Beautythemen über die man nicht so gerne spricht!

Viele von uns sind oder waren schon mal von kleinen, störenden Schönheitsmakeln betroffen, die einem peinlich waren. Starke Behaarung, übermäßige Schweißproduktion oder Hornhaut an Händen und Füßen sind nur einige Beispiele davon. Darüber gesprochen wird oft nicht, heimlich nach Behandlungen gesucht, aber schon. Wir lösen die Ursachen über gemeine Schönheitsfehler auf und stellen Dir Hausmittel und professionelle Behandlungen vor.


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Medizinischer Experte

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Online-Redaktion


Zuletzt aktualisiert: 1. September, 2020

Starke Behaarung

Neben Haarausfall existiert auch das Gegenteil: Überbehaarung. Dabei handelt es sich aber meistens nicht um eine voluminöse Haarpracht, sondern um Menschen, die dort Haare haben, wo sie normalerweise nicht oder nur wenig wachsen sollten. Diese Form der starken Behaarung wird Hirsutismus genannt und ist meist auf Gene und Hormone zurückzuführen. Aber auch Arzneimittel, Schädel-Hirn-Traumen und wiederholte Frakturen und Nervenverletzungen können damit in Verbindung gebracht werden. Manche Frauen haben am ganzen Körper einfach dunklere und dichtere Körperhaare als andere, ob eine Überbehaarung vorliegt, wird am persönlichen Empfinden gemessen. In den meisten Fällen ist Hirsutismus genetisch bedingt und durch eine erhöhte Empfindlichkeit der Haarfollikel für männliche Hormone verursacht.
 
Behandlung
 
Bei einer auslösender Grunderkrankung wird diese behandelt. Bei medikamentös bedingtem Hirsutismus werden die verursachenden Medikamente ausgetauscht. Zudem gibt es zahlreiche Möglichkeiten den starken Haarwuchs zu unterbinden: durch Rasieren, Epilieren, chemische Haarentfernung, Laserhaarentfernung, Veröden von Haarfollikeln, Verfahren mit Blitzlicht und der Nadelepilationen. Die Krankenkasse übernimmt jedoch nur in bestimmten Fällen die Kosten einer dauerhaften Haarentfernung. 

Eine extrem starke Schweißproduktion bezeichnet die Medizin als Hyperhidrose.

Sehr starke Schweißproduktion

Medikamente, Hitze, Nahrungsmittel und Gerüche können unsere Schweißproduktion beeinflussen. Ein bis zwei Prozent der Bevölkerung sind jedoch von Hyperhidrose betroffen, darunter versteht man ein über das normale Ausmaß hinausgehende Schwitzen. Dies kann sowohl kleinere, abgegrenzte Hautareale betreffen, als auch großflächige Körperbereiche. Es lässt sich unterscheiden in primäre und sekundäre Hyperhidrose.
 
Von der primären Hyperhidrose sind meistens die Handflächen, Fußsohlen und Achseln betroffen. Bei diesen Formen nimmt man an, dass das Schweißzentrum im Hypothalamus sensibler auf verschiedene Reize reagiert und dadurch schon frühzeitig, ohne thermoregulatorische Notwendigkeit, zum Schwitzen anregt.
 
Die sekundäre Hyperhidrose tritt meist als Folge oder in Begleitung einer anderen Erkrankung auf. Das übermäßige Schwitzen ist somit nur ein Symptom. Ursachen dafür können sein:
 

  • Internistische Erkrankungen
  • Neurologische Erkrankungen
  • Adipositas
  • Infektionen
  • Diabetes
  • Schilddrüsenerkrankung
  • Erkrankungen, die das Schweißzentrum im Gehirn oder Teile des autonomen Nervensystems reizen oder verletzen
  • Die Einnahme von Drogen oder Medikamenten

 
Behandlung
 
Eine Hyperhidrose wird in den meisten Fällen vom Facharzt behandelt. Bei einer sekundären Hyperhidrose muss zuerst eine Behandlung der Grunderkrankung erfolgen. Anschließend lassen sich folgende Methoden einsetzen:
 

  • lokale Behandlung mit schweißhemmenden Substanzen
  • Einnahme von Medikamenten
  • Iontophorese – medizinisches Verfahren mit elektrischem Gleichstrom
  • chirurgische Verfahren
  • Injektion mit Botox

Lichter werdendes Haar

Im Grunde ist Haarausfall ein normales Phänomen, rund 100 Haare gehen täglich verloren. Fällt die Haarpracht allerdings in Büscheln aus oder bilden sich kahle Stellen auf dem Kopf, können krankhafte Ursachen dahinterstecken. Vom krankhaften Haarausfall (Alopezie) spricht man, wenn einem über einen längeren Zeitraum mehr als 100 Haare pro Tag ausfallen. Es gibt verschiedene Formen des Haarausfalls:

 

  • Mit über 60 Prozent ist der erblich bedingte Haarausfall am weitesten verbreitet und betrifft oftmals Männer.
  • Kreisrunder Haarausfall ist die häufigste entzündliche Haarausfall-Erkrankung und verläuft oft schubweise. Die Krankheit kann sowohl Frauen als auch Männer betreffen und kann ebenfalls auf Augenbrauen, Bart oder anderen beharrten Körperstelen übergehen. Die Ursache dafür ist noch unklar, vermutet wird eine Autoimmunerkrankung.
  • Ein diffuser Haarausfall liegt vor, wenn die Haare auf dem ganzen Kopf gleichmäßig dünner werden. Die Kopfhaut schimmert stärker durch, jedoch sind keine kahlen Stellen sichtbar. Leidtragende sind im Prinzip alle Altersgruppen, Frauen häufiger als Männer. Die Ursachen dafür sind unterschiedlich:  Schwangerschaft, Hormoneinnahme, Nährstoffmangel, Krankheiten, Stress und Medikamente können den Haarausfall hervorrufen.
  • Und auch bei unspezifischen Formen des Haarausfalls können neben Krankheiten und Medikamente auch mechanische Belastungen (zu heißes Föhnen, etc.) für den Haarverlust verantwortlich sein.

Behandlung
 
Es gibt eine Reihe an Medikamenten, die gegen Haarausfall wirken sollen. Des Weiteren gibt es unterschiedliche Immuntherapien, die sich vor allem gegen den kreisrunden Haarausfall richten, sowie die Bestrahlung mit UV-A-Licht. Nahrungsergänzungsmittel und spezielle Shampoos können oft rezeptfrei erworben werden. Wer es sich leisten kann, unterzieht sich manchmal einer Haartransplantation. Ansonsten können auch der richtige Haarschnitt, Haarverdichtungen (Extension), Perücken oder Toupets Abhilfe schaffen.

Ein Hand- oder Fußbad kann helfen, die Hornhaut aufzuweichen und zu entfernen.

Hornhaut an Füßen und Händen

Bei Hornhaut handelt es sich um härtere, verdickte Bereiche der Haut, die meiste als gelbliche Verdickung auftritt. Besonders häufig ist sie am Fußballen und an Fersen präsent. Generell kann sie sich aber an allen Stellen bilden, wo die Haut über längere Zeit Druck und Reibung ausgesetzt ist.
 
Feuchtigkeit sorgt für geschmeidig und widerstandsfähige Haut. Verliert unsere Haut jedoch an Feuchtigkeit, wird sie trocken und rissig. Dies kann, in Kombination mit Druck oder Reibung, die vermehrte Entstehung von Hornhaut begünstigen. Dicke Verhornungen und Schwielen sehen nicht nur unschön aus, sondern tun beim Gehen weh, können schmerzhaft einreißen und es können sich Schrunden bilden, welche sich zu Hühneraugen entwickeln können. Betroffen sind vor allem Personen, die zu trockener Haut neigen sowie ältere Menschen. Lange heiße Bäder und falsches Schuhwerk strapazieren die Haut zusätzlich.
 
Behandlung
 
Um einer ausgeprägten Hornhaut entgegenzuwirken, eignet sich bequemes Schuhwerk, Einlagen oder Druckschutzringe. Außerdem solltest Du mit der regelmäßigen Anwendung von Fußcreme entgegenwirken. Auch an den Händen können Handbäder, Peelings und Eincremen helfen. Eine aufmerksame Hautpflege solltest Du langfristig, aber mindestens zwei bis drei Mal die Woche durchführen.

Verfärbungen auf den Zähnen

Heutzutage zählen weiße Zähne zum Schönheitsideal, und doch sind unschöne Verfärbungen durch Kaffee, Tee und Co. weitverbreitet. Die natürliche Zahnfarbe ist von Menschen zu Menschen unterschiedlich und hängt vor allem mit der Dicke und Zusammensetzung des Zahnschmelzes zusammen. Gelbe Zähne sind in erster Linie ein kosmetisches Problem und schmerzen nicht. Verfärbungen im Zahninneren (intrinsisch) entstehen entweder während der Zahnentwicklung oder nach dem Durchbruch der Zähne. Die häufigsten Ursachen für Zahnverfärbungen sind allerdings auf äußerliche Einwirkungen (extrinsisch) zurückzuführen. Beispielsweise können die Farbpigmente aus Tee, Rotwein oder Kaffee die Zähne verfärben. Aber auch innere Verletzungen des Zahns oder bestimmte Medikamente können dazu führen, dass die Zähne einen Gelbton annehmen. Im Laufe unseres Lebens verändert sich auch unsere Zahnfarbe. Das Zahnbein ist dunkler als der darüber liegende Zahnschmelz. Kommt es zur Abtragung des Zahnschmelzes, schimmert das Dentin durch und die Zähne erscheinen dunkler.
 
Behandlung
 
Intrinsisch bedingte Verfärbungen lassen sich durch professionelle Bleachings aufhellen. Gegen extrinsisch bedingte Verfärbungen helfen am besten professionelle Zahnreinigungen. Weitere Möglichkeiten bieten Veneers oder Kronen, die die echten Zähne verblenden. Um Zahnverfärbungen von äußerlichen Einflüssen selbst entgegenzuwirken, eignen sich aufhellende Zahnpasten und eine gesunde Mundhygiene. In Apotheken und Drogerien gibt es auch viele verschiedene Tools zum Bleichen der Zähne und auch einige Hausmittel sollen weißere Zähne versprechen. Eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung lässt Verfärbungen gar nicht erst entstehen.

Viele Frauen kämpfen mit den Folgen des Trends der schmalen Augenbrauen und versuchen, den Haarwuchs anzuregen.

Wenn die Augenbrauen nicht mehr nachwachsen

Vor nicht allzu langer Zeit lagen dünn gezupfte Augenbrauen voll im Trend. Viele Frauen haben sich die Brauen häufig und stark gezupft – heute bereuen es viele. Denn durch regelmäßiges und übermäßiges Zupfen der Augenbrauenhaare bleiben die neuen Härchen irgendwann aus. Dies ist zugleich eine typische Folge des natürlichen Alterungsprozesses, denn vom allmählich geringeren Wachstum der Haare bleiben auch die Augenbrauen nicht verschont. Werden die gesamten Härchen inklusive der Wurzel ausgerissen, kann das auf Dauer die Follikel nachhaltig beschädigen. In Folge wachsen einzelne Augenbrauenhaare irgendwann immer weniger bis gar nicht mehr nach. Darüber hinaus kann es zwischen zwölf und 16 Wochen dauern, bis nach dem Auszupfen oder Rasieren die Braue wieder zu ihrer natürlichen Fülle zurückgekehrt ist, sofern sie überhaupt gesund nachwachsen kann.
 
Behandlung
 

  • Microblading füllt die Augenbrauen wieder in Form von Permanent-Make-up auf
  • Zupfen so lange aussetzen, bis der Wuchs dem Wunsch entspricht
  • Wachstumsseren sollen angeblich die Haarfollikel stimulieren und das Wachstum erneut anregen
  • Kieselerde Kapseln gilt als Hausmittel für schöne Haut, Haare und Nägel
  • Rizinus Öl beugt Haarbruch vor
  • Augenbrauenmassagen sollen das Haarwachstum anregen

 
Mit diesen Tipps solltest Du die kleinen Schönheitsmakel gut in den Griff bekommen. Du kannst Dich natürlich auch immer an einen Arzt wenden, denn dieser kann Dir oftmals beratend zur Seite stehen.



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