Weißer Hautkrebs (Basaliom)

Weißer Hautkrebs ist zwar nicht so gefährlich wie andere Tumorarten, tritt dafür aber umso häufiger auf. Insbesondere das Basaliom gilt als weitverbreitete Form des weißen Hautkrebses. Es äußert sich in der Regel zunächst als offene Wunde oder kleines Knötchen mit perlschnurartigem Rand. In fortgeschrittenen Stadien kann das Basaliom allerdings auch tiefer ins Gewebe eindringen und Knorpel oder Knochen zerstören. Durch eine frühzeitige Diagnose und Behandlung lassen sich solche Folgen verhindern.


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Zuletzt aktualisiert: 25. November, 2021

INHALTSVERZEICHNISInhaltsverzeichnis

Weißer Hautkrebs ist weniger gefährlich als schwarzer Hautkrebs, tritt dafür aber deutlich öfter auf. Die Medizin unterscheidet bei weißem Hautkrebs zwischen dem Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) und dem Basaliom (Basalzellkarzinom). Letzteres ist mit Abstand die häufigste Form von Hautkrebs, lässt sich aber in der Regel gut behandeln.

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Weißer Hautkrebs sieht nicht bei jedem Patienten gleich aus. In der Regel macht sich der Tumor zunächst als kleines Knötchen mit perlschnurartigem Rand bemerkbar. In späteren Stadien können aber auch größere offene Wunden entstehen, wenn das Basaliom in die Tiefe wächst und Knorpel oder Knochen zerstört. Weißer Hautkrebs tritt vorrangig im Kopfbereich auf.

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Als Hauptursache für weißen Hautkrebs gilt jahrelange Belastung mit UV-Strahlung. Als Risikofaktoren gelten ein heller Hauttyp, häufige Sonnenbäder und Solariumbesuche, zunehmendes Alter, schwache Abwehrkräfte und bestimmte Vorerkrankungen. Eine Sonderform des weißen Hautkrebses – das sogenannte Rumpfhautbasaliom – entsteht durch regelmäßigen Kontakt mit dem Giftstoff Arsen.

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Basaliome gelten nur als „halb-bösartig“, da sie sich nur sehr langsam ausbreiten. Bleiben sie über lange Zeit unbehandelt, wachsen sie allerdings in die Tiefe und können dort Knorpel und Knochen zerstören. Basalzellkarzinome bilden in der Regel keine Metastasen in anderen Körperbereichen.

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Hautärzte können weißen Hautkrebs oft bereits mit freiem Auge erkennen. Für eine sichere Diagnose betrachten sie die Hautstelle mithilfe eines Dermatoskops und lassen eine Gewebeprobe im Labor untersuchen. Bei fortgeschrittenen Basaliomen sind außerdem häufig Ultraschalluntersuchungen, Computertomographien oder Magnetresonanztomographien erforderlich.

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Die Standardtherapie bei weißem Hautkrebs ist die Entfernung im Rahmen einer Operation. Kommt diese beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen nicht infrage, sind lokale oder systemische Behandlungen möglich. Dazu zählen zum Beispiel die photodynamische Therapie, die Kryotherapie, die Lasertherapie, die Strahlentherapie sowie die Anwendung von Imiquimod, 5-Fluorouracil oder Hedgehog-Hemmern.

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Da Basaliome langsam wachsen und nur sehr selten Tochtergeschwülste bilden, stehen die Heilungschancen in der Regel sehr gut. Trotzdem solltest Du mit der Behandlung nicht zu lange warten, da bei weißem Hautkrebs im fortgeschrittenen Stadium unter Umständen große Narben oder Entstellungen zurückbleiben können.

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Der Schutz vor UV-Strahlung gilt als wichtigste Vorbeugungsmaßnahme bei weißem Hautkrebs. Darüber hinaus solltest Du den Kontakt mit Giftstoffen wie Arsen möglichst vermeiden. Allerdings lässt sich die Entstehung von Basaliomen nicht immer verhindern, da auch genetische Faktoren eine Rolle spielen. In diesem Fall ist eine frühe Diagnose entscheidend – durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Hautarzt lässt sich diese sicherstellen.

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Da eine Behandlung von weißem Hautkrebs aus gesundheitlicher Sicht zwingend notwendig ist, übernimmt die Krankenkasse alle Kosten für die Diagnose- und Behandlungsmaßnahmen. Bei manchen Leistungen kann allerdings ein gewisser Selbstbehalt für Dich anfallen.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Weißer Hautkrebs ist eine der häufigsten Formen von Krebs, aber dafür nicht so gefährlich. Die Medizin unterscheidet zwei Formen von weißem Hautkrebs: Das Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) und das Basaliom (Basalzellkarzinom). Letzteres ist besonders weit verbreitet.


Basaliome treten in der Regel im Kopfbereich auf, können allerdings je nach Patient unterschiedlich aussehen. In vielen Fällen sind offene Wunden oder kleine Knötchen mit perlschnurartigem Rand erste Anzeichen von weißem Hautkrebs. In fortgeschrittenen Stadien können Basaliome in die Tiefe wachsen und Knorpel oder Knochen zerstören.


Als Hauptursache von Basaliomen gilt starke Belastung mit UV-Strahlung über längere Zeiträume hinweg. Dementsprechend sind zur Vorbeugung von weißem Hautkrebs ein ausreichender Sonnenschutz sowie der Verzicht auf Solariumbesuche essenziell.


Als Standardtherapie bei weißem Hautkrebs gilt die operative Entfernung. Zu den alternativen Behandlungsmethoden zählen die photodynamische Therapie, die Kryotherapie, die Lasertherapie, die Strahlentherapie sowie die Anwendung von Imiquimod oder Hedgehog-Hemmern.

Was ist weißer Hautkrebs?

Mit der Bezeichnung „weißer Hautkrebs“ sind bestimmte Typen von Hauttumoren gemeint. Diese sind im Gegensatz zu sogenannten Melanomen – dem „schwarzen Hautkrebs“ – nur in seltenen Fällen pigmentiert und sehen daher nicht wie Leberflecken oder Muttermale aus. Ärzte unterscheiden zwei grundsätzliche Arten von weißem Hautkrebs:
 
Die erste Form ist das Spinaliom, welches die Medizin auch als Plattenepithelkarzinom, Plattenepithelkrebs oder Stachelzellkarzinom bezeichnet. Es wächst recht aggressiv und kann im fortgeschrittenen Stadium auch in andere Bereiche des Körpers streuen.
 
Wenn von weißem Hautkrebs die Rede ist, meinen Ärzte allerdings in der Regel das viel häufiger auftretende Basaliom. Dieses hat seinen Ursprung in den Wurzelscheiden der Haarfollikel und der Basalzellschicht der Oberhaut, weswegen es auch unter den Namen Basalzellkarzinom oder Basalzellkrebs bekannt ist. Das Basaliom ist deutlich ungefährlicher als andere Arten – deshalb klassifizieren es die meisten Mediziner lediglich als „halb-bösartigen“ Tumor. Dennoch bedarf es einer professionellen Diagnose und Behandlung, weswegen wir uns in diesem Text ausschließlich dem Basaliom widmen.

Weißer Hautkrebs (Basaliom) - Was ist weißer Hautkrebs?

Wie häufig ist weißer Hautkrebs?

Weißer Hautkrebs ist zwar ungefährlicher als schwarzer Hautkrebs, dafür aber umso häufiger. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 200.000 Menschen an weißem Hautkrebs, wobei Männer etwas öfter betroffen sind als Frauen. In 75 Prozent der Fälle liegt ein Basaliom vor, womit dieses mit Abstand die häufigste Form von Hauttumor darstellt.

Was sind die Symptome von weißem Hautkrebs?

Weißer Hautkrebs (Basaliom) - Was sind die Symptome von weißem Hautkrebs?

Weißer Hautkrebs kann sich auf unterschiedlichste Arten äußern. Im Frühstadium zeigt sich das Basaliom häufig lediglich als schuppende und offene Hautstelle. Oftmals macht es sich auch als kleines Knötchen mit einem perlschnurartigen Rand bemerkbar.

In vielen Fällen beginnt der betroffene Bereich nach einiger Zeit zu jucken oder zu bluten. Verfärbungen oder Vernarbungen treten im Vergleich zum schwarzen Hautkrebs nur selten auf.
Der weiße Hautkrebs breitet sich zunächst nicht so aggressiv aus. Bleibt er allerdings über längere Zeit hinweg unbehandelt, dringt er immer tiefer in die Haut ein und zerstört dabei Gewebe, Knorpel und Knochen. In diesem Spätstadium ist das Basaliom deutlich erkennbar und die Betroffenen leiden in der Regel unter starken Schmerzen an der betroffenen Stelle.

Weißer Hautkrebs (Basaliom) - An welchen Körperstellen kann ein Basaliom auftreten?

An welchen Körperstellen kann ein Basaliom auftreten?

Weißer Hautkrebs tritt primär an jenen Körperstellen auf, die häufig der Sonnenstrahlung ausgesetzt sind. In 80 Prozent der Fälle entwickelt sich der Tumor im Gesicht zwischen Oberlippe und Haaransatz. Viele Patienten bemerken das Basaliom aber auch am Dekolleté, am Kinn, an der Ohrmuschel oder an der behaarten Kopfhaut. Nur in seltenen Fällen zeigt sich weißer Hautkrebs an den Armen, Beinen oder am Rumpf.

Welche Ursachen hat weißer Hautkrebs?

Weißer Hautkrebs (Basaliom) - Welche Ursachen hat weißer Hautkrebs?

Die Hauptursache für weißen Hautkrebs ist UV-Strahlung. Ist die Haut über Jahre hinweg häufig direktem Sonnenlicht oder UV-Strahlung im Solarium ausgesetzt, führt das zu Veränderungen im Erbmaterial der Hautzellen.

Dadurch kann sich in der Basalzellschicht der Oberhaut und den Wurzelscheiden der Haarfollikel ein Basaliom entwickeln. Allerdings hängt die Entstehung von weißem Hautkrebs auch mit individuellen Faktoren, wie beispielsweise dem Hauttyp und der genetischen Veranlagung zusammen. Hast Du eher helle Haut und bekommst schnell einen Sonnenbrand, solltest Du daher besonders gut auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten und nicht ins Solarium gehen.

 

Darüber hinaus gibt es eine Sonderform von Basalzellkrebs – das sogenannte Rumpfhautbasaliom. Der Auslöser dafür ist nicht UV-Strahlung, sondern langjähriger und regelmäßiger Kontakt mit dem Giftstoff Arsen, beispielsweise durch die Arbeit im Erzabbau. Das Rumpfhautbasaliom tritt nicht wie üblich im Kopfbereich oder an den Gliedmaßen auf, sondern zeigt sich meist am Rumpf der Patienten.

Weißer Hautkrebs (Basaliom) - Sonnenbrand

Welche Risikofaktoren begünstigen ein Basaliom?

Es gibt verschiedenen Risikofaktoren, die das Auftreten von weißem Hautkrebs begünstigen können:

Aktinische Keratose: Infolge von UV-Strahlung kommt es bei vielen Patienten zunächst zu einer aktinischen Keratose. Diese Krebsvorstufe macht sich als bräunlich-rötlicher, schuppiger Fleck auf der Haut bemerkbar.

Zunehmendes Alter: Über den Lauf der Jahre schädigt das Sonnenlicht die Haut immer weiter. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Patienten mit weißem Hautkrebs bereits zwischen 60 und 70 Jahre alt sind.

Schlechtes Immunsystem: Menschen mit einem schwachen Immunsystem haben ebenso ein höheres Risiko, ein Basaliom zu bekommen. Die Abwehrkräfte können beispielsweise durch bestehende Krankheiten oder die Einnahme von gewissen Medikamenten geschwächt sein.

Bestimmte erbliche Erkrankungen: Als Risikopatienten für weißen Hautkrebs gelten Personen, die am Basalzellkarzinom-Syndrom, am Bazex-Dupré-Christol-Syndrom, am Rombo-Syndrom, am Gorlin-Goltz-Syndrom, an Albinismus oder an Xeroderma pigmentosum leiden.

Vorangegangener weißer Hautkrebs: Ist bereits einmal ein Basaliom aufgetreten, steigt auch das Risiko für eine erneute Tumorentwicklung.

Weißer Hautkrebs (Basaliom) - Welche Risikofaktoren begünstigen ein Basaliom?

Wie ist der Krankheitsverlauf bei weißem Hautkrebs?

Basaliome breiten sich nur sehr langsam aus – für eine Verdopplung der Größe benötigen sie etwa ein Jahr. Darüber hinaus wachsen sie eher nicht in die Breite, sondern in die Tiefe. Bleibt der weiße Hautkrebs über einen längeren Zeitraum hinweg unbehandelt, dringt er also auch in tieferliegende Gewebeschichten ein. Dort zerstört er Knorpel und Knochen, was zu Entstellungen führen kann. Daher ist trotz des langsamen Wachstums eine möglichst rasche Therapie ratsam. Je früher der Arzt den Tumor entfernt, desto kleinere Narben bleiben zurück.
 
Im Gegensatz zu anderen Krebsarten besteht beim Basalzellkarzinom allerdings nicht das Risiko einer Metastasenbildung. Das bedeutet, dass diese Art des weißen Hautkrebses auf die ursprüngliche Stelle beschränkt bleibt und in der Regel keine Tochtergeschwülste in anderen Körperregionen hervorruft.

Wie wird weißer Hautkrebs diagnostiziert?

Weißer Hautkrebs (Basaliom) - Wie wird weißer Hautkrebs diagnostiziert?

Sobald Du irgendwelche Auffälligkeiten an Deiner Haut entdeckst, solltest Du einen Dermatologen aufsuchen. Dieser kann in vielen Fällen bereits mit freiem Auge erkennen, ob es sich um weißen Hautkrebs handelt oder nicht.

Oftmals nimmt er zur genaueren Betrachtung ein sogenanntes Dermatoskop zu Hilfe. Dieses Gerät kannst Du Dir als eine starke Lupe vorstellen, welche mit einer Lichtquelle ausgestattet ist.
 
Um eine endgültige Diagnose stellen zu können, entnimmt der Hautarzt anschließend eine Gewebeprobe. Diese schickt er an ein Labor, wo Spezialisten mit dem Mikroskop einen Blick darauf werfen. Bei fortgeschrittenen Stadien von weißem Hautkrebs können außerdem eine Ultraschalluntersuchung, eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie notwendig sein. Auf den dabei entstehenden Bildern kann der Dermatologe erkennen, wie stark die Zerstörung des Gewebes ausgeprägt ist.

Wie lässt sich ein Basaliom frühzeitig erkennen?

Weißer Hautkrebs (Basaliom) - Wie lässt sich ein Basaliom frühzeitig erkennen?

Um weißen Hautkrebs frühzeitig zu erkennen, solltest Du Deine Haut regelmäßig auf Veränderungen abchecken. Sobald Du etwas Auffälliges entdeckst – beispielsweise einen Pickel oder eine Wunde, die nicht innerhalb von maximal drei Wochen abheilen –, solltest Du Dich unbedingt für eine professionelle Untersuchung an einen Hautarzt wenden.

Zusätzlich empfiehlt es sich, regelmäßig ein Screening zur Hautkrebs-Früherkennung durchführen zu lassen. Für Personen ab 35 Jahren ist diese Untersuchung in den Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse inkludiert. Das bedeutet, dass Du sie alle zwei Jahre in Anspruch nehmen darfst, ohne etwas dafür zu zahlen.

Weißer Hautkrebs (Basaliom) - Wie lässt sich weißer Hautkrebs behandeln?

Wie lässt sich weißer Hautkrebs behandeln?

Die erste Wahl bei der Behandlung von weißem Hautkrebs ist eine operative Entfernung. Wenn das Basaliom schon sehr weit fortgeschritten ist oder eine Operation aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, können aber auch alternative Maßnahmen zum Einsatz kommen. In diesem Fall eignen sich beispielsweise bestimmte lokale oder systemische Therapien. Bei manchen Patienten kann außerdem eine Bestrahlung sinnvoll sein.

Wie läuft die OP bei weißem Hautkrebs ab?

Weißer Hautkrebs (Basaliom) - Wie läuft die OP bei weißem Hautkrebs ab?

Da Basalzellkarzinome normalerweise auf eine einzelne Hautstelle beschränkt sind, lassen sie sich mithilfe einer Operation meist vollständig entfernen. Der Eingriff findet in der Regel unter örtlicher Betäubung statt – ein stationärer Aufenthalt ist daher nur in seltenen Fällen erforderlich.

Sobald Du an der betroffenen Stelle nichts mehr spürst, schneidet der Arzt das erkrankte Gewebe weg. Damit auf keinen Fall Tumorreste im Körper verbleiben, muss er dabei einen Sicherheitsabstand einhalten und mindestens einen halben Zentimeter der umliegenden gesunden Haut mitentfernen.
 
Dementsprechend kann es zu recht großen Narben kommen, wenn der weiße Hautkrebs schon weit fortgeschritten war. In der Regel verblassen diese mit der Zeit – andernfalls können Sie im Rahmen einer Narbenbehandlung entfernt werden. Falls es bei der ersten Operation nicht gelingt, das gesamte Basaliom wegzuschneiden, ist unter Umständen ein erneuter Eingriff notwendig.

Weißer Hautkrebs (Basaliom) - Welche lokalen Therapien kommen bei einem Basaliom infrage?

Welche lokalen Therapien kommen bei einem Basaliom infrage?

Wenn eine Operation aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, kommen bei weißem Hautkrebs folgende lokale Therapien als Alternative infrage:

Weißer Hautkrebs (Basaliom) - Photodynamische Therapie (PDT):

Photodynamische Therapie (PDT): Für die photodynamische Therapie trägt der Arzt zunächst eine Creme auf die betroffene Hautstelle auf, welche die Krebszellen lichtempfindlich macht. Anschließend bedeckt er den Bereich mit einem lichtundurchlässigen Verband. Nach ein paar Stunden entfernt der Mediziner diesen wieder und bestrahlt das Basaliom mit kaltem Rotlicht. So kommt es zu einer Zerstörung der Tumorzellen und das umliegende gesunde Gewebe bleibt größtenteils verschont.


Weißer Hautkrebs (Basaliom) - Kryotherapie:

Kryotherapie: Bei der Kryotherapie handelt es sich um eine Kältebehandlung. Dabei vereist der Arzt das Basaliom mit flüssigem Stickstoff, sodass die Krebszellen absterben. Die Kryotherapie kommt lediglich bei oberflächlichen Basalzellkarzinomen infrage.


Weißer Hautkrebs (Basaliom) - Lasertherapie:

Lasertherapie: Im Rahmen der Lasertherapie nutzt der Mediziner hoch konzentrierte Lichtstrahlen, um das erkrankte Gewebe Schicht für Schicht abzutragen. Diese Behandlungsform findet ebenso nur bei sehr schwach ausgeprägten Basaliomen Anwendung.


Weißer Hautkrebs (Basaliom) - Therapie mit bestimmten Salben:

Therapie mit bestimmten Salben: Cremes mit Imiquimod oder 5-Fluorouracil sind ebenso als Behandlungsmethoden für weißen Hautkrebs zugelassen. Diese Wirkstoffe aktivieren das Immunsystem und hemmen die Vermehrung der Krebszellen. Um das Basaliom längerfristig loszuwerden, musst Du die Salben mehrere Wochen lang auf die betroffene Hautstelle auftragen.

Ist bei weißem Hautkrebs eine Strahlentherapie notwendig?

Im Rahmen der Strahlentherapie werden die Krebszellen mithilfe von energiereichen Lichtstrahlen zerstört. Die Behandlung erfolgt in mehreren Sitzungen über einen Zeitraum von etwa zwei bis acht Wochen. Ein Termin dauert circa eine halbe Stunde. Eine Bestrahlung kommt bei Basaliomen zum Einsatz, wenn eine Operation und sonstige lokale Therapien beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen ausgeschlossen sind. Außerdem kann die Bestrahlung eine geeignete Ergänzung zur OP sein, falls das Risiko für einen Rückfall sehr hoch ist.

Weißer Hautkrebs (Basaliom) - Ist bei weißem Hautkrebs eine Strahlentherapie notwendig?

Kann ich weißen Hautkrebs mit Medikamenten behandeln?

Weißer Hautkrebs (Basaliom) - Kann ich weißen Hautkrebs mit Medikamenten behandeln?

Bei Basaliomen im fortgeschrittenen Stadium ist eine Behandlung mit sogenannten Hedgehog-Hemmern möglich. Diese Medikamente enthalten Wirkstoffe wie Sonidegib oder Vismodegib, welche das Wachstum der Tumorzellen blockieren. Da diese systemische Therapie allerdings mit zahlreichen Nebenwirkungen einhergehen kann, kommt sie bei weißem Hautkrebs nur in sehr seltenen Fällen infrage.

Wie ist die Prognose bei weißem Hautkrebs?

Weißer Hautkrebs wächst sehr langsam und entwickelt normalerweise keine Metastasen. Die Heilungschancen sind daher in der Regel sehr gut. Dennoch gilt: Je früher die Diagnose und die Behandlung stattfinden, desto besser fällt die Prognose aus. Ist das Basalzellkarzinom nämlich noch klein, kann der Arzt es schnell und einfach wegschneiden. Bei fortgeschrittenen Tumoren ist hingegen häufig eine Entfernung von größeren Teilen des Gewebes notwendig. Zum Tod führt das Basaliom allerdings nur in den seltensten Fällen – lediglich einer von 1.000 Patienten stirbt an dieser Form des weißen Hautkrebses.

Welche Nachsorge ist bei weißem Hautkrebs empfohlen?

Etwa vier von zehn Betroffenen bekommen in den drei Jahren nach der ersten Erkrankung weitere Basaliome. Daher solltest Du auch nach der Heilung weiterhin achtsam sein und Deine Haut regelmäßig auf Auffälligkeiten abchecken. Darüber hinaus empfiehlt es sich, circa alle sechs Monate für eine Nachkontrolle zum Hautarzt zu gehen. Dieser kann Veränderungen des Gewebes noch besser erkennen und frühzeitig Gegenmaßnahmen setzen.

Welche Folgen hat ein Basaliom für Betroffene?

Bei einer frühzeitigen Behandlung des Basalioms kommt es in der Regel nicht zu Komplikationen. In fortgeschrittenen Stadien kann es allerdings in die Tiefe wachsen und dort Knorpel und Knochen zerstören. Ist es bereits so weit gekommen, muss der Arzt eine sehr große Fläche an Gewebe wegschneiden. Manchmal betrifft dies beispielsweise auch Teile der Nase, der Ohren oder der Augen und es kommt zu großen Narben und Entstellungen im Gesicht. Das ist für die Betroffenen oft nur sehr schwer psychisch verkraftbar und sie trauen sich kaum noch aus dem Haus.

Wie kann ich weißem Hautkrebs vorbeugen?

Am besten kannst Du weißem Hautkrebs vorbeugen, indem Du Deine Haut vor UV-Strahlung schützt. Trag selbst bei leichtem Sonnenschein eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor auf, genieß warme Tage lieber im Schatten und setz bei Bedarf eine Kappe oder einen Sonnenhut auf. Auf Besuche im Solarium sollten Personen mit empfindlicher Haut lieber komplett verzichten. Um insbesondere der Entstehung eines Rumpfhautbasalioms vorzubeugen, darf Dein Körper außerdem nicht über einen längeren Zeitraum hinweg mit Giftstoffen wie Arsen in Berührung kommen.

 

Da weißer Hautkrebs allerdings auch oft durch genetische Veranlagung bedingt ist, lässt er sich manchmal trotz Einhaltung der beschriebenen Maßnahmen nicht vorbeugen. In einem solchen Fall ist eine frühe Diagnose entscheidend für den weiteren Verlauf. Daher solltest Du Deine Haut regelmäßig auf Auffälligkeiten untersuchen. Geh zudem am besten ein- bis zweimal im Jahr für eine Kontrolle zum Hautarzt. Dieser kann Veränderungen des Gewebes frühzeitig entdecken und schnell erste Behandlungsmaßnahmen setzen.

Weißer Hautkrebs (Basaliom) - Wie kann ich weißem Hautkrebs vorbeugen?

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung von einem Basaliom?

Weißer Hautkrebs (Basaliom) - Kosten

Da eine Behandlung von weißem Hautkrebs aus medizinischer Sicht unabdingbar ist, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für alle zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen. Bei bestimmten Leistungen kann allerdings ein Selbstbehalt anfallen und Du musst zumindest einen kleinen Betrag beisteuern. Für nähere Informationen zur Kostenübernahme in Deinem individuellen Fall wendest Du Dich am besten direkt an Deinen Sozialversicherungsträger.


Über den Autor: Dr. med. Benjamin Gehl

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie


Als Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie liegt die Leidenschaft von Dr. Gehl schon immer im Bereich der medizinischen Contentproduktion.

Aufgrund seiner Ausbildung, einer langjährigen Einsatzzeit in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie, sowie zahlreichen Auslandseinsätzen in Indien, Afrika und Amerika weiß er, welche Techniken und Behandlungen für medizinische Indikationen international Anwendung finden und State of the art sind.

Weiterhin beschäftigt er sich täglich mit neuen Trends und Techniken in der operativen und nicht-operativen Chirurgie. Fortbildungen sowie Studien zählen genauso zu seiner Leidenschaft wie die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten zu den neuesten fachspezifischen Themen.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Weißer Hautkrebs ist eine der häufigsten Formen von Krebs, aber dafür nicht so gefährlich. Die Medizin unterscheidet zwei Formen von weißem Hautkrebs: Das Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) und das Basaliom (Basalzellkarzinom). Letzteres ist besonders weit verbreitet.


Basaliome treten in der Regel im Kopfbereich auf, können allerdings je nach Patient unterschiedlich aussehen. In vielen Fällen sind offene Wunden oder kleine Knötchen mit perlschnurartigem Rand erste Anzeichen von weißem Hautkrebs. In fortgeschrittenen Stadien können Basaliome in die Tiefe wachsen und Knorpel oder Knochen zerstören.


Als Hauptursache von Basaliomen gilt starke Belastung mit UV-Strahlung über längere Zeiträume hinweg. Dementsprechend sind zur Vorbeugung von weißem Hautkrebs ein ausreichender Sonnenschutz sowie der Verzicht auf Solariumbesuche essenziell.


Als Standardtherapie bei weißem Hautkrebs gilt die operative Entfernung. Zu den alternativen Behandlungsmethoden zählen die photodynamische Therapie, die Kryotherapie, die Lasertherapie, die Strahlentherapie sowie die Anwendung von Imiquimod oder Hedgehog-Hemmern.

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