, kannst Du Vorkehrungen treffen, wie eben den passenden Sonnenschutz. Außerdem solltest Du Muttermale regelmäßig vom Hautarzt kontrollieren lassen.

Welche Möglichkeiten gibt es, um mich vor der Sonne richtig zu schützen?

Sonnencreme
Richtig angewendet, bietet Sonnencreme den effektivsten Schutz vor UV-Strahlung. Wichtig dabei ist das Haltbarkeitsdatum zu prüfen und auch den richtigen UV-Schutz zu wählen. Die Höhe des Lichtschutzfaktors solltest Du passend zu Deinem Hauttyp und der Dauer des Aufenthalts in der Sonne auswählen. Trage die Sonnencreme eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad dick auf. Zudem ist regelmäßiges Nachcremen optimal, da man erstens nicht immer alle Körperteile perfekt eincremen kann und zweitens durch Aktivitäten der Schutz der Sonnencreme langsam nachlässt. Wasserfeste Sonnenschutzmittel sind im Vergleich zu anderen Produkten beständiger und halten bis zu vier Bäder lang. Trotzdem musst Du auch wasserfester Sonnenschutz regelmäßig nachcremen.
 
Vorbräunen
Der menschliche Körper besitzt einen natürlichen Schutz gegen UV-Strahlung. Ein Schutzmechanismus ist der Farbstoff Melanin. Es legt sich schützend über die Zellkerne, um die DNA darin vor weiteren Schäden zu bewahren. Dunkelhäutige Menschen besitzen mehr Melanin und sind daher mehr vor Sonnenstrahlung geschützt als hellhäutige Menschen. Aber selbst wenn eine Bräunung schon vorhanden ist, ist von ungeschützten Sonnenbädern abzuraten! Das Hautkrebsrisiko ist auch bei gebräunter Haut nach wie vor vorhanden.
 
Ohne Sonnenschutz solltest Du Dich nicht in die Sonne begeben
 
Textiler Schutz
Den sichersten Schutz bietet die richtige Kombination aus Sonnencreme und Kleidung. Je dicker und dunkler die Textilien sind, desto besser verhindern sie die UV-Strahlungen. Besonders Kinder und Personen mit sehr heller Haut sind gefährdet sich einen Sonnenbrand zu holen, diese können leichte Kleidung tragen. Auch Sonnenhüte und Kappen sind zu empfehlen, um Gesicht und Kopf vor zu viel Sonne zu schützen.
 
Augenschutz
Deine Augen solltest Du ebenfalls nicht vernachlässigen. Eine Sonnenbrille mit passendem UV-Filter erleichtert nicht nur das Sehen bei hellem Licht, sondern schützt auch unsere Augen vor den UV-Strahlen. Für den Freizeitbereich sind Sonnenschutzbrillen der Kategorie zwei oder drei ausreichend. Beim Optiker kannst Du den UV-Schutz Deiner Brillengläser rasch und einfach feststellen lassen.
 
Grundsätzlich ist es zu empfehlen, die direkte Sonne und Mittagssonne zu meiden. Leidenschaftliche Sonnenanbeter sollten auf den richtigen Schutz nicht verzichten, ebenfalls darfst Du Körperstellen wie Ohren, Nase, Lippen nicht vergessen.

Wie funktioniert der Sonnenschutz in der Sonnencreme?

Sonnenschutzmittel sind hoch spezialisierte Produkte die laufend den Bedürfnissen der Verbraucher angepasst werden: Zum Beispiel Formulierungen für Sportlerinnen und Sportler, die wasserdicht und schweißfest sein sollen, oder Produkte für Kinder, die wesentlich empfindlicher auf Sonnenstrahlen reagieren als Erwachsene.
 
Sonnencreme wirkt wie ein UV-Hemmer. Die meisten Sonnenschutzmittel beinhalten die beiden Wirkstofftypen anorganische und organische Sonnenschutzfilter. Beide bieten Schutz gegen UV-B-Strahlung, aber nur einige davon gegen UV-A-Strahlung. Unser Körper hat seinen eigenen Lichtschutzfaktor. Je nach Hauttyp und Dauer der Sonnenbestrahlung benötigst Du einen stärkeren Sonnenschutz. Um herauszufinden, welchen Sonnenschutz Du brauchst, kannst Du Dich an diesen vier Hauttypen orientieren:
 

  • Typ 1; „Keltischer Typ“, sehr helle Haut, rothaarig, Sommersprossen. Wird ­immer rot, nie braun, Eigenschutzzeit fünf bis zehn Minuten.
  • Typ 2: „Germanischer Typ“, hellhäutiger Europäer, blond- bis braunhaarig. Wird immer rot, manchmal braun, Eigenschutzzeit 10 bis 20 Minuten.
  • Typ 3: „Dunkelhäutiger Europäer“, helle bis hellbraune Haut, dunkelblond bis braunhaarig. Wird manchmal rot, immer braun, Eigenschutzzeit 15 bis 25 Minuten.
  • Typ 4: „Mediterraner Typ“, Wird nie rot, immer braun, Eigenschutzzeit 20 bis 30 Minuten.

Der LSF verrät, um welchen Faktor sich die Eigenschutzzeit der Haut durch die Sonnencreme verlängert. Je höher der UV-Schutz Deiner Sonnencreme ist, desto mehr hilft er dabei, Deine Haut vor UV-Strahlen abzuschirmen. Bei Lichtschutzfaktor 30 kannst Du also 30-Mal länger in der Sonne bleiben als ohne Sonnencreme.
 
Der körpereigene Sonnenschutz richtet sich auch nach dem Hauttyp

Muss ich auch drinnen einen Sonnenschutz tragen?

Fensterglas schützt uns ziemlich gut vor UV-B-Strahlung, vor UV-A-Strahlung allerdings nicht. Die UV-A-Strahlung führt zu einer schnelleren Pigmentierung und Hautalterung, da sie tiefer in die Hautschicht eindringt. Es empfiehlt sich deshalb auch bei längeren Autofahrten, oder in Räumen, in denen man lange der Sonnenbestrahlung ausgesetzt ist, einen Sonnenschutz aufzutragen.

Sind Sonnenöle schlecht für meine Haut?

Sonnenöl wird gerne dazu verwendet, um den Bräunungseffekt zu beschleunigen. Es hat einen hohen Fettgehalt und versorgt die Haut mit Feuchtigkeit. Die eingeölte Haut glänzt und die Sonnenstrahlen reflektieren, dadurch wirst Du schneller braun. Jedoch kann es passieren, dass Du zu viel Sonnenöl aufträgst, dieses kann dann nicht mehr in die Haut einziehen und es bildet sich ein Ölfilm, welcher wie ein Brennglas wirkt und zum Sonnenbrand führt. Mittlerweile gibt es viele Sonnenöle, die gut einziehen und auch einen leichten Lichtschutzfaktor mit sich bringen, dieser ist jedoch nur gering. Sonnenöl eignet sich deshalb für dunklere Hauttypen, die schon von Natur aus einen höheren Eigenschutz besitzen.
 
Beachte: Sonnenöl ersetzt keine Sonnencreme und bietet keinen ausreichenden Schutz gegen UV-Strahlung!

Kann ich meine Sonnencreme selbst herstellen?

Naturkosmetik und DIY-Anleitungen für Beautyprodukte liegen momentan im Trend. Auf Pinterest & Co. findest Du zahlreiche Rezepte, um Sonnencreme selbst herzustellen. Die Basisstoffe dafür sind Kokosöl, Sheabutter, Aloe Vera Gel, Jojoba Öl, Vitamin-E-Öl und diverse ätherische Öle sowie Zinkoxid aus der Apotheke, welches für den Lichtschutzfaktor zuständig ist.
 
Das Problem: Die selbst gemachten Sonnencremes werden nicht getestet. Laut einer Studie des Brooks College of Health der University of North Florida aus dem Jahr 2019 (1), waren 68% von 189 DIY-Sonnencremen nicht ausreichend. Da Hautkrebs eine weitverbreitete Krankheit ist, sollte der Schutz unserer Haut besonders wichtig sein. Wir empfehlen daher zusätzlich ein professionelles Produkt aus der Apotheke oder Drogerie zu verwenden, um Deine Haut bestmöglich vor Sonneneinstrahlung zu schützen.
 
GEWINNSPIEL
Damit Du Haut und Haare in der schönen Sommerzeit richtig schützen kannst, haben wir Dir ein schönes Paket mit Sonnenschutz-Produkten zusammengestellt. Du möchtest Dein Glück versuchen? Dann schau auf unserer Facebook-Seite vorbei, dort findest Du die Teilnahmebedingungen!

 

Sommergewinnspiel
 
 
Wir drücken Dir die Daumen!

 

Studie

(1) Merten, J.: Pinterest Homemade Sunscreens: A Recipe for Sunburn. In: Health Communication Journal. Vol. 35/2020. Issue 9


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